Schlagwort: Dieselpreis

  • Der langsame Rückgang: Warum sinkende Ölpreise Autofahrer in Frankreich nur zögerlich entlasten

    Der langsame Rückgang: Warum sinkende Ölpreise Autofahrer in Frankreich nur zögerlich entlasten

    Ein Hauch von Entspannung liegt in der Luft – doch an der Zapfsäule kommt er nur tröpfchenweise an.

    Nach Wochen geopolitischer Nervosität sorgte die Ankündigung einer Waffenruhe zwischen den USA und Iran für ein erstes Aufatmen an den Märkten. Der Ölpreis reagierte prompt, fast schon dramatisch. Innerhalb eines Tages verlor die Nordseesorte Brent über 13 Prozent an Wert. Ein Absturz, der in normalen Zeiten Schlagzeilen dominieren würde.

    Doch wer nun erwartet hatte, dass sich diese Bewegung direkt an der Tankstelle widerspiegelt, wurde enttäuscht.

    In Frankreich zeigt sich zwar ein leichter Rückgang der Kraftstoffpreise. Aber „leicht“ ist hier wörtlich zu nehmen. Weniger als ein Cent beim Diesel innerhalb mehrerer Tage – das fühlt sich für viele Autofahrer eher wie ein statistisches Detail an als wie echte Entlastung. Da denkt man sich schon: Ist das alles?

    Der Grund für diese Verzögerung liegt nicht in bösem Willen, sondern im System selbst.

    Tankstellenpreise folgen einer eigenen Logik, die oft asymmetrisch wirkt. Steigen die Rohölpreise, reagieren viele Anbieter schnell. Die Erwartung höherer Einkaufskosten schlägt sich sofort im Verkaufspreis nieder. Fallen die Preise hingegen, braucht es Geduld. Denn zunächst muss der bereits eingekaufte, teurere Bestand verkauft werden.

    Ein Mechanismus, der nüchtern betrachtet nachvollziehbar ist – emotional aber für Frust sorgt.

    Denn der Autofahrer erinnert sich gut daran, wie schnell die Preise zuletzt nach oben geschnellt sind. Innerhalb weniger Tage erreichten Dieselpreise von rund 2,30 Euro pro Liter ein Niveau, das viele Haushalte spürbar belastete. Dass der Rückweg nun langsamer verläuft, fühlt sich schlicht ungerecht an.

    Hinzu kommt: Der aktuelle Preisrückgang am Ölmarkt relativiert sich bei genauerem Hinsehen.

    Trotz des jüngsten Einbruchs liegt der Brent-Preis weiterhin deutlich über dem Niveau von Ende Februar. Damals bewegte sich der Markt noch um die 70-Dollar-Marke. Heute, nach der Korrektur, sind es immer noch über 90 Dollar. Der größte Teil des geopolitischen Risikoaufschlags ist also keineswegs verschwunden.

    Und dann ist da noch die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus.

    Dieser schmale Seeweg gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl weltweit. Auch wenn die politische Lage sich entspannt hat, bleibt der tatsächliche Schiffsverkehr stark eingeschränkt. Der Markt reagiert darauf empfindlich – jede Unsicherheit wird eingepreist. Stabilität sieht anders aus.

    Die französische Regierung hat das Problem erkannt und versucht gegenzusteuern. Kontrollen sollen sicherstellen, dass sinkende Großhandelspreise auch wirklich bei den Verbrauchern ankommen. Gleichzeitig kündigt die Branche selbst Preisrückgänge von mehreren Cent pro Liter an.

    Doch zwischen Ankündigung und Realität liegt ein schmaler, aber entscheidender Zeitraum.

    Die kommenden Tage dürften zeigen, ob aus der zaghaften Bewegung ein spürbarer Trend wird. Viel hängt davon ab, ob die geopolitische Lage stabil bleibt. Sollte die Waffenruhe halten und sich der Verkehr im Persischen Golf normalisieren, könnte sich auch an den Zapfsäulen mehr tun.

