Schlagwort: Cannes

  • Le Suquet: Wo Cannes sein wahres Gesicht zeigt

    Le Suquet: Wo Cannes sein wahres Gesicht zeigt

    Während sich auf der Croisette im Mai alles um rote Teppiche, Blitzlichtgewitter und Filmstars dreht, gibt es einen Ort in Cannes, der sich dem Glamour entzieht – und stattdessen mit Geschichte, Charme und echtem Leben punktet: Le Suquet. Dieses Viertel, das sich auf dem Mont-Chevalier erhebt, ist das ursprüngliche Herz der Stadt – und ein […]

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  • Warum der Rote Teppich in Cannes rot ist – und viel mehr ist als nur Stoff

    Warum der Rote Teppich in Cannes rot ist – und viel mehr ist als nur Stoff

    Wer an den Glamour des Filmfestivals von Cannes denkt, sieht sofort eins: Stars in Designerroben auf dem berühmten roten Teppich. Doch hinter diesem ikonischen Bild steckt weit mehr als ein bisschen Farbe auf Stoff. Der rote Teppich in Cannes ist ein jahrtausendealtes Symbol – durchdacht, codiert un…

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  • Cannes 2025: Ein Jahrhundert im Spiegel der Frauen – „In die Sonne schauen“ sorgt für Aufsehen

    Cannes 2025: Ein Jahrhundert im Spiegel der Frauen – „In die Sonne schauen“ sorgt für Aufsehen

    Wenn ein deutscher Film die Ehre bekommt, den Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes zu eröffnen, ist das allein schon eine kleine Sensation. Doch In die Sonne schauen von Mascha Schilinski ist weit mehr als ein Glücksfall für das deutsche Kino – es ist ein cineastisches Mosaik aus weiblichen Lebe…

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  • Cannes 2025: Schluss mit nackter Haut – Glamour oder Gängelung?

    Cannes 2025: Schluss mit nackter Haut – Glamour oder Gängelung?

    Der rote Teppich von Cannes – Sinnbild für Eleganz, Extravaganz und nicht selten eine Prise Skandal. Doch in diesem Jahr sorgt nicht ein Kleid für Schlagzeilen, sondern das, was künftig nicht mehr zu sehen sein darf: nackte Haut und voluminöse Roben. Die Festivalleitung zieht die Reißleine und führt strenge Dresscode-Regeln ein. Der Grund? „Anstand“ und „Protokoll-Fluidität“. Klingt bürokratisch, hat aber Zündstoff.

    Aufreizende Outfits – ein Markenzeichen von Cannes

    Seit Jahrzehnten ist Cannes ein Laufsteg für gewagte Looks. Wer erinnert sich nicht an Bella Hadids fast vollständig transparentes Kleid oder die tiefen Schlitze à la Angelina Jolie? Provokation war hier nie ein Unfall, sondern Kalkül – ein Statement, das genauso zum Festival gehört wie goldene Palmen und Blitzlichtgewitter.

    Doch damit soll jetzt Schluss sein. Was früher gefeiert wurde, ist heute Anlass für neue Verbote. Wie kam es so weit?

    Modefreiheit trifft auf Gesetz und Etikette

    Der neue Dresscode verbietet explizit „Nacktheit“ und übergroße Kleider. Angeblich stören sie den Ablauf auf dem roten Teppich und verstoßen gegen französisches Recht zur öffentlichen Zurschaustellung von Nacktheit. Man will den Glamour zähmen – ohne das Spektakel gleich zu ersticken.

    Anlass für diese Neuregelung war unter anderem eine Aktivistin, die 2022 oben ohne protestierte – ein Moment, der in die Schlagzeilen geriet und die Festivalleitung in Zugzwang brachte. Aber ist ein Verbot wirklich die Lösung?

    Kreative im Zwiespalt

    Der Aufschrei in der Modewelt ließ nicht lange auf sich warten. Designer fühlen sich in ihrer kreativen Freiheit beschnitten, Stars vermissen das Spiel mit Grenzen. Die einen sehen ihre Ausdrucksmittel eingeschränkt, die anderen begrüßen mehr Kontrolle über den Auftritt.

    Die Schauspielerin und Chefin der diesjährigen Jury, Juliette Binoche, etwa befürwortet die Änderungen, weil damit gleichzeitig auch veraltete Vorschriften – wie das Stöckelschuhgebot für Frauen – aufgehoben wurden. Sie sieht einen Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung, weniger Zwang und mehr Fokus auf das Wesentliche.

