Schlagwort: Cote d'Azur

  • Tourismus-Boom in der Provence: Sonne als Trumpf in herausfordernden Zeiten

    Tourismus-Boom in der Provence: Sonne als Trumpf in herausfordernden Zeiten

    Während der Tourismus in vielen Teilen Frankreichs leicht rückläufig ist, hebt sich die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur als strahlendes Beispiel für Erfolg hervor. Zwischen goldenen Mimosen und azurblauem Meer lockt die Region trotz Winterpause zahlreiche Besucher und begeistert nicht nur die Einheimischen.

    Ein Paradies im Winterkleid

    Ein Blick von der Terrasse des Hotels Eden Rose in Bormes-les-Mimosas genügt, um zu verstehen, warum. Die malerische Szenerie – Weinberge, Mimosenknospen, die rosa Dächer der Altstadt und das schimmernde Mittelmeer – lädt dazu ein, die graue Pariser Tristesse hinter sich zu lassen. „Das ist der einzige Ort in Frankreich, wo man sicher Sonne findet“, schwärmt ein Gast. Kein Wunder, dass das Hotel kurz vor Jahresende nahezu ausgebucht ist.

    „In den zwei Weihnachtswochen haben wir bereits die Zahlen des Vorjahres erreicht – alles, was jetzt kommt, ist Bonus“, freut sich Aurélie Coquerel, die Hoteldirektorin.

    Ausländische Gäste kehren zurück

    Ein weiterer Erfolgsfaktor: die Rückkehr der internationalen Kundschaft. Besonders im Var, einer der sonnenverwöhnten Gegenden der Provence, spüren Hotels diesen Aufwärtstrend. Im Hotel de la Plage stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zu 2023 um 10 %. Im Hotel des Palmiers sind es sogar 20 %.

    „Unser Steuerberater meinte, das sei wirklich fantastisch!“, erzählt Yvette Guinet, die Chefin des Hotels des Palmiers. „Die Belgier, Italiener, Schweizer und Luxemburger sind wieder da – das hatten wir seit Jahren nicht mehr.“

    Sonne als sicherer Hafen

    Die Beliebtheit der Region erklärt sich nicht nur durch das milde Wetter. Laut David Gonçalves, Direktor des Tourismusbüros von Bormes-les-Mimosas, bietet die Provence einen Zufluchtsort in unsicheren Zeiten. „Das internationale und nationale Umfeld ist derzeit stressig. Wenn Menschen sich unsicher fühlen, suchen sie Sicherheit – und die finden sie in vertrauten Regionen wie Provence-Alpes-Côte d’Azur“, erklärt er.

    Die jahrelangen Investitionen in die touristische Infrastruktur zahlen sich jetzt aus. „Unsere Region steht seit jeher für Gastfreundschaft und Qualität – gerade in unsicheren Zeiten kommen die Menschen zurück zu Altbewährtem.“

    Ein Blick in die Zukunft

    Trotz aller Erfolge bleiben Herausforderungen nicht aus. Der Klimawandel, insbesondere die zunehmenden Hitzewellen im Sommer, könnte die Besucherzahlen in den kommenden Jahren beeinträchtigen. Doch laut Gonçalves sei die Nachsaison mit ihren milden Temperaturen ein starkes Gegengewicht. „Wir haben hier einen Wettervorteil, der uns auch in schwierigen Zeiten stabil hält.“

    Und so bleibt die Provence eine strahlende Ausnahme in einem Land, das insgesamt mit einem leichten Rückgang im Tourismus zu kämpfen hat. Wer könnte diesem himmlischen Rückzugsort schon widerstehen?

  • Soziale Netzwerke: Nizza erobert das Internet und überholt Paris und London

    Soziale Netzwerke: Nizza erobert das Internet und überholt Paris und London

    Die neue Star-Stadt der sozialen Netzwerke? Nicht Los Angeles, nicht New York – sondern Nizza an der französischen Côte d’Azur. Mit ihrer mediterranen Kulisse, Palmen und der schimmernden Meereslandschaft bietet die Stadt alles, was ein perfektes Postkartenmotiv ausmacht.

