Schlagwort: Börse

  • Der Aufschwung an den Märkten: Warum Investoren den Iran-Konflikt ausblenden

    Der Aufschwung an den Märkten: Warum Investoren den Iran-Konflikt ausblenden

    Der Krieg zwischen den USA und Iran hat die globale Wirtschaft in eine prekäre Lage gebracht. Steigende Energiepreise, Unsicherheit über Handelsrouten wie die Straße von Hormus und die Gefahr einer neuen Inflationswelle prägen die Schlagzeilen. Dennoch zeigen sich die internationalen Finanzmärkte erstaunlich robust. Leitindizes wie der S&P 500 erreichen Rekordstände – ein scheinbarer Widerspruch zur geopolitischen Realität.

    Die Logik der Märkte

    Der zentrale Schlüssel zum Verständnis liegt in der Funktionsweise der Aktienmärkte. Diese spiegeln nicht die gegenwärtige wirtschaftliche Lage wider, sondern antizipieren zukünftige Unternehmensgewinne. Trotz der geopolitischen Spannungen bleiben die Gewinnerwartungen vieler Großkonzerne hoch. Analysten rechnen weiterhin mit zweistelligen Gewinnzuwächsen, was den Optimismus der Investoren erklärt.

    Zwar warnt der International Monetary Fund vor einer Abschwächung des globalen Wachstums und steigenden Inflationsrisiken, doch bislang beschränken sich die negativen Effekte weitgehend auf den Energiesektor. Der Konsum zeigt sich überraschend widerstandsfähig, insbesondere in den USA.

    Technologiekonzerne als Stabilitätsanker

    Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Struktur der heutigen Aktienmärkte. Große Technologieunternehmen dominieren die Indizes und treiben deren Entwicklung maßgeblich. Konzerne wie Microsoft, Alphabet und Meta profitieren weiterhin vom Boom rund um Künstliche Intelligenz und digitale Geschäftsmodelle.

    Diese Unternehmen sind weniger anfällig für kurzfristige geopolitische Schocks als klassische Industrie- oder Einzelhandelsfirmen. Während Einzelhändler wie Dollar General unter der Kaufzurückhaltung einkommensschwacher Haushalte leiden, fällt ihr Gewicht im Gesamtmarkt kaum ins Gewicht.

    Psychologie und Marktmechanik

    Hinzu kommt ein verändertes Anlegerverhalten. Die Erfahrung vergangener Krisen hat ein Muster etabliert: Kurze geopolitische Schocks führen zwar zu Kursrückgängen, diese werden jedoch rasch aufgeholt. Dieses „Buy-the-dip“-Verhalten – also das gezielte Kaufen bei Kursrückgängen – wird insbesondere von privaten Investoren getragen.

    Die Erwartung, dass politische Entscheidungsträger – etwa unter Donald Trump – auf Marktverwerfungen reagieren und stabilisierende Maßnahmen ergreifen, verstärkt dieses Verhalten zusätzlich. Selbst widersprüchliche Signale im Konflikt mit Iran werden daher eher als temporäre Störung denn als strukturelles Risiko interpretiert.

    Zwischen kurzfristiger Krise und langfristigem Optimismus

    Die gegenwärtige Entwicklung zeigt eine zunehmende Entkopplung von Realwirtschaft und Finanzmärkten. Während Haushalte unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden, orientieren sich Investoren an langfristigen Wachstumschancen. Der Krieg wird als begrenztes Risiko wahrgenommen – zumindest solange er nicht zu einer nachhaltigen Störung der globalen Energieversorgung eskaliert.

    Diese Dynamik birgt jedoch Risiken. Sollte sich der Konflikt ausweiten oder die Inflation breiter durchschlagen, könnte die derzeitige Gelassenheit schnell in Nervosität umschlagen. Bis dahin bleibt der Kriegsaufschwung ein bemerkenswertes Beispiel für die eigentümliche Rationalität der Märkte.


    Zwischen Eskalation und Diplomatie: Washingtons riskantes Signal an Teheran

    Die Vereinigten Staaten haben mit der militärischen Aufbringung eines iranischen Frachtschiffs ein deutliches Zeichen gesetzt – und zugleich die fragile Perspektive auf diplomatische Gespräche untergraben. Der Vorfall ereignete sich nur Stunden, bevor neue Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts mit Iran angekündigt wurden.

    Nach Angaben des US-Zentralkommandos hatte ein amerikanischer Zerstörer das Schiff über mehrere Stunden hinweg gewarnt, die verhängte Seeblockade einzuhalten. Erst nach wiederholter Missachtung seien gezielte Schüsse auf den Maschinenraum abgegeben worden, um das Schiff manövrierunfähig zu machen. Im Anschluss setzten Marineinfanteristen per Hubschrauber über und übernahmen die Kontrolle.

    US-Präsident Donald Trump bestätigte die Operation und verteidigte sie als notwendige Durchsetzung internationaler Sicherheitsinteressen. Die Aktion erfolgte jedoch in einem sensiblen Moment: Noch am selben Tag hatte ein Regierungsvertreter angekündigt, eine Delegation unter Leitung von Vizepräsident JD Vance werde nach Pakistan reisen, um eine zweite Gesprächsrunde mit Iran vorzubereiten.

    Teheran reagierte zurückhaltend bis ablehnend. Staatliche Medien betonten, dass einer solchen Verhandlungsinitiative bislang nicht zugestimmt worden sei. Die militärische Maßnahme dürfte diese Position zusätzlich verhärten. Aus iranischer Sicht könnte der Angriff als Provokation interpretiert werden, die die Glaubwürdigkeit amerikanischer Verhandlungsabsichten infrage stellt.

    Die zeitliche Nähe von militärischem Eingreifen und diplomatischer Initiative wirft grundsätzliche Fragen zur strategischen Kohärenz Washingtons auf. Einerseits signalisiert die Operation Entschlossenheit und die Bereitschaft, wirtschaftlichen und militärischen Druck aufrechtzuerhalten. Andererseits unterminiert sie potenziell das Vertrauen, das für erfolgreiche Verhandlungen unerlässlich ist.

    Mit Blick auf die auslaufende Waffenruhe am Mittwoch steigt damit das Risiko einer erneuten Eskalation. Ob die USA ihre Doppelstrategie aus Druck und Dialog aufrechterhalten können, ohne die Chancen auf eine diplomatische Lösung zu verspielen, bleibt eine offene Frage – mit weitreichenden Konsequenzen für die Stabilität der gesamten Region.


