Schlagwort: CFDT

  • Lecornu korrigiert Regierungskurs: Keine Streichung von Feiertagen – Frankreichs neuer Premier sucht den Ausgleich

    Lecornu korrigiert Regierungskurs: Keine Streichung von Feiertagen – Frankreichs neuer Premier sucht den Ausgleich

    Der neue französische Premierminister Sébastien Lecornu hat am 13. September 2025 bekanntgegeben, dass die von seinem Vorgänger François Bayrou geplante Streichung zweier Feiertage nicht umgesetzt wird. Die Maßnahme sollte ursprünglich Teil des Haushaltsplans 2026 sein und knapp 4,2 Milliarden Euro einsparen. Mit der Abkehr von diesem Vorhaben setzt Lecornu ein erstes politisches Signal – weg von fiskalischem Zwang, hin zu sozialem Ausgleich. Symbolische Kurskorrektur Die Ankündigung erfolgte in einem Interview mit der Regionalpresse. Lecornu begründete seinen Schritt mit dem Ziel, „jene zu schonen, die arbeiten“, und betonte, dass Politik den Anspruch erfüllen müsse, dass „Arbeit sich lohnt“. Damit reagiert der Premier auf die breite Ablehnung, die die Streichung der Feiertage ausgelöst hatte. Gewerkschaften hatten vehement protestiert, während Meinungsumfragen eine klare Mehrheit der Bevölkerung gegen den Vorschlag auswiesen. Bayrous Projekt, das etwa zehn Prozent der vorgesehenen Ei…

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  • Frankreich vor einer doppelten Mobilisierung: zwischen spontaner Wut und orchestrierter Einheit

    Frankreich vor einer doppelten Mobilisierung: zwischen spontaner Wut und orchestrierter Einheit

    Frankreich steuert auf einen heißen sozialen Herbst zu. Mit zwei großen Protestterminen im September — dem heterogenen Aufruf „Bloquons tout“ am 10. und der gewerkschaftlichen Mobilisierung am 18. — verdichtet sich die soziale Spannung. Der Konflikt entzündet sich am Entwurf des Haushalts 2026, den die Regierung Bayrou jüngst skizziert hat. Während das Kabinett die Notwendigkeit strikter Haushaltsdisziplin betont, werfen die Gewerkschaften dem Text eine „brutale“ Schieflage zu Lasten der Arbeitnehmer vor. Einigkeit am 18. September Acht Dachverbände — CFDT, CGT, FO, CFE-CGC, CFTC, Unsa, Solidaires und FSU — haben am 29. August zu einem landesweiten Streik- und Protesttag am 18. September aufgerufen. Die Entscheidung fiel einstimmig nach Beratungen im Sitz der CFDT in Paris. Das erklärte Ziel: ein Signal der Geschlossenheit, bevor der Haushaltsentwurf in die parlamentarische Debatte eintritt. In ihrem gemeinsamen Kommuniqué sprechen die Gewerkschaften von einer „beispiellosen Brutalität…

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  • Volksentscheid für Steuergerechtigkeit? Die CFDT macht Druck auf Macron

    Volksentscheid für Steuergerechtigkeit? Die CFDT macht Druck auf Macron

    Inmitten wachsender gesellschaftlicher Spannungen und einer zunehmenden Entfremdung zwischen Bürgern und Staat wirft die Gewerkschaft CFDT ein heißes Eisen in den Ring: Marylise Léon, die Generalsekretärin des reformorientierten Gewerkschaftsbundes, fordert einen nationalen Volksentscheid – über nichts Geringeres als die Frage der Steuergerechtigkeit. Der Zeitpunkt? Kein Zufall. Präsident Emmanuel Macron hat für den heutigen Abend eine vielbeachtete Fernsehansprache angekündigt und dabei Referenden zu verschiedenen Themen in Aussicht gestellt. Doch der Vorschlag der CFDT zielt in eine Richtung, die der Präsident bislang elegant umschifft hat. Das letzte große Tabu: Steuergerechtigkeit Léon bringt es auf den Punkt: Die Steuerpolitik sei in Frankreich nach wie vor ein Tabuthema. „Dogmatisch“ sei der Umgang der Regierung mit dem Thema, kritisiert sie. Ein Referendum könne den nötigen Druck erzeugen, um Bewegung in ein festgefahrenes System zu bringen. Denn auch wenn viele Menschen bereit …

