Schlagwort: Attentat

  • Mann droht, die Synagoge von Rouen in Brand zu setzen – von der Polizei getötet

    Mann droht, die Synagoge von Rouen in Brand zu setzen – von der Polizei getötet

    Am frühen Morgen des 17. Mai wurde ein bewaffneter Mann, der offenbar die Synagoge in Rouen (Seine-Maritime) in Brand setzen wollte, von der Polizei neutralisiert. Dies gab Innenminister Gérald Darmanin auf X bekannt.

    Details des Vorfalls

    Der Vorfall ereignete sich „früh am Morgen“, wie der Minister weiter präzisierte. Der Mann war bewaffnet und zeigte eindeutig die Absicht, die Synagoge anzuzünden. Angesichts der unmittelbaren Bedrohung griff die Polizei ein und schaltete den Mann aus, bevor er seinen Plan in die Tat umsetzen konnte.

    Reaktion der Behörden

    Innenminister Gérald Darmanin betonte die Entschlossenheit der Behörden, entschlossen gegen jede Form von Gewalt und Bedrohung vorzugehen, insbesondere wenn religiöse Stätten betroffen sind. „Unsere Sicherheitskräfte haben schnell und effektiv gehandelt, um eine potenzielle Tragödie zu verhindern“, sagte Darmanin. „Wir werden weiterhin alles tun, um die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten.“

    Hintergrund und Bedeutung

    Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch gewalttätige Angriffe auf religiöse Einrichtungen in Frankreich. Solche Angriffe haben in den letzten Jahren zugenommen, was die Behörden dazu veranlasst hat, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Die schnelle Reaktion der Polizei in Rouen zeigt, wie wichtig eine ständige Wachsamkeit und Bereitschaft ist, um die Sicherheit der Gemeinschaft zu schützen.

    Die Bedeutung der Sicherheit religiöser Stätten

    In einer Zeit, in der Angriffe auf religiöse Stätten weltweit zunehmen, ist der Schutz dieser Orte von entscheidender Bedeutung. Synagogen, Kirchen, Moscheen und andere religiöse Einrichtungen sind nicht nur Orte des Gebets, sondern auch Symbole des kulturellen und religiösen Erbes. Ihre Sicherheit zu gewährleisten, ist eine zentrale Aufgabe der Behörden.

    Nach diesem Vorfall wird es wahrscheinlich weitere Diskussionen über die Sicherheitsvorkehrungen für religiöse Stätten in Frankreich geben. Es wird erwartet, dass die Regierung ihre Bemühungen verstärken wird, um sicherzustellen, dass solche Angriffe in Zukunft verhindert werden können. Dies könnte verstärkte Polizeipräsenz, verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und eine engere Zusammenarbeit mit den Gemeinden umfassen.

    Dieser dramatische Vorfall in Rouen erinnert uns daran, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben und entschlossen gegen jede Form von Bedrohung vorzugehen, um die Sicherheit und den Frieden in unseren Gemeinschaften zu bewahren.

  • Ukraine-Krieg: Ist gegen Emmanuel Macron ein Mordanschlag geplant?

    Ukraine-Krieg: Ist gegen Emmanuel Macron ein Mordanschlag geplant?

    In sozialen Netzwerken wird in einem Video mit dem Journalisten Julien Fanciulli behauptet, dass gegen den französischen Staatschef in der Ukraine ein Mordanschlag geplant worden sei. Der Sender Franceinfo untersuchte den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung.

    Ein Video in sozialen Netzwerken berichtet davon, dass Emmanuel Macron „gezwungen war, einen Besuch in der Ukraine aufgrund eines geplanten Mordanschlags gegen ihn abzusagen“. In einem Ausschnitt, der als Ausschnitt aus einer Nachrichtensendung des Senders France24 präsentiert wird, behauptet der Moderator Julien Fanciulli, dass das französische Staatsoberhaupt Ziel eines Mordversuchs sei.

    Auch wenn es sich tatsächlich um Bilder aus einer an diesem Tag gesendeten Nachrichtensendung von France 24 handelt, hat Moderator Julien Fanciulli diese Worte jedoch nie ausgesprochen. „Ich habe das nie in der Sendung gesagt. Sie haben meine Stimme moduliert und Bilder hinzugefügt, die wir nie gesendet haben“, stellt Fanciulli im Gespräch mit Franceinfo klar.

    Ein durch künstliche Intelligenz manipuliertes Video
    Es handelt sich bei dem Video um einen sogenannten Deep Fake, ein durch künstliche Intelligenz manipuliertes Video. Mehrere Details weisen eindeutig darauf hin, angefangen bei der schlechten Qualität des Ausschnitts. Auch die Lippenbewegungen stimmen nicht wirklich mit den gesprochenen Worten überein. Einige Formulierungen lassen obendrein an eine automatische Übersetzung denken. Das gefälschte Video tauchte am 13. Februar auf pro-russischen Telegram-Kanälen auf. Das Gerücht verbreitete sich dann weiter auf X, wo es sogar vom ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew weiterverbreitet wurde. Der Élysée-Palast sah sich gezwungen, das Gerücht offiziell zu dementieren.

