Schlagwort: Delfine

  • Winterpause für die Fischerei: Frankreich verlängert Schutzmaßnahme für Delfine im Golf von Biskaya

    Winterpause für die Fischerei: Frankreich verlängert Schutzmaßnahme für Delfine im Golf von Biskaya

    Frankreich setzt seinen Kurs zum Schutz der Meeresfauna fort. Die Regierung in Paris hat beschlossen, die saisonale Schließung des Golfs von Biskaya für einen Teil der Fischerei auch im kommenden Winter beizubehalten. Vom 22. Januar bis zum 20. Februar 2027 dürfen zahlreiche Fischereifahrzeuge in dem betroffenen Seegebiet ihre Netze nicht ausbringen. Ziel der Maßnahme bleibt der Schutz von Delfinen, die jedes Jahr in großer Zahl als unbeabsichtigter Beifang in Fischernetzen verenden.

    Der Golf von Biskaya zählt zu den wichtigsten Fischereigebieten Westeuropas. Gleichzeitig dient er zahlreichen Meeressäugern als Lebensraum. Genau dort prallen wirtschaftliche Interessen und Naturschutz seit Jahren aufeinander. Besonders Delfine geraten regelmäßig in Schlepp- und Stellnetze, aus denen sie sich oft nicht mehr befreien können.

    Die bisherigen Erfahrungen sprechen aus Sicht der Behörden eine deutliche Sprache.

    Nach Angaben der zuständigen wissenschaftlichen Beobachtungsstellen sank die Zahl der verendeten Delfine seit Einführung der temporären Schließungen erheblich. Während zwischen 2017 und 2023 durchschnittlich rund 4.700 Tiere pro Jahr betroffen waren, wurden im Winter 2024–2025 noch etwa 1.900 tote Delfine an den Küsten des westlichen Ärmelkanals und des Atlantiks registriert. Für Naturschützer gilt dies als ein bemerkenswerter Erfolg.

    Betroffen von der neuen Regelung sind alle Fischereifahrzeuge mit einer Länge von mehr als acht Metern. Kleinere Boote bleiben von den Einschränkungen ausgenommen. Genau dieser Punkt sorgt weiterhin für Diskussionen. Umweltverbände argumentieren, dass ein vollständiger Schutz nur dann erreicht werde, wenn sämtliche Fischereifahrzeuge einbezogen würden. Vertreter der Branche halten dagegen und verweisen auf die wirtschaftlichen Belastungen, die bereits jetzt beträchtlich seien.

    Um die Folgen für die Fischer abzufedern, stellt der Staat rund 21 Millionen Euro bereit. Das Geld soll Unternehmen entschädigen, die während der vierwöchigen Schließung keine Einnahmen erzielen können. Für viele Betriebe ist diese Unterstützung entscheidend. Gerade kleinere Familienunternehmen kämpfen ohnehin mit steigenden Betriebskosten, schwankenden Fangmengen und zunehmenden Umweltauflagen.

    Die Regierung betont jedoch, dass langfristig auch die Fischerei selbst von gesunden Meeresökosystemen profitiert. Ein Meer, dessen Artenvielfalt erhalten bleibt, sichert schließlich die Grundlagen für kommende Generationen von Fischern. Anders ausgedrückt: Wer heute schützt, sorgt dafür, dass morgen überhaupt noch etwas zu fangen ist.

    Entstanden ist die Regelung in enger Abstimmung zwischen Wissenschaftlern, Behörden und Vertretern der Fischerei. Die Entwicklung der Delfinbestände soll weiterhin genau beobachtet werden. Neue Daten und Forschungsergebnisse könnten künftig zu Anpassungen der Schutzmaßnahmen führen.

