Schlagwort: Blackout

  • Stromausfall in Spanien und Portugal: Frankreich sieht sich gut gerüstet

    Stromausfall in Spanien und Portugal: Frankreich sieht sich gut gerüstet

    Am Montag erlebten Spanien und Portugal einen beispiellosen Blackout. Über Stunden blieb das Licht aus, der Alltag kam zum Stillstand. Mittlerweile läuft der Strom bei 99 % der Haushalte wieder – doch die Ursachen der Störung bleiben vorerst ein Rätsel. In Frankreich hingegen gibt man sich gelassen. Jean-Paul Roubin, Direktor für Kunden und Betrieb bei RTE, dem französischen Stromnetzbetreiber, erklärte auf franceinfo, wie Frankreich solchen Ausfällen vorbeugt.

    Ein Blackout, wie ihn Europa selten sieht Ein ganz gewöhnlicher Montag – bis die Iberische Halbinsel plötzlich vom europäischen Stromnetz abkoppelt und in Dunkelheit versinkt. Die europäischen Netzbetreiber, organisiert unter dem Dach der ENTSO-E, haben umgehend Untersuchungen angekündigt, um die genaue Ursache aufzudecken. Obwohl sich Gerüchte schnell verbreiteten – von Cyberangriffen über Temperaturrekorde bis hin zu regionalen Bränden wie zwischen Perpignan und Narbonne – wurden einige dieser Theorien rasch entkräftet. Eine …

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  • Blackout in Südeuropa: Wenn der Strom in Spanien, Portugal und Teilen Frankreichs ausfällt

    Blackout in Südeuropa: Wenn der Strom in Spanien, Portugal und Teilen Frankreichs ausfällt

    Am 28. April 2025 herrschte plötzlich Dunkelheit – nicht nur in Spanien und Portugal, sondern auch in Teilen Frankreichs. Millionen Menschen waren von einem massiven Stromausfall betroffen, der das öffentliche Leben auf den Kopf stellte. Züge blieben stehen, Flughäfen wurden lahmgelegt, Kommunikationsnetze brachen zusammen. Ein Szenario, das an Filme über dystopische Zukunftsvisionen erinnert – doch diesmal war es Realität.

    Besonders betroffen war die Grenzregion zu Spanien, insbesondere die Stadt Perpignan, wo mehrere kurzfristige Stromausfälle gemeldet wurden.

    In anderen Teilen Frankreichs wurden kleinere Störungen festgestellt, die jedoch keine größeren Auswirkungen hatten. Die genaue Ursache des Stromausfalls wird derzeit untersucht.

    Die Suche nach dem Auslöser

    Was genau diesen großflächigen Blackout ausgelöst hat, ist noch immer ein Rätsel. Einige Stimmen vermuten, dass ein Brand in Südfrankreich eine Hochspannungsleitung beschädigt haben könnte – jene unscheinbaren Giganten aus Stahl, die die elektrischen Lebensadern Europas bilden. Doch das ist nur eine Theorie.

    Ein anderer Verdacht wiegt schwerer: Steckt ein Hackerangriff dahinter? Behörden in Spanien und Portugal prüfen intensiv, ob Cyberkriminelle das Stromnetz ins Visier genommen haben. Immerhin – die digitale Kriegsführung macht auch vor Energieinfrastrukturen keinen Halt mehr. Und wer weiß schon, welche Schlupflöcher sich in den Systemen verstecken?

    Das Ausmaß der Auswirkungen

    Die Folgen waren überall spürbar. U-Bahnen und Züge blieben auf freier Strecke stehen, Bahnhöfe mussten geräumt werden. An den Flughäfen herrschte Chaos – von Madrid bis Lissabon. Flugzeuge konnten nicht abheben, Passagiere saßen fest.

    Noch beunruhigender: Krankenhäuser waren auf Notstrom angewiesen. Für Patienten auf Intensivstationen oder in Operationssälen ein bedrohliches Szenario. In Supermärkten fielen Kühlanlagen aus, Kassensysteme versagten – wer an diesem Tag einkaufen wollte, stand plötzlich vor verschlossenen Türen.

