Schlagwort: Brandstiftung

  • Tür des Rathauses von Bordeaux in Brand gesetzt: „Ich bin äußerst betrübt, schockiert und empört“

    Tür des Rathauses von Bordeaux in Brand gesetzt: „Ich bin äußerst betrübt, schockiert und empört“

    „Eine historische Tür aus dem 18. Jahrhundert, die den Empfang der Bordelaiser und Bordelaiserinnen in ihrem Rathaus markiert, das ist es, was man zerstören wollte“, sagte Bürgermeister Pierre Hurmic am Freitag auf Franceinfo und beschrieb einen „Anblick der Verwüstung“. Die Eingangstür des Rathauses von Bordeaux (Gironde) wurde am Donnerstagabend, dem 23. März, nach einer Demonstration gegen die Rentenreform in Brand gesetzt. Die meterhohe Tür des Rathauses fing gegen 20.15 Uhr Feuer, das Feuer konnte von der Feuerwehr aber schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. „Ich bin äußerst betrübt, schockiert und empört, dass man das Rathaus, das Haus aller Bordelaiser, angreifen kann“, reagierte Pierre Hurmic, der Bürgermeister von Bordeaux, am Freitag, dem 24. März, gegenüber Franceinfo. Zum Zeitpunkt des Brandes hatte der Bürgermeister das Rathaus gerade verlassen. Er kehrte sofort an den Ort des Geschehens zurück. Pierre Hurmic war von einem „Anblick der Verwüstung“ schockiert…

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  • Gare de l’Est in Paris: Zugverkehr immer noch stark eingeschränkt

    Gare de l’Est in Paris: Zugverkehr immer noch stark eingeschränkt

    Die Reparaturarbeiten sind im Gange und werden noch den ganzen Mittwoch, den 25. Januar, dauern, um die Schäden zu beheben, die am Vortag nach einem Brand den Verkehr am Gare de l’Est in Paris lahmgelegt hatten, wie die SNCF heute mitteilte.

    Am Dienstag, dem 24. Januar, legte eine gigantische Panne – die SNCF spricht von Brand und Sabotage – den Verkehr am Gare de l’Est (Paris) lahm. Die SNCF teilte am Mittwoch mit, dass die Reparaturen noch im Gange sind und den ganzen Tag über andauern werden. „Hier herrscht Verwirrung, viele Reisende stehen am Bahnsteig. Die SNCF versucht, sie durch SMS zu warnen, wenn Züge ausfallen, aber oft fahren die Züge, auf die die Reisenden ausweichen sollen, am Gare de Lyon (Paris) ab. Das hat zur Folge, dass die Reisenden am Gare de l’Est auf dem Trockenen sitzen“, erklärt der Journalist Jordan Klein, der am Mittwoch live für den Sender France 2 aus dem Gare de l’Est berichtet.

    Am Gare de l’Est ist der Verkehr immer noch stark eingeschränkt, fährt der Journalist fort. „Im Detail bedeutet dies, dass in der Hauptverkehrszeit nur jeder dritte TGV in Richtung Osten des Landes fährt“, präzisiert er. Auch auf der Linie P ist nur jeder zweite Lokalzug unterwegs. „Es werden viele Anstrengungen von der SNCF unternommen, um zu versuchen, den Verkehr wieder in Gang zu bringen, aber die Reisenden sind trotzdem wütend“, berichtet der Journalist.

  • Zugverkehr am Pariser Gare de l’Est wird nach Brandstiftung ganztägig ausgesetzt

    Zugverkehr am Pariser Gare de l’Est wird nach Brandstiftung ganztägig ausgesetzt

    Die SNCF und der Verkehrsminister verurteilten am Dienstagmorgen den Brand an elektrischen Kabeln in einem Stellwerk als „böswilligen Akt“.

    Der Verkehr am Pariser Gare de l’Est wird nach einem „Brandanschlag auf elektrische Kabel“ den ganzen Tag unterbrochen sein, wie eine Sprecherin der SNCF am Dienstag, dem 24. Januar erklärte. Zunächst hatte man mit einer Wiederaufnahme des Verkehrs ab 10 Uhr gerechnet. Verkehrsminister Clément Beaune und die SNCF beklagten nach einem Brand in einem Stellwerk einen „böswilligen Akt“, der zu einer vollständigen Unterbrechung des Verkehrs von und nach dem wichtigen Pariser Bahnhof geführt habe.