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  • 1. Mai 2025 in Frankreich: Zwischen Wut, Wunsch nach Frieden und zersplitterter Einigkeit

    1. Mai 2025 in Frankreich: Zwischen Wut, Wunsch nach Frieden und zersplitterter Einigkeit

    Der Tag der Arbeit – in Frankreich traditionell mehr als nur ein Ritual. Auch 2025 nutzten viele Bürgerinnen und Bürger diesen Tag, um ihrer Unzufriedenheit Luft zu machen. Von Nord bis Süd, von Ost bis West: Über 260 Kundgebungen fanden statt, laut Behörden mit bis zu 150.000 Teilnehmern. Weniger als im letzten Jahr, ja – aber alles andere als ein Zeichen der Resignation. Denn die sozialen und politischen Sorgen haben sich nicht in Luft aufgelöst. Ganz im Gegenteil.

    ArcelorMittal im Fadenkreuz: Wenn Arbeitsplätze einfach verschwinden Dunkerque war einer der Brennpunkte. Dort protestierten Hunderte gegen die geplante Streichung von 600 Stellen beim Stahlkonzern ArcelorMittal. „Nationalisation!“ – rief die Menge. Der Wunsch nach Rückverstaatlichung ist kein bloßer Reflex, sondern Ausdruck eines tiefen Misstrauens gegenüber globalisierten Industrien, die oft weit entfernt von der Lebensrealität ihrer Beschäftigten agieren. In Metz war die Situation ähnlich geladen. Auch dort: ArcelorMit…

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  • 1. Mai 2025: Tag der Arbeit – ein zerrissener Protesttag in Frankreich

    1. Mai 2025: Tag der Arbeit – ein zerrissener Protesttag in Frankreich

    Was einst als Tag der Einheit und des sozialen Kampfes galt, offenbart sich 2025 als Spiegelbild einer gespaltenen Nation. Der 1. Mai in Frankreich wird dieses Jahr von fast 260 Protestaktionen geprägt – doch statt geschlossener Reihen dominieren Zerstrittenheit, Frust und ein diffuses Gefühl von Ohnmacht. Gewerkschaftlicher Schulterschluss? Fehlanzeige Es ist ein 1. Mai ohne Einigkeit. Während die Gewerkschaften CGT, Solidaires, FSU und Jugendorganisationen gemeinsam zu Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, soziale Ungerechtigkeit und für den Frieden aufrufen, bleiben andere wie die CFDT und Unsa dem Schulterschluss fern. CFDT-Chefin Marylise Léon betonte im TV, dass der Tag der Arbeit ein Ruhetag bleiben sollte – und sprach sich klar gegen Arbeitsveranstaltungen oder politisierte Aktionen aus. Das zeigt: Die französische Gewerkschaftslandschaft ist in zentralen Fragen deutlich gespalten – bei Strategien, Zielen und beim Umgang mit der aktuellen Regierungspolitik. Viele Forderungen…

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  • Wechsel bei der Gewerkschaft CFDT: Marylise Léon tritt die Nachfolge von Laurent Berger an

    Wechsel bei der Gewerkschaft CFDT: Marylise Léon tritt die Nachfolge von Laurent Berger an

