Schlagwort: Cybersicherheit

  • Cyberkriminalität: Internationaler Schlag gegen LockBit – eine der gefährlichsten Hacker-Gruppen der Welt

    Cyberkriminalität: Internationaler Schlag gegen LockBit – eine der gefährlichsten Hacker-Gruppen der Welt

    Die Hackergruppe LockBit, die sich auf Datendiebstahl mit Lösegeldforderungen spezialisiert hat, wurde von einer gemeinsamen Operation von zehn Ländern, darunter Frankreich, ins Visier genommen. Zwei Mitglieder wurden festgenommen und zahlreiche Daten beschlagnahmt.

    Ein schwerer Schlag für eine der gefährlichsten Hackerbanden der Welt. Die Gruppe LockBit, die für mehrere hundert groß angelegte Hackerangriffe in Frankreich und weltweit verantwortlich ist, war am Montag, den 19. Februar, Ziel einer internationalen Polizeiaktion, bei der mehrere Websites der Gruppe im Dark Web beschlagnahmt wurden.

    Die Operation, die von Ermittlern aus mehreren Ländern, darunter auch Frankreich, durchgeführt wurde, führte zur Festnahme von zwei Mitgliedern der Hackerbande und zur Beschaffung zahlreicher Daten.

    Die aktivste Hackergruppe der Welt
    LockBit ist eine russischsprachige Hackergruppe, die mehrere Generationen der gleichnamigen Ransomware (oder „Lösegeld-Software“) entwickelt hat. Mit dieser Malware werden Daten auf Geräten in einem Netzwerk verschlüsselt, sodass sie nicht mehr lesbar sind, es sei denn, man verfügt über einen speziellen Code – den LockBit nur gegen ein Lösegeld liefert. Wenn das Opfer nicht zahlt, drohen die Hacker damit, die Daten zu veröffentlichen oder weiterzuverkaufen.

    Im November 2022 hatten die USA behauptet, dass die LockBit-Ransomware die „aktivste und zerstörerischste Variante der Welt“ sei. Allein in den USA hat die Gruppe seit 2020 mehr als 1.700 Angriffe durchgeführt, bei denen insgesamt fast 91 Millionen US-Dollar Lösegeld erpresst wurden, wie eine US-Behörde berichtete. Im Gegensatz zu anderen Gruppen hat sich LockBit zu einem echten Unternehmen entwickelt, das seine Dienste gegen eine prozentuale Beteiligung an Auftraggeber und andere Hacker verkauft.

    In Frankreich war LockBit laut der Pariser Staatsanwaltschaft an über 200 Angriffen beteiligt, z. B. gegen das Krankenhaus von Corbeil-Essonnes (Departement Essonne) im Oktober 2022, um eine Million Dollar Lösegeld zu fordern. Ausserdem gegen La Poste Mobile im Juli desselben Jahres oder gegen die Gruppe Voyageurs du monde im Juni 2023. Eine seiner Ransomware, die auch von anderen Gruppen verwendet wird, könnte bei dem Cyberangriff auf das Krankenhaus in Armentières (Nordfrankreich) am 10. Februar 2024 zum Einsatz gekommen sein, wie Valéry Rieß-Marchive, Chefredakteur der Fachseite LeMagIT, auf X erklärt.

    Etwa zwanzig der Gruppe bekannte Websites im Dark Web wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 20. Februar offline geschaltet und beschlagnahmt, wie das auf Cybersicherheit spezialisierte Konto vx-underground auf dem sozialen Netzwerk X berichtet. Das LockBit-Team bestätigte die Beschlagnahmung seiner Seiten durch das FBI, wie die spezialisierte Website Zataz berichtet.

    Die Webseiten wurden alle durch die gleiche englischsprachige Nachricht ersetzt, in der erklärt wird, dass „diese Seite nun unter polizeilicher Kontrolle steht“. Die Beschlagnahme wurde durch die gemeinsame Aktion von Ermittlern in 10 Ländern ermöglicht, die an der „Operation Cronos“ beteiligt sind, darunter die USA, Großbritannien oder auch Frankreich, Deutschland und Japan.

