Schlagwort: Amazon

  • Amazon lockt mit 3.000 Jobs bei Lyon – und entfacht eine alte Debatte neu

    Amazon lockt mit 3.000 Jobs bei Lyon – und entfacht eine alte Debatte neu

    Wenn Amazon ein neues Logistikzentrum eröffnet, rollen selten nur ein paar zusätzliche Lieferwagen auf die Straße. Meist verändert sich gleich eine ganze Region. Genau das zeichnet sich nun östlich von Lyon ab. In Colombier-Saugnieu, direkt neben Flughafen, TGV-Bahnhof und Autobahnkreuz, entsteht eines der größten Amazon-Projekte Frankreichs. 3.000 unbefristete Stellen. 200 Millionen Euro Investition. Und ein Signal, das weit über die Region Rhône hinausreicht. Der US-Konzern plant die Eröffnung des neuen Distributionszentrums für Juni 2026. Gesucht werden vor allem Lager- und Kommissionierkräfte – Menschen also, die Waren annehmen, sortieren, verpacken und versenden. Auffällig: Der Bewerbungsprozess soll fast vollständig digital ablaufen. Kein klassischer Lebenslauf, kein langes Vorstellungsgespräch. Ein paar Klicks genügen. Für viele Arbeitssuchende klingt das erst einmal unkompliziert. Fast schon verdächtig unkompliziert. Amazon verkauft das Projekt als moderne Logistik der nächsten…

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  • Amazon in Elsass: Zwischen Aufbruch und Zweifel im Herzen Europas

    Amazon in Elsass: Zwischen Aufbruch und Zweifel im Herzen Europas

    Die Nachricht klingt wie ein Paukenschlag für den Osten Frankreichs: Der US-Konzern Amazon plant bis 2027 die Schaffung von 2.000 Arbeitsplätzen im Elsass. Genauer gesagt in Ensisheim, unweit von Mulhouse. Was auf den ersten Blick wie ein industriepolitischer Glücksfall erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als vielschichtiges Kapitel moderner Wirtschaftsgeschichte. Ein Logistikzentrum von beeindruckender Dimension soll entstehen. Rund 180.000 Quadratmeter Nutzfläche – verteilt auf mehrere Ebenen – markieren eine Investition, die sich auf etwa 250 Millionen Euro beläuft. Das ist kein kleines Lagerhaus am Stadtrand, sondern ein logistisches Kraftwerk. Und es steht symbolisch für den Wandel einer Region, die einst stark industriell geprägt war und nun neue Wege sucht. Die lokale Politik reagiert erwartbar erfreut. Zwei­tausend Arbeitsplätze – das ist in Zeiten strukturellen Wandels kein Pappenstiel. Doch die Euphorie bekommt schnell Risse, sobald man genauer hinschaut. Denn die F…

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  • Steuerstreit mit Washington: Wie Paris beim Thema GAFAM einknickte

    Steuerstreit mit Washington: Wie Paris beim Thema GAFAM einknickte

    Ende 2025 schien es, als würde Frankreich eine fiskalische Offensive gegen die großen US-Digitalkonzerne starten. Ein parteiübergreifender Vorschlag im Parlament sah vor, die sogenannte GAFAM-Steuer – benannt nach Google, Apple, Facebook (Meta), Amazon und Microsoft – von bislang 3 % auf 15 % zu erhöhen. Doch der Plan wurde nach massiver Intervention aus den USA zurückgezogen. Eine Recherche zeigt nun im Detail, wie Washington mit politischem Druck und wirtschaftlicher Drohkulisse eine Entscheidung des französischen Gesetzgebers ausbremste.

    Die Steuer auf digitale Dienstleistungen wurde in Frankreich 2019 eingeführt, um besonders profitable und unterbesteuerte Internetgiganten stärker an den öffentlichen Haushalten zu beteiligen. Erfasst werden unter anderem Werbeeinnahmen, der Verkauf personenbezogener Daten sowie die Nutzung digitaler Plattformen. Das französische Finanzministerium schätzt die Steuererträge bislang auf mehrere Hundert Millionen Euro jährlich – angesichts der Marktdominanz der betroffenen Unternehmen bleibt der Betrag jedoch bescheiden. Ziel der geplanten Erhöhung war es, mehr fiskalische Gerechtigkeit herzustellen und die Haushaltskonsolidierung voranzutreiben.

