Schlagwort: canicule

  • Hitzewelle: Frankreich mobilisiert Briefträger zum Schutz gefährdeter Menschen

    Hitzewelle: Frankreich mobilisiert Briefträger zum Schutz gefährdeter Menschen

    Angesichts einer außergewöhnlichen und anhaltenden Hitzewelle hat Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu die französische Post zu einer „außergewöhnlichen Mobilisierung“ ihrer Briefträger aufgerufen. Ziel der Maßnahme ist es, den Schutz besonders gefährdeter Menschen zu verstärken – insbesondere älterer und alleinlebender Personen, die zu Hause wohnen. Die Initiative ist Teil einer umfassenden Ausweitung des nationalen Hitzeschutzplans. Konkret sollen Briefträger während ihrer täglichen Zustelltouren verstärkt auf schutzbedürftige Menschen achten. Sie werden gebeten, ältere oder isolierte Personen anzusprechen, sie zur Eintragung in die kommunalen Register für gefährdete Einwohner zu ermutigen und an wichtige Verhaltensregeln bei großer Hitze zu erinnern. Dazu gehören ausreichendes Trinken, das Meiden der Mittagshitze sowie das regelmäßige Lüften und Kühlen der Wohnräume. Sollten die Zusteller besorgniserregende Situationen feststellen, sollen sie diese an die zuständigen Behörd…

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  • Hitzewelle stoppt We Run Paris: PSG sagt Laufevent kurzfristig ab

    Hitzewelle stoppt We Run Paris: PSG sagt Laufevent kurzfristig ab

    Die zweite Auflage des Laufevents „We Run Paris“ findet nicht statt. Der Paris Saint-Germain hat die für den 27. und 28. Juni geplante Veranstaltung aufgrund der anhaltenden Hitzewelle in der Île-de-France offiziell abgesagt. Ausschlaggebend seien die außergewöhnlichen Wetterbedingungen sowie die starke Belastung der Rettungsdienste in der Region gewesen.

    Nach Angaben des Veranstalters stand die Sicherheit aller Beteiligten während der gesamten Planung an erster Stelle. Zwar prüften die Organisatoren verschiedene Möglichkeiten, das Event trotz der hohen Temperaturen auszurichten. Zusätzliche Trinkwasserstellen, Kühlstationen mit Wassernebel sowie verstärkte medizinische Betreuung sollten die Auswirkungen der Hitze abmildern. Am Ende überwogen jedoch die Risiken. Unter den gegebenen Bedingungen ließ sich ein sicherer Ablauf für die mehr als 15.000 erwarteten Läuferinnen und Läufer, zahlreiche Helfer sowie die Zuschauer nicht verantworten.

    Geplant war ein sportliches Wochenende rund um den Parc des Princes. Am Samstag sollten zunächst die Kinderläufe stattfinden, ehe am Sonntag der Hauptlauf über zehn Kilometer auf dem Programm stand. Die Veranstaltung zählt zu den jüngeren Laufevents der französischen Hauptstadt und erfreute sich bereits bei ihrer zweiten Austragung großer Beliebtheit.

    Für die angemeldeten Teilnehmer gibt es immerhin eine gute Nachricht. Sämtliche Startgelder für die Startnummern werden automatisch und vollständig erstattet. Eine gesonderte Anfrage oder ein Antrag auf Rückzahlung ist nicht erforderlich. Damit möchte der Veranstalter den Betroffenen den organisatorischen Aufwand ersparen.

    Die Absage reiht sich in eine Serie von Entscheidungen ein, mit denen Sportveranstalter auf die extremen Temperaturen reagieren. Seit Tagen sorgt die Hitzewelle in weiten Teilen Frankreichs für erhebliche Einschränkungen. Behörden und Organisatoren prüfen Veranstaltungen besonders sorgfältig, sobald die Temperaturen gesundheitsgefährdende Werte erreichen. Vor allem Ausdauersportarten gelten unter solchen Bedingungen als besonders risikoreich, da Überhitzung und Kreislaufprobleme innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden können.