    In einer am Dienstagmittag veröffentlichten Erklärung veröffentlichte Europol, es habe „die kriminellen Operationen von LockBit auf allen Ebenen gestört und ihre Kapazität und Glaubwürdigkeit schwer beschädigt“. Die internationale Polizeiorganisation spricht von einer „monatelangen Operation“, bei der 34 Server in mehreren Ländern abgeschaltet wurden.

    Die britischen Behörden erklärten in einer Pressemitteilung, dass sie den Quellcode der LockBit-Plattform sowie zahlreiche Informationen über die Fähigkeiten der Gruppe erhalten hätten. Man habe auch die Kontrolle über die Umgebung übernommen, in der die LockBit-Mitglieder ihre Angriffe durchführen, sowie über die „Wand der Schande“, auf der die Hacker unter anderem die Namen ihrer Opfer veröffentlichen.

    Zwei „Akteure“ der Gruppe wurden „auf Ersuchen der französischen Justizbehörden“ festgenommen, so Europol, das darauf hinweist, dass auch zwei internationale Haftbefehle und fünf Anklagen von den französischen und US-amerikanischen Behörden ausgesprochen wurden. Mehr als 200 Kryptowährungs-Wallets, die mit LockBit in Verbindung stehen, wurden laut Europol eingefroren.

    Um den Opfern von LockBit zu helfen, haben die Behörden der an der Operation beteiligten Länder auch Entschlüsselungstools zur Verfügung gestellt, mit denen die durch die Angriffe beschädigten Daten wiederhergestellt werden können. Diese sind kostenlos auf dem Portal No More Ransom erhältlich.

    Die Beschlagnahmung der LockBit-Seiten ist ein schwerer Schlag für die Operationen der Gruppe. Diese beschlagnahmten Server und Webseiten dienten dazu, die Namen der Opfer anzuzeigen, Lösegeld zu fordern, aber auch gestohlene Daten zu veröffentlichen. Die Daten, die die Behörden zur Entschlüsselung der beschädigten Seiten erhalten haben, verringern natürlich ebenfalls die Auswirkungen der LockBit-Angriffe.

    Es wurden offensichtlich aber nicht alle Server beschlagnahmt, auf einem seiner Kommunikationskanäle behauptet LockBit, Ersatzserver zu besitzen, die von der Operation nicht betroffen seien.

  • Departement Nord: Krankenhaus in Armentières Opfer einer Cyberattacke – Notaufnahme geschlossen

    Departement Nord: Krankenhaus in Armentières Opfer einer Cyberattacke – Notaufnahme geschlossen

    Die Hacker fordern ein Lösegeld zur Wiederherstellung der Daten. Es ist das erste Mal, dass das Krankenhaus in Armentières Opfer eines solchen Angriffs geworden ist. Das Krankenhauszentrum in Armentières wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 2 Uhr morgens Opfer eines Cyberangriffs, wie der Sender France Bleu Nord am Sonntag, den 11. Februar, von der Krankenhausleitung erfuhr. Die Hacker fordern vom Krankenhaus ein Lösegeld zur Wiederherstellung der Daten. Die Notaufnahme ist für die nächsten 24 Stunden geschlossen, die Patienten werden in andere Krankenhäuser umgeleitet. „Die eingeschalteten Drucker fingen an, eine Nachricht zu drucken, in der stand, dass unsere Daten verschlüsselt seien und wir sie kontaktieren sollten“, erzählt Samy Bayod, stellvertretender Direktor des CH d’Armentières, gegenüber dem Sender Franceinfo. „Wir haben sofort das gesamte Netzwerk des Krankenhauses abgetrennt und uns seit 3 Uhr morgens isoliert“. Nur die Notaufnahme der Entbindungsstation bleibt…

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  • Cyberangriff: Daten von mehr als 33 Millionen Versicherten in Frankreich gestohlen

    Cyberangriff: Daten von mehr als 33 Millionen Versicherten in Frankreich gestohlen

    Der Zivilstand, die Sozialversicherungsnummer und Informationen über die Krankenversicherung wurden gestohlen, wie am Mittwoch bekannt wurde. Bank- oder medizinische Informationen sollen hingegen nicht zu den gestohlenen Daten gehören.