    Alarm in Washington

    Kaum war der Vorschlag zur Steuererhöhung öffentlich, reagierte Washington ungewöhnlich scharf. Der Ausschuss für Wege und Mittel des US-Repräsentantenhauses – zuständig für Handels- und Steuerpolitik – veröffentlichte ein deutlich formuliertes Kommuniqué. Darin hieß es, die geplante Erhöhung sei eine „unfaire Attacke auf amerikanische Unternehmen“ und werde nicht unbeantwortet bleiben. Die Androhung konkreter wirtschaftlicher Vergeltungsmaßnahmen, insbesondere im Agrar- und Genussmittelsektor, ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit der US-Seite.

    Parallel dazu wurde eine offizielle Kongressnote an Präsident Donald Trump verfasst. Die Unterzeichner forderten ihn auf, im Rahmen der Handelsgesetzgebung – konkret durch Aktivierung der berüchtigten „Section 301“ – unilaterale Sanktionen gegen Frankreich zu prüfen. Diese Klausel erlaubt es den USA, bei als diskriminierend empfundenen Handelspraktiken mit Zöllen und anderen Maßnahmen zu reagieren, ohne vorherige internationale Konsultationen.

    Die französische Reaktion: Rückzug im Schatten der Drohung

    Noch am Tag nach der amerikanischen Erklärung warnte der französische Wirtschaftsminister Roland Lescure im Parlament eindringlich vor einem „Spiel mit dem Feuer“. In seiner Rede appellierte er an die Abgeordneten, realpolitisch zu denken: Mut sei gut, sagte er, aber ein Frontalzusammenstoß mit den USA wäre riskant und wirtschaftlich kontraproduktiv. Seine Äußerungen stießen auf heftigen Widerspruch, doch sie zeigten Wirkung. Der federführende Abgeordnete zog seinen Antrag auf eine Steuererhöhung auf 15 % zurück und schlug stattdessen eine moderate Anhebung auf 6 % vor, die vom Parlament auch angenommen wurde.

    Diese vermeintliche Kompromisslösung genügte Washington jedoch nicht. Einen Monat später erhielten die französischen Behörden ein weiteres Schreiben aus dem US-Kongress, das erneut vor „inakzeptablen einseitigen Maßnahmen“ warnte und Trump zu energischem Handeln aufforderte. Besonders brisant: Diese diplomatische Botschaft gelangte offenbar über informelle Kanäle an französische Wirtschaftsverbände – insbesondere an die Lobby der Wein- und Spirituosenindustrie, die in früheren Handelsstreitigkeiten bereits Ziel amerikanischer Zölle war.

    Lobbyismus im Inneren: Der Flaschenhals des Widerstands

    Die Verbände der französischen Genussmittelindustrie – darunter die mächtige Champagnerbranche – nutzten das Schreiben aus Washington, um gezielt Druck auf Parlamentarier auszuüben. In Briefen an ausgewählte Abgeordnete warnten sie eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen einer Eskalation mit den USA. Sollte die Steuer weiter erhöht werden, drohten neue Importzölle auf französische Spitzenprodukte, mit verheerenden Folgen für Absatzmärkte, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung.

    Diese indirekte Einflussnahme über wirtschaftliche Interessen zeigte Wirkung. Bei der zweiten Lesung des Haushaltsgesetzes verzichteten auch andere Oppositionsparteien darauf, neue Änderungsanträge zur Erhöhung der GAFAM-Steuer einzubringen. Der ursprüngliche Plan einer signifikanten Besteuerung der Digitalkonzerne war damit endgültig vom Tisch.