    Marylise Léon ist nach Nicole Notat, die die Gewerkschaft von 1992 bis 2002 leitete, die zweite Frau an der Spitze der CFDT. Seit 2018 die Nummer zwei von Laurent Berger, sieht Marylise Léon nun endlich ihre Stunde gekommen. Die 46-Jährige wurde am Mittwoch, dem 21. Juni, vom Nationalvorstand der größten französischen Gewerkschaft einstimmig zur Generalsekretärin der CDFT gewählt, wie sie selbst der Presse mitteilte. Sie tritt damit die Nachfolge von Laurent Berger an, der das Amt seit November 2012 innehatte. Die Amtsübergabe fand im Rahmen einer ganztägigen Veranstaltung mit Debatten und Reden im Pariser Zénith statt. „Wir können stolz auf das sein, was wir in den elf Jahren, in denen wir gemeinsam aktiv waren, aufgebaut haben“, sagte Laurent Berger in seiner Eröffnungsrede vor rund 2 700 Aktivisten. „Gemeinsam sind wir zur größten Gewerkschaftsorganisation geworden!“ (Laurent Berger, ehemaliger Generalsekretär der CDFT bei seiner Rede). Marylise Léon verkörpert Kontinuität als Nachfolgerin von Laurent Berger, der nach eigenen Angaben seit mindestens anderthalb Jahren mit ihr vereinbart hat, ihr im Juni 2023 die Führung zu übergeben, obwohl er dies erst am 19. April offiziell und öffentlich bekannt gemacht hat. Bei seiner letzten Veranstaltung als Gewerkschaftsführer am 6. Juni hatte Laurent Berger zudem erklärt, er sei „sehr glücklich (…), die Fackel an sie weiterzugeben“.
  • Rentenreform: „Es herrscht ein gefährliches Klima“ – sagt Laurent Berger (CFDT)

    Rentenreform: „Es herrscht ein gefährliches Klima“ – sagt Laurent Berger (CFDT)

    Laurent Berger, Generalsekretär der Gewerkschaft CFDT, war am Montag, dem 27. März, Gast in der Sendung „4 Vérités“ des Senders France 2. Die Demonstrationen gegen die Rentenreform werden immer öfters von radikalen Elementen überrannt, was zu Gewalt führt. Der Generalsekretär der CFDT, Laurent Berger, war am Montag, dem 27. März, zu Gast in der Sendung „4 Vérités“ des Senders France 2. „Es gibt ein Klima, das gefährlich ist, ein Grund mehr, eine Pause einzulegen, damit die Regierung versteht, dass das Renteneintrittsalter von 64 Jahren abgelehnt wird und dass man das wieder ändern muss“, so Berger. Mobilisierung: „Wir werden zumindest bis zur Entscheidung des Verfassungsrats gehen“. Was muss getan werden? „Wir brauchen eine sehr starke Bewegung der Regierung in der Rentenfrage. Sie muss sagen: ‚Die 64 Jahre werden nicht gelten, und wir diskutieren erneut über die Renten und die Arbeit'“, meint Laurent Berger. Der Generalsekretär der CFDT sagte auch: „Ich fordere die Regierung auf, sich…

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  • „Verachtung und Firlefanz“ und „Lüge“: Gewerkschaften reagieren heftig auf Macrons Interview

    „Verachtung und Firlefanz“ und „Lüge“: Gewerkschaften reagieren heftig auf Macrons Interview

    Die Gewerkschaften bestreiten die Äußerungen des Staatspräsidenten, der am Mittwoch in seinem TV-Interview meinte, sie hätten keinen „Kompromissvorschlag“ zum Text der Rentenreform vorgelegt. Emmanuel Macron stellte sich den Fragen zweier Journalisten von France 2 und TF1 am Mittwoch, dem 22. März um 13 Uhr, am Vortag eines neuen Tages der Mobilisierung der Gewerkschaften gegen die Rentenreform. Der Staatschef bedauerte, dass die Gewerkschaften keinen „Kompromissvorschlag“ zu dem Text vorgelegt hatten, und verteidigte die „demokratische Legitimität“ seiner Reform, nachdem die Abgeordneten die beiden Misstrauensanträge gegen die Regierung abgelehnt hatten. Macron versicherte außerdem, den Dialog über die Arbeitsbedingungen mit den Sozialpartnern „wieder aufnehmen“ zu wollen. Philippe Martinez (CGT): „Alles Quatsch“.Die Äußerungen von Emmanuel Macron in seinem Interview am Mittwochmittag sind „Bullshit und voller Verachtung für die Millionen von Menschen, die demonstrieren“, reagierte de…

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