    Die Entscheidung des PSG dürfte zwar viele Laufbegeisterte enttäuschen, zugleich zeigt sie jedoch, welchen Stellenwert der Schutz der Teilnehmer inzwischen besitzt. Während sportliche Großveranstaltungen früher oft trotz schwieriger Bedingungen stattfanden, rückt angesichts häufiger auftretender Extremwetterlagen die Gesundheit immer stärker in den Mittelpunkt. Die Absage von „We Run Paris 2026“ gilt deshalb vielen als konsequenter Schritt – auch wenn sich zahlreiche Läufer monatelang auf das Wochenende vorbereitet hatten.

    Autor: C.H.

  • Paris verschiebt Pride-Parade wegen extremer Hitzewelle

    Paris verschiebt Pride-Parade wegen extremer Hitzewelle

    Die für Samstag geplante Pride-Parade in Paris ist kurzfristig verschoben worden. Grund dafür ist die außergewöhnliche Hitzewelle, die Frankreich seit Tagen fest im Griff hält. Die Organisatoren gaben die Entscheidung am Freitag bekannt, nachdem die Pariser Polizeipräfektur eine Verschiebung empfohlen hatte. Angesichts der extremen Temperaturen und der angespannten Lage im Gesundheitswesen galt eine Durchführung der Großveranstaltung als zu riskant.

    Nach Angaben der Behörden herrscht seit dem 21. Juni eine außergewöhnliche Hitzewelle, die Rettungsdienste und Krankenhäuser bereits stark belastet. Unter diesen Bedingungen hätte eine Veranstaltung mit mehreren Hunderttausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich gebracht. Vor allem längere Aufenthalte in der prallen Sonne und große Menschenansammlungen hätten zu zahlreichen Notfällen führen können.

    Die Polizeipräfektur hatte den Organisatoren großer Veranstaltungen in Paris zuvor deutlich gemacht, dass eine freiwillige Absage oder Verschiebung erwartet werde. Andernfalls hätten die Behörden die Veranstaltungen per Verfügung untersagt. Ziel der Maßnahme sei es, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und die ohnehin stark beanspruchten Rettungskräfte nicht zusätzlich zu belasten.

    Von den Einschränkungen ist nicht nur die Pride-Parade betroffen. Auch das bekannte Musikfestival Solidays, das Leichtathletik-Meeting im Stade Charléty sowie mehrere weitere Sport- und Kulturveranstaltungen mussten ihre Programme anpassen oder verschieben. Für viele Besucher ist das zwar enttäuschend, doch angesichts der Wetterlage überwiegt das Verständnis. Gesundheit geht eben vor – so simpel ist das manchmal.

    Frankreich erlebt derzeit eine der schwersten Hitzeperioden der vergangenen Jahre. Noch immer gelten in 61 Départements die höchste Hitzewarnstufe und umfangreiche Schutzmaßnahmen. Besonders ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Die Behörden rufen deshalb dazu auf, körperliche Anstrengungen möglichst zu vermeiden, ausreichend Wasser zu trinken und sich während der heißesten Stunden des Tages in kühlen Räumen aufzuhalten.

    Immerhin zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Ab dem Wochenende sollen die Temperaturen zunächst im Westen Frankreichs langsam zurückgehen, bevor sich die Abkühlung schrittweise auf weitere Landesteile ausbreitet. Wann die Pariser Pride-Parade nachgeholt wird, steht bislang allerdings noch nicht fest. Die Organisatoren wollen einen neuen Termin bekannt geben, sobald die Wetterlage und die Sicherheitsbedingungen eine Durchführung wieder zulassen.

    Von C. Hatty

  • Alkoholverbot in Paris: Hauptstadt reagiert wegen Hitzewelle und überlasteter Krankenhäuser mit drastischen Maßnahmen

    Alkoholverbot in Paris: Hauptstadt reagiert wegen Hitzewelle und überlasteter Krankenhäuser mit drastischen Maßnahmen

    Paris erlebt derzeit eine der intensivsten Hitzewellen der vergangenen Jahre – und die Behörden greifen zu ungewöhnlichen Mitteln. Ab Freitagmittag gilt in der französischen Hauptstadt ein zeitlich begrenztes Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Gleichzeitig dürfen Geschäfte während der Abend- und Nachtstunden keinen Alkohol mehr zum Mitnehmen verkaufen. Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass die ohnehin stark belasteten Rettungsdienste und Krankenhäuser durch zusätzliche Notfälle weiter unter Druck geraten.

