Schlagwort: Christi Himmelfahrt

  • Wenn Frankreich Brücken baut – und Deutschlands Männer sich feiern

    Wenn Frankreich Brücken baut – und Deutschlands Männer sich feiern

    Christi Himmelfahrt.
    In Deutschland schieben viele Männer Bollerwagen über Feldwege, Grillkohle glimmt auf Campingplätzen, auf Autobahnen stockt der Verkehr Richtung Ostsee oder Alpen. Der Feiertag wirkt oft wie ein kollektiver Kurzurlaub mit Bierkasten. Laut, ausgelassen, manchmal ein bisschen schräg.

    Und dann ist da Frankreich.

    Dort trägt dieser Tag zwar ebenfalls religiöse Wurzeln in sich, doch rund um Christi Himmelfahrt entfaltet sich jedes Jahr ein beinahe kulturelles Ritual: der berühmte „pont“. Die Brücke. Fällt ein Feiertag auf einen Donnerstag, nimmt halb Frankreich den Freitag gleich mit. Vier Tage Pause. Vier Tage Durchatmen. Vier Tage Leben.

    Das Land macht einfach dicht.

    Schulen leeren sich, Büros verstummen, in kleinen Städten hängen handgeschriebene Zettel an Ladentüren. „Retour lundi.“ Zurück am Montag. Fertig. Keine Rechtfertigung. Keine hektische Erklärung. Kein schlechtes Gewissen.

    Und genau darin steckt etwas zutiefst Menschliches.

    Frankreich besitzt diese fast verloren gegangene Fähigkeit, Freizeit nicht als Schwäche zu betrachten. Wer dort ein langes Wochenende genießt, gilt nicht automatisch als faul oder unambitioniert. Im Gegenteil. Die Pause gehört zum Leben wie das Baguette zum Abendessen oder der Kaffee zur Morgensonne auf dem Balkon.

    Natürlich stöhnen Unternehmer über Produktionsausfälle. Natürlich schimpfen manche über „zu viele Feiertage“. Natürlich läuft auch in Frankreich längst nicht alles romantisch ab. Aber trotzdem hält das Land an dieser kleinen kulturellen Revolte fest — gegen die totale Verfügbarkeit, gegen den permanenten Leistungsdruck, gegen das Gefühl, jede freie Minute rechtfertigen zu müssen.

    Und ehrlich gesagt: Man beneidet die Franzosen ein bisschen darum.

    Denn während hierzulande oft noch stolz erzählt wird, man habe „trotz Feiertag gearbeitet“, beherrschen die Franzosen eine andere Kunst: das bewusste Unterbrechen. Sie verstehen, dass ein Land nicht zusammenbricht, nur weil Menschen einmal abschalten.

    Vielleicht funktioniert manches gerade deshalb.

    Wer an diesen Tagen durch französische Dörfer fährt, spürt sofort diese besondere Atmosphäre. Kinder auf Fahrrädern. Volle Straßencafés. Familien, die sich tatsächlich Zeit füreinander nehmen. Keine künstlich optimierte Freizeit mit minutiösem Terminplan. Eher ein kollektives Ausatmen.

    Fast wie ein stilles Abkommen der Gesellschaft: Jetzt reicht’s mal.

    Man könnte darüber lächeln. Oder spotten. Die Deutschen tun das gern. Da fallen dann Worte wie „Arbeitsmoral“ oder „Wirtschaftsstandort“. Doch zugleich wächst dort seit Jahren die Erschöpfung. Burnout-Zahlen steigen, Innenstädte wirken gehetzt, Gespräche kreisen permanent um Effizienz, Krisen und Produktivität.

    Der Mensch als Dauerprojekt.

    Frankreich erinnert in solchen Momenten daran, dass Leben mehr bedeutet als Kalenderoptimierung.

    Und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Kraft dieses „ponts“. Die Brücke verbindet nicht nur Donnerstag und Wochenende. Sie verbindet Menschen mit etwas, das in modernen Gesellschaften leise verloren geht: Zeit. Echte Zeit. Unproduktive Zeit. Wertvolle Zeit.

    Zeit für Eltern.
    Zeit für Freunde.
    Zeit für sich selbst.