    WEITERE NACHRICHTEN

    Hochrangige Vertreter der Hamas im Gazastreifen erklärten, die Gruppe sei bereit, einen Teil ihrer Waffen zu übergeben – ein Zugeständnis, das jedoch hinter den Forderungen von Israel und den USA zurückbleibt.

    In Bulgarien haben Wähler die Mitte-rechts-Partei, die das Land im vergangenen Jahrzehnt dominiert hatte, klar abgewählt und sich deutlich für eine neue Koalition entschieden, die Wandel und ein hartes Vorgehen gegen Korruption verspricht.

    Papst Leo erklärte, Medien hätten einige seiner Äußerungen fälschlicherweise als Kritik an Trump interpretiert.

    Vertreter der USA reisten nach Kuba, um über ein Abkommen zur Bewältigung der humanitären Krise auf der Insel zu sprechen.

    Die britische Anti-Terror-Polizei untersucht „zusammenhängende Brandanschläge“ in London auf jüdische Einrichtungen sowie auf Immobilien mit Verbindungen zu Israel.

    Acht Kinder im Alter zwischen einem und 14 Jahren wurden bei einer Serie von Schusswaffenangriffen im familiären Umfeld im US-Bundesstaat Louisiana getötet. Sieben der Kinder waren die eigenen des Täters.

    Die Polizei erschoss einen bewaffneten Angreifer, der in Kiew sechs Menschen tötete und mehrere weitere verletzte. Es war die tödlichste Massenschießerei in der Ukraine seit Jahren.

    Christine Macha

  • Verdient Elon Musk eine Billionenvergütung?

    Verdient Elon Musk eine Billionenvergütung?

    Morgen steht den Aktionären von Tesla eine wegweisende Entscheidung bevor: Soll das Unternehmen seinem Vorstandschef Elon Musk Aktien im Wert von nahezu einer Billion US-Dollar zusprechen?

    Im Vorfeld der Hauptversammlung des Unternehmens in Texas, bei der das Ergebnis der Abstimmung über Musks Vergütungspaket bekanntgegeben wird, haben sowohl Musk als auch seine Kritiker intensive Kampagnen geführt. Der Ton erinnert dabei deutlich an die aufgeheizte Atmosphäre der amerikanischen Innenpolitik – nicht zuletzt wegen Musks wechselhafter Nähe zu US-Präsident Donald Trump.

    Sogar Papst Leo XIV hat sich geäußert und Musks potenzielle Vergütung als Sinnbild für die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich angeführt.

    Hinter der spektakulären Summe steht ein grundlegender Machtkampf: Wird das Vergütungspaket angenommen, steigt Musks Stimmrechtsanteil an Tesla auf rund 25 Prozent. Zwar liegt dieser Anteil deutlich unter einer Mehrheit, doch könnte Musk damit faktisch jedes Vorhaben blockieren, das er ablehnt.

    Tesla plant derzeit eine Neuausrichtung seines Geschäftsmodells in Richtung humanoider Roboter. Musk erklärte gegenüber Investoren und Analysten bereits im Oktober, er benötige die Kontrolle über Tesla und die geplante „Roboterarmee“, um diese Vision umsetzen zu können.

    „Die Kontrolle über Tesla könnte das Schicksal der Zivilisation beeinflussen“, schrieb Musk auf X (vormals Twitter).

    Der Verwaltungsrat von Tesla sieht das Paket als Anreiz, um Musk zur Transformation des Unternehmens vom Elektroautohersteller hin zu einem Entwickler autonomer Roboter und selbstfahrender Fahrzeuge zu motivieren.

    Ein Aufsichtsrat unter Druck

    Doch es bestehen erhebliche Zweifel, ob der Verwaltungsrat – in dem auch Musks Bruder sowie mehrere langjährige Freunde und Geschäftspartner sitzen – überhaupt in der Lage ist, über Musks Leistungen unabhängig zu urteilen.

    Die Direktoren beteuern, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Teslas Verwaltungsrat sei „sehr aktiv, sehr unabhängig, und ich glaube, die Außenwelt erkennt das einfach nicht“, sagte Robyn Denholm, die Vorsitzende des Gremiums, in einem Interview in Teslas kalifornischem Büro im vergangenen September.

    Anreize mit Schlupflöchern

    Damit Musk das vollständige Vergütungspaket erhält – es ist in zwölf Tranchen aufgeteilt – müsste Tesla ehrgeizige Ziele erreichen. Dazu gehören etwa der Verkauf von zehn Millionen Abonnements für autonomes Fahren sowie eine Steigerung des bereinigten Gewinns (vor Abschreibungen und weiteren Faktoren) von 17 auf 400 Milliarden Dollar.

    „Er erhält keine Vergütung, wenn er nicht liefert“, so Denholm.

    Sie begründete die enorme Summe damit, dass Musk sich Dingen verschrieben habe, „die noch niemand zuvor getan hat – Vorhaben, die die Menschheit voranbringen“.

    Allerdings erlaubt das Paket auch gewisse Ausnahmen: Der Vorstand könnte Musk einzelne Tranchen auch dann zusprechen, wenn er ein Produktziel beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Krieg, behördlichen Eingriffen oder anderen nicht näher definierten Umständen verfehlt.

    Laut einem Bericht der Analystenfirma Glass Lewis, die Investoren bei Abstimmungen berät, wäre es sogar möglich, „dass Herr Musk die ersten drei Tranchen der Vergütung erhält, ohne auch nur ein operatives Ziel erreicht zu haben“. Jede dieser Tranchen umfasst Aktien im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar.


    Weitere wichtige Meldungen

    Die ersten großen US-Wahlen im neuen Trump-Zeitalter
    Zohran Mamdani, demokratischer Sozialist mit einer Kampagne, die sich kompromisslos auf soziale Gerechtigkeit und bezahlbares Leben konzentrierte, wird der jüngste Bürgermeister New Yorks seit über 100 Jahren – und zugleich der erste muslimische Amtsinhaber. Er setzte sich klar gegen Andrew Cuomo durch, den früheren Gouverneur des Bundesstaates New York, den Donald Trump in den letzten Tagen des Wahlkampfs unterstützt hatte.

