Schlagwort: Ärzte

  • Frankreich kämpft gegen Ärztemangel: Pflichtdienste für Mediziner im ländlichen Raum?

    Frankreich kämpft gegen Ärztemangel: Pflichtdienste für Mediziner im ländlichen Raum?

    Ein ambitionierter Plan trifft auf Widerstand – was bedeutet das für Patienten und Ärzte? In Frankreich brodelt es. Nicht nur in den Großstädten, sondern vor allem in den Dörfern, auf dem Land, in den abgelegenen Winkeln des Landes, wo Hausärzte Mangelware sind und Termine beim Facharzt zur Geduldsprobe werden. Fast 87 Prozent des Landes gelten mittlerweile als medizinisch unterversorgt – sechs Millionen Menschen haben keinen Hausarzt. Ein Zustand, der viele Franzosen verzweifeln lässt. Nun hat Premierminister François Bayrou einen Plan vorgelegt, der diesen Zustand beenden soll. Mitten im Cantal, einer ländlichen Region, stellte er das Konzept vor, das für einige nach Hoffnung klingt – für andere aber wie ein Zwangsdienst. Zwangsverpflichtung für Ärzte? Zwei Tage im Monat Pflichtdienst Das Herzstück des Plans: Alle niedergelassenen Ärzte – egal ob Allgemeinmediziner oder Spezialist – sollen verpflichtet werden, bis zu zwei Tage im Monat in unterversorgten Regionen Sprechstunden anzubi…

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  • Hungerstreik der ausländischen Ärzte – Kampf um Anerkennung

    Hungerstreik der ausländischen Ärzte – Kampf um Anerkennung

    Frankreichs Gesundheitssystem stützt sich in vielen Bereichen auf ausländische Ärzte. Doch diese Mediziner, die außerhalb der EU ausgebildet wurden, stehen vor prekären Arbeitsbedingungen: niedrige Löhne, befristete Verträge und kaum Perspektiven auf eine Festanstellung. Nun wehren sie sich – 300 von ihnen haben einen Hungerstreik begonnen. Unverzichtbar, aber unterbezahlt Ohne ausländische Ärzte könnten viele französische Krankenhäuser nicht mehr funktionieren. Besonders in öffentlichen Kliniken sind sie eine tragende Säule. Doch ihr Status ist alles andere als gesichert. Sie arbeiten unter schlechteren Bedingungen als ihre französischen Kollegen und verdienen oft nur ein Drittel von deren Gehalt. Ein Beispiel ist Dr. Aminata Ould Amer, eine Anästhesistin und Intensivmedizinerin. Nach elf Jahren Studium in Algerien kam sie nach Frankreich – doch statt einer festen Stelle bekam sie nur befristete Verträge, die alle sechs Monate verlängert werden. Ihr Gehalt? 1.900 Euro brutto im Monat …

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  • Hungerstreik in Frankreich: 300 ausländische Ärzte kämpfen um ihre Zukunft

    Hungerstreik in Frankreich: 300 ausländische Ärzte kämpfen um ihre Zukunft

    Frankreichs Gesundheitssystem ist auf sie angewiesen – doch ihre Lage bleibt prekär.

    Seit dem 5. März befinden sich über 300 ausländische Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen im Hungerstreik. Sie protestieren gegen die ausbleibende Anerkennung ihrer Abschlüsse, die ihnen von Präsident Emmanuel Macron und Ex-Premierminister Gabriel Attal versprochen wurde. Am Samstag planen sie eine Demonstration vor dem Gesundheitsministerium.

    „Wir halten die Krankenhäuser am Laufen – und sind trotzdem rechtlos“

    Die Protestierenden gehören zur Gruppe der praticiens à diplôme hors-Union européenne (padhue) – medizinische Fachkräfte mit Abschlüssen aus Nicht-EU-Staaten. Obwohl sie in französischen Krankenhäusern unverzichtbar sind, verdienen sie oft nur ein Drittel des Gehalts ihrer französischen Kollegen. Zudem müssen sie alle sechs Monate um die Verlängerung ihres Vertrags bangen.