    Und mitten in all dem: Menschen, die in Aufzügen festsaßen oder plötzlich ohne Internetzugang dastanden. Eine erschreckende Erinnerung daran, wie abhängig der moderne Alltag von Elektrizität ist.

    Frankreichs Energieproblem als Teil des Puzzles

    Frankreich – oft der Fels in der europäischen Energiebrandung – steht dabei selbst unter Druck. Mehr als die Hälfte der französischen Kernkraftwerke war in den letzten Monaten immer wieder abgeschaltet. Mal wegen Wartungen, mal wegen technischer Probleme, mal weil Flüsse zu wenig Wasser führten, um die Meiler zu kühlen. Solche Engpässe belasten das gesamte Stromnetz Europas – und machen es anfälliger für Kettenreaktionen.

    Ein Ausfall in einer Region kann so, wie bei Dominosteinen, ganze Landstriche mitreißen.

    Ein europäisches Dilemma

    Das europäische Stromnetz ist eng verflochten – ein Paradebeispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Doch diese Vernetzung hat ihre Schattenseiten. Fällt in einem Teil des Systems eine Komponente aus, kann das Auswirkungen bis weit über die Grenzen hinaus haben.

    Und genau das ist hier passiert.

    Was bedeutet das für die Zukunft? Müssen wir uns an solche Blackouts gewöhnen? Die Antwort ist unbequem: Vielleicht. Solange Infrastrukturen verwundbar bleiben, sei es durch physische Schäden oder digitale Angriffe, besteht das Risiko. Die Ereignisse vom April 2025 wirken da fast wie ein Warnschuss.

    Zeit, umzudenken

    Es ist höchste Zeit, dass Europa seine Energiepolitik auf neue Füße stellt. Robustere Netze, mehr Investitionen in nachhaltige Energien und ein verstärkter Fokus auf Cyber-Sicherheit sind überfällig. Der Energiemarkt darf nicht länger nur auf Wirtschaftlichkeit getrimmt werden – Sicherheit und Resilienz müssen ebenso wichtig sein.

    Die Frage ist doch: Wollen wir wirklich warten, bis der nächste Blackout kommt?

    Die Bilder aus den stillgelegten Metroschächten von Madrid oder den dunklen Straßen in Südfrankreich wird so schnell niemand vergessen. Sie erinnern uns daran, wie zerbrechlich das System ist, auf das wir alle vertrauen.

    Vielleicht sollten wir das Licht, das danach wieder anging, nicht als Selbstverständlichkeit betrachten – sondern als Aufforderung zum Handeln.

    Autor: M.A.B.

  • Mehrere Städte in den Departements Alpes-Maritimes und Var saßen nach gigantischem Stromausfall im Dunkeln

    Mehrere Städte in den Departements Alpes-Maritimes und Var saßen nach gigantischem Stromausfall im Dunkeln

    Auf dem Höhepunkt des Stromausfalls waren am 11. Oktober weit über 250.000 Haushalte von dem Stromausfall betroffen. Der Strom soll nach 22 Uhr überall wieder verfügbar gewesen sein.

    Ein gigantischer Stromausfall hat am Mittwoch, dem 11. Oktober, mehrere Viertel verschiedener Städte in den Departements Alpes-Maritimes und Var in Dunkelheit gehüllt. Der französische Netzbetreiber RTE erklärte, dass sich die Stromversorgung ab etwa 22 Uhr überall wieder normalisiert habe.

    Von 20 Uhr bis 22.15 Uhr, von Menton bis Fréjus, waren Hunderttausende Haushalte Opfer des Blackouts. Auf dem Höhepunkt des Stromausfalls waren mindestens 250.000 Anschlüsse betroffen. Laut Christian Estrosi, dem Bürgermeister von Nizza, waren in der größten Stadt des Départements Alpes-Maritimes bis zu 130.000 Haushalte betroffen. „Dieser Stromausfall betrifft 260.000 Haushalte im Departement Var“, meldete seinerseits François de Canson, Vizepräsident der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, auf Facebook.

