Schlagwort: Corrèze

  • Abschied von Bernadette Chirac: Frankreich ehrt eine prägende Figur der Fünften Republik

    Abschied von Bernadette Chirac: Frankreich ehrt eine prägende Figur der Fünften Republik

    Eine Woche nach ihrem Tod nimmt Frankreich Abschied von Bernadette Chirac. Die frühere Première dame, die am 5. Juni im Alter von 93 Jahren verstorben ist, wird zunächst in Paris beigesetzt. Anschließend folgen weitere Gedenkfeiern in der Corrèze, jener Region, die ihr politisches Leben über Jahrzehnte geprägt hat und mit der ihr Name untrennbar verbunden bleibt. Trauerfeier in Paris mit prominenten Gästen Die zentrale Trauerzeremonie findet in der Basilika Sainte-Clotilde im 7. Arrondissement von Paris statt. Der Ort besitzt für die Familie Chirac eine besondere symbolische Bedeutung. In der nahegelegenen Kapelle Sainte-Clotilde hatten Bernadette Chodron de Courcel und Jacques Chirac im Jahr 1956 geheiratet. Zudem wurde dort 2016 die Trauerfeier für ihre älteste Tochter Laurence abgehalten. Zu den erwarteten Gästen zählen zahlreiche politische Weggefährten sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Unter ihnen befinden sich die ehemaligen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und Fra…

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  • Bernadette Chirac: Die politische Grande Dame kehrt ein letztes Mal in die Corrèze zurück

    Bernadette Chirac: Die politische Grande Dame kehrt ein letztes Mal in die Corrèze zurück

    Mit dem Tod von Bernadette Chirac verliert Frankreich eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg Politik, Wohltätigkeit und öffentliche Wahrnehmung geprägt hat. Die Witwe des ehemaligen Staatspräsidenten Jacques Chirac starb am 5. Juni im Alter von 93 Jahren. Die Trauerfeiern spiegeln die zwei Welten wider, die ihr Leben bestimmten: die nationale Bühne in Paris und die ländliche Corrèze, mit der sie politisch und persönlich eng verbunden war. Abschied zwischen Hauptstadt und Provinz Nach Angaben der Familie werden die Trauerfeierlichkeiten in zwei Etappen stattfinden. Zunächst ist für den 12. Juni eine religiöse Zeremonie in Paris vorgesehen. Zwei Tage später folgt ein öffentlicher Gedenkakt in der Corrèze, jener Region im Südwesten Frankreichs, die untrennbar mit dem politischen Aufstieg der Familie Chirac verbunden ist. Die Wahl dieses Rahmens ist mehr als eine organisatorische Entscheidung. Sie unterstreicht die besondere Rolle, welche die Corrèze im politischen Leben des Ehepa…

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  • Mit Bernadette Chirac endet ein Kapitel der Fünften Republik

    Mit Bernadette Chirac endet ein Kapitel der Fünften Republik

    Der Tod von Bernadette Chirac im Alter von 93 Jahren löst in Frankreich weit über politische Lagergrenzen hinaus Anteilnahme aus. Mit ihr verschwindet eine Persönlichkeit aus dem öffentlichen Leben, die über Jahrzehnte hinweg die französische Politik mitprägte – zunächst an der Seite ihres Ehemannes Jacques Chirac, später aber auch als eigenständige politische Figur. Ihr Ableben markiert symbolisch das Ende einer Generation, die die Geschichte der Fünften Republik entscheidend mitgestaltet hat. Mehr als die Frau eines Präsidenten In der französischen Politikgeschichte wurden Ehepartner von Staatspräsidenten häufig auf repräsentative Aufgaben reduziert. Bernadette Chirac stellte eine bemerkenswerte Ausnahme dar. Bereits lange bevor ihr Mann 1995 in den Élysée-Palast einzog, hatte sie sich eine eigene politische Basis aufgebaut. Über mehr als drei Jahrzehnte war sie in der Corrèze kommunal- und regionalpolitisch aktiv. In einer politischen Kultur, die lange Zeit von Männern dominiert wur…

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  • Attrappen am Straßenrand: Wie falsche Blitzer in der Corrèze echte Wirkung entfalten

    Attrappen am Straßenrand: Wie falsche Blitzer in der Corrèze echte Wirkung entfalten

    uWer derzeit durch die ländlichen Straßen der französischen Corrèze fährt, tritt an manchen Ortseingängen fast automatisch auf die Bremse. Am Fahrbahnrand stehen graue Kästen, Warnschilder kündigen „Radar-Kontrollen“ an — und für einen kurzen Moment wirkt alles wie eine gewöhnliche Geschwindigkeitsüberwachung. Der kleine Unterschied: Diese Anlagen blitzen niemanden.