    Auch in anderen Bundesstaaten gewannen zwei Demokratinnen die Gouverneurswahlen in New Jersey und Virginia – jeweils mit Wahlkämpfen, in denen die Abgrenzung zu Trump eine zentrale Rolle spielte. In Kalifornien stimmten die Bürgerinnen und Bürger dafür, die Wahlkreise aggressiv neu zuzuschneiden, um bis zu fünf republikanische Sitze im Kongress zu streichen. Vor den Zwischenwahlen 2026, die über die Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress entscheiden werden, dürften beide Parteien die gestrigen Ergebnisse als strategische Orientierung nutzen.

    Trump erwägt Militärschläge gegen Venezuela
    Die Trump-Regierung hat laut US-Beamten mehrere Optionen für ein militärisches Vorgehen gegen Venezuela erarbeitet. Dazu gehören Angriffe auf Einheiten, die Präsident Nicolás Maduro schützen, sowie Pläne zur Übernahme der Ölfelder des Landes.

    Trump habe bislang keine Entscheidung getroffen – weder ob noch wie er vorgehen wolle. Doch mehrere seiner hochrangigen Berater drängten auf einen der aggressivsten Schritte: den Sturz Maduros.


    Weitere Meldungen in Kürze

    • Der Oberste Gerichtshof der USA prüft heute die Rechtmäßigkeit von Trumps Notstandsbefugnissen zur Verhängung von Zöllen auf nahezu alle Handelspartner der USA.
    • Dick Cheney, weithin als einflussreichster Vizepräsident der US-Geschichte angesehen, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Er spielte eine zentrale Rolle im Golfkrieg 1991 und bei der Reaktion auf die Anschläge vom 11. September.
    • Die USA streben ein UN-Mandat für eine internationale Stabilisierungsmission in Gaza an, die mindestens zwei Jahre vor Ort bleiben soll.
    • Die Ukraine will befristete Militärverträge einführen, um neue Rekruten zu gewinnen.
    • Die Ermordung der bekanntesten Anti-Kriminalitätsbürgermeisterin Mexikos zeigt: Trotz des harten Vorgehens von Präsidentin Claudia Sheinbaum gegen die Drogenkartelle steht der eigentliche Kampf erst bevor.

    Autor: P. Tiko

  • Goldpreis auf Rekordhoch: 4.000 Dollar pro Unze – was dahintersteckt

    Goldpreis auf Rekordhoch: 4.000 Dollar pro Unze – was dahintersteckt

    Ein symbolträchtiger Meilenstein ist gefallen: Am 8. Oktober 2025 überstieg der Goldpreis erstmals in der Geschichte die Marke von 4.000 US-Dollar pro Unze. Ein Signal, das weit über den Finanzmarkt hinausstrahlt – denn der Höhenflug des Edelmetalls offenbart die tiefsitzende Verunsicherung in einer Welt im Krisenmodus. Während in Washington der politische Shutdown tobt, in Nahost die Konflikte eskalieren und die Weltwirtschaft zwischen Stagnation und Inflationssorgen taumelt, setzen immer mehr Anleger auf die älteste Krisenwährung der Menschheit: Gold. Ein goldener Morgen – wortwörtlich Am Mittwochmorgen notierte der Spotpreis für eine Feinunze Gold bei 4.034,59 US-Dollar. Die Futures für Dezember zogen gar auf 4.056,80 Dollar an. Ein Sprung von 50 Prozent seit Jahresbeginn. Diese Zahlen stehen nicht für ein bloßes Kursfeuerwerk – sie spiegeln die tektonischen Verschiebungen wider, die derzeit die globale Finanzordnung durchrütteln. Analysten erwarten, dass die Preise weiter steigen k…

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  • Stunde der Ungewissheit: Lecornus Rücktritt erschüttert Frankreichs Märkte

    Stunde der Ungewissheit: Lecornus Rücktritt erschüttert Frankreichs Märkte

    Der spektakuläre Rücktritt von Sébastien Lecornu vom Amt des Premierministers nur wenige Stunden nach der Vorstellung seines Kabinetts hat Frankreich in eine neue Phase politischer Unsicherheit gestürzt. Die Reaktion der Finanzmärkte war unmittelbar: Die Risikoprämien für französische Staatsanleihen zogen spürbar an, der Leitindex CAC 40 verlor innerhalb weniger Stunden über zwei Prozent. Was auf den ersten Blick wie ein personalpolitisches Missgeschick wirken mag, ist in Wahrheit Ausdruck einer tieferliegenden strukturellen Krise: Die politische Mitte in Frankreich verliert an Halt – und mit ihr der ökonomische Handlungsspielraum des Staates. Vertrauensschock auf den Anleihemärkten Nur wenige Minuten nach Bekanntwerden der Rücktrittsmeldung gerieten französische Staatsanleihen unter Druck. Der Zins auf zehnjährige französische Bonds stieg kurzfristig auf 3,61 % – ein kritischer Wert, der nach Einschätzung von Marktbeobachtern als psychologische Schwelle gilt. Zwar pendelte sich der Zi…

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  • Verunsicherung an den Märkten: Börsen brechen weltweit ein

    Verunsicherung an den Märkten: Börsen brechen weltweit ein

    Ein Montagmorgen wie aus dem Lehrbuch für Krisenstimmung – so begann die neue Woche an den internationalen Finanzmärkten. Paris verlor über 6 Prozent innerhalb der ersten Handelsminuten, Frankfurt sogar fast 8 Prozent.

    Was ist passiert?

    Donald Trump bleibt hart. Trotz massiver Kritik aus dem In- und Ausland zeigt sich der US-Präsident unbeirrt. Seine Zölle auf Importe aus weltweit den meisten Ländern – einst als Mittel zum Schutz der amerikanischen Wirtschaft angekündigt – entfalten nun weltweit ihre Nebenwirkungen.

    Ein Schock ging durch die Märkte, der sofort spürbar war. Die Börsen reagierten wie auf Knopfdruck: Die Anleger warfen ihre Papiere reihenweise auf den Markt.

    Frankfurt stürzte auf 7,86 Prozent Minus ab, Paris verlor 6,19 Prozent, London 5,83 Prozent – und auch Mailand und Zürich waren im freien Fall. Letztere notierte zeitweise 6,82 Prozent tiefer.

    Fast schon unheimlich wirkte die Gleichzeitigkeit dieser Entwicklungen.

    Und Europa war kein Einzelfall. Auch Asien taumelte:

    In Tokio schloss die Börse mit einem Minus von fast 8 Prozent. Seoul verlor 5,6 Prozent, Sydney schloss 4,2 Prozent niedriger. Und Hongkong? Dort ging es besonders heftig zur Sache – rund 13 Prozent Minus in nur wenigen Stunden.