    Das klingt banal — ist heute aber fast schon radikal.

    Christi Himmelfahrt trägt religiös die Vorstellung des Aufstiegs in sich. In Frankreich bekommt dieser Feiertag jedes Jahr noch eine zweite Bedeutung: den kleinen Aufstieg aus dem Alltag. Weg vom Funktionieren. Weg vom permanenten Müssen.

    Ein paar Tage wenigstens.

    Und während in Deutschland häufig diskutiert wird, wie sich Arbeit verdichten lässt, zeigt Frankreich eine andere Perspektive. Nicht perfekt. Nicht immer wirtschaftlich vernünftig. Aber menschlich. Sehr menschlich.

    Vielleicht braucht Europa genau das gerade mehr denn je.

    Nicht noch mehr Tempo.
    Nicht noch mehr Erreichbarkeit.
    Nicht noch mehr Selbstoptimierung.

    Sondern hin und wieder eine Brücke. Einen „pont“. Einen Moment der gemeinsamen Pause.

    Denn Gesellschaften zerbrechen selten an zu viel Freizeit.
    Aber sehr oft an dauerhafter Erschöpfung.

    Ein Kommentar von C. Hatty

  • Christi Himmelfahrt in Frankreich: Ein katholisches Erbe in einem laizistischen Staat

    Christi Himmelfahrt in Frankreich: Ein katholisches Erbe in einem laizistischen Staat

    Frankreich – ein Land der Aufklärung, des Säkularismus und der Trennung von Kirche und Staat. Und doch: Christi Himmelfahrt ist ein gesetzlicher Feiertag. Wie passt das zusammen? Der Widerspruch ist nur scheinbar – ein Blick auf Geschichte und Kultur bringt Licht ins Dunkel.


    Ein himmlisches Ereignis mit irdischen Folgen

    Christi Himmelfahrt, auf Französisch „l’Ascension“, wird 40 Tage nach Ostern gefeiert. Laut der Bibel erschien Jesus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern, ehe er vor ihren Augen gen Himmel fuhr. Dieses Ereignis markiert für Christen den endgültigen Übergang Jesu in die göttliche Sphäre – und das Versprechen, dass der Heilige Geist folgen wird. Zehn Tage später ist Pfingsten.

    Ursprünglich wurde Christi Himmelfahrt gar nicht eigenständig gefeiert, sondern war Teil der österlichen Festzeit. Doch mit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 setzte sich eine eigenständige Liturgie durch. Bis heute ist dieses Hochfest im katholischen Kirchenjahr fest verankert – auch wenn es in säkularisierten Gesellschaften zunehmend in den Hintergrund tritt.


    Frankreichs paradoxe Feiertagskultur

    Obwohl Frankreich 1905 die Trennung von Kirche und Staat gesetzlich verankerte, blieb ein beachtlicher Teil der religiösen Feiertage erhalten. Wie das? Der Grund liegt in der langen katholischen Prägung Frankreichs. Jahrhunderte religiöser Praxis und kultureller Einbettung haben ihre Spuren hinterlassen – tief genug, um selbst nach der Laizisierung weiterzuwirken.

    Ostermontag, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen, Weihnachten – all das sind Feiertage mit kirchlichem Ursprung. Und Christi Himmelfahrt gehört ebenfalls in diese Reihe. Zwar bestimmt heute das Arbeitsgesetzbuch (Code du travail) die gesetzlichen Feiertage, doch inhaltlich fußen sie auf alten Traditionen.

    In manchen Regionen, etwa im Elsass und in Teilen Lothringens, sind sogar Feiertage wie der Karfreitag zusätzlich geschützt. Diese Sonderregelungen stammen aus der Zeit, als diese Gebiete unter deutscher Verwaltung standen. Ein schönes Beispiel dafür, wie Geschichte heute noch unseren Kalender diktiert.


    Zwischen Kirche, Freizeit und Brückentag

    Während in Deutschland Christi Himmelfahrt oft mit dem Vatertag zusammenfällt – samt Bollerwagen und Biergarten –, bleibt der Feiertag in Frankreich deutlich ruhiger. Religiöse Messen, stille Einkehr, vielleicht ein Ausflug aufs Land – das war’s. Doch viele Franzosen freuen sich über den freien Donnerstag aus einem ganz anderen Grund: Sie machen „le pont“, den Brückentag, und gönnen sich ein langes Wochenende.

