Schlagwort: Cyrielle Chatelain

  • Wenn die Hitze zur Staatsaffäre wird

    Wenn die Hitze zur Staatsaffäre wird

    Paris flimmert. Der Asphalt speichert die Wärme bis tief in die Nacht, Ventilatoren laufen auf Hochtouren, und in vielen Wohnungen bleibt selbst bei geöffneten Fenstern die ersehnte Abkühlung aus. Die außergewöhnliche Hitzewelle hat Frankreich fest im Griff. Doch während draußen die Temperaturen steigen, erhitzen sich im Palais Bourbon die Gemüter mindestens ebenso stark. In der Nationalversammlung entwickelte sich während der Fragestunde an die Regierung ein Schlagabtausch, der weit über parteipolitische Routine hinausging. Es ging um Verantwortung, um den Schutz der Bevölkerung und um die Frage, ob Frankreich auf die Folgen des Klimawandels ausreichend vorbereitet ist. Ausgelöst wurde die Debatte durch Cyrielle Chatelain, Vorsitzende der Grünen-Fraktion. Mit deutlichen Worten warf sie der Regierung vor, die Auswirkungen wiederkehrender Hitzewellen über Jahre unterschätzt zu haben. Extreme Temperaturen seien längst kein außergewöhnliches Ereignis mehr, sondern eine Realität, auf die s…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • kommentar: Überraschung! Der Sommer kommt tatsächlich im Sommer

    kommentar: Überraschung! Der Sommer kommt tatsächlich im Sommer

    Da hat Sébastien Lecornu natürlich völlig recht: Es gibt keine Untätigkeit. Gar keine. Schließlich wurden Hitzeschutzpläne aktiviert, Klimageräte bestellt und Behörden mobilisiert – nachdem das Thermometer längst auf Rekordwerte geklettert war. Wer wollte da noch behaupten, niemand habe etwas getan?

    Und überhaupt: Wer hätte ahnen können, dass es im Hochsommer heiß wird? Diese völlig unerwartete Naturkatastrophe trifft Frankreich schließlich jedes Jahr aufs Neue wie ein Meteorit aus dem All. Dass Klimaforscher seit Jahrzehnten vor immer häufigeren und heftigeren Hitzewellen warnen? Geschenkt. Offenbar bleibt auch das nur eine Wettervorhersage unter vielen.

    „Es gibt keine Untätigkeit“, sagt der amtierende Premierminister. Das klingt entschlossen. Nur stellt sich eine einfache Frage: Wenn tatsächlich alles getan wurde, weshalb geraten Krankenhäuser an ihre Grenzen? Weshalb schließen Schulen wegen der Hitze? Weshalb leiden Millionen Menschen in Wohnungen, die sich tagsüber und sogar nachts in Backöfen verwandeln? Und weshalb diskutieren wir Jahr für Jahr über dieselben Probleme?

    Vielleicht liegt das wahre Missverständnis in der Definition von Vorsorge. Vorsorge bedeutet nämlich nicht, hektisch Feuer zu löschen, wenn das Haus bereits brennt. Vorsorge bedeutet, den Brandschutz einzubauen, bevor die Flammen lodern. Wer erst Klimaanlagen bestellt, wenn Ärzte und Pflegekräfte längst unter extremen Bedingungen arbeiten, reagiert auf eine Krise – er kommt ihr nicht zuvor.

    Natürlich darf sich eine Regierung gegen überzogene Vorwürfe wehren. Natürlich verdienen Rettungskräfte, Präfekten, Feuerwehrleute und das medizinische Personal größten Respekt. Sie leisten Enormes. Doch genau deshalb wirkt der Satz „Es gibt keine Untätigkeit“ so irritierend. Denn die eigentliche Frage lautet nicht, ob Menschen im Einsatz sind. Sie lautet, warum sie jedes Jahr wieder unter denselben Ausnahmebedingungen Höchstleistungen vollbringen müssen.