    Ein „I Love Nice“ für den perfekten Schnappschuss

    Ein beliebtes Highlight für Touristen ist die berühmte „I Love Nice“-Struktur, die direkt am Meer zu finden ist. Ob Selfies, Familienfotos oder aufwendig inszenierte Posen – der Schriftzug ist mittlerweile eines der meistfotografierten Motive der Stadt. „Wir werden unsere Fotos heute Abend im Hotel posten“, erzählt eine begeisterte Touristin.

    Auf Plattformen wie Instagram und TikTok tauchen täglich tausende Fotos und Videos aus Nizza auf. Eine aktuelle Studie zur Popularität von Städten zeigt, dass die französische Küstenstadt in puncto Sichtbarkeit sogar London und Paris hinter sich lässt.

    TikTok als Motor des Tourismus

    Die Stadtverwaltung von Nizza hat das Potenzial der sozialen Medien längst erkannt. Seit zwei Jahren setzt die Stadt gezielt auf ganzjährigen Tourismus – und die Netzwerke sind die perfekte Werbefläche.

    Valentin Donalto, ein erfolgreicher Content Creator mit knapp 80.000 Followern, teilt regelmäßig Tipps und Empfehlungen für ein gelungenes Erlebnis in Nizza. „Die Stadt ist so vielseitig – es gibt das Meer, die Kultur, gutes Essen. Das zieht die Leute an“, erklärt Donalto.

    Dank TikTok und Instagram hat sich Nizza als Trend-Destination etabliert, die vor allem ein jüngeres Publikum begeistert. Die Plattformen sorgen dafür, dass die Schönheit der Stadt in Sekundenschnelle um die Welt geht – und jedes Bild bringt ein Stück Côte d’Azur in die Smartphones von Millionen Nutzern.

    Nizza: Postkartenidylle als Erfolgsrezept

    Ob für Influencer, Touristen oder Einheimische – Nizza bietet das perfekte Gesamtpaket aus Sonne, Meer und Lifestyle. Die Stadt hat verstanden, wie wichtig die digitale Präsenz für die Förderung des Tourismus ist. Die Palmenpromenade, die farbenfrohen Märkte und das azurblaue Wasser werden so zum besten Marketing-Tool der Stadt.

    Ein Selfie hier, ein Video dort – und schon ist Nizza die unangefochtene Königin der sozialen Netzwerke.

  • Erdbeben der Stärke 4 vor der Côte d’Azur – keine Schäden gemeldet

    Erdbeben der Stärke 4 vor der Côte d’Azur – keine Schäden gemeldet

    Ein Erdbeben der Stärke 4 wurde am Montagabend, dem 16. Dezember, vor der Côte d’Azur registriert. Laut dem Bureau Central Sismologique Français (BCSF) ereignete sich das Beben um 22:22 Uhr (21:22 Uhr UTC) etwa 40 Kilometer südöstlich von Nizza im Mittelmeer.

    Erschütterungen entlang der Küste spürbar

    Wie die Vorhersagen der seismologischen Plattform SismoAzur zeigen, waren die Erschütterungen entlang eines großen Teils der Küste zu spüren – von Toulon über Nizza bis nach Monaco und zur italienischen Grenze.

    Bislang gibt es keine Berichte über materielle oder personelle Schäden. Die Behörden beobachten die Lage weiter, betonten jedoch, dass ein Beben dieser Stärke in der Regel keine ernsthaften Auswirkungen hat.

    Erdbeben sind in dieser Region nicht ungewöhnlich, da der Mittelmeerraum eine seismisch aktive Zone ist. Dennoch bleiben stärkere Beben selten, was die Bewohner entlang der Côte d’Azur für kurze Zeit in Aufruhr versetzte.

  • Orkas im Marineland von Antibes: NGOs fordern Verlegung in ein Meeresschutzgebiet

    Orkas im Marineland von Antibes: NGOs fordern Verlegung in ein Meeresschutzgebiet