    Nach Angaben der Pariser Präfektur arbeiten die Kliniken der Hauptstadtregion bereits an der Belastungsgrenze. Die Zahl der Einweisungen steigt kontinuierlich, während Feuerwehr und Rettungsdienste deutlich mehr Einsätze als gewöhnlich bewältigen müssen. Allein am Donnerstag rückte die Feuerwehr zu mehr als 2.500 Einsätzen aus – etwa doppelt so häufig wie an einem durchschnittlichen Tag. Vor diesem Hintergrund sehen die Behörden dringenden Handlungsbedarf.

    Das Alkoholverbot gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils von 12 Uhr mittags bis 7 Uhr am folgenden Morgen. In dieser Zeit ist der Konsum alkoholischer Getränke auf Straßen, öffentlichen Plätzen und in Parks untersagt. Parallel dazu dürfen Supermärkte, Kioske und andere Geschäfte keinen Alkohol zum Mitnehmen verkaufen. Ausgenommen bleiben Restaurants, Cafés und Bars mit genehmigten Außenbereichen. Dort dürfen Gäste weiterhin alkoholische Getränke bestellen und konsumieren.

    Die Entscheidung mag auf den ersten Blick streng erscheinen, folgt jedoch einer medizinischen Logik. Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und erschwert die natürliche Regulierung der Körpertemperatur. Gerade bei Temperaturen um oder sogar über 40 Grad steigt dadurch das Risiko für Kreislaufprobleme, Hitzschläge und andere lebensbedrohliche Komplikationen erheblich. Hinzu kommt, dass alkoholbedingte Unfälle oder Auseinandersetzungen zusätzliche Rettungseinsätze nach sich ziehen können – Einsätze, die in der aktuellen Lage möglichst vermieden werden sollen.

    Die Hitzewelle trifft nicht nur Paris. In weiten Teilen Frankreichs gelten die höchsten Warnstufen. Millionen Menschen sind von extremen Temperaturen betroffen. Zahlreiche Schulen haben ihren Betrieb eingeschränkt oder geschlossen, Kommunen richten zusätzliche Trinkwasserstellen ein und klimatisierte Räume stehen besonders gefährdeten Menschen als Rückzugsorte zur Verfügung. Auch die Öffnungszeiten vieler Parks wurden verlängert, damit Bewohner bis in die Abendstunden schattige Aufenthaltsorte nutzen können.

    Gesundheitsexperten raten dringend dazu, ausreichend Wasser zu trinken, körperliche Anstrengungen während der heißesten Stunden des Tages zu vermeiden und besonders ältere Menschen sowie chronisch Kranke im Blick zu behalten. Bereits wenige Stunden extremer Hitze können den Organismus stark belasten – vor allem dann, wenn Flüssigkeitsmangel hinzukommt.

    Mit dem vorübergehenden Alkoholverbot setzt Paris ein deutliches Signal. Die Maßnahme soll nicht das gesellschaftliche Leben einschränken, sondern in einer außergewöhnlichen Wetterlage Menschen schützen und das Gesundheitssystem entlasten. Ob andere französische Städte diesem Beispiel folgen, hängt von der weiteren Entwicklung der Hitzewelle ab. Klar ist schon jetzt: Die extremen Temperaturen zwingen viele Kommunen dazu, neue Wege im Bevölkerungsschutz zu gehen.

    Autor: Andreas M. B.

  • Tausende Hühner verenden während Hitzewelle – Extremtemperaturen treffen Geflügelhaltung mit voller Wucht

    Tausende Hühner verenden während Hitzewelle – Extremtemperaturen treffen Geflügelhaltung mit voller Wucht

    Die außergewöhnliche Hitzewelle in Frankreich fordert nicht nur bei Menschen ihren Tribut, sondern verursacht auch erhebliche Schäden in der Landwirtschaft. Besonders dramatisch fiel die Bilanz in einem Geflügelbetrieb in Saint-Hilaire-Cottes im Département Pas-de-Calais aus. Dort starben rund 8.500 Masthühner infolge der extremen Temperaturen. Die Tiere wurden am Mittwoch tot in den Stallungen entdeckt. Nach Angaben der zuständigen Behörden steht das Massensterben in direktem Zusammenhang mit der anhaltenden Hitzewelle.

