Schlagwort: Affäre Jubillar

  • Fall Delphine Jubillar: Prozess gegen Cédric Jubillar beginnt am 22. September

    Fall Delphine Jubillar: Prozess gegen Cédric Jubillar beginnt am 22. September

    Nach fast vier Jahren ohne Antworten rückt der Moment der Wahrheit näher: Der Prozess gegen Cédric Jubillar, der beschuldigt wird, seine Frau Delphine ermordet zu haben, beginnt am 22. September 2025 vor dem Schwurgericht im Département Tarn. Dies gaben Justizquellen am Montag, den 10. März, gegenüber Franceinfo und Ici Occitanie bekannt. Die genaue Dauer des Verfahrens ist noch nicht festgelegt.

    Ein rätselhafter Fall ohne Leiche

    Delphine Jubillar, eine 33-jährige Krankenschwester und zweifache Mutter, verschwand spurlos in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 in Cagnac-les-Mines, einer kleinen Gemeinde im Südwesten Frankreichs. Trotz intensiver Suchaktionen wurde ihre Leiche bis heute nicht gefunden.

    Dennoch sind die Ermittler überzeugt, dass Cédric Jubillar, ihr Ehemann, für ihr Verschwinden verantwortlich ist. Das Motiv? Delphine wollte sich scheiden lassen – eine Entscheidung, die laut den Ermittlungen einen heftigen Streit ausgelöst haben könnte.

    Ein Prozess mit vielen offenen Fragen

    Cédric Jubillar wurde am 18. Juni 2021 unter dem Verdacht des Mordes an seiner Frau festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er beteuert seine Unschuld, doch die Justiz hält an seiner Anklage fest.

    Besonders brisant: Es gibt keine Leiche, kein Geständnis, keinen eindeutigen Tatort und keine direkten Zeugen. Die Beweisführung stützt sich auf Indizien, unter anderem das Verhalten von Cédric Jubillar nach dem Verschwinden seiner Frau und seine Aussagen, die laut Ermittlern widersprüchlich sein sollen.

    Im September 2023 hatte das Berufungsgericht in Toulouse entschieden, dass der Fall vor Gericht kommt – eine Entscheidung, die sich mit den Forderungen der Staatsanwaltschaft deckt.

    Was erwartet Cédric Jubillar?

    Vor Gericht könnte Cédric Jubillar zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden, sollte sich die Anklage bestätigen. Doch sein Anwaltsteam kämpft um einen Freispruch und argumentiert, dass die Beweislage zu dünn sei, um eine Verurteilung zu rechtfertigen.

    Bis heute bleibt die Frage offen: Was ist in jener Dezembernacht 2020 wirklich passiert?

    Von C. Hatty

  • Der Fall Delphine Jubillar: Ein rätselhafter Vermisstenfall

    Der Fall Delphine Jubillar: Ein rätselhafter Vermisstenfall

    Der Fall Delphine Jubillar beschäftigt Frankreich seit ihrer mysteriösen Verschwinden im Dezember 2020. Die 33-jährige Krankenschwester aus Cagnac-les-Mines, einem kleinen Dorf im Tarn, verschwand spurlos, und ihr Ehemann, Cédric Jubillar, steht seither im Zentrum der Ermittlungen. Das Verschwinden In der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 verschwand Delphine Jubillar. Ihr Ehemann Cédric meldete ihr Verschwinden, nachdem er angeblich gegen 4 Uhr morgens aufgewacht war und festgestellt hatte…

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  • Fall Jubillar: Deutscher Wahrsager versichert, den genauen Ort von Delphines Leiche zu kennen

    Fall Jubillar: Deutscher Wahrsager versichert, den genauen Ort von Delphines Leiche zu kennen

    Pendel, Tarotkarten oder Hellsehen – Hellseher aller Art wollen Delphine Jubillar, die seit Dezember 2020 vermisste Krankenschwester aus dem Tarn, finden. Jetzt bietet ein Deutscher den Ermittlern seine Hilfe an und gibt sich überzeugt, dass er weiss, wo die Leiche der jungen Mutter aus Cagnac-les-Mines versteckt ist.

