Schlagwort: Barack Obama

  • Heute in der Geschichte – 4. November

    Heute in der Geschichte – 4. November

    Der 4. November zieht sich wie ein feiner, aber beständiger Faden durch die Weltgeschichte. Er steht für Aufbruch, Umbruch und Tragödie – für Momente, in denen Macht, Mut und Menschlichkeit aufeinanderprallten.


    Weltweit – Tage des Wandels

    Am 4. November 2008 jubelten Millionen Menschen in den Straßen Chicagos, New Yorks und rund um den Globus: Barack Obama wurde zum ersten afroamerikanischen Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Das Bild seiner Siegesrede, vor funkelnden Lichtern und einer emotionalen Menge, brannte sich tief ins kollektive Gedächtnis ein. Hoffnung, Wandel, „Yes we can“ – drei Worte, die eine Ära prägten. Doch so mancher fragte sich später, ob dieser historische Tag wirklich das Versprechen eingelöst hatte, das er in sich trug.

    Zurück ins Jahr 1995: In Tel Aviv fällt an diesem Datum der israelische Premierminister Yitzhak Rabin einem Attentat zum Opfer. Er stirbt, während er für den Frieden eintritt – auf offener Bühne, umgeben von Menschen, die an Verständigung glaubten. Sein Tod erschütterte nicht nur Israel, sondern auch eine ganze Generation, die an eine friedlichere Zukunft im Nahen Osten glaubte.

    Auch Europa erlebte an einem 4. November eine Nacht des Schreckens: 1956, als sowjetische Panzer in Budapest einrollten, um den ungarischen Volksaufstand niederzuschlagen. Studenten, Arbeiter, Mütter mit Kindern – sie alle standen gegen eine Übermacht, die keine Gnade kannte. Die Revolution wurde brutal beendet, doch ihr Echo hallte noch Jahrzehnte nach und inspirierte andere Freiheitsbewegungen in Osteuropa.

    Ein anderes Jahr, ein anderes Ende: Am 4. November 1918 wurde das Waffenstillstandsabkommen von Villa Giusti unterzeichnet, das den Ersten Weltkrieg an der italienischen Front beendete. Der Zerfall der Habsburger Monarchie nahm damit seinen Lauf – aus einem Vielvölkerreich wurde ein Mosaik neuer Staaten. Wer hätte damals gedacht, dass diese Neuordnung Europas die Saat für weitere Konflikte legen würde?

    Und noch ein Datum, das in die europäische Geschichte einging: Am 4. November 1950 unterzeichneten mehrere Staaten die Europäische Menschenrechtskonvention. Sie schufen damit ein rechtliches Fundament, das bis heute Bürgerrechte schützt und politische Macht zügelt. In einer Zeit, in der die Wunden des Krieges noch frisch waren, war das ein mutiger Schritt – fast schon eine stille Revolution in Paragrafenform.

    So steht der 4. November für Wendepunkte, an denen die Menschheit ihren moralischen Kompass prüfte – mal mit Hoffnung, mal mit Schmerz.


    Frankreich – Krönung, Revolution und Widerstand

    In Frankreich trägt der 4. November ebenfalls ein stolzes, manchmal auch blutiges Erbe. 1380 etwa: In Reims wird Charles VI zum König gesalbt – ein Kind von nur zwölf Jahren, das bald als „der Wahnsinnige“ in die Geschichte eingehen sollte. Seine Regentschaft war von Intrigen und Machtspielen durchzogen, ein Sinnbild für das fragile Gleichgewicht der französischen Monarchie im Spätmittelalter.

    Fast ein halbes Jahrtausend später, am 4. November 1848, verkündet Frankreich die Verfassung der Zweiten Republik. Nach Revolution und Monarchie sucht das Land endlich eine stabile Ordnung – und findet sie nur kurz. Der neue Präsident Louis-Napoléon Bonaparte nutzt bald darauf seine Macht, um sich selbst zum Kaiser zu erheben. Frankreich schlingert zwischen Ideal und Realität, zwischen Republik und Reich – ein Tanz, der die politische Kultur des Landes bis heute prägt.

    1870 dann ein heroisches Kapitel: Die Belagerung von Belfort beginnt. Preußische Truppen umringen die Stadt, doch die französischen Verteidiger geben nicht auf. Wochenlang trotzen sie Hunger, Kälte und Dauerbeschuss – bis die Kapitulation schließlich unvermeidlich ist. Doch der Widerstand von Belfort wird zum Mythos: Ein kleines Symbol für ein großes Herz.

    1904 wiederum endet mit einem Eklat, der fast nach Theater klingt: Im französischen Parlament verliert ein Abgeordneter die Fassung und schlägt den Kriegsminister Louis André mitten im Sitzungssaal. Anlass war der sogenannte „Affaire des fiches“ – ein Skandal um geheime Akten, mit denen Offiziere nach ihrer Religionszugehörigkeit bewertet wurden. Der Vorfall spiegelt die Spannungen zwischen Kirche, Staat und Armee wider – Konflikte, die in Frankreich bis weit ins 20. Jahrhundert nachwirkten.

    Und schließlich 1921: Der Leichnam eines unbekannten Soldaten wird unter dem Arc de Triomphe in Paris beigesetzt. Ein namenloser Held, der für alle Gefallenen des Ersten Weltkriegs steht. Die ewige Flamme, die dort brennt, erinnert bis heute an die Millionen, die im Namen von Nation und Pflicht ihr Leben ließen. Wenn man an einem klaren Abend über die Champs-Élysées blickt, kann man fast glauben, dieser Flamme zuzuhören – sie erzählt von Schmerz, Opfermut und der Sehnsucht nach Frieden.


    Ein Datum als Spiegel

    Was also macht den 4. November so besonders? Vielleicht, dass er nicht ein einzelnes Kapitel erzählt, sondern ein ganzes Buch. Ein Tag, an dem Machtstreben und Idealismus, Krieg und Hoffnung, Tragödie und Fortschritt sich begegnen.