    Der Beschluss zeigt, dass Frankreich beim Schutz seiner Meeresgebiete zunehmend auf einen Ausgleich zwischen Ökologie und Wirtschaft setzt. Die Winterpause für die Fischerei mag nicht alle Konflikte lösen. Sie gilt jedoch als eines der wirksamsten Instrumente, um die Zahl der Delfine zu reduzieren, die durch menschliche Aktivitäten ihr Leben verlieren. Im kommenden Winter erhält dieser Ansatz nun eine weitere Bewährungsprobe.

    Von C. Hatty

  • Stiller Winter im Golf von Biskaya

    Stiller Winter im Golf von Biskaya

    Es sind diese Maßnahmen, die auf den ersten Blick klein wirken und doch ein großes Symbol tragen. Wenn im Winter die Netze eingerollt bleiben und die Häfen ungewohnt ruhig erscheinen, dann geht es im Golf von Biskaya nicht um Romantik, sondern um den Schutz eines bedrohten Ökosystems. Auch 2026 gilt wieder, was bereits in den beiden Vorjahren angeordnet worden ist: Vom 22. Januar bis zum 20. Februar ruht die kommerzielle Fischerei für größere Schiffe. Betroffen sind alle Boote über acht Meter Länge. Sie müssen im Hafen bleiben, während draußen auf See eine der sensibelsten Phasen des Jahres beginnt. Der Grund dafür liegt unter der Wasseroberfläche. In den Wintermonaten folgen Delfine den Fischschwärmen näher an die Küste – und geraten dabei immer wieder tödlich in die Fanggeräte der Fischerei. Ein tragischer Beifang, der seit Jahren für Schlagzeilen sorgt. Wissenschaftler des International Council for the Exploration of the Sea sprechen von mehreren tausend verendeten Tieren pro Jahr. …

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  • Kameras an Bord: Mehr Nachvollziehbarkeit zum Schutz der Delfine im Golf von Biskaya

    Kameras an Bord: Mehr Nachvollziehbarkeit zum Schutz der Delfine im Golf von Biskaya

    Der weite Atlantikkorridor zwischen Frankreich und Spanien – der Golf von Biskaya – wird zunehmend zum Schauplatz einer alarmierenden Ökokrise. Während des Winters 2022/2023 wurden über 1.400 tote Delfine an der französischen Atlantikküste gezählt. Wissenschaftliche Schätzungen gehen sogar davon aus, dass bis zu 10.000 Tiere in der Tiefe verendet sein könnten. Das Problem ist nicht neu – aber es verschärft sich. Der Hauptgrund für das Massensterben: unbeabsichtigte Beifänge in Fanggeräten wie pelagischen Schleppnetzen und Stellnetzen. Die Tiere verfangen sich, ertrinken und bleiben oft unentdeckt. Ohne entschlossenes Gegensteuern droht der Bestand des Gemeinen Delfins im Nordostatlantik dauerhaft zu kollabieren. Wenn die Kamera mitfährt Die Antwort der Behörden? Sichtbarkeit schaffen – wortwörtlich. Seit 2023 kommen verstärkt Kameras an Bord von Fischereischiffen zum Einsatz. Diese Maßnahme, „Electronic Monitoring“ genannt, soll die Interaktionen zwischen Fischerei und Meeressäugern do…

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  • Kommentar: Die letzte Bitte der Meeresriesen – warum Frankreich jetzt handeln muss

    Kommentar: Die letzte Bitte der Meeresriesen – warum Frankreich jetzt handeln muss

    Es ist still geworden in Antibes. Zu still. Wo einst das Kreischen von Kindern und das Echo spritzender Flossen durch die Becken hallte, hört man heute nur das leise Schlagen von Wellen gegen Beton. Hinter den geschlossenen Toren von Marineland warten zwei Orkas und zwölf Delfine auf etwas, das für sie längst überfällig ist: Rettung.

    „La situation est critique pour les animaux“, schreibt der Park in einem offenen Brief – und selten klang ein Satz so schwer. Kritisch heißt in diesem Fall: Leben und Tod. Denn die einst glitzernden Becken sind marode, die Risse im Beton werden größer, das Wasser trüber. Ein kleines Erdbeben – und alles wäre vorbei.

