Schlagwort: Brandbekämpfung

  • Brand bei Perpignan: 110 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen

    Brand bei Perpignan: 110 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen

    In Saleilles, einem Vorort von Perpignan, wurde die Feuerwehr am Samstagnachmittag zu einem heftigen Brand gerufen. Nicht weniger als 110 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen, das bereits mehr als drei Hektar Vegetation vernichtet hat.

    Der Alarm erfolgte gegen 13:40 Uhr. Das Feuer breitete sich entlang der Departementstraße 62 aus und befand sich am gestrigen Nachmittag in „freier Ausbreitung“, wie die Feuerwehr berichtet. Über drei Hektar Vegetation sind bereits zerstört.

    Der starke Tramontane-Wind, der derzeit über die Region weht, zusammen mit der Trockenheit der Vegetation, erschwert die Löscharbeiten erheblich. Die Situation bleibt angespannt, während die Feuerwehrleute alles daransetzen, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern und Schäden an kritischen Infrastrukturen zu minimieren.

  • Waldbrand in den Pyrénées-Atlantiques wütet unter extremen Wind-Bedingungen

    Waldbrand in den Pyrénées-Atlantiques wütet unter extremen Wind-Bedingungen

    Am Samstag, den 6. April, wurde zwischen Larrau und Tardets, südwestlich von Pau in den Pyrénées-Atlantiques, ein verheerender Waldbrand gemeldet. Die ländliche Region, bekannt für ihre idyllische Landschaft, wird zum Opfer der Flammen, die bereits 80 Hektar Buschland vernichtet haben.

    Die Feuerwehr steht vor einer immensen Herausforderung, da das Wetter sich von seiner extremsten Seite zeigt: Windböen erreichen Geschwindigkeiten von über 100 km/h, während die Temperaturen in einigen Gebieten die 30-Grad-Marke überschreiten. Diese Bedingungen erschweren die Löscharbeiten erheblich und fördern die rasche Ausbreitung des Feuers.

    Die Einsatzkräfte kämpfen gegen zwei Hauptbrandherde, die zusammen eine Fläche von 80 Hektar Vegetation erfasst haben. Diese befinden sich in der Nähe der Gemeinden Larrau und Licq-Athérey, in einer Region, die zwar dünn besiedelt ist, jedoch durch die aktuellen Ereignisse stark bedroht wird.

    Um die Lösch- und Rettungsmaßnahmen zu erleichtern, hat die Präfektur der Pyrénées-Atlantiques eine dringende Empfehlung herausgegeben, das Gebiet um Tardets-Larrau zu meiden. Dies soll sicherstellen, dass die Einsatzfahrzeuge ungehindert agieren können.

    Für die Bekämpfung des Feuers sind 81 Feuerwehrleute des Sdis (Service départemental d’incendie et de secours) und der Gendarmerie der Pyrénées-Atlantiques im Einsatz. Unterstützt werden sie durch 25 Fahrzeuge, darunter zwei Tanklöschfahrzeuge, sowie ein Team, das mit Drohnen ausgestattet ist, um eine bessere Übersicht über die Brandherde zu erhalten.

    Bereits am Freitag hatte die Präfektur als präventive Maßnahme ein Verbot des traditionellen Abflämmens von Vegetation (écobuage) für den Samstag erlassen, um das Risiko weiterer Brände zu minimieren. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation und die Notwendigkeit, in Zeiten hoher Brandgefahr besondere Vorsicht walten zu lassen.

  • Europäische Kommission: Griechenland kämpft mit dem größten jemals in der EU registrierten Feuer

    Europäische Kommission: Griechenland kämpft mit dem größten jemals in der EU registrierten Feuer

    Die griechische Feuerwehr kämpft den elften Tag in Folge gegen ein Feuer, das den Dadia-Nationalpark, ein Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks, zerstört.

    Griechenland kämpft mit dem „größten Feuer, das jemals in der Europäischen Union registriert wurde“, sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission am Dienstag, dem 29. August, und betonte, dass die 27 EU-Länder derzeit fast die Hälfte der gemeinsamen europäischen Löschflugzeuge mobilisieren. Elf Flugzeuge und ein Hubschrauber der europäischen Flotte seien entsandt worden, um Griechenland bei der Bekämpfung der Flammen im Dadia-Nationalpark im Nordosten des Landes zu unterstützen, so EU-Sprecher Balazs Ujvari.