    Mehrere Gemeinden der Region setzen seit Monaten auf täuschend echte Radar-Attrappen oder sogenannte pädagogische Blitzer. Ziel der Maßnahme: den Verkehr beruhigen, ohne Autofahrer mit Bußgeldern zu überziehen. Gerade in kleinen Dörfern sorgt überhöhte Geschwindigkeit seit Jahren für Ärger. Bewohner klagen über Fahrzeuge, die durch Tempo-30-Zonen rauschen, als gäbe es keine Häuserfassaden, keine Kinder auf Fahrrädern und keine Fußgänger am Straßenrand.

    Ein echter stationärer Blitzer kostet allerdings viel Geld, benötigt Genehmigungen und hängt in Frankreich meist von zentralstaatlichen Entscheidungen ab. Für viele Kommunen auf dem Land bleibt das unerreichbar. Die falschen Blitzer dagegen wirken wie eine pragmatische Zwischenlösung — günstig, schnell installiert und offenbar erstaunlich effektiv.

    Denn der Mensch reagiert empfindlich auf Unsicherheit.

    Schon der Verdacht, kontrolliert zu werden, reicht oft aus, damit Fahrer das Tempo reduzieren. Genau auf diesem psychologischen Effekt baut das Konzept auf. Nach Angaben lokaler Politiker seien die Durchschnittsgeschwindigkeiten auf einigen Straßenabschnitten bereits um mehrere Stundenkilometer gesunken. Klingt erstmal nach wenig. Doch in engen Ortsdurchfahrten entscheiden oft wenige Kilometer pro Stunde darüber, ob ein Unfall glimpflich endet oder zur Katastrophe wird.

    Die Befürworter der Attrappen sprechen deshalb von einer entspannteren Form der Verkehrssicherheit. Nicht Strafe stehe im Mittelpunkt, sondern Prävention. Ein Ansatz, der in Frankreich durchaus politischen Sprengstoff entschärfen könnte.

    Denn kaum ein Thema erhitzt die Gemüter auf dem Land so sehr wie Blitzer.

    Seit Jahren werfen viele Autofahrer dem Staat vor, Radarfallen dienten eher der Auffüllung öffentlicher Kassen als dem Schutz der Bevölkerung. Während der Gelbwesten-Proteste wurden hunderte stationäre Blitzer beschädigt oder sogar angezündet. Die Bilder brennender Radarsäulen gingen damals durchs ganze Land — ein Symbol für die Wut vieler Menschen auf steigende Belastungen und staatliche Kontrolle.

    In der Corrèze dagegen scheint die Akzeptanz deutlich höher auszufallen. Vielleicht gerade deshalb, weil niemand direkt bestraft wird. Die Attrappen erinnern eher an einen mahnenden Zeigefinger als an einen fiskalischen Hammer. Manche Bürgermeister berichten sogar davon, dass Anwohner die Maßnahmen ausdrücklich begrüßen. „Lieber ein falscher Blitzer als ein echtes Problem vor der Haustür“, hört man dort sinngemäß öfter mal.

    Natürlich bleibt die Sache fragil.

    Je mehr Autofahrer erkennen, dass die Anlagen keine echten Sanktionen auslösen, desto stärker droht der Abschreckungseffekt zu verblassen. Die Strategie lebt von einer dauerhaften Restunsicherheit — einem stillen Theater der Vorsicht auf französischen Landstraßen. Und trotzdem zeigt das Experiment eine interessante Wahrheit: Verkehrssicherheit entsteht nicht allein durch Strafen, sondern auch durch Vertrauen, Wahrnehmung und ein gewisses Maß an psychologischem Fingerspitzengefühl.

    Oder, wie man in der Corrèze wohl sagen würde: Hauptsache, die Leute gehen vom Gas.