    Emmanuel Macron bestätigte in einer Pressekonferenz, dass er noch vor Mitte März in die Ukraine reisen werde.

  • Heute beginnt der Prozess des Attentats vom 11. Dezember 2018 in Straßburg

    Heute beginnt der Prozess des Attentats vom 11. Dezember 2018 in Straßburg

    Der Prozess beginnt am Donnerstag, dem 29. Februar. Fünf Menschen waren am 11. Dezember 2018 auf dem Weihnachtsmarkt in Straßburg (Département Bas-Rhin) durch einen Anschlag eines radikalisierten Mannes ums Leben gekommen. Der Täter wurde nach zwei langen Tagen der Verfolgung von der Polizei erschossen.

    Am 11. Dezember 2018 ging Audrey Wagner mit ihrer Familie am Rande des Weihnachtsmarkts in Straßburg spazieren. Als der Terroranschlag passiert, flüchtet sie sich mehrere Stunden in eine Bäckerei. Heute will sie bei dem beginnenden Prozess aussagen. „Ich gehe nicht mehr an einen öffentlichen Ort, ohne zu schauen, wohin ich mich retten kann. Ich schaue nach den Notausgängen, wo man sich verstecken kann. Das ist instinktiv“, sagt Audrey Wagner gegenüber dem Sender France 2.

    Am Abend des 11. Dezember 2018 tötete Chérif Chekatt, der als radikalisierter Gefährder eingestuft war, fünf Menschen und verletzte 16 schwer. Er war mit einem Messer und einem Revolver bewaffnet. Chekatt flüchtet in einem Taxi, dessen Fahrer ist noch immer von dem Ereignis traumatisiert ist. „In einem Moment befahl er mir auszusteigen, wir gingen zum Kofferraum und er hält mir die Waffe an den Bauch und sagt: ‚Du machst Probleme, ich zünde dich an’“, berichtet Mostafa Salhane, Taxifahrer und Geisel des Terroristen. Chérif Chekatt wird nach einer 48-stündigen Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen. Fünf mutmaßliche Komplizen müssen sich jetzt in dem Prozess, der am Donnerstag, dem 29. Februar beginnt, vor Gericht verantworten.

  • Attentat am Eiffelturm: Verdächtiger bekennt sich zu seiner Tat

    Attentat am Eiffelturm: Verdächtiger bekennt sich zu seiner Tat

    In Polizeigewahrsam übernahm der Angreifer des Terroranschlags vom Samstag, dem 2. Dezember, in Paris die Verantwortung für seine Tat und sagte, er habe als Reaktion auf die Verfolgung von Muslimen in der ganzen Welt gehandelt. Der Attentäter hatte einen jungen deutschen Touristen vor den Augen seiner Frau erstochen.

    Vor den Ermittlern sprach Armand Rajabpour-Miyandoab über seine Tat und sein Motiv. Er wurde nach der Messer- und Hammerattacke in der Nähe des Eiffelturms in Paris am Samstagabend festgenommen und bekannte sich zu seiner Tat. Er sagte, er habe als Reaktion auf die Verfolgung von Muslimen in der ganzen Welt gehandelt. Der Verdächtige war 2015 zum Islam konvertiert und hatte sich anschließend radikalisiert. Er soll Verbindungen zu mehreren Terroristen unterhalten haben.

    Seine Motive machte er in einem Video, das er wenige Minuten vor seiner Tat am Samstag, den 2. Dezember, in Paris in sozialen Netzwerken veröffentlichte, bekannt. In diesem Video schwor er der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) die Treue. Der 26-jährige Mann, der bereits als Gefährder aktenkundig war, gibt sich nach Angaben der Polizei kalt und emotionslos.

    Das ist allerdings weit entfernt davon, wie ihn seine Nachbarn beschreiben. Der Verdächtige lebte mit seinen Eltern in einer Wohnanlage in Puteaux (Hauts-de-Seine). Sie berichten von einer eher unauffälligen Familie: „Ich weiß, dass mein Mann ihm schon öfter begegnet ist. Er hatte nichts Seltsames an sich, er war ein ganz normaler Mensch“, das sagt eine Nachbarin auf dem Sender Franceinfo.