    Die griechische Feuerwehr kämpft den elften Tag in Folge mit über 400 Feuerwehrleuten gegen ein Feuer, das den Wald in dem Naturpark vernichtet, der als Heimat zahlreicher Greifvögel bekannt ist und Mitglied des europäischen Netzwerks Natura 2000 ist, das Naturgebiete in der EU mit einem hohen kulturellen Wert umfasst. Das Feuer, das sich auf einer Front von fast 10 km ausbreitet, ist „immer noch außer Kontrolle“, wie Sprecher der griechischen Feuerwehr gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP sagte. „Die Brände werden immer schlimmer“, sagt auch EU-Sprecher Balazs Ujvari.

    Griechenland wurde in diesem Sommer bereits von zahlreichen Bränden heimgesucht, was die Regierung auf den Klimawandel zurückführt. Die EU verfügt über eine Flotte von 24 Löschflugzeugen und vier Hubschraubern, die von den Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt werden, um die Brände in der Union und den Nachbarländern zu bekämpfen. Sie arbeitet an der Einrichtung eines eigenständigen, von der EU finanzierten Luftlöschgeschwaders mit 12 EU-eigenen Flugzeugen, das bis 2030 voll einsatzfähig sein soll.

  • Frankreich: Haftung bei Waldbränden

    Frankreich: Haftung bei Waldbränden

    Brandstiftung oder fahrlässige Brandstiftung: Welche Strafen drohen in Frankreich?

    Ein „Waldwetter“ wird ab jetzt täglich von Météo France ausgestrahlt, um die Öffentlichkeit für mögliche Brandausbrüche in ihrer Region zu sensibilisieren.

    Was aber riskiert man, wenn man einen Brand verursacht?

    Für jemanden, der in seinem Garten ein Feuer macht, obwohl er oder sie den entsprechenden Gemeindeerlass kennt, der Feuer in der Jahreszeit verbietet, beträgt die Höchststrafe zwei Jahre Gefängnis und 30.000 Euro Geldstrafe. Auch für das unbeabsichtigte Abbrennen von Wäldern wurden die Strafen seit 2004 erhöht. Sie sind auch hier auf zwei Jahre Gefängnis und 30.000 Euro Geldstrafe angehoben worden.

    Wenn das Feuer allerdings vorsätzlich gelegt wurde, steigen die Höchststrafen weiter an. Dem Brandstifter drohen bis zu zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe von 150.000 Euro. Wenn die vorsätzliche Brandstiftung zum Tod einer anderen Person geführt hat, kann die Strafe auf lebenslange Haft erhöht werden.

    Ganz neu ist, es ist nun nicht mehr erlaubt, in Wäldern während brandgefährdeter Zeiten zu rauchen, und das sogar bis zu 200 Meter von den Bäumen entfernt. Ein neues Gesetz zählt das Wegwerfen von Zigarettenstummeln ausdrücklich zu den Ursachen, die „unbeabsichtigt einen Wald- oder Forstbrand verursachen“ können. In den schwersten Fällen, die zum Tod einer oder mehrerer Personen geführt haben, können die strafrechtlichen Sanktionen für Brandstiftung durch weggeworfene Zigaretten ebenfalls bis zu 10 Jahre Haft und 150.000 Euro Geldstrafe betragen. Darüber hinaus kann eine Person, die einen Schaden erlitten hat, deren Haus beispielsweise durch den verursachten Brand zerstört wurde, eine Klage einreichen und Wiedergutmachung verlangen können.

    Inzwischen müssen außerdem Grundstückseigentümer ihre Grundstücke von Gestrüpp reinigen.

    Diese Pflicht wurde gerade verschärft. Für Grundstücke, die sich in brandgefährdeten Gebieten befinden, und in Departements, in denen Wälder und Forste besonders gefährdet sind, besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Reinigung von Gestrüpp und abgestorbenen Büschen. Eigentümer sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Grundstücke zu reinigen, ansonsten droht ihnen eine Geldstrafe von 50 Euro pro Quadratmeter. Wenn sich durch die unterlassene Reinigung ein Feuer ausbreiten konnte, das das Eigentum anderer zerstört hat, drohen bis zu einem Jahr Gefängnis und eine Geldstrafe von 15.000 Euro.