    Die Pfleger kämpfen seit Monaten mit dem, was man wohl nur noch Verzweiflung nennen kann. Sie sehen ihre Tiere jeden Tag – die Orkas Inouk und Wikie, die seit Jahrzehnten zwischen Glaswänden kreisen, die Delfine, die sich apathisch im Kreis drehen. Sie wissen: Diese Tiere spüren, dass etwas nicht stimmt. Dass ihre Welt zerbricht. Und dass niemand kommt.

    Frankreich zögert. Spanien zögert. Währenddessen schwimmen fühlende Wesen in einem bröckelnden Becken, in einer Zone mit seismischer Aktivität. Man kann sich die Szene kaum vorstellen, ohne dass einem das Herz bricht.

    Wie kann es sein, dass in einem Land, das sich den Tierschutz auf die Fahnen schreibt, eine solch dringende Situation zur bürokratischen Farce verkommt? Akten liegen in Schubladen, Anträge warten auf Stempel – während Lebewesen in Betonbecken um ihr Dasein kreisen.

    Marineland, einst Symbol menschlicher Kontrolle über die Natur, ist heute Sinnbild menschlicher Ohnmacht. Und doch – ausgerechnet der Park selbst ruft jetzt um Hilfe. Er, der jahrelang von Shows lebte, in denen Orkas und Delfine Kunststücke für Applaus vollführten, bittet nun um einen Akt der Menschlichkeit. Ein bitteres Paradox.

    Aber vielleicht liegt in dieser Wende auch ein Funken Hoffnung. Vielleicht ist es genau dieser Moment, in dem wir begreifen, dass es nie nur um Tiere in Gefangenschaft ging, sondern um unser Verhältnis zur Natur insgesamt.

    Denn die Orkas und Delfine von Antibes sind nicht einfach „Attraktionen“. Sie sind Botschafter einer Welt, die wir zu oft ignorieren – bis sie bricht.

    Das Gesetz von 2021, das Delfin- und Orca-Shows ab 2026 verbietet, war ein Meilenstein. Aber was nützt ein gutes Gesetz, wenn es seine Opfer in der Übergangszeit vergisst? Die Tiere müssen jetzt umgesiedelt werden – nicht in einem Jahr, nicht nach weiteren Sitzungen, sondern sofort.

    Spanische Wissenschaftler haben längst signalisiert, dass sie bereit wären, die Tiere aufzunehmen. Alles, was fehlt, ist ein offizielles Wort aus Paris. Ein Telefonat, ein Beschluss, eine Entscheidung. Mehr braucht es nicht, um Leben zu retten.

    Und man fragt sich: Wie viele Briefe, wie viele Appelle braucht es noch, bis jemand in der Regierung versteht, dass jede weitere Woche Stillstand eine Qual bedeutet?

    Marineland ist zu einem Mahnmal geworden. Für unsere Trägheit. Für das Scheitern von Verwaltung, wenn Menschlichkeit gefragt wäre. Und für die Frage, die uns alle betrifft: Wie weit darf Bürokratie gehen, wenn Leben auf dem Spiel steht?

    Inouk, der ältere der beiden Orkas, ist 25 Jahre alt. In freier Wildbahn hätte er vielleicht noch Jahrzehnte vor sich. In Antibes schwimmt er im Kreis. Er wartet auf Rettung – und mit ihm ein Stück unserer eigenen Verantwortung.

    Frankreich muss jetzt handeln. Nicht irgendwann. Jetzt.
    Weil Menschlichkeit nicht in Formularen steht. Sondern in Entscheidungen, die Leben retten.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Meeresschutz oder Profit? Der Kampf um die Delfine im Golf von Biskaya

    Meeresschutz oder Profit? Der Kampf um die Delfine im Golf von Biskaya

    Die Fischerei im Golf von Biskaya ist nach einem Monat Pause wieder angelaufen – und kaum vier Tage später meldet die Umweltorganisation Sea Shepherd bereits den ersten toten Delfin. Um ein Zeichen zu setzen, präsentierte die NGO am Alten Hafen von La Rochelle den Kadaver eines gestrandeten Meeressäugers. Ein drastisches Bild, das eine unbequeme Wahrheit offenbart: Die Netze der Fischerei werden für unzählige Delfine jedes Jahr zur tödlichen Falle.