    Unter der Erde, in der Nähe eines Baumes? Auf dem Grund eines Brunnens oder eines Flusses im Tarn? Am Rande der umfangreichen Suche der Gendarmerie nach der Leiche von Delphine Jubillar, der Krankenschwester, die in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 in Cagnac-les-Mines verschwunden ist, mischen sich nun auch Wahrsager in die Ermittlungen ein und wollen der Justiz helfen. Es sind Wahrsager, Esoteriker, Therapeuten oder Heiler und sie behaupten, über eine spezielle Gabe zu verfügen. Alle werden von der gleichen Obsession getrieben: die Leiche der jungen Frau zu finden, deren Ehemann Cédric Jubillar, sich seit dem 18. Juni 2021 in Untersuchungshaft befindet. Der 34-jährige Cédric weist allerdings jede Beteiligung an dem Verschwinden seiner Frau zurück.

    In Deutschland ist Michael Schneider eine bekannte Persönlichkeit auf dem Gebiet der Hellseherei. Die Polizei in Deutschland hat sich bereits mehrmals an Schneider gewandt, der seine Dienste auch im Zusammenhang mit dem Fall der kleinen Maddie, die 2007 in Portugal verschwunden war, angeboten hat. „Wenn ich mir das Foto einer vermissten Person ansehe, kann ich feststellen, ob sie tot oder lebendig ist“.

  • Fall Jubillar: Ein Jahr nach dem Verschwinden von Delphine wird ein Gedenkmarsch organisiert

    Fall Jubillar: Ein Jahr nach dem Verschwinden von Delphine wird ein Gedenkmarsch organisiert

    Die Angehörigen von Delphine Jubillar organisieren am Sonntag, dem 19. Dezember in Cagnac-les-Mines einen Marsch, um der seit einem Jahr vermissten Krankenschwester zu gedenken. Die Kundgebung soll unter dem Titel „Gerechtigkeit und Wahrheit“ stattfinden.

    „Damit niemand Delphine vergisst, ist es wichtig, sich zu versammeln“, meinen die Angehörigen und Freunde der vermissten Krankenschwester in Cagnac-les-Mines. Am kommenden Sonntag, dem 19. Dezember, wird ab 14 Uhr am Lac des Homps eine Versammlung ihrer treuesten Freunde organisiert. Ein Jahr nach dem mysteriösen Verschwinden von Delphine Jubillar, einer 33-jährigen Mutter, die seit der Nacht vom 15. Dezember 2020 nie mehr ein Lebenszeichen von sich gegeben hat.

    Lesen Sie auch : Tarn: Tausende Menschen suchen nach Delphine Jubillar

    Der Kundgebung mit dem Motto „Gerechtigkeit und Wahrheit“ wird ein Marsch zum Haus der Jubillars in der Rue Yves-Montand folgen. „Wir hoffen, viele Menschen zu mobilisieren und zahlreiche Bewohner der Gemeinde und der Umgebung zu sensibilisieren“, hoffen die Organisatoren der Kundgebung.

    „Wir haben immer noch Hoffnung“
    Mehrere Dutzend Plakate wurden gedruckt, um möglichst vielen Menschen die Kundgebung an diesem Sonntagnachmittag bekannt zu machen. Der Lac des Homps ist ein Ort, den Delphine Jubillar oft mit ihren Kindern aufsuchte, wenn sie nicht arbeitete. Ein Ort, an dem bereits am 16. Mai eine Kundgebung für Delphine stattgefunden hat.

    An der Versammlung im Mai nahm auch Delphines Ehemann Cedric Jubillar teil, der einen Monat später von der Gendarmerie festgenommen und wegen Mordes an seiner Frau angeklagt wurde. Freundinnen von Delphine suchen seit ihrem Verschwinden selbständig in der Umgebung von Cagnac-les-Mines, um die Arbeit der Polizei zu unterstützen.

    Lesen Sie auch: Fall Jubillar: Antrag auf Freilassung von Cedric Jubillar erneut vom Gericht abgelehnt

    Freunde und Familie von Delphine wollen zeigen, dass man sie nicht vergessen hat und dass man immer noch Hoffnung hat, sie zu finden.