    Mode oder Moral?

    Hier prallen Welten aufeinander: Auf der einen Seite die Kunst der Mode – bunt, frei, rebellisch. Auf der anderen Seite ein Festival, das um seine Würde ringt. Was ist wichtiger – der respektvolle Rahmen oder die künstlerische Freiheit?

    Zwischen Zensur und Stilfrage

    Die Diskussion hat eine größere Dimension. Es geht nicht nur um Kleider. Es geht um Freiheit, Gleichstellung, die Rolle von Frauen im öffentlichen Raum. Die neue Regelung ist da wie ein Korsett – sie engt ein, wo früher Raum war zum Atmen, Tanzen, Strahlen.

    Aber vielleicht – nur vielleicht – ist genau das die Chance, Mode neu zu denken. Weniger Haut, dafür mehr Haltung? Weniger Spektakel, mehr Substanz?

    Das Festival zwischen der Tradition eines Filmfests und dem Bedürfnis, sich den gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich Cannes damit neu erfindet oder einen Teil seines Zaubers verliert.

    Denn am Ende bleibt eine Frage offen: Was bleibt von einem Festival, das sich selbst den Glanz nimmt?

    Von C. Hatty

  • Kommentar: Goldener Glanz und große Gefühle – Cannes lebt wieder

    Kommentar: Goldener Glanz und große Gefühle – Cannes lebt wieder

    Kaum ist der rote Teppich ausgerollt, spürt man es förmlich: das Prickeln, das Funkeln, diese Magie, die nur Cannes verströmt. Jahr für Jahr – und doch jedes Mal ein bisschen anders. Jetzt sind sie wieder da, die Stars und Sternchen. Und mit ihnen kehrt ein ganz eigenes Lebensgefühl zurück. Nicht nur für die Filmschaffenden. Für uns alle.

    Denn Cannes ist mehr als nur ein Filmfestival.

    Es ist ein kollektiver Rausch der Sinne. Ein Traum in Echtzeit. Hier weht der Wind des Glamours über der Côte d’Azur – und trägt unsere Sehnsüchte gleich mit in die große weite Welt hinaus. Wenn Schauspielgrößen aus Hollywood, Regiewunderkinder aus Südkorea oder französische Filmlegenden die Stufen des Palais erklimmen, dann wird die Leinwand zur Bühne der Menschlichkeit. Und des Wahnsinns, der dazugehört.

    Ich gebe es zu: Ich liebe Cannes.

    Nicht, weil ich Fan von Glitzer bin. Oder weil ich auf dekadente Partys abfahre – im Gegenteil. Sondern weil Cannes jedes Jahr aufs Neue daran erinnert, was Kino sein kann. Und was es mit uns macht. Es rührt uns zu Tränen, es bringt uns zum Lachen, es lässt uns träumen, lieben, zweifeln. Manchmal sogar alles auf einmal.

    Zwischen Weltpremieren und Standing Ovations wird in Cannes etwas freigelegt, das im Alltag oft untergeht: unsere Fähigkeit zu staunen.

    Wie oft lassen wir uns im Alltag noch überraschen? Wann haben wir zuletzt wirklich mitgefühlt, ohne Ironie, ohne Distanz?

    Natürlich, es ist auch ein Spiel. Die High Heels klackern extra laut, die Sonnenbrillen sind übergroß, und das Lächeln sitzt wie festgetackert. Aber wer genau hinschaut, erkennt darunter die kleinen Regungen, die echten Momente. Nervosität. Stolz. Hoffnung.

    Die Kamera liebt alles davon.

    Und wir? Wir lieben, dass es sie gibt – diese kleinen Fluchten aus dem Gewöhnlichen. Cannes ist der Ort, an dem aus Ideen Geschichten werden, aus Träumen Filme, und aus Momenten Erinnerungen. Das klingt kitschig, ich weiß. Aber es ist wahr.

    Zwischen all dem Glanz steht Cannes auch für eine Bühne des Widerspruchs.

    Kunst trifft Kommerz. Statements prallen auf Schönfärberei. Und genau das macht es spannend. Hier darf – und soll – gerungen werden. Um Wahrhaftigkeit. Um Haltung. Um Sichtbarkeit. Cannes ist kein neutraler Raum, nie gewesen. Sondern ein Ort, an dem sich Kultur, Politik und Zeitgeist küssen – oder aneinander abarbeiten.