  • Emmanuel Macron verspricht Verstärkung bei der Brandbekämpfung im Sommer

    Emmanuel Macron verspricht Verstärkung bei der Brandbekämpfung im Sommer

    Am Freitag, 2. Juni, reiste Präsident Emmanuel Macron in das Departement Gard, um den dortigen Stützpunkt des Zivilschutzes zu besuchen. Dieser Stützpunkt wird die meisten Löschflugzeuge zur Bekämpfung der Brände des kommenden Sommers konzentrieren. Am Freitag besuchte Emmanuel Macron den Luftstützpunkt des Zivilschutzes in Nîmes-Garons (Gard). „Emmanuel Macron will die Löschflugzeuge inspizieren. […] Diesen Sommer wird es neun weitere Flugzeuge und Lösch-Hubschrauber geben, insgesamt sind es 57 Maschinen. Ein Teil davon wird im Südwesten positioniert, um schneller auf Brände reagieren zu können“, erklärt die Journalistin Christelle Méral in einer Live-Schaltung des Senders France 3 aus Nîmes. Insgesamt können ausserdem 3.660 Feuerwehrleute zur Verstärkung gerufen werden.

    Kommunikation und PräventionIn diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf der Prävention mit Kampagnen zur Reinigung der Natur von abgestorbenen Büschen und…

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  • Brände: Eine neue Feuer-Wetterkarte zur Vorbeugung

    Brände: Eine neue Feuer-Wetterkarte zur Vorbeugung

    Die Trockenheit diese Winters lässt einen Sommer mit hoher Brandgefahr erwarten. Météo France wird daher ab dem 1. Juni eine neue Feuer-Wetterkarte der gefährdeten Departements veröffentlichen. Ein System, das sich bereits in anderen Ländern bewährt hat.

    Der Sommer 2022 war für die Wälder in Frankreich verheerend. Über 60.000 Hektar Fläche gingen in ganz Frankreich in Flammen auf. Damit sich so etwas nicht wiederholt, wird ab dem 1. Juni ein neues Präventionsinstrument, das Waldwetter, eingeführt. Wie funktioniert es? Vier Warnstufen werden täglich in den Wetterberichten bekannt gegeben, von niedrig bis sehr hoch. Eine Feuer-Wetterkarte, die wichtig geworden ist, denn die Brandgefahr wird sich laut der Präsidentin von Météo France in diesem Sommer weiter verschärfen.

    500 zusätzliche Feuerwehrleute
    Das Brandrisiko wird anhand der Regen- und Windstärke, der Temperaturen und des Trockenheitsgrades der Böden berechnet. Zusätzlich zu Feuer-Wetterkarte wurde Anfang des Monats von den Behörden ein Plan zur Bekämpfung von Bränden veröffentlicht. Neun neue Löschflugzeuge und -hubschrauber werden in diesem Sommer mobilisiert, ebenso wie etwa 500 zusätzliche Feuerwehrleute.

  • Alpes-Maritimes: Wegen Dürre und starken Winden ist die Feuerwehr mit mehreren Bränden konfrontiert

    Alpes-Maritimes: Wegen Dürre und starken Winden ist die Feuerwehr mit mehreren Bränden konfrontiert

    „Es muss endlich regnen!“, hofft Xavier Wiik, Kommandant und Einsatzleiter der Feuerwehr des Alpes-Maritimes.

    Seit etwa 40 Stunden sind die Feuerwehrleute in den Alpes-Maritimes mit mehreren Brandausbrüchen, insgesamt fünf Bränden, konfrontiert, was sowohl mit der Situation der Böden, denen es an Niederschlägen mangelt, als auch mit den starken Winden, die in den letzten Tagen durch den Durchzug des Sturms Larisa verursacht wurden, als“erschwerenden Faktoren“, zusammenhängt. Von diesen Bränden war am Sonntagnachmittag, allerdings nur noch der Brand von Briançonnet aktiv.

    Laut Feuerwehr-Kommandant Xavier Wiik hat das Feuer 50 Hektar Vegetation im Hinterland von Nizza erfasst, in einem „schwer zugänglichen“ und „sehr windanfälligen“ Gebiet. Die Brände begannen am Samstag, als das Departement – das wegen starker Winde auf die Warnstufe Orange gesetzt worden war – Böen von mehr als 130 km/h registrierte.

    Der Wind hat nun nachgelassen, die Ausbreitung der Flammen ist eingegrenzt, aber die Feuerwehren bleiben „wegen der Trockenheit wachsam“, erklärt Kommandant Wiik. Das Departement Alpes-Maritimes wurde am vergangenen Donnerstag ohne vorherige Warnung in den Dürrealarm versetzt. Eine Situation, die alles andere als gewöhnlich ist, aber in Bezug auf Brandeinsätze dem März des letzten Jahres ähnelt.

