Schlagwort: Bernard Arnault

  • Die Macht der Zahl – und die Macht der Suggestion

    Die Macht der Zahl – und die Macht der Suggestion

    Kaum eine Zahl hat die französische Debatte über Ungleichheit in den vergangenen Jahren stärker geprägt als jene «42 Prozent». Sie steht für die Behauptung, dass die 500 reichsten Franzosen heute ein Vermögen besitzen, das 42 Prozent des französischen Bruttoinlandprodukts entspricht. Die Zahl wirkt monumental – beinahe obszön. Sie evoziert ein Land, dessen wirtschaftliche Substanz zunehmend in den Händen einiger weniger Familien und Konzerne konzentriert ist. Kein Wunder, dass Ökonomen wie Gabriel Zucman oder Politiker der linken Opposition sie mit Vorliebe zitieren.

    Und doch liegt die eigentliche Bedeutung dieser Zahl weniger in ihrer mathematischen Präzision als in ihrer politischen Wirkungskraft.

    Denn streng genommen ist die Aussage korrekt. Die kumulierten Vermögen der 500 reichsten französischen Familien – angeführt von Dynastien wie Arnault, Bettencourt-Meyers oder Hermès – belaufen sich gegenwärtig auf rund 1.100 bis 1.200 Milliarden Euro. Das französische Bruttoinlandprodukt wiederum beträgt jährlich knapp 2.900 Milliarden Euro. Das Verhältnis ergibt rechnerisch tatsächlich ungefähr 42 Prozent.

    Der Irrtum beginnt dort, wo aus dieser Relation eine ökonomische Vergleichbarkeit abgeleitet wird.

    Ein methodischer Kurzschluss

    Das Problem liegt in der Natur der verglichenen Grössen. Vermögen ist ein Bestand, das BIP ein Strom. Das eine misst akkumulierte Werte über Jahrzehnte hinweg, das andere die innerhalb eines Jahres produzierte Wirtschaftsleistung.

    Wer beides unmittelbar gegenüberstellt, vergleicht letztlich den Gesamtwert eines Sparkontos mit einem Jahresgehalt. Die Zahlen mögen formal kompatibel erscheinen, analytisch sind sie es nicht.

    Gerade in Frankreich, wo ökonomische Debatten traditionell stark moralisch aufgeladen sind, entfalten solche Kennziffern jedoch eine besondere Wirkung. Sie suggerieren nicht bloss Konzentration von Wohlstand, sondern beinahe eine Art Besitznahme der Volkswirtschaft durch wenige Akteure.

    Liberale Ökonomen und wirtschaftsnahe Institute kritisieren deshalb seit Jahren die methodische Konstruktion hinter dieser Darstellung. Sie argumentieren, sinnvoller wäre ein Vergleich des Vermögens der Superreichen mit dem Gesamtvermögen aller französischen Haushalte. In dieser Perspektive relativiert sich die Zahl erheblich: Die rund 1.200 Milliarden Euro entsprächen dann eher etwa sechs Prozent des gesamten privaten Nettovermögens Frankreichs, das auf über 20.000 Milliarden Euro geschätzt wird.

    Damit verschwindet die soziale Ungleichheit keineswegs. Aber ihre Dimension erscheint weniger apokalyptisch als es die Formel «42 Prozent des BIP» nahelegt.

    Die eigentliche Geschichte: der historische Vermögensschub

    Gleichwohl wäre es ein Fehler, die Debatte als rein statistische Irreführung abzutun. Denn hinter der zugespitzten Formel verbirgt sich eine reale und tiefgreifende Entwicklung: der spektakuläre Aufstieg sehr grosser Vermögen seit den 1990er Jahren.

    Damals entsprach das Vermögen der 500 reichsten Franzosen lediglich rund fünf bis sechs Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Heute liegt der Anteil um ein Vielfaches höher. Dieser Wandel markiert nicht bloss eine normale Vermögensakkumulation, sondern eine strukturelle Transformation des globalen Kapitalismus.

