Schlagwort: Doubs

  • Montbéliard im Ausnahmezustand – Nächtliche Angriffe auf Polizei nach Festnahme eines 18-Jährigen

    Montbéliard im Ausnahmezustand – Nächtliche Angriffe auf Polizei nach Festnahme eines 18-Jährigen

    In Montbéliard, im Südosten Frankreichs, brodelt es. Seit der Festnahme eines jungen Mannes am Donnerstagabend hat sich die Stimmung im Viertel Petite-Hollande gefährlich aufgeheizt. Am Freitagabend kam es dort erneut zu massiven Ausschreitungen – ein regelrechter Hinterhalt, wie es der Staatsanwalt nennt. Etwa fünfzig Personen, ganz in Schwarz gekleidet und mit Masken vermummt, griffen die Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern an. Die Szenen erinnerten an urbane Guerillakämpfe: lodernde Barrikaden, dumpfe Explosionen von Feuerwerksmörsern, Sirenen, die durch die Nacht schrillen.

    Ein Funke, der das Pulverfass entzündete Auslöser der Gewalt war die Festnahme eines 18-Jährigen am Donnerstagabend. Der junge Mann, den die Polizei bereits aus früheren Ermittlungen kannte, wurde wegen „Beleidigung einer Amtsperson“ und eines „motorisierten Rodeos“ – einer gefährlichen, illegalen Raserei auf öffentlichen Straßen – in Gewah…

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  • Ein Krater im Vorgarten – wenn die Erde plötzlich verschwindet

    Ein Krater im Vorgarten – wenn die Erde plötzlich verschwindet

    Bethoncourt, ein beschaulicher Ort im französischen Département Doubs, steht seit Anfang September 2025 im Fokus: Mitten im Vorgarten einer Familie tat sich ein vier Meter tiefer Krater auf – nur zwei Meter von der Hauswand entfernt. Ein Schockmoment, der nicht nur die Betroffenen, sondern die gesamte Nachbarschaft verunsichert. Der Albtraum der Familie Cevik Cansel und Ismail Cevik können es kaum glauben: Zum dritten Mal seit 2021 gibt der Boden auf ihrem Grundstück nach. Doch diesmal ist es mehr als nur ein Loch – es ist ein Abgrund, der zwei beschädigte Leitungen freilegt, eine alte Abwasserleitung aus Asbestzement und ein Regenwasserrohr aus Beton. Provisorische Umleitungen sollen verhindern, dass der Krater weiter wächst. Doch die Angst bleibt. Man stelle sich vor: Man tritt in seinen Garten, dort, wo gestern noch Rasen war, klafft plötzlich schwarze Tiefe. Genau das ist geschehen.

    Die Schuldfrage liegt unter der E…

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  • Der vergiftete Ruf – Wie der Fall Péchier das Vertrauen in die Medizin erschüttert

    Der vergiftete Ruf – Wie der Fall Péchier das Vertrauen in die Medizin erschüttert

    Ein Gerichtssaal in Besançon, eine Liste mit 30 mutmaßlichen Opfern, 12 davon tot – und ein Mann im Zentrum des Sturms: Frédéric Péchier, ehemals angesehener Anästhesist, heute Hauptangeklagter in einem der größten Justizverfahren der französischen Gegenwart. Seit dem 8. September 2025 wird dem Mediziner vorgeworfen, zwischen 2008 und 2017 Patienten gezielt vergiftet zu haben. Es geht um manipulierte Infusionen, Herzstillstände, dramatische Reanimationen – und ein Justizsystem, das nun den Schleier über einem erschreckenden Kapitel zu lüften versucht.

    Ein Arzt, der Leben rettet – und vorher in Gefahr bringt? Das Bild, das die Ermittler zeichnen, ist so verstörend wie schwer zu fassen: Ein Arzt, der als Retter auftritt – aber zuvor selbst die Notfälle geschaffen haben soll. In zahlreichen Fällen traten medizinische Komplikationen auf, kurz nachdem Péchier alleinigen Zugriff auf das Infusionsmaterial hatte. Kalium, Lokalanäst…

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  • Elf Hunde tot in Durnes – Wenn der Tierschutz an seine Grenzen stößt