    Einige Abgeordnete äußerten im Nachhinein offen ihre Enttäuschung. Der Rückzug sei nicht sachlich begründet, sondern ein Akt politischer Erpressung. Der Staat habe seine fiskalische Souveränität dem Druck eines Drittstaates geopfert – mit langfristigen Folgen für die Glaubwürdigkeit der französischen Steuerpolitik. Andere, wie der Berichterstatter des Haushaltsausschusses, verteidigten den Schritt mit Blick auf die fragile Weltlage und die wirtschaftliche Verwundbarkeit bestimmter Branchen. Frankreich müsse realistisch bleiben, zumal die Reaktionen des US-Präsidenten schwer kalkulierbar seien.

    Alter Konflikt, neue Dynamik

    Es ist nicht das erste Mal, dass die GAFAM-Steuer zum transatlantischen Zankapfel wird. Bereits 2019 hatten die Vereinigten Staaten eine Untersuchung auf Basis von Section 301 eingeleitet, als Frankreich die Steuer einführte. Damals hielt Paris dem Druck stand – auch, weil die Administration in Washington die Drohkulisse letztlich nicht in konkrete Maßnahmen umsetzte. Dass Frankreich sich diesmal schneller geschlagen gab, deutet auf eine veränderte politische Konstellation hin: eine konfliktreiche geopolitische Lage, ein aggressiv auftretender US-Präsident und eine französische Regierung, die innenpolitisch unter Reformdruck steht.

    Die Episode wirft grundlegende Fragen auf: Wie souverän ist nationale Steuerpolitik im Zeitalter globalisierter Konzerne und asymmetrischer Handelsbeziehungen? Welche Handlungsspielräume haben einzelne Staaten wie Frankreich gegenüber Wirtschaftsmächten wie den USA? Und inwieweit lassen sich demokratisch legitimierte Beschlüsse gegen ökonomischen Gegendruck behaupten?

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Amazon bringt das Gigantische nach Boves – doch nicht so, wie man denkt

    Amazon bringt das Gigantische nach Boves – doch nicht so, wie man denkt

    In der französischen Provinz sind große Investitionen selten ein stilles Ereignis. Schon gar nicht, wenn der Name „Amazon“ fällt und von einem „neuen Mega-Logistikzentrum“ die Rede ist. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Das, was in Boves in der Somme gerade entsteht, ist kein Neubau im klassischen Sinn – sondern eine radikale Verwandlung. Und zwar von innen. Die Fakten: Amazon investiert über 100 Millionen Euro in die Modernisierung seines bestehenden Standorts. Was dabei herauskommt, ist ein Hightech-Logistikzentrum, das als größtes robotisiertes Lager Europas auf nur einer Ebene gilt. Beeindruckend? Absolut. Doch das eigentliche Thema ist nicht nur Technik – es ist Transformation.

    Evolution auf einem Hektar Stahl und Sensorik Was früher ein klassisches Verteilzentrum war, ist heute eine vollautomatisierte Infrastruktur mit über 2.000 Robotern, die sich geschäftig zwischen Regalen und Mitarbeitenden bewegen. Statt Menschen, die durch kilometerlange Regalreihen laufen, übernehmen nu…

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  • Alexa, Schluss mit Privatsphäre? Nicht mit mir!

    Alexa, Schluss mit Privatsphäre? Nicht mit mir!

    Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich meinen ersten Alexa-Lautsprecher eingerichtet habe. Da stand sie – schick, schlau, bereit zu helfen. Wetterbericht, Timer, Musik – alles lief wie am Schnürchen. Und doch habe ich mich nie ganz wohl gefühlt bei dem Gedanken, dass da jemand ständig „mithört“. Deshalb war für mich eine der ersten Aktionen: die Opt-out-Einstellung aktivieren. Keine Sprachaufzeichnungen in der Cloud. Punkt.

    Tja – und jetzt kommt Amazon mit einem Update um die Ecke, das sich liest wie ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich wenigstens ein kleines bisschen digitale Selbstbestimmung bewahren wollten. Ab dem 28. März ist Schluss mit der Option, Sprachaufnahmen lokal zu speichern. Jede Anfrage an Alexa wird fortan in die Cloud geschickt – ob man will oder nicht. Ohne Hintertür. Ohne Ausnahme. Ohne mich.