    „Nach den ersten Feststellungen kann man von Brandstiftung an elektrischen Kabeln sprechen“, sagte eine SNCF-Sprecherin kurz vor 8.30 Uhr gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die SNCF kündigte an, dass man eine entsprechende Anzeige erstattet und Klage eingereicht habe.

    Dieser böswillige Akt müsse „streng bestraft“ werden, da die Auswirkungen für die Nutzer groß seien, reagierte Clément Beaune, der stellvertretende Minister für Verkehr, am Dienstag auf Franceinfo. es habe am Morgen grosse Probleme auf diesem „extrem frequentierten“ Banhof gegeben, so der Minister.

    TGV, TER und Transilien-Züge stehen still. Der Verkehr der TGV- und TER-Züge sowie der Transilien-Linie P von und zum Gare de l’Est in Paris wurde vollständig eingestellt. 

  • Freiwilliger Feuerwehrmann verursacht über 40 Brände – zu Gefängnisstrafe verurteilt

    Freiwilliger Feuerwehrmann verursacht über 40 Brände – zu Gefängnisstrafe verurteilt

    Der 50-jährige Mann wurde für 43 Brände verurteilt, die er zwischen 2011 und 2019 zugegebenermassen gelegt hatte. Er ist freiwilliger Feuerwehrmann in Agde und Mitarbeiter der Umweltpolizei im Departement Hérault.

    Ein freiwilliger Feuerwehrmann wurde jetzt vom Strafgericht Béziers (Hérault) zu fünf Jahren Haft, davon zwei auf Bewährung, und einer Geldstrafe von mehr als 90.000 Euro verurteilt, weil er mehr als vierzig Brände gelegt hatte, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte.

    Der 50-jährige Mann wurde für die 43 Brände verurteilt, die er zwischen 2011 und 2019 gelegt hatte, was er vor Gericht zugegeben hat. Er war freiwilliger Feuerwehrmann in Agde und Mitarbeiter der Umweltpolizei im Departement Hérault und wurde 2019 festgenommen. Der Mann und hatte bereits neun Monate in Untersuchungshaft gesessen, wie die Staatsanwaltschaft von Béziers gegenüber einem AFP-Korrespondenten erklärte.

    Tiefe Depressionen und schwerer Alkoholismus
    Das Gericht verurteilte ihn außerdem dazu, der Feuerwehr des Departements 93.000 Euro als Ausgleich für die Mittel zu zahlen, die zum Löschen der Brände, für die er verantwortlich gemacht wurde, eingesetzt wurden. Die mehrmonatigen Ermittlungen hatten ergeben, dass der Mann in mehreren Fällen als Erster die Rettungskräfte alarmierte und auch häufig als Erster am Brandort eintraf. Zu seiner Verteidigung gab der Angeklagte, dessen Vater viele Jahre lang der Chef der Feuerwache in Agde gewesen war, eine tiefe Depression und schweren Alkoholismus an.

    Im September bereits war ein anderer ehemaliger freiwilliger Feuerwehrmann vom Strafgericht in Béziers zu zwei Jahren Haft, davon ein Jahr auf Bewährung, verurteilt worden, weil er zwei Brände gelegt hatte. Insgesamt wurden in diesem Sommer, der von großen Waldbränden vor allem im Südwesten des Landes geprägt war, 48 Personen festgenommen, die im Verdacht standen, mehrere Brände ausgelöst zu haben, wie die Gendarmerie im September der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Ein Dutzend von ihnen wurde bereits verurteilt, darunter ein junger Mann zu zwei Jahren Haft wegen einer Reihe von Bränden in der Region Gironde.

  • Gewalt im Departement Orne: Mörserschüsse auf Sicherheitskräfte und angezündete Autos in Alençon

    Gewalt im Departement Orne: Mörserschüsse auf Sicherheitskräfte und angezündete Autos in Alençon

    In der Nacht von Dienstag, dem 27. September, auf Mittwoch, 28. September, kam es im Stadtteil Perseigne in Alençon im Departement Orne zu mehrstündigen Ausschreitungen.

    In der Nacht von Dienstag, dem 27. September, auf Mittwoch, 28. September, kam es im Stadtteil Perseigne in Alençon (Orne) zu gewalttätigen Ausschreitungen. Insgesamt wurden 24 Fahrzeuge und Mülltonnen in Brand gesetzt, wie France Bleu Normandie und Franceinfo am Mittwoch unter Berufung auf Polizeikreise melden. Rund 50 Personen feuerten etwa 40 Feuerwerkskörper auf Ordnungskräfte ab. Auch Autos wurden umgeworfen.