    Selbst die traditionell etwas robustere Börse in Bombay (Mumbai) konnte sich dem Strudel nicht entziehen und verlor mehr als 3 Prozent zu Handelsbeginn.

    Ein globaler Dominoeffekt.

    Die Nerven liegen blank. Anleger befürchten, dass die protektionistischen Maßnahmen Trumps eine neue Ära der Handelskonflikte zementieren könnten – mit verheerenden Folgen für Lieferketten, Preise und vor allem: Vertrauen.

    Was ist das eigentlich für eine Strategie, wenn der Präsident der größten Wirtschaftsmacht der Welt die Märkte sehenden Auges in den Abgrund schickt?

    Ein Blick auf den Ölmarkt unterstreicht den Ernst der Lage.

    Der Preis für ein Barrel West Texas Intermediate (WTI), das wichtigste amerikanische Rohöl, sackte unter die 60-Dollar-Marke – das gab es zuletzt im April 2021. Allein am Sonntagabend verlor der Mai-Kontrakt 3,31 Prozent und stand bei 59,94 Dollar.

    Ein Zeichen, dass die Märkte nicht nur nervös sind, sondern panisch.

    Trump gibt sich derweil unbeeindruckt.

    In gewohnter Manier twitterte er am Wochenende, dass mehr als 50 Länder den Dialog mit den USA suchen, um Handelsvereinbarungen neu zu verhandeln. Als wäre das ein Zeichen seines Erfolgs – dabei ist es eher ein Signal dafür, wie groß die Verunsicherung ist.

    Denn viele dieser Länder kämpfen bereits mit den wirtschaftlichen Folgen von Pandemie, Inflation und geopolitischen Spannungen. Nun auch noch ein Handelskrieg?

    Die Argumentation aus dem Weißen Haus wirkt fast trotzig: Man schütze die amerikanische Industrie, sichere Jobs und bekämpfe unfaire Handelspraktiken. Doch der Preis für diese Strategie wird nicht nur in den USA bezahlt.

    Die Börsen sind das Barometer für Vertrauen – und das ist aktuell auf Tauchstation.

    Zwar reagieren Märkte oft über – sie sind sensibel, manchmal dramatisch. Aber wenn weltweit Milliarden in Rauch aufgehen, ist das kein kleines Donnerwölkchen mehr. Dann tobt ein Sturm.

    Der Montag hat gezeigt, wie eng verflochten unsere Weltwirtschaft ist. Und wie schnell ein einzelner Akteur die Balance ins Wanken bringen kann.

    In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob sich die Börsen wieder fangen – oder ob dies nur der Beginn einer längeren Talfahrt war.

    Wer jetzt auf Stabilität hofft, muss sich auf diplomatische Initiativen, Beruhigungspillen der Notenbanken und vor allem: Gesprächsbereitschaft aller Beteiligten verlassen.

    Doch wie realistisch ist das?

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Börsen im freien Fall: Asien-Pazifik-Märkte reagieren heftig auf Trumps Zollpolitik

    Börsen im freien Fall: Asien-Pazifik-Märkte reagieren heftig auf Trumps Zollpolitik

    Ein Schockwellen-artiger Wochenbeginn erschüttert die Finanzmärkte in Asien: Die Aktienkurse purzeln im freien Fall, getrieben von der kompromisslosen Haltung Donald Trumps in Sachen Handelspolitik. Der US-Präsident bleibt hart – und bringt damit die ohnehin fragile weltwirtschaftliche Lage zum Beben.

    Am Montag, den 7. April, verzeichneten die Börsen in der gesamten Asien-Pazifik-Region historische Verluste. In Hongkong sackte der Hang-Seng-Index um satte 10,7 Prozent ab. In Taipeh waren es 9,7 Prozent, Shenzhen verlor 8,7 Prozent, Tokio 6,4 Prozent, Shanghai 6,3 Prozent. Auch Seoul (minus 4,9 Prozent) und Bombay (minus 3 Prozent) kamen nicht ungeschoren davon. Ein globaler Börsenkollaps scheint sich anzubahnen – ausgelöst durch eine Eskalation, die viele befürchtet hatten, aber kaum jemand in diesem Tempo erwartet hätte.

    Was war passiert?

    Seit Samstag gelten neue US-Zölle – pauschal 10 Prozent auf alle Importe in die Vereinigten Staaten. Ein harter Schlag für die internationale Wirtschaft, die sich gerade erst vom letzten großen Handelskonflikt erholt hatte. Und das war nur der Anfang: Schon am Mittwoch sollen diese Zölle für einige der größten Handelspartner – darunter die Europäische Union und China – drastisch erhöht werden. Für europäische Exporte auf 20 Prozent, für chinesische sogar auf 34 Prozent.

    Die chinesische Regierung zögerte nicht lange mit ihrer Antwort. Am Freitag kündigte sie ihrerseits Strafzölle auf US-Waren an. Doch da hatten viele asiatische Börsen bereits geschlossen – der Montagmorgen kam daher mit umso größerem Schockmoment. Die Märkte öffneten in Panik, Anleger warfen Aktien wie heiße Kartoffeln aus ihren Depots. Der Dominoeffekt ließ nicht lange auf sich warten.

    „Das ist längst kein einfacher Handelsstreit mehr“, sagt Stephen Innes, Analyst bei SPI Asset Management. „Was wir hier erleben, ist eine systemische Umwälzung der globalen Wirtschaftsordnung – live und in Echtzeit.“ Eine neue Weltwirtschaft entsteht – und sie sieht rauer, unvorhersehbarer und deutlich nationalistischer aus.

    Doch Donald Trump bleibt unbeirrt. Auf die Frage eines Reporters zu den dramatischen Kursverlusten erklärte er am Sonntagabend an Bord der Air Force One: „Manchmal muss man eine bittere Medizin schlucken, um gesund zu werden.“

    Eine bittere Pille ist das allerdings nicht nur für die globalen Märkte – sondern auch für Millionen Arbeitnehmer und Unternehmen weltweit, die durch diesen Handelskrieg ins Wanken geraten. Die Unsicherheit trifft Konzerne wie Mittelständler gleichermaßen. Lieferketten werden unterbrochen, Investitionen auf Eis gelegt, neue Projekte gestoppt.