    Ein Delfin, gefangen im Netz – ein Einzelfall?

    „Die Fischerei hat gerade erst wieder begonnen, und schon haben wir den ersten Delfin in den Netzen“, erklärt Sea Shepherd am 26. Februar. Die Organisation kämpft seit Jahren gegen die hohen Beifangraten von Delfinen in französischen Gewässern und macht immer wieder mit aufsehenerregenden Aktionen auf das Problem aufmerksam.

    Der am Dienstag an der Küste der Vendée gefundene Delfin weist laut Sea Shepherd „eindeutige Spuren der Fischernetze“ auf. Natacha, Einsatzkoordinatorin der NGO in Frankreich, beschreibt die typischen Verletzungen: „Diese Tiere müssen alle acht Minuten auftauchen, um zu atmen. Sie geraten in Panik, kämpfen um ihr Leben – aber die Netze sind so fein, dass sie wie Rasierklingen schneiden.“ Ein qualvoller Tod, den jedes Jahr tausende Delfine erleiden.

    6.000 tote Delfine pro Jahr – und die Zahl steigt

    Sea Shepherd zeigt in La Rochelle eine klare Botschaft: „Tausende Delfine werden jedes Jahr in Frankreich getötet, damit ihr Fisch essen könnt.“ Eine drastische, aber realistische Aussage. Laut der NGO sterben jährlich etwa 6.000 Delfine in den Netzen der Fischer und industriellen Schleppnetzflotten entlang der französischen Atlantikküste.

    Die Zahlen sind erschreckend – doch warum gibt es nicht längst striktere Maßnahmen?

    Zwischen dem 22. Januar und dem 20. Februar durften größere Fischereiboote den Hafen nicht verlassen, um die Delfine in ihrer Fortpflanzungszeit zu schützen. Doch kaum ist das Fangverbot aufgehoben, geht das Töten weiter. Sea Shepherd fordert deshalb strengere und langfristige Regelungen – und nicht nur eine befristete Pause.

    Ist nachhaltige Fischerei überhaupt möglich?

    Die Debatte ist komplex: Fischerei sichert Existenzen, versorgt Millionen Menschen mit Nahrung – doch auf Kosten der marinen Artenvielfalt? Können wir guten Gewissens Fisch essen, wenn dabei Meeressäuger sterben?

    Während Fischerei-Verbände auf technische Lösungen wie akustische Warngeräte (sogenannte Pinger) setzen, kritisieren Umweltorganisationen diese als ineffektiv. Die Delfine gewöhnen sich an die Signale oder meiden bestimmte Gebiete – doch viele Netze bleiben für sie unsichtbar.

    Sea Shepherds Kampagne „Operation Dolphin Bycatch“ will das Problem an die Öffentlichkeit bringen. Denn eines ist sicher: Solange Beifang nicht ernsthaft reguliert wird, bleibt der Ozean für viele Delfine eine tödliche Falle.

    Autor: Andreas M. B.

  • Delfin-Spektakel im Vieux-Port: Ungewöhnliche Gäste in La Rochelle

    Delfin-Spektakel im Vieux-Port: Ungewöhnliche Gäste in La Rochelle

    La Rochelle, Charente-Maritime – Ein ungewöhnliches Schauspiel begeistert seit einigen Tagen Einheimische und Touristen im Vieux-Port von La Rochelle: Drei junge Delfine haben sich hierher verirrt und bieten ein faszinierendes Naturschauspiel.