    Bis dahin bleibt die Lage unerquicklich.

    Ein bisschen billiger, aber weit entfernt von entspannt. Für viele Autofahrer ist das kein Grund zur Freude – eher ein leises Hoffen, dass aus dem kleinen Preisrückgang irgendwann doch noch eine echte Entlastung wird.

    Autor: Andreas M. B.

  • Wenn das Tanken zu teuer wird – Wie steigende Spritpreise eine alte Form der Kleinkriminalität zurückbringen

    Wenn das Tanken zu teuer wird – Wie steigende Spritpreise eine alte Form der Kleinkriminalität zurückbringen

    Die Preise an den Zapfsäulen steigen – und mit ihnen eine Form der Kriminalität, die viele längst für ein Relikt vergangener Krisenzeiten hielten. In Frankreich beobachtet die Gendarmerie derzeit eine deutliche Zunahme von Kraftstoffdiebstählen. Was früher gelegentlich vorkam, entwickelt sich nun wieder zu einem spürbaren Phänomen. Betroffen sind nicht nur Privatfahrzeuge, sondern auch Schulbusse, Lieferwagen und Lastwagen. Der Zusammenhang wirkt beinahe banal: Je teurer Benzin und Diesel werden, desto attraktiver wird der Inhalt eines Tanks. Der Hintergrund dieser Entwicklung liegt auf den globalen Energiemärkten. Seit Ende Februar sorgen neue Spannungen im Nahen Osten für Unruhe im Ölhandel. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl bewegt sich inzwischen um die Marke von 100 Dollar, nachdem er zwischenzeitlich sogar deutlich darüber lag. Diese Dynamik spürt man unmittelbar an französischen Tankstellen. Innerhalb weniger Wochen kletterten die Preise für Superbenzin um mehrere Cent pro Liter,…

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  • Preise für Benzin und Diesel steigen in Frankreich immer weiter – in Andorra sinken sie seit einem Monat

    Preise für Benzin und Diesel steigen in Frankreich immer weiter – in Andorra sinken sie seit einem Monat

    Während die Kraftstoffpreise in Frankreich seit einem Monat stetig steigen, sind sie im Fürstentum Andorra seit einem Monat rückläufig, wo die ausgewiesenen Preise bereits deutlich günstiger sind als in Frankreich.

    Seit Beginn des Jahres 2024 ist es eine Konstante: Die Preise an den Zapfsäulen in Frankreich steigen immer weiter an. Dies geht zumindest aus dem Lagebericht hervor, den das Ministerium für den ökologischen Übergang am Montag, dem 5. Februar, veröffentlichte. Die Preise für Benzin und Diesel sind in der dritten Woche in Folge gestiegen. Dies berichtet die spezialisierte Website carbu.com, die täglich die Preisentwicklung überwacht, über die durchschnittlichen Kraftstoffpreise in Frankreich am Sonntag, dem 11. Februar:

    Bleifrei 98 (E5): 1,913 €.
    Bleifrei 95 (E5): 1,850 €.
    Bleifrei 95 (E10): 1,825 €.
    Dieselkraftstoff (B7): 1,820 €.

    Seit einem Monat sind die durchschnittlichen Preise an den Zapfsäulen in Frankreich wie folgt gestiegen:

    Bleifrei 98 (E5): + 2,4 %.
    Bleifrei 95 (E5): + 2,7 %.
    Bleifrei 95 (E10): + 2,6 %.
    Dieselkraftstoff (B7): + 4,5 %.

    In Andorra hingegen sind die Preise im Monatsvergleich um durchschnittlich 1,1 % zurückgegangen. Der Preis im Januar 2024 betrug 1,432 € für Bleifrei 98, 1,370 € für Bleifrei 95 und 1,375 € für Dieselkraftstoff, wie aus den am Donnerstag von der Statistikabteilung des Fürstentums veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Es sei daran erinnert, dass in Andorra die Mehrwertsteuer auf Kraftstoff 4,5 % beträgt, während in Frankreich mehrere Steuern mehr als 60 % des Preises für einen Liter Kraftstoff ausmachen.