    Frankreich ist dafür ein besonders aufschlussreiches Beispiel. Kaum ein anderes europäisches Land hat derart stark von der Explosion globaler Luxusmärkte profitiert. Konzerne wie LVMH, Hermès oder L’Oréal wurden zu weltumspannenden Markenimperien. Ihr Börsenwert vervielfachte sich im Zuge der Globalisierung, des Aufstiegs asiatischer Konsumenten und der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken.

    Damit stiegen zwangsläufig auch die Vermögen ihrer Haupteigentümer.

    Die Konzentration des Reichtums ist daher weniger Ausdruck eines spezifisch französischen Problems als Teil eines globalen Trends: Kapitalrenditen, insbesondere bei börsennotierten Unternehmen, entwickelten sich über lange Zeit deutlich dynamischer als Löhne oder allgemeines Wirtschaftswachstum.

    Thomas Piketty hat diesen Mechanismus bereits vor Jahren beschrieben. Gabriel Zucman radikalisiert ihn politisch, indem er daraus Forderungen nach globalen Vermögenssteuern ableitet. Ihre Gegner wiederum werfen ihnen vor, statistische Effekte rhetorisch zu überhöhen und damit Ressentiments gegenüber Unternehmern zu fördern.

    Die Illusion des «greifbaren» Reichtums

    Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der in populären Debatten häufig untergeht: Der grösste Teil dieser Milliarden existiert nicht als liquide Geldmenge. Es handelt sich überwiegend um Unternehmensanteile, deren Wert täglich schwankt.

    Wenn die Aktie von LVMH innerhalb weniger Wochen zehn Prozent verliert, schrumpft das Vermögen von Bernard Arnault rechnerisch um mehrere Milliarden Euro – ohne dass physisch Geld verschwindet. Umgekehrt entstehen bei Börsenrallyes immense Vermögenszuwächse, die oft rein bilanzieller Natur bleiben.

    Diese «Papiervermögen» sind dennoch politisch relevant. Denn sie verleihen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einfluss: Zugang zu Kapital, Kontrolle über Konzerne, Medienmacht und internationale Netzwerke. Doch sie sind nicht identisch mit frei verfügbarem Bargeld.

    Gerade deshalb bewegt sich die öffentliche Debatte häufig zwischen zwei Verzerrungen. Die eine Seite unterschätzt die reale Macht extremer Vermögenskonzentration. Die andere Seite verwandelt Buchwerte in eine moralische Anklageschrift gegen den Kapitalismus insgesamt.

    Zahlen als politische Waffen

    Die Formel von den «42 Prozent des BIP» ist letztlich weniger eine ökonomische Kennzahl als ein rhetorisches Instrument. Sie verdichtet komplexe Entwicklungen zu einer eingängigen Botschaft. In Zeiten wachsender sozialer Unsicherheit funktioniert das hervorragend.

    Denn moderne Demokratien leben zunehmend von symbolischen Zahlen. Schuldenquoten, Defizitgrenzen, CO₂-Ziele oder Milliardärsrankings strukturieren politische Wahrnehmung oft stärker als die dahinterliegenden Zusammenhänge.

    Die eigentliche Herausforderung besteht daher nicht darin, solche Zahlen zu verbieten oder moralisch zu denunzieren. Entscheidend ist vielmehr, ihre Aussagekraft präzise einzuordnen.

    Ja, die Vermögen der französischen Superreichen sind historisch stark gewachsen. Ja, die Konzentration wirtschaftlicher Macht wirft legitime politische Fragen auf. Aber nein: Daraus folgt nicht automatisch, dass einige hundert Familien «42 Prozent Frankreichs besitzen».

    Zwischen mathematischer Wahrheit und politischer Suggestion liegt bisweilen nur ein schmaler Grat.

    Andreas M. Brucker

  • Luxus auf dem Prüfstand: LVMH zwischen Markenmacht und Marktverunsicherung

    Luxus auf dem Prüfstand: LVMH zwischen Markenmacht und Marktverunsicherung

    Die Aktie von LVMH – einst ein Paradebeispiel für grenzenloses Wachstum im Luxussegment – gerät zunehmend ins Wanken. Das französische Imperium, bekannt für Marken wie Louis Vuitton, Dior oder Moët & Chandon, glänzt noch immer, doch der Lack bekommt erste Kratzer. Die Gründe dafür sind vielfältig und werfen eine spannende Frage auf: Ist der Zenit erreicht?