  • Fall Jubillar: Antrag auf Freilassung von Cedric Jubillar erneut vom Gericht abgelehnt

    Fall Jubillar: Antrag auf Freilassung von Cedric Jubillar erneut vom Gericht abgelehnt

    Die Justiz lehnte am Montag, 22. November, den Antrag auf Freilassung von Cédric Jubillar erneut ab. Er sitzt seit dem 18. Juni im Gefängnis und wird des Mordes an seiner Frau Delphine Jubillar beschuldigt wird, deren Leiche bis heute nicht gefunden wurde.

    Keine Freilassung für Cedric Jubillar. Die Justiz entschied, ihn in Haft zu behalten. Die Ermittlungskammer des Berufungsgerichts in Toulouse verkündete ihr Urteil am Montagmorgen. Der 34-jährige Handwerker , der des Mordes an seiner Frau Dephine Jubillar im Dezember 2020 in Cagnac-les-Mines (Tarn) angeklagt ist, bleibt bis auf Weiteres in der Haftanstalt Seysses inhaftiert.

    Die Anwälte von Cedric Jubillar, der seine Unschuld beteuert, hatten bei einer nichtöffentlichen Anhörung am Dienstag, 16. November, eine „missbräuchliche Inhaftierung“ angeprangert. Laut den Anwälten „passiert in diesem Fall seit vielen Monaten nichts mehr und die Justiz hat schafft es nicht, die Schuld unseres Mandanten nachzuweisen, der unschuldig ist“.

    In der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 war die 33-jährige Krankenschwester und Mutter Delphine Jubillar aus ihrem Haus verschwunden. Sie hatte seit sechs Monaten eine Liebesbeziehung mit einem in Montauban wohnhaften Mann und wollte mit ihm ein neues Leben beginnen. Ein Scheidungsverfahren war bereits im Gange. Die Ermittlungen der Gendarmerie in Toulouse und Albi schlossen die Schuld des Liebhabers sehr schnell aus und konzentrierten sich auf Cédric Jubillar.

    Obwohl es keinen Tatort und keine Leiche gibt, führte eine Reihe von „schwerwiegenden und übereinstimmenden“ Indizien, die von den Ermittlern entdeckt wurden, im Juni letzten Jahres zu einer Anklageerhebung. Die Leiche von Delphine Jubillar wurde bis heute nicht gefunden. Ende November wollen die Richter den ältesten Sohn des Ehepaars Jubillar, den 7-jährigen Louis, anhören, um die Chronologie des Abends vom 15. Dezember 2020 zu erörtern. Der Knabe wurde bereits zweimal von den Ermittlern befragt, am 16. Dezember 2020 und Mitte Januar 2021. Er sagte, dass er an diesem Abend im Gegensatz zu anderen Abenden keinen Streit zwischen seinen Eltern gehört oder gesehen habe.

    Cedric Jubillar wird in zehn Tagen nochmals Gelegenheit haben, sich zu erklären. Er wurde für den 3. Dezember erneut von den Untersuchungsrichtern vorgeladen. Er soll nochmals zu der Nacht, in der Delphine verschwand, befragt werden.

  • Fall Jubillar: „Ich bin ein unschuldig“, beteuert Ehemann Cedric in 2. Antrag auf Freilassung

    Fall Jubillar: „Ich bin ein unschuldig“, beteuert Ehemann Cedric in 2. Antrag auf Freilassung

    Cédric Jubillar, der wegen des Mordes an seiner Frau, deren Leiche jedoch nie gefunden wurde, inhaftiert und angeklagt ist, will am Dienstag, 16. November, vor dem Berufungsgericht in Toulouse seine Unschuld beteuern und seine Freilassung aus der Untersuchungshaft erreichen.

    Auf der einen Seite ein Mann, der seine Unschuld beteuert. Zum anderen eine Justiz, die mit einem Verbrechen ohne Leiche konfrontiert ist. Am Dienstag, dem 16. November, wird Cédric Jubillar, 34 Jahre alt, seit 5 Monaten inhaftiert und des Mordes an seiner Frau Delphine Jubillar, einer Krankenschwester aus Tarn, die am Montag, den 15. November 34 Jahre alt geworden wäre, angeklagt, zum ersten Mal vor der Untersuchungskammer des Berufungsgerichts in Toulouse seine Freilassung beantragen. „Er wird wiederholen, dass er unschuldig ist und nichts mit dem Verbrechen zu tun hat, dessen er beschuldigt wird, und dass er seine Kinder vermisst“, sagen seine Anwälte Franck, Martin und Alary, die seit Beginn des Verfahrens „eine leere Akte und eine missbräuchliche Inhaftierung“ anprangern.