    Jeder zweite in Frankreich Versicherte ist betroffen. Mehr als 33 Millionen Sozialversicherte bei den Anbietern Viamedis und Almerys waren Ende Januar von einem Hackerangriff betroffen. Die Nationale Kommission für Informatik und Freiheiten (Cnil) gab auf ihrer Website bekannt, dass sie am Mittwoch, den 7. Februar eine Untersuchung eingeleitet hat. Die Cnil spricht von einer Operation von „großem Ausmaß“. Sie wurde von den beiden betroffenen Unternehmen über den Hackerangriff informiert. Viamedis und Almerys haben die Aufgabe, die Drittzahlerregelung der Gesundheitskomplementäre zu verwalten.

    Ein Verstoß von außergewöhnlichem Ausmaß
    Der Angriff erfolgte über den Diebstahl von Benutzerkennungen und Passwörtern von Angehörigen der Gesundheitsberufe. Viamedis hatte am 1. Februar Alarm geschlagen und die anderen auf Drittzahler spezialisierten Unternehmen gewarnt. Viamedis versicherte, dass man die Verwaltungsplattform nach der Entdeckung des Cyber-Anfriffs sofort abgeschaltet habe, was die Versicherten jedoch nicht daran hindere, weiterhin die Drittzahlerregelung in Anspruch zu nehmen. Viamedis Generaldirektor Christophe Candé erklärte, es habe sich nicht um einen Ransomware-Angriff gehandelt (eine Malware oder ein Virus, die/der den Zugang blockiert, solange kein Geld als Gegenleistung gezahlt wurde).

    Einige Tage später gab Almerys bekannt, dass men ebenfalls einen Einbruch in das System festgestellt hatte. Almerys stellte klar, dass das zentrale Informationssystem nicht angegriffen worden war. Nur sein „Portal für Angehörige der Gesundheitsberufe“ sei betroffen und sofort geschlossen worden, erklärte das Unternehmen. Die anderen großen Plattformen für Drittzahler scheinen nicht betroffen zu sein.

    „Bei den betroffenen Daten handelt es sich für die Versicherten und ihre Familien um den Zivilstand, das Geburtsdatum und die Sozialversicherungsnummer, den Namen des Krankenversicherers sowie die Garantien des abgeschlossenen Vertrags“, schreibt die Cnil in ihrer Pressemitteilung. „Daten wie Bankinformationen, genaue medizinische Daten, Gesundheitsrückerstattungen, postalische Angaben, Telefonnummern oder auch E-Mails sind von dem Detendiebstahl nicht betroffen“, ergänzt die Kommission. „Es ist das erste Mal, dass es einen Angriff in diesem Ausmaß gibt“, versicherte Yann Padova, ein auf den Schutz digitaler Daten spezialisierter Anwalt und ehemaliger Generalsekretär der Cnil, am Donnerstag auf dem Sender Franceinfo. Seiner Meinung nach handelt es sich um „die größte Sicherheitslücke in Frankreich“.

    Schwer zu erkennen, welche Versicherten von dem Angriff betroffen sind.
    In ihrer Stellungnahme erklärte die Cnil, sie könne nicht feststellen, ob eine Person betroffen sei oder nicht, da Viamedis und Almerys nur als Vermittler zwischen den Angehörigen der Gesundheitsberufe und den Zusatzversicherungen fungierten. Die Behörde forderte die Zusatzversicherungen, die auf diese beiden Gruppen zurückgreifen, auf, alle ihre betroffenen Versicherten „individuell und direkt“ zu informieren, und kündigte an, dass sie dafür sorgen werde, dass dies „so schnell wie möglich“ geschehe.

    Nach Ansicht von Cybersicherheitsexperten, haben die gestohlenen Daten an sich keinen großen Wert. „Es müsste auch mindestens eine E-Mail und eine Telefonnummer dabei sein“, damit sie es ermöglichen, größeren Schaden anzurichten. Tamim Couvillers, Analyst bei der Cybersicherheitsfirma Vade, warnt jedoch, dass die Daten „schnell mit anderen Dateien abgeglichen“ und für zukünftige Cyberangriffe verwendet werden können. „Die Sozialversicherungsnummer eines Opfers zu haben, kann einer Phishing-E-Mail Glaubwürdigkeit verleihen“.