    Gigant mit goldener Krone – aber schweren Schuhen

    Man kann sagen, Bernard Arnault hat ein Universum geschaffen, das wie ein Uhrwerk tickt – präzise, luxuriös, begehrenswert. Über 75 Marken, von High Fashion bis hin zu Champagner, gehören zur LVMH-Familie. Diese Breite ist Fluch und Segen zugleich: Sie macht den Konzern resistent gegenüber Schwankungen in einzelnen Segmenten, erschwert aber gleichzeitig die schnelle Anpassung an neue Marktbedingungen.

    Stell dir einen Luxusliner vor, der majestätisch durch die Gewässer gleitet – aber wenn er drehen will, braucht er Platz und Zeit. Genau so fühlt sich LVMH aktuell an.


    Die Märkte blinzeln – und LVMH verliert an Glanz

    Über Jahre hinweg war der Kursverlauf ein Freudenfest für Aktionäre. Doch seit Mitte 2023 geht es bergab – rund 15 Prozent hat die Aktie eingebüßt. Nicht dramatisch, aber deutlich genug, um Investoren hellhörig zu machen.

    China – einst das pulsierende Herz des Luxusgeschäfts – lahmt. Die Kaufkraft der Mittelschicht stagniert, und politische Unsicherheiten bremsen sowohl Investitionen als auch Konsumlust. Selbst die Treuesten unter den Luxusfans zögern.

    Auch intern läuft nicht alles rund. Neue Marken wie Aesop müssen integriert, Synergien geschaffen werden. Doch das ist leichter gesagt als getan – vor allem bei einem Unternehmen, dessen Organisation an ein feines Spinnennetz erinnert: hochkomplex, schwer steuerbar.


    Jugend auf Abwegen – das Image wankt

    Die Generation Z stellt Fragen, die früher kaum jemand stellte: „Wie wurde das Leder gewonnen?“, „Wird hier fair produziert?“ oder „Wie engagiert sich das Unternehmen gesellschaftlich?“ Und das nicht nur am Stammtisch, sondern lautstark auf Social Media. Das hat Wirkung.

    LVMH versucht zu reagieren – mit Nachhaltigkeitsinitiativen, Transparenzkampagnen, grünem PR-Gewand. Doch das Dilemma bleibt: Wie viel Veränderung verträgt eine Marke, deren Reiz genau auf Exklusivität und Unerreichbarkeit beruht?


    Fundament stark – aber teuer erkauft

    Mit einem Börsenwert von rund 400 Milliarden Euro bleibt LVMH ein Schwergewicht. Die Margen sind beeindruckend, das operative Ergebnis solide. Doch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 25 signalisiert: Der Markt erwartet viel – sehr viel.

    Die Aktie ist kein Schnäppchen. Wer heute einsteigt, bezahlt nicht nur für Qualität, sondern auch für Hoffnungen. Und Hoffnungen lassen sich an der Börse manchmal schwer kalkulieren.


    Investieren oder Abstand halten?

    LVMH ist kein Schnellboot für spekulative Anleger. Die Aktie lebt von Vertrauen, Geduld und einer gehörigen Portion Optimismus. Wer langfristig denkt, bekommt ein Stück eines Markenreichs, das in seiner Dichte und Klasse einzigartig ist. Und Hand aufs Herz: Wer träumt nicht davon, sich mit Dior und Dom Pérignon im Depot schmücken zu können?

    Doch kurzfristige Gewinne? Schwierig. Die Herausforderungen sind real – und das nächste Kursfeuerwerk lässt auf sich warten.


    Zwischen Glanz und Realität

    LVMH bleibt ein Symbol für Luxus, Eleganz und geschicktes Unternehmertum. Aber auch ein Symbol steht nicht ewig unangetastet auf dem Sockel. Der Konzern muss zeigen, dass er nicht nur verwalten, sondern auch erneuern kann – ohne seinen Markenkern zu verraten.