    „Es muss regnen! Es muss regnen, damit wir eine Situation haben, die in irgendeiner Form zur Normalität zurückkehrt“, betonte Xavier Wiik. „Wenn es bis Ende Mai nicht regnet, starten wir mit einer großen Trockenheit in die Sommerperiode“, fährt er fort und verweist auf mögliche Einschränkungen, insbesondere beim Zugang zu den Bergmassiven, die dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr früher eintreten könnten.

  • Alpes-Maritimes: 30 Hektar durch Feuer vernichtet

    Alpes-Maritimes: 30 Hektar durch Feuer vernichtet

    In Briançonnet in den französischen Seealpen wurden aufgrund der starken Winde und der Trockenheit in diesem Jahr bereits 30 Hektar vom Feuer vernichtet.

    Das Feuer breitete sich am Sonntag weiter aus, auch wenn es sich am Abend verlangsamte, weil der Wind nachgelassen hat. Eine ausgezeichnete Nachricht für die Feuerwehrleute und den Zivilschutz, die vor Ort sind gegen die Flammen kämpfen. Das berichtete die Journalistin Audrey Richier, die am Sonntag, dem 12. März, per Live-Schaltung aus Briançonnet (Alpes-Maritimes) für den Sender France 2 berichtete. „Seit heute Morgen versuchen die Feuerwehren, sich den Flammen zu nähern, aber das Gelände ist besonders unwegsam“, so die Journalistin weiter.

    Kein Wohnhaus bedroht
    Wegendes unwegsamen Geländes wurden zwei Canadairs für Wasserabwürfe über das Gebieten bestellt, der Brand kann vom Boden aus kaum nachhaltig bekämpft werden. Das Feuer, das bereits rund 30 Hektar Vegetation vernichtet hat, bedroht jedoch keine Wohnhäuser. Das erste Dorf liegt etwa fünf Kilometer von den Flammen entfernt.

  • Trockenheit: Grössere Brände sind in Frankreich schon vor dem Sommer zu befürchten

    Trockenheit: Grössere Brände sind in Frankreich schon vor dem Sommer zu befürchten

    Aufgrund der Trockenheit könnten in Frankreich grosse Brände frühzeitig, lange vor dem Sommer, ausbrechen.

    Die Pyrénées-Orientales leiden laut Meteorologen und Feuerwehrleuten in diesem Winter unter einer außergewöhnlichen Trockenheit. Sie befürchten bereits jetzt und erst recht im kommenden Sommer heftige Waldbrände.

    Im Jahr 2022 gab es sowohl zu wenig Regen als auch sehr hohe Temperaturen, was zu einer „Rekordtrockenheit“ im an Spanien angrenzenden Mittelmeerdepartement Pyrénées-Orientales geführt hat.

    Die Niederschläge lagen um die Hälfte unter dem Durchschnitt: 2022 war das zweite Jahr in Folge, in dem die Regenbilanz schlechter als normal ausgefallen ist und es war das trockenste Jahr seit 1959, dem Beginn der Aufzeichnungen auf Departements-Ebene.

    Die Temperaturen – die entscheidend sind, weil Hitze die Verdunstung der Pflanzen erhöht – waren die höchsten seit 1947, dem ersten Jahr, das insgesamt aufgezeichnet wurde.

    Und auch für das Jahr 2023 scheint dieser Trend bestehen zu bleiben: „Die Trockenheit hält in unserem Departement an und nimmt in einigen Gebieten sogar zu (…), obwohl seit mehreren Wochen winterliche Temperaturen herrschen“, warnte die Präfektur der Pyrénées-Orientales am Donnerstag. Diese Situation bereitet den Feuerwehrleuten grosse Sorgen. Der Wassermangel führt zum Absterben von Büschen und Bäumen, wodurch die Menge an trockenem Holz oder Blättern, die in Brand geraten können, deutlich zunimmt.

    Das Beunruhigendste für den kommenden Sommer ist die Tatsache, dass die Brände wahrscheinlich viel intensiver sein werden, weil die Menge an Brennstoff stärker ist.

    Biologen beobachteten das Absterben aus nächster Nähe, als sie den Teil der Corbières, der dem Mittelmeer am nächsten liegt, untersuchten. Sie fanden dort wilde Olivenbäume, Mastixsträucher, die auch „Kittbäume“ genannt werden, und sogar Aleppo-Kiefern, die auf dem Stock regelrecht vertrockneten.