    Aber: Obwohl die Preise in Frankreich im Monatsvergleich gestiegen sind, sind die Preise an den Tankstellen im Vergleich zum gleichen Datum im Jahr 2023 um mehr als 6 Cent gesunken…

  • Frankreich: Auch die Baubranche protestiert gegen die geplante Steuererhöhung für Diesel

    Frankreich: Auch die Baubranche protestiert gegen die geplante Steuererhöhung für Diesel

    Die Rücknahme der geplanten Steuererhöhung auf Dieselkraftstoff für Landwirte war Teil der Ankündigungen von Gabriel Attal, mit denen er versuchte, die Bauern zu beruhigen. Die französischen Bauunternehmen fordern jetzt die gleiche Behandlung.

    Der rote Dieselkraftstoff ist in Frankreich derzeit eine Quelle weitreichender Spannungen. Die Kosten für Dieselkraftstoff werden in den nächsten Jahren steigen. Ein Anstieg, der in der Baubranche gar nicht gut ankommt. Ein Bauunternehmen verbraucht etwa 700.000 Liter Dieselkraftstoff pro Jahr für 80 Maschinen. Die Steuer auf den Diesel soll auch für die Baubranche bis 2030 jedes Jahr um etwa sechs Cent pro Liter steigen. Das wird den Preis schlussendlich also um mehrere Hunderttausend Euro erhöhen.

    Blockaden vor Öldepots
    Die Landwirte haben erreicht, dass die Steuererhöhung ihren Diesel abgeschafft wurde, und die Bauunternehmer hoffen nun darauf, denselben Vorteil zu erhalten. Um dies zu erreichen, sind auch sie zu Mobilisierungen bereit. „Wir sind bereit, unsere Maschinen und unser Material mitten auf die Straße zu stellen“, sagte André Bastet, Präsident der Baugesellschaft Sofrat. Einige haben bereits damit begonnen – sie blockieren ein Öldepot in Lorient (Departement Morbihan). Die Baubranche steckt in einer tiefen Krise, daher sehen auch sie die Erhöhung der Steuern auf Diesel als ungerecht und schädlich an.

  • Benzinpreis: Emmanuel Macron fordert „neue Geste“ für Dieselkraftstoff

    Benzinpreis: Emmanuel Macron fordert „neue Geste“ für Dieselkraftstoff

    Bei einem Besuch auf dem nationalen Großmarkt in Rungis bei Paris bekräftigte Emmanuel Macron, dass er sich eine „neue Geste“ beim Dieselpreis wünsche. Emmanuel Macron macht Druck auf die Ölgesellschaften. Bei seinem Besuch auf dem Rungis-Großmarkt am Dienstag, dem 21. Februar, äußerte der Staatschef seinen Wunsch nach einem neuen Treibstoffrabatt. Laut dem französischen Präsidenten wurden Gespräche mit betroffenen Mineralöl-Unternehmen aufgenommen, die nun zum Abschluss gebracht werden sollen. „Ich wünsche mir, dass der Dialog zwischen dem Ministerium und den betroffenen Unternehmen abgeschlossen werden kann“, sagte Emmanuel Macron. Ein Appell an TotalEnergies? Emmanuel Macron appellierte an „den Geist der Verantwortung der Hersteller und Wiederverkäufer“. Ein indirekter Appell an TotalEnergies, die er bei seiner Pressekonferenz sogar explizit nannte, als er auf die Maßnahmen des letzten Jahres zurückkam. Zur Erinnerung: TotalEnergies hatte am 10. Februar 2023, als der Benzinpreis um …

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  • Diesel-Kraftstoff: Mit Frittieröl fahren und sparen

    Diesel-Kraftstoff: Mit Frittieröl fahren und sparen

    Die Dieselpreise steigen stetig an. Um Geld zu sparen, aber auch aus ökologischen Gründen, haben einige Privatpersonen und auch Gemeinden jetzt beschlossen, einen Biokraftstoff auf der Basis von Frittieröl zu testen.