    Die Delfine, die vor zwei Tagen im Hafen gesichtet wurden, ziehen sowohl Touristen als auch Einheimische in ihren Bann. Ihre eleganten Sprünge und verspielten Bewegungen sind eine willkommene Abwechslung und sorgen für viel Aufsehen. Doch so idyllisch das auch aussieht – die Delfine sind unfreiwillige Gäste.

    Gefangen im Hafen

    Die jungen Meeressäuger haben sich in den Hafen verirrt, und da die Schleusen nur bei Flut für zwei Stunden geöffnet sind, sitzen sie derzeit fest. Trotz mehrerer Versuche, sie wieder ins offene Meer zu geleiten, sind die Bemühungen bislang gescheitert. Wissenschaftler der Organisation Pelagis setzen alles daran, die Delfine sicher nach draußen zu bringen, doch die Tiere zeigen sich hartnäckig. „Sie wollen einfach nicht raus… Trotz unseres akustischen Leitsystems kehren sie immer wieder zurück“, berichtet eine Technikerin der Pelagis.

    Gesundheitscheck bestanden

    Zum Glück gibt es auch positive Nachrichten: Die Delfine sind gesund und stehen unter ständiger Beobachtung der Experten. „Ihre Gesundheit ist gut, sie zeigen keine Anzeichen von Stress oder Krankheit“, erklärt ein Wissenschaftler. Das Wohl der Tiere hat oberste Priorität, und es wird weiterhin alles daran gesetzt, sie sicher zurück ins Meer zu bringen.

    Naturschauspiel und Verantwortung

    Die Anwesenheit der Delfine bietet nicht nur eine atemberaubende Show, sondern wirft auch Fragen auf: Wie können wir den natürlichen Lebensraum dieser intelligenten Tiere besser schützen und ähnliche Vorfälle in Zukunft vermeiden? Es ist eine Erinnerung daran, dass unsere Meere und Häfen nicht nur von uns Menschen genutzt werden.

    Während die Delfine ihre Späße im Hafen treiben, wird hinter den Kulissen intensiv an einer Lösung gearbeitet. Ob ein erneuter Versuch bei der nächsten Flut Erfolg bringt? Wer weiß – bis dahin genießen die Menschen in La Rochelle das einmalige Schauspiel und hoffen auf das Beste für ihre ungewöhnlichen Gäste.

    In einer Welt, in der die Natur oft an zweiter Stelle steht, erinnern uns diese Delfine daran, wie faszinierend und schützenswert sie ist. Das unerwartete Auftauchen der Meeressäuger im Vieux-Port von La Rochelle ist ein Moment des Staunens und ein Aufruf zur Achtsamkeit zugleich.

    Hoffen wir, dass die Bemühungen der Wissenschaftler bald Früchte tragen und die Delfine sicher zurück in ihr natürliches Habitat finden – bis dahin bleibt ihr Besuch ein magisches Erlebnis für alle, die es miterleben dürfen.

  • Zunahme von Delfinstrandungen an der Küste von Pas-de-Calais

    Zunahme von Delfinstrandungen an der Küste von Pas-de-Calais

    In den letzten 48 Stunden wurden zwei Delfine an einem Strand in Pas-de-Calais tot aufgefunden, was auf eine besorgniserregende Zunahme von Strandungen in der Region hinweist. Die Tiere wurden am Strand von Neufchâtel-Hardelot, nahe Boulogne-sur-Mer, entdeckt, berichtet der Sender France Bleu Nord.

    Häufigere Strandungen aufgrund klimatischer Veränderungen

    Der erste Delfin, etwa 2 Meter lang, wurde bereits am Montagnachmittag gefunden. Der zweite wurde am Mittwochmorgen entdeckt. Eine Autopsie soll die genauen Todesursachen klären.