    Geflügel zählt zu den Tierarten, die auf hohe Temperaturen besonders empfindlich reagieren. Anders als viele Säugetiere besitzen Hühner keine Schweißdrüsen und können überschüssige Körperwärme nur eingeschränkt abgeben. Steigt die Außentemperatur über längere Zeit auf extreme Werte, geraten die Tiere schnell unter erheblichen Hitzestress. Sie beginnen verstärkt zu hecheln, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Reicht dieser Mechanismus nicht mehr aus, drohen Kreislaufversagen und schließlich der Tod.

    Vor allem in der intensiven Geflügelhaltung verschärft sich dieses Risiko zusätzlich. In großen Stallanlagen leben oft Tausende Tiere auf engem Raum. Moderne Belüftungs- und Kühlsysteme sollen für ausreichend Luftaustausch sorgen, doch bei außergewöhnlichen Wetterlagen stoßen selbst leistungsfähige Anlagen an ihre Grenzen. Wenn die Außenluft kaum noch Abkühlung bringt, sinkt ihre Wirksamkeit deutlich.

    Der Vorfall im Pas-de-Calais steht exemplarisch für die zunehmenden Folgen extremer Wetterereignisse in Frankreich. Die derzeitige Hitzewelle zählt zu den intensivsten der vergangenen Jahre. Zahlreiche Départements wurden unter die höchste Hitzewarnstufe gestellt. Gleichzeitig melden Krankenhäuser einen deutlichen Anstieg hitzebedingter Notfälle. Besonders ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke gelten als gefährdet.

    Auch die Landwirtschaft leidet massiv unter den hohen Temperaturen. Neben den Verlusten in der Tierhaltung kämpfen viele Betriebe mit vertrockneten Feldern, sinkenden Erträgen und wachsendem Wassermangel. Die wirtschaftlichen Folgen reichen von Ernteausfällen bis zu steigenden Produktionskosten.

    Landwirtschaftliche Verbände weisen seit Jahren darauf hin, dass sich solche Ereignisse mit dem fortschreitenden Klimawandel häufen dürften. Vor allem in der Geflügelhaltung rückt deshalb die Anpassung der Stalltechnik zunehmend in den Mittelpunkt. Verbesserte Isolierungen, leistungsfähigere Kühlungssysteme sowie angepasste Haltungs- und Belüftungskonzepte gelten als mögliche Maßnahmen, um Tiere künftig besser vor extremer Hitze zu schützen.

    Der Tod von 8.500 Hühnern macht deutlich, wie verletzlich moderne Tierhaltung gegenüber außergewöhnlichen Wetterlagen ist. Mit jeder neuen Hitzewelle wächst der Druck auf Landwirtschaft und Politik, tragfähige Lösungen für eine Zukunft mit immer häufigeren Temperaturrekorden zu finden.

    Autor: Daniel Ivers

  • Macron verteidigt Frankreichs Klimapolitik – Hitzewelle sprengt bisherige Maßstäbe

    Macron verteidigt Frankreichs Klimapolitik – Hitzewelle sprengt bisherige Maßstäbe

    Angesichts der anhaltenden Hitzewelle in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron die Klimaanpassungsmaßnahmen seiner Regierung gegen Kritik verteidigt. Es sei bereits „sehr viel Arbeit geleistet worden“, um das Land auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Gleichzeitig betonte der Staatschef, dass die derzeitige Hitzewelle eine Ausnahmesituation darstelle, die selbst weitreichende Anpassungsstrategien an ihre Grenzen bringe. Bei einem Pressetermin in Antibes am Rande eines Treffens mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte Macron, Frankreich habe in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Folgen des Klimawandels abzufedern. Dennoch könne sich kein Staat vollständig auf ein derart außergewöhnliches Wetterereignis vorbereiten. „Es wurde sehr viel Arbeit geleistet, und ich denke, die Ehrlichkeit gebietet es, das anzuerkennen. Aber man kann sich nicht auf einen Höhepunkt vorbereiten, der derzeit in Europa seinesgleichen sucht und d…

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  • Gluthitze hält Frankreich weiter im Griff – Entspannung erst zum Wochenende

    Gluthitze hält Frankreich weiter im Griff – Entspannung erst zum Wochenende

    Frankreich erlebt weiterhin eine der intensivsten Hitzewellen der vergangenen Jahre. Zwar zeichnet sich seit Freitag, dem 26. Juni, langsam eine Wetterberuhigung ab, doch für weite Teile des Landes bleibt die Lage angespannt. Noch immer gelten in 61 Départements die höchste Hitzewarnstufe, nachdem am Vortag sogar 72 Verwaltungsbezirke unter Alarm standen. Damit befindet sich weiterhin rund zwei Drittel des französischen Staatsgebiets im Ausnahmezustand.