    Ein verlängertes Wochenende im Mai – wer würde da Nein sagen? Manche nennen es ein „heiliges Wochenende“ im weltlichen Sinne. Eine Mischung aus kultureller Gewohnheit und cleverer Freizeitplanung also.


    Katholisches Erbe trotz Laizität?

    Frankreich hält seine laizistische Identität hoch – das Gesetz von 1905 hat die Trennung von Religion und Staat fest verankert. Schulen sind religionsfrei, religiöse Symbole in öffentlichen Einrichtungen sind tabu. Und dennoch: Die Wurzeln des Landes reichen tief in die katholische Tradition.

    Das zeigt sich nicht nur im Kalender, sondern auch in Architektur, Kunst und Sprache. Feiertage wie Christi Himmelfahrt sind stille Zeugen dieser Vergangenheit. Sie sind Ausdruck einer kulturellen Kontinuität, die stärker ist als jede Gesetzesnovelle. Warum auch alles über Bord werfen, was über Generationen gewachsen ist?


    Und heute?

    Zwar sinkt die Zahl praktizierender Katholiken in Frankreich kontinuierlich – besonders unter Jugendlichen. Doch das bedeutet nicht, dass religiöse Feiertage verschwinden. Sie haben eine neue Rolle bekommen: als kulturelles Erbe, als kollektive Erinnerung, als Anlass zur Erholung.

    Könnte es sein, dass gerade in einer zunehmend schnellen und säkularen Welt solche Tage wichtiger denn je sind?


    Ein Feiertag zwischen Himmel und Alltag

    Christi Himmelfahrt ist in Frankreich viel mehr als nur ein freier Donnerstag. Es ist ein Fenster in die Geschichte, ein Spiegel der Gesellschaft und ein Beispiel für die Fähigkeit eines Landes, Altes und Neues miteinander zu vereinen. Zwischen Kathedralen und Croissants, Messe und Müßiggang, Bibel und Brückentag – dieser Feiertag zeigt, dass selbst in einem laizistischen Staat der Glaube seinen Platz behalten kann. Still, aber wirksam.

    Von Andreas M. Brucker

  • Ein Hauch von Sommerurlaub am Wochenende von Christi Himmelfahrt

    Ein Hauch von Sommerurlaub am Wochenende von Christi Himmelfahrt

    Es liegt etwas in der Luft, das unweigerlich an die großen Sommerferien erinnert – besonders jetzt, während des langen Wochenendes um den 8. Mai und Christi Himmelfahrt, wenn viele Franzosen sich eine kleine Auszeit gönnen. Die Tourismusbranche versucht natürlich, diese Gelegenheit beim Schopfe zu packen.

    In Arcachon an der Gironde beispielsweise herrscht am 9. und 10. Mai fast sommerliches Wetter. Die Temperaturen klettern nahe an die 30-Grad-Marke, und die Strände sind brechend voll. Viele haben beschlossen, sich eine Auszeit zu gönnen und dabei nicht allzu sehr auf das Budget zu achten. „Wir gönnen uns etwas“, bestätigt eine Touristin. Eine Familie hat sich entschieden, diese Gelegenheit für fast eine Woche – fünf aufeinanderfolgende Tage – zu nutzen und hat dafür ein Budget von 700 Euro für Übernachtungen, Essen und Aktivitäten eingeplant.

    An der Strandpromenade herrscht reges Treiben. Die Gastronomen freuen sich über den starken Andrang. „Es ist ein sehr geschäftiges Wochenende“, erklärt ein Kellner. Andere Touristen ziehen die Ruhe des Landesinneren vor.

    Ein vernünftiges Budget?

    Eine Familie hat sich für ihren fünftägigen Aufenthalt ein Ferienhaus gemietet. Das erste Abenteuer? Ein Familienessen im Restaurant. Die gesamten Kosten für den Aufenthalt werden sich auf etwa 1.200 Euro belaufen. Für diejenigen, die dem Alltagsstress entfliehen wollen, bietet sich eine Wanderung auf die Baumwipfel an. Mehrere hundert Touristen schlängeln sich den Pfad hinauf, der zu einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama führt.