    Es ist die wichtigste Zutat zur Herstellung von goldbraunen Pommes frites, aber vielleicht auch der Treibstoff von morgen: Frittieröl. In der Gemeinde Béthune (Pas-de-Calais) fahren seit einem Jahr bereits drei von 60 Müllwagen mit einem Kraftstoff, der aus diesem Öl hergestellt wird. Für das Betanken wurde eigens eine spezielle Pumpe installiert. Es ist umweltfreundlich, denn im Vergleich zu Diesel setzt dieser Kraftstoff 93 % weniger Treibhausgase frei.

    Ein einfacher Filterwechsel genügt, um die Fahrzeuge anzupassen.
    Zur Anpassung der Fahrzeuge an den neuen Treibstoff mussten lediglich die Filter ausgetauscht werden. Für die Kommune ist der Nutzen auch finanzieller Natur. „Wir sind nicht von den Schwankungen des Ölpreises pro Barrel abhängig, das ist wichtig. Zwar verbrauchen wir mit Biokraftstoff etwas mehr als mit herkömmlichen Dieselkraftstoff, aber alles in allem dürften wir wirtschaftlich gesehen 10 bis 15 % einsparen“, erklärt Olivier Gacquerre, Präsident der Communauté d’Agglomération Béthune-Bruay auf dem Sender France 3.

  • Benzinpreise: Werden Autofahrer bald 2.50 € oder sogar 3 € pro Liter zahlen müssen?

    Benzinpreise: Werden Autofahrer bald 2.50 € oder sogar 3 € pro Liter zahlen müssen?

    Die Kraftstoffpreise steigen und steigen. Bis zu welchem Betrag wird das weitergehen? Können die Kraftstoffpreise irgendwann wieder sinken? Experten sind pessimistisch.

    Zehn Tage vor der grossen Abreise in die Sommerferien bleiben die Kraftstoffpreise in Frankreich auf einem hohen Niveau: 2,094 € pro Liter für Bleifrei 95 und 1,897 € für Diesel, so der Durchschnitt der derzeitigen täglichen Preise in Frankreich, die von der Website carbu.com am Montag, den 20. Juni, veröffentlicht wurden. Seit einem Jahr ist Bleifrei um mehr als 55 Cent gestiegen, Diesel um 72 Cent. Eine Tankfüllung für 100 € wird langsam zur Normalität.

    Müssen wir also damit rechnen, bald mehr als 2,50 € oder sogar 3 € für einen Liter Kraftstoff bezahlen zu müssen? „3 € pro Liter ist viel, aber dass wir einen weiter steigenden Ölpreis haben, das scheint mir ziemlich sicher zu sein. 2,50 € sind durchaus möglich, ja“, wird Thierry Bros, Energie- und Klimaexperte und Dozent an der Universität Science-Po von der Zeitung La Dêpeche du Midi zitiert. Zumal die aktuellen Tarife immer noch von dem 18-Cent-Kraftstoffrabatt der Regierung profitieren, was ein grosser Teil der Autofahrer inzwischen vergessen hat. Die tatsächlichen Tarife sind daher in Wirklichkeit 18 Cent höher.

    Diesel auf dem Höhepunkt
    Der Preis für Dieselkraftstoff stieg innerhalb einer Woche um mehr als 6 Cent. Er nähert sich damit seinem Rekord vom März 2022, als er zum ersten Mal die Preise für Bleifrei übertraf. Damals war der Treibstoffrabatt der Regierung jedoch noch nicht in Kraft. Es ist das vierte Mal seit Jahresbeginn, dass Dieselkraftstoff die Marke von 2 Euro pro Liter überschreiten wird. An mehreren Tankstellen wird Diesel sogar schon wieder teurer als Benzin verkauft.