    Ob in den Straßen von Budapest, auf den Plätzen von Tel Aviv oder unter den gotischen Gewölben von Reims – überall, wo der 4. November in den Kalender fällt, scheint Geschichte in Bewegung zu geraten. Und vielleicht ist genau das seine stille Botschaft: dass Wandel niemals stillsteht.

  • Der 4. August – Wendepunkte zwischen Revolution und Erinnerung

    Der 4. August – Wendepunkte zwischen Revolution und Erinnerung

    Manche Daten in der Geschichte wirken wie Magneten – sie ziehen Ereignisse an, die tief in das kollektive Gedächtnis eingreifen. Der 4. August ist so ein Tag. Was an diesem Datum weltweit und insbesondere in Frankreich geschah, spiegelt die ganze Bandbreite historischer Dramatik: von Aufbruch und Befreiung über Verfolgung und Gewalt bis hin zu kulturellem Glanz.


    Weltgeschehen: Der Tag, an dem vieles kippte

    Im Jahr 1790 wurde in den Vereinigten Staaten ein Meilenstein gesetzt – die Gründung der Küstenwache. Ursprünglich als Zollwache gedacht, entwickelte sich daraus eine Organisation, die später für mehr als nur Seeschutz zuständig war: Sie wurde Sinnbild für Ordnung, Sicherheit und hoheitliche Kontrolle auf See. Ein staatliches Werkzeug gegen Schmuggel und Chaos – bis heute relevant, wenn man sich die globalen Migrationsbewegungen oder den Drogenhandel anschaut.

    Deutlich weiter nördlich, aber im selben Jahrhundert: Russische Truppen und Siedler begannen, das heutige Alaska zu besiedeln. Diese frühe Kolonialisierung legte den Grundstein für ein später milliardenschweres Geschäft – der Kauf Alaskas durch die USA. Ein eiskalter Deal, buchstäblich.

    Der 4. August ist auch ein Tag der Verluste. 1944 wurde Anne Frank mit ihrer Familie in Amsterdam verhaftet. Ein Symbol für millionenfaches Leid und zugleich ein einzigartiges Zeugnis gegen das Vergessen. Ihr Tagebuch, geschrieben im Versteck, berührt bis heute. Ihre Verhaftung bleibt ein stiller, dunkler Moment der Geschichte – der bis in unsere Gegenwart mahnt.

    Und dann: Südafrika, 1962. Nelson Mandela wird festgenommen – das Regime greift durch. Was zunächst wie das Ende seiner Bewegung aussah, wurde zum Anfang einer globalen Symbolfigur für Freiheit. Jahrzehnte im Gefängnis – und doch nicht gebrochen. Später Präsident. Heute Ikone.

    Ein Blick nach Westafrika: Am 4. August 1960 erklärte sich das damalige Obervolta – das heutige Burkina Faso – unabhängig von Frankreich. Ein Moment des Aufstehens, des Abschieds von Kolonialherrschaft. Ein Schritt Richtung Selbstbestimmung, der zwar Hoffnung entfachte, aber auch neue Herausforderungen mit sich brachte. Der 4. August ist dort heute ein Nationalfeiertag – und das mit gutem Grund.

    Frankreich: Als Privilegien in Flammen aufgingen

    Frankreich kennt den 4. August als jenen Moment, an dem sich alles veränderte. Die berühmte Nacht vom 4. auf den 5. August 1789 – in den ersten Wochen der Französischen Revolution – war nicht weniger als ein politisches Erdbeben.

    Im Palais von Versailles tagte die Nationalversammlung. Was als gewöhnliche Sitzung begann, wurde zur historischen Nacht der Abschaffung der Privilegien. Ein Adliger nach dem anderen erhob sich, schlug freiwillig seine Sonderrechte vor – zuerst zaghaft, dann fast schon wie im Fieber. Kirchenzehnt, Jagdrechte, Feudalabgaben – alles sollte fallen. Innerhalb weniger Stunden wurde eine Ordnung aus Jahrhunderten ins Wanken gebracht.

    Was trieb sie an? Angst vor dem Aufstand? Mut zur Veränderung? Oder einfach politisches Kalkül? Die Antwort bleibt vielschichtig. Fakt ist: Diese Nacht wurde zum Geburtshelfer der modernen Demokratie in Frankreich. Es war nicht weniger als der kollektive Versuch, mit der Vergangenheit zu brechen – laut, entschlossen und unumkehrbar.

    Auch sprachlich hallt diese Nacht nach. Wenn man in Frankreich von „la nuit du 4 août“ spricht, schwingt mehr mit als ein Datum. Es ist ein Code für radikalen Neuanfang – für Gleichheit vor dem Gesetz. Heute würde man wohl sagen: Die alte Welt wurde in einer Sitzung filetiert.

    Und sonst? Kleine Episoden, große Wirkung

    Nicht jede Geschichte an diesem Datum muss gleich weltbewegend sein – manche wirken eher wie leise Fußnoten, die jedoch aufhorchen lassen.

    So kam es am 4. August 1906 zu einem tragischen Eisenbahnunfall in Frankreich, als ein Zug in der Region Anjou verunglückte. Brückenprobleme führten zu Dutzenden Toten – ein technisches Fiasko, das Sicherheitsstandards schärfte.

    Weniger tragisch, aber kulturell bemerkenswert: Der Musiker Louis Armstrong wurde an einem 4. August geboren. Seine Musik – sein Sound – veränderte die Welt. Jazz, wie man ihn kennt, wäre ohne ihn undenkbar. Auch Barack Obama wurde an diesem Tag geboren – Jahrzehnte später wurde er als erster afroamerikanischer Präsident der Vereinigten Staaten ein Gesicht für Wandel.

    Ebenfalls an einem 4. August: Der erste Billboard Hot 100 wurde veröffentlicht – ein Ranking, das heute den Puls der globalen Popmusik misst. Ein winziger Schritt für eine Musikzeitschrift – aber ein riesiger Einfluss auf eine ganze Industrie.