    Die Aktie ist also kein Selbstläufer mehr. Aber wer genau hinschaut, erkennt: Der Glanz ist noch da. Nur muss er künftig härter erarbeitet werden.

    Von Andreas M. Brucker

  • Ex-Geheimdienstchef Squarcini zu vier Jahren Haft verurteilt – Einflussnahme für LVMH?

    Ex-Geheimdienstchef Squarcini zu vier Jahren Haft verurteilt – Einflussnahme für LVMH?

    Bernard Squarcini, ehemaliger Chef des französischen Inlandsgeheimdienstes, wurde am Freitag vom Pariser Strafgericht zu vier Jahren Haft verurteilt – zwei davon auf Bewährung. Der Vorwurf: illegale Einflussnahme, insbesondere zugunsten des Luxuskonzerns LVMH und dessen Chef Bernard Arnault. Ein Urteil, das Wellen schlägt.

    Von der Machtzentrale zum Angeklagten

    Squarcini, in Geheimdienstkreisen als „der Squale“ bekannt, stand lange an der Spitze der französischen Sicherheitsbehörden. Doch jetzt wurde der 69-Jährige nicht nur zu einer Haftstrafe verurteilt, sondern muss auch eine Geldstrafe von 200.000 Euro zahlen. Zudem darf er für fünf Jahre nicht mehr im Bereich Geheimdienste, Beratung oder Wirtschaftsspionage tätig sein.

    Die Haftstrafe muss er allerdings nicht hinter Gittern verbüßen – stattdessen wird sie mit einer elektronischen Fußfessel überwacht. Doch sein juristischer Kampf ist noch nicht vorbei: Seine Anwältin, Me Marie-Alix Canu-Bernard, kündigte umgehend Berufung an.

    „Äußerst schwerwiegende Taten“ – Das Gericht bleibt hart

    Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Strafe von vier Jahren mit Bewährung und eine höhere Geldbuße von 300.000 Euro gefordert. Squarcini, ein einst angesehener hoher Beamter, sei für „äußerst schwerwiegende Taten“ verantwortlich, so die Anklage.

    Er stand nicht allein vor Gericht – neun weitere Personen waren angeklagt, darunter hochrangige Beamte, ehemalige Richter und Wirtschaftsspione. Ihm wurden insgesamt elf Delikte vorgeworfen, darunter passive Einflussnahme, Veruntreuung öffentlicher Gelder, Geheimnisverrat und Urkundenfälschung.

    Das Gericht sprach ihn in einigen Anklagepunkten frei und stufte andere Vergehen neu ein. Doch die Kernaussage blieb bestehen: Squarcini habe seine Position missbraucht, um persönliche Vorteile zu sichern.

    Spionage für LVMH – Die Ruffin-Affäre

    Ein besonders brisanter Teil des Falls betrifft die Überwachung des heutigen Abgeordneten François Ruffin. Zwischen 2013 und 2016 ließ Squarcini Ruffin und dessen investigatives Magazin Fakir im Auftrag von LVMH ausspionieren. Pikant: Ruffin arbeitete damals an seinem Film Merci Patron!, einer bissigen Dokumentation über Bernard Arnaults Geschäftsgebaren.

    Bernard Arnault selbst beteuerte vor Gericht, nichts von der Überwachung gewusst zu haben. Ruffin hingegen sieht den Fall als Beleg dafür, wie eng Wirtschaftsmacht und politische Einflussnahme in Frankreich verflochten sind. Brisant dabei: LVMH konnte 2021 durch eine Zahlung von zehn Millionen Euro ein offizielles Strafverfahren abwenden.

    Ein Urteil mit Signalwirkung?

    Die Verteidigung sieht das Urteil als ungerecht. Squarcinis Anwälte kritisierten, dass die Ermittlungen „einseitig“ geführt worden seien. Ihr Mandant habe sein Leben lang dem Staat gedient, betonten sie. Andere Verteidiger hoben die „unbescholtene Karriere“ ihrer Mandanten hervor.

    Doch der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie stark darf sich ein ehemaliger Geheimdienstchef in private Angelegenheiten einmischen? Und wo liegt die Grenze zwischen beruflichem Netzwerk und illegalem Einfluss?