    Die Gewalt begann am Dienstag gegen 23.30 Uhr. 35 Polizisten und Gendarmen waren bis 2 Uhr morgens vor Ort im Einsatz. Mit Fahrzeugen wurden Straßensperren in den Straßen des Viertels errichtet. Die Ordnungskräfte wurden mit Feuerwerkskörpern beschossen, glücklicherweise wurde niemand verletzt.

    Ausschreitungen nach einer Festnahme
    Das Stadtviertel konnte gesichert werden, um wegen der brennenden Fahrzeuge und Mülltonnen den Einsatz der Feuerwehr zu ermöglichen. Um 2 Uhr morgens am Mittwoch war wieder Ruhe eingekehrt. Wie Franceinfo aus Polizeikreisen erfuhr, folgten die Ausschreitungen auf die gewaltsame Festnahme eines Mannes, der sich am Dienstagnachmittag gegen seine Verhaftung zur Wehr setzte. Der Mann hatte die Jugendlichen des Viertels zu Krawallen angestiftet.

    Schon am 27. Oktober 2021 war es in dem Viertel zu Ausschreitungen gekommen, bei denen Fahrzeuge in Brand gesetzt und Polizisten mit Feuerwerkskörpern beschossen wurden.

  • Im Sommer 48 mutmaßliche Brandstifter in Frankreich festgenommen

    Im Sommer 48 mutmaßliche Brandstifter in Frankreich festgenommen

    Nach einer vorläufigen Bilanz der Gendarmerie wurden bereits zwölf Personen zu Haftstrafen von bis zu zwei Jahren verurteilt.

    Insgesamt 48 Personen, die im Verdacht stehen, mehrere Brände verursacht zu haben, wurden im Sommer 2022 festgenommen, wie die nationale Gendarmerie am Freitag, dem 23. September, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt gab. Die Saison war von großen Waldbränden geprägt, vor allem im Südwesten, mit einem Rekord an verbrannter Fläche.

    Laut der vorläufigen Bilanz der Gendarmerie wurden bereits zwölf Personen zu Haftstrafen von bis zu zwei Jahren verurteilt. Die schwerste Strafe wurde gegen einen jungen Mann verhängt, der im August aufgegriffen und für eine Reihe von Bränden in der Gironde für schuldig befunden worden war. Mehr als ein Dutzend Personen wurden nach Angaben der Gendarmerie für die Dauer der Ermittlungen in Untersuchungshaft genommen. Unter ihnen befanden sich ein 44-jähriger Mann, gegen den Anklage erhoben wurde, nachdem er gestanden hatte, mehrere Brände verursacht zu haben, die 1.200 Hektar Land in der Ardèche verwüsteten, und ein 33-jähriger ehemaliger freiwilliger Feuerwehrmann, der in Béziers wegen zweier Brände im Hérault vor Gericht gestellt werden soll.

    Mit den meisten Ermittlungen ist die Gendarmerie befasst
    „Wir haben sehr unterschiedliche Profile, Jugendliche, Minderjährige, Rentner, alle sozialen Schichten sind vertreten, mit einer Mehrheit von Männern“, erklärte Marie-Laure Pezant, Sprecherin der nationalen Gendarmerie, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Einige hätten „auch psychische Störungen“. Die im Laufe der Ermittlungen angeforderten medizinischen Gutachten sollen es ermöglichen, zwischen Pyromanen, die aus einem Impuls heraus Feuer legen, und Brandstiftern, deren Tat einem bestimmten Motiv folgt, zu unterscheiden.

    Laut der nationalen Forstbehörde sind 90% aller Brände von Menschen verursacht und 30% absichtlich gelegt worden. Jeder dieser Fälle ist Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung. Aufgrund ihrer Lage in ländlichen Gebieten wurde die Gendarmerie mit der überwältigenden Mehrheit der Fälle im Zusammenhang mit den Waldbränden des Sommers 2022 befasst, mit der Ausnahme des Grossbrandes in La Teste-de-Buch (Gironde), der der Polizei übertragen wurde.

    Laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (Effis) haben die Brände im Jahr 2022 bisher mehr als 65.000 Hektar Wald in Frankreich vernichtet, was zu diesem Zeitpunkt des Jahres einen Rekord seit Beginn der Erfassung von Satellitendaten im Jahr 2006 darstellt.