    Es sind auch unbequeme Filme dabei. Werke, die weh tun, verstören, aufrütteln. Filme, die nicht jeder versteht – oder verstehen will. Aber auch die brauchen ihren Platz. Gerade hier. Gerade jetzt.

    Und dann sind da natürlich die Träume.

    Die, die mit Herzklopfen anreisen. Die jungen Regisseur:innen, die unbekannten Schauspieler, die Drehbuchautoren, deren Werk erstmals das Licht der Leinwand erblickt. Für sie ist Cannes kein Laufsteg – es ist ein Sprungbrett. In eine Zukunft, von der sie schon als Kind geträumt haben.

    Diese Energie – man kann sie beinahe greifen.

    Ich erinnere mich an mein erstes Mal in Cannes. Es war heiß, die Luft schwer vom Parfum der Stars und der Aufregung der Massen. Ich stand in der Menge, ohne Einladung, ohne Aussicht auf einen Sitzplatz. Aber als das Licht im Saal ausging und der erste Film begann, war alles vergessen. Nur noch Bilder, Musik, Gefühl.

    Das war Magie. Und sie bleibt.

    Also ja – jetzt sind sie wieder da. Die Stars. Die Sternchen. Die Geschichten, die wir brauchen wie das Salz in der Suppe.

    Cannes zeigt uns, was wir längst wussten und doch immer wieder vergessen: Das Kino ist lebendig. Und es gehört uns allen.

    Ein Kommentar von C. Hatty

  • Cannes: Glanz, Glamour – und jede Menge Skandale

    Cannes: Glanz, Glamour – und jede Menge Skandale

    Der rote Teppich des Filmfestivals von Cannes ist seit heute wieder ausgerollt und ist ein Laufsteg der Extraklasse. Stars aus aller Welt präsentieren sich, Kameras blitzen, Champagner fließt – und hin und wieder fliegen die Fetzen. Denn so sehr Cannes als Synonym für künstlerische Exzellenz gilt, so sehr steht es auch für Eklats, Proteste und große Aufreger. Eine Reise durch die aufsehenerregendsten Skandale der Festivalgeschichte zeigt: Die Croisette ist nicht nur Kulisse für Filme, sondern auch Bühne für gesellschaftliche Spannungen.


    1954: Nacktheit, die alles überschattet

    Als die Schauspielerin Simone Silva während eines Fototermins ihre Oberweite entblößt und sich neben Hollywood-Star Robert Mitchum räkelt, bricht ein medialer Sturm los. Das war zu einer Zeit, als Prüderie noch gesellschaftlicher Standard war – vor allem in den USA. Silva wird kurzerhand des Festivals verwiesen. Ihre Karriere endet damit jäh. Drei Jahre später stirbt sie jung, mit nur 29 Jahren.


    1968: Wenn der Protest Regie führt

    Mai ’68. Frankreich bebt unter dem Druck von Studenten- und Arbeiterprotesten. Auch in Cannes entlädt sich der Unmut. Truffaut, Godard und andere Filmgrößen stoppen eigenhändig Vorführungen – aus Solidarität mit den Protestbewegungen. Der Festivalbetrieb wird eingestellt. Für viele ein Symbol: Kunst als Widerstand.


    1983: Wenn Fotografen leer ausgehen

    Isabelle Adjani, französische Schauspielikone, verweigert sich den Paparazzi. Kein Lächeln, kein Posing. Das lässt sich die Fotografenmeute nicht gefallen: Sie legt demonstrativ ihre Kameras nieder, dreht Adjani den Rücken zu. Der „Adjani-Boykott“ geht in die Geschichte ein – ein stilles, aber deutliches Statement.


    1987: Buh-Rufe und ein erhobener Mittelfinger

    Maurice Pialats „Sous le soleil de Satan“ gewinnt die Goldene Palme – gegen die Erwartungen vieler. Das Publikum buht. Der Regisseur bleibt ungerührt, ballt die Faust und sagt ins Mikro: „Wenn ihr mich nicht mögt – ich euch auch nicht.“ Ein Moment voller Trotz, ein Denkmal für ungeschönte Ehrlichkeit.


    2003: Der Skandal heißt Gallo

    „The Brown Bunny“ von Vincent Gallo polarisiert. Eine explizite Sexszene löst einen regelrechten Aufruhr aus. Roger Ebert nennt den Film „das Schlechteste, das Cannes je gesehen hat“. Gallo kontert mit wüsten Beleidigungen. Was bleibt? Eine mediale Schlammschlacht und ein veritabler Tiefpunkt cineastischer Diplomatie.