  • Messerattacke in Paris: Attentäter Armand Rajabpour-Miyandoab soll bei der Tat Allah Akbar gerufen haben

    Messerattacke in Paris: Attentäter Armand Rajabpour-Miyandoab soll bei der Tat Allah Akbar gerufen haben

    Wer ist der Attentäter, der am Samstagabend in der Nähe des Eiffelturms in Paris ein deutsches Touristenpaar angegriffen und den jungen Ehemann getötet hat?

    Der Angreifer, Armand Rajabpour-Miyandoab, ein 1997 als Sohn iranischer Eltern geborener Franzose, wurde kurz nach der Tat von der Polizei festgenommen. Der Angreifer, der den Sicherheitsbehörden bereits als radikalisierter Islamist und wegen psychiatrischer Probleme bekannt war, rief laut einer Polizeiquelle bei seiner Festnahme „Allah Akbar“.

    Er soll den Polizisten, die ihn verhafteten, gesagt haben, dass er „nicht mehr ertragen könne, dass Muslime sterben, sowohl in Afghanistan als auch in Palästina“ und erklärt haben, dass er „wütend“ sei auf „das, was in Gaza passiert“ und dass Frankreich „ein Komplize dessen sei, was Israel dort tut“, so Innenminister Gérald Darmanin bei einem Pressetermin vor Ort.

    Armand Rajabpour-Miyandoab war bereits 2016 von der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) wegen eines geplanten Gewaltakts in dem Stadtteil La Défense im Westen von Paris festgenommen worden. Er war damals zu fünf Jahren Haft verurteilt und nach vier Jahren aus der Haft entlassen worden.

    https://twitter.com/Bruno_Attal_/status/1731209846475624725

    Armand Rajabpour-Miyandoab, der laut Gérald Darmanin bei seinen Eltern im Departement Essonne lebte, hatte kurz vor der Tat in den sozialen Netzwerken ein Video veröffentlicht, in dem er sich zu seinem Angriff bekannte, wie Polizei- und Sicherheitsquellen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigten.

    https://twitter.com/LindaZoubir/status/1731242562231336973

    Ein Anschlag im Zusammenhang mit der Situation in Gaza?
    In dem Video spricht Rajabpour-Miyandoab von „aktuellen Ereignissen, der Regierung und dem Mord an unschuldigen Muslimen“. Die Ermittler wissen derzeit nicht, wann das Video gedreht wurde, aber es wurde wohl zeitgleich mit der Tat ins Internet gestellt. Armand Rajabpour-Miyandoab hatte laut der Ermittler eine „umfangreiche digitale Aktivität“.

    Die Zeitung Le Parisien berichtet, dass der Attentäter von Paris mit den Terroristen des Anschlags auf Pater Hamel in Saint-Etienne du Rouvray im Jahr 2016 und den Terroristen des Anschlags auf Polizisten in Magnanville in Verbindung stand. Seine Familie sei nicht mulislamisch, er sei als Erwachsener konvertiert.

  • Attentat von Brüssel: 2 Tunesier in Paris verhaftet

    Attentat von Brüssel: 2 Tunesier in Paris verhaftet

    Zwei Männer, die in der Nähe von Paris wohnen und möglicherweise mit dem Attentäter von Brüssel in Verbindung stehen, der am 16. Oktober in der belgischen Hauptstadt zwei schwedische Fußballfans getötet hatte, wurden jetzt von einem Pariser Untersuchungsrichter angeklagt, wie die französische Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft mitteilte.

    Vier Personen, die möglicherweise mit dem Attentäter von Brüssel in Verbindung stehen, waren am vergangenen Donnerstag in den Departements Loire-Atlantique, Maine-et-Loire und in der Nähe von Paris festgenommen worden, wie jetzt bekannt wurde. Von den vier Festgenommenen wurden zwei wieder auf freien Fuß gesetzt. Zwei Männer wurden am Montag einem Untersuchungsrichter vorgeführt und wegen Bildung einer kriminellen terroristischen Vereinigung und Beihilfe zum Mord in Verbindung mit einem terroristischen Anschlag angeklagt und anschließend in Untersuchungshaft genommen.

    Die beiden Tunesier sind etwa 40 und 50 Jahre alt, wie jetzt bekannt wurde. Der 40-Jährige, der „seit fast zwanzig Jahren in Frankreich lebt“, bestreitet die Anschuldigungen, wie sein Anwalt gegenüber der Nachrichtenagentur AFP versicherte.

    „Er hat nichts mit dem Anschlag zu tun“, erklärte Rechtsanwalt Souleymen Rakrouki. Der Attentäter „ist ein Freund, den er seit langem kannte und bei dem er keine Anzeichen für eine Radikalisierung gesehen hatte. Er hätte sich nie vorstellen können, dass er zu einer solchen Tat fähig sein könnte“.