    Besonders betroffen war die Region Gironde, wo 30.000 Hektar in Rauch und Flammen aufgingen, davon allein mehr als 21.000 Hektar in der Gegend von Landiras.

  • Charente: 400 Hektar Wald nach mehreren Brandausbrüchen zerstört

    Charente: 400 Hektar Wald nach mehreren Brandausbrüchen zerstört

    Vier Canadair-, drei Dash-Löschflugzeuge und zwei Hubschrauber sowie fast 580 Feuerwehrleute sind nach Angaben der Präfektur im Laufe des Donnerstag mobilisiert worden.

    Zwei Brände, die nach 16 fast „gleichzeitigen“ Brandausbrüchen entstanden waren, vernichteten am Donnerstag, dem 15. September, mindestens 400 Hektar Wald im Süden der Charente. Kurz vor Mitternacht konnte das Hauptfeuer, das 350 Hektar in Courgeac, einer Gemeinde 30 km südlich von Angoulême, verbrannte,  in seiner Ausbreitung gestoppt werden, war aber noch nicht unter Kontrolle, erklärte die Präfektin der Charente, Martine Clavel.

    „Das größte Feuer, das die Charente in ihrer Geschichte erlebt hat“.
    Das Feuer griff auch auf die Nachbargemeinde Nonac über und verwüstete dort 50 Hektar Kiefern- und Laubwald, bevor es am Abend gestoppt wurde. Etwa 500 Feuerwehrleute werden auch am Freitag mobilisiert bleiben, um „ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern“, so die Präfektur.

    Laut der Regionalzeitung Charente Libre stellt die von den beiden Bränden verbrannte Fläche „das größte Feuer dar, das die Charente in ihrer Geschichte erlebt hat“. Die Behörden zählten im Laufe des Nachmittags insgesamt 16 „ungefähr gleichzeitige“ Brandausbrüche in fünf benachbarten Gemeinden entlang der Straße D24 und glauben daher an einen Brandstifter, nach dem am Donnerstagabend noch immer gefahndet wurde. Fast 40 Personen wurden aus dem Gebiet evakuiert und das Dorf Courgeac wurde „aufgrund der starken Rauchentwicklung, die von den Bränden ausgeht, gesperrt“.

  • Haute-Vienne: Frau unter dem Verdacht 20 Brände gelegt zu haben festgenommen

    Haute-Vienne: Frau unter dem Verdacht 20 Brände gelegt zu haben festgenommen

    Eine Rentnerin wurde unter gerichtliche Aufsicht gestellt, mit der Auflage, sich um ihre psychische Gesundheit zu kümmern, und dem Verbot, sich auf dem Gebiet von zwei Gemeinden des Departements aufzuhalten.

    Eine 68-jährige Frau, die unter dem Verdacht steht, eine Brandstifterin zu sein, wurde in den letzten Tagen in der Region Haute-Vienne festgenommen, wie France Bleu Limousin am Mittwoch, dem 24. August berichtet. Laut der Gendarmerie des Departements gab sie zu, „zwischen 2019 und 2022 zwanzig Brände gelegt zu haben“, und zwar südlich von Limoges. Laut France 3 Nouvelle-Aquitaine ist dies die dritte Festnahme eines Brandstifters in diesem Sommer im Departement Haute-Vienne.

    Bei der Rentnerin hatten die Gendarmen nach Waldbränden Anfang August in den Gemeinden Saint-Hilaire les Places, Ladignac-le-Long, La Meyze, Bussière-Galand, Les Cars oder Flavignac im Süden des Departements Haute-Vienne nahe der Dordogne ein wiederkehrendes Vorgehen festgestellt. Jedes Mal war das Feuer am Straßenrand am Waldrand ausgebrochen. Insgesamt verbrannten die so entstandenen 26 Brände mehr als zehn Hektar Vegetation und waren anderen Bränden aus dem Jahr 2019 in derselben Gegend nicht unähnlich.

    Zwei weitere Festnahmen im Departement
    Die Gründe für diese Taten sind derzeit noch ungeklärt. Die Rentnerin wird sich am 13. Januar 2023 vor dem Justizgericht in Limoges für die Brandstiftungen verantworten müssen. Bis dahin steht die 68-Jährige unter gerichtlicher Aufsicht, mit der Auflage, sich in ärztliche Behandlung zu begeben, und unter dem Verbot, sich auf dem Gebiet der Gemeinden Saint-Hilaire-les-Places und Ladignac-le-Long aufzuhalten.