    Elf Hunde tot in Durnes – Wenn der Tierschutz an seine Grenzen stößt

    Es ist der 14. August 2025, als die Mitarbeiter der Société Protectrice des Animaux (SPA) in ein Haus in Durnes, im französischen Département Doubs, gerufen werden. Was sie dort finden, ist kaum in Worte zu fassen: elf Hundekadaver in fortgeschrittener Verwesung, auf dem Boden verstreut zwischen Müllbergen und Gestank. Drei abgemagerte Hunde und ein schwaches Kätzchen klammern sich an ihr Leben – ausgehungert, verdurstet, gezwungen, ihre eigene Urinlache zu trinken. Eine Szene wie aus einem Albtraum. Und doch bittere Realität. Eine Wiederholungstat, die schockiert Die Besitzerin des Hauses ist keine Unbekannte. Christelle T., 41 Jahre alt, war bereits im Dezember 2024 verurteilt worden – damals wegen Tierquälerei an Ponys im Parc Micaud in Besançon. Das Urteil schien zunächst ein Signal: Justiz und Gesellschaft dulden kein solches Verhalten. Doch die Frau durfte trotz ihrer Verurteilung weiterhin Tiere halten. Keine Auflagen, keine Verbote. Das Ergebnis sehen wir jetzt in Durnes. Elf t…

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  • Besançon erleben – Ein Spaziergang durch Geschichte, Kultur und Genuss

    Besançon erleben – Ein Spaziergang durch Geschichte, Kultur und Genuss

    Wer Besançon besucht, landet nicht einfach in einer französischen Stadt – man betritt ein lebendiges Geschichtsbuch, eingebettet in die sanften Schleifen des Flusses Doubs und bewacht von einer Festung, die ihresgleichen sucht. Komm mit auf eine Stadtführung, die die Vergangenheit zum Leben erweckt, Gaumenfreuden offenbart und dir zeigt, warum diese Stadt so viele Herzen gewinnt. […]

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  • Frankreich setzt auf grünen Wasserstoff: Millionenhilfe für Gen-Hy

    Frankreich setzt auf grünen Wasserstoff: Millionenhilfe für Gen-Hy

    Frankreich zeigt einmal mehr, dass es beim Umbau seiner Energiezukunft Ernst macht. Knapp 100 Millionen Euro – so viel Unterstützung erhält das Start-up Gen-Hy aus Allenjoie im Département Doubs vom französischen Staat. Ziel: die Weiterentwicklung und industrielle Produktion innovativer Elektrolyseure zur Erzeugung von grünem Wasserstoff.

    Das Geld fließt über fünf Jahre hinweg – und kommt zu einer Zeit, in der die Wasserstoffbranche im Land unter Druck steht.


    Gen-Hy: Kleine Firma, große Technologie

    Was macht Gen-Hy so besonders? Das Unternehmen setzt auf eine neuartige Elektrolyseur-Technologie mit sogenannten AEM-Membranen (Anion Exchange Membranes) – und verzichtet dabei vollständig auf seltene Metalle. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern spart auch Kosten.

    Der Clou: Die Anlagen von Gen-Hy liefern hochreinen Wasserstoff zu besonders wettbewerbsfähigen Preisen.

    Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 20 Mitarbeitende. Doch die Pläne sind ambitioniert: In den kommenden vier Jahren sollen 150 neue Arbeitsplätze entstehen – langfristig sogar bis zu 250. Produziert werden sollen jährlich rund 350 Elektrolyseure mit Leistungen zwischen 100 kW und 2 MW. Ein echter Kraftakt für ein Start-up, das bislang kaum überregional bekannt war.


    Rückenwind für eine Branche im Umbruch

    Die Förderung passt perfekt in Frankreichs nationale Strategie für grünen Wasserstoff. Dieser gilt als zentraler Baustein für die Energiewende – insbesondere zur Dekarbonisierung der Industrie und des Verkehrs. Doch der Markt ist volatil. Jüngstes Beispiel: Der französische Elektrolyseur-Hersteller McPhy hat kürzlich seinen geplanten Gigafactory-Standort im Département Territoire de Belfort auf Eis gelegt.

    Solche Rückschläge machen deutlich, wie fragil das Ökosystem rund um grünen Wasserstoff aktuell noch ist.

    Umso wichtiger ist die öffentliche Unterstützung – allerdings nicht um jeden Preis. Der Arbeitgeberverband Medef mahnt zur Vorsicht: Öffentliche Gelder müssten mit Bedacht eingesetzt werden. Technologie, Reifegrad und Marktchancen müssten klar bewertet werden, bevor Fördergelder fließen.


    Frankreichs Plan: Vielfalt statt Einzellösung

    Gen-Hy ist nicht der einzige Hoffnungsträger. Auch andere französische Unternehmen investieren kräftig in grünen Wasserstoff. Ein gutes Beispiel ist Lhyfe. Das Unternehmen wurde 2017 gegründet und verfolgt ehrgeizige Projekte: So entsteht nahe Le Havre ein neues Wasserstoff-Werk, das ebenfalls staatlich unterstützt wird. Weitere Produktionsstätten sind in den Vogesen und sogar im Ausland geplant.