    Die Zukunft der beiden Orkas Wikie und Keijo im Marineland von Antibes ist ungewiss. Die französische Justiz hat entschieden, dass die Tiere vorerst nicht in einen anderen Wasserpark verlegt werden dürfen, solange keine genaue Untersuchung ihrer Lebensbedingungen durchgeführt wurde. Diese Entscheidung folgt auf die Ablehnung der französischen Regierung, die Orkas an einen Park in Japan zu verkaufen. Nun fordern Tierschutzorganisationen ihren Umzug in ein Meeresschutzgebiet. Wirtschaftliche Probleme führen zur Schließung Das Marineland von Antibes, das in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten ist, hat seine endgültige Schließung zum 5. Januar angekündigt. Als Grund nannte der Park wirtschaftliche Schwierigkeiten. Mit der Schließung stellt sich jedoch eine dringende Frage: Was geschieht mit den beiden verbliebenen Orkas, die seit Jahren in Gefangenschaft leben? NGOs drängen auf artgerechte Haltung Tierschutzorganisationen sehen die Schließung des Parks als Chance für einen…

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  • Marineland schließt: Das Ende einer Ära für Frankreichs berühmten Meerespark

    Marineland schließt: Das Ende einer Ära für Frankreichs berühmten Meerespark

    Das Marineland in Antibes, ein Symbol für Meereslebewesen-Shows in Frankreich, wird am 5. Januar 2025 seine Tore endgültig schließen. Nach über 50 Jahren Betrieb markiert diese Entscheidung das Ende einer Ära – und das Ergebnis eines gesellschaftlichen Wandels.

    Vom Höhepunkt zum Niedergang

    Seit seiner Eröffnung im Jahr 1970 zog Marineland Generationen von Besuchern an. Besonders die spektakulären Shows mit Orcas und Delfinen begeisterten die Massen. In den besten Jahren strömten täglich bis zu 10.000 Gäste in den Park. Doch die glorreichen Zeiten sind vorbei.

    Der Rückgang begann schleichend, beschleunigte sich aber in den letzten Jahren dramatisch. Heute kommen nur noch ein Drittel der früheren Besucherzahlen. Zwei Gründe stehen dabei im Vordergrund: die zunehmende Sensibilisierung für das Tierwohl und die staatliche Entscheidung, Orca- und Delfinshows ab 2026 zu verbieten.

    „Wir können unter diesen Bedingungen nicht weitermachen“, erklärte Pascal Picaud, der Direktor von Marineland. Er betonte, dass die Schließung notwendig sei, um frühzeitig die Umsiedlung der Tiere zu organisieren.

    Gesellschaftlicher Wandel und neue Werte

    Die Schließung des Parks ist mehr als nur ein wirtschaftliches Problem – sie symbolisiert einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel. In den letzten Jahrzehnten wuchs das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Wildtieren. Dokumentationen wie Blackfish und Bewegungen für den Tierschutz führten zu einem wachsenden Widerstand gegen die Haltung von Meeressäugern in Gefangenschaft.

    Was früher als spektakuläre Unterhaltung galt, wird heute zunehmend als unethisch wahrgenommen. Die Vorstellung, dass Tiere in kleinen Becken Kunststücke vorführen, steht im Widerspruch zu dem Wunsch vieler Menschen nach einem respektvolleren Umgang mit der Natur.

    Folgen für Mensch und Tier

    Die Schließung betrifft nicht nur die 103 Mitarbeiter des Parks, von denen 40 % Tierpfleger sind, sondern auch die dort lebenden Tiere. Orcas, Delfine, Seelöwen und andere Meerestiere müssen umgesiedelt werden. Doch wohin?

    Die Suche nach geeigneten Orten gestaltet sich schwierig. Einige Tiere könnten in sogenannte Sanctuaries umgesiedelt werden, spezielle Schutzgebiete, die ein Leben in natürlicher Umgebung ermöglichen. Doch solche Einrichtungen sind selten und oft bereits überfüllt. Für Tiere, die ihr Leben in Gefangenschaft verbracht haben, kann die Anpassung an eine neue Umgebung zudem eine enorme Herausforderung sein.

    Auch die Mitarbeiter des Parks stehen vor einer ungewissen Zukunft. Viele haben jahrelang eng mit den Tieren gearbeitet und müssen sich nun beruflich neu orientieren. Für sie ist die Schließung nicht nur ein Jobverlust, sondern auch das Ende einer emotionalen Bindung zu den Tieren, die sie betreut haben.