    Die Berufung steht noch aus – doch das Urteil könnte bereits jetzt ein deutliches Zeichen setzen.

    Von C. Hatty

  • Olympiade 2024: Macron trifft internationale CEOs zum Mittagessen

    Olympiade 2024: Macron trifft internationale CEOs zum Mittagessen

    Am Donnerstag, dem 25. Juli, richtet Präsident Emmanuel Macron ein besonderes Mittagessen im Élysée-Palast aus. Zu den Gästen zählen hochkarätige internationale Unternehmensführer wie Elon Musk, Chef von Tesla, und James Quincey, CEO von Coca-Cola. Insgesamt werden rund 40 VIPs erwartet, darunter auch der indische Geschäftsmann Lakshmi Mittal und der französische Milliardär Bernard Arnault von LVMH. Ein starkes Zeichen für Frankreichs Wirtschaft Macrons Ziel ist klar: Er möchte die wirtschaftliche Attraktivität Frankreichs hervorheben. Gerade im Umfeld der Olympischen Spiele in Paris 2024 bietet sich die perfekte Gelegenheit, Frankreichs Stärken zu präsentieren. Die Regierung betont, dass Stabilität und Sicherheit entscheidend sind, um Investitionen – vor allem aus dem Ausland – zu sichern. Doch was steckt wirklich hinter diesem Treffen? Es geht darum, Vertrauen zu festigen und zu zeigen, dass Frankreich ein verlässlicher Partner ist. Das ist besonders wichtig in Zeiten politischer Uns…

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  • Bernard Arnault, Beyoncé, Jay-Z und Elon Musk waren am Mittwochabend im Elysée-Palast eingeladen

    Bernard Arnault, Beyoncé, Jay-Z und Elon Musk waren am Mittwochabend im Elysée-Palast eingeladen

    Am Mittwochabend wurden Persönlichkeiten wie die Sänger Beyoncé und Jay-Z oder der CEO von Tesla, SpaceX und X (ehemals Twitter) Elon Musk im Elysée-Palast von Emmanuel Macron empfangen.

    Eine Versammlung interessanter Persönlichkeiten im Elysée-Palast am Mittwochabend. Internationale Stars, Top-Manager und Minister wurden von Emmanuel Macron. Unter ihnen waren die Sängerin Beyoncé, der Rapper Jay-Z und Elon Musk, der CEO von Tesla, SpaceX und X (ehemals Twitter). Aber auch Geschäftsleute wie Vincent Bolloré oder Rodolphe Saadé waren zugegen. Ebenfalls anwesend waren Königin Rania von Jordanien und der Künstler Jeff Koons.

    Alle waren gekommen, um einen Mann zu ehren: Bernard Arnault. Der Chef der Luxusgruppe LVMH, der reichste Mann der Welt, wurde von Emmanuel Macron ausgezeichnet. Ihm wurde die Großkreuz der Ehrenlegion verliehen, wie die Website Politico berichtet. In seiner Rede erklärte Emmanuel Macron, dass Bernard Arnault es verstanden habe, „vorausschauend viel aufzubauen“, „die Turbulenzen des kurzfristigen zu meistern“, um „eine Form des ewigen Französischen zu verkaufen“. Der Staatspräsident würdigte auch Bernard Arnaults Verwurzelung in Frankreich und sein finanzielles Engagement für den Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame de Paris.

    Laut Politico hatten Emmanuel Macron und Elon Musk vor der Zeremonie ein privates Treffen zum Thema Investitionen in Frankreich, bevor Elon Musk nach London aufbrach.

    Mehrere Mitglieder der Regierung waren ebenfalls anwesend: Bruno Le Maire, Gérald Darmanin, Rachida Dati, aber auch der ehemalige Präsident Nicolas Sarkozy oder die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo.

    Ende 2022 beschäftigte Bernard Arnaults Luxusimperium LVMH weltweit 196.000 Personen. Zu den Hauptmarken gehören Louis Vuitton, Christian Dior, Givenchy sowie die Champagner Moët & Chandon, Dom Perignon, Veuve Cliquot, der Cognac Hennessy, die Parfümerien Sephora sowie die Medien Le Parisien, Les Echos und Radio Classique.