    „Fast 300.000 Haushalte sind derzeit in einem Gebiet von Cannes bis Monaco betroffen“, schätzte die Stadtverwaltung von Cannes. In der Stadt musste das Spiel der Volleyball-Liga A der Frauen gegen Vandœuvre-Nancy unterbrochen werden, nachdem das Stadion in Dunkelheit versunken war.

  • Stromausfälle: Menschen mit Atemgeräten machen sich Sorgen

    Stromausfälle: Menschen mit Atemgeräten machen sich Sorgen

    Nachdem im Rahmen der Energiekrise Stromabschaltungen in Betracht gezogen werden, machen sich Menschen mit Beatmugsgeräten Sorgen, da sie nicht zu den vorrangigen Stromkunden gehören. Vorübergehende Stromabschaltungen. Das sind Notfallszenarien, die der Staat in diesem Winter in Betracht zieht. Maximal zwei Stunden ohne Strom, die für den 62-jährigen Jean-Paul Vasseur, der von einem künstlichen Beatmungsgerät lebt, schwerwiegende Folgen haben könnten. „Das Gerät ist immer an den Strom angeschlossen, er ist natürlich unverzichtbar.“ Aber was tun, wenn der Strom ausfällt? „Niemand hat mir gesagt, dass ich mich irgendwo melden soll. Ich habe keinen Brief, keinen Anruf, keine E-Mail, nichts bekommen“, sagt Jean-Paul Vasseur gegenüber France Télévisions. Ein Protokoll wurde eingerichtetLaurent Méric, Sprecher der Stromgesellschaft Enedis, hatte am Montag, dem 5. Dezember, angekündigt, dass „Patienten mit Beatmungsgeräten nicht zu den von den Präfekturen festgelegten prioritären Kunden gehör…

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  • Abschaltungen und Stromausfälle – was planen Enedis und RTE bei ihrem Test am Freitag?

    Abschaltungen und Stromausfälle – was planen Enedis und RTE bei ihrem Test am Freitag?

    Enedis und der Stromnetzbetreiber (RTE) werden am Freitag einen groß angelegten Test abhalten. Es geht darum, die Organisation der Teams im Falle eines tatsächlichen Stromausfalls auf dem gesamten Staatsgebiet zu testen. Angesichts der drohenden Stromausfälle in diesem Winter werden der Betreiber des Stromübertragungsnetzes RTE und Enedis am Freitag, dem 9. Dezember, gemeinsam einen landesweiten Test durchführen. Die beiden Konzerne wollen Simulationen durchführen, um sich auf die Stromausfälle vorzubereiten, die in den nächsten Wochen eintreten könnten. Das Ziel: die Organisation der Notfallteams im Falle von Stromausfällen zu testen. „Diesmal ist es eine Übung für Schwierigkeiten bei der Stromversorgung“, erklärt Enedis. Die Tests sind auf einen halben Tag angesetzt. Diese Tests, die von landesweiter Bedeutung sein werden, werden in den jeweiligen Zentren von Enedis und RTE durchgeführt. „Es sind die „Dispatcher“, unsere Mitarbeiter, die den Strom durch das Netz leiten, die mit ihren Computern eine Stromunterbrechung simulieren werden“, erklärte der Netzbetreiber. Enedis und RTE machten keine näheren Angaben zum Ablauf der Übung, erklärten aber, dass spezialisierte Mitarbeiter Karten erstellen würden, anhand derer man Lücken in der Stromerzeugung erkennen könne, wobei insbesondere die Wetterbedingungen berücksichtigt würden. Enedis und RTE weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass keine Stromabschaltungen stattfinden werden, und erklären, dass diese Übung in keiner Weise dem entspricht, was im Falle notwendiger Entlastung des Stromnetzes in Frankreich tatsächlich passieren würde. 
  • Frankreich: Hohes Risiko von Stromausfällen im Januar

    Frankreich: Hohes Risiko von Stromausfällen im Januar

    Der französische Stromnetzbetreiber RTE warnt wiederholt, dass ein „hohes“ Risiko für Überlastungen im französischen Stromnetz im kommenden Januar bestehe, da die EDF-Atomreaktoren deutlich langsamer als erwartet wieder hochgefahren werden.