    Noch bemerkenswerter war allerdings die Empörung über die Zahl der Hitzetoten. Als wäre die entscheidende Debatte, ob es nun 10.000, weniger oder mehr Opfer sind. Ab welcher Zahl beginnt eigentlich politische Verantwortung? Gibt es dafür eine amtliche Temperaturgrenze?

    Die Wahrheit ist unbequem. Frankreich erlebt keine einmalige Wetterlaune. Das Land erlebt eine Entwicklung, die Wissenschaftler seit Jahren beschreiben. Die Hitze ist kein Gast mehr. Sie zieht langsam ein und richtet sich häuslich ein. Wer heute noch so tut, als sei jede Hitzewelle eine überraschende Ausnahme, kämpft gegen die Realität – und die gewinnt bekanntlich immer.

    Vielleicht sollte die Politik weniger Energie darauf verwenden, sich gegenseitig anzuschreien. Ein Grad weniger Empörung im Parlament und ein paar Grad weniger in schlecht isolierten Klassenzimmern wären für viele Menschen wahrscheinlich die deutlich angenehmere Kombination.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Hitzewelle entfacht politische Debatte: Grüne werfen Regierung Versagen bei Klimaanpassung vor

    Hitzewelle entfacht politische Debatte: Grüne werfen Regierung Versagen bei Klimaanpassung vor

    Die außergewöhnliche Hitzewelle, die Frankreich in den vergangenen Tagen erfasst hat, entwickelt sich zunehmend zu einem politischen Streitfall. Die Fraktion der Grünen in der Nationalversammlung wirft der Regierung vor, die Folgen des Klimawandels unterschätzt und das Land unzureichend auf immer häufigere Extremwetterereignisse vorbereitet zu haben. Nach Ansicht der Opposition offenbart die Krise erhebliche Defizite sowohl beim Bevölkerungsschutz als auch in der langfristigen Klimapolitik. Während der Fragestunde in der Nationalversammlung erhob die Vorsitzende der grünen Fraktion, Cyrielle Chatelain, schwere Vorwürfe gegen die Regierung. Sie erklärte, die Exekutive habe „die Hitzewelle in politische Gewalt verwandelt“. Damit kritisierte sie eine Reihe politischer Entscheidungen, die aus Sicht ihrer Partei den Herausforderungen des Klimawandels nicht gerecht werden. Zu den Hauptkritikpunkten zählen die Kürzung der Mittel für den Fonds vert, die staatliche Unterstützung bestimmter Stra…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Französische Nationalversammlung lehnt Misstrauensantrag gegen Regierung Barnier ab

    Französische Nationalversammlung lehnt Misstrauensantrag gegen Regierung Barnier ab

    Wie erwartet, hat die französische Nationalversammlung am Dienstag, dem 8. Oktober, den Misstrauensantrag des Linksbündnisses Neuer Volksfront gegen die Regierung von Michel Barnier klar abgelehnt. Insgesamt stimmten 197 Abgeordnete für den Antrag – weit entfernt von den 289 Stimmen, die für die absolute Mehrheit erforderlich gewesen wären. Das Rassemblement National (RN) beteiligte sich nicht an der Abstimmung, der Antrag wurde von der linken Opposition, insbesondere von der Sozialistischen Partei, verteidigt. Es war der erste Misstrauensantrag gegen die neue Regierung. „Die Spannung war sehr gering“, räumte der Sozialist Olivier Faure nach der Abstimmung ein. Er war der erste, der das Wort ergriff, um die Absetzung einer Regierung zu fordern, die seiner Meinung nach durch einen „Wahlputsch“ an die Macht gekommen sei und „niemals hätte ernannt werden dürfen“. Laut Faure wissen die Franzosen nun genau, „wer zur Mehrheit gehört und wer in der Opposition steht“. Seiner Ansicht nach hat d…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…