    Ein Park mit Geschichte

    Marineland war über Jahrzehnte ein Ort, an dem Besucher eine enge Verbindung zur Meereswelt erleben konnten. In den 1970er- und 1980er-Jahren war der Park ein Vorreiter in der Meereslebewesen-Unterhaltung und ein wichtiger Teil des Tourismus an der Côte d’Azur.

    Doch nicht nur der gesellschaftliche Wandel hat dem Park zugesetzt. Naturkatastrophen wie die verheerenden Überschwemmungen im Oktober 2015, die erhebliche Schäden an den Becken verursachten, hinterließen ebenfalls Spuren. Diese Ereignisse unterstrichen die Verwundbarkeit des Parks und beschleunigten seinen Niedergang.

    Ein Symbol des Wandels

    Die Schließung von Marineland ist mehr als das Ende eines Freizeitparks – sie steht exemplarisch für den Wandel unserer Werte und die wachsende Bedeutung des Tierschutzes. Es ist ein Zeichen dafür, dass sich unser Verhältnis zu Wildtieren verändert hat und dass Unterhaltung nicht mehr auf Kosten ihrer Lebensqualität gehen sollte.

    Doch was bleibt? Vielleicht ist es die Hoffnung, dass die Tiere in eine bessere Umgebung gelangen – und dass die nächsten Generationen die Meereswelt auf eine Weise erleben, die von Respekt und Schutz geprägt ist.

    So endet Marineland, wie viele Institutionen, die einst ein Symbol ihrer Zeit waren: als Zeugnis eines gesellschaftlichen Wandels, der eine neue Ära einläutet.

  • Weihnachtsbaden an der Côte d’Azur: Rekordbeteiligung in Cagnes-sur-Mer

    Weihnachtsbaden an der Côte d’Azur: Rekordbeteiligung in Cagnes-sur-Mer

    Sonne, Meer und ein Hauch von Abenteuer – so starteten am Wochenende fast 700 mutige Badegäste in die festliche Saison. In Cagnes-sur-Mer, einer malerischen Stadt an der Côte d’Azur, fand das traditionelle Weihnachtsbaden statt. Bei angenehm milden 17 Grad Wassertemperatur wagten sich die Teilnehmer ins Mittelmeer und bewiesen dabei nicht nur Ausdauer, sondern auch eine gute Portion Humor.

    Ein Sprung ins kalte Wasser – oder doch nicht? „Es ist ein echter Spaß und einfach herrlich“, schwärmte eine Teilnehmerin, die ihren ersten Weihnachtsbadeversuch mit Stolz meisterte. Die Sonne strahlte vom Himmel, und die milden Temperaturen machten es den Badegästen leicht, ihre Überwindung zu überwinden – wenn man das überhaupt so sagen kann. „Man bewegt sich, und dann ist es gar nicht mehr kalt“, erklärte eine andere Teilnehmerin, die das Erlebnis mit einem Bad im Atlantik verglich.

    Von 1999 bis heute: Eine Erfolgsgeschichte. Das Weihnachtsbaden in Cagnes-sur-Mer begann 1999 mit einer überschaubaren Gruppe von Teilnehmern. Dieses Jahr waren es sechsmal so viele. Rund 670 Menschen sprangen ins Wasser und sorgten für eine Rekordbeteiligung. Trotz der gestiegenen Teilnehmerzahl blieb die Stimmung unverändert: locker, fröhlich und voller Gemeinschaftsgefühl.

    „Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich diese Tradition entwickelt hat“, bemerkte ein Zuschauer. Tatsächlich hat das Event nicht nur Sport- und Spaßcharakter, sondern bringt die Menschen auch näher zusammen. Ob jung oder alt, Anwohner oder Besucher – beim Weihnachtsbaden ist jeder willkommen. Es ist ein Moment, der die winterliche Côte d’Azur in einem ganz besonderen Licht erstrahlen lässt.

  • Seltener Anblick: Weißer Hai vor Porquerolles an der Côte d’Azur gesichtet

    Seltener Anblick: Weißer Hai vor Porquerolles an der Côte d’Azur gesichtet

    Eine außergewöhnliche Begegnung ereignete sich kürzlich im Mittelmeer nahe der Inseln Porquerolles und Port-Cros: Ein Hobbyfischer filmte einen vier Meter langen weißen Hai – ein äußerst seltenes Ereignis in dieser Region. Der Hai wurde vor rund zwei Wochen gesichtet, und die Videoaufnahmen des Fischers, der schnell sein Handy zückte, sorgen seither für Aufsehen.

