Schlagwort: Dax

  • Wenn Schulen zu Zielscheiben werden – was der Fall Dax über eine Stadt hinaus erzählt

    Wenn Schulen zu Zielscheiben werden – was der Fall Dax über eine Stadt hinaus erzählt

    In Dax verdichtet sich eine Geschichte, die weit über eingeschlagene Scheiben hinausweist. Zwischen September 2025 und März 2026 drangen mehrere Täter wiederholt in Schulgebäude ein, hinterließen zerstörte Türen, gesplitterte Fenster, verwüstete Klassenzimmer. Zehn Taten ließen sich am Ende aufklären, vier Personen standen jetzt vor Gericht und erhielten ihre Strafen. Zahlen, nüchtern betrachtet. Und doch tragen sie ein Echo, das in den Fluren der betroffenen Schulen länger nachhallt als jedes Urteil. Denn eine Schule ist kein gewöhnliches Gebäude. Wer dort eindringt, greift nicht nur Dinge an, sondern ein Versprechen. Morgens soll alles bereitstehen: Tafel sauber, Stühle ordentlich, ein Raum, der Lernen möglich macht. Dieses stille Einverständnis, dass der Alltag funktioniert, bekam Risse. Und ja, das trifft einen irgendwie mehr als ein kaputtes Schaufenster irgendwo in der Innenstadt – klingt vielleicht banal, ist es aber nicht. Die Serie von Einbrüchen zeigt zudem eine beunruhigende…

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  • Wenn Diebe das Heiligste plündern – Kirchen im Visier jugendlicher Täter

    Wenn Diebe das Heiligste plündern – Kirchen im Visier jugendlicher Täter

    Sie kamen nicht mit Vorschlaghämmern oder Spitzhacken. Sie brauchten keine ausgeklügelten Pläne oder technisches Know-how. Ein Auto, ein Ziel und das Wissen, dass kaum jemand hinschaut – das reichte. Im Südwesten Frankreichs wurde eine Serie von Kircheneinbrüchen aufgedeckt, die tiefere Fragen aufwirft als nur die nach dem gestohlenen Gut. Am Gericht von Dax mussten sich nun drei junge Männer – 21, 27 und 32 Jahre alt – für über 40 Taten verantworten. Die Anklage: Diebstahl aus sakralen Gebäuden mit Sachbeschädigung. Das Strafmaß: bis zu zehn Jahre Haft. Das Urteil: schuldig. Doch was war wirklich geschehen? Heiliger Raum, offenes Ziel Seit Mai 2025 wurde eine besorgniserregende Einbruchsserie gemeldet: mindestens 27 Diebstähle in den Departements Landes und Pyrénées-Atlantiques. Die Vorgehensweise: simpel, aber effektiv. Tabernakel wurden aufgebrochen, wertvolle liturgische Gegenstände wie Kelche und Ciborien entwendet – meist aus Metall, manchmal aus Gold oder Silber, oft nur symboli…

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  • Verbrechen im Verborgenen: Sexueller Missbrauch in den Landes erschüttert die Region

    Verbrechen im Verborgenen: Sexueller Missbrauch in den Landes erschüttert die Region

    Ein Fall, der tief ins Mark trifft. In den südwestfranzösischen Landes ist ein 60-jähriger Mann unter dem Verdacht festgenommen worden, ein Kind unter 15 Jahren sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Die mutmaßlichen Taten sollen sich in der Umgebung von Dax zugetragen haben – doch die Ermittlungsbehörden halten sich bislang bedeckt. Keine weiteren Details, keine Namen, keine genauen Zeitangaben. Die Dunkelheit, in der solche Verbrechen gedeihen, bleibt für den Moment bestehen. Und doch reiht sich dieser Fall ein in eine beklemmende Serie von Missbrauchsskandalen, die die Region in den letzten Jahrzehnten erschüttert haben. Besonders in Erinnerung bleibt die Cazaux-Affäre: Zwischen 1987 und 2001 verging sich Roland Cazaux an zahlreichen Minderjährigen in den Départements Landes und Gironde. Als er 2002 in Saint-Geours-de-Maremne festgenommen wurde, gestand er über zwanzig sexuelle Übergriffe – ein erschütterndes Eingeständnis, das die strukturellen Schwächen im Umgang mit Missb…

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  • Schnabel gegen Stahl – Wie die SNCF und die Störche um die Gleise kämpfen

    Schnabel gegen Stahl – Wie die SNCF und die Störche um die Gleise kämpfen

    Was haben Zugverkehr und Störche gemeinsam? Auf den ersten Blick: nichts. Doch wer derzeit entlang der Bahnstrecke Dax–Bayonne in dem französischen Departement Landes unterwegs ist, könnte sich wundern – denn über 70 Storchennester thronen dort nicht etwa auf Bäumen, sondern direkt über den Köpfen der Züge auf den Masten der Stromleitungen.