    Daniel Ivers

  • Unwetterfront rollt über Frankreich: Jetzt auch Alpenregion in Alarmbereitschaft

    Unwetterfront rollt über Frankreich: Jetzt auch Alpenregion in Alarmbereitschaft

    Der Himmel bleibt bleigrau, die Straßen glänzen nass im Scheinwerferlicht – und Météo-France schlägt erneut Alarm: Nach Gironde, Dordogne und Corrèze stehen nun auch die vier östlichen Départements Ain, Isère, Savoie und Haute-Savoie unter „Vigilance orange“ – Warnstufe Orange – wegen heftiger Regenfälle mit Überschwemmungsgefahr. Eine breite Unwetterfront zieht sich quer durch Frankreich – vom Südwesten bis zum Alpenrand. Und sie bringt: Wasser. Viel Wasser.

    Bereits seit Sonntagabend hat sich die Wetterlage merklich zugespitzt. Die Meteorologen sprechen von einer „Perturbation“, also einer wetteraktiven Störung, die ergiebige Niederschläge im Gepäck hat. Und das, was seitdem vom Himmel fällt, ist mehr als ein herbstlicher Niesel: Zwischen 30 und 50 Liter Regen pro m2 wurden vom Westen des Zentralmassivs bis zur Gironde gemessen – in Bordeaux waren es sogar bis zu 59 Liter. Auf den Nordalpen und im südlichen Jura-Massiv kamen stellenweise sogar 80 bis 100 Liter zusammen.

    Man muss sich das vorstellen: In wenigen Stunden fällt mancherorts so viel Regen, wie sonst in einer ganzen Novemberwoche. Und es ist noch nicht vorbei.

    Während die Südwest-Départements langsam aufatmen dürfen – dort rechnet Météo-France im Laufe des Tages mit einer Abschwächung der Niederschläge – bleibt die Lage in den Alpen angespannt. Denn dort regnet es weiter, unaufhörlich. Und mit jedem Tropfen steigt die Gefahr von Sturzfluten, Erdrutschen und überquellenden Flüssen.

    „Die Regenfälle werden im Tagesverlauf in der Gironde, der Dordogne und der Corrèze sporadischer“, so das offizielle Bulletin. Doch Entwarnung klingt anders: Die Schauern können ab dem Nachmittag wieder an Stärke gewinnen – besonders in der Gironde, wo am Abend sogar lokale Gewitter möglich sind.

    Und was ist mit dem Osten?

    Die Départements Ain, Isère, Savoie und Haute-Savoie stehen erst am Anfang der kritischen Phase. Météo-France rechnet dort bis in die Nacht mit anhaltenden Regenfällen. In den kommenden zwölf Stunden könnten lokal nochmals bis zu 70 Liter hinzukommen – ein dramatischer Wert, wenn Böden bereits gesättigt und Abflüsse überlastet sind.

    Was bedeutet das für die Menschen vor Ort?

    Nicht nur volle Regenschirme und nasse Füße. Die Wetterwarnstufe „orange“ ist die zweithöchste von vier – sie steht für eine ernste Gefahrensituation. Behörden sind in Alarmbereitschaft, Einsatzkräfte sensibilisiert. Schulen, Verkehrswege, Keller und Häuser können betroffen sein. Besonders heikel ist die Lage in Hanglagen und Flusstälern, wo Regenwasser schnell gefährliche Dynamik entwickelt.

    Ein wiederkehrendes Phänomen?

    Frankreich erlebt in den letzten Jahren immer häufiger solche Extremwetterlagen. Während der Süden regelmäßig unter Dürre und Bränden leidet, zeigt sich der Herbst zunehmend von seiner nassen, wilden Seite. Meteorologen warnen davor, diese Entwicklungen als bloße Laune der Natur abzutun – sie passen ins größere Bild eines sich wandelnden Klimas.

    Doch was bleibt zu tun, wenn der Regen einfach nicht aufhört?

    Vorsicht, Aufmerksamkeit, Rücksicht. Météo-France empfiehlt, sich regelmäßig über die aktuelle Wetterlage zu informieren, Reisen in Risikogebiete zu verschieben und sich im Zweifel in höher gelegene, sichere Bereiche zurückzuziehen. Besonders Autofahrer sollten Flussunterführungen und überflutete Straßen meiden – denn bereits wenige Zentimeter Wasser können ein Fahrzeug zum Kentern bringen.