    Was bleibt vom 4. August?

    Geschichte ist selten klar in Schwarz und Weiß aufgeteilt – aber der 4. August wirkt wie eine Ausnahme. An kaum einem anderen Tag treffen derart viele Wendepunkte zusammen: die Abschaffung von Privilegien, die Verhaftung von Freiheitskämpfern, die Geburt kultureller Ikonen.

    Was also macht diesen Tag so besonders? Zufall? Schicksal? Oder einfach ein Beweis dafür, dass Geschichte keinen Ruhetag kennt?

    Ganz gleich wie man es sieht – der 4. August steht für Veränderung. Für Mut. Für Tragik. Für Aufbruch. Und vielleicht vor allem für das: Für die Hoffnung, dass es immer möglich ist, die Dinge zu wenden. Selbst dann, wenn sie festgefahren scheinen.

  • Verborgene Krankheit, offenes Mitgefühl: Joe Biden kämpft gegen aggressiven Prostatakrebs

    Verborgene Krankheit, offenes Mitgefühl: Joe Biden kämpft gegen aggressiven Prostatakrebs

    Joe Biden, der 82-jährige ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, sieht sich einer neuen, schweren gesundheitlichen Herausforderung gegenüber. Ein aggressiver Prostatakrebs – mit Metastasen in den Knochen – erschüttert nun nicht nur seine persönliche Welt, sondern wirft auch einen kritischen Blick auf sein öffentliches Leben und die Art, wie damit umgegangen wurde.

    Die Nachricht kam am Sonntag, dem 18. Mai, über ein offizielles Statement: Bei Biden wurde ein Prostatakarzinom diagnostiziert, das auf der Gleason-Skala mit einem Wert von 9 eingestuft ist. Diese Skala reicht von 2 bis 10 und bewertet, wie aggressiv ein Tumor ist – eine 9 bedeutet: äußerst bedrohlich.

    Die positive Nachricht im Schatten dieser Diagnose? Der Krebs ist hormonabhängig – das bietet Therapiemöglichkeiten, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder in Schach halten können. Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer in einem ansonsten düsteren Kapitel.

    Der Ursprung der Diagnose lag in neu auftretenden Beschwerden beim Wasserlassen, woraufhin weitere Untersuchungen durchgeführt wurden. Die Entdeckung eines Knotens an der Prostata führte schließlich zur Diagnose.

    Aber warum kommt diese Nachricht erst jetzt ans Licht? Diese Frage stellt sich so mancher Beobachter, denn die Gerüchte über Bidens geistige und körperliche Fitness kursieren seit Monaten. Ein Audio-Mitschnitt aus dem Jahr 2023, in dem Biden wesentliche Daten seiner eigenen Biografie durcheinanderbringt, hatte bereits Wellen geschlagen – nicht nur unter politischen Gegnern.

    Ein Enthüllungsbuch, das am kommenden Dienstag erscheint, wirft Biden und seinem Umfeld vor, systematisch Informationen über seinen Gesundheitszustand zurückgehalten zu haben. Laut dem Buch wurde versucht, seine zunehmenden Schwächen unter den Teppich zu kehren – ein Vorwurf, der im Lichte dieser Krebsdiagnose neue Brisanz erhält.

    Doch nicht alle Stimmen sind negativ. Barack Obama, unter dem Biden von Januar 2009 bis Januar 2017 Vizepräsident war, stellte sich umgehend hinter seinen einstigen Weggefährten. Er zeigte sich überzeugt davon, dass Biden mit „seiner bekannten Entschlossenheit“ gegen die Krankheit ankämpfen werde. Das klingt nicht nur nach Loyalität, sondern auch nach einer Freundschaft, die weit über die politische Bühne hinausgeht.

    Und selbst Donald Trump – bekannt für seine unnachgiebigen Attacken auf Biden – fand versöhnliche Worte. Er sei „traurig über die Nachricht“ und wünsche seinem Vorgänger „eine schnelle und erfolgreiche Genesung“. Ungewöhnlich sanfte Töne von dem sonst so scharfzüngigen Trump.

    Ganz anders reagierte jedoch Trumps Sohn, Donald Trump Jr. Auf der Plattform X warf er der ehemaligen First Lady Jill Biden vor, den Krebs ihres Mannes „übersehen“ zu haben. „Hat sie es übersehen – oder wurde da wieder etwas vertuscht?“, fragte er – ein Seitenhieb, der nicht nur gechmacklos ist, sondern auch das Misstrauen gegenüber dem politischen Establishment weiter befeuern soll.

    Die Diagnose Prostatakrebs, noch dazu in so fortgeschrittenem Stadium, ist keine Bagatelle. Sie bringt selbst starke Persönlichkeiten ins Wanken. In Bidens Fall wird sie unweigerlich Auswirkungen auf die politische Landschaft der USA haben. Auch wenn er nicht mehr im Amt ist, beeinflusst sein Gesundheitszustand die Wahrnehmung der Demokraten – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Nation zutiefst gespalten ist.

    In der Politik wird oft von Stärke gesprochen, von Durchhaltevermögen, von unbeirrbarem Willen. Doch was passiert, wenn der Körper nicht mehr mitspielt? Diese Frage betrifft nicht nur Joe Biden, sondern jeden von uns – früher oder später.

    Von C. Hatty

  • Einstimmiger Aufschrei: Wie drei Altpräsidenten in seltener Einigkeit Donald Trump kritisieren

    Einstimmiger Aufschrei: Wie drei Altpräsidenten in seltener Einigkeit Donald Trump kritisieren

    In der amerikanischen Politik ist es Tradition, dass ehemalige Präsidenten Zurückhaltung üben, wenn es um öffentliche Kritik an ihren Nachfolgern geht. Der Kodex der Zurückhaltung soll den demokratischen Übergang stärken und Stabilität signalisieren. Doch diese Konvention scheint in der Frühphase der zweiten Amtszeit Donald Trumps ausgehöhlt worden zu sein – von drei Männern, die einst selbst das höchste Amt der Vereinigten Staaten innehatten: Barack Obama, Joe Biden und Bill Clinton. In nur zwei Wochen traten sie unabhängig voneinander öffentlich auf, um ungewöhnlich deutlich vor dem Kurs des amtierenden Präsidenten zu warnen.