    Dies ist der zweite Antrag auf Freilassung, der derzeit geprüft wird. Der dritte sogar, wenn man den Einspruch der Verteidigung nach der Festnahme von Cédric Jubillar am 18. Juni letzten Jahres berücksichtigt.

    Seit fünf Monaten steht die Justiz vor einem Rätsel: Delphine Jubillar verschwand in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 aus dem Haus ihrer Familie in Cagnac-les-Mines in der Nähe von Albi. Verdächtiger Nummer 1, ihr Ehemann Cédric, ein Maler und Stuckateur, streitet jede Beteiligung ab, was auch die Möglichkeit eines freiwilligen Untertauchens der jungen Frau nahelegt. Das Paar, das sich in Scheidung befand, war seit vielen Monaten zerstritten. Cédric Jubillar hatte die Existenz eines Liebhabers entdeckt, mit dem Delphine ihr Leben neu gestalten wollte. Dieser in Montauban lebende Mann wurde von den Ermittlern der Sektion Toulouse und ihren Kollegen in Albi, die auch zahlreiche andere Spuren untersuchten und abschlossen, schnell als Täter ausgeschlossen. „Das ist nicht genug“, sagen jedoch die Verteidiger von Cedric Jubillar.

    216 Personen befragt
    Das Telefon der Mutter wurde ebenfalls nicht gefunden, aber sie glauben, dass es Aufschluss über die Anrufe oder Nachrichten der jungen Krankenschwester vom 15. Dezember hätte geben können. „Alle Anfragen und Ersuchen an die Vereinigten Staaten (Google und Microsoft) haben nichts gebracht. Wir wissen nichts über die Aktivität ihres Telefons, weil diese Kommunikationen oder Nachrichten über eine Mailbox gingen, die mit ihrer gmail-Adresse verbunden ist“, sagt die Anwältin des Ehemanns, Emmanuelle Franck. Lediglich die um 22.20 Uhr und um 22.58 Uhr an ihren Liebhaber gesendeten Nachrichten konnten auf dem Telefon des Empfängers gefunden werden.

    Hatte Delphine Jubillar am Abend des 15. Dezember Kontakt zu anderen Personen, die mit ihrem Verschwinden in Verbindung stehen könnten? Nicht weniger als 216 Personen, deren Telefone sich am Abend des 15. Dezember in der Gegend von Cagnac-les-Mines befanden, wurden von den Ermittlern befragt.

    Von Anfang an wurde Ehemann Cédric Jubillar aufgrund seiner als „inkohärent und widersprüchlich“ beurteilten Erklärungen als möglicher Täter angesehen. In den sechs Monaten nach dem Verschwinden der Krankenschwester entdeckten die Ermittler „Lügen“ des Ehemanns sowie wiederholte Morddrohungen gegenüber seiner Frau, die letzte davon am 12. Dezember 2020.

    Lesen Sie zum Fall Jubillar auch unsere vorherigen Artikel…

  • Verschwinden von Delphine Jubillar: Ihr Ehemann Cédric wird von den Ermittlungsrichtern angehört

    Verschwinden von Delphine Jubillar: Ihr Ehemann Cédric wird von den Ermittlungsrichtern angehört

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    Am Freitag, 15. Oktober, wird sich Cedric Jubillar über die Umstände des Verschwindens seiner Frau vor zehn Monaten äussern müssen.

    Weder Tatort und „keine Beweise“ für die Schuld von Cedric Jubillar, betonen seine Anwälte. Für die Ermittler ist jedoch der Ehemann von Delphine Jubillar, die in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 in Cagnac-les-Mines (Tarn) verschwunden ist, der Schuldige. Trotz erheblicher Suchmaßnahmen bleibt die 33-jährige Krankenschwester bisher unauffindbar.