    Die kommenden Stunden werden zeigen, ob die Wassermassen weiter wachsen oder langsam zurückweichen. Bis dahin heißt es: wachsam bleiben. Und trocken.

    Autor: Andreas M. B.

  • Verwegener Überfall auf das Chirac-Museum – vier Männer in Gewahrsam

    Verwegener Überfall auf das Chirac-Museum – vier Männer in Gewahrsam

    Ein Sonntagmorgen, ein ruhiges Dorf in der Corrèze – und plötzlich ein bewaffneter Überfall auf ein Herzstück politischer Erinnerungskultur: das Musée du Président Jacques Chirac in Sarran. Am 12. Oktober 2025 geriet der kleine Ort in Aufruhr, als vier maskierte Männer mit Schrotflinte und Messern das Museum stürmten und Teile der Sammlung raubten. Nur wenige Stunden später klickten die Handschellen. Doch die Tat wirft Fragen auf, die weit über den Polizeibericht hinausgehen. Einbruch mit Symbolkraft Zwischen 10 und 10:30 Uhr schlugen die Täter zu. Vermummt, bewaffnet und offenbar mit einem klaren Ziel vor Augen. Sie bedrohten das Empfangspersonal und die Besucher – mitten in einem Ort, der eigentlich zur stillen Betrachtung politischer Geschichte einlädt. Mitgenommen wurden der Kassenbestand und mindestens eine wertvolle Sammleruhr. Für die Ermittler der Gendarmerie in Tulle beginnt nun ein Wettlauf mit der Zeit. Zwar konnten die vier mutmaßlichen Täter noch am selben Tag festgenommen…

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  • Chikungunya in Corrèze: Wenn der Süden nach Norden wandert

    Chikungunya in Corrèze: Wenn der Süden nach Norden wandert

    Brive-la-Gaillarde, 12. September 2025. Zwei Fälle von Chikungunya, direkt vor Ort übertragen. Keine Fernreisen, kein exotischer Urlaub, sondern das Herz des Limousin. Die Nachricht der Regionalen Gesundheitsagentur Nouvelle-Aquitaine wirkt wie ein kleiner Paukenschlag. Denn was lange als tropische Krankheit galt, klopft nun an die Haustür der Corrèze – und zeigt, wie weit sich der Tiger­mücke ihre neue Heimat bereits erobert hat.

    Eine unsichtbare Reisegefährtin

    Chikungunya – der Name klingt fast melodisch, die Realität dahinter ist es nicht. Ein Virus, das von der Tigermücke (Aedes albopictus) übertragen wird, löst hohes Fieber, Gelenkschmerzen und Hautausschläge aus. Für die meisten Betroffenen verläuft die Krankheit zwar ohne tödliche Folgen, doch wer sie einmal hatte, spricht von wochen- oder monatelangen Schmerzen, die das Leben lahmlegen.
    Dass die beiden Patienten in Brive das Virus nicht aus dem Ausland mitgebracht haben, sondern es direkt in ihrer Umgebung aufgeschnappt haben, ist ein Wendepunkt. Es bedeutet: Die Mücke ist da, sie sticht – und sie überträgt.

    Vom Mittelmeer in die Mitte Frankreichs

    Noch vor wenigen Jahren war die Tigermücke ein Ärgernis, das man eher in Nizza oder Marseille erwartete. Heute dagegen ist sie fast flächendeckend in Frankreich präsent, mit Ausnahme einiger Hochlagen wie der Creuse. Das Jahr 2025 liefert Zahlen, die die Dimension unterstreichen: 98 autochthone Fälle in Nouvelle-Aquitaine, 382 landesweit. Dazu gesellen sich kleinere Dengue-Cluster. Eine stille, aber stetige Ausbreitung – beschleunigt durch Klimawandel, mildere Winter, globale Warenströme und die erstaunliche Anpassungsfähigkeit dieser winzigen Insekten.

