Schlagwort: Ägypten

  • US-Hilfsgelder als Druckmittel: Trump droht Jordanien und Ägypten mit Kürzungen

    US-Hilfsgelder als Druckmittel: Trump droht Jordanien und Ägypten mit Kürzungen

    Die politischen Spannungen im Nahen Osten haben eine neue Eskalationsstufe erreicht, nachdem der frühere US-Präsident Donald Trump angedeutet hat, die finanzielle Unterstützung für Jordanien und Ägypten zu kürzen. Hintergrund ist sein umstrittenes Vorhaben, Palästinenser, die durch die anhaltenden Kämpfe aus Gaza vertrieben würden, dauerhaft in diesen beiden Ländern anzusiedeln.

    Die Androhung einer Kürzung der Hilfsgelder stellt eine erhebliche diplomatische Herausforderung dar. Jordanien und Ägypten sind langjährige Verbündete der USA und gehören zu den größten Empfängern amerikanischer Finanzhilfe in der Region. Beide Länder haben jedoch wiederholt betont, dass eine Zwangsumsiedlung von Palästinensern für sie nicht in Frage kommt, da dies nicht nur innenpolitisch untragbar wäre, sondern auch die gesamte regionale Stabilität gefährden könnte.

    Trump hatte bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass er bereit ist, wirtschaftlichen Druck als Mittel der Außenpolitik einzusetzen. Während seiner Präsidentschaft kürzte er unter anderem die Zahlungen an UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge, was die humanitäre Lage in den palästinensischen Gebieten weiter verschärfte. Seine jüngsten Äußerungen könnten daher als Teil einer breiteren Strategie gewertet werden, um seinen Einfluss auf den Nahost-Friedensprozess zu verstärken – eine Strategie, die jedoch von vielen Beobachtern als kontraproduktiv angesehen wird.

    Die internationale Reaktion auf Trumps Vorschlag fiel erwartungsgemäß kritisch aus. Menschenrechtsorganisationen und Diplomaten warnten vor den humanitären und politischen Folgen einer erzwungenen Umsiedlung. Jordanien beherbergt bereits eine große palästinensische Bevölkerung und hat mehrfach betont, dass es keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen könne. Ägypten wiederum betrachtet den Gazastreifen als eine potenzielle Sicherheitsgefahr und hat seine Grenze zu dem Gebiet weitgehend geschlossen gehalten.

    Die Drohung einer Hilfskürzung könnte jedoch auch innenpolitisch für Trump Konsequenzen haben. Die US-Finanzhilfe an Ägypten und Jordanien wird vom Kongress genehmigt, und viele Abgeordnete beider Parteien betrachten diese Gelder als entscheidend für die geopolitische Stabilität im Nahen Osten. Ein abrupter Entzug der Unterstützung könnte daher nicht nur die Beziehungen der USA zu diesen Ländern belasten, sondern auch Washingtons Einfluss in der Region langfristig schwächen.

    Ob Trump seine Drohungen tatsächlich umsetzen kann oder ob sie primär als Wahlkampf-Rhetorik zu verstehen sind, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass seine Äußerungen die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten weiter anheizen und neue diplomatische Verwerfungen nach sich ziehen könnten.

  • Donald Trump und Gaza: Eine „Ideenlosigkeit auf höchstem Niveau“?

    Donald Trump und Gaza: Eine „Ideenlosigkeit auf höchstem Niveau“?

    Donald Trump sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal mit einem fragwürdigen Vorschlag zur Lösung des Konflikts in Gaza. Der ehemalige US-Präsident schlug vor, die Bewohner der Region in Nachbarländer wie Ägypten und Jordanien umzusiedeln. Amy Porter, Sprecherin der Democrats Abroad in Frankreich, reagierte empört: „Das ist reines Chaos. Seine Aussagen zeigen eine totale Unkenntnis internationaler Zusammenhänge.“ Doch was steckt wirklich hinter diesen Worten?