    Cédric Jubillar wurde nach einem 44-stündigen Verhör im Juni wegen „Mordes am Ehepartner“ angeklagt und befindet sich in Einzelhaft im Gefängnis von Seysses in der Nähe von Toulouse (Haute-Garonne). Bisher hat das Gericht zwei Mal seinen Antrag auf Entlassung aus der Untersuchungshaft abgelehnt. Der verdächtige Ehemann wird am Freitag, 15. Oktober, zehn Monate nach dem Verschwinden seiner Frau, von zwei Untersuchungsrichtern in Toulouse angehört. Er wird sich zu einigen „ernsthafte und übereinstimmende“ Hinweise äussern müssen, die im Laufe der Ermittlungen gesammelt wurden.

    Widersprüchliche Erklärungen
    Die Ermittler sind der Ansicht, dass der 34-jährige Maler und Verputzer seit Beginn des Falles „wechselnde, um nicht zu sagen widersprüchliche Erklärungen“ abgegeben hat, sagte der Staatsanwalt von Toulouse, Dominique Alzeari, nach der Anklageerhebung gegen Cedric Jubillar. Bei seiner ersten Befragung auf der Polizeiwache am Tag nach dem Verschwinden seiner Frau sagte Eric Jubillar, er sei gegen 22.30 Uhr zu Bett gegangen und dann gegen 4 Uhr morgens von den Schreien der 18 Monate alten Tochter geweckt worden. Dann bemerkte er die Abwesenheit seiner Frau und sagte, er habe eine ihrer Freundinnen angerufen, weil er dachte, seine Frau könne bei ihr sein, bevor er die Polizei anrief.

    Als die Ermittler sie eine Woche später erneut befragten, stellte Cédric Jubillar eine andere Hypothese auf: Sie sei mit ihren beiden Hunden spazieren gegangen. Er behauptet, dass dies ihre Gewohnheit war, „besonders am Abend“, berichtete damals Le Parisien. Eine höchst unwahrscheinliche Version, wie die Ermittler heute meinen. Warum hätte sie allein ausgehen sollen, mitten im Lockdown, insbesondere da sie nicht gerne „im Dunkeln rausging“, wie der Staatsanwalt sagte? Mehrere Nachbarn sagten aus, dass sie „nie allein mit den Hunden rausging“: Diese Aufgabe übernahm ihr Mann. Sechs Monate später nahm Cédric Jubillar bei einer Anhörung vor der Anklageerhebung diese Version zurück, berichtet Le Point. Damals erklärte er nun, dass er selbst mit den Hunden Gassi gegangen sei, während seine Frau mit dem älteren Sohn eine Fernsehsendung angesehen habe.

    Der Dreißigjährige versicherte zunächst auch, dass es keinen Streit gegeben habe, dass sie beide zu Bett gegangen seien und dass er später aufgewacht sei, und dann erst feststellte, dass seine Frau verschwunden war. Die Ermittler glauben jedoch, „zwei wichtige Elemente“ gefunden zu haben, die dann zur Anklageerhebung gegen den Verdächtigen geführt haben, so der Staatsanwalt. Der 6-jährige Sohn des Paares sagte, er habe gegen 23 Uhr einen „heftigen Streit“ gehört. Diese Aussage wurde von Cedric Jubillar bestritten, der sagte, dass er dies wohl mit „einem anderen Abend“ verwechselt habe. Der Staatsanwalt fügte hinzu, dass „zur gleichen Zeit, genau um 23:07 Uhr“, zwei Nachbarinnen „schrille Notrufe einer Frau (…) hörten“. Zu diesem Punkt gibt Cedric Jubillar nach Ansicht des Staatsanwalts „keine glaubwürdige Erklärung“.

    Verdächtiges Verhalten am Abend des Verschwindens
    Auch in dem Verhalten des Malers und Verputzers wurden einige beunruhigende, ja sogar inkohärente Elemente festgestellt. Nach Angaben der Zeitung Le Parisien schaltete Cédric Jubillar sein Telefon „mehrere Stunden lang aus, bevor er es um 3.54 Uhr wieder einschaltete, nachdem er, wie er sagte, die Abwesenheit seiner Frau bemerkt hatte“. Die Gendarmen stellten jedoch fest, dass er das Gerät in den vergangenen Monaten nie ausgeschaltet hatte, wenn er zu Bett ging. Warum hatte er es in dieser Nacht getan? Auf Nachfrage antwortete der Handwerker, dass die Batterie leer gewesen sei.