    Warum nicht einfach mal die Seele baumeln lassen und die Natur aus einer neuen Perspektive betrachten?

    Dieses lange Wochenende bietet perfekte Gelegenheiten, einfach mal abzuschalten und den Sommer vorzeitig willkommen zu heißen. Wer könnte da widerstehen?

  • Ein himmlischer Feiertag: Warum feiern wir Himmelfahrt in Frankreich?

    Ein himmlischer Feiertag: Warum feiern wir Himmelfahrt in Frankreich?

    Himmelfahrt – ein Tag, der in den Kalendern vieler Christen rot markiert ist. Aber warum ist dieser Tag in Frankreich, einem Land mit einer strikten Trennung zwischen Kirche und Staat, ein offizieller Feiertag?

    In Frankreich, wo die Trennung von Kirche und Staat ein Grundprinzip der laizistischen Republik ist, erscheint es auf den ersten Blick vielleicht ein wenig paradox, dass religiöse Feiertage wie Himmelfahrt landesweit begangen werden. Doch der Ursprung dieses Feiertags ist tief in der christlichen Tradition verwurzelt. Er zelebriert die Aufnahme Jesu Christi in den Himmel, was gemäß christlichem Glauben vierzig Tage nach Ostern geschehen ist.

    Aber wie hat sich dieser religiöse Tag seinen Platz in der Reihe der französischen Feiertage gesichert? Und – ist das wirklich eine Überraschung?

    Die Antwort liegt in der historischen Bedeutung der Kirche in Frankreich. Schon seit Jahrhunderten spielte die Kirche eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Viele der prägendsten Ereignisse und Figuren der französischen Geschichte waren eng mit ihr verknüpft.

    Obwohl die französische Revolution von 1789 viele Veränderungen mit sich brachte, darunter auch die Reduzierung des Einflusses der Kirche auf staatliche Angelegenheiten, blieben viele der traditionellen christlichen Feiertage erhalten. Sie wurden Teil der kulturellen Identität und des kollektiven Gedächtnisses.

    Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Aber warum halten wir an solchen Traditionen fest, auch wenn die Gesellschaft sich weiterentwickelt und diversifiziert? Die Antwort könnte einfacher nicht sein – es geht um die Wahrung eines kulturellen Erbes, das Generationen überdauert hat.

    Himmelfahrt ist nicht nur eine Pause vom Alltag, sondern auch eine Zeit der Reflexion und der familiären Zusammenkunft. In vielen Teilen Frankreichs gibt es Prozessionen, Messen und lokale Feste, die diesen Tag begleiten. Diese Veranstaltungen spiegeln die lokale Kultur und Traditionen wider und stärken die Gemeinschaft.

    Die Aufrechterhaltung dieses Feiertags in Frankreich zeigt, dass trotz der fortschreitenden Säkularisierung ein Bedürfnis nach Kontinuität und der Bewahrung historischer Werte besteht. Er bietet die Gelegenheit, innezuhalten und sich auf tiefere, oft vernachlässigte Aspekte des Lebens zu besinnen.

    Abschließend stellt sich die Frage: Was bedeutet Himmelfahrt heute für die Menschen in Frankreich? Jenseits der religiösen Bedeutung ist es ein Tag, der die französische Gesellschaft vereint und allen, unabhängig von ihrem Glauben, die Chance gibt, durch den gemeinsamen freien Tag Verbindung zu spüren.

    So bleibt Himmelfahrt ein wichtiger Bestandteil des französischen Kalenders, der sowohl die Geschichte des Landes als auch seine gegenwärtigen kulturellen Werte widerspiegelt. Ein Feiertag, der uns daran erinnert, dass manchmal ein Blick in die Vergangenheit nötig ist, um die Gegenwart vollends schätzen zu können.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Sonnenschein als Magnet für Urlaub an der Côte d’Azur

    Sonnenschein als Magnet für Urlaub an der Côte d’Azur

    Die Feiertage im Mai verleiten viele Franzosen zu einem Kurzurlaub, besonders an die sonnenverwöhnte Côte d’Azur. In Nizza und Juan-les-Pins laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn sonniges Wetter und hohe Besucherzahlen werden erwartet.