    Frankreich will eine nachhaltige, international konkurrenzfähige Wasserstoffwirtschaft aufbauen – und dabei möglichst viele technologische Wege parallel verfolgen. Man setzt auf Innovation, Pragmatismus und starke Partnerschaften zwischen Staat und Wirtschaft.


    Der Weg ist lang – aber lohnenswert

    Die politische Unterstützung ist da. Die Technologie entwickelt sich. Und der gesellschaftliche Rückhalt wächst – schließlich steht Wasserstoff für eine Zukunft ohne CO₂. Doch klar ist auch: Der Aufbau einer tragfähigen Wasserstoffwirtschaft ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es braucht Zeit, Durchhaltevermögen und – ja, auch Geduld.

    Aber wenn man auf Unternehmen wie Gen-Hy schaut, spürt man: Hier entsteht etwas. Und vielleicht kommt der große Durchbruch ja bald aus einem kleinen Ort im Département Doubs.


    Autor: M.A.B.

  • Mit dem Hausboot durchs Herz Frankreichs: Neuheiten auf Burgunds Wasserwegen und dem Rhein-Rhône-Kanal

    Mit dem Hausboot durchs Herz Frankreichs: Neuheiten auf Burgunds Wasserwegen und dem Rhein-Rhône-Kanal

    Frankreich und Flusstourismus – das gehört zusammen wie Baguette und Camembert. Doch 2025 hebt sich das Erlebnis auf den Wasserstraßen Burgunds und entlang des Rhein-Rhône-Kanals auf ein ganz neues Level. Zwischen modernen Hausbooten, Wellness-Oasen auf dem Wasser und stillen, von Sonnenlicht durchfluteten Kanälen entfaltet sich eine Region, die den Spagat zwischen Naturgenuss, Kultur und Nachhaltigkeit auf beeindruckende Weise meistert.

    Der neue Rhythmus Burgunds

    Der Frühling 2025 bringt frischen Wind auf Burgunds Flüsse. Die Region setzt nicht nur auf romantische Idylle, sondern auch auf Innovation – und das spürt man bei jeder Schleuse. Allen voran: Saint-Jean-de-Losne, das traditionsreiche Zentrum des Flusstourismus, das vom 25. bis 27. April mit dem Salon Fluvial wieder zur Bühne für Neuheiten auf dem Wasser wird. Wer sich schon immer für neue Bootstypen, ökologischen Antrieb oder luxuriöse Kabinenausstattung interessiert hat, findet hier sein Paradies.

    Doch was erwartet Reisende konkret auf den Flüssen und Kanälen?

    Zwischen Schleusen und Geschichten – Flussabenteuer in Gray

    Beginnen wir unsere Reise in Gray an der Saône. Hier schippert das Boot „Les Audacieux“ gemütlich durchs Wasser – vorbei an alten Schleusen, malerischen Uferlandschaften und mit spannenden Geschichten im Gepäck. Wer hätte gedacht, dass man mitten im Nirgendwo spannende Anekdoten über historische Persönlichkeiten, Flusstourismus und das Erbe der Region erfährt? Dazu gibt’s, wenn man möchte, ein feines Essen an Bord. Und mit jedem Kilometer wächst das Gefühl: Hier bewegt man sich nicht nur durch Raum, sondern durch Zeit.

    Elektrisch, leise, luxuriös – Nachhaltig unterwegs auf der Saône

    Ein paar Kilometer weiter taucht das „Cap Val de Saône“ auf – ein wahrer Vorreiter in Sachen grüner Mobilität. Dieses elektrisch betriebene Hausboot gleitet fast lautlos über das Wasser. An Bord: Platz für bis zu zwölf Personen, eine moderne Ausstattung und das gute Gefühl, nachhaltig zu reisen. Wer sagt eigentlich, dass Umweltschutz Verzicht bedeutet? Hier steht Komfort ganz oben auf dem Kurs – ganz ohne Motorenlärm und Dieselgeruch.

    Wellness, Wein und Wasserträume – die „Blue Note“

    Ein bisschen Entspannung gefällig? Dann ab nach Seurre zur „Blue Note“. Schon der Name klingt nach Jazz, Sommer und Müßiggang. An Bord dieses eleganten Boots erwartet Gäste ein Rundum-Wohlfühlprogramm. Massagen, gesundes Essen, Tage voller Ruhe – das Wasser wird hier zur Wellness-Oase. Wer lieber kulinarisch genießt, gönnt sich Plancha- oder Frittura-Tage – frisch, herzhaft, französisch. Und wer es richtig exklusiv möchte, kann sich auf einem luxuriösen Katamaran durch die Region treiben lassen – mit vier Doppelzimmern und riesigem Sonnendeck.

