Schlagwort: Ecowatt

  • Stromausfälle: Ist Frankreich gut vorbereitet?

    Stromausfälle: Ist Frankreich gut vorbereitet?

    Ein einziger Tag im April 2025 hat Europa gezeigt, wie verletzlich unsere moderne Energieversorgung tatsächlich ist. Am 28. April legte eine massive Strompanne große Teile Spaniens, Portugals und Südwestfrankreichs lahm. Auch wenn Frankreich größtenteils verschont blieb, stellt sich eine unangenehme Frage: Ist das Land gewappnet für zukünftige Stromkrisen?

    Stabil – aber nicht unverwundbar Frankreichs Stromnetz zählt zu den zuverlässigsten in Europa. Die hohe Beimischung von Atomkraft und ein ansonsten diversifizierter Energiemix sorgen normalerweise für Stabilität. Trotzdem hat der jüngste Zwischenfall gezeigt: Kein Land ist eine Insel – schon gar nicht in einem eng vernetzten europäischen Stromsystem. Ob ein lokaler Brand oder doch ein Cyberangriff die Ursache war, bleibt offen. Fest steht: Die Schwachstelle eines Nachbarn kann schnell zur eigenen werden. Wer würde da nicht nachdenklich?

    Frühwarnsysteme und Notfallpläne Frankreich setzt auf Prävention. Systeme wie Ecowatt informiere…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Stromausfälle: Ecowatt-App wurde bis jetzt 700.000 Mal heruntergeladen – doppelt so viel wie vor einer Woche

    Stromausfälle: Ecowatt-App wurde bis jetzt 700.000 Mal heruntergeladen – doppelt so viel wie vor einer Woche

    Die Ecowatt-App, mit der jedermann den Zustand des Stromnetzes verfolgen kann, wurde inzwischen bereits 700.000 Mal heruntergeladen.

    Xavier Piechaczyk, Vorstandsvorsitzender des französischen Stromnetzbetreibers RTE, war am Montag, dem 5. Dezember, zu Gast in der Morgensendung von France Inter und teilte dort mit, dass die Downloads der Ecowatt-App gerade vollständig abheben. „Wir hatten in der Woche ca. 300.000 Downloads. Und am Sonntagabend waren wir bei 700.000 Downloads, das hat sich in wenigen Tagen verdoppelt“.

    Ecowatt ermöglicht es besorgten Einwohnern Frankreichs, die Entwicklung des Zustands des Stromnetzes in Echtzeit zu verfolgen und sich im Falle eines drohenden Stromausfalls in diesem Winter rechtzeitig warnen zu lassen. „Wenn die Warnstufe orange ist, haben wir keinen Spielraum mehr, wenn sie rot ist, ist eine Abschaltung nicht ausgeschlossen, es sei denn, alle organisieren sich so, dass am Tag X zu den richtigen Zeiten Energie gespart wird“, erklärt Xavier Piechaczyk.

    Der Staat geht derzeit von sechs bis zehn Abschaltungen während des Winters aus: „Das Stromsystem hängt von der Produktion und dem Verbrauch ab: Wenn die Produktion gesunken ist, was bei der Kernenergie der Fall ist, muss auch der Verbrauch sinken“, erklärt der Chef von RTE.

    Was passiert im Fall einer notwendigen Abschaltung?
    „Es wird zu vorübergehenden Abschaltungen von Verbrauchern kommen, die an die Verteilungsnetze angeschlossen sind. Das geschieht nach Stadtteilen, aber es gibt Kunden, die nicht abgeschaltet werden können, wie alles, was unter die Gesundheits- oder Rettungsdienste fällt“, so der Vorstandsvorsitzende von RTE. „Es ist ein Verfahren mit Abschaltungen, die jeweils zwei Stunden dauern: So wird man seine Waren im Kühlschrank oder in seiner Gefriertruhe nicht verlieren. Alle Franzosen haben schon einmal einen Stromausfall erlebt, weil es in ihrer Straße Bauarbeiten gab, das ist die gleiche Logik“.

  • Fernsehen: Ab Montag wird eine „Stromwetter“-Karte ausgestrahlt

    Fernsehen: Ab Montag wird eine „Stromwetter“-Karte ausgestrahlt

    Ab diesem Montag, dem 3. Oktober, werden die Sender der Gruppe France Télévisions damit beginnen, eine „Stromwetter“-Karte während der Nachrichtensendungen auszustrahlen. Eine Initiative, der in den kommenden auch die TF1-Gruppe folgen will.

    Angesichts der Energiekrise hat France Télévisions beschlossen, die Franzosen regelmässig darüber aufzuklären, wie sie in diesem Winter Stromausfälle vermeiden können. Dafür wird ein „Stromwetterbericht“ von Ecowatt, auf allen ihren Sendern ausgestrahlt. Die Präsidentin der öffentlich-rechtlichen Sender, Delphine Ernotte, und ihr Kollege von RTE (Réseau de transport d’électricité), dem Betreiber von Hoch- und Höchstspannungsleitungen, Xavier Piechaczyk, kündigten dies an, nachdem sie eine „neuartige Partnerschaft“ zu diesem Zweck unterzeichnet hatten.

    France Télévisions wird ab Montag, dem 3. Oktober, auf seinen Sendern zu gegebener Zeit Piktogramme anzeigen, die im Rahmen der Ecowatt-Initiative entwickelt wurden und die es den Nutzern ermöglichen sollen, in Echtzeit das Niveau der im Land verfügbaren Elektrizität in drei Farben dargestellt zu sehen: grün (normal), orange (angespannt) und rot (sehr angespannt, unvermeidliche Stromausfälle, wenn nichts unternommen wird, um den Verbrauch zu senken).