    Nach dem Höhepunkt der Hitzewelle am Donnerstag kündigt sich nun eine allmähliche Abkühlung an. Eine kühlere Luftmasse schiebt sich vom Atlantik sowie aus dem Nordwesten ins Land und sorgt Schritt für Schritt für sinkende Temperaturen. Bereits am Freitag profitieren erste Regionen von der Wetteränderung. Deutlich spürbarer dürfte die Entlastung jedoch erst im Verlauf des Wochenendes ausfallen. Begleitet wird der Wetterumschwung örtlich von kräftigen Gewittern, die stellenweise mit Starkregen und stürmischen Böen einhergehen können.

    Bis dahin dominiert allerdings weiterhin extreme Hitze das Wettergeschehen. In zahlreichen Landesteilen klettern die Höchstwerte erneut auf 40 Grad oder sogar darüber. Besonders belastend bleiben die tropischen Nächte, in denen die Temperaturen kaum absinken. Wohnungen und Häuser können sich dadurch nur unzureichend abkühlen, was vor allem für ältere Menschen, Kleinkinder sowie gesundheitlich angeschlagene Personen zu einer erheblichen Belastung führt. Auch gesunde Menschen geraten bei diesen Bedingungen schneller an ihre körperlichen Grenzen.

    Die Auswirkungen der Hitzewelle reichen inzwischen weit über das persönliche Wohlbefinden hinaus. Das französische Gesundheitssystem arbeitet weiterhin mit hoher Einsatzbereitschaft, um auf hitzebedingte Notfälle vorbereitet zu sein. Gleichzeitig kommt es in verschiedenen Bereichen der öffentlichen Infrastruktur zu Einschränkungen. Hohe Temperaturen belasten das Stromnetz, erschweren industrielle Produktionsabläufe und stellen zahlreiche öffentliche Einrichtungen vor zusätzliche Herausforderungen. Behörden und Rettungsdienste konzentrieren ihre Maßnahmen vor allem auf den Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen.

    Auch außerhalb Frankreichs sorgt die außergewöhnliche Wetterlage für erhebliche Probleme. Mehr als 100 Millionen Menschen in Europa sind von der Hitzewelle betroffen. Mehrere Länder melden neue Temperaturrekorde und außergewöhnlich lange Phasen extremer Wärme. Klimaforscher sehen darin keine überraschende Entwicklung. Nach ihrer Einschätzung entspricht die zunehmende Häufigkeit und Intensität solcher Hitzewellen den langfristig beobachteten Folgen des fortschreitenden Klimawandels.

    Trotz der angekündigten Wetterbesserung mahnen die Behörden weiterhin zur Vorsicht. Regelmäßiges Trinken, der Verzicht auf körperliche Anstrengungen während der heißesten Tagesstunden sowie der Aufenthalt in möglichst kühlen Räumen bleiben die wichtigsten Schutzmaßnahmen. Besondere Aufmerksamkeit gilt älteren Menschen, kleinen Kindern und allen Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Nachbarn, Freunde und Angehörige sollten gerade in diesen Tagen regelmäßig nach ihnen sehen. Erst mit der erwarteten Abkühlung zum Wochenende dürfte sich die Situation landesweit langsam entspannen.

    Von C. Hatty

  • Solidays 2026: Hitzewelle bedroht Festival – Absage in letzter Minute möglich

    Solidays 2026: Hitzewelle bedroht Festival – Absage in letzter Minute möglich

    Das Musik- und Solidaritätsfestival Solidays steht wenige Stunden vor dem geplanten Auftakt unter einem denkbar ungünstigen Stern. Die Veranstaltung, die vom 26. bis 28. Juni 2026 auf der Pferderennbahn Paris-Longchamp stattfinden soll, könnte aufgrund der außergewöhnlichen Hitzewelle in der Region …

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  • Hitzewelle in Paris: Bürgermeister bestätigt steigende Sterblichkeit

    Hitzewelle in Paris: Bürgermeister bestätigt steigende Sterblichkeit

    Die außergewöhnliche Hitzewelle in Frankreich fordert offenbar bereits Menschenleben. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire erklärte am Donnerstagmorgen in einem Fernsehinterview, dass die Sterblichkeit in der Hauptstadt zunehme und es bereits Opfer gebe. Konkrete Zahlen nannte er jedoch nicht. Die Erfassung der hitzebedingten Todesfälle sei Aufgabe der Gesundheitsbehörden.