  • Gegen Frankreichs reichsten Unternehmer wird wegen Geldwäsche ermittelt

    Gegen Frankreichs reichsten Unternehmer wird wegen Geldwäsche ermittelt

    Gegen den französischen Milliardär und Chef des LVMH-Luxusgüterkonzerns Bernard Arnault und den russischen Oligarchen Nikolai Sarkisov wird laut der Pariser Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Geldwäsche im Alpenort Courchevel ermittelt.

    Alle Augen sind auf Courchevel gerichtet. Eine Voruntersuchung wegen Geldwäsche in dem Luxus-Skiort in den französischen Alpen wurde gegen den Franzosen Bernard Arnault und den russischen Oligarchen Nikolai Sarkisov eingeleitet, wie die Pariser Staatsanwaltschaft jetzt mitteilte.

    Bereits seit 2022 läuft eine Voruntersuchung, der Staatsanwaltschaft auf wegen verdächtiger Transaktionen gegen den Milliardär Bernard Arnault und den Russen Sarkisov. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass diese Transaktionen den Tatbestand der Geldwäsche erfüllen könnten.

    Die Zeitung Le Monde berichtete unter Berufung auf die französische Finanzfahndungsstelle Tracfin, dass der 55-jährige russische Milliardär Sarkisov 2018 im Rahmen eines komplexen Geschäfts, an dem Firmen mit Sitz in Frankreich, Luxemburg und Zypern beteiligt waren, 14 Wohnungen von einem einzigen Verkäufer für etwa 16 Millionen Euro erworben hatte.

    Obwohl er als Käufer gilt, taucht Sarkisovs Name nirgends in den Büchern der Firma auf, die den Kauf getätigt hat. Die Firma mit dem Namen La Flèche soll drei weitere Immobilieneinheiten von einer weiteren Firma gekauft haben, die offenbar ebenfalls Sarkisov gehörte.

    Durch den Verkauf der Immobilien an sich selbst konnte der Russe laut der Zeitung einen Gewinn von 1,2 Millionen Euro verbuchen.

    Bernard Arnault, der das Luxusgüterimperium LVMH leitet, wird verdächtigt, Nikolai Sarkisov 18,3 Millionen Euro für die Transaktion geliehen zu haben. Anschließend soll er die Firma La Flèche erworben haben und damit Eigentümer des Immobilienportfolios geworden sein.

    Der Eigentümerwechsel könnte dazu gedacht gewesen sein, „die genaue Herkunft der Gelder zu verschleiern“, so Le Monde. Die Ermittler gehen davon aus, dass Nicolai Sarkisov durch das Geschäft insgesamt zwei Millionen Euro verdient hat, wissen aber nicht, wie viel er für das Darlehen gezahlt hat.

    Bernard Arnault ist laut dem Forbes Magazine im Moment nach Elon Musk der zweitreichste Mensch der Welt.

  • Restos du Coeur: Familie des Milliardärs Bernard Arnault kündigt Spende von 10 Millionen Euro an

    Restos du Coeur: Familie des Milliardärs Bernard Arnault kündigt Spende von 10 Millionen Euro an

    Der Vorstandsvorsitzende der Luxus-Handelskette LVMH, Bernard Arnault, kündigte an, dass er und seine Familie fast 10 Millionen Euro zur Unterstützung der Restos du Coeur spenden werden. Der Staat hatte zuvor ebenfalls 15 Millionen Euro zugesagt. Die Hilfsorganisation Restos du Coeur schreibt rote Zahlen. Die Einrichtung, die 35% der Lebensmittelhilfe in Frankreich an Bedürftige leistet, erklärte kürzlich, dass sie sich in einer äußerst komplizierten Situation befinde, insbesondere aufgrund der starken Inflation. Die Organisation erklärte auch, dass sie aufgrund ihrer finanziellen Schwierigkeiten in diesem Winter die Zahl der Empfänger, denen sie Lebensmittelhilfe zukommen lassen könne, deutlich reduzieren müsse. Angesichts dieser angespannten Lage greift nun Bernard Arnault tief in die Tasche. Der französische Milliardär, zeitweilig reichste Mann der Welt und Chef der LVMH-Gruppe kündigte an, dass er den Restos du Coeur 10 Millionen Euro spenden werde, um der Hilfsorganisation über de…