    Bei der Überprüfung seines Mobiltelefons fiel den Ermittlern auch auf, wie schnell er die Gendarmerie kontaktierte: Nur 16 Minuten vergingen zwischen dem Moment, in dem er das Verschwinden seiner Frau bemerkte, und dem Anruf bei der Polizei. Sein Schrittzähler zeigt an, dass er nur 40 Schritte gegangen ist, was ihrer Meinung nach zeigt, dass er seine Frau nicht sehr wirklich gesucht hat. Seine Anwälte bestreiten dies und weisen darauf hin, dass er möglicherweise ohne sein Telefon gesucht hat.

    Eine turbulente Scheidung
    Der Cedric Jubillar versicherte den Ermittlern, dass er „nicht wusste, dass seine Frau ihn wegen eines anderen Mannes verlassen wollte“. Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass seine Aussagen „völlig unwahr“ waren, so der Staatsanwalt von Toulouse. Das Paar war dabei, sich nach zehn gemeinsamen Jahren scheiden zu lassen, und die Ermittlungen ergaben, dass Cedric Jubillar tatsächlich wusste, dass seine Frau einen Liebhaber hatte, den sie im Sommer zuvor kennen gelernt hatte. Sie hatte vor, bei ihm einzuziehen, hatte einen Kredit aufgenommen und Möbel gekauft.

    Außerdem behauptete Jubillar anfangs, dass die Trennung „nicht konfrontativ“ gewesen sei. In Wirklichkeit stand das Paar kurz vor einer Katastrophe. „Die Situation zu Hause wurde für Delphine unerträglich, er wollte nicht aus dem Haus ausziehen“, sagte ein Mitglied der Familie Jubillar gegenüber France Bleu. Cedric Jubillar „hatte große Schwierigkeiten, die Trennung zu akzeptieren“, so der Staatsanwalt.

    Für die Ermittler war zunächst das bevorzugte Motiv Eifersucht und Ablehnung der Scheidung, doch im Laufe der Ermittlungen kam ein weiterer Streitpunkt zum Vorschein: Geld. Cedric Jubillar schien finanziell von seiner Frau abhängig zu sein. „Ich weiß, dass sie es war, die für alle Bedürfnisse der Familie sorgte, denn er hatte keine richtige Arbeit. Durch den Lockdown und alles, was passierte, hatte er als selbständiger Bauunternehmer viele Aufträge verloren“, sagte ein Familienmitglied. Er hatte eine regelrechte „Überwachung seiner Frau organisiert, indem er ihr Konto überprüfte, um zu sehen, ob sie irgendwelche Ausgaben getätigt hatte, und verhielt sich sehr aufdringlich, um zu sehen, wie seine Frau ihre Trennung organisierte“, so der Staatsanwalt.

    Bei zwei Gelegenheiten im Dezember hatte er den stand der Bankkonten von Delphine Jubillar an Geldautomaten abgefragt, wie La Dépêche berichtet. Am Tag ihres Verschwindens sei die Krankenschwester zu ihrer Bankfiliale in Albi gegangen, um die Codes ihrer Kreditkarte zu ändern, damit ihr Mann sie nicht benutzen könne, so die Zeitung weiter. Sie bat auch darum, das gemeinsame Konto aufzulösen.

    „Er wusste, dass er alles verlieren würde (…). Für ihn war Delphine die Stütze, sie war diejenige, die alles machte. Er hatte alles ihr zu verdanken.“ (Ein Mitglied der Familie Jubillar gegenüber France Bleu)

    Als die Zeit für die Scheidung näher rückte, trat Cedric Jubillar seiner Frau gegenüber manchmal bedrohlich auf. „Sie macht mich wütend. Ich werde sie umbringen, ich werde sie begraben und niemand wird sie finden“, sagte er laut Le Parisien zwischen Ende Oktober und Anfang November zu seiner Mutter. Er soll gegenüber mindestens zwei weiteren Personen Morddrohungen ausgesprochen haben, berichtet die Zeitung.

    Der Grund für die Tat könnte die Entdeckung eines Fotos sein, das Delphine Jubillar am Abend ihres Verschwindens an ihren Liebhaber geschickt hatte. Sie ist darauf im Nachthemd zu sehen, bereit, ins Bett zu gehen. Eine auf dem Mobiltelefon von Cedric Jubillar gefundene Textnachricht, die er am Morgen des 16. Dezember verschickt hat, stützt diese Theorie: „Ich habe Delphine verbrannt“, schrieb er an einen Verwandten.