    Optimismus trotz Unsicherheit

    „Ich hoffe, dass das Wetter mitspielt“, sagt der Direktor des Strandrestaurants Le Ruban Bleu in Juan-les-Pins. Der Mai ist für viele gastronomische Betriebe an der Mittelmeerküste eine entscheidende Zeit. Gutes Wetter kann die Einnahmen deutlich steigern und die Saison erfolgreich einläuten.

    Vorbereitungen auf den Ansturm

    Um dem erwarteten Ansturm gerecht zu werden, hat das Restaurant sein Team um fünf Saisonarbeiter erweitert. „Das Wochenende zu Christi Himmelfahrt ist immer sehr belebt“, bestätigt auch ein Kellner des Restaurants. Die Touristen beleben nicht nur die Strände, sondern auch die Innenstädte der malerischen Küstenorte.

    Hohe Erwartungen in der Hotellerie

    Auch die Hotels der Region freuen sich über die gute Auslastung. Viele berichten von Reservierungen und Belegungsraten um die 80%. Dies unterstreicht die Attraktivität der Côte d’Azur als Urlaubsziel, insbesondere während der Brückentage im Mai.

    Die Bedeutung des Tourismus

    Für viele Gemeinden entlang der Côte d’Azur sind die Mai-Feiertage eine willkommene Gelegenheit, die lokale Wirtschaft anzukurbeln. Die Region profitiert erheblich von den Ausgaben der Urlauber, die in Restaurants, Hotels und lokalen Geschäften tätigen.

    Insgesamt ist die Côte d’Azur gut gerüstet, um auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher anzuziehen. Mit Hoffnung auf Sonnenschein und einer Mischung aus charmantem Flair und exzellentem Service stehen die Chancen gut, dass die Urlauber einmal mehr in Scharen kommen werden.

  • Himmelfahrtswochenende: Mehr als 926 km Stau am Sonntag um 16:00 Uhr auf französischen Autobahnen

    Himmelfahrtswochenende: Mehr als 926 km Stau am Sonntag um 16:00 Uhr auf französischen Autobahnen

    Die größten Schwierigkeiten wurden auf der A6, der A7, der A9, der A10, der A11, der A13 und der N165 (…) bis sehr spät in den Sonntagabend registriert.

    Bison Futé hatte gewarnt: Wer an Christi Himmelfahrt auf französischen Autobahnen unterwegs ist, muss Geduld haben. Laut der staatlichen Organisation, die den Sonntag, 21. Mai, als schwarzen Tag eingestuft hat, wurde der Höhepunkt der kumulierten Staus um 16:30 Uhr überschritten, als 926,9 km Staus in ganz Frankreich registriert wurden. Im Jahr 2022 wurde der Höhepunkt um 18 Uhr mit über 1.000 km kumulierten Staus erreicht.

    Die am späten Sonntagnachmittag am stärksten verstopften Straßen waren die A10 im Departement Vienne mit über 111 km Stau, die A7 im Departement Bouches-du-Rhône (84,6 km Stau) und die A75 im Departement Aveyron (79,5 km Stau).

    Alle Hauptverkehrsachsen des Landes waren betroffen.
    „Der Verkehr wird extrem schwierig sein“, hatte Bison Futé in seiner Prognose gewarnt. Generell führten die Rückfahrten in die großen Ballungsräume zu Staus und Verzögerungen auf allen Hauptverkehrsachsen des Landes. Die größten Schwierigkeiten wurden auf der A6, der A7, der A9, der A10, der A11, der A13 und der N165 (…) bis sehr spät am Abend registriert, ganz besonders in der Region Ile-de-France.

  • Himmelfahrtswochenende: Touristen in ganz Frankreich unterwegs

    Himmelfahrtswochenende: Touristen in ganz Frankreich unterwegs

    Es ist ein beliebtes verlängertes Wochenende bei den Franzosen, und das aus gutem Grund: Viele nutzen es, um ein paar Tage lang abseits der Alltagshektik zu entspannen. France 3 berichtet aus Annecy (Hochsavoyen) und Vézelay (Yonne).