    Laut Staatsanwaltschaft werden die Ermittlungen fortgesetzt, um die Verbindungen der beiden Beschuldigten zu Abdesalem Lassoued, einem 45-jährigen radikalisierten Tunesier, zu klären, der zwei Schweden getötet hatte, als diese ihre Fußballnationalmannschaft in Belgien unterstützen wollten. Der Attentäter, gegen den seit über einem Jahr ein tunesisches Auslieferungsersuchen vorlag, wurde am 17. Oktober von der belgischen Polizei erschossen.

    In Paris wurde am 17. Oktober eine Untersuchung eingeleitet, nachdem Informationen „von den belgischen Justizbehörden übermittelt“ worden waren, so die zuständige Staatsanwaltschaft.

  • Anschlag in Brüssel: Zwei schwedische Fussballfans durch Schüsse getötet

    Anschlag in Brüssel: Zwei schwedische Fussballfans durch Schüsse getötet

    Zwei Schweden wurden am Montagabend im Zentrum der belgischen Hauptstadt am Rande des Fußballspiels Belgien-Schweden mit einer automatischen Waffe getötet. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Terrorismusfälle zuständig ist, wurde mit den Ermittlungen betraut.

    Drei Tage nach dem Attentat in Arras, das ganz nFrankreich wegen der Ermordung eines Lehrers in Trauer versetzte, wurde nun auch Belgien getroffen. Am Rande des Fußballspiels Belgien-Schweden wurden am Montag, dem 16. Oktober in Brüssel zwei schwedische Staatsangehörige von einem bewaffneten Täter getötet, der nach der Tat auf einem Motorroller flüchtete. Ein Mann, der verdächtigt wird, der Schütze zu sein, wurde am Dienstagmorgen nach einem Schusswechsel festgenommen, wie ein Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft mitteilte. Später am Morgen wurde bekannt, dass der mutmaßliche Attentäter bei der Festnahme getötet wurde.

    https://twitter.com/BanrakasBaba/status/1714186100808503580

    Der belgische Premierminister Alexander De Croo verurteilte die Tat als ein „feiges Attentat“. Er rief zur Einheit im „Kampf gegen den Terrorismus“ auf. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Terrorismusfälle zuständig ist, wurde mit den Ermittlungen betraut. Die Terrorbedrohungsstufe wurde auf vier angehoben und gilt in der Region Brüssel als „sehr ernst“, das ist die höchste Stufe. Die Behörden forderten die Bewohner auf, „zu Hause zu bleiben, solange die Bedrohung nicht beseitigt ist“.

    Die Tat ereignete sich kurz nach 19 Uhr in der Nähe des Place Sainctelette im Norden der belgischen Hauptstadt. Auf mehreren Videos, die in den sozialen Netzwerken und den belgischen Medien verbreitet wurden, ist zu sehen, wie ein Mann in einer orangefarbenen Neonjacke eine Person in die Lobby eines Gebäudes verfolgt und das Feuer aus einer automatischen Waffe eröffnet. Anschließend flüchtet er auf einem Motorroller. „Drei Personen“ seien durch den Angriff „ins Visier genommen“ worden, sagte Eric van Duyse, Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft, bei einer Pressekonferenz. Neben den beiden getöteten Personen sei auch ein Taxifahrer verletzt worden.

    Laut Zeugenaussagen trugen die Opfer Fantrikots der schwedischen Nationalmannschaft.

    Ein Video, in dem sich ein Mann zu dem Anschlag bekennt, der mit einer neonorangenen Jacke bekleidet ist und auf Arabisch spricht, ist im Umlauf, wurde aber noch nicht offiziell authentifiziert. Der Mann versichert, der Terrorgruppe Islamischer Staat anzugehören, und behauptet, „drei Schweden“ getötet zu haben. In dem Video wird die schwedische Staatsangehörigkeit der Opfer als Motivation für die Tat genannt.

    https://twitter.com/laraibnaseer/status/1714148711360758132

    Schweden, das in der muslimischen Welt nach mehreren Koranverbrennungen in diesem Sommer zunehmend in Kritik geriet, hat bereits am 17. August die Terrorwarnstufe erhöht.

    Der Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft betonte allerdings ausdrücklich, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum aktuellen israelisch-palästinensischen Konflikt vorlägen.