    Zwei weitere Personen werden verdächtigt, seit Beginn des Sommers in der Haute-Vienne Brände gelegt zu haben. Die erste Person befindet sich derzeit in Limoges im Gefängnis und wartet auf ihren Prozess wegen acht Bränden zwischen dem 12. Juni und dem 19. Juli. Am 16. August wurde ebenfalls eine 50-jährige Frau, die verdächtigt wurde, mehrere Brände in Couzeix gelegt zu haben, von der Polizei festgenommen. Sie hatte erklärt, dass sie aus Langeweile und wegen Problemen in einem schwierigen familiären Umfeld gehandelt habe.

  • Morbihan: Zwölfjähriger soll fünf Brände gelegt haben

    Morbihan: Zwölfjähriger soll fünf Brände gelegt haben

    Der Junge wurde am Donnerstag, dem 18. August, von der Gendarmerie vorgeladen. Er gab die Taten gegenüber den Ordnungskräften zu.

    Ein zwölfjähriger Junge wurde am Donnerstag, dem 18. August, von der Gendarmerie vorgeladen, weil er verdächtigt wird, fünf Brände in der Umgebung von Saint-Malo-de-Beignon (Morbihan) gelegt zu haben, wie France Bleu Armorique berichtet.

    Der Junge räumte die Taten gegenüber den Ordnungskräften ein. Er wird in Kürze einem Jugendrichter vorgeführt. Nach den Informationen von France Bleu Armorique wird der Junge verdächtigt, an verschiedenen Orten rund um seine Heimatgemeinde im Norden des Departements Feuer am Straßenrand gelegt zu haben.

    Jedes Mal konnten die Brände von der Feuerwehr oder von Zeugen, die sich vor Ort befanden, schnell unter Kontrolle gebracht werden. Dem Jungen drohen nun sozialpädagogische Maßnahmen und Wiedergutmachung des Schadens.

  • Waldbrände: 26 mutmaßliche Brandstifter wurden seit Beginn des Sommers in Frankreich festgenommen

    Waldbrände: 26 mutmaßliche Brandstifter wurden seit Beginn des Sommers in Frankreich festgenommen

    Vier dieser Personen wurden bereits verurteilt und sechs wurden in Untersuchungshaft genommen, wie das Innenministerium mitteilte.

    Von der Gironde über Maine-et-Loire bis hin zum Aveyron war Frankreich in den vergangenen Tagen mit einer Welle von Bränden konfrontiert. Vor dem Hintergrund einer großen Hitze und Trockenheit ist der Ursprung des Feuers in den meisten Fällen ein Unfall oder eine natürliche Ursache. Einige Brände wurden jedoch von Pyromanen gelegt. So wurden seit Beginn des Sommers 26 mutmaßliche Brandstifter festgenommen, wie Franceinfo unter Berufung auf das Innenministerium meldet.

    Vier dieser Personen sind bereits verurteilt worden, sechs wurden in Untersuchungshaft genommen. Insgesamt laufen laut dem Ministerium 22 Ermittlungen. Am vergangenen Sonntag zum Beispiel wurde ein etwa 40-jähriger Mann festgenommen, der in einem Wald in Anglet (Pyrénées-Atlantiques) zwei Feuer gelegt haben soll, wie die Staatsanwaltschaft von Bayonne mitteilte. Der Mann ist am Montagabend in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen worden.

    Mehr als 62.000 Hektar sind in Frankreich verbrannt.
    Auch ein freiwilliger Feuerwehrmann aus dem Departement Hérault wurde angeklagt und am 28. Juli in Untersuchungshaft genommen. Er wird verdächtigt, acht Brandausbrüche im Hérault verursacht zu haben. Ein 44-jähriger Mann, der gestanden hatte, mehrere Brandausbrüche in der Ardèche verursacht zu haben, wurde am 29. Juli wegen „vorsätzlicher Brandstiftung“ angeklagt. Ende Juli waren in der Ardèche in der Nähe von Aubenas etwa zehn Brände ausgebrochen, die 1.200 Hektar Land verwüsteten.

    Insgesamt brannten in Frankreich seit Jahresbeginn mehr als 62.000 Hektar Land, wie aus den Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) hervorgeht. Dies ist ein Rekord für die letzten sechzehn Jahren.