    Kampf im Hinterhof

    Die Reaktion in Corrèze ließ nicht lange auf sich warten. In Brive wurden die betroffenen Wohngebiete sofort Ziel von Entmückungsaktionen: Sprühgeräte, Larvizide, das Abtöten möglicher Brutstätten. Gleichzeitig erhielten Ärztinnen und Ärzte Hinweise, worauf sie achten sollen – Fieber über 38,5 Grad, Gelenkschmerzen, Hautausschläge. Je früher ein Verdachtsfall erkannt wird, desto schneller können Schutzmaßnahmen greifen.
    Das klingt nach routiniertem Krisenmanagement. Doch der eigentliche Kampf findet in Vorgärten, auf Balkonen und in Regentonnen statt. Denn dort, in ein paar Zentimetern stehendem Wasser, entstehen Armeen von Tigermücken.

    Wenn Prävention Alltag werden muss

    „Deck das Regenfass ab, sonst gibt’s ne Mückenplage!“ – eine Binsenweisheit, die plötzlich zur Gesundheitsstrategie wird. Die Behörden betonen immer wieder: Der wirksamste Schutz beginnt im Alltag. Blumentopf-Untersetzer regelmäßig leeren. Kinderplanschbecken ausschütten. Mückennetze anbringen. Repellents nutzen. Ventilatoren aufstellen – der Luftzug macht es den leichten Insekten schwer.
    Und was tun, wenn es einen doch erwischt? Bei Fieber, Gliederschmerzen und Ausschlägen sofort ärztlichen Rat suchen. So lassen sich Übertragungen schneller erkennen und eindämmen.

    Ein nationales Warnsignal

    Die Corrèze mag auf den ersten Blick weit weg von tropischen Bildern wirken – doch die Krankheitsrealität holt die Region ein. Frankreich registriert mittlerweile fast 50 Übertragungscluster allein in diesem Jahr. Wer da noch glaubt, der Tigermücke den Zutritt verwehren zu können, irrt.
    Die eigentliche Frage lautet: Wie organisiert eine Gesellschaft den Alltag mit einem neuen Gesundheitsrisiko? Nicht mit Panik, aber auch nicht mit Gleichgültigkeit. Mit Aufklärung, mit Solidarität – und mit der Erkenntnis, dass Gesundheitsschutz längst nicht mehr nur in Kliniken stattfindet, sondern vor der eigenen Haustür.

    Die zwei Fälle in Brive sind keine Katastrophe, sondern ein Signal. Aber eines, das man ernst nehmen sollte.

    Autor: C.H.

  • Schock in Brive-la-Gaillarde: Vater und Sohn zeigen französische Flagge mit Nazi-Symbol

    Schock in Brive-la-Gaillarde: Vater und Sohn zeigen französische Flagge mit Nazi-Symbol

    Ein Balkon, ein Stück Stoff, ein Zeichen – manchmal reicht genau das, um eine ganze Stadt aufzurütteln. Am Montag, dem 18. August 2025, wurde in Brive-la-Gaillarde, Corrèze, ein Vater mit seinem 18-jährigen Sohn von der Polizei festgenommen. Der Grund: An ihrem Balkon hing eine französische Trikolore, auf der das berüchtigte „SS“-Symbol prangte – Sinnbild für die mörderischen Einheiten des NS-Regimes. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Ein Nachbar, empört und verunsichert, griff zum Telefon und alarmierte die Polizei. Wenige Stunden später standen die Beamten vor der Tür, nahmen Vater und Sohn fest und eröffneten ein Verfahren wegen „Apologie de crimes de guerre“ – der Verherrlichung von Kriegsverbrechen. In Frankreich ist das kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwerwiegende Straftat.

    Bücher, Papiere, politische Unterlagen Die anschließende Hausdurchsuchung brachte weitere brisante Details ans Licht. Ermittler stießen auf ein Geschichtsbuch über den Nationalsozialismus un…

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  • Collonges-la-Rouge: Ein Dorf wie aus einem Märchen

    Collonges-la-Rouge: Ein Dorf wie aus einem Märchen

    Frankreich ist voller charmanter Dörfer, aber eines davon fällt besonders ins Auge – wortwörtlich. Collonges-la-Rouge, das „Rubinrot des Limousin“, ist ein einzigartiges Juwel im Département Corrèze. Seine leuchtend roten Sandsteinfassaden machen es zu einem der schönsten und ungewöhnlichsten Dörfer Frankreichs. Was macht diesen Ort so besonders? Lassen wir uns treiben durch die engen Gassen und […]