    „Wir haben alle möglichen Wege ausgeschöpft“, erklärt Abdelhalim Bensaïdi, Diabetologe in Nanterre seit über sechs Jahren. Seine Frustration ist spürbar: „Wir wurden immer wieder vertröstet. Dabei sind wir es, die manche Krankenhäuser am Laufen halten!“

    Ein Prüfungsverfahren voller Ungerechtigkeiten

    Die einzige Möglichkeit zur Anerkennung: Eine strenge Prüfung, die épreuve de vérification des connaissances (EVC). Doch selbst wer die erforderliche Punktzahl erreicht, scheitert oft – weil nicht alle Plätze vergeben werden. „20 % der verfügbaren Plätze wurden nicht zugewiesen“, kritisiert Bensaïdi. „Das ist willkürlich!“

    Viele ausländische Mediziner haben Jahre in Frankreich gearbeitet, die Sprache gelernt und bewiesen, dass sie unverzichtbar sind. Dennoch wird ihnen die dauerhafte Anerkennung verweigert.

    Der Protest geht weiter

    Die Situation der padhue wirft grundsätzliche Fragen auf: Warum lässt Frankreich dringend benötigte Ärzte in Unsicherheit leben, während das Gesundheitssystem ohnehin unter Druck steht?

    Die Hungerstreikenden wollen nicht nachgeben. „Wir wollen nur das, was uns zusteht: Würde, Anerkennung und eine Zukunft in diesem Land“, sagt Bensaïdi entschlossen.

    Am Samstag werden sie erneut auf die Straße gehen – in der Hoffnung, endlich Gehör zu finden.

    Von C. Hatty

  • Ende des Arztgeheimnisses? Warum Ärzte gegen eine neue Verordnung der Regierung Barnier protestieren

    Ende des Arztgeheimnisses? Warum Ärzte gegen eine neue Verordnung der Regierung Barnier protestieren

    Seit der Veröffentlichung eines neuen Dekrets im französischen Amtsblatt ist die Empörung in der Ärzteschaft groß. Ein von Premierminister Michel Barnier unterzeichnetes Gesetz fordert nun von Ärztinnen und Ärzten, Diagnosen oder medizinische Gründe auf Rezepten anzugeben, um die Kostenübernahme von Medikamenten durch die Krankenversicherung zu gewährleisten. Diese Verpflichtung wird von vielen Ärzten als Eingriff in das Arztgeheimnis und als zusätzliche Arbeitsbelastung gesehen – zwei gewichtige Gründe für die anhaltende Kritik. Das Ende des Arztgeheimnisses? Der Kern des neuen Dekrets besagt, dass Ärztinnen und Ärzte bei bestimmten Medikamenten die genaue Indikation der Verschreibung auf dem Rezept oder einem beigelegten Dokument vermerken müssen. Laut der Regierung soll dies die Relevanz von Verschreibungen erhöhen und den Missbrauch vermeiden. In der Praxis bedeutet dies jedoch, dass Ärzte sensible Informationen über die Erkrankung ihrer Patienten angeben müssen – was einige als di…

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  • Nièvre protestiert: „Es ist verboten, krank zu werden“ – ein Aufschrei gegen den Ärztemangel

    Nièvre protestiert: „Es ist verboten, krank zu werden“ – ein Aufschrei gegen den Ärztemangel

    Ein humorvoller Notruf inmitten der Krise Man stelle sich vor, ein Ort erlässt ein Gesetz, das den Bewohnern schlichtweg verbietet, krank zu werden. In der kleinen Gemeinde Decize in der französischen Region Nièvre ist genau das passiert – zumindest auf dem Papier. Doch hinter dieser provokanten Aktion verbirgt sich eine ernsthafte Botschaft: Der Ort hat ein massives Problem mit der medizinischen Versorgung, und die Verantwortlichen greifen nun zu ungewöhnlichen Mitteln, um darauf aufmerksam zu machen. In den Straßen von Decize fällt derzeit ein besonderer Aushang ins Auge. „Es ist strengstens verboten, krank zu werden oder einen Unfall zu haben“, liest man auf einem städtischen Hinweis. Klingt verrückt? Mag sein – aber diese Absurdität soll die bittere Realität verdeutlichen: In Decize gibt es kaum noch Ärzte. Ärztemangel auf dem Land: Eine Krise, die immer größer wird Decize, eine Gemeinde mit rund 5.600 Einwohnern, ist längst zu einem medizinischen Notstandsgebiet geworden. Vor 15 J…