    Steht Frankreich ein komplizierter Januar bevor? Das jedenfalls ist die Einschätzung des Stromnetzbetreibers RTE, der ein hohes Risiko von Überlastungen im französischen Stromnetz für Januar vorhersagt.

    Der Grund: die langsame Wiederinbetriebnahme von abgeschalteten EDF-Atomreaktoren.

    Das Risiko eines roten Alarmsignals auf des Ecowatt-Warnsystems erscheint „im Januar hoch, hängt aber weitgehend von den Wetterbedingungen und dem möglichen Auftreten einer selbst mäßigen Kältewelle ab“, so RTE.

    Freiwillige und gezielte Stromabschaltungen.
    Jean-Paul Roubin, Exekutivdirektor, der bei RTE für den Bereich „Kunden und Betrieb des Stromsystems“ zuständig ist, erinnert daran, dass im Falle freiwilliger und gezielter Stromabschaltungen im Rahmen von sogenannten „Lastabwurfmaßnahmen“ auch Privatpersonen betroffen sein könnten, da sie nicht als vorrangige Verbraucher eingestuft werden.

    „Pro Departement liegt die nicht abschaltbare Stromversorgung im Durchschnitt bei etwa 38%. Das bedeutet, dass 62% der Verbraucher abgeschaltet werden könnten, also wird natürlich auch eine große Anzahl von Privatpersonen, Haushalten, aber auch Handwerkern und kleinen Firmen geben, die abgeschaltet werden könnten“, sagte er.

    Derzeit allerdings reduziert die seit mehreren Wochen zu beobachtende Sparsamkeit der Verbraucher und Rückgang des Stromverbrauchs (-6,6 % über vier Wochen im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019) „das Risiko für die Versorgungssicherheit“ im Stromsektor für den Winter.

    Es bestehen jedoch weiterhin Unsicherheiten aufgrund einer rekordverdächtigen Nichtverfügbarkeit vieler Kernkraftwerke des Stromversorgers EDF in diesem Winter. Da fast die Hälfte der 56 Reaktoren wegen Wartungsarbeiten oder tatsächlicher oder vermuteter Korrosionsprobleme abgeschaltet sind, dürfte die französische Atomstromproduktion in diesem Jahr einen historischen Tiefststand von 275 bis 285 Terawattstunden (TWh) erreichen.

    So dürften nach dem „wahrscheinlichsten Szenario“ laut der Prognose von RTE Anfang Januar nur rund 40 Gigawatt (GW) Leistung aus dem Kernkraftpark verfügbar sein, was etwa 65% der vollen Kernkraftkapazität entspricht. Die Hoffnung, 45 GW zu erreichen, wie ursprünglich am 14. September von RTE bei der Vorstellung des Winterszenarios prognostiziert, erscheint inzwischen als unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich.

    Die Gründe für das französische Strom-Desaster: die Streiks im September und Oktober, die Arbeiten ins Stocken brachten, sowie „Verzögerungen und technische Unwägbarkeiten“ bei der laufenden Wartung der Kernkraftwerke.

    Das Risikoniveau ist über den gesamten Winter hoch. Es wird sich aber etwas anders verteilen: weniger Risiko im Dezember, mehr im Januar, weniger Ende Februar und März. Aber quantitativ ist das Risiko über den gesamten Winter gleich hoch.

    In einem „normalen“ Winter wird die Anzahl des roten Ecowatt-Signals auf bis zu 2 geschätzt, in einem kalten Winter auf bis zu 5, warnt der Netzbetreiber RTE.