    Opale Capture, ein für Tierinterventionen spezialisierter Dienst im Département Pas-de-Calais, weist darauf hin, dass die Häufigkeit von Delfinstrandungen in letzter Zeit zugenommen hat. Dies wird vor allem auf die Auswirkungen des Klimawandels zurückgeführt. Die steigenden Meerestemperaturen könnten die Lebensbedingungen und das Verhalten der Delfine beeinträchtigen, was zu solchen tragischen Vorfällen führt.

    Auswirkungen und Forschungsbedarf

    Diese Vorfälle sind nicht nur für die lokale Tierwelt besorgniserregend, sondern werfen auch Fragen zur Gesundheit der marinen Ökosysteme auf. Forschungen zu den genauen Zusammenhängen zwischen Klimaveränderungen und der Zunahme von Strandungen sind entscheidend, um präventive Maßnahmen entwickeln zu können.

    Die Gemeinschaft und lokale Behörden sind gefordert, auf diese Entwicklungen zu reagieren und möglicherweise Strategien zu entwickeln, um die Auswirkungen auf die marine Biodiversität zu minimieren. Der Schutz und die Erhaltung der Meereslebewesen bleibt eine fortwährende Herausforderung, die durch den Klimawandel weiter komplex wird.

  • Tote Delfine: Staatsrat weist Regierung an, Fischfanggebiete im Atlantik zu schließen

    Tote Delfine: Staatsrat weist Regierung an, Fischfanggebiete im Atlantik zu schließen

    Ende Februar hatte auch Emmanuel Macron gesagt, dass Frankreich „seine Praktiken verbessern“ müsse, um Delfine besser zu schützen, deren Strandungen im Golf von Biskaya deutlich zugenommen haben. Der Staatsrat ordnete am Montag, dem 20. März, an, dass die Regierung innerhalb von sechs Monaten bestimmte Fischfanggebiete im Golf von Biskaya schließen muss. Ziel ist es, „den Beifang von Kleinwalen zu begrenzen“ und die Erhaltung der Delfine in dem Gebiet zu gewährleisten. Die „akustischen Abschreckungsvorrichtungen“, mit denen die Fischerboote ausgestattet sind, „ermöglichen es nicht, einen günstigen Erhaltungszustand der Kleinwalarten zu gewährleisten“, so der Staatsrat. Zwei Arten, der Gemeine Delfin und der Gemeine Schweinswal, seien „zumindest regional“ vom Aussterben bedroht. Hinter der Klage, die bereits 2021 eingereicht wurde, stehen drei Verbände: FNE (France Nature Environnement), Sea Shepherd France und die Vereinigung zur Verteidigung der aquatischen Umwelt (DMA). https://twitt…

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  • Delfinsterben: An französischen Stränden könnten 2023 möglicherweise Tausende von Tieren stranden

    Delfinsterben: An französischen Stränden könnten 2023 möglicherweise Tausende von Tieren stranden

    Laut dem Umweltverband Liga für Vogelschutz (LPO) wurden seit Beginn des Winters bereits fast 400 Delfine an der französischen Küste tot aufgefunden. Die Organisation kritisiert die Untätigkeit der Regierung angesichts eines Problems an, das die Art bedrohen könnte.

    Seit Beginn des Jahres 2023 schockieren Bilder von toten Delfinen an französischen Stränden. „Für den Winter 2022-2023 zeigt die Verfolgung der Meldungen von Kleinwalstrandungen im Atlantik einen beispiellosen Anstieg der Sterblichkeit“, wobei in dieser Wintersaison bereits 377 Strandungen gezählt wurden, so die Liga für Vogelschutz (LPO), die ein Ende der Fischerei im Golf von Biskaya fordert.

    „Nachdem wir an alle Türen geklopft haben, stellen wir fest, dass Frankreich bei kleinen Maßnahmen bleibt, die es nicht ermöglichen, diese erschreckende Sterblichkeit zu beenden“, sagt der Präsident der LPO Allain Bougrain-Dubourg gegenüber der Zeitung La Dépêche du Midi. „Die Zahl könnte am Ende der Saison auf über 10.000 tote Delfine ansteigen“, erklärt er.