    Ein Mann, der unter dem Verdacht steht, der mutmaßliche Attentäter zu sein, wurde am Dienstagmorgen festgenommen. Früher am Morgen hatte der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne mehr Informationen über den Verdächtigen bekannt gegeben. Es handele sich um einen 45-jährigen Tunesier, der im November 2019 Asyl in Belgien beantragt habe, so der Minister. „Er war den Polizeibehörden bereits wegen Menschenhandels, illegalem Aufenthalts und Gefährdung der Staatssicherheit bekannt.

    https://twitter.com/Mediavenir/status/1714174102313865281

    „Im Juli 2016 wurden von einer ausländischen Polizeibehörde unbestätigte Informationen übermittelt, wonach der Mann sich radikalisiert habe und in ein Konfliktgebiet in den Dschihad ziehen wolle“, führte der belgische Justizminister weiter aus. Allerdings habe es in Belgien „keine konkreten Hinweise auf eine Radikalisierung gegeben“, schränkte er ein.

    https://twitter.com/JeanMessiha/status/1714190178112143424

    In Schaerbeek im Großraum Brüssel wurde eine Hausdurchsuchung in der Avenue Huart-Hamoir durchgeführt, „eine Adresse, an der sich der Verdächtige aufgehalten haben soll“, wie der belgische Bundesstaatsanwalt Frédéric Van Leeuw auf der Pressekonferenz erklärte. Dort fand am Dienstagmorgen auch die Festnahme statt. Von offizieller Seite wurde nicht bestätigt, dass der Verdächtige bei der Festnahme verletzt wurde. Bisher konnte die festgenommene Person noch nicht formell identifiziert werden.

    Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass der Attentäter wohl bei der Festnahme getötet worden sei.

    Am Montagabend fand im König-Baudouin-Stadion in Brüssel ein Fußballspiel zwischen Belgien und Schweden im Rahmen der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2024 statt. Es wurde in der Halbzeitpause gegen 21:30 Uhr abgebrochen. „Ich bin schrecklich traurig. Wir waren uns zu 100 % einig, dass wir die zweite Halbzeit aus Respekt vor den Opfern und ihren Familien nicht spielen würden“, erklärte der Trainer der schwedischen Nationalmannschaft, Janne Andersson, der von der schwedischen Nachrichtenagentur TT zitiert wurde.

    Die Behörden hielten die 35.000 Fans zunächst im Stadion fest, bis sie sicher evakuiert werden konnten, wie das belgische Krisenzentrum mitteilte. Die Fans beider Mannschaften skandierten „Sweden! Sweden!“, berichtete der belgische Fernsehsender LN24. Die Evakuierung des Stadions begann erst kurz vor Mitternacht.

    Nach dem Anschlag in Brüssel werden die Sicherheitsvorkehrungen am Dienstagabend im Pierre-Mauroy-Stadion in Lille für das Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Schottland deutlich erhöht, wie Franceinfo unter Berufung auf die französischen Behörden meldet.

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin ordnete an, dass die Kontrollen an der Grenze zu Belgien ab Montagabend verstärkt werden sollen. Die französische Regierung hatte bereits am Freitag, nachdem ein radikalisierter ehemaliger Schüler in einem Gymnasium in Arras einen Lehrer ermordet hatte, die höchste Stufe des nationalen Terror-Warnsystems ausgerufen.

    Die politischen Reaktionen auf das Attentat in Brüssel sind zahlreich. Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen verurteilte ein „abscheuliches Attentat“. „Ich bin heute Abend von ganzem Herzen bei den Familien der beiden Opfer des abscheulichen Attentats, das in Brüssel stattgefunden hat“, reagierte Ursula von der Leyen auf X. Der Präsident des Europäischen Rates, der Belgier Charles Michel, sagte, dass „das Herz Europas von Gewalt getroffen wurde“. Der schwedische Außenminister Tobias Billström sagte, er sei „am Boden zerstört“.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron, der sich am Montagabend in der albanischen Hauptstadt Tirana aufhielt, sagte, dass Europa „erschüttert“ sei.

  • Anschlag in Gymnasium in Arras: 11 Personen verhaftet

    Anschlag in Gymnasium in Arras: 11 Personen verhaftet

    Am Tag nach dem Terroranschlag in Arras (Pas-de-Calais), bei dem ein Lehrer ums Leben kam, wurden neben dem Attentäter zehn weitere Personen in Polizeigewahrsam genommen.

    In Arras (Departement Pas-de-Calais) vor dem Lycée Gambetta sind die Schüler und ihre Eltern von der Tragödie gezeichnet. In aller Stille sind viele gekommen, um einen Blumenstrauß zum Gedenken an den getöteten Lehrer niederzulegen. Über die Schüler hinaus trauert am Samstag, dem 14. Oktober, der ganze Lehrkörper. Man ist schockiert, dass der Französischlehrer Dominique Bernard, einer der ihren, zur Zielscheibe geworden ist. „Es ist ein Beruf, der uns sehr am Herzen liegt, und leider ist es auch ein Beruf, in dem man sich gefährdet fühlen kann“, reagierte eine Lehrerin des Gymnasiums Gambetta gegenüber dem Sender Franceinfo.