    Eine kollektive Warnung

    Die Reden der drei demokratischen Ex-Präsidenten fanden an unterschiedlichen Orten statt – ein College in New York, eine Konferenz für Behindertenrechte in Chicago, eine Gedenkveranstaltung in Oklahoma City – und unterschieden sich in Tonfall und Inhalt. Doch in der Summe bildeten sie ein geschlossenes Signal: Die politischen und institutionellen Grundlagen der Vereinigten Staaten stünden unter Druck, und die Entwicklungen der letzten Monate ließen kaum Raum für Zurückhaltung.

    Barack Obama sprach am 3. April an der Hamilton University und warnte eindringlich vor einem Präsidenten, der demokratische Institutionen gezielt schwäche. „Es liegt an uns allen, das zu reparieren“, sagte er. „Niemand wird kommen, um uns zu retten. Die wichtigste Funktion in dieser Demokratie ist nicht die des Präsidenten – sondern die des Bürgers.“

    Joe Biden, bei seiner ersten öffentlichen Rede seit dem Ausscheiden aus dem Amt, kritisierte in Chicago insbesondere die Sozialpolitik Trumps und dessen Umgang mit der Sozialversicherung: „Was die Schwächsten unserer Gesellschaft am wenigsten brauchen, ist eine Regierung, die sich in Grausamkeit übt“, so Biden. Es sei erschütternd, wie viel „Zerstörung in weniger als 100 Tagen“ angerichtet worden sei.

    Bill Clinton wiederum nutzte die Gedenkfeier zum 30. Jahrestag des Bombenanschlags von Oklahoma City, um Parallelen zwischen dem damaligen Zusammenhalt und der heutigen Spaltung zu ziehen. „Wenn wir unsere Energie nur noch darauf verwenden, andere zu dominieren und unsere Ressentiments zu pflegen, dann gefährden wir den 250-jährigen Weg zu einer vollkommeneren Union“, warnte er.

    Eine ungewöhnliche Allianz

    Dass sich drei ehemalige Präsidenten innerhalb so kurzer Zeit gegen ihren Nachfolger positionieren, ist beispiellos. Zwar kam es in der Vergangenheit immer wieder zu indirekter Kritik – etwa durch Jimmy Carter an Ronald Reagan oder durch George W. Bushs stillschweigende Distanz zu Trump – doch das koordinierte Auftreten mehrerer Vorgänger ist eine neue Dimension.

    Timothy Naftali, Historiker an der Columbia University, sprach in einem Interview von einem „Alarmruf eines inoffiziellen Ältestenrates“. Ehemalige Präsidenten seien besonders legitimiert, vor Gefahren für die Demokratie zu warnen. Dass sie sich bereits vor Ablauf der traditionellen 100-Tage-Schonfrist öffentlich äußerten, sei Ausdruck außergewöhnlicher Besorgnis.

    Persönliche Geschichte, politische Konfrontation

    Die Beziehung zwischen Trump und seinen drei Vorgängern ist nicht nur politisch aufgeladen, sondern auch durch persönliche Angriffe und Demütigungen geprägt. Trump hatte Obama jahrelang mit der sogenannten „Birther“-Verschwörung verunglimpft, Biden während des Wahlkampfs 2020 als „Sleepy Joe“ verspottet und Clintons Ehefrau Hillary mit dem Ruf „Lock her up“ zur Hauptzielscheibe seiner Kampagnen gemacht.

    Auch nach seinem Wahlsieg 2024 ließ Trump keine Gelegenheit aus, um seine Rivalen öffentlich zu diskreditieren. Er beendete den Secret-Service-Schutz für die Kinder Bidens und nannte die Familie des Präsidenten „eine Bedrohung für die nationale Sicherheit“. Die demokratischen Ex-Präsidenten wiederum sehen in Trumps Politik einen offenen Angriff auf Rechtsstaatlichkeit und demokratische Normen. Biden hatte bereits 2022 in einem bemerkenswert scharfen Ton erklärt, Trump und seine Anhänger seien „eine Bedrohung für unsere Demokratie“ und „Anhänger des Semi-Faschismus“.

    Die Erosion präsidentieller Solidarität

    Historisch gesehen war die Beziehung zwischen ehemaligen Präsidenten oft von gegenseitigem Respekt geprägt. Gerald Ford und Jimmy Carter, einst erbitterte Gegner, verband eine tiefe Freundschaft. George W. Bush lobte Bill Clinton bei der Enthüllung seines Porträts 2004 als „Mann mit Energie und Wärme“. Solche Töne fehlen in der aktuellen Konstellation gänzlich.

    Seit der zweiten Amtsübernahme Trumps Anfang des Jahres hat sich das politische Klima der USA weiter polarisiert. Seine Rückkehr ins Weiße Haus erfolgte trotz juristischer Auseinandersetzungen und anhaltender Kontroversen um die Wahl 2020. Der frühere Präsident hatte nie wirklich akzeptiert, verloren zu haben, und nutzt seine zweite Amtszeit, um die Bundesbürokratie umzubauen, politische Gegner juristisch zu verfolgen und Medien anzugreifen. Die Institutionen wirken zunehmend überfordert.

    Demokratische Werte unter Druck

    Was Obama, Biden und Clinton gemeinsam eint, ist die Sorge um das demokratische Fundament der Vereinigten Staaten. Ihre Kritik ist weniger parteipolitisch als institutionell motiviert. Sie sehen das Amt des Präsidenten nicht nur als politische Machtposition, sondern als moralisches und symbolisches Zentrum der Republik. Wenn Trump demokratische Prinzipien zur Disposition stelle, müsse dieser Konsens offen verteidigt werden – auch von jenen, die einst selbst an seiner Stelle standen.

    Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Reaktionen vieler ehemaliger Beamter, Diplomaten und Militärs wider, die sich seit Trumps Rückkehr zunehmend öffentlich äußern. In einer Zeit, in der die Gewaltenteilung durch Exekutivverordnungen und Loyalitätsforderungen ausgehöhlt wird, scheint die politische Elite des Landes ausnahmsweise zu einem klaren Urteil zu kommen.

    Ob dieser breite Aufschrei politisch Wirkung entfalten kann, bleibt abzuwarten. Doch er markiert einen Wendepunkt in der politischen Kultur der USA: Die Unsichtbarkeit des Altpräsidenten, einst Garant der Stabilität, weicht der Notwendigkeit zur Intervention. Wenn drei ehemalige Präsidenten fast gleichzeitig zu diesem Mittel greifen, ist das mehr als eine Meinungsäußerung – es ist ein institutioneller Notruf.

    Von Andreas Brucker

  • Harris setzt auf Starpower: Wahlkampf mit Obama, Springsteen und Beyoncé – und andere World-News

    Harris setzt auf Starpower: Wahlkampf mit Obama, Springsteen und Beyoncé – und andere World-News

    Kamala Harris verlässt sich im Wahlkampf 2024 nicht nur auf ihre eigene Ausstrahlung und politischen Fähigkeiten – sie holt sich echte Starpower auf die Bühne. Gestern in Atlanta trat sie zusammen mit Ex-Präsident Barack Obama und Rocklegende Bruce Springsteen vor eine energiegeladene Menge. Gemeinsam brachten sie das Publikum dazu, sich noch entschlossener auf die anstehende Wahl zu konzentrieren.

    Harris sparte dabei nicht an Kritik an Donald Trump. In einem scharfen, aber treffenden Vergleich stellte sie ihn als Kind dar, das während seiner Amtszeit „von anderen kontrolliert werden musste“. Ihre Warnung wurde noch ernster, als sie auf die möglichen Gefahren einer zweiten Trump-Regierung hinwies. Sie hob hervor, dass viele ehemalige Berater, die ihn einst im Zaum halten konnten, inzwischen gegen ihn ausgesagt haben – darunter John Kelly, der ihn kürzlich als „Faschisten“ bezeichnete.

    Diese Aussagen nutzt Harris nun in zwei neuen, eindringlichen Wahlwerbespots, um deutlich zu machen, was auf dem Spiel steht.

    Appell an die Jugend

    Besonders junge Menschen, die eine Schlüsselrolle bei der Wahlbeteiligung im November spielen werden, nahm Harris ins Visier. Sie erkannte an, dass diese Generation „zu Recht ungeduldig auf Veränderung wartet“, da sie in einer Zeit des Klimawandels und ständiger Amoklauf-Bedrohungen aufgewachsen ist – und dabei zusehen musste, wie die Rechte, die ihre Großeltern genossen hatten, für sie selbst nach und nach verloren gingen.

    Ihre eindrucksvolle Botschaft am Ende der Veranstaltung war klar: „Deine Stimme ist deine Macht. Dein Stimmzettel ist deine Stimme.“

    Weiter geht’s in Texas mit Beyoncé

    Heute geht es für Harris weiter nach Houston, wo sie bei ihrer nächsten Großveranstaltung von Pop-Queen Beyoncé unterstützt wird. Im Zentrum dieser Rallye stehen die Abtreibungsrechte, ein Thema, das in diesem Wahlkampf besonders heiß diskutiert wird. Außerdem wird Country-Legende Willie Nelson erwartet – ein weiterer prominenter Name, der der Veranstaltung zusätzliches Gewicht verleiht.


    Neuer Anlauf für Waffenstillstand in Gaza

    Während sich der Wahlkampf in den USA zuspitzt, wird auf der anderen Seite der Welt erneut um einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas gerungen. Am Wochenende sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Dabei wird der israelische Geheimdienstchef mit William Burns, dem Leiter der CIA, und dem Premierminister von Katar zusammenkommen.

    US-Beamte zeigten sich auch offen für einen kürzeren Waffenstillstand, um humanitäre Hilfe in Gaza zu ermöglichen – im Austausch für die Freilassung einiger der zahlreichen Geiseln. Ob jedoch Hamas nach der Tötung ihres Anführers bereit ist, die lange festgefahrenen Verhandlungen wieder aufzunehmen, bleibt unklar.


    Taliban: Die Welt öffnet sich

    Es scheint fast surreal – nach Jahren der internationalen Isolation kehren die Taliban (Afghanistan) allmählich zurück auf die diplomatische Bühne. Dutzende Länder haben inzwischen diplomatische Beziehungen zu ihnen aufgenommen, und es wird sogar darüber gesprochen, die Taliban von den internationalen Terrorlisten zu streichen.

    Dieser diplomatische Wandel deutet darauf hin, dass immer mehr Staaten die Regierung der Taliban als dauerhafte Realität akzeptieren. Doch ist das der richtige Weg? Sirajuddin Haqqani, einst gefürchtet und auf der US-Terrorliste, gibt sich nun als pragmatischer Staatsmann…