    Ein Phänomen von großer Seltenheit

    „Einen weißen Hai im Mittelmeer zu sehen, ist ein außergewöhnliches Phänomen – egal, in welchem Land. Diese Art ist vom Aussterben bedroht“, erklärte ein Meeresbiologe gegenüber der Presse. Tatsächlich gilt der Weiße Hai in der Region als nahezu verschwunden. Seit dem Mittelalter wurden lediglich rund 40 Sichtungen dokumentiert, die letzte im Jahr 2022 vor der Küste der Camargue.

    Der junge Hai, der in der Nähe von Port-Cros gesichtet wurde, ist ein Beweis dafür, dass die Art immer noch im Mittelmeer vorkommt, obwohl ihre Populationen durch Umweltveränderungen, Überfischung und andere menschliche Aktivitäten stark dezimiert wurden.

    Das Stigma des Menschenfressers

    Obwohl weiße Haie faszinierende und wichtige Jäger in ihrem Ökosystem sind, leiden sie seit Jahrzehnten unter einem schlechten Ruf. Filme wie Der weiße Hai (Les Dents de la mer) haben sie fälschlicherweise als gefährliche Menschenfresser dargestellt. Wissenschaftler, die diese Tiere in freier Wildbahn studiert haben, betonen jedoch, dass weiße Haie keineswegs die aggressiven Raubtiere sind, wie sie oft dargestellt werden. Begegnungen mit Menschen enden selten gefährlich – für beide Seiten.

    Was bedeutet die Sichtung?

    Der seltene Anblick eines weißen Hais könnte ein Hinweis auf mögliche Veränderungen im Mittelmeer sein. Vielleicht gibt es durch Schutzmaßnahmen oder veränderte Umweltbedingungen wieder Hoffnung für die Rückkehr dieser majestätischen Tiere. Gleichzeitig verdeutlicht die Begegnung, wie wichtig es ist, das fragile Gleichgewicht maritimer Ökosysteme zu bewahren.

    Für den Hobbyfischer, der diesen Moment festhielt, bleibt es eine Erinnerung fürs Leben – und für Meeresforscher ein weiterer Hinweis darauf, dass die Natur immer wieder für Überraschungen gut ist.

  • Novemberhitze an der Côte d’Azur: Ein paradoxes Vergnügen

    Novemberhitze an der Côte d’Azur: Ein paradoxes Vergnügen

    Ein Novembertag in Nizza, 20 Grad Celsius – für viele klingt das wie ein Traum. Doch hinter dieser Wärme steckt mehr als nur ein angenehmes Spätherbstwetter. Die jüngsten Temperaturrekorde in der Region Alpes-Maritimes werfen Fragen auf: Ist das ein „Geschenk“ des Klimawandels, oder ein beunruhigendes Warnzeichen?

    November in Shorts und T-Shirt – wirklich normal?

    Man stelle sich die berühmte Promenade des Anglais vor: Sonnenanbeter, Touristen in T-Shirts, das Blau des Himmels – und das alles Anfang November! Einerseits kann man die Freude verstehen. Wer würde sich nicht an einem Sommertag im Herbst erfreuen? Doch die Atmosphäre ist gemischt. Während einige dieses milde Wetter genießen, äußern andere auch Bedenken. „Es ist schön, aber irgendwie auch seltsam“, sagt ein Tourist und blickt auf den wolkenlosen Himmel. Auch ein Anwohner der Region stimmt zu und fügt hinzu, dass die Wärme im November doch beunruhigend sei – die Freude ist gedämpft, das Unbehagen über den Klimawandel wächst.

    3 bis 5 Grad mehr bis 2100?

    Das könnte noch öfter vorkommen. Laut den neuesten Prognosen von Météo-France könnten die Temperaturen in der Region Alpes-Maritimes bis Ende des Jahrhunderts um bis zu fünf Grad ansteigen. Das bedeutet nicht nur mehr milde Herbsttage, sondern auch eine Zunahme extremer Wetterereignisse. Sébastien Thomas, Meteorologe bei France Télévisions, erklärt, dass diese Region ein „Hotspot“ für Klimaextreme in Frankreich ist. Vor allem starke Regenfälle und mediterrane Stürme – sogenannte „épisodes méditerranéens“ – könnten intensiver und häufiger auftreten. Ein solches Szenario hat schwerwiegende Folgen, insbesondere für die Infrastruktur und die Sicherheit der Bewohner an der Côte d’Azur.