    Dabei ist die Aleppo-Kiefer ein Baum, der an der Grenze zu Wüsten zu finden ist, eine sehr trockenheitsresistenteste Baumart. Hektarweise rissiger Boden, ausgetrocknete Flussbetten wie etwa der Agly, zeugen von der Wasserknappheit in den östlichen Pyrenäen. Die Feuerwehr hat bereits mit neuen Bränden zu kämpfen, obwohl der Sommer noch weit entfernt ist: In nur etwas mehr als einem Monat, zwischen dem 1. Januar und dem 6. Februar, hat sich die Zahl der Brände im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2022 verdoppelt.

    Die verbrannte Fläche hat sich von sieben auf 28 Hektar vervierfacht, wobei die 60 Hektar, die am 5. Februar in Torreilles verbrannten, nicht mitgerechnet sind – laut der Departements-Feuerwehr „außergewöhnlich“ zu dieser Zeit. Die Dürre ist in den Pyrénées-Orientales stärker ausgeprägt als anderswo, aber auch in anderen Regionen Frankreichs und in Europa ist die Trockenheit spürbar und hat auch dort zu einer Zunahme der von Bränden bedrohten Flächen geführt.

    Vom 21. Januar bis zum 21. Februar gab es 32 Tage lang keinen richtigen Regen in Frankreich, eine Dauer, die noch nie zuvor von Météo-France verzeichnet wurde. Die Pyrénées-Orientales bfinden sich seit Juni 2022 durchgehend im Dürrealarm befinden. Und nun kam ein Großteil des Departements Var hinzu, das am 17. Februar in Dürrealarm versetzt wurde.

    Das Europäische Waldbrandinformationssystem (Effis) und das Europäische Programm für Klimawandel (Copernicus) berichten, dass die Europäische Union im vergangenen Jahr einen Rekord an verbrannten Flächen verzeichnet hat: mehr als 785.000 Hektar vom 1. Januar bis zum 19. November 2022. Riesige Feuer haben vor allem Spanien und Südwestfrankreich betroffen, wo zwei aufeinanderfolgende Großbrände in der Gironde im letzten Sommer mehr als 21.000 Hektar verwüsteten.

    Angesichts der Trockenheit in diesem Winter bereiten sich die Feuerwehrleute auf einen noch schlimmeren Sommer vor.

  • Brandvorsorge: Ziegen können die Auswirkungen von Waldbränden begrenzen

    Brandvorsorge: Ziegen können die Auswirkungen von Waldbränden begrenzen

    Nach den heftigen Bränden, die in Frankreich hektarweise Wald in Rauch aufgehen ließen, fragen sich viele Gemeinden, welche Präventionsmaßnahmen sie ergreifen können. Im Departement Aude werden nun Ziegen dafür eingesetzt, Gras und Brombeerranken zu fressen, damit sich ein potenzielles Feuer nicht ausbreiten kann.

    Die Idee mag erstaunlich oder gar folkloristisch klingen, aber es handelt sich um eine althergebrachte Technik. Der Landwirt Jean Liandier und seine Ziegenherde bekämpfen auf ihre Weise potentielle Brände in Roquefort-des-Corbières (Aude), indem sie den Wald und die Garrigue „säubern“. „Ziegen fressen alles“, betont Jean Liandier, der stolz auf die Arbeit seiner Herde ist, auf dem Sender France 2. Man muss sagen, dass der Kontrast zwischen den Fotos vor und nach dem Durchgang der Wiederkäuer frappierend ist. „Wenn es ein Feuer gibt, kann es sich nicht über den Boden ausbreiten“, sagt der Züchter.

    Zwischen Skepsis und Begeisterung
    Im Dorf wird die Initiative von einigen Bewohnern begrüßt, von anderen als fast bedeutungslos eingestuft. „40 Ziegen werden nicht die ganze Garrigue von Gestrüpp befreien“, kommentiert ein Dorfbewohner die großflächige Wirkung dieser Methode ziemlich skeptisch. „Es ist eines der natürlichsten Präventionsmittel, die wir heute nutzen können“, freut sich seinerseits der Bürgermeister Luc Castan, der das Projekt initiiert hat.

    Das Office National des Forêts, das zuvor skeptisch war, unterstützt heute die Initiative, auch wenn die Organisation nicht möchte, dass sich diese Methode überall durchsetzt, insbesondere weil die Ziegen die jungen Bäume beschädigen könnten, die im Zuge von Wiederaufforstungsprojekten gepflanzt wurden. Die Herde wird die Garrigue am 31. August wieder verlassen. Ende Oktober wird die Präfektur entscheiden, ob das Experiment später mit mehr Ziegen wiederholt werden soll.