    In der Nacht von Sonntag auf Montag zeigten Terminkontrakte – ein Indikator für die Markterwartung – bereits die Richtung: Wall Street dürfte den Abwärtstrend fortsetzen. Nach den deutlichen Verlusten am Donnerstag und Freitag stehen die Zeichen auf Sturm.

    Und die Politik?

    Während einige Staaten versuchen, mit Washington bilaterale Ausnahmeregelungen auszuhandeln, ringt die internationale Diplomatie mit einem strukturellen Dilemma. Wie geht man mit einem Partner um, der sich zunehmend von multilateralen Vereinbarungen verabschiedet und stattdessen auf Abschottung und Strafen setzt?

    In Europa zeigt sich Ernüchterung – und ein wachsender Wille, wirtschaftspolitisch unabhängiger zu agieren. Stimmen nach einer eigenständigen Industrie- und Handelspolitik mehren sich. Und auch in Asien wird die Debatte lauter, ob man weiterhin auf US-Märkte angewiesen sein will – oder ob es nicht an der Zeit ist, neue Allianzen zu schmieden.

    Was bedeutet das für uns?

    Der Sturm auf den Finanzmärkten ist ein Symptom für eine tiefere Erschütterung. Vertrauen – das zentrale Kapital jeder Wirtschaft – ist ein rares Gut geworden. Wer investiert, wenn er morgen nicht weiß, ob ein neuer Zoll alles zunichtemacht?

    Gleichzeitig zeigt sich aber auch: Die Märkte reagieren. Und sie senden ein deutliches Signal. Vielleicht wird genau diese Reaktion zur echten Prüfung für Trumps Strategie. Denn so viel Macht der Präsident der Vereinigten Staaten auch haben mag – der Markt hat seine eigene Sprache. Und die klingt gerade alles andere als begeistert.

    Von M.A.B.

  • Verlässlichkeit in der Krise: Warum der Goldpreis durch die Decke geht

    Verlässlichkeit in der Krise: Warum der Goldpreis durch die Decke geht

    Gold glänzt wieder – und wie! Mit über 3.000 Dollar pro Unze hat der Preis des Edelmetalls ein neues Rekordhoch erreicht. Was auf den ersten Blick nach einer trockenen Finanznachricht aussieht, ist in Wahrheit ein Weckruf: Wenn Gold derart gefragt ist, brodelt es unter der Oberfläche der Weltwirtschaft gewaltig.

    Denn Gold steigt nicht einfach so.

    Es reagiert. Auf Ängste, auf Krisen, auf ein geopolitisches Klima, das vielen Anlegern das Blut in den Adern gefrieren lässt.

    Goldrausch in Zeiten der Unsicherheit

    Am 14. März durchbrach der Goldpreis erstmals die magische Marke von 3.000 Dollar – das entspricht rund 2.768 Euro – pro Unze. Schon seit Beginn des Jahres 2024 kletterte der Preis stetig, doch dieser Sprung war beispiellos.

    Hinter dieser Entwicklung steht eine Kettenreaktion. Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und Europa, angeheizt durch Donald Trumps Drohungen, europäische Weine und Champagner mit 200 Prozent Zoll zu belegen, haben Anleger weltweit in Aufruhr versetzt. Was macht man, wenn man nicht weiß, wohin die Welt steuert? Man greift zu Altbewährtem – zu Gold.

    Ein Klassiker in unsicheren Zeiten.

    Trump, Zölle und die Angst vor der Rezession

    Neil Meader, Edelmetallexperte bei Metals Focus, bringt es auf den Punkt: Die wirtschaftliche und politische Unsicherheit, die seit Trumps Rückkehr auf die Weltbühne herrscht, sorgt für ein Klima, in dem Gold als sicherer Hafen massiv profitiert. Meader nennt explizit die angespannte Handelsbeziehung zwischen Europa und den USA – aber auch die globalen Auswirkungen von Trumps Zollpolitik.

    Und dann ist da noch der geopolitische Flächenbrand.

    Der Krieg in der Ukraine tobt weiter, in Gaza flammen die Kämpfe erneut auf. Kein Wunder, dass viele Investoren ihr Vertrauen in Aktien und Währungen verlieren – und sich Gold als solide Alternative suchen.

    Historisch bewährt: Gold trotzt jeder Krise

    Es ist kein Zufall, dass der Goldpreis auch während früherer globaler Schocks gestiegen ist. 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, sowie 2022 nach der Invasion Russlands in die Ukraine, schnellte er jeweils deutlich nach oben.

    „Gold hat eine Eigenart“, erklärt Benjamin Louvet, Rohstoffexperte bei OFI Invest. „Es existiert physisch. Anders als bei einer Aktie kann es nicht einfach verschwinden oder pleitegehen.“

    Diese Bodenständigkeit – im wahrsten Sinne des Wortes – macht Gold zu einem Fels in der Brandung, wenn die Welt aus den Fugen gerät.

    Die Rolle der Notenbanken: Gold als geopolitisches Werkzeug

    Doch nicht nur Krisen treiben den Goldpreis nach oben. Auch zentrale Akteure wie die Notenbanken haben großen Anteil an der aktuellen Entwicklung. Seit 2022 kaufen sie – allen voran die chinesische Zentralbank – jedes Jahr rund 20 Prozent des gesamten Goldmarktes auf.

    Ein unglaubliches Volumen.

    Laut Arnaud du Plessis von CPR Asset Management steckt dahinter ein klarer Plan: Die Ent-Dollarisierung der Weltwirtschaft. Seit dem Zweiten Weltkrieg dominieren die USA die Finanzwelt – nun versuchen Länder wie China, sich Stück für Stück aus diesem System zu lösen. Und Gold spielt dabei eine zentrale Rolle.

    Denn wer Gold hat, braucht keine Dollarreserven mehr – oder zumindest weniger davon.

    Bleibt der Preis so hoch? Eine offene Frage

    So stark die Rally auch ist, einige Experten mahnen zur Vorsicht. Neil Meader ist überzeugt: Damit der Goldpreis dauerhaft über 3.000 Dollar bleibt, müssten sich globale Krisen auf Dauer manifestieren. Eine Beruhigung der internationalen Lage oder wirtschaftliche Stabilität in den USA könnte den Preis wieder drücken.

    Aber wann, bitteschön, war die Welt zuletzt wirklich ruhig?