    Hausdurchsuchung im Haus des mutmaßlichen Attentäters
    Wurde die Tat von Mohamed M. mit weiteren Komplizen geplant und was waren seine Beweggründe? Die Polizei hat im Rahmen der Ermittlungen das Haus der Familie des mutmaßlichen Attentäters durchsucht. Die Ermittler verhören den Verdächtigen, der allerdings bislang schweigt und sich nicht zu seiner Tat bekennt. Für die Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen gut vorbereiteten Angriff, weshalb eine Untersuchung wegen vorsätzlichen Mordes eingeleitet wurde. Antworten könnten auch von anderen Verdächtigen kommen, die sich derzeit in Polizeigewahrsam befinden.

    Hat dieser Anschlag einen direkten Zusammenhang mit der Situation im Nahen Osten? Dafür gibt es derzeit keine Anhaltspunkte.

    Emmanuel Macron, der das Gymnasium, in dem der Angriff stattfand, besuchte, rief die Franzosen dazu auf, „vereint“ zu bleiben und „an einem Strang zu ziehen“.
    „Der Lehrer, der getötet wurde, hat sich eingemischt.“ Der Lehrer, der am Freitag, dem 13. Oktober, in dem Gymnasium in Arras (Pas-de-Calais) bei einem terroristischen Messerangriff getötet wurde, „hat zweifellos selbst viele Leben gerettet“, sagt Emmanuel Macron bei einer Ansprache vor Ort. Der Staatschef zollte „allen unseren Lehrern Respekt“ und „lobte die Reaktionsfähigkeit aller Dienste der inneren Sicherheit“.

    Darüber hinaus rief Emmanuel Macron die Franzosen dazu auf, angesichts der „Barbarei des islamistischen Terrorismus“ „vereint“ zu bleiben und „zusammenzustehen“. „Wir dürfen dem Terror nicht nachgeben und nichts zulassen, was uns spaltet“.

    Der Staatschef erklärte, dass ein weiterer „Anschlagsversuch“, „in einer anderen Region“, dank des schnellen Eingreifens der Polizei vereitelt worden sei. Dieser vereitelte „Anschlagsversuch“ habe in Limay im Departement Yvelines stattgefunden, wie eine Polizeiquelle gegenüber dem Sender Franceinfo erklärte. „Der Mann, der ein Messer bei sich trug“, wurde festgenommen, „als er einen Gebetsraum verließ, der nicht weit von einem Gymnasium entfernt lag“, erklärte die Polizeiquelle.

    Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Freitagmorgen, dem 13. Oktober, im Schulzentrum Gambetta-Carnot in Arras (Pas-de-Calais) einen Lehrer getötet und drei weitere Personen verletzt. Die Tat habe sich im Lycée Gambetta ereignet, schrieb Innenminister Gérald Darmanin kurz nach dem Angriff auf X (ex-Twitter) und erklärte, dass „der Täter von der Polizei festgenommen worden sei“. 11 Personen, darunter der Hauptverdächtige und sein 16-jähriger jüngerer Bruder, wurden bis jetzt in Polizeigewahrsam genommen.

    Der Angriff erfolgte fast auf den Tag genau drei Jahre nach der Ermordung von Samuel Paty, einem 47-jährigen Lehrer, der am 16. Oktober 2020 in der Nähe seines Gymnasiums im Departement Yvelines enthauptet wurde, nachdem er seinen Schülern während eines Unterrichts über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

    Es war gegen 11 Uhr, als Mohammed M. mit Messern bewaffnet in das Schulzentrum Gambetta-Carnot stürmte. Er stach auf zwei Lehrer und zwei technische Mitarbeiter ein. Eines der Opfer, ein Französischlehrer des Gymnasiums, starb an seinen Verletzungen.

    Auf mehreren in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos ist zu sehen, wie der Hauptverdächtige mit schwarzer Hose und grauer Jacke im Hof der Schule Männer bedroht, die versuchen, ihn zu überwältigen, wobei einige von ihnen sich mit einem Stuhl schützen, um ihn auf Abstand zu halten. Der Hauptverdächtige soll Zeugen zufolge „Allah Akbar“ gerufen haben.

    Jean-François Ricard, Staatsanwalt der Nationalen Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft, erläuterte den Ablauf der Ereignisse. Mohammed M. war zunächst „vor dem Gymnasium aufgetaucht […] Er stach mit einem Messer auf einen Lehrer ein, der sich vor der Schule befand. Ein zweiter Lehrer kam seinem Kollegen zur Hilfe; auch er wurde mit dem Messer verletzt“. Der Attentäter betrat dann „einen technischen Angestellten“ und „eine Reinigungskraft“ verletzte. Anschließend kehrte er um und ging in den hinteren Teil des Schulhofes. Dort wurde er von der Polizei überwältigt, die ihre Taser-Pistole einsetzte.

    Der Name des getöteten Lehrers ist Dominique Bernard. Er unterrichtete im Gymnasium des Schulkomplexes das Fach Französisch und war bei seinen Schülern sehr beliebt.