    Eine „Girouette“ ohne Richtung

    Amy Porter bezeichnet Donald Trump als „Girouette“ – eine Wetterfahne, die sich ständig dreht und keine klare Richtung hat. Ein treffendes Bild für einen Politiker, der oft impulsiv handelt und sich stark von seinen Beratern beeinflussen lässt. Laut Porter sei der Schlüssel, Trumps Entscheidungen zu verstehen, darin zu erkennen, „was ihn und seine Freunde bereichert“. Ihre Kritik geht tief: „Trump hat keine Ideologie – er agiert, wie es ihm gerade passt.“

    Sein jüngster Vergleich von Gaza mit einem „Abrissgelände“ zeigt aus ihrer Sicht eine gefährliche Gleichgültigkeit gegenüber der humanitären und politischen Realität vor Ort. Ein solcher Vergleich? Für viele ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen.


    Ein Plan, der nicht durchdacht ist

    Der Vorschlag, die Bevölkerung von Gaza in Nachbarländer umzusiedeln, klingt nicht nur unrealistisch – er ignoriert auch die historischen und geopolitischen Realitäten der Region. Ägypten und Jordanien, souveräne Staaten mit eigenen Interessen, könnten und würden nicht einfach als „Ersatzländer“ einspringen.

    Amy Porter bringt es auf den Punkt: „Trump vergisst, dass es andere souveräne Staaten gibt, die ihr Schicksal selbst bestimmen.“ Diese Tatsache zu ignorieren, zeigt nicht nur politischen Hochmut, sondern auch mangelnde Sensibilität gegenüber einer seit Jahrzehnten angespannten Region.


    „Er will Hotels bauen“

    Porters ironischer Kommentar, dass Trump vermutlich Hotels in Gaza bauen wolle, unterstreicht die Absurdität seiner Äußerungen. Natürlich mag dies nicht wortwörtlich gemeint sein – doch die Kritik trifft ins Schwarze. Trumps Fokus auf wirtschaftliche Profite und seine häufig demonstrierte Gleichgültigkeit gegenüber humanitären Fragen werfen einen Schatten auf die Glaubwürdigkeit seiner Vorschläge.


    Warum solche Aussagen gefährlich sind

    Trumps Äußerungen sind nicht nur polemisch – sie haben das Potenzial, die Spannungen in einer ohnehin fragilen Region zu verschärfen. Solche Aussagen können internationale Beziehungen belasten und das Vertrauen der betroffenen Länder weiter untergraben. Die Bewohner Gazas, die schon jetzt unter schwierigen Lebensbedingungen leiden, fühlen sich dadurch erneut marginalisiert.


    Eine Frage der Verantwortung

    Man könnte fragen: Wie sollen solche Aussagen den Frieden fördern? Oder, anders formuliert: Wann wird Trump endlich die Komplexität globaler Konflikte erkennen? Amy Porter und viele andere Beobachter stellen genau diese Fragen – und die Antworten bleiben ernüchternd.

    Es scheint, als habe der Ex-Präsident aus seinen früheren internationalen Kontroversen wenig gelernt. Anstatt auf fundierte Diplomatie zu setzen, greift er zu populistischen, oft provokanten Vorschlägen, die die Lage eher verschlimmern als verbessern.


    Hoffnung auf ernsthafte Lösungsansätze

    Trotz der Empörung gibt es einen Lichtblick: Solche Diskussionen lenken die Aufmerksamkeit erneut auf die humanitäre Krise in Gaza. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, echte Lösungen zu finden – solche, die die Rechte und die Würde der betroffenen Menschen respektieren.

    Eines ist klar: Für nachhaltigen Frieden braucht es mehr als impulsive Ideen. Es braucht Einsicht, Respekt und vor allem eine klare Strategie – Dinge, die Trumps Vorschlag offensichtlich vermissen lässt.