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  • Ärztliche Wüsten: Gemeinden locken junge Mediziner an

    Ärztliche Wüsten: Gemeinden locken junge Mediziner an

    Notaufnahmen, die gezwungen sind, vorübergehend zu schließen – dieses Bild prägt diesen Sommer viele ländliche Regionen Frankreichs. Der Grund? Ein drastischer Mangel an medizinischem Personal. Doch zahlreiche Gemeinden ergreifen nun die Initiative, um junge Ärztinnen und Ärzte für sich zu gewinnen.

    Saint-Ouen-l’Aumône im Département Val-d’Oise ist ein Beispiel für den Kampf gegen diese „ärztlichen Wüsten“. Vor drei Jahren wurde hier eine Maison de Santé eröffnet – eine Praxisgemeinschaft, die das ärztliche Angebot bündeln soll. Der treibende Motor hinter diesem Projekt war Dr. Oroudji. Mit einem klaren Ziel vor Augen, legte er großen Wert darauf, dass sowohl Ärzte als auch ihre Praktikanten von der Zusammenarbeit profitieren. Er wusste: Nur wer sich in seiner Arbeitsumgebung wohlfühlt, wird langfristig bleiben. Sein Plan ging auf. Erst kürzlich öffnete eine zweite Maison de Santé ihre Türen, geleitet von einer ehemaligen Praktikantin Dr. Oroudjis.

    Ein Schnäppchen für junge Mediziner

    Stellen Sie sich vor: Eine 300-Quadratmeter-Praxis für gerade einmal 1.000 Euro im Monat. Für eine junge Ärztin war dieses Angebot in Saint-Ouen-l’Aumône unschlagbar. Sie zögerte nicht lange und entschied sich, sich hier niederzulassen. Finanziert wird die Einrichtung sowohl vom Staat als auch von der Gemeinde – mit nur einer Bedingung: Die Mediziner müssen mindestens fünf Jahre in dieser unterversorgten Region bleiben. Doch nicht nur sie ließ sich überzeugen. Zwei weitere junge Ärzte und zwei Krankenpflegerinnen haben sich ebenfalls dieser Maison de Santé angeschlossen.

    Ist dies vielleicht der Schlüssel, um die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten langfristig zu sichern? Viele Gemeinden hoffen es. Die Mischung aus finanzieller Unterstützung, moderaten Mieten und der Aussicht auf eine kollegiale Zusammenarbeit scheint jedenfalls ein vielversprechender Weg zu sein, um den „ärztlichen Wüsten“ den Kampf anzusagen.

  • Ärztemangel in Frankreich: Bald kubanische Ärzte als Verstärkung?

    Ärztemangel in Frankreich: Bald kubanische Ärzte als Verstärkung?

    Die Entbindungsstation in Guingamp (Departement Côtes-d’Armor) ist von der Schließung bedroht, da es nicht genügend Ärzte gibt. Das Krankenhaus hat daher kubanische Ärzte um Hilfe gebeten. Es ist ein symbolischer Handschlag mit großer Bedeutung: die Rettung des Krankenhauses. Der kubanische Botschafter in Frankreich reiste am Freitag, dem 16. Februar, nach Guingamp (Departement Côtes-d’Armor), um sich mit Bürgermeistern und Abgeordneten zu treffen und ihnen seine Unterstützung zu versichern: „Ich glaube, es gibt Möglichkeiten, aber zunächst werden wir reden“. Und zwar über die Entsendung kubanischer Ärzte nach Guingamp. Die Stadt hatte sich mit der Botschaft des mittelamerikanischen Landes in Verbindung gesetzt, um medizinisches Personal zur Verstärkung nach Frankreich zu holen. Mehrere Dienste von der Schließung bedroht“Unser Ehrgeiz besteht in der Tat darin, Personal für die Geburtshilfe, die Gynäkologie und Notärzte zu finden. Heute geht es uns nicht um langfristige Lösungen, aber w…