    Weitere wichtige Nachrichten

    • Indien: Rund eine Million Menschen wurden von der Ostküste evakuiert, da sich der Tropensturm Dana mit Starkregen und heftigen Winden nähert.
    • Kanada: Premierminister Justin Trudeau kündigte signifikante Kürzungen bei der Zahl neuer Einwanderer an – nach Jahren der Expansion.
    • Klimawandel: Ein UN-Bericht zeigt, dass die Länder der Welt im letzten Jahr keinen Fortschritt bei der Reduzierung ihrer CO2-Emissionen gemacht haben.
    • Russland: Auf einer Pressekonferenz deutete Präsident Wladimir Putin an, dass tatsächlich nordkoreanische Truppen in Rssland stationiert seien.
    • Großbritannien: Die frühere Krankenschwester Lucy Letby, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde, verlor ihre Berufung gegen eine ihrer Verurteilungen.
    • Türkei: Trotz eines tödlichen Anschlags zeigt sich die Regierung offen für die Wiederaufnahme von Gesprächen mit der PKK.
    • Wirtschaft: Boeings größte Gewerkschaft lehnte eine vorläufige Einigung ab, was den anhaltenden Streik verlängert – nach einem bereits aufgelaufenen Verlust von 6,1 Milliarden Dollar.
    • Mosambik: Daniel Chapo wurde nach einer von Gewalt und Betrugsvorwürfen überschatteten Wahl zum Präsidenten des Landes erklärt.
    • Künstliche Intelligenz: Präsident Biden wird voraussichtlich in Kürze das erste nationale Sicherheitsmemorandum zur Regelung des Einsatzes von KI für das Pentagon und die amerikanischen Geheimdienste unterzeichnen.
  • Florida in Trümmern: Hurrikan Milton hinterlässt Chaos – und andere World-News

    Florida in Trümmern: Hurrikan Milton hinterlässt Chaos – und andere World-News

    Hurricane Milton hat Florida schwer getroffen, und die Menschen beginnen nun damit, die Trümmer zu beseitigen. Der Sturm hinterließ eine Spur der Zerstörung, aber sein Zorn war ungleichmäßig verteilt. Die großen Städte um Tampa Bay wurden weitgehend verschont, während in anderen Teilen des Bundesstaates tödliche Tornados wüteten. Mindestens 12 Menschen starben, die meisten von ihnen im Osten des Staates. Am späten Donnerstagabend waren noch immer mehr als drei Millionen Menschen ohne Strom.

    Inseln im Ausnahmezustand

    Besonders betroffen waren die vorgelagerten Inseln, die sich noch nicht von den Schäden durch den Hurricane Helene vor zwei Wochen erholt hatten. Jetzt stehen sie erneut unter Wasser und kämpfen gegen Flutwellen, die von heftigen Regenfällen und über die Ufer getretenen Flüssen verursacht wurden. Patricia Mazzei, die vor Ort in Tampa Bay berichtet, erklärte, dass die Sturmflut in der Region glücklicherweise weniger schlimm ausfiel als zunächst befürchtet.

    „In vielen Gegenden war die Sturmflut während Hurricane Helene tatsächlich schlimmer,“ erzählte sie. Für einige Menschen entlang der Golfküste sei das eine Erleichterung gewesen – doch diejenigen, die zum zweiten oder gar dritten Mal ihre überfluteten Häuser vorfanden, stünden nun unter extremer Belastung.

    Evakuierungen haben Leben gerettet

    Auch wenn die Verwüstungen groß sind, scheinen die Bemühungen, Menschen zu einer rechtzeitigen Evakuierung zu bewegen, vielen das Leben gerettet zu haben. Die Warnungen wurden ernst genommen, und das hat Schlimmeres verhindert. Doch die Herausforderungen liegen jetzt nicht nur im Aufräumen, sondern im Wiederaufbau – eine gewaltige Aufgabe.

    Präsident Biden brachte es auf den Punkt: „Das wird ein langer Weg, bis alles wiederhergestellt ist. Es wird mehrere Milliarden Dollar kosten – das ist keine Kleinigkeit.“

    Während einige Orte auf Erleichterung hoffen können, herrscht in den am stärksten betroffenen Gebieten Hoffnungslosigkeit. Die Frage, wie oft Menschen noch ihr Hab und Gut verlieren müssen, bevor umfassendere Maßnahmen ergriffen werden, steht weiterhin im Raum. Aber eines ist klar: Die kommenden Monate werden hart – und Florida wird viel Durchhaltevermögen brauchen.

    Luftangriffe in Beirut: 22 Tote nach israelischen Bombardierungen

    In einer der tödlichsten Angriffe seit über einem Jahr auf die libanesische Hauptstadt Beirut töteten israelische Luftschläge mindestens 22 Menschen und verletzten über 100 weitere. Der Angriff traf eine dicht besiedelte Gegend, in der sich viele Vertriebene aufhielten, die vor den Bombardierungen im Süden des Landes geflüchtet waren.

    Die israelische Armee hat sich bisher nicht zu den Vorfällen geäußert, doch die Angriffe scheinen Teil einer gezielten Kampagne gegen die Führungsriege der Hisbollah und deren Infrastruktur zu sein. Kurz zuvor hatten die Vereinten Nationen berichtet, dass israelische Streitkräfte auf UN-Friedenstruppen im Süden Libanons geschossen und dabei zwei Soldaten verletzt hatten – eine Aktion, die international für Kritik sorgte.

    Obama unterstützt Harris in Pennsylvania

    In den letzten Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl setzte Kamala Harris auf ihre stärkste Unterstützung – den ehemaligen Präsidenten Barack Obama. Bei einer Kundgebung im wichtigen Bundesstaat Pennsylvania sprach er sich eindringlich für Harris aus, die er als politische Erbin seiner Bewegung aus dem Jahr 2008 sieht.

    Obama appellierte vor allem an die afroamerikanische Wählerschaft, Harris zu unterstützen. „Schaut mal, wir stehen am Scheideweg – und Kamala repräsentiert den Fortschritt, den wir in den letzten Jahren erzielt haben,“ sagte er energisch.

    Donald Trump hingegen präsentierte am selben Tag in Detroit einen Vorschlag, die Zinsen für Autokredite steuerlich absetzbar zu machen – eine Maßnahme, die bei vielen für Aufsehen sorgte. Er nutzte die Gelegenheit auch, um Harris erneut mit falschen Behauptungen über Wahlbetrug zu attackieren – Behauptungen, die längst widerlegt wurden.

    Weitere Schlagzeilen

    Ukraine: Das Parlament hat die größte Steuererhöhung seit Beginn des Krieges verabschiedet, um die Armee zu unterstützen.