    Viamedis reichte bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige ein. „Angesichts des Ausmaßes der Verletzung“ wird die Cnil „sehr schnell Untersuchungen durchführen“, insbesondere „um festzustellen, ob die Sicherheitsmaßnahmen, die vor dem Vorfall und als Reaktion darauf umgesetzt wurden, im Hinblick auf die Verpflichtungen der allgemeinen Datenschutzverordnung angemessen waren“, erklärte Viamedis Präsidentin Marie-Laure Denis.

  • Weihnachten steht vor der Tür: Vorsicht vor Betrug mit gefälschten Paketen!

    Weihnachten steht vor der Tür: Vorsicht vor Betrug mit gefälschten Paketen!

    Erwarten Sie in der Vorweihnachtszeit ein Paket? Aber Vorsicht, wenn Sie eine SMS erhalten. Es könnte sich um einen Betrugsversuch handeln.

    Wenn die Weihnachtsfeiertage näher rücken, sollten Sie sich vor betrügerischen SMS-Nachrichten in Acht nehmen! Derzeit werden nämlich zahlreiche Messages verschickt, in denen den Empfängern mitgeteilt wird, dass beim Versand eines angeblichen Pakets ein Problem aufgetreten ist. Die Cyberkriminellen geben sich als Lieferunternehmen aus und fordern Sie auf, Versand- oder Portokosten zu bezahlen. In Wirklichkeit versuchen sie, Ihre persönlichen Daten und Kreditkarteninformationen zu stehlen, um diese später in betrügerischer Absicht zu verwenden.

    Eine gefälschte Paketverfolgungsnummer und/oder ein Link sind in der Nachricht enthalten (folgen Sie den Anweisungen hier, planen Sie Ihre Lieferung neu…), um die SMS überzeugender zu machen. Klicken Sie aber unter keinen Umständen auf diesen Link und geben Sie niemals Ihre Bankdaten an. Das könnte Sie teuer zu stehen kommen.

    Diese Art von betrügerischen Nachrichten fällt unter eine Kategorie der Cyberkriminalität, die man „Phishing“ nennt. Heute, da der Online-Handel immer beliebter wird, wird diese Art von Betrug immer häufiger.

    Was aber kann man tun, wenn man solch eine Nachricht bekommt?
    Zunächst einmal sollten Sie wissen, dass die Lieferunternehmen Sie niemals per SMS oder E-Mail um eine Zahlung für den Erhalt eines Pakets bitten werden.

    Wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel haben, sollten Sie sich direkt an das betreffende Lieferunternehmen wenden, um sich die Nachricht bestätigen zu lassen. Wenn das Unternehmen Ihnen mitteilt, dass die Nachricht nicht von ihm stammt, handelt es sich um einen Betrugsversuch.

    Lesen Sie auch: Die Post warnt vor “Paketbetrug”

  • Website der Nationalversammlung ausgefallen – russische Hackergruppe bekennt sich zu Cyberangriff

    Website der Nationalversammlung ausgefallen – russische Hackergruppe bekennt sich zu Cyberangriff

    Das Palais-Bourbon bestätigte gegenüber Franceinfo, dass die Webseite der Nationalversammlung „mit einem Übermaß an Anfragen“ konfrontiert war, was den Server am Montagnachmittag lahmgelegt hatten. Die Website der Nationalversammlung funktionierte am späten Nachmittag des 27. März wieder normal, nachdem sie mehrere Stunden lang aufgrund eines Cyberangriffs ausgefallen war. Die Dienststellen des Parlaments bestätigten gegenüber Franceinfo am Nachmittag, dass der Server „mit einem Übermaß an Anfragen konfrontiert ist, was die Seite lahmlegt“. Die Website der Nationalversammlung zeigte nur noch eine feste Seite mit der Meldung „504 gateway timeout“ oder auch „Website derzeit in Wartung“. Aber nur die Internetseite war betroffen, wie Franceinfo unter Berufuhng auf eine parlamentarische Quelle meldete. Der interne Server funktionierte weiterhin normal und die parlamentarischen Angestellten hatten Zugang zu ihren E-Mails und Arbeitsdokumenten. Gleichzeitig bekannte sich die pro-russische Hac…

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  • Das Rathaus von Lille ist Opfer eines Cyberangriffs

    Das Rathaus von Lille ist Opfer eines Cyberangriffs

    Viele Dienste des Rathauses von Lille sind seit Mittwoch aufgrund eines Computerangriffs gestört, teilte die Stadtverwaltung mit.