  • Risiko von Stromausfällen: Emmanuel Macron fordert Franzosen auf, „nicht in Panik zu geraten“

    Risiko von Stromausfällen: Emmanuel Macron fordert Franzosen auf, „nicht in Panik zu geraten“

    Der Präsident fordert die Bevölkerung aber außerdem dazu auf, den Stromverbrauch um 10% zu senken, wie es in dem von der Regierung vorgelegten Plan für einen sparsamen Umgang mit Strom empfohlen wird. Ein Aufruf zur Ruhe und zur Verantwortung. Präsident Emmanuel Macron forderte die Franzosen am Samstag, dem 3. Dezember, in einem Interview in der 13-Uhr-Nachrichtensendung des französischen Fernsehsenders TF1 auf, angesichts der drohenden Stromausfälle in diesem Winter „nicht in Panik“ zu geraten. Sie könnten durchaus vermieden werden, versicherte der Staatschef. „Das hängt von uns allen ab“, betonte er. Emmanuel Macron empfiehlt, sich an den am Donnerstag von der Regierung vorgestellten „Plan de sobriété“ zu halten, d. h. den Energieverbrauch um etwa 10% gegenüber dem üblichen Niveau zu senken. Der Aufruf zu Energiesparen erfolgt vor dem Hintergrund einer historisch niedrigen Produktion der französischen Atomkraftwerke. „Es ist normal, dass sich die Regierung auf einen Extremfall vorber…

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  • Regierung warnt: Stromausfälle könnten diesen Winter 60% der Franzosen betreffen

    Regierung warnt: Stromausfälle könnten diesen Winter 60% der Franzosen betreffen

    Die Präfekten der französischen Departements wurden in einem von der Regierung übermittelten Rundschreiben aufgefordert, mögliche Stromausfälle im Januar vorzubereiten. Die Regierung liess den Präfekten ein Rundschreiben zukommen, damit diese ihre Departements auf mögliche geplante Stromausfälle vorbereiten, von denen 60% der Bevölkerung, aber keine kritischen Standorte oder vorrangigen Kunden betroffen sein sollten. Der Text, der das gesamte französische Mutterland außer Korsika betrifft, das mit Italien verbunden ist und über eine eigene Stromerzeugung verfügt, dient dazu, „die Vorbereitung des Landes“ zu sichern. Rotierende Entlastungen des Stromnetzes von maximal zwei Stunden werden immer wahrscheinlicher, insbesondere im Januar, wenn die Stromversorgung Probleme bereitet. In dem Rundschreiben der Regierung, das von mehreren Medien aufgegriffen wurde, heißt es: „Wir müssen nur dann abschalten, wenn sich die Kälte bestätigt, wenn wir ein Problem mit der Produktion oder der Verbindun…

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  • Stromversorgung: Weitere Verzögerungen bei Inbetriebnahme von EDF-Atomreaktoren

    Stromversorgung: Weitere Verzögerungen bei Inbetriebnahme von EDF-Atomreaktoren

    Die Wiederinbetriebnahme von Atomreaktoren des Stromversorgers EDF, fast die Hälfte aller französischer Atomreaktoren, könnte sich weiter verzögern: Eine Situation, die das Risiko von Stromausfällen im kommenden Winter erhöht.

    Der Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme der Atomreaktoren der EDF laut dem Sender BFMTV nochmals verzögert worden. So meldet der Netzbetreiber RTE (Réseau de transport d’électricité), dass das Wiederanfahren einiger Reaktoren bis Dezember nicht möglich sein wird, obwohl die EDF bis Ende November ein Dutzend Reaktoren wieder in Betrieb nehmen wollte. Die Situation könnte sich daher weiter verschlechtern, insbesondere nachdem die Wiederinbetriebnahme von fünf Reaktoren bereits im Oktober verschoben worden war.

    Am Montag, dem 21. November, sind immer noch 26 der 56 französischen Reaktoren abgeschaltet. Und trotz des hohen erwarteten Energieverbrauchs in Frankreich, sind laut den von RTE online gestellten Daten werden etwa 15 Reaktoren bis Januar oder sogar darüber hinaus nicht am Netz sein.