    Der Diesel kommt aus Russland. Russland ist der grösste Exporteur von Diesel nach Europa. Und trotz des Krieges in der Ukraine importiert Frankreich weiterhin russischen Diesel.

    Mehrere Faktoren beeinflussen die internationalen Ölpreise: der steigende Benzinverbrauch in den USA und Europa für die Sommersaison, die internationale Lage oder auch die Euro/Dollar-Parität. In dem Versuch, den Preisanstieg zu bremsen, hat Frankreich bereits mehrfach auf seine strategischen Ölvorräte zurückgegriffen. Das sind Ölreserven, die dem Verbrauch des Landes von drei Monaten entsprechen.

    Ist eine dauerhafte Senkung der Kraftstoffpreise in den nächsten Wochen vorstellbar? Um die Preise zu senken, müsste die Nachfrage sinken. Werden die Autofahrer bei 2,50 € pro Liter immer noch so viel fahren? Vielleicht nicht. Das könnte eine Wirkung haben. Der Staat kann ausserdem die Geschwindigkeit auf Autobahnen noch weiter begrenzen. Das empfiehlt jedenfalls die Internationale Energieagentur, aber die Politik tut sich schwer damit, diese Empfehlung umzusetzen. Oder aber: Wenn es wieder einen Covid-Aufschwung und damit verbunden einen Wirtschaftsabschwung gibt. Dann wird weniger Öl benötigt.

    Natürlich wünscht sich niemand eine Rezession, einen neuen Covid-Lockdown oder eine Senkung der Geschwindigkeit auf den Autobahnen. Also werden die Autofahrer wohl zähneknirschend weiterhin mit den hohen Preisen leben.

  • Benzinpreise: Diesel nähert sich trotz Tankrabatt wieder der Marke von 2€ pro Liter!

    Benzinpreise: Diesel nähert sich trotz Tankrabatt wieder der Marke von 2€ pro Liter!

    Der Treibstoffrabatt der Regierung in Höhe von 18 Cent seit dem 1. April verhindert nicht, dass der Preis für Dieselkraftstoff stetig steigt und sich erneut der Marke von 2 Euro pro Liter nähert.

    Woche für Woche, Cent für Cent, steigt der Preis für Dieselkraftstoff an. Als die Regierung am 1. April einen Preisnachlass von 18 Cent gewährte, gingen die Preise für alle Kraftstoffe zurück und lagen wieder deutlich unter 2 Euro pro Liter. Fast einen Monat später steigt der Preis für eine Tankfüllung wieder an.

    Der Durchschnittspreis für einen Liter Dieselkraftstoff in Frankreich lag am Sonntag, dem 24. April, bei 1,882 €, wie aus den Preisaufzeichnungen der Website carbu.com hervorgeht. Diesel bleibt der teuerste Kraftstoff. Innerhalb einer Woche stiegen die Durchschnittspreise um 2,2 Cent pro Liter. Im Jahresvergleich ist der Anstieg schwindelerregend: + 48,4 Cent seit dem 24. April 2021!

    Viele Tankstellen stehen wieder kurz vor der 2-Euro-Marke pro Liter Diesel, insbesondere auf Autobahnen, wie aus den Veröffentlichungen der Regierungswebsite prix-carburants.gouv.fr hervorgeht. Einige wenige Stationen haben die magische 2 Euro-Grenze schon überschritten: in der Haute-Garonne in Capens auf der A64, in Castelnau d’Estretefonds auf der A62 oder an einigen Stationen in Toulouse, in Axat im Departement Aude, in Mauvezin und Fleurance im Departement Gers, im Departement Lot in Cressensac auf der A20 und in Cahors oder Loudenvielle in den Hautes-Pyrénées.

    Der Brent-Ölpreis lag am Freitag, dem 22. April, bei 106,20 USD pro Barrel, nachdem er im Laufe der Woche sogar bis auf 108 USD gestiegen war. Der Rekord stammt aus dem Juli 2008 mit 147 USD.