  • 18. November: Ein Streifzug durch die Geschichte

    18. November: Ein Streifzug durch die Geschichte

    Der 18. November hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche bedeutende Ereignisse hervorgebracht, die sowohl die Weltgeschichte als auch die Geschichte Frankreichs geprägt haben. Ein Blick auf einige dieser Ereignisse zeigt die Vielfalt und Tragweite dieses Datums.

    Weltweite Ereignisse

    • 1626: Die neue Peterskirche in Rom wird geweiht. Nach über einem Jahrhundert Bauzeit ersetzt sie die alte Basilika und wird zum Zentrum der katholischen Christenheit.
    • 1803: In der Schlacht von Vertières besiegen die haitianischen Truppen unter Jean-Jacques Dessalines die französischen Kolonialmächte. Dieser Sieg führt zur Unabhängigkeit Haitis und macht es zur ersten von ehemaligen Sklaven gegründeten Republik.
    • 1883: In den USA und Kanada führen die Eisenbahngesellschaften fünf standardisierte Zeitzonen ein, um den Fahrplanbetrieb zu vereinfachen. Diese Maßnahme bildet die Grundlage für das heutige Zeitzonensystem.
    • 1916: Die Schlacht an der Somme, eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs, endet nach fünf Monaten. Mit über einer Million Toten und Verwundeten markiert sie einen Wendepunkt im Kriegsgeschehen.
    • 1932: In der Ukraine beginnt die Hungersnot, bekannt als Holodomor, die Millionen von Menschenleben fordert. Diese Tragödie wird oft als Folge der sowjetischen Politik unter Josef Stalin betrachtet.

    Ereignisse in Frankreich

    • 1799: Am 18. Brumaire VIII des französischen Revolutionskalenders (9. November 1799) führt Napoleon Bonaparte einen Staatsstreich durch, der das Direktorium stürzt und ihn zum Ersten Konsul macht. Dieses Ereignis markiert das Ende der Französischen Revolution und den Beginn des Konsulats.
    • 1876: Frankreich und Großbritannien übernehmen die Schuldenverwaltung Ägyptens, nachdem das Land seinen Staatsbankrott erklärt hat. Diese Intervention führt später zur britischen Besetzung Ägyptens.
    • 1901: Der zweite Hay-Pauncefote-Vertrag zwischen Großbritannien und den USA sichert den Vereinigten Staaten die alleinigen Rechte am Bau und Betrieb des Panamakanals. Dieser Vertrag hebt den Clayton-Bulwer-Vertrag von 1850 auf.
    • 1961: Die französische Regierung leitet umfassende Maßnahmen gegen die rechtsgerichtete Organisation OAS (Organisation de l’Armée Secrète) ein, die gegen die Unabhängigkeit Algeriens kämpft. Premierminister Michel Debré weist die Präfekten an, jegliche Sympathiekundgebungen für die OAS zu unterbinden.
    • 1989: In Paris findet ein informeller EG-Sondergipfel statt, bei dem die Entwicklungen in Osteuropa diskutiert werden. Frankreich spielt eine zentrale Rolle in den Gesprächen über die politische Neuordnung Europas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.

    Geburtstage bedeutender Persönlichkeiten

    • 1787: Louis Daguerre, französischer Maler und Physiker, wird geboren. Er gilt als einer der Pioniere der Fotografie und entwickelte das nach ihm benannte Daguerreotypie-Verfahren.
    • 1836: W. S. Gilbert, britischer Dramatiker und Librettist, bekannt für seine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Arthur Sullivan, wird geboren.
    • 1901: George Gallup, US-amerikanischer Meinungsforscher und Gründer des Gallup-Instituts, erblickt das Licht der Welt.

    Todestage bedeutender Persönlichkeiten

    • 1886: Chester A. Arthur, der 21. Präsident der Vereinigten Staaten, stirbt.
    • 1922: Marcel Proust, französischer Schriftsteller und Autor des Werkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, verstirbt.
    • 1976: Man Ray, US-amerikanischer Fotograf und Künstler, bekannt für seine Beiträge zur Dada- und