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  • Der reichste Mann und die reichste Frau der Welt sind Franzosen

    Der reichste Mann und die reichste Frau der Welt sind Franzosen

    Bernard Arnault und Françoise Bettencourt Meyers sind derzeit der reichste Mann und die reichste Frau der Welt. Mit einem geschätzten Vermögen von 211 Milliarden US-Dollar bzw. 80,5 Milliarden US-Dollar sind Bernard Arnault, Chef des LVMH-Konzerns, und Françoise Bettencourt Meyers, Erbin von L’Oréal, laut der Forbes-Rangliste 2023 der reichste Mann und die reichste Frau der Welt. In Frankreich zählt das Magazin 43 Milliardäre mit einem Gesamtvermögen, das seit 2022 deutlich gewachsen ist.

    Der reichste Mann und die reichste Frau der Welt kommen aus Frankreich. Bernard Arnault, CEO des weltgrößten Luxusgüterherstellers LVMH, und Françoise Bettencourt Meyers, Erbin von L’Oréal, stehen an der Spitze der jährlichen Forbes-Rangliste für 2023, die am Dienstag, den 4. April veröffentlicht wurde.

    Im Jahr 2022 hatte Bernard Arnault den dritten Platz in der jährlichen Rangliste belegt, die von Elon Musk, dem Chef von Tesla, Twitter und SpaceX, und Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon, angeführt wurde.

    211 Milliarden Dollar
    Im Dezember letzten Jahres hatte der französische Milliardär die beiden Amerikaner jedoch von der Spitze verdrängt, als er unter Berücksichtigung des Vermögens seiner Familie zum reichsten Mann der Welt gekürt wurde. Dies geht aus der „Echtzeit“-Rangliste des Magazins hervor, die unter anderem auf Börsenkursen und Wechselkursen basiert.

    In der am Dienstag veröffentlichten Weltbestenliste 2023 wird sein Vermögen auf 211 Milliarden US-Dollar geschätzt – wobei Forbes angibt, „das Nettovermögen anhand der Aktienkurse und Wechselkurse von Freitag, dem 11. März 2023, berechnet“ zu haben.

    „Zum ersten Mal in der Geschichte der Rangliste sind der reichste Mann und die reichste Frau Frankreichs auch die reichsten der Welt. Eine doppelte Leistung, die von der Stärke der französischen Wirtschaft zeugt, trotz der aufeinanderfolgenden Krisen, die unser Land direkt oder indirekt durchläuft“, hebt Forbes Frankreich in seiner Pressemitteilung hervor.

    Elon Musk belegt mit einem geschätzten Vermögen von 180 Milliarden US-Dollar den zweiten Platz der Weltrangliste, vor Jeff Bezos (114 Milliarden US-Dollar), Larry Ellison, Mitbegründer des Softwareunternehmens Oracle (107 Milliarden US-Dollar), und Warren Buffett (106 Milliarden US-Dollar).

    43 französische Milliardäre
    Françoise Bettencourt Meyers (und ihre Familie) – mit 80,5 Milliarden US-Dollar elftreichste Person der Welt – ist das dritte Jahr in Folge die reichste Frau der Welt. Sie war es schon 2019 und trat damit die Nachfolge ihrer Mutter Liliane Bettencourt an, die 2016 und 2017 die erste Frau auf der Forbes-Rangliste war.

    In Frankreich nehmen die großen Vermögen zu. Forbes zählt insgesamt 43 Milliardäre, darunter aber nur sieben Frauen, „mit einem Gesamtvermögen, das seit 2022 um 20,6 % gestiegen ist“.

    Hinter Bernard Arnault und Françoise Bettencourt Meyers folgen François Pinault, Gründer des Luxusgüterkonzerns Kering, und die Brüder Alain und Gérard Wertheimer, Besitzer des Modehauses Chanel, auf den Plätzen vier und fünf.