    Der mediterrane Klimastress

    Diese mediterranen Wetterphänomene sind an sich nicht neu, doch ihre Intensität und Häufigkeit nehmen mit der Erwärmung zu. Wenn warme, feuchte Luftmassen auf kältere Luft treffen, entstehen starke Regenfälle – und damit verbunden sind oft Sturzfluten, die verheerende Schäden anrichten können. Die mediterrane Region erlebt dies immer wieder, doch der Klimawandel verstärkt diese Extreme.

    Ein weiteres Problem: Auch die Sommer werden länger und heißer, was die Wasserressourcen und die Landwirtschaft unter Druck setzt. Trockenperioden in Kombination mit kurzen, extremen Regenfällen führen dazu, dass Wasser kaum im Boden gespeichert wird und viele Pflanzen einfach vertrocknen. Der Klimawandel wirkt also gleich auf mehreren Ebenen – und die Landschaften sowie das Leben in dieser Region könnten sich nachhaltig verändern.

    Die Herausforderung für Nizza und Umgebung

    Nizza und die Küstenstädte leben von ihrem Charme, dem mediterranen Klima und nicht zuletzt vom Tourismus. Doch wenn Sturzfluten und extreme Hitze zunehmen, stellt das auch eine Belastung für die touristische Infrastruktur dar. Hier sehen Städteplaner und Architekten große Herausforderungen. Wie soll die Stadt auf eine Zukunft mit unregelmäßigeren und heftigeren Wetterereignissen vorbereitet werden?

    Das Hauptaugenmerk liegt auf der Anpassung der Städte: Flutbarrieren, durchlässigere Böden in der Stadt und Grünflächen zur Hitzereduktion sind nur einige Maßnahmen, die dringend umgesetzt werden müssen. Dazu kommt der Schutz der Wasserquellen. Denn gerade in einer Region, die auf den Tourismus angewiesen ist, ist ein gutes Wassermanagement unerlässlich.

    Natürliche Grenzen und soziale Verantwortung

    Auch der soziale Aspekt spielt eine Rolle: Klimaveränderungen treffen oft jene am härtesten, die am wenigsten dafür können und sich auch kaum anpassen können. Ein gutes Beispiel sind ältere Menschen, die in schlecht klimatisierten Wohnungen leben. Die sozialen Unterschiede werden durch die Klimaveränderungen oft weiter verschärft. In Südfrankreich könnte das noch deutlicher werden – nicht jeder hat die Möglichkeit, seine Wohnung für extreme Wetterbedingungen aufzurüsten.

    Ein Grund zur Hoffnung?

    Wird sich die Côte d’Azur trotz allem wandeln und anpassen können? Viele Wissenschaftler und Umweltaktivisten sehen Chancen. Technologien zur Klimaanpassung entwickeln sich rasant. Grüne Städte, energiesparende Gebäude und widerstandsfähige Infrastrukturen können helfen, die Auswirkungen abzumildern. Das Ziel ist eine „klimafreundliche“ Stadt, die nicht nur für ihre Bewohner, sondern auch für ihre Gäste lebenswert bleibt.

  • Auf der Suche nach den besten Steinpilzen: Ein herbstlicher Schatz für die Küche

    Auf der Suche nach den besten Steinpilzen: Ein herbstlicher Schatz für die Küche

    Der Herbst – die Zeit der bunten Blätter und kühleren Tage – bringt auch die perfekte Gelegenheit, in die Wälder zu ziehen und sich auf die Suche nach Steinpilzen zu machen. Diese begehrten Pilze, mit ihrem erdigen Geschmack und dem einzigartigen Aroma, warten nur darauf, in den feuchten, versteckten Winkeln der Wälder entdeckt zu werden. Für viele Menschen, wie Denise Lambert aus den französischen Seealpen, ist das Pilzesammeln nicht nur ein Hobby, sondern fast ein Ritual.