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  • Schockierender Fund in der Corrèze: Ermittlungen wegen Mordes nach Entdeckung menschlicher Überreste

    Schockierender Fund in der Corrèze: Ermittlungen wegen Mordes nach Entdeckung menschlicher Überreste

    Ein düsteres Rätsel beschäftigt derzeit die Behörden in der Corrèze. Nach dem Fund von menschlichen Überresten unweit eines psychiatrischen Zentrums in Brive wurde eine Voruntersuchung wegen Mordes eingeleitet. Die Entdeckung wirft viele Fragen auf – vor allem: Wer ist das Opfer, und was ist ihm zugestoßen?

    Ein makaberer Fund

    Alles begann, als ein Wachmann am Sonntag auf eine verstörende Szene stieß. Er fand eine einzelne Schuhsohle, in der sich eine Socke und Knochen befanden. Die alarmierten Einsatzkräfte durchsuchten das Gebiet und machten bald weitere Funde: Knochenfragmente der Beine und Turnschuhe. Am Donnerstag stießen die Ermittler auf einen entscheidenden Hinweis – ein vollständig erhaltener Schädel wurde in einem Regenabfluss entdeckt. Ein schauriges Puzzle, dessen Teile sich langsam zusammensetzen.

    Ein junger Mann – doch wer?

    Die ersten Analysen lassen darauf schließen, dass es sich bei den Überresten um einen jungen Mann handelt. Doch eine Identifizierung ist bisher nicht gelungen. In der Nähe fand man einen Rucksack mit persönlichen Gegenständen und Büchern, die jedoch keinen Aufschluss über die Identität des Opfers geben konnten.

    Besonders rätselhaft: Die forensischen Untersuchungen ergaben, dass die Überreste möglicherweise drei Jahre alt sind – genaue Bestimmungen fehlen allerdings noch. Nun ruhen die Hoffnungen auf den DNA-Analysen, deren Ergebnisse in der kommenden Woche erwartet werden.

    Eine Landschaft voller Geheimnisse

    Der Fundort selbst wirft weitere Fragen auf. Die Leichenteile wurden nahe eines psychiatrischen Zentrums und in der Nähe eines kürzlich von einem Erdrutsch betroffenen Gebiets entdeckt. Im Dezember vergangenen Jahres hatte es in der Region einen Hangrutsch gegeben, woraufhin umfangreiche Arbeiten zur Stabilisierung und Drainage des Bodens durchgeführt wurden. Ob diese Ereignisse in Zusammenhang mit dem Fund stehen, ist unklar, doch die Ermittler schließen nichts aus.

    Ermittlungen auf Hochtouren

    Die Direktion für Interregionale Kriminalpolizei in Haute-Vienne hat die Ermittlungen übernommen, unterstützt von den Diensten der organisierten Kriminalität und der örtlichen Polizei von Brive. Ziel ist es nicht nur, die Identität des Opfers zu klären, sondern auch die Todesursache und die genauen Umstände des Verbrechens zu ermitteln.

    Eine zentrale Frage steht dabei im Raum: Ist der junge Mann Opfer eines Gewaltverbrechens geworden, oder könnten andere Faktoren wie ein Unfall oder ein Suizid im Spiel sein? Die Ermittler arbeiten akribisch daran, das komplexe Geflecht aus Hinweisen zu entwirren.

    Ein Rätsel, das die Region erschüttert

    Der makabere Fund hat nicht nur die örtliche Bevölkerung schockiert, sondern auch überregionale Aufmerksamkeit erregt. Solche tragischen Entdeckungen sind selten, doch sie erinnern daran, dass hinter jedem Verbrechen eine menschliche Geschichte steckt – oft voller Leid, das bis zur Aufklärung verborgen bleibt.

    Während die Ermittlungen fortschreiten, bleibt die Hoffnung, dass DNA-Tests und weitere Untersuchungen bald Licht ins Dunkel bringen. Das Schicksal des jungen Mannes und die Umstände seines Todes werfen Fragen auf, die nicht nur für die Polizei, sondern auch für die Angehörigen des Opfers von zentraler Bedeutung sind.

    Vielleicht zeigt sich bald, was wirklich geschehen ist – doch bis dahin bleibt die Region Corrèze in einem Zustand des Unbehagens.