    Amazon nennt das Ganze „Alexa+“ – klingt nach Fortschritt, nach Super-KI, nach Zukunft. Aber für mich klingt es nach Übergriff.

    Klar, sagt Amazon, die Cloud sei sicher. Und ja, nur ein kleiner Prozentsatz der Nutzer habe überhaupt diese Datenschutzeinstellung aktiviert. Aber ehrlich: Wie viele wussten überhaupt, dass es sie gab? Und was sagt es über ein Unternehmen aus, wenn es seine Kunden nicht ermutigt, selbst zu entscheiden, was mit ihren Daten passiert – sondern ihnen still und heimlich die Entscheidung entzieht?

    Ich kann nicht anders, als mich zu fragen: Warum zum Teufel muss ich meine Privatsphäre opfern, nur damit Alexa ein bisschen klüger wird?

    Und was genau bedeutet „sicher“, wenn man weiß, dass Alexa in der Vergangenheit auch mal Gespräche aufzeichnete, obwohl niemand das Aktivierungswort gesagt hatte? Oder dass Mitarbeiter stichprobenartig Aufnahmen anhörten, um das System zu verbessern? Ja – da hilft mir das schönste Marketingversprechen nichts. Vertrauen ist für mich kein Abo-Modell, das sich automatisch verlängert, nur weil ich es einmal abgeschlossen habe.

    Ich will entscheiden, was mein Gerät tut – und was nicht. Ich will selbst bestimmen, wo meine Daten landen. Und ich will nicht gezwungen werden, auf Gedeih und Verderb der Cloud ausgeliefert zu sein, nur weil ich moderne Technik nutzen will.

    Versteht mich nicht falsch: Ich liebe technische Spielereien. Ich finde generative KI faszinierend. Ich bin begeistert von dem, was heute alles möglich ist. Aber Innovation muss sich mit Verantwortung paaren – sonst wird aus smarter Technik schnell ein digitaler Albtraum.

    Und wenn Amazon meint, die Mehrheit werde schon brav mitziehen – dann unterschätzen sie gewaltig, wie sensibel das Thema Datenschutz mittlerweile geworden ist. Viele wachen gerade erst auf. Viele fangen an, Fragen zu stellen. Und viele werden diesen Schritt ganz sicher nicht klaglos hinnehmen.

    Wer weiß, vielleicht wird das der Moment, in dem sich der Wind dreht.

    Vielleicht ist es genau diese Entscheidung, die viele dazu bringt, ihre smarten Geräte mal wieder kritisch zu hinterfragen – oder ganz auszuschalten. Vielleicht denken andere Hersteller mit, erkennen die Chance und bieten bewusst Geräte an, bei denen Datenschutz kein optionales Gimmick ist, sondern Grundausstattung.

    Denn ganz ehrlich: Wer sich ernsthaft „kundenzentriert“ nennt, der lässt seinen Kunden auch Wahlfreiheit. Und nimmt ihnen nicht still und leise die Kontrolle über ihre eigenen Daten weg.

    Ich jedenfalls lasse mir meine Privatsphäre nicht klauen – auch nicht von einer digitalen Assistentin mit netter Stimme.

    Ein Kommentar von C. Hatty

  • Die Wahlen in Großbritannien 2024: Ein Wendepunkt in der britischen Politik und andere World-News

    Die Wahlen in Großbritannien 2024: Ein Wendepunkt in der britischen Politik und andere World-News

    Die Parlamentswahlen in Großbritannien, die am 4. Juli 2024 stattfanden, markieren einen bedeutenden Wendepunkt in der politischen Landschaft des Landes. Die Labour-Partei unter der Führung von Keir Starmer erzielte einen überwältigenden Sieg, der an den Triumph von Tony Blair im Jahr 1997 erinnerte. Diese Wahl beendete die 14-jährige Herrschaft der Konservativen Partei, die von Premierminister Rishi Sunak angeführt wurde.