    Eine spektakuläre Szene – doch sie bringt auch Probleme mit sich.

    Zwischen Vogelschutz und Bahnsicherheit

    Die SNCF, Frankreichs staatliches Bahnunternehmen, steht vor einer ungewöhnlichen Herausforderung. Die Nester der Weißstörche, von denen jedes bis zu 500 Kilogramm wiegt, balancieren auf den empfindlichen Masten der Fahrleitungen der Strecke. Bei Wind oder starkem Regen könnten Teile der Nester auf die Gleise stürzen – mit möglicherweise fatalen Folgen für den Bahnverkehr. Außerdem sorgen die Vögel durch ihre Hinterlassenschaften für Verschmutzungen an der Technik und behindern notwendige Wartungsarbeiten.

    Die direkte Gefahr für Menschen ist gering – aber für die Infrastruktur ist das Ganze ein echter Drahtseilakt.


    Die Stars auf Stelzen: Weißstörche als VIP-Gäste

    Was das Ganze noch komplexer macht: Der Weißstorch steht unter strengem Schutz. Diese imposanten Vögel mit ihren roten Schnäbeln und schwarzen Flügelspitzen waren vor einigen Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. Heute erfreuen sie sich wieder wachsender Bestände – sehr zur Freude von Naturschützern, weniger zur Begeisterung der Bahntechniker.

    Gemeinsam mit Ökologen und der Jagdvereinigung der Landes hat die SNCF begonnen, die Standorte der Nester genau zu erfassen. Besonders zwischen April und Juni, wenn die Vögel brüten, beobachten die Techniker regelmäßig das Treiben in den Nestern. Ziel: Eingriffe vermeiden – oder sie zumindest so planen, dass die Tiere keinen Stress erleben.

    Der Plan mit den Plattformen – Und warum Störche ihn mögen

    Weil man den Tieren nicht einfach die Wohnung kündigen kann, hat sich die SNCF etwas einfallen lassen: künstliche Nisthilfen. In sicherer Entfernung zu den gefährlichen Fahrleitungen wurden bisher elf Plattformen errichtet – acht davon haben die gefiederten Gäste bereits bezogen.

    Ein beachtlicher Erfolg!

    Insgesamt sollen es 70 solcher Plattformen werden. Der Preis für den friedlichen Kompromiss? Mehr als eine Million Euro. Aber was zählt, ist der Beweis: Technik und Tierwelt können sich – mit etwas Mühe – tatsächlich arrangieren.


    Ein Balanceakt mit Vorbildcharakter?

    So kurios die Situation wirkt, sie erzählt viel über unser Verhältnis zur Natur in einer hoch technisierten Welt. Infrastrukturprojekte müssen heute mehr sein als Beton, Kabel und Stahl. Sie brauchen Herz und Verstand – und manchmal auch ein bisschen Fantasie.

    Wie oft stehen sich Umweltschutz und Fortschritt im Weg? In den Landes zeigt sich, dass es auch anders geht. Dass man beides denken kann. Dass man nicht immer „entweder oder“ sagen muss – sondern auch mal „sowohl als auch“.


    Mehr als nur ein Bahnprojekt

    Die Geschichte entlang der Bahnstrecke Dax–Bayonne ist ein Paradebeispiel für modernes Umweltmanagement. Keine Notlösung, kein Greenwashing – sondern ein echtes Miteinander. Auch wenn es auf den ersten Blick wie ein Konflikt wirkt, zeigt dieses Projekt, dass auch scheinbar widersprüchliche Interessen zusammenfinden können.

    Von Daniel Ivers

  • Früher Frühling: Die ersten französischen Erdbeeren sind da

    Früher Frühling: Die ersten französischen Erdbeeren sind da

    Die süßen, roten Frühlingsboten lassen sich dieses Jahr nicht lange bitten. Dank des milden Wetters in den vergangenen Wochen sind die ersten Gariguette-Erdbeeren bereits auf den Märkten – rund zehn Tage früher als üblich.

    Ein Genuss, der schnell vergriffen ist

    Kaum sind sie da, sind sie auch schon weg. Auf einem Markt in den Landes wechselten die begehrten Früchte für 3,90 Euro pro Schale den Besitzer. Kein Wunder – regionale Produkte liegen im Trend, und die Gariguette kommt oft direkt vom Feld in die Einkaufskörbe. Ein Erzeuger baut sie nur wenige Kilometer vom Markt in Dax an. Kurze Wege, volle Frische.

    Eine Diva unter den Früchten

    Die Gariguette ist keine gewöhnliche Erdbeere – sie hat ihren eigenen Kopf. Feuchtigkeit? Mag sie gar nicht. Deshalb braucht sie sandige Böden, die nach einem Regenguss schnell wieder trocknen. Ein Glück für die Produzenten im Südwesten Frankreichs, deren Region genau diese Bedingungen bietet.