    USA: Die TD Bank hat sich bereit erklärt, etwa 3 Milliarden Dollar an die US-Behörden zu zahlen und bekannte sich in mehreren Fällen von Geldwäsche für schuldig.

    Indien: Premierminister Narendra Modi bietet Nachbarländern finanzielle Hilfe an, um Chinas wachsenden Einfluss in der Region entgegenzuwirken.

    Welthandel: Die Welthandelsorganisation (WTO) meldet einen leichten Anstieg des globalen Handels trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen.

    Abenteurer: Der 18-jährige Sherpa Nima Rinji ist der jüngste Mensch, der alle 14 höchsten Berge der Welt bestiegen hat.


    Inmitten der Schlagzeilen dieser Woche steht eines fest: Es wird nie langweilig in der Weltpolitik – oder in der Natur. Ob es der Wiederaufbau in Florida ist oder die unermüdlichen Kämpfe im Nahen Osten, eines ist sicher: Die Welt dreht sich weiter, auch wenn es manchmal scheint, als stünde sie still.

  • Parteitag der Demokraten: Politische Stars und neue Gesichter im Rampenlicht – und andere World-News

    Parteitag der Demokraten: Politische Stars und neue Gesichter im Rampenlicht – und andere World-News

    Heute startet der Parteitag der Demokratischen Partei in Chicago – ein Event, das den politischen Kalender prägen wird. Die Delegierten und hochrangige Parteifunktionäre strömen in die Stadt, um die Weichen für die anstehenden Wahlen zu stellen.

    Tag 1: Biden setzt den Ton

    Gleich am ersten Tag wird Präsident Joe Biden eine Rede halten. Seine Ansprache wird seine Präsidentschaft verteidigen und Themen wie Wirtschaft, Gesundheitspolitik und internationale Herausforderungen in den Mittelpunkt rücken. Diese Rede wird das Momentum für die kommenden Tage setzen.

    Tag 2: Ein optimistischer Ausblick

    Der zweite Tag steht im Zeichen des Optimismus. Die Demokraten möchten das Bild einer positiven Zukunft zeichnen – ein deutlicher Kontrast zur republikanischen Rhetorik, die oft betont, dass Amerikas beste Tage hinter dem Land liegen. Hierbei werden verschiedene Redner auftreten, die unterschiedliche Aspekte der demokratischen Agenda vorstellen, von Umweltpolitik bis hin zu sozialer Gerechtigkeit.

    Große Namen und neue Gesichter

    Barack und Michelle Obama werden ebenfalls sprechen und ihre ungebrochene Popularität nutzen, um die Basis zu mobilisieren. Besonders spannend: Solche Parteitage sind traditionell auch die Bühne, auf der neue politische Talente ins Rampenlicht treten. Die Berichterstatter sind gespannt, wer in Chicago den nächsten großen politischen Aufstieg erleben könnte.

    Die Nominierung von Harris und Walz

    In den letzten zwei Tagen des Parteitags wird die Bestätigung der offiziellen Nominierung von Vizepräsidentin Kamala Harris und ihrem Running Mate, Gouverneur Tim Walz aus Minnesota, erwartet. Dies ist ein bedeutender Moment, da es die endgültige Bestätigung der Kandidaten für die Wahl darstellt und die Kampagne in die heiße Phase führt.

    Ukraine intensiviert Angriffe auf russischem Boden

    Im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland spitzt sich die Lage weiter zu. Zwei Wochen nach Beginn ihrer Offensive hat die Ukraine eine strategisch wichtige Brücke in der russischen Region Kursk zerstört. Diese Aktion deutet darauf hin, dass die Ukraine entschlossen ist, den Druck auf die russischen Streitkräfte aufrechtzuerhalten oder sogar zu erhöhen.

    Die Zerstörung der Brücke könnte die russischen Gegenmaßnahmen erheblich erschweren. Bereits jetzt haben laut russischen Behörden mehr als 130.000 Menschen ihre Heimat in der Region verlassen. Viele von ihnen haben Zuflucht in der Stadt Kursk gefunden. Doch die Verzweiflung ist groß: „Wahrscheinlich wird es nichts geben, wohin man zurückkehren kann,“ sagte Alesya Torba, deren Tochter erst am Vortag ein Kind zur Welt gebracht hat.

    Während einige Russen ihre Wut gegen die Ukraine richten, kritisieren andere die staatlich kontrollierten Medien und das Verteidigungsministerium. Junge Soldaten, die an der Grenze stationiert waren, berichteten in Interviews, dass sie sich entweder ergeben oder ihre Positionen aufgegeben hätten – ein deutliches Zeichen für die zunehmende Erschöpfung auf russischer Seite.

    Blinken in Israel: Suche nach einer Lösung im Gazakonflikt

    US-Außenminister Antony Blinken ist in Israel angekommen, um mit einem „Brückenvorschlag“ den Konflikt im Gazastreifen zu deeskalieren. Nach zähen Verhandlungen in Katar, die keine entscheidenden Fortschritte brachten, hoffen die Beteiligten nun, bis Ende der Woche in Kairo eine Einigung zu erzielen.

    Netanjahus vorsichtiger Optimismus

    Während die Biden-Administration andeutete, dass die Verhandlungen in die Endphase gehen könnten, zeigte sich Israels Premierminister Benjamin Netanjahu zurückhaltend. Er betonte die Komplexität der Gespräche und bezeichnete seinen Ansatz als einen des Gebens und Nehmens – und nicht des bloßen Nachgebens.