    Bislang liegen keine offiziellen Angaben darüber vor, wie viele Menschen infolge der aktuellen Hitzewelle in Paris ums Leben gekommen sind. Grégoire verwies stattdessen auf mehrere besorgniserregende Entwicklungen: Die Zahl der Notrufe beim Rettungsdienst sei deutlich gestiegen, ebenso die Einsätze der Feuerwehr und die Einweisungen in die Notaufnahmen der Krankenhäuser. Gleichzeitig werde in der Hauptstadt eine erhöhte Sterblichkeit registriert.

    Der Bürgermeister bezeichnete die Lage als „ziemlich kritisch“ und rief die Bevölkerung eindringlich zur Vorsicht auf. Nach seiner Einschätzung seien nicht nur ältere Menschen gefährdet. Besonders warnte er Personen zwischen 50 und 70 Jahren, die trotz der extremen Temperaturen ihren gewohnten Alltag fortsetzen. Auch sportliche Aktivitäten während der heißesten Stunden des Tages könnten erhebliche gesundheitliche Risiken bergen.

    Die Stadt Paris hat angesichts der anhaltenden Hitze eine Reihe zusätzlicher Schutzmaßnahmen beschlossen. In Schulen werden mehrere hundert zusätzliche Klimageräte installiert, einzelne Klassenräume erhalten mobile Sprühanlagen zur Kühlung. Fast alle Parks und Grünanlagen bleiben rund um die Uhr geöffnet, damit die Bevölkerung auch nachts kühlere Aufenthaltsorte nutzen kann. Darüber hinaus wurden die Arbeitszeiten verschiedener städtischer Beschäftigter angepasst, insbesondere bei der Müllabfuhr, um Einsätze während der größten Hitze möglichst zu vermeiden.

    Frankreich erlebt derzeit eine der schwersten Hitzewellen seit dem Rekordsommer 2003. Am Donnerstag standen 72 Départements unter der höchsten Hitzewarnstufe. In zahlreichen Regionen wurden Temperaturen von über 40 Grad Celsius erwartet, während tropische Nächte ohne nennenswerte Abkühlung die Belastung zusätzlich verschärfen.

    Die Aussagen des Pariser Bürgermeisters sind vor allem als politische und gesundheitliche Warnung zu verstehen. Eine offizielle Bilanz der hitzebedingten Todesfälle liegt noch nicht vor. Diese wird traditionell erst nach Auswertung der vollständigen Sterblichkeitsdaten durch die Gesundheitsbehörden veröffentlicht. Dabei werden sowohl unmittelbar als auch mittelbar auf die Hitze zurückzuführende Todesfälle berücksichtigt, weshalb belastbare Zahlen erst mit zeitlicher Verzögerung vorliegen.

    Autor: P. Tiko

  • Regierung bereitet sich auf einen Krisensommer ohne Urlaub vor

    Regierung bereitet sich auf einen Krisensommer ohne Urlaub vor

    Angesichts einer außergewöhnlich schweren Hitzewelle hat Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu seine Minister aufgefordert, sich auf einen Sommer ohne regulären Urlaub einzustellen. Sollte die Hitzewelle anhalten, müssten die Mitglieder der Regierung während der gesamten Ferienzeit einsatzbereit bleiben. Nach einem Schreiben des Premierministeramts vom 24. Juni erschweren die anhaltende Krisenlage und die Unsicherheit über die Dauer der extremen Hitze eine verlässliche Planung der Sommermonate. Eine endgültige Entscheidung über den Urlaub der Minister wurde zwar noch nicht getroffen, doch wurden sämtliche Ressorts darauf vorbereitet, dass ihre volle Einsatzbereitschaft möglicherweise bis zum Ende des Sommers erforderlich sein wird. Hintergrund ist die Arbeit einer interministeriellen Krisenzelle, die derzeit verschiedene Szenarien für die weitere Entwicklung der Hitzewelle ausarbeitet. Die Behörden wurden beauftragt, kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zu entwickeln, um d…

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