    Der Verlauf der Wahl

    Im Vorfeld der Wahl zeigten Umfragen konstant hohe Zustimmungswerte für Labour, während die konservativen Tories mit sinkender Popularität zu kämpfen hatten. Eine zentrale Rolle spielten dabei Themen wie die steigenden Lebenshaltungskosten, das Gesundheitssystem und die Nachwirkungen des Brexits. Die Wahlkampagnen beider Parteien konzentrierten sich stark auf diese Punkte, wobei Labour betonte, wie sie das Land aus der wirtschaftlichen Misere herausführen würden, während die Konservativen auf ihre bisherigen Leistungen und Stabilität setzten.

    Die Ergebnisse

    Labour gewann die Wahl mit einer deutlichen Mehrheit und sicherte sich 453 Sitze im britischen Unterhaus, was einen Gewinn von 253 Sitzen gegenüber der letzten Wahl darstellt. Die Konservativen erlitten eine verheerende Niederlage und kamen nur auf 81 Sitze, ein Verlust von 291 Sitzen. Die Liberaldemokraten und die Reform UK Partei erzielten ebenfalls bedeutende Zugewinne, während die Schottische Nationalpartei (SNP) über die Hälfte ihrer Sitze verlor.

    Wichtige Persönlichkeiten und Änderungen

    Zu den prominenten Verlierern der Konservativen gehörten mehrere Kabinettsminister sowie die ehemalige Premierministerin Liz Truss. Der Erzkonservative Nigel Farage kehrte mit seiner Reform UK Partei ins Parlament zurück, und die Grünen sicherten sich mit ihren beiden Co-Vorsitzenden Carla Denyer und Adrian Ramsay jeweils einen Sitz. Dieser politische Umbruch deutet auf eine neue Ära in der britischen Politik hin, mit einem starken Fokus auf sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Reformen unter der neuen Labour-Regierung von Keir Starmer.

    Neue Regelungen und Herausforderungen

    Die Wahl war auch die erste, bei der Wähler einen Lichtbildausweis vorlegen mussten, um ihre Stimme abzugeben. Diese neue Regelung führte zu Diskussionen über Wahlbeteiligung und Zugänglichkeit. Zudem war es die erste Wahl seit dem Brexit, was die politische Landschaft weiter polarisiert und die Debatten um die Zukunft Großbritanniens in Europa und der Welt neu entfacht hat.

    Ausblick

    Mit der neuen Regierung unter Keir Starmer steht Großbritannien vor zahlreichen Herausforderungen und Chancen. Die Erwartungen an Labour sind hoch, insbesondere in Bezug auf die Verbesserung des öffentlichen Dienstes, die Stabilisierung der Wirtschaft und die Schaffung neuer internationaler Partnerschaften. Es bleibt spannend zu beobachten, wie die neue politische Führung diese Aufgaben angeht und welche Auswirkungen dies auf die Zukunft des Landes haben wird.

    Die Wahl 2024 ist nicht nur ein politisches Ereignis, sondern ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen, die Großbritannien derzeit durchläuft. Man darf gespannt sein, wie sich diese Veränderungen in den kommenden Jahren entwickeln werden.


    Paris 2024: Vorbereitung auf das Olympische Spektakel

    In Paris laufen die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2024 auf Hochtouren. Vom 26. Juli bis 11. August wird die französische Hauptstadt Gastgeber für rund 10.500 Athleten aus 206 Nationen sein. Zu den Highlights zählen neue Sportarten wie Breakdance, die erstmals bei Olympischen Spielen vertreten sind. Der offizielle Maskottchen, Olympic Phryge, symbolisiert Freiheit und die französische Republik und ist in den Nationalfarben Blau, Weiß und Rot gehalten​​.

    Euro 2024: Die Spannung steigt

    In Deutschland geht die Fußball-Europameisterschaft 2024 in die heiße Phase. Heute finden die ersten Viertelfinalspiele statt, unter anderem tritt Spanien gegen Deutschland an. Die bisherigen Spiele haben bereits einige Überraschungen geboten, wie das Elfmeterschießen, das Portugal gegen Slowenien für sich entscheiden konnte. Die Fans fiebern dem Finale in Berlin entgegen, das am 14. Juli stattfinden​ wird​.