    Der Philosophielehrer Martin Dousseau, beschrieb eine Panik während einer Pause, als einige Schüler des Schulkomplexes einem Mann gegenüberstanden, der laut seiner Aussage mit zwei Messern bewaffnet war. „Er griff einen Mitarbeiter der Kantine an, verfolgte ihn und bedrohte ihn mit einem Messer. Er hatte ihn offenbar schon verletzt, denn der Koch hatte Blut an den Händen. Ich wollte eingreifen, da drehte er sich zu mir um, verfolgte mich und fragte, ob ich Geschichts- und Geografielehrer sei. Wir haben uns dann verbarrikadiert, dann kam die Polizei und hat ihn festgesetzt“.

    Unter den Verletzten befindet sich ein Sportlehrer und ein technischer Angestellter des Gymnasiums Gambetta. Die Verletzten befinden sich nicht in Lebensgefahr.

    Der festgenommene Hauptverdächtige wurde von der DGSI (französischer Innlandsbeheimdienst) beobachtet.
    Mohammed M. sei festgenommen worden, bestätigte Innenminister Gérald Darmanin kurz nach dem Angriff auf X (ex-Twitter). Es handelt sich um einen 20-jährigen ehemaligen Schüler der Schule, der in Russland geboren wurde. Er wurde seit dem Sommer von der DGSI überwacht, wie France Télévisions von einer dem Geheimdienst nahestehenden Quelle erfuhr.

    Mohammed M. wurde abgehört und physisch überwacht und noch am Tag vor dem Angriff kontrolliert. Laut Geheimdienstquelle konnte ihm bei dieser Kontrolle nichts vorgeworfen werden, und die Abhörung seiner jüngsten Telefongespräche ergab keine Hinweise darauf, dass er eine solche Tat begehen würde. Laut derselben Quelle handelt es sich bei dem Hauptverdächtigen um einen radikalisierten Jugendlichen, der den Geheimdiensten bekannt war, dessen plötzliche Tat jedoch nicht vorhersehbar war.

    Ein 16-jähriger Bruder des Verdächtigen wurde ebenfalls festgenommen. Insgesamt wurden 11 Personen, darunter Mohammed M. und sein jüngerer Bruder, in Polizeigewahrsam genommen. Die Mutter, die Schwester und der Onkel der beiden Männer wurden ebenfalls festgenommen.

    Ein weiterer Bruder, der heute 22 Jahre alt ist, befindet sich derzeit in Haft, nachdem er im Sommer 2019 wegen eines vereitelten Anschlagsplans und Verherrlichung des Terrorismus festgenommen worden war.

  • Lockerbie-Attentat 1988: Libyscher Verdächtiger in den USA inhaftiert

    Lockerbie-Attentat 1988: Libyscher Verdächtiger in den USA inhaftiert

    Ein Auslieferungsverfahren gegen Abu Agila Mohammad Massoud wurde von der US-Justiz bereits vor zwei Jahren eingeleitet, als das ehemalige Mitglied des Geheimdienstes von Muammar al-Gaddafi noch in Libyen inhaftiert war.

    Bei der Explosion der Boing 747 im Dezember 1988 waren 270 Menschen ums Leben gekommen. Ein Libyer, der verdächtigt wird, die Bombe für den Lockerbie-Anschlag in Schottland zusammengebaut und programmiert zu haben, wurde nun in den USA inhaftiert, wie die schottischen Behörden am Sonntag, dem 11. Dezember, bekannt gaben. Die Festnahme und das „bevorstehende Erscheinen“ vor Gericht von Abu Agila Mohammad Massoud, einem ehemaligen Mitglied des Geheimdienstes von Muammar al-Gaddafi, wurden von Washington bestätigt.

    Im Dezember 2020, 32 Jahre nach der Tragödie, hatte die US-Justiz angekündigt, für diesen Verdächtigen, der damals in Libyen inhaftiert war, die Auslieferung zu beantragen. Es ist nicht bekannt, wann und unter welchen Bedingungen Abu Agila Mohammad Massoud den US-Behörden übergeben wurde.

    Bisher wurde nur eine Person wegen dieses Anschlags verurteilt: der 2012 verstorbene Libyer Abdelbaset Ali Mohamed Al-Megrahi, der aber stets seine Unschuld beteuert hatte.

    Der tödlichste Anschlag in der britischen Geschichte
    Das Regime des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi hatte 2003 offiziell die Verantwortung für den Anschlag übernommen und den Familien der Opfer eine Entschädigung von 2,7 Milliarden US-Dollar gezahlt. Die Ermittlungen waren 2016 wieder aufgenommen worden, als die US-Justiz erfuhr, dass Abu Agila Mohammad Massoud nach dem Sturz des Diktators festgenommen worden war und 2012 gegenüber dem Geheimdienst des neuen libyschen Regimes ein Geständnis abgelegt haben soll.