    Natur hautnah – schwimmende Cottages und feine Entdeckungen

    Ein ganz anderes Erlebnis bieten die schwimmenden Hütten auf dem Burgund-Kanal. Diese „Cottages Flottants Insolites“ verbinden Ökologie und Gemütlichkeit. Sie sind mit Solarstrom betrieben, verfügen über private Spas und bieten Platz für Familien oder Freundesgruppen. Stell dir vor: Morgens aufwachen, von Wasser umgeben, die ersten Sonnenstrahlen glitzern durch die Fenster – und der Tag beginnt mit einem Sprung ins kühle Nass.

    Ein Fluss, zwei Seelen – Saône und Doubs entdecken

    Im Herzen der Region führt ein neues Ausflugskonzept von Saône Doubs Bresse Reisende auf eine Erkundungsfahrt mit Kapitän. Das Besondere: Die Fahrt führt durch die stille Begegnung zweier Flüsse, Saône und Doubs, die hier zusammenfließen. Natur und Technik treffen aufeinander – und plötzlich wird einem klar, wie vielschichtig Wasser sein kann. Sanft, mächtig, verbindend.

    Hausbootträume und Hühner mit Geschichte

    Wer lieber selbst Kapitän spielt, chartert ein Hausboot bei Canalous Plaisance oder Saône Plaisance. Besonders die Seille, ein Nebenfluss der Saône, bietet dafür ideale Bedingungen. Hier schippert man gemütlich durch sattgrüne Landschaften, vorbei an charmanten Dörfern. In Louhans lockt der legendäre Markt mit seinen weißen Bresse-Hühnern – nicht umsonst eine Delikatesse mit Herkunftssiegel.

    Und gleich ums Eck wartet das Naturreservat Truchère-Ratenelle. Zwischen Schilf und stillen Tümpeln lassen sich hier Reiher beobachten, Libellen tanzen in der Luft – ein Ort, der den Herzschlag verlangsamt.

    Vom Fluss aufs Fahrrad – rund um Besançon

    Die Region Grand Besançon Métropole hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Hier lassen sich Fluss- und Outdoor-Abenteuer kombinieren. Nach der Bootsfahrt warten Radtouren, Wanderungen oder Kajaktouren. Für Stadterkundungen stehen jetzt sogar elektrische Rikschas bereit – leise, gemütlich und mit bestem Blick auf die Altstadtgassen von Besançon oder die Flussufer bei Deluz.

    Und wie wär’s mit einem Abstecher zur berühmten Zitadelle von Besançon? Hoch über dem Fluss thront sie wie ein steinerner Wächter und erzählt Geschichten aus Jahrhunderten – von Festungen, Eroberungen und neuen Anfängen.

    Wohin die Reise geht – die Zukunft des Flusstourismus

    Eine leise Revolution rollt durch Burgund. Anbieter wie Le Boat oder Locaboat setzen auf neue Standards: Boote mit Hybridantrieb, Tanks, die mit HVO-Kraftstoff – also hydriertem Pflanzenöl – befüllt werden, und clevere Routen, die Natur und Technik versöhnen. Die Pénichette Neo® ist dabei ebenso Teil dieser neuen Ära wie das Luxusboot Liberty, das beweist, dass Nachhaltigkeit nicht Verzicht, sondern Fortschritt bedeutet.

    Na, neugierig geworden?

    Die Flüsse Burgunds erzählen keine Geschichten – sie flüstern sie einem ins Ohr. Und manchmal reicht ein sanftes Plätschern am Bootsrumpf, um zu wissen: Hier ist man genau richtig.

    Ein Reisebericht von V.O.Yager

  • Saline Royale d’Arc-et-Senans – Ein architektonisches Meisterwerk der Salzgeschichte

    Saline Royale d’Arc-et-Senans – Ein architektonisches Meisterwerk der Salzgeschichte

    Die Saline Royale d’Arc-et-Senans ist nicht einfach nur eine alte Salzfabrik – sie ist ein Denkmal der Industriekultur, ein architektonisches Experiment und eine Reise in die Zeit der Aufklärung. Wer sich für Geschichte, Architektur oder einfach außergewöhnliche Orte interessiert, sollte diesem UNESCO-Weltkulturerbe im französischen Jura unbedingt einen Besuch abstatten. Was macht diesen Ort so besonders? […]

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