    Ein kurzer Blick in die Nachrichten genügt – und man versteht, warum viele den aktuellen Höhenflug nicht für eine Blase halten, sondern für eine logische Reaktion auf eine Realität voller Spannungen, Machtspiele und wirtschaftlicher Brüche.

    Gold bleibt das Vertrauen der Menschheit in physischer Form

    Gold ist nicht einfach ein Metall. Es ist Symbol, Sicherheit, Strategie – und manchmal sogar ein stiller Protest gegen die Unwägbarkeiten moderner Politik. In unsicheren Zeiten ist es das stille Flüstern, das Anleger verstehen: „Ich bin da. Ich verrott’ nicht. Ich bleib‘ was wert.“

    Von C. Hatty

  • Wall Street im Korrekturmodus: Trumps Zollkrieg versetzt Märkte in Turbulenzen

    Wall Street im Korrekturmodus: Trumps Zollkrieg versetzt Märkte in Turbulenzen

    Es gibt Tage an der Börse, an denen man sich fragt: War das jetzt ein Schlag in den Magen oder einfach nur eine besonders harte Achterbahnfahrt? Für Anleger war der Donnerstag genau so ein Tag. Der S&P 500 ist um mehr als 10 % unter sein jüngstes Rekordhoch gefallen, und damit sind wir offiziell in einer „Korrektur“ – dem netten Fachbegriff der Finanzwelt für „Das tut weh“.

    Warum das Ganze? Donald Trump und seine Zölle. Der US-Präsident hat mal wieder am Wirtschaftsruder gedreht und mit neuen Strafzöllen auf europäische Weine und Spirituosen gedroht. Die Börse? Nicht gerade begeistert. Nicht einmal zwei positive Wirtschaftsnachrichten konnten den Abwärtstrend aufhalten.


    Wall Street taumelt – die Zahlen sprechen für sich

    • Der Dow Jones verlor satte 537 Punkte (1,3 %).
    • Der Nasdaq Composite sackte um 2 % ab.
    • Der S&P 500 rutschte um 1,4 % nach unten.

    Dramatischer als die bloßen Zahlen war aber die pure Nervosität am Markt. Der Dow schwankte im Laufe des Tages zwischen einem leichten Plus und einem 689-Punkte-Absturz – Börsianer mit schwachen Nerven hatten also eine echt harte Zeit.


    Trump vs. EU: Der Handelskrieg geht in die nächste Runde

    Der Hauptauslöser für den jüngsten Börsenabsturz: Trumps Zoll-Keule. Der ehemalige Präsident kündigte an, europäische Weine und Champagner mit 200 % Strafzöllen zu belegen – es sei denn, die EU nimmt ihre neuen Whiskey-Zölle zurück.

    Das Problem: Der Handelsstreit zwischen den USA und Europa ist längst nicht mehr nur ein Scharmützel. Unternehmen und Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks spüren bereits die Auswirkungen. Unsicherheit lähmt den Markt, und das ist Gift für Investitionen.

    Warum also macht Trump das? Er setzt darauf, die US-Wirtschaft umzubauen – mehr Produktion im eigenen Land, weniger Abhängigkeit von ausländischen Märkten. Klingt auf dem Papier gut, doch die Kehrseite sind höhere Preise, wachsende Unsicherheit und schwindendes Vertrauen in die Märkte.


    Der Albtraum der Ökonomen: Stagflation droht

    Ein Wort, das Investoren in Angst und Schrecken versetzt: Stagflation. Die Kombination aus stagnierendem Wirtschaftswachstum und hoher Inflation ist ein wirtschaftliches Worst-Case-Szenario.

    Genau das könnte nun passieren. Zölle treiben die Preise hoch, während die Wirtschaft durch Unsicherheit abgebremst wird. Und das Problem? Die US-Nationalbank Federal Reserve hat nur begrenzte Möglichkeiten, gegenzusteuern. Eine Zinssenkung könnte zwar das Wachstum ankurbeln, würde aber gleichzeitig die Inflation weiter anheizen. Ein echtes Dilemma.


    Ein Hoffnungsschimmer: Gute Nachrichten zur Inflation und Arbeitsmarkt

    Nicht alles war am Donnerstag düster. Zwei positive Wirtschaftsdaten sorgten zumindest kurzzeitig für Hoffnung:

    1. Inflation niedriger als erwartet – Ein Bericht zeigte, dass die Großhandelspreise im letzten Monat geringer als prognostiziert gestiegen sind.
    2. Arbeitsmarkt bleibt stabil – Weniger Amerikaner beantragten Arbeitslosenhilfe als von Ökonomen erwartet.

    Chris Larkin von Morgan Stanley bringt das Dilemma der Märkte auf den Punkt: „Die Frage ist, ob diese guten Nachrichten lauter sind als der Handelskriegslärm.“ Bisher scheint die Antwort klar: Nein.


    Tech-Sektor wankt: KI-Firmen unter Druck

    Die KI-Euphorie ist in den letzten Monaten durch die Decke gegangen – doch jetzt schlägt die Realität zurück. Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz erlebten am Donnerstag erneut einen Rückschlag:

    • Palantir Technologies (-4,8 %)
    • Super Micro Computer (-8 %)
    • Nvidia schwankte heftig und schloss mit -0,1 %

    Besonders brisant: Einige Experten sagen, dass der KI-Hype zu übertriebenen Bewertungen geführt hat. Jetzt kommt die Korrektur.

    Auch Tesla erlebte einen erneuten Rückschlag: Nach einem kurzen Aufschwung fiel die Aktie um 3 % – und ist im Jahr 2025 bereits über 40 % im Minus.


    Lichtblick Intel: Neuer CEO bringt Schwung

    Nicht alle Nachrichten waren schlecht: Intel legte um satte 14,6 % zu! Warum? Das Unternehmen hat Lip-Bu Tan als neuen CEO ernannt – einen erfahrenen Halbleiter-Manager, der als Hoffnungsträger für das strauchelnde Unternehmen gilt.

    Das zeigt: Selbst in turbulenten Zeiten gibt es immer wieder Überraschungen an der Börse – nur leider waren die meisten am Donnerstag negativ.


    Wie geht es weiter?

    Die große Frage ist: War das nur ein kleiner Ausrutscher oder der Beginn eines größeren Börsenbebens?

    • Die Märkte sind nervös – das ist nicht zu übersehen.
    • Die US-Wirtschaft zeigt sich aber noch stabil – vor allem der Arbeitsmarkt hält durch.
    • Der Handelsstreit mit der EU bleibt der große Unsicherheitsfaktor.