    Auf dem sechsten Platz befindet sich „der erste Milliardär der Rangliste, der aus einem anderen Bereich“ als Luxus und Schönheit kommt, Emmanuel Besnier, Chef von Lactalis. Die Kinder von Jacques Saadé, dem Gründer des Schifffahrtsunternehmens CMA CGM, Rodolphe, Tanya und Jacques Jr. belegen die Plätze acht, neun und zehn.

  • 214 Milliarden Dollar: Reichster Franzose ist reicher als Bill Gates und Warren Bufffett zusammen

    214 Milliarden Dollar: Reichster Franzose ist reicher als Bill Gates und Warren Bufffett zusammen

    Der französische Milliardär Bernard Arnault ist heute reicher als Bill Gates und Warren Bufffett zusammen.

    Der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer des Luxusgüterkonzerns LVMH ist der reichste Mann der Welt. Die börsennotierte LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE ist weltweiter Branchenführer in der Luxusgüterindustrie, der Rechte an 75 verschiedenen Marken hält, die weltweit in etwa 5.000 Geschäften in rund 80 Ländern vertrieben werden. Laut der aktuellen Forbes-Rangliste in „Echtzeit“ beläuft sich das Vermögen der Familie Arnault heute auf 214 Milliarden US-Dollar. Das sind 40% mehr als das heutige Vermögen von Elon Musk.

    Ein Vermögen, das, wie BFM Business herausgefunden hat, nun dem der beiden ehemals reichsten Menschen der Welt zusammen entspricht: Warren Buffett und Bill Gates. Das Vermögen des Geschäftsmanns und Vorstandsvorsitzenden von Berkshire Hathaway (109 Milliarden US-Dollar) und des Microsoft-Gründers (104 Milliarden US-Dollar) beträgt zusammen 213 Milliarden US-Dollar, was leicht unter dem der Arnault-Familie liegt.

  • Der Franzose Bernard Arnault ist reicher als Elon Musk

    Der Franzose Bernard Arnault ist reicher als Elon Musk

    Bernard Arnault, CEO von LVMH, übernahm am Mittwoch, dem 7. Dezember, wieder die Führung auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt und verdrängte den Amerikaner Elon Musk, den Chef von Tesla, SpaceX und Twitter, von der Spitze.

    Der Franzose Bernard Arnault, CEO des Luxusgüterkonzerns LVMH, und seine Familie übernahmen am Mittwoch, dem 7. Dezember, mit 185 Milliarden US-Dollar kurzzeitig die Führung auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt und verdrängten für kurze Zeit den Amerikaner Elon Musk, Chef von Tesla, SpaceX und Twitter auf den 2. Platz.

    Der 73-jährige französische Geschäftsmann und seine Familie standen eine Zeit lang an der Spitze dieser in Echtzeit erstellten und online verfügbaren Rangliste, da das Vermögen von Elon Musk insbesondere aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Tesla-Aktie am Mittwoch an der New Yorker Börse niedriger bewertet wurde.

    12 Milliarden Euro Gewinn bis 2021
    Gegen 17.30 Uhr GMT zog Elon Musk dann mit einem Vermögen von 184,9 Milliarden US-Dollar wieder an Bernard Arnault, dessen Vermögen zu diesem Zeitpunkt auf 184,7 Milliarden US-Dollar gefallen war, vorbei. Der indische Geschäftsmann Gautam Adani liegt mit 134,8 Milliarden auf dem dritten Platz, Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, mit 111,3 Milliarden auf dem vierten Platz.

    Bernard Arnault hatte bereits im Mai 2021 für einige Stunden den ersten Platz dieser Rangliste belegt. Das Vermögen des französischen Milliardärs profitierte in letzter Zeit von einem Ergebniszuwachs des weltweit führenden Luxusgüterherstellers LVMH, dessen Nettogewinn bis 2021 auf 12 Milliarden Euro gestiegen war. Elon Musk, dessen Vermögen von der Entwicklung der Tesla-Aktie abhängt, stand in letzter Zeit im Mittelpunkt zahlreicher Polemiken, seit er das soziale Netzwerk Twitter übernommen hat.