    WEITERE SCHLAGZEILEN

    • Venezuela: Das Land tritt in eine neue Ära des Autoritarismus ein. In den letzten Wochen wurden mehr als 1.400 Menschen verhaftet.
    • Thailand: Das Parlament hat Paetongtarn Shinawatra, die 37-jährige Erbin einer alten politischen Dynastie, zur neuen Premierministerin gewählt.
    • Kashmir: Die überwiegend muslimische Region, der Indien kürzlich den halbautonomen Status entzogen hat, wird erstmals seit einem Jahrzehnt wieder eine Regionalwahl abhalten.
    • Iran: Die Nobelpreisträgerin und Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi wurde laut ihrem Anwalt von Gefängniswärtern brutal geschlagen.
    • X (ehemals Twitter): Elon Musk erklärte, er werde die Büros des sozialen Netzwerks in Brasilien schließen, anstatt einer Anordnung zur Sperrung von Konten nachzukommen.
    • Künstliche Intelligenz: Unternehmer berichten, dass der Einsatz von KI-Tools den Weg zu mehr Einstellungen und idealerweise zu mehr Rentabilität beschleunigt.
    • Hongkong: Die 19-jährige Riesenpanda-Dame Ying Ying hat als älteste Panda-Bärin erstmals Nachwuchs zur Welt gebracht.
  • Obamas Unterstützung gibt Kamala Harris weiteren Schub

    Obamas Unterstützung gibt Kamala Harris weiteren Schub

    Barack und Michelle Obama haben am Freitagmorgen ihre Unterstützung für Kamala Harris‘ Präsidentschaftskandidatur bekannt gegeben. Diese Unterstützung, bekannt gemacht in einem Video, in dem Harris einen gemeinsamen Anruf des ehemaligen Präsidentenpaares entgegennimmt, verstärkt Harris‘ Position als führende Kandidatin der Demokraten.

    Historische Verbindung und Unterstützung

    Die Unterstützung durch die Obamas unterstreicht nicht nur ihre langjährige Freundschaft mit Harris, sondern auch die historische Verbindung zwischen dem ersten schwarzen Präsidenten und der ersten schwarzen Frau, die als Vizepräsidentin berufen wurde und nun nach der höchsten politischen Position des Landes strebt. „Michelle und ich könnten nicht stolzer sein, dich zu unterstützen“, sagte Barack Obama in dem Video. Michelle Obama fügte hinzu: „Ich bin stolz auf dich, Kamala.“

    Weg zur Nominierung

    Mit den Obamas an ihrer Seite hat Harris einen weiteren entscheidenden Rückhalt bekommen, da die Obamas nach wie vor einflussreiche Figuren und wichtige Fundraising-Quellen für die Demokratische Partei sind. Eine Umfrage von Associated Press zeigt, dass sich Harris bereits die Unterstützung der Mehrheit der Delegierten für den Parteitag der Demokraten gesichert hat, der im August in Chicago stattfinden wird. Diese breite Unterstützung deutet darauf hin, dass Harris‘ Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten nahezu sicher ist.

    Präsident Biden’s Entscheidung, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren, folgte auf Bedenken hinsichtlich seiner Fähigkeit, den ehemaligen Präsidenten Donald Trump zu besiegen. Biden lobte Harris und betonte, dass er zuversichtlich sei, dass sie die beste Wahl sei, um die Demokraten gegen Trump zu führen. Diese Entscheidung löste eine Welle von Unterstützungen für Harris aus, darunter prominente Demokraten wie Nancy Pelosi und Chuck Schumer.

    Kampagne und zukünftige Herausforderungen

    Harris‘ Kampagne verspricht, aufregend zu werden. „Wir werden auch Spaß daran haben, nicht wahr?“, sagte Harris im Gespräch mit den Obamas. Die bevorstehenden Monate werden entscheidend sein, da Harris auf große Kampagnenveranstaltungen und die Mobilisierung von Wählern setzt, um die Präsidentschaft zu gewinnen. Die Obamas werden dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie ihre Popularität und ihren Einfluss nutzen, um Harris‘ Chancen zu erhöhen.

    Die Unterstützung der Obamas ist nicht nur ein politisches Statement, sondern auch ein Symbol für den Fortschritt und die Diversität in der amerikanischen Politik. Harris‘ Kandidatur hat das Potenzial, die politischen Landschaft zu verändern und neue Maßstäbe für zukünftige Generationen zu setzen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob sie in der Lage ist, diese historische Chance zu nutzen und die Wahl im November zu gewinnen.

    Mit der Unterstützung der Obamas und einer breiten Basis in der Partei scheint Kamala Harris bereit zu sein, die nächste große Hürde in ihrer politischen Karriere zu nehmen. Die Geschichte schreibt sich selbst weiter – wer hätte gedacht, dass die möglicherweise erste Frau an der Spitze Amerikas auch schwarz sein könnte?

  • Paris 2024: Barack Obama besuchte am Freitag Paris und traf sich mit Anne Hidalgo

    Paris 2024: Barack Obama besuchte am Freitag Paris und traf sich mit Anne Hidalgo

    Die Bürgermeisterin von Paris und der ehemalige amerikanische Präsident sprachen insbesondere über die Olympischen und Paralympischen Spiele, die diesen Sommer in der französischen Hauptstadt stattfinden werden. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo traf am Freitag, dem 15. März, mit Barack Obama zusammen, der Paris einen Besuch abstattete. Dies erfuhr der politische Dienst von Franceinfo am Samstag aus dem Umfeld der Bürgermeisterin. Zu den Gesprächsthemen gehörten die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris, aber auch die Hauptanliegen, für die sich Anne Hidalgo einsetzt, wie die Anpassung der Stadt an den Klimawandel und den sozialen Wohnungsbau. Hidalgo und Obama sprachen auch über die amerikanischen Wahlen und die Gefahr, die eine Wahl Donald Trumps für die Demokratie darstellen würde. Der ehemalige amerikanische Präsident lud die Pariser Bürgermeisterin ein, ihn in Chicago zu besuchen….

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    Anlässlich der Veröffentlichung des ersten Bandes seiner Memoiren gab der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten France Télévisions ein Interview, das am Dienstagabend um 20.35 Uhr auf France 2 in voller Länge ausgestrahlt wird. Auch wenn er gekommen ist, um über Literatur zu sprechen, bleibt B…

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