    Der Anschlag richtete sich gegen einen Transatlantikflug von London nach New York. Die Maschine, eine Boeing 747 der Pan Am, war am 21. Dezember 1988 über dem schottischen Dorf Lockerbie explodiert, wobei alle 259 Passagiere und Besatzungsmitglieder sowie 11 Personen am Boden ums Leben kamen. Der Anschlag war der tödlichste, der jemals auf dem Gebiet des Vereinigten Königreichs verübt wurde, aber auch der zweittödlichste Anschlag auf Amerikaner (190 Tote), nur die Anschläge vom 11. September 2001 forderten mehr amerikanische Opfer.

  • Attentat von Nizza: 15 Jahre Haft für die drei Hauptangeklagten gefordert

    Attentat von Nizza: 15 Jahre Haft für die drei Hauptangeklagten gefordert

    Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag 15 Jahre Haft für die drei Hauptangeklagten im Prozess um die Anschläge von 2016 in Nizza gefordert. Das Urteil wird am Dienstag, dem 13. Dezember, erwartet.

    Die Staatsanwaltschaft forderte am Dienstag, dem 6. Dezember, 15 Jahre Haft für jeden der drei Hauptangeklagten im Prozess um den Anschlag in Nizza. Mohamed Ghraieb, Chokri Chafroud und Ramzi Arefa werden wegen „terroristischer Vereinigung“ angeklagt.  Ramzi Arefa allerdings, so die Staatsanwaltschaft, „konnte nichts von der Radikalisierung“ des Mörders Mohamed Lahouaiej-Bouhlel wissen, der am 14. Juli 2016 am Steuer seines 19-Tonnen-LKWs auf der Promenade des Anglais 86 Menschen tötete und über 450 verletzte. Die Staatsanwaltschaft forderte dennoch 15 Jahre Haft für ihn, weil er dem Mörder eine Waffe zur Verfügung gestellt hatte, wie auch für die beiden anderen Angeklagten Mohamed Ghraieb und Chokri Chafroud. Diese beiden „waren sich der Fähigkeit von Mohamed Lahouaiej-Bouhlel bewusst, Taten in Verbindung mit seiner radikalen Ideologie zu begehen“, sagte Jean-Michel Bourlès, einer der drei Staatsanwälte der Nationalen Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft (Pnat), am Ende seines Plädoyers.

    Die Staatsanwaltschaft forderte 15 Jahre Haft für Mohamed Ghraieb und Chokri Chafroud und argumentierte, dass sie sich aufgrund ihrer „tatsächlichen Nähe“ zu dem Mörder, ihrer Beteiligung „in unterschiedlichem Maße“ an der Anmietung des für den Anschlag verwendeten LKWs und ihrer „Handlungen, um (ihm) eine Waffe zu verschaffen“, der terroristischen Vereinigung schuldig gemacht hätten.

    Gegen weitere fünf Angeklagte, darunter vier Albaner, die wegen gewöhnlicher Straftaten im Zusammenhang mit Waffenhandel angeklagt waren, forderte der Staatsanwalt Haftstrafen zwischen zwei und zehn Jahren. Drei der vier Albaner sollen ausserdem dauerhaft aus Frankreich verbannt werden.

    Die drei Staatsanwält*innen stellten fast acht Stunden lang ihre Anträge, in denen sie insbesondere betonten, dass die Angeklagten „ausschließlich für die ihnen vorgeworfenen Taten“ verurteilt werden sollten.

    „Es wird Frustrationen geben, das ist unvermeidlich“, sagt Generalstaatsanwältin Alexa Dubourg und erinnerte daran, dass keiner der acht Angeklagten vor dem Sondergericht in Paris „als Urheber des Attentats“ verurteilt werden könne.

    Sie erinnerte an die „Einzigartigkeit des Horrors“ dieses Attentats, das unschuldige Familien zum Ziel hatte. Fünfzehn Kinder und Jugendliche wurden von Mohamed Lahouaiej-Bouhlel getötet.

    Mohamed Ghraieb und Chokri Chafroud drohen bis zu 20 Jahre Haft. Ramzi Arefa droht eine lebenslange Haftstrafe, da er nach einer Verurteilung wegen Diebstahls im Jahr 2014 rückfällig geworden ist.

    Nach den Plädoyers der Verteidigung, die vom 7. bis 9. Dezember vorgesehen sind, haben die Angeklagten am 12. Dezember noch ein letztes Mal das Wort, bevor sich das Gericht zur Beratung zurückzieht.

    Das Urteil wird am Dienstag, den 13. Dezember, erwartet.