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  • Hausärzte: Streit zwischen Gewerkschaften und Regierung nicht beigelegt

    Hausärzte: Streit zwischen Gewerkschaften und Regierung nicht beigelegt

    Die Verhandlungen über die Erhöhung der Arzt-Tarife sind auf einem toten Punkt angekommen, die beiden größten Gewerkschaften der freien Ärzte haben die Vorschläge der Regierung zurückgewiesen. Gesundheitsminister François Braun beklagt einen „Mangel an Verantwortung“. Die beiden größten Gewerkschaften der freien Ärzte lehnen die Vorschläge für die neuen Konsultationstarife ab, der Gesundheitsminister beklagt einen Mangel an „Verantwortung“: Der Ton wird immer schärfer und die Verhandlungen werden wahrscheinlich scheitern. „Es wird bis morgen Abend keine Einigung geben, das ist ziemlich sicher, auch wenn ich immer noch an den gesunden Menschenverstand glauben möchte“, sagte Minister François Braun am Montag, dem 27. Februar, im Sender France Inter.

    Die sechs repräsentativen Ärztegewerkschaften haben bis Dienstagabend Zeit, um zu entscheiden, ob sie die von der staatlichen Krankenkasse für fünf Jahre vorgeschlagene neue Gebührenord…

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  • Ärztemangel: Ärzte pendeln in Privatflugzeugen zwischen Dijon und Nevers

    Ärztemangel: Ärzte pendeln in Privatflugzeugen zwischen Dijon und Nevers

    Acht Ärzte kamen am Donnerstagmorgen im Privat-Jet in Nevers an und fuhren in das Krankenhaus der Stadt. Nevers ist die Hauptstadt des Departements Nièvre, das mit seinen 200.000 Einwohnern besonders stark vom Mangel an Ärzten betroffen ist. Die eingeflogenen Ärzte sind noch am selben Abend nach Dijon zurückgekehrt. Diese Maßnahme wegen ihrer Auswirkungen auf die Umwelt scharf kritisiert, ist aber in den Augen der Initiatoren im Namen der Gesundheit unerlässlich. „Nein, das ist nicht abwegig. Es entspricht einem Bedürfnis“: Eine „Luftbrücke“ für Ärzte wurde am Donnerstag, dem 26. Januar, zwischen Dijon und dem Departement Nièvre eingerichtet, trotz der Kritik von Umweltschützern. Diese „Luftbrücke“ soll mindestens einmal pro Woche in 35 Minuten Nevers mit der Regionalhauptstadt Dijon verbinden, im Vergleich zu mehr als drei Stunden mit dem Auto oder zweieinviertel Stunden mit dem Zug. „Das Flugzeug ist das beste Mittel, um die Reisezeit zu verkürzen“, erklärte der LREM-Bürgermeister vo…

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  • Emmanuel Macron kündigt Verbesserungen im Gesundheitswesen an

    Emmanuel Macron kündigt Verbesserungen im Gesundheitswesen an

    Emmanuel Macron machte am Freitag in einem Krankenhaus im Departement Essonne mehrere Ankündigungen zum Thema Gesundheit. Angesichts des krisengeschüttelten französischen Gesundheitssystems kündigte der Staatschef mehrere Maßnahmen an. Der Staatschef wusste, was von ihm erwartet wurde: Die freien Ärzte wollen eine Erhöhung der Praxisgebühr, im Krankenhaus wurde zu einem unbefristeten Streik aufgerufen und Medikamente sind knapp geworden. Emmanuel Macron räumte ein, dass die Pflegekräfte „eine endlose Krise“ durchlebten, was zu Erschöpfung führe. Aber, so der Präsident: „Es gibt kein Wunderrezept“. Bessere Bezahlung der niedergelassenen Ärzte – unter bestimmten Bedingungen.Die niedergelassenen Ärzte streiken, um eine Erhöhung des Honorars für die Konsultationen von 25 € auf 50 € durchzusetzen. Emmanuel Macron ging nicht auf diese Forderung ein. Er will aber „die Ärzte besser bezahlen, die neue Patienten übernehmen“ und „diejenigen, die junge Menschen ausbilden“. In Frankreich gibt es de…

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