    2011: Lars von Trier und der Tabubruch

    Manchmal sagt ein Satz mehr als ein ganzes Drehbuch. Als von Trier auf einer Pressekonferenz äußert, er „verstehe Hitler“, stockt selbst den abgebrühtesten Festivalgästen der Atem. Die Leitung reagiert sofort: Persona non grata – ein Bann ohne Wenn und Aber.


    2015: High Heels oder nichts?

    Beim sogenannten „Heelgate“ werden Frauen vom roten Teppich verbannt – weil sie flache Schuhe tragen. Eine absurde Vorschrift, die schnell zur internationalen Debatte wird. Julia Roberts reagiert charmant trotzig: barfuß auf die Treppe. Eine stille Revolte mit lauter Wirkung.


    2018: #MeToo trifft Cannes

    Asia Argento nutzt die Bühne der Abschlusszeremonie für eine schockierende Enthüllung: Sie wurde 1997 von Harvey Weinstein während des Festivals vergewaltigt. In diesem Moment bekommt das Festival ein neues Gesicht – eines, das nicht nur glamourös, sondern auch tiefgründig ist. Der Applaus ist zögerlich, dann tosend.


    2025: Regelwut auf dem roten Teppich

    Ganz aktuell: Die Festivalleitung verbannt zu freizügige Outfits vom roten Teppich. Begründung? „Sicherheit und Anstand“. Was das konkret bedeutet, bleibt vage. Fakt ist: Mancher sieht in der Regel ein Comeback der prüden Zensur – andere feiern das Ende der „Naked Dresses“. Wo beginnt Kunstfreiheit, wo endet sie?


    Cannes ist eben mehr als ein Festival – es ist ein Spiegel. Für Eitelkeiten, Emotionen, Eskalationen. Manchmal tobt dort ein Sturm im Champagnerglas, manchmal ein echter Kulturkampf. Und seien wir ehrlich: Wäre Cannes ohne all die Skandale nicht einfach nur… langweilig?

    Von C. Hatty

  • Gaza am Rand des Roten Teppichs: Der Schatten des Krieges über Cannes

    Gaza am Rand des Roten Teppichs: Der Schatten des Krieges über Cannes

    Die Sonne, das Meer, der Glamour – Cannes ist wie jedes Jahr bereit für Blitzlichtgewitter, Premieren und große Gefühle. Doch 2025 zieht sich ein tiefer Schatten über die Croisette. Der Nahostkonflikt, insbesondere das Drama um Gaza, rückt diesmal unübersehbar ins Zentrum des renommierten Filmfestiv…

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  • Festival de Cannes 2025: Juliette Binoche führt einen hochkarätigen Jury-Reigen an

    Festival de Cannes 2025: Juliette Binoche führt einen hochkarätigen Jury-Reigen an

    Der Rote Teppich von Cannes wird auch in diesem Jahr wieder zum Laufsteg der Weltkunst – und diesmal steht eine ganz besondere Frau an der Spitze: Juliette Binoche, französische Schauspiel-Ikone und Oscar-Preisträgerin, übernimmt den Vorsitz der Jury der 78. Festivalausgabe. An ihrer Seite? Acht Per…

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  • Belgischer Serien-Hype in Cannes: Ein Triumph für kreative Köpfe

    Belgischer Serien-Hype in Cannes: Ein Triumph für kreative Köpfe

    Vom 24. bis 29. April 2025 wird die Croisette in Cannes wieder zum Hotspot für Serienfans aus aller Welt. Die achte Ausgabe des internationalen Serienfestivals Canneséries ist in vollem Gange – und Belgien sorgt diesmal für ordentlich Aufsehen! Mit einer beeindruckenden Auswahl an Produktionen misch…

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  • Festival de Cannes 2025: Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant im Rampenlicht

    Festival de Cannes 2025: Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant im Rampenlicht

    Der Countdown läuft: Vom 13. bis 24. Mai 2025 verwandelt sich Cannes wieder in das Epizentrum der Filmwelt. Doch schon jetzt sorgt das renommierte Festival für Gänsehaut – mit seinen frisch enthüllten offiziellen Plakaten. Im Mittelpunkt stehen diesmal zwei unvergessene Größen des französischen Kino…

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