    Eines ist sicher: Die nächsten Wochen werden spannend – und vermutlich nicht weniger volatil.

    Autor: Catherine H.

  • Wirtschaftsängste lassen Weltmärkte einbrechen – und andere World-News

    Wirtschaftsängste lassen Weltmärkte einbrechen – und andere World-News

    Die Börsen weltweit erlitten gestern massive Verluste, nachdem US-Präsident Donald Trump einen Tag zuvor nicht ausgeschlossen hatte, dass seine Handelspolitik eine Rezession auslösen könnte. Der S&P 500 fiel um 2,7 Prozent – der stärkste tägliche Rückgang seit Monaten. Gleichzeitig traten mehrere Vergeltungszölle gegen die USA in Kraft.

    Investoren reagierten unter anderem auf ein am Sonntag ausgestrahltes Interview, in dem Trump von einer „Übergangsphase“ für die US-Wirtschaft sprach und weitere Zölle in Aussicht stellte. Besonders stark betroffen waren große Technologieunternehmen, deren Aktienkursverfall erheblichen Einfluss auf den Markt hatte. Die Verkaufswelle setzte sich heute in Asien fort, wo die Börsen ebenfalls im Minus eröffneten.

    Analysten von JPMorgan Chase warnten vor einem „deutlich erhöhten Risiko einer globalen Rezession in diesem Jahr aufgrund extremer US-Politik“. Sie bezifferten die Wahrscheinlichkeit eines wirtschaftlichen Abschwungs auf 40 Prozent.

    Analyse: „Die Marktvolatilität hat weniger mit den schlechten Nachrichten über Zölle zu tun als mit der Unsicherheit über diese Zölle – insbesondere darüber, was die Politik genau ist, wohin sie führt, wie lange sie andauern wird und welches Endergebnis sie haben könnte“, erklärte David Bahnsen, Chief Investment Officer der Bahnsen Group.


    Rubio: Ukraine muss Zugeständnisse machen

    Der US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die Ukraine im Rahmen einer möglichen Einigung zur Beendigung des Krieges einige der von Russland seit 2014 eroberten Gebiete abtreten müsse. Auf dem Weg nach Saudi-Arabien zu Gesprächen mit hochrangigen ukrainischen Vertretern sagte Rubio vor Journalisten: „Das Wichtigste, womit wir hier herausgehen müssen, ist das klare Signal, dass die Ukraine bereit ist, schwierige Entscheidungen zu treffen.“

    Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reiste nach Saudi-Arabien, wo er Kronprinz Mohammed bin Salman traf. Dieser hat sich zunehmend als Vermittler zwischen der Ukraine und Russland positioniert.

    Ein kürzliches, kontrovers diskutiertes Treffen zwischen Präsident Trump und Selenskyj im Weißen Haus hat die Zustimmungswerte des ukrainischen Präsidenten in seiner Heimat steigen lassen und ihm eine Atempause von seinen Kritikern verschafft.

    An der Front: Ukrainische Streitkräfte konnten die russische Offensive in der Ostukraine, insbesondere in der Region Donezk, zum Stillstand bringen und begannen, kleinere Gebiete zurückzuerobern, so Aussagen von Soldaten und Militärexperten.


    Kurdische Kräfte unterzeichnen Abkommen mit der syrischen Regierung

    Die kurdisch geführte Miliz, die den Nordosten Syriens kontrolliert, hat sich bereit erklärt, sich mit der neuen syrischen Regierung zu vereinen. Dies stellt einen bedeutenden Durchbruch für die neuen Machthaber dar, die das Land inmitten anhaltender Gewalt zu stabilisieren versuchen.

    Das Abkommen sieht vor, dass die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bis zum Jahresende sowohl ihre zivilen als auch militärischen Strukturen sowie die Kontrolle über Öl- und Gasfelder in den neuen syrischen Staat integrieren.

    Unruhen: Bewaffnete Angreifer attackierten am Sonntagabend eine Stellung der syrischen Sicherheitskräfte in Damaskus, berichtete eine unabhängige Beobachtungsstelle. Dies nährt die Befürchtung, dass die jüngste Gewalt, die in der vergangenen Woche an der syrischen Küste ausbrach, sich weiter ausbreiten könnte.

    Entführungen: Nach der Machtübernahme durch die Rebellen im Dezember wurden sämtliche staatlichen Polizeikräfte und Sicherheitsbeamten entlassen. Seitdem häufen sich Berichte über Entführungen auf unbeaufsichtigten Straßen, was viele Einwohner dazu zwingt, nachts in ihren Häusern zu bleiben.


    WEITERE TOP-THEMEN

    • Südkorea: Eine Untersuchung der New York Times zu Präsident Yoon Suk Yeols Bemühungen, das Kriegsrecht zu verhängen, offenbart zahlreiche Fehleinschätzungen – darunter eine Überschätzung der Unterstützung durch seine Verbündeten.
    • Philippinen: Der frühere Präsident Rodrigo Duterte, bekannt für seinen blutigen Anti-Drogen-Krieg, wurde heute in Manila auf Grundlage eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhaftet.
    • Kanada: Mark Carney, ehemaliger Zentralbankchef, der überraschend zum Vorsitzenden der Liberalen Partei gewählt wurde, will als Premierminister die angeschlagene Wirtschaft des Landes neu ausrichten.
    • Vatikan: Papst Franziskus befindet sich nicht mehr in akuter Lebensgefahr durch seine Lungenentzündung und andere Infektionen, teilten vatikanische Beamte mit.
    • Großbritannien: Ein Containerschiff kollidierte vor der nordöstlichen Küste mit einem Öltanker unter US-Flagge. Mehrere Explosionen zwangen die Besatzungen zur Aufgabe beider Schiffe.
    • Grönland: Unter dem Eindruck von Präsident Trumps einstiger Drohung, die Insel zu annektieren, wählen die Bewohner heute ein neues Parlament, das über den künftigen Weg zur Souveränität entscheiden könnte.
    • Rumänien: Die Wahlkommission des Landes hat den rechtsextremen Kandidaten Călin Georgescu von der Teilnahme an der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen.
    • Bildung: Die Harvard-Universität verhängte einen Einstellungsstopp, nachdem Präsident Trump damit gedroht hatte, ihr die Bundesmittel zu entziehen.
    • Medien: Eine langjährige Kolumnistin der Washington Post trat zurück, nachdem die Zeitung sich weigerte, ihren kritischen Beitrag über Jeff Bezos zu veröffentlichen.
    • Unterhaltung: Michelle Obama wird Gastgeberin eines neuen Video-Podcasts – ihre nächste große öffentliche Rolle.