    Thomas Matihio, ein erfahrener Erdbeerbauer, erklärt: „Durch die vielen Sonnenstunden und die Vorteile der Gewächshäuser haben wir festgestellt, dass die Gariguette in den Landes perfekt gedeiht.“

    Doch ihre Zeit ist begrenzt. In vier bis sechs Wochen räumt sie das Feld für andere Erdbeersorten.

    Also, wer sie noch genießen will – besser nicht zu lange warten!

    Von Andreas M. B.

  • Departement Landes: Kabeldiebstahl legt Bahnverkehr lahm – Tausende Reisende betroffen

    Departement Landes: Kabeldiebstahl legt Bahnverkehr lahm – Tausende Reisende betroffen

    Ein Kabeldiebstahl hat am Freitagabend auf der Strecke Bordeaux–Dax für Chaos gesorgt. Mehrere Regionalzüge (TER) und Hochgeschwindigkeitszüge (TGV) hatten massive Verspätungen – betroffen waren tausende Passagiere. Die französische Bahngesellschaft SNCF will rechtliche Schritte einleiten.


    Ein isolierter Tatort mit großen Auswirkungen

    Der Diebstahl ereignete sich in einem abgelegenen Bereich bei Solférino in den Landes. Gegen 20 Uhr am Freitagabend bemerkte die SNCF das Problem und unterbrach den Zugverkehr auf den Strecken Bordeaux–Dax und Bordeaux–Mont-de-Marsan. Sicherheit geht vor, weshalb der Betrieb erst nach zwei Stunden vorsichtig wieder aufgenommen wurde – zunächst mit reduzierter Geschwindigkeit.

    Doch trotz der Bemühungen, den Verkehr schnellstmöglich zu normalisieren, verzögerten sich insgesamt fünf TER und vier TGV. Dennoch konnte jeder Reisende seine Zielstation erreichen, auch wenn mit erheblicher Verspätung.


    Die Schattenseite des Kupfers

    Warum stehlen Menschen Kabel? Die Antwort ist einfach: Kupfer. Dieses Material, das in den Kabeln steckt, ist für Diebe äußerst lukrativ. Laut Bernard Aubin, Generalsekretär des Eisenbahn- und Transportgewerkschaftsverbands „First“, hat sich der Kupferpreis in den letzten zwei Jahrzehnten verdreifacht. Die SNCF muss aufgrund solcher Diebstähle jährlich mit Kosten von 20 bis 30 Millionen Euro rechnen.

    „Das ist nicht nur ein finanzielles Problem, sondern auch ein Sicherheitsrisiko für unsere Passagiere“, betonte Aubin in einem Interview mit franceinfo im Oktober. Solche Vorfälle legen nicht nur den Verkehr lahm, sondern bringen auch erhebliche Reparaturarbeiten mit sich. So auch in diesem Fall: In der Nacht wurden die beschädigten Kabel ersetzt, sodass der Verkehr am Samstagmorgen wieder regulär lief.


    Ein zunehmendes Problem mit langer Geschichte

    Kabeldiebstähle sind in Frankreich kein neues Phänomen, doch ihre Häufigkeit und die Auswirkungen auf den Bahnverkehr nehmen stetig zu. Vor allem isolierte Gleisabschnitte wie der in Solférino sind beliebte Ziele für Diebe – die Täter können dort ungestört agieren. Der hohe Kupferpreis auf dem Schwarzmarkt bietet zusätzlichen Anreiz.

    Doch wie kann man solche Vorfälle verhindern? Eine rhetorische Frage, die sich viele stellen, vor allem die SNCF. Sicherungstechniken wie verstärkte Überwachungskameras oder alternative Materialien für Kabel könnten Lösungen sein, die jedoch ebenfalls hohe Kosten mit sich bringen.


    Was bedeutet das für die Passagiere?

    Betroffen waren am Freitagabend nicht nur Pendler, sondern auch Reisende, die auf Fernstrecken unterwegs waren. Die SNCF entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und versprach, betroffenen Kunden gegebenenfalls Entschädigungen anzubieten. Doch viele Pendler – die regelmäßig auf die Bahn angewiesen sind – fragen sich, ob diese Probleme in Zukunft häufiger auftreten.


    Ein Fazit mit Blick in die Zukunft

    Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie anfällig das Bahnnetz für äußere Einflüsse ist. Solange der Kupferpreis hoch bleibt, werden solche Diebstähle wohl weiter ein Problem bleiben. Eine stärkere Sicherung der Infrastruktur ist unausweichlich – doch die Umsetzung ist teuer und zeitaufwendig.

    Die Herausforderung für die SNCF liegt darin, das Vertrauen der Passagiere zu bewahren und gleichzeitig die Infrastruktur besser gegen Diebstahl zu schützen. Schließlich sollte Reisen mit der Bahn nicht zu einem Glücksspiel werden, oder?