    Calgary Stampede: Ein Spektakel der Extraklasse

    Heute startet die Calgary Stampede, eines der größten und bekanntesten Festivals Kanadas. Vom 5. bis 14. Juli erwartet Besucher eine Mischung aus Rodeo, Landwirtschaftsausstellungen und einer Parade, die von der kanadischen Kultur und Traditionen geprägt ist. In diesem Jahr wird die Parade von Crow Shoe geleitet, der nicht nur ein kultureller Botschafter ist, sondern auch eine wichtige Rolle in der First Nations-Community spielt​ ​.

    Amazon Prime Day: Shopping-Fieber im Juli

    Am 16. und 17. Juli ist es wieder soweit: Der Amazon Prime Day bietet exklusive Angebote für Prime-Mitglieder weltweit. Bereits jetzt können Mitglieder von frühen Deals profitieren. Besonders interessant sind die „Invite-only“-Angebote, bei denen ausgewählte Mitglieder spezielle Rabatte auf begehrte Produkte erhalten. Mit zahlreichen Kategorien von Elektronik bis Mode ist für jeden etwas dabei​​.

    Feiertagsfreuden in Florida

    In Florida sorgt Gouverneur Ron DeSantis für Begeisterung, indem er den staatlichen Angestellten einen zusätzlichen freien Tag für das verlängerte Unabhängigkeitswochenende schenkte. Dieser zusätzliche freie Tag am 5. Juli soll den Mitarbeitern ermöglichen, mehr Zeit mit ihren Familien zu verbringen und das lange Wochenende voll auszukosten​​.

  • Val-d’Oise: 5 Personen sollen Amazon um 470.000 Euro betrogen haben

    Val-d’Oise: 5 Personen sollen Amazon um 470.000 Euro betrogen haben

    Sie werden verdächtigt, die Sicherheitsprotokolle von Amazon-Schließfächern, die in der Nähe von Bahnhöfen oder Einkaufszentren aufgestellt sind, umgangen zu haben.

    Im Rahmen der Zerschlagung eines Netzwerks, das Pakete von Amazon unterschlagen haben soll, wurden fünf Personen wegen Betrugs zum Nachteil von Amazon angeklagt, so die Gendarmerie in einer Pressemitteilung vom 17. November. Der Gesamtschaden wird auf über 470.000 Euro geschätzt, wobei es sich ausschließlich um hochwertige Artikel handelt. Im November 2022 wurde eine Untersuchung eingeleitet, nachdem bei Lieferungen im Departement Val-d’Oise zahlreiche Unregelmäßigkeiten festgestellt worden waren.

    Die Produkte wurden im Gebrauchtwarenhandel verkauft.
    Um in den Besitz der Pakete zu gelangen, hatten die Verdächtigen einen Modus Operandi entwickelt, der ihnen die Umgehung der Sicherheitsvorkehrungen von Amazon ermöglichte. Nachdem die Bestellung von einem Angehörigen des kriminellen Netzwerks aufgegeben worden war, holten die Täter die Pakete aus Amazon-Schließfächern ab, ohne dass das Computersystem die Abholung erkannte. Sie ließen einen leeren Karton im Schließfach zurück und verlangten anschließend die Erstattung des Bestellwertes von Amazon. Die Produkte wurden anschließend im Gebrauchtwarenhandel verkauft.

    Am 14. November nahmen Gendarmen aus den Departement Val-d’Oise sechs Personen fest, die des organisierten Bandenbetrugs und der Bildung einer kriminellen Vereinigung verdächtigt wurden. Elf weitere Verdächtige wurden vernommen. Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Hightech-Geräte und Luxusgüter sowie mehr als 8.500 Euro Bargeld beschlagnahmt. Auch Bankkonten wurden beschlagnahmt.

  • Amazon Frankreich: Bericht enthüllt starken Anstieg von Arbeitsunfällen in dem Unternehmen

    Amazon Frankreich: Bericht enthüllt starken Anstieg von Arbeitsunfällen in dem Unternehmen

    Ein über Amazon erstellter Bericht zeichnet ein düsteres Bild von den Arbeitsbedingungen in den Lagerhäusern des Unternehmens, mit einem starken Anstieg der Arbeitsunfälle, einem hohen Krankenstand und vielen Abgängen. Das Unternehmen behauptet im Gegensatz dazu, seinen Beschäftigten „ein sicheres und modernes Arbeitsumfeld“ zu bieten.