    Autor: P. Tiko

  • Aktien fallen wegen Befürchtungen einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA – und andere World-News

    Aktien fallen wegen Befürchtungen einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA – und andere World-News

    Ein Schauer der Besorgnis durchzog gestern die Finanzmärkte, und Aktien weltweit fielen, da Anleger Zeichen einer Abschwächung der amerikanischen Wirtschaft wahrnahmen.

    Der Rückgang der Kurse folgte auf einen Ausverkauf, der am Freitag begann, nachdem die USA einen Arbeitsmarktbericht veröffentlichten, der die höchste Arbeitslosenquote seit fast drei Jahren zeigte. Dies verstärkte die Befürchtungen, dass die größte Volkswirtschaft der Welt auf ein langsameres Wachstum oder sogar eine Rezession zusteuern könnte.

    Weitere Faktoren spielten eine Rolle bei dem Börsen-Einbruch: Sorgen, dass Tech-Aktien zu schnell gestiegen seien, und dass ein erstarkender Yen die Aussichten japanischer Unternehmen und einiger globaler Händler beeinträchtigen könnte. In den USA stellten sich Anleger die Frage, ob die Federal Reserve zu lange gewartet habe, um die Zinssätze zu senken.

    Die Zahlen:

    • In den USA: Der S&P 500 fiel um 3 Prozent, sein schlechtester Tag seit September 2022.
    • In Japan: Der Nikkei 225-Index fiel um 12,4 Prozent, sein größter Eintagesrückgang überhaupt.
    • In Großbritannien: Der FTSE 100, der Leitindex Großbritanniens, erlebte seinen schlechtesten Tag seit Juli 2023 und fiel um etwas mehr als 2 Prozent.

    Zeit zum Verkaufen?

    In Zeiten solcher Marktturbulenzen nichts zu tun, ist schwer. Aber genau das ist jetzt die beste Option, sagen Marktexperten.

    Ein Wettlauf zur Vermeidung eines größeren Krieges im Nahen Osten

    Diplomaten im Nahen Osten arbeiten fieberhaft daran, die eskalierenden Spannungen zwischen Israel und Iran einzudämmen, da die Befürchtungen eines sich ausweitenden Konflikts in der Region zunehmen, nachdem Iran Rache für die Tötung Ismail Haniyehs, eines hochrangigen Hamas-Führers, in Teheran geschworen hat.

    US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat mehr Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe mit Raketen in den Nahen Osten entsandt, um auf Drohungen gegen Israel von Iran und seinen Stellvertretern zu reagieren, und Präsident Biden berief sein nationales Sicherheitsteam ein, um die Entwicklungen in der Region zu erörtern und sprach mit König Abdullah II. von Jordanien, so eine Mitteilung des Weißen Hauses.

    Außenminister islamischer Länder sollen sich morgen in Saudi-Arabien zu einem „außerordentlichen“ Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit treffen, das einberufen wurde, um „die anhaltenden Verbrechen der israelischen Besatzung gegen das palästinensische Volk“ zu erörtern, einschließlich der Tötung Haniyehs, so die Organisation in einer Erklärung.

    „Wir müssen auf alles vorbereitet sein – einschließlich eines schnellen Übergangs zur Offensive“, sagte Yoav Gallant, Israels Verteidigungsminister.

    Libanon:

    Die Hisbollah und Israel setzten den seit Tagen andauernden grenzüberschreitenden gegenseitigen Beschuss fort, wobei ein israelischer Luftangriff zwei Menschen im Süden Libanons tötete, so das libanesische Gesundheitsministerium.

    Weniger als 100 Tage bis zur US- Präsidentschaftswahl

    Harris steht kurz davor, ihren Vizekandidaten bekannt zu geben

    Drei Anwärter – Gouverneur Josh Shapiro aus Pennsylvania, Senator Mark Kelly aus Arizona und Gouverneur Tim Walz aus Minnesota – trafen sich am Sonntag mit Kamala Harris in Washington. Nach der Bekanntgabe ihres „Running Mates“ plant Harris, heute eine erste Kundgebung gemeinsam mit ihrem neuen Vizekandidaten in Philadelphia abzuhalten.

    Weiteres zum US-Wahlkampf:

    • Die Bestätigung von Harris als demokratische Spitzenkandidatin hat den Wahlkampf verwandelt und beschleunigt. Analysten meinen, dass der knappe Zeitplan wahrscheinlich Harris zugutekommen werde.
    • In einem Live-Interview mit Adin Ross, einem 23-jährigen Internet-Streamer, machte Donald Trump Einwanderer für den Rückgang der globalen Aktienmärkte verantwortlich.
    • In einem neuen Buch sagte die ehemalige Sprecherin der Demokraten im Abgeordnetenhaus, Nancy Pelosi, dass ihr Druck auf Präsident Biden, zurückzutreten, auf einen einzigen Faktor zurückzuführen sei: die Notwendigkeit, Donald Trump zu besiegen.

    Mehr Top-Nachrichten

    Großbritannien:

    Gewalttätige rechtsextreme Unruhen sind die erste große Herausforderung der neuen Labour-Regierung. Und sie zeigt einen harten Ansatz für Recht und Ordnung.

    Kartellrecht:

    Google handelte illegal, um sein Monopol in der Online-Suche aufrechtzuerhalten, entschied ein US-Richter, eine Entscheidung, die die Geschäftspraktiken großer Tech-Unternehmen verändern könnte.

    Bangladesch:

    Menschenmassen feierten auf den Straßen der Hauptstadt Dhaka, nachdem Premierministerin Sheikh Hasina zurückgetreten und aus dem Land geflohen war.

    Myanmar:

    Rebellenkämpfer melden, sie hätten eine Militärbasis nahe der Grenze zu China erobert, was ein bedeutender Sieg gegen die regierende Junta wäre.

    Niger:

    Das US-Militär übergab die Kontrolle über seine letzte Basis an nigrische Streitkräfte, obwohl der gewalttätige Extremismus in der Sahelzone weiter zunimmt.

    USA:

    Tropensturm Debby überschwemmt Florida und forderte bereits mindestens vier Todesopfer. Millionen Menschen fliehen vor dem Hochwasser.