    Die Stadt Lille registrierte an diesem Mittwoch einen „Einbruch in ihr Informationssystem“, berichtet der Sender France Bleu Nord. Der Hackerangriff, dessen Art von der Stadtverwaltung nicht näher erläutert wurde, verhindert den Zugriff auf mehrere Softwareprogramme.

    In einer Pressemitteilung erklärte die Stadtverwaltung, sie habe „Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen“ ergriffen. Als konkrete Folge des Cyberangriffs werden „mehrere öffentliche Dienstleistungen gestört, da der Zugriff auf bestimmte Software vorübergehend nicht möglich ist“, so die Stadtverwaltung. Insbesondere der Zugang zur Telefonzentrale der Stadt ist bis auf Weiteres nicht möglich und das Standesamt „funktioniert nur handschriftlich“. Die physischen Termine werden dennoch beibehalten. Die Stadtverwaltung von Lille versichert, dass sie über die weitere Entwicklung der Situation informieren wird.

  • Krieg in der Ukraine: Muss Frankreich eine russische Cyberattacke fürchten?

    Krieg in der Ukraine: Muss Frankreich eine russische Cyberattacke fürchten?

    Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine findet nicht nur auf dem Boden oder in der Luft statt. Schon bevor die Invasion des Landes befohlen wurde, wurden mehrere ukrainische Regierungsseiten aus dem Internet angegriffen. Frankreich könnte auch zur Zielscheibe werden, wenn es sich in dem Konflikt eindeutiger positioniert. In der Ukraine waren die Websites des Verteidigungs- und des Innenministeriums sowie die Dienste einiger Banken am Donnerstag, 24. Februar, nur schwer zugänglich, wie die zeitung Le Monde berichtete. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte das slowakische Sicherheitsunternehmen ESET ebenfalls zwei Angriffe entdeckt. Ähnliche Aktionen hatten bereits in den letzten Monaten stattgefunden und sich gegen mehrere ukrainische öffentliche Dienste gerichtet. Experten sind sich einig, dass Russland hinter den Angriffen steckt. In Europa nehmen die Politiker die Bedrohung ernst. Es besteht die Gefahr, dass sich die Cyberangriffe häufen und intensivieren. Sollte Frankre…

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  • Cybersecurity: Die vertraulichen Daten von 500.000 Franzosen wurden gehackt und online verbreitet

    Cybersecurity: Die vertraulichen Daten von 500.000 Franzosen wurden gehackt und online verbreitet

    Im Internet kursiert eine Datei mit den sensiblen medizinischen Daten von fast 500.000 Menschen in Frankreich, deren Namen teilweise mit Angaben zur Blutgruppe, zum behandelnden Arzt oder zur Krankenkasse und teilweise sogar mit Kommentaren zum Gesundheitszustand versehen sind.

    Eine Datei mit sensiblen medizinischen Daten von fast 500.000 Menschen in Frankreich zirkuliert im Internet, berichtete AFP am Dienstag (23. Februar) nach Berichten von Libération und dem Cybersicherheitsblog Zataz.

    Die Datei enthält 491.840 Namen und Kontaktdaten (Postanschrift, Telefon, E-Mail) und einer Sozialversicherungsnummer. Sie werden manchmal von Informationen über die Blutgruppe, den behandelnden Arzt oder die Krankenkasse begleitet, oder von Kommentaren über den Gesundheitszustand (einschließlich einer möglichen Schwangerschaft), medikamentöse Behandlungen oder Pathologien (insbesondere HIV).

    Laut der der Tageszeitung Libération, die das Thema recherchiert hat, würden die Daten aus etwa dreißig medizinisch-biologischen Labors stammen, die sich hauptsächlich im nordwestlichen Viertel Frankreichs befinden.