    Es sieht düster aus beim führenden Anbieter von Heimlieferungen. Ein starker Anstieg der Arbeitsunfälle, ein „alarmierender“ Krankenstand, eine hohe Fluktuation: Ein am Samstag, dem 14. Oktober, veröffentlichter Bericht nimmt die sozialen Praktiken in den Lagern von Amazon Frankreich unter die Lupe, wo die Beschäftigten von illegalen Praktiken und einer Kultur des „Drucks“ sprechen.

    Aus dem Dokument – das von der unabhängigen Firma Progexa erstellt wurde – sticht eine auffällige Zahl hervor: Die Zahl der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten hat sich im Jahr 2022 mehr als verdoppelt, nämlich 1.132 Vorfälle gegenüber 482 im Jahr zuvor. Die Studie bezieht sich auf die acht Lagerhäuser und die Zentrale von Amazon in Frankreich.

    Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Beschäftigte, die alle anonym bleiben wollten, erklären diese Zahl mit „Druck“ seitens des Managements und „Ergebniszwängen“.

    Wenn es zu Arbeitsunfällen und Verletzungen kommt, beklagen viele eine Strategie der „Schuldzuweisung“, wie zum Beispiel eine Angestellte, die sich den Rücken verrenkt hat: „Sie haben mir gesagt, dass es meine Schuld sei“. Die 56-jährige Lagerarbeiterin glaubt, dass es eher daran liegt, dass die Beschäftigten in ihrem Lager in Sevrey (Saône-et-Loire) seit kurzem mit Paketen bis zu 20 kg umgehen müssen, ohne dass die Arbeitsplätze entsprechend angepasst wurden, ohne Maschinen, die „nicht verfügbar“ seien.

    Die Fehlzeitenquote ist mit 15,9 % „alarmierend hoch“ und lässt sich insbesondere durch „den sehr starken Anstieg der krankheitsbedingten Fehlzeiten (+91 %)“ erklären, schreibt Progexa in dem Bericht.

    „Wir bieten unseren mehr als 20.000 Beschäftigten in Frankreich ein sicheres und modernes Arbeitsumfeld“, verteidigte ein Amazon-Sprecher das Unternehmen. „Eine unabhängige Umfrage des Ifop im Jahr 2023 ergab, dass mehr als 8 von 10 Amazon-Mitarbeitern ihren Verwandten empfehlen würden, auch dort zu arbeiten, und sich vorstellen können, auch in den nächsten Jahren dort zu arbeiten“.

    In seinem Bericht stellt Progexa ebenfalls fest, dass Amazon Schwierigkeiten hat, die Belegschaft in seinen Lagern zu „stabilisieren“, da 9 von 10 Beschäftigten weniger als 5 Jahre im Betrieb sind. Progexa beziffert die Fluktuationsrate auf 36 %, was theoretisch bedeutet, dass „etwa alle drei Jahre die gesamte Belegschaft von AFL (Amazon France Logistique) erneuert wird“.

    Darüber hinaus sind „natürliche Abgänge“ (wie Ruhestand oder Versetzungen) bei Amazon kaum zu sehen (3 %). Von allen Beschäftigten , die im Jahr 2022 gingen, verliessen 31 % Amazon schon in der Probezeit, 38 %, weil sie entlassen wurden, 25 %, weil sie selbst gekündigt haben und 3 % mit einer vertraglichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses.

  • Amazon: 12.000 Saisonarbeiter werden in Frankreich für das Jahresendgeschäft angeheuert

    Amazon: 12.000 Saisonarbeiter werden in Frankreich für das Jahresendgeschäft angeheuert

    Amazon will mehrere tausend Saisonarbeitskräfte für Logistikarbeiten in „Distributionszentren, Sortierzentren und lokalen Lieferagenturen“ einstellen.