    Nur 20 % der toten Tiere werden an Stränden angespült und die meisten Kadaver weisen Spuren von Fischereigeräten auf, so die Beobachtungsstelle Pelagis des CNRS, die schätzt, dass sich jährlich zwischen 5.000 und 10.000 Kleinwale in französischen Gewässern in den Netzen von Fischerbooten verfangen, wo sie jämmerlich ersticken.

    Die Maßnahmen, die zur Eindämmung dieses Delphin-Massensterbens angewandt werden, wie etwa akustische Signale – die an den Netzen befestigt werden, um Delfine von den Fischerbooten fernzuhalten – oder Kameras an Bord reichen nach Ansicht der LPO nicht aus.

    Im Golf von Biskaya sind laut dem französischen TV-Sender TF1 Info bereits 100 der 500 Boote, die dort täglich auf Fischfang sind, mit Kameras oder akustischen signalsystemen ausgestattet. Aber: Das Problem ist, dass es bisher nicht wissenschaftlich und statistisch nachgewiesen werden konnte, ob solche Geräte tatsächlich wirksam sind.

    Zusammen mit 25 anderen Umweltverbänden hatte die LPO bereits 2019 auf europäischer Ebene Klage gegen Frankreich eingereicht. Nun hat sie an den EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius geschrieben und ihn aufgefordert, den Gerichtshof der Europäischen Union in dieser Sache anzurufen.

    Die Tierschutzorganisation LPO stützt sich auf eine am 9. Februar veröffentlichte Stellungnahme des Internationalen Rates für Meeresforschung (Ciem), in der dieser seine Empfehlung bekräftigt, die Fischerei im Golf von Biskaya für einige Wochen zu unterbrechen. Eine solche Maßnahme wird von den industriellen Fischern entschieden abglehnt.

    Nach Meinung des LPO-Präsidenten Allain Bougrain-Dubourg muss die Einstellung der Fangzeiten mit Entschädigungen für die Fischer einhergehen. „Aber Emmanuel Macron stellt sich gegenüber der Wissenschaft, dem Recht, der Vernunft und der öffentlichen Meinung taub“.

  • Hunderte tote Delfine an den Atlantikstränden Frankreichs

    Hunderte tote Delfine an den Atlantikstränden Frankreichs

    Hunderte von Delfinen wurden tot und verstümmelt an den Stränden der französischen Atlantikküste aufgefunden. Tierschutzverbände, die die industrielle Fischerei verantwortlich machen, haben jetzt beschlossen, eine Klage einzureichen.

    Hunderte von toten Delfinen werden an den Stränden des Atlantiks angespült: Jedes Jahr wird die Zahl größer. NGOs und Wissenschaftler fordern eine vorübergehende Einstellung des Fischfangs, der für diese Todesfälle verantwortlich gemacht wird, während die Regierung derzeit eher auf technische Lösungen setzt.

    Am Mittwoch, dem 25. Januar, startete die Liga für Vogelschutz (LPO) einen Bürgeraufruf und wandte sich an den Élysée-Palast: „Es ist an der Zeit, alles zu tun, um die Delfine vor Misshandlung oder gar Ausrottung zu retten“ und „ab sofort und für mehrere Wochen die Fischerei auszusetzen, die für den Fang von Delfinen im Golf von Biskaya verantwortlich sind“, warnt Allain Bougrain-Dubourg, Präsident der LPO, in einem Schreiben, das er am 31. Januar an Emmanuel Macron schicken will.

    Am 16. Januar warnte die Beobachtungsstelle Pelagis, die seit 1970 Walstrandungen an der Atlantikküste erfasst, vor einer „neuen Episode der Übersterblichkeit von Gemeinen Delfinen“ mit 282 Strandungen seit dem 1. Dezember. Ausserdem sind 91 Kleinwale zwischen dem 1. und dem 31. Dezember gestrandet.