    Laut der Zeitung entsprechen sie Proben, die zwischen 2015 und Oktober 2020 entnommen wurden, ein Zeitraum, der für die befragten Labore mit der Verwendung derselben Software zur Eingabe medizinisch-administrativer Informationen zusammenfällt, die von der Dedalus-Gruppe angeboten wurde.

    „Wir haben keine Gewissheit, dass nur die Software von Dedalus France in diesen Fall verwickelt ist“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Didier Neyrat gegenüber AFP. „Wir haben einen Krisenstab eingerichtet, weil wir die Sache ernst nehmen, und wir werden mit unseren Kunden zusammenarbeiten, um herauszufinden, was passiert ist“, fügte er hinzu.

    Verhandlung zwischen Piraten
    „Diese Datei ist an sieben verschiedenen Stellen im Internet zu finden“, sagte Damien Bancal, ein auf Cybersicherheit spezialisierter Journalist, gegenüber der AFP. Er identifizierte das Leck erstmals am 14. Februar in seinem Blog Zataz.

    Ihm zufolge war die Datei Gegenstand einer kommerziellen Verhandlung zwischen mehreren Hackern in einer Telegram-Gruppe, die sich auf den Austausch von gestohlenen Datenbanken spezialisiert hat, und einer dieser Hacker stellte die Liste nach einem Streit ins Netz.

    „500.000 Daten sind schon enorm und es spricht nichts dagegen, dass die Hacker noch viel mehr haben“, sagte Damien Bancal gegenüber der AFP. Auf Anfrage von AFP am Dienstagabend waren die Nationale Agentur für Informationssysteme (Anssi), der Gendarm für persönliche Daten (Cnil) und die Generaldirektion für Gesundheit (DGS) nicht in der Lage, einen Kommentar abzugeben.

    Cyber-Angriffe vervielfacht
    Computerangriffe gegen Einrichtungen des Gesundheitswesens in Frankreich nehmen derzeit zu. Hacker legten am 8. und 15. Februar Krankenhäuser in Dax und Villefranche-sur-Saône lahm.

    Am 19. Februar wies auch die Agence du numérique en santé auf ihrer Website darauf hin, dass eine Liste mit 50.000 Login-Kennungen von Krankenhausmitarbeitern in einem cyberkriminellen Forum zum Verkauf stand. „Im Jahr 2020 gab es 27 Cyberangriffe auf Krankenhäuser und seit Anfang 2021 gibt es etwa einen Angriff pro Woche“, sagte Cédric O, Staatssekretär für digitale Angelegenheiten, in der vergangenen Woche. Dieser Anstieg hat die Regierung dazu veranlasst, neue Budgets aufzulegen, um die Cyber-Sicherheit der Krankenhäuser zu stärken.

  • Krankenhaus-Hacking: Macron will Cybersicherheit verbessern

    Krankenhaus-Hacking: Macron will Cybersicherheit verbessern

    Drei Tage nach dem Cyberangriff auf das Krankenhaus in Villedfranche-sur-Saône, der sich wenige Tage nach dem Hack des Krankenhauses in Dax ereignete, rückt das Thema Cybersicherheit wieder in den Vordergrund. Emmanuel Macron wird sich an diesem Donnerstag, 18. Februar, per Videokonferenz mit IT-Mtarbeitern aus den Krankenhäusern von Dax und Villefranche-sur-Saône austauschen. „Während Angriffe dieser Art seit einigen Monaten zunehmen und alle Sektoren, in Frankreich und international, betreffen, wird der Präsident der Republik die Beschleunigung der nationalen Cybersicherheitsstrategie vorstellen, die darauf abzielt, das Cyber-Ökosystem zu strukturieren und robuster zu machen, um den nationalen Akteuren verstärkte und souveräne Mittel in Bezug auf die Cybersicherheit zu ermöglichen“, erklärte der Elysée am Mittwochabend. Cédric O, Staatssekretär für den digitalen Wandel und elektronische Kommunikation, und Guillaume Poupoard, Generaldirektor der Nationalen Agentur für die Sicherheit v…

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