    Wie jedes Jahr wird Amazon im letzten Quartal wieder neue Mitarbeiter einstellen. Der Online-Einzelhandelsriese kündigte am Mittwoch an, dass er 12.000 Saisonarbeiter in Frankreich für das Weihnachtsgeschäft einstellen will, das ein Höhepunkt für das Online-Shopping ist.

    „Die Stellen sollen in Amazons französischem Logistiknetzwerk besetzt werden, das Distributionszentren, Sortierzentren und lokale Lieferagenturen umfasst“, so der Konzern. Nach eigenen Angaben wird die Zahl der Mitarbeiter bis Ende des Jahres auf 14.500 Festangestellte steigen.

    Amazon setzt auf den E-Commerce-Boom
    „Die Mitarbeiter, die während der Weihnachtszeit zu Amazon kommen, werden eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung, dem Verpacken und dem Versand von Bestellungen spielen“, so Amazon, das auf den E-Commerce-Boom setzt, der durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen für klassische Geschäfte noch beschleunigt wurde.

    Anfang September gab das Unternehmen bekannt, dass es in den Vereinigten Staaten, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum 55.000 Mitarbeiter für Büroarbeitsplätze (Personalwesen, Marketing, Technik) einstellen will, nachdem es in den Vereinigten Staaten seit Beginn der Pandemie bereits mehr als 450.000 Mitarbeiter eingestellt hat. Ende 2020 beschäftigte Amazon weltweit 1,3 Millionen Mitarbeiter.

  • Mehrere hundert Gegner von Amazon demonstrieren

    Mehrere hundert Gegner von Amazon demonstrieren

    Mehrere hundert Aktivisten versammelten sich gestern Morgen in mehreren Städten Frankreichs, um gegen Amazon zu protestieren, insbesondere in der Nähe von Pont-du-Gard, wo der US-Versandhandelsriese ein 38.000 m2 großes Lager errichten will.

    Dem Aufruf von Verbänden folgend, die gegen dieses Projekt in der Gemeinde Fournès (Gard), in der Nähe des Weltkulturerbe-Juwels, kämpfen, kamen gestern Morgen etwa 800, nach Angaben der Gendarmerie, bis „mindestens 1.000“ Menschen, um vor zwei großen Transparenten mit der Aufschrift „Stop Amazon“ „Weder hier noch anderswo“ Sträucher zu pflanzen.

    Sie bildeten eine Menschenkette, um die Länge des 14 Hektar großen Grundstücks des geplanten Projekts entlang der Autobahn A9 zu verdeutlichen. Mehrfarbige Ballons, die in 18 Metern Höhe schwebten, zeigten die Höhe an, die dem geplanten fünfstöckigen Gebäude entspricht.

    „Seit zwei Jahren kämpfen die Bürger aus Fournès und Umgebung gegen den Bau eines riesigen Amazon-Lagers. Am Anfang waren sie ein bisschen allein gegen alle, aber sie haben es geschafft, das Projekt zu stoppen, dank der noch laufenden rechtlichen Schritte“, erklärt Raphaël Pradeau, nationaler Sprecher von Attac. „Wir wollen zeigen, dass dies keine kleinen isolierten Kämpfe sind und dass wir Hunderte von Menschen mobilisieren können, die bereit sind, auf die Baustelle zurückzukehren, um den geplanten Bau zu verhindern“, fügte er hinzu.

    In einer Pressemitteilung erklärte das Management von Amazon Frankreich, dass der Konzern „zur Zielscheibe für bestimmte Organisationen geworden ist, die für die von ihnen vertretenen Anliegen werben wollen“. Es wies darauf hin, dass „mehr als 11.000 französische Unternehmer und Händler sich auf Amazon verlassen, um ihre Aktivitäten und Arbeitsplätze zu schützen“, und fügte hinzu, dass den 9.300 Mitarbeitern „wettbewerbsfähige Gehälter und Sozialleistungen sowie ausgezeichnete Karrieremöglichkeiten geboten werden“, und lud „jeden ein, diese Gehälter und Sozialleistungen mit anderen Unternehmen der Branche zu vergleichen“.