    Europa ist bei der Versorgung mit Rohöl von Russland abhängig, bei Dieselkraftstoff ist die Abhängigkeit noch größer. Laut ICS in London stammten 54% der europäischen Importe im letzten Jahr aus Russland. In Frankreich entfallen mehr als drei Viertel des Absatzvolumens von Kraftstoffen auf Diesel.

  • Treibstoffpreise: Die Fischer bleiben im Hafen

    Treibstoffpreise: Die Fischer bleiben im Hafen

    Auch unter den Fischern wächst die Wut über die steigenden Dieselpreise. Einige Fischer sind nun sogar gezwungen, im Hafen zu bleiben, da der Kraftstoff für sie zu teuer geworden ist.

    Trawler liegen in Grau-du-Roi (Gard) am Kai. Okzitanische Fischer fahren nicht mehr aus und ein Kapitän hat nachgerechnet: Obwohl der Treibstoff steuerfrei ist, hat sich der Preis verdoppelt. Bei 5.000 Euro für Diesel pro Tag lohnt es sich nicht mehr, auch wenn der Fischfang gut ist. Auch auf der Atlantikseite, im Hafen von La Cotinière (Charente-Maritime) bleiben Fischtrawler am Kai. Die Fischer schränken ihre Tätigkeit ein.

    Sie fürchten um die Zukunft ihres Berufs.
    Indem er nur ein Netz statt zwei ins Wasser lässt, hofft Eric Redon, seine Rechnung um 8.000 Euro pro Woche zu senken, doch er macht sich Sorgen um seine Seeleute, die ebenfalls unter den steigenden Preisen leiden. „Je teurer der Diesel, desto weniger bleibt auf der Lohnliste“, fasst der Matrose Grégory Fesseau gegenüber France 2 zusammen. Die Fischer fürchten sogar um die Zukunft ihres Berufs. Sie warten auf die Ankündigungen der Regierung: Am Mittwochnachmittag, 16. März, sollen Unterstützungsmaßnahmen bekannt gegeben werden.

  • Kraftstoffpreise: Sinkende Ölpreise könnten die Preise sinken lassen

    Kraftstoffpreise: Sinkende Ölpreise könnten die Preise sinken lassen

    Am Freitag, 11. März, kündigte Michel-Edouard Leclerc, Vorstandsvorsitzender des gleichnamigen Konzerns, an, dass die Preise für Diesel ab Montag, dem 14. März, um 35 Cent pro Liter gesenkt werden könnten. Mit dem Krieg in der Ukraine sind die Kraftstoffpreise in die Höhe geschossen, was viele Franzosen verunsichert hat.

    Eine der Folgen des Krieges in der Ukraine für Frankreich ist der Anstieg der Kraftstoffpreise. Am Freitag, dem 11. März, konnte ein Liter Diesel bis zu 2,20 Euro kosten. Michel-Edouard Leclerc, Vorstandsvorsitzender der Gruppe E. Leclerc, kündigte an, dass der Preis für Diesel ab Montag, dem 14. März, um 35 Cent sinken werde. „Solange ich es nicht gesehen habe, glaube ich nicht so recht daran“, sagt eine Autofahrerin auf dem sender France 2. In Frankreich ist die Leclerc-Gruppe der zweitgrößte Verkäufer von Kraftstoffen.

    Lesen Sie auch: Benzinpreise: Der Liter Diesel soll ab Montag 35 Cent weniger kosten

    Rückgang des Preises für ein Barrel Öl
    Am Freitag, den 11. März, sank der Preis für ein Barrel Öl tatsächlich auf 111 USD, gegenüber 128 USD zu Beginn der Woche. Für Michel-Édouard Leclerc lässt dieser Rückgang sowie der gleichzeitige Anstieg des Euro gegenüber dem Dollar auf eine Senkung der Preise an den Tankstellen hoffen. Für Francis Pousse, Präsident der Kraftstoff- und Energiebranche Mobilians, ist diese Ankündigung verfrüht, da die Ölpreise wieder steigen werden.