    Eine Woche nach dem Verschwinden seiner Frau nahm Cédric Jubillar an einer großen Suchaktion teil, die von der Familie seiner Frau organisiert wurde. In den folgenden Monaten hielt er sich bedeckt, bevor er am 16. Mai an einer neuen Suchaktion teilnahm.

    An diesem Tag sagte er in der Sendung „66 Minutes“, er habe das Gefühl, dass seine Frau freiwillig verschwunden sei, so seine Worte, die in La Dépêche wiedergegeben wurden. „Es gibt Menschen, die 11 Jahre lang verschwinden, kein Lebenszeichen von sich geben und dann von einem Tag auf den anderen wieder auftauchen und sagen: ‚Hallo, alles ist gut’“. Die Ermittler jedoch glauben nicht an diese Theorie. Nach Ansicht des Staatsanwalts „hatte sie absolut keinen Grund zu verschwinden, da sie sich auf die Weihnachtsferien vorbereitete und insbesondere niemals ihre Kinder im Stich gelassen hätte“.

    Nach Ansicht des Staatsanwalts wird die Persönlichkeit des Angeklagten besonders betrachtet werden müssen. „Was auffällt, ist eine sehr schnelle Form der Verarbeitung, ein sehr schnelles Trauern, die Tatsache, dass er sehr schnell über seine Frau in der Vergangenheit spricht, dass er schnell wieder eine Beziehung aufnimmt“, zählt er auf. Sechs Monate nach dem Verschwinden seiner Frau kam Cedric Jubillar einer anderen Frau sehr nahe, Séverine L., 44, einer langjährigen Freundin des Ehepaars Jubillar. Seine neue Lebensgefährtin versicherte France 3, dass Cédric „bezaubernd“ und „liebenswert“ sei und dass er sich „gut um seine Kinder kümmere“. Sie fügte hinzu, dass sie ihn für „unschuldig“ halte.

    Trotz des Ernstes der Lage scherzte Cedric Jubillar, als seine Freunde ihn fragten, ob er am Mord an seiner Frau schuldig sei: „Ja, ich bin es… Natürlich bin ich es!“ – allerdings auf eine art und Weise, dass man genau das Gegenteil verstehen musste, so einer seiner Bekannten gegenüber Le Parisien. Er sei für seine provokative Art bekannt und amüsiere sich darüber, dass er „der berühmteste Mann im Tarn“ geworden ist, berichtet die Tageszeitung.

    Es ist schwer zu sagen, welche Haltung Cedric Jubillar bei seiner Anhörung am Freitag nach vier Monaten Einzelhaft einnehmen wird. In Polizeigewahrsam im Juni hatte er sich eher souverän gezeigt. „Wir wussten, dass wir es mit einer komplizierten Persönlichkeit zu tun haben würden, die nicht nach einer Viertelstunde zusammenbricht“, sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle gegenüber Le Parisien.

    In einem Interview mit Actu.fr bedauert Jean-Baptiste Alary, einer der Anwälte von Cedric Jubillar, dass sein Mandant „die einzige monomanische Spur in den Köpfen der Ermittler“ geworden ist. Er sagte, er sei „schockiert, dass ein Mann angeklagt und dann inhaftiert wurde, ohne den geringsten Beweis, auf der Grundlage von Hinweisen, die weder seriös noch übereinstimmend sind“. Seiner Meinung nach sollte die Möglichkeit einer Rache durch die Frau des Liebhabers von Delphine Jubillar geprüft werden. Auch die Hypothese einer Entführung ist seiner Meinung nach ernst zu nehmen.

    In Ermangelung einer Leiche oder eines belastenden Elements ist es unwahrscheinlich, dass Cedric Jubillar gegenüber den Ermittlungsrichtern ein Geständnis ablegen wird. Eine Anhörung vor zwei Richtern ist kein 48-stündiger Polizeigewahrsam. Es dauert nur ein paar Stunden in einem Büro, in Anwesenheit seiner Anwälte. Für die Beobachter ist klar: Wenn Cedric Jubillar bis jetzt noch nicht geknackt wurde, gibt es für ihn keinen Grund, heute zu reden.

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