Schlagwort: Côtes-d’Armor

  • Bretagne: Die Jakobsmuschel und ihre Wächter

    Bretagne: Die Jakobsmuschel und ihre Wächter

    In der Bretagne ist die Jakobsmuschel mehr als nur eine Delikatesse – sie ist ein Schatz, der mit Respekt und Bedacht gehoben wird. In der Bucht von Saint-Brieuc (Côtes-d’Armor) gelten strenge Regeln für die Fischerei, eingeführt von den Fischern selbst. Ihr Ziel: den Bestand dieses kostbaren Meeresbewohners langfristig zu sichern.

    Gold des Meeres – mit harter Arbeit verdient

    Jakobsmuscheln fischen ist kein Zuckerschlecken. Die Arbeit auf See ist körperlich fordernd, das Wetter oft unbarmherzig, und jede Minute zählt. In der Bucht von Saint-Brieuc nennen die Fischer die Muschel „weißes Gold“ – ein Zeichen für ihren Wert. Doch ohne kluge Bewirtschaftung wäre diese Ressource längst erschöpft.

    Vor etwa 50 Jahren entschlossen sich die Fischer, ihr eigenes Regelwerk aufzustellen, um die Bestände zu schützen. Die Folge? Die Muschelpopulation in der Region gedeiht – ein seltener Erfolg in der Welt der Fischerei.

    Strenge Regeln, reiche Ernte

    Jean-Michel Le Hégarat, 49 Jahre alt und seit drei Jahrzehnten Jakobsmuschelfischer, kennt das Geschäft in- und auswendig. „Wir haben genau eine Stunde – das geht schnell“, erzählt er. 230 Boote dürfen zwischen Oktober und April in diesem Gebiet fischen, das sich von der Île de Bréhat bis zum Cap Fréhel erstreckt.

    Die Regeln sind klar:

    • Fangzeit begrenzt – jede Sekunde zählt
    • Maximale Fangmenge – um Überfischung zu vermeiden
    • Mindestgröße vorgeschrieben – nur ausgewachsene Muscheln dürfen gefischt werden

    Und das Beste: Die Strategie geht auf. Jahr für Jahr wächst der Bestand, neue Rekorde an Muschelvorkommen werden verzeichnet.

    Ein Modell für nachhaltige Fischerei?

    Während weltweit Fischbestände schrumpfen, zeigt die Bretagne, dass es anders geht. Selbstregulierung statt Ausbeutung – vielleicht ist das die Zukunft der Fischerei?

    Eins steht fest: Wer in der Bretagne eine Jakobsmuschel genießt, kann sich sicher sein, dass hinter jeder Schale harte Arbeit, Respekt vor der Natur und eine nachhaltige Tradition stecken.

    Autor: C.H.

  • 50 Gendarmen suchen nach vermisstem 13-jährigen Mädchen im Departement Côtes-d’Armor

    50 Gendarmen suchen nach vermisstem 13-jährigen Mädchen im Departement Côtes-d’Armor

    Die Suche nach der seit vergangenem Montag vermissten Morgane, einer 13-jährigen Schülerin aus Pabu (Côtes-d’Armor), geht unermüdlich weiter. Am Sonntag, dem 1. Dezember, waren erneut 50 Gendarmen im Einsatz, um die Jugendliche zu finden. Morgane verschwand am Montagmorgen auf dem Weg zur Schule – sie bestieg nie den Schulbus, der sie zum College bringen sollte.

    Das gleiche Einsatzprotokoll wie am Samstag wurde auch an diesem Tag fortgesetzt. 20 Ermittler der Kriminalpolizei aus Nantes konzentrieren sich auf die gerichtliche Untersuchung. Parallel dazu führen weitere 20 Gendarmen in Pabu, einer Gemeinde mit etwa 2.700 Einwohnern, Befragungen von Tür zu Tür durch. Außerdem sind 10 Gendarmen der Verkehrseinheit im Einsatz, um Fahrzeuge in der Umgebung von Guingamp zu kontrollieren.

    Bislang gibt es keine konkreten Hinweise auf den Verbleib von Morgane. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung, aber aktuell verfolgen wir keine spezifische Spur“, erklärte Nicolas Heitz, Staatsanwalt in Saint-Brieuc.

    Die Ermittlungen umfassen Durchsuchungen im familiären Umfeld sowie bei Bekannten der Jugendlichen. Angehörige und Freunde wurden bereits von der Polizei befragt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen „besorgniserregenden Verschwindens“ eingeleitet, um alle möglichen Szenarien abzuklären.

    Die gesamte Region ist von dem Fall tief betroffen. Noch bleibt unklar, ob es sich um ein freiwilliges Verschwinden, einen Unfall oder ein Verbrechen handelt. Jede neue Information könnte jetzt entscheidend sein, um Morgane zu finden und die Ereignisse rund um ihr Verschwinden zu rekonstruieren.

  • Côtes-d’Armor: Die Geheimnisse der weltbesten Marmeladenmacherin

    Côtes-d’Armor: Die Geheimnisse der weltbesten Marmeladenmacherin

    Lucie Hachette wurde 2024 zur besten Marmeladenherstellerin der Welt gekürt. Die junge Frau aus den Côtes-d’Armor ist bekannt für ihre köstlichen Kreationen, die auf dem Markt in Saint-Quay-Portrieux heiß begehrt sind. Mit Hingabe und Präzision hat sie ihre preisgekrönten Rezepte perfektioniert und lässt uns nun einen Blick hinter die Kulissen werfen. Auf dem Markt von […]

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