Schlagwort: Cassis

  • Zwei Millionäre innerhalb von sieben Tagen: Der unglaubliche Lotto-Zufall von Cassis

    Zwei Millionäre innerhalb von sieben Tagen: Der unglaubliche Lotto-Zufall von Cassis

    Manche Geschichten klingen so unwahrscheinlich, dass selbst eingefleischte Optimisten kurz die Stirn runzeln. Genau so eine Geschichte spielt sich derzeit im kleinen Hafenort Cassis an der französischen Mittelmeerküste ab. Dort, wo sonst Segelboote schaukeln, Touristen Pastis trinken und die Calanques wie gemalt in der Sonne liegen, dreht sich plötzlich alles um Millionen. Genauer gesagt: um fast 49 Millionen Euro. Im Zentrum des Geschehens steht ein unscheinbarer Tabakladen mit dem typisch südfranzösischen Namen „La Civette du Port“. Ein Laden wie viele andere eigentlich — Zigaretten, Zeitschriften, Lottoscheine, ein kurzer Plausch am Tresen. Doch innerhalb von nur einer Woche entwickelte sich genau dieser Ort zu einer Art Pilgerstätte für Glückssucher. Am 21. April wurde dort zunächst ein Euromillions-Ticket validiert, das einem französischen Gewinner einen Anteil von mehr als 48 Millionen Euro bescherte. Schon das allein genügt normalerweise für Schlagzeilen in ganz Frankreich. Der …

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  • Zwischen Zugang und Verzicht: Wie die Calanques bei Marseille ihre Schönheit verteidigen

    Zwischen Zugang und Verzicht: Wie die Calanques bei Marseille ihre Schönheit verteidigen

    Nur wenige Kilometer vom geschäftigen Treiben der südfranzösischen Metropole entfernt beginnt eine andere Welt. Schroffe Kalksteinfelsen, türkisfarbenes Wasser, dazwischen schmale Pfade – die Calanques südlich von Marseille wirken wie ein Versprechen auf unberührte Natur. Und doch steht genau dieses Versprechen unter Druck.

    Zwei Orte zeigen exemplarisch, wie ernst die Lage ist – und wie unterschiedlich die Antworten ausfallen.

    Die Calanque de Sugiton etwa, lange ein Opfer ihres eigenen Erfolgs, hat sich gewissermaßen neu erfunden. Wo früher in der Hochsaison Tausende gleichzeitig hinströmten, regelt heute ein Reservierungssystem den Zugang. Kostenlos, aber verpflichtend. Wer keinen Platz ergattert, bleibt draußen. Klingt streng? Ist es auch. Aber die Alternative wäre ein langsames Kaputttrampeln dieses empfindlichen Ökosystems gewesen.

    Hinzu kommt: Autos bleiben draußen. Die Zufahrtsstraße ist im Sommer gesperrt, Besucher müssen vom Campus Luminy aus zu Fuß weiter. Das verändert etwas. Plötzlich ist der Weg Teil des Ziels, nicht bloß lästige Pflicht. Und ganz ehrlich – ein bisschen Schwitzen gehört halt dazu.

    Die Wirkung zeigt sich leise, aber deutlich. Vegetation kehrt zurück, Wege erholen sich, die Geräuschkulisse wird sanfter. Sugiton steht damit für einen Paradigmenwechsel: Natur als Raum, der nicht jederzeit und für alle unbegrenzt verfügbar ist, sondern bewusst betreten werden will.

    Ganz anders die Calanque d’En-Vau. Kein Ticketsystem, keine Schranke – zumindest nicht im klassischen Sinne. Stattdessen wirkt hier die Landschaft selbst als Türsteher. Der Weg ist lang, steil und stellenweise anspruchsvoll. Wer hier ankommt, hat sich die Aussicht verdient.

    Das klingt romantisch, hat aber eine harte Realität. Denn soziale Medien haben En-Vau längst zur Ikone gemacht. Das berühmte „Postkartenmotiv“ zieht auch jene an, die die Strecke unterschätzen. Immer wieder müssen Rettungskräfte ausrücken – ein Zeichen dafür, dass natürliche Hürden allein nicht mehr reichen.

    Auch hier bleibt das Auto außen vor. Parkplätze sind rar, Zufahrten eingeschränkt, im Sommer gelten zusätzliche Sperren wegen Brandgefahr. Es ist ein stilles, aber konsequentes Signal: Diese Landschaft duldet keine Massenabfertigung.

    Beide Calanques sind Teil des Parc national des Calanques, der längst zu einem Experimentierfeld geworden ist. Nach den Pandemie-Jahren, in denen der Drang nach Natur regelrecht explodierte, reagieren die Verantwortlichen mit einer klaren Strategie: weniger ungezügelter Zugang, mehr Steuerung.

    Das sorgt für Diskussionen. Manche sprechen von einer neuen Exklusivität, andere sehen darin schlichte Notwendigkeit. Denn die Mittelmeerküste steht unter Druck – durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Tourismus.

    Am Ende läuft alles auf eine unbequeme Wahrheit hinaus: Wer Natur bewahren will, muss Grenzen setzen. Das bedeutet Planung, Verzicht, manchmal auch Enttäuschung.

    Und doch entsteht gerade daraus ein neuer Wert. Wer Sugiton oder En-Vau erreicht, erlebt keinen Freizeitpark, sondern echte Landschaft. Still, widerständig, fast ein wenig trotzig.

    Vielleicht liegt genau darin ihre Zukunft.

    Autor: Andreas M. B.

  • Von St. Tropez bis Marseille: Eine Reise entlang der glitzernden Côte d’Azur

    Von St. Tropez bis Marseille: Eine Reise entlang der glitzernden Côte d’Azur

    Frankreichs Côte d’Azur – der Inbegriff von Luxus, Glamour und mediterranem Lebensgefühl. Die rund 140 Kilometer lange Strecke zwischen St. Tropez und Marseille lädt zu einer unvergesslichen Entdeckungsreise entlang der malerischen Küste ein. Diese Route bietet nicht nur strahlend blaues Meer und goldene Strände, sondern auch charmante Dörfer, historische Städte und eine Küche, die selbst […]

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