    Hohes Risiko – aber kein Blackout erwartet
    Zwar war die Abschaltung der Reaktoren geplant, doch Streiks, die im September und Oktober die Wartungsarbeiten einiger Kraftwerke blockiert haben, sowie „Verzögerungen und technische Unwägbarkeiten“ verhindern, dass einige Reaktoren rechtzeitig wieder in Betrieb genommen werden können. Eine rechtzeitige Wiederinbetriebnahme ist jedoch entscheidend, da im Januar sowieso nur 65% der Kernkraftkapazität zur Verfügung stehen wird: Eine Situation, die den Netzwerkbetreiber RTE befürchten lässt, dass es insbesondere im Januar zu Stromausfällen kommen könnte. Solche Ausfälle würden höchstwahrscheinlich zwischen 8.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 20.00 Uhr auftreten, so die RTE.

    Es besteht jedoch keine Gefahr eines allgemeinen „Blackouts“ für Frankreich, wenn notwendige Maßnahmen ergriffen werden. Der Konzern gibt an, dass ein „Rückgang des Verbrauchs um 1 bis 5% oder um maximal 15% im schlimmsten Szenario“ ausreichen würde, um Risiken von Blackouts und grösseren Stromausfällen zu vermeiden.

  • Krieg in der Ukraine: Ist von Russland verursachter „Blackout“ des Internets in Europa möglich?

    Krieg in der Ukraine: Ist von Russland verursachter „Blackout“ des Internets in Europa möglich?

    Könnte Russland als Reaktion auf die Sanktionen des Westens die Unterseekabel, die die verschiedenen Kontinente mit dem Internet verbinden, angreifen? Das könnte zu einem Blackout führen. Ein Szenario, das nicht unmöglich erscheint.

    Neben der nuklearen Bedrohung schwebt eine weitere Gefahr über dem europäischen Kontinent: die eines „Blackouts“, der durch die Unterbrechung der transatlantischen Unterseekabel verursacht wird. Diese Bedrohung wird von den europäischen Ländern nicht auf die leichte Schulter genommen: Die Unterbrechung würde nicht nur unsere Computer, Smartphones und Tablets, sondern auch viele Internetserver vom Netz trennen. Über solche Kabel wird fast das gesamte Internet geleitet, insbesondere Finanz- und Wirtschaftsdaten.

    Jean-Luc Vuillemin, Direktor für internationale Netzwerke bei Orange France, erklärte der Zeitung La Tribune, dass es im Falle einer Unterbrechung der Überseekabel „einfach kein europäisches Internet mehr geben würde“. Der Grund? 99% des weltweiten Netzwerks laufen über diese Kabel.

    Unterseekabel wurden auch während der Annexion der Krim durchtrennt.
    Und die Bedrohung wird von den europäischen Ländern und Verteidigungspolitikern sehr ernst genommen. So wurde 2021 vor der Küste Irlands die Yantar, ein „ozeanographisches“ Schiff, das über ein Mini-U-Boot vom Typ AS-37verfügt, das bis zu 6.000 Meter tief tauchen kann, entdeckt. Dieses Spionageschiff der russischen Marine verfolgte den Verlauf der unterseeischen Telekommunikationskabel Celtic Norse und AEConnect-1, die Irland mit den USA verbinden. Über diese Kabel werden 97% der weltweiten Kommunikation und der Finanztransaktionen abgewickelt.

    Russland hat bereits während der Annexion der Krim Unterseekabel durchtrennt. Auch die Ukraine nimmt die Bedrohung ernst. Ende Februar hatte der stellvertretende Premierminister den Milliardär Elon Musk, den Chef von Tesla und SpaceX, gebeten, sein Netzwerk von Internetsatelliten Starlink im Notfall über dem Land einzusetzen. Elon Mask ist der bitte nachgekommen und es wurde eine Notfalllösung eingerichtet.

    Das Netzwerk von Unterwasser-Kommunikationskabeln in der Welt. Wikimedia Commons