    Lesen Sie auch: Französisches Fernsehen wird “Stromkarte” zur Vermeidung von Stromausfällen im Winter senden

    Rot soll die Zuschauer dazu bringen, ihren Verbrauch in den Spitzenzeiten zwischen 8.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 20.00 Uhr zu drosseln.

    In schwierigen Zeiten „kann man zum Beispiel seine Waschmaschine um 22.00 Uhr statt um 19.00 Uhr starten“, erklärt Delphine Ernotte. Man kann auch das Kochen mit Strom von 19:00 Uhr auf 19:45 Uhr verlegen. Xavier Piechaczyk erinnert daran, dass Heizen und Kochen mit Strom sehr energieintensiv sind.

    Das Publikum der öffentlich rechtlichen Sender von France Télévisions, d. h. „4 von 5 Franzosen jede Woche“, soll insbesondere in den Nachrichtensendungen für Sparsamkeitsgesten sensibilisiert werden. Es gehe nicht darum, „Frankreich stillzulegen“, sondern nur darum, „aufzupassen, wenn es nötig ist“, betonte Xavier Piechaczyk, der hofft, „abends um 19.00 Uhr mindestens 5% Strom einzusparen“.

    Für France Télévisions ist diese Initiative Teil einer umfassenden „Umweltwende“, um auf die „Klimadringlichkeit“ zu reagieren. Insbesondere soll ein journalistisches „Klimateam“ eingerichtet oder die 13H Nachrichtensendung von France 2 an die von der Klimakrise betroffenen Orte verlegt werden. France Télévisions verpflichtet sich außerdem, intern verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung einzuführen, wie z. B. das Ausschalten der Lichter in allen Gebäuden ab 21.30 Uhr, und mit Produktionsfirmen zusammenzuarbeiten, die bestimmte Kriterien erfüllen, insbesondere in Bezug auf ihren CO2-Fußabdruck.

  • Französisches Fernsehen wird „Stromkarte“ zur Vermeidung von Stromausfällen im Winter senden

    Französisches Fernsehen wird „Stromkarte“ zur Vermeidung von Stromausfällen im Winter senden

    Frankreichs nationaler Fernsehsender kündigte am Freitag an, man werde damit beginnen, eine „Stromkarte“ auszustrahlen, die den Zuschauern den Strombedarf im ganzen Land und die Gebiete zeigt, in denen ein übermäßiger Verbrauch zu Stromausfällen führen könnte.

    Im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Hauptbetreiber des französischen Stromnetzes wird France Televisions eine Echtzeitkarte namens „Ecowatt“ auf seinen Kanälen ausstrahlen.

    Die französische Regierung befürchtet, dass es in diesem Winter zu Stromengpässen kommen könnte, da die Gaslieferungen aus Russland unterbrochen wurden und es zu größeren Wartungsproblemen in den französischen Atomreaktoren kam.

    In Zeiten besorgniserregend hoher Nachfrage – die rot eingefärbt sein werden – werden die Zuschauer dazu angehalten, ihren Stromverbrauch zu reduzieren oder das Netz zu Spitzenzeiten nicht in Anspruch zu nehmen.

    „Man könnte dann die Waschmaschine eher um 22 Uhr als um 19 Uhr einschalten“, sagte die Chefin von France Televisions, Delphine Ernotte, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Initiative mit dem Stromnetzbetreiber RTE sei Teil des Engagements des staatlichen Medienkonzerns im Kampf gegen den Klimawandel, erklärte Ernotte.

    RTE, der Betreiber des Stromnetzes in Frankreich, hat vor wenigen Tagen einen neuen, durch eine App ergänzten Dienst mit dem Namen „Ecowatt“ eingeführt. Er soll dazu dienen, in Echtzeit vor drohenden Stromausfällen in diesem Winter zu warnen.

    Dieser neue Service soll den Franzosen helfen, ihren Energieverbrauch zu regulieren und vor dem Hintergrund massiv steigender Energiekosten einen sparsameren Umgang mit Energie zu pflegen. Pünktlich zum Herbstbeginn hat RTE den neuen Service Ecowatt gestartet. Ecowatt wurde in Partnerschaft mit Enedis und soll Privatpersonen vor allem bei Spannungen im Stromnetz Ratschläge für umweltbewusstes Verhalten geben. Durch eine farbige Karte und Vorhersagen für bis zu 4 Tagen wird Ecowatt vor möglichen Überlastungen im Stromnetz warnen und kleine Gesten empfehlen, die man zu Hause leicht durchführen kann und die sehr nützlich sind, um das Stromnetz zu entlasten. Dieser Service wird als eine Art Wetterbericht für den Strom vorgestellt.

    Ecowatt versteht sich als Warn- und Beratungsdienst. Jeden Tag gibt RTE Prognosen über den Stromverbrauch ab, die auf mehreren Parametern basieren: Stromerzeugung, mögliche Importe, aber auch das Wetter, da man weiß, dass kühlere Temperaturen schnell zu einem höheren Energieverbrauch führen, da viele Franzosen ihre Wohnungen mit Strom heizen.

    Anhand dieser Prognosen ordnet Ecowatt die Tage in Farb-Kategorien ein:

    Grün: alles in Ordnung der Verbrauch ist in Frankreich angemessen.
    Orange: Achtung der Verbrauch ist hoch, „Ökogesten sind willkommen“.
    Rot: Der Verbrauch ist ungewöhnlich hoch, es besteht die Gefahr eines Stromausfalls. „Stromsystem sehr angespannt. Stromausfälle unvermeidbar, wenn wir unseren Verbrauch nicht senken“, so RTE.