    Laut der Tierschutzorganisation LPO lassen „die Fotos, die abgetrennte Schwanzflossen und sichtbare Netzspuren zeigen, keinen Zweifel an der Ursache“, sie sieht Schleppnetze und die Netzfischerei in der Verantwortung.

    „Die Mehrheit der gestrandeten Delfine wies Spuren des Fischfangs auf“, bestätigte die Beobachtungsstelle Pelagis und teilte mit, dass diese „Übersterblichkeit“ in diesem Winter „besonders früh“ einsetzte.

    Im Januar 2022 waren 73 Gewöhnliche Delfine an den Stränden des Atlantiks gestrandet. In diesem Jahr sind es allein seit dem 1. Januar bereits 127, wie eine Zählung am 24. Januar ergab. Traditionell geraten die meisten Delfine im Februar und März in die Fischereinetze, wenn die Delfine auf der Suche nach Nahrung näher an die Küste kommen – mitten in der Seehecht- und Wolfsbarsch-Fangsaison.

    Nach einem Höhepunkt im Jahr 2020 mit 1.299 getöteten Delfinen ging die Zahl der jährlichen Strandungen dieser Art, die in Frankreich und Europa geschützt ist, bis 2022 auf 669 zurück. Da jedoch mehr als 80 % der toten Delfine im Meer sinken oder verwesen, anstatt zu stranden, wird die jährliche Delfinsterblichkeit an der Atlantikküste auf 8.000 bis 11.000 Tiere geschätzt, bei einer Population von etwa 180.000 bis 200.000 Tieren.

    Der Ciem, ein wissenschaftliches Gremium, das die Ökosysteme des Nordatlantiks überwacht, befürwortet seit Jahren eine winterliche Aussetzung der Netzfischerei, einer nicht selektiven Fischereipraktik, was von der industriellen Fischerei entschieden abgelehnt, aber von mehreren NGOs vehement gefordert wird.

    Sea Shepherd France hat Mitte Januar den Mangel an „konkreten Maßnahmen“ seitens des Staates angesichts dieses Delfin-Sterbens kritisiert und angekündigt, wie schon 2019 Klage einreichen zu wollen.

    Die französische Regierung wird seit zwei Jahren auch von der Europäischen Kommission aufgefordert, mehr zu tun, und hat inzwischen eingeräumt, dass die Zunahme der Delfinstrandungen „besorgniserregend“ sei. Sie hat vor etwa zehn Tagen einen neuen Acht-Punkte-Plan vorgelegt, der einen Plan von 2019 ergänzen soll und in dem die Verbesserung der Kenntnisse und die Einführung technischer Maßnahmen wie Bordkameras oder akustische Abwehrmittel gegen Delfine im Vordergrund stehen.

    Seit dem 1. Januar werden diese Repellentien, die bereits auf einigen Fischtrawlern eingesetzt wurden, im Rahmen eines „groß angelegten Experiments“ auf die „aktivsten Netzfischer im Golf von Biskaya“ (etwa 60 % der aktiven Flotte) ausgeweitet, um ihre Wirksamkeit zu bewerten.

    Für die Tierschützer sind das ungenügende „Maßnahmen (…), die nichts ändern werden und wertvolle Zeit verschwenden“. Sea Shepherd hält sie sogar für gefährlich: „Indem sie auf diese Weise große Zonen schaffen, in denen Delfine von ihren Futterplätzen ausgeschlossen werden, riskieren sie, dass die Delfine nicht mehr in der Lage sind, ihren lebenswichtigen Nahrungsbedarf zu decken“.

    Eine freiwillige Beobachtungskampagne an Bord der Fangschiffe sowie Geolokalisierungsgeräte sind ebenfalls Teil des Regierungsplans, der „in Ermangelung zufriedenstellender Ergebnisse bei der Reduzierung der Beifänge“ auch ein Verbot der Fischerei „im Winter 2024-2025 im Golf von Biskaya“ nicht völlig ausschließt.