    Friedlich über den See von Annecy (Hochsavoyen) schippern, sich Zeit lassen. Die Arbeit und die Sorgen sind weit weg, und es sind nicht ein paar dunkle Wolken, die den Touristen den Spaß verderben werden. „Jedes Mal kommen wir, weil wir den Ort lieben, die Aussicht, die Berge, den See“, sagt eine Touristin auf dem Sender France 3. Nach der Bootsfahrt werden Fotos auf der Liebesbrücke gemacht, die Starpose im Stil der Filmfestspiele von Cannes. Zur Mittagszeit muss man in den Straßen der Altstadt seine Ellenbogen einsetzen und warten, da viele Restaurants ausgebucht sind.

    Auch Vézelay ist voll besetzt
    In Vézelay im Departement Yonne kommt das Himmelfahrtswochenende voll zum Tragen. Ein bisschen anstrengend für die Waden, 700 Meter bergauf, bevor man am Fuße der Basilika der Gemeinde ankommt. Nach der Anstrengung kommt der Genuss, ein Gougère (Brandgebäck mit Käse) stärkt die Mutigen und ist zudem eine Spezialität der Gegend. Mehrere tausend Touristen werden allein während Himmelfahrtswochenendes durch die Gassen des mittelalterlichen Dorfes streifen. Jedes Jahr kommen mehr als 800.000 Menschen in die Stadt.

  • Rückreiseverkehr am Himmelfahrtswochenende: über 850 km Stau am Mittag auf den Autobahnen

    Rückreiseverkehr am Himmelfahrtswochenende: über 850 km Stau am Mittag auf den Autobahnen

    Am Ende des verlängerten Wochenendes sind viele Rückkehrer auf den Straßen unterwegs. Die Hauptschwierigkeiten betreffen vor allem die A7 in Südfrankreich.

    Der Verkehr war am Sonntagmittag auf den Hauptverkehrsachsen des Landes anlässlich der Rückreisewelle des Himmelfahrtswochenendes sehr belastet. Es gab bereits am Mittag etwas mehr als 850 km Staus und Behinderungen.

    Die Hauptschwierigkeiten konzentrierten sich gegen 12:30 Uhr vor allem auf den Süden, insbesondere auf der A7 mit stockendem Verkehr über 80 km von Mornas (Vaucluse) bis Portes-lès-Valence (Drôme).

    Die Fahrzeit zwischen Orange und dem Süden von Lyon betrug gegen 13.00 Uhr auf der „Autoroute du Soleil“ laut einem aktuellen Bulletin des Betreibers Vinci Autoroutes 3 Stunden 50 Minuten statt 1 Stunde 40 Minuten.

    Laut Vinci Autoroutes dauerte es auf der A8 von Nizza nach Orange nicht weniger als 3 Stunden 10 statt 2 Stunden 20 und auf der A9 von Narbonne aus 2 Stunden 30 Uhr statt 1 Stunde 40.

    Weitere Verzögerungen verzeichnete Vinci Autoroutes auch im Westen des Landes bis hinauf in die Hauptstadt. So betrug die Fahrzeit auf der A63 von der spanischen Grenze bis Bordeaux 2 Stunden 50 statt der üblichen 2 Stunden. Auch die Autofahrer auf der A10 mussten heute besonders viel Geduld aufbringen: 3 Stunden 30 statt  sonst 2 Stunden 10 zwischen der Bordeaux und Poitiers und 03 Stunden 50 statt sonst 2 Stunden 30 zwischen Poitiers und Saint-Arnoult-en-Yvelines, kurz vor Paris.

  • Was wird an Christi Himmelfahrt gefeiert und seit wann ist es ein Feiertag in Frankreich?

    Was wird an Christi Himmelfahrt gefeiert und seit wann ist es ein Feiertag in Frankreich?

    Es ist Christi Himmelfahrt, Donnerstag, der 26. Mai 2022. Viele Franzosen arbeiten heute nicht. Was ist der Ursprung des Himmelfahrtsdonnerstags in Frankreich? Es ist ein Datum, das viele Franzosen schon lange in ihrem Kalender angekreuzt haben. Ende Mai gibt es in Frankreich den einzigen Brückentag…

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