    Seit September durchstreift die Rentnerin die heimischen Wälder, immer auf der Suche nach den braunköpfigen Schätzen. Mit der Zeit hat sie gelernt, den Steinpilz sofort zu erkennen. „Ein echter Steinpilz hat einen kräftigen Stiel und eine braune bis schwarze Kappe. Die Unterseite ist weiß,“ erklärt sie lachend, als wäre der Pilz ein alter Freund. Doch was tun mit einem vollen Korb frischer Steinpilze? Denise teilt ihre Ausbeute gerne mit Denis Fétisson, einem Koch aus Mougins, der sie zu herbstlichen Gaumenfreuden verarbeitet.

    Steinpilze reinigen und vorbereiten: Vorsicht ist gefragt

    Frisch aus dem Wald geholt, beginnt die eigentliche Kunst – das Reinigen und Zubereiten. Denn auch wenn der Steinpilz robust wirkt, erfordert er eine sanfte Handhabung, damit er sein volles Aroma behält. Denis Fétisson, ein Experte der saisonalen Küche, schneidet zuerst den erdigen Stielansatz ab. Dann folgt die vorsichtige Reinigung – und zwar ohne Wasser, um den Geschmack nicht zu beeinträchtigen.

    Je nach Größe des Pilzes wird er in feine Scheiben oder größere Stücke geschnitten. Diese sind nun bereit, in den Kochtopf zu wandern, und Denis versteht es, sie gekonnt in Szene zu setzen. Sein aktuelles Lieblingsgericht? Steinpilze mit geräucherter Gänseleber und einer kräftigen Steinpilzconsommé mit schwarzem Knoblauch. Die intensiven Aromen des Knoblauchs unterstreichen den erdigen Geschmack des Pilzes, während die Gänseleber eine cremige, zarte Note hinzufügt – ein Hochgenuss des Herbstes.

    Die Freuden und Herausforderungen der Pilzsuche

    Doch die Suche nach Steinpilzen ist alles andere als ein gemütlicher Waldspaziergang. Denise Lambert weiß das nur zu gut. „Es lohnt sich, auch wenn man sich dabei die Hände aufkratzt,“ sagt sie schmunzelnd, während sie ihren vollen Korb betrachtet. Die Wege sind oft steinig, das Gelände uneben und manchmal rutschig.

    Um erfolgreich zu sammeln, braucht es Geduld, ein gewisses Wissen über die Pilze und Respekt vor der Natur. Nur wer die versteckten Stellen kennt und auf die kleinen Zeichen achtet, die auf einen Steinpilz hinweisen, wird wirklich fündig. Leidenschaft und Ausdauer belohnen am Ende die Mühe – denn das gute Gefühl, den Pilz selbst gefunden zu haben, macht das Essen umso wertvoller.

    Ein herbstlicher Genuss, der geteilt wird

    Sobald der Steinpilz in der Pfanne brutzelt, wird er zum Star jedes Herbstgerichts. Ob gegrillt, zu einer feinen Suppe verarbeitet, mit saisonalem Gemüse serviert oder einfach in etwas Butter mit Knoblauch und Petersilie angebraten – Steinpilze sind ein Fest für die Sinne. Und das Beste: Dieser Genuss wird am schönsten, wenn er mit Freunden oder der Familie geteilt wird.

    Denise und ihre Freundin genießen gemeinsam die Früchte ihrer Arbeit. „Nach einem langen Tag im Wald schmeckt ein Teller voller Steinpilze einfach himmlisch,“ sagt sie strahlend.

    Warum also nicht selbst die Gummistiefel anziehen und sich in den Wald wagen?

  • Die Küche von Monaco: Fougasse Monégasque

    Die Küche von Monaco: Fougasse Monégasque

    Monaco, das glamouröse Fürstentum an der Côte d’Azur, ist nicht nur für seine luxuriösen Yachten und berühmten Formel-1-Rennen bekannt, sondern auch für seine einzigartige Küche. Diese wird stark von der mediterranen Kultur geprägt und ist ein Schmelztiegel der kulinarischen Einflüsse aus Frankreich und Italien. Eines der traditionsreichsten und liebenswertesten Rezepte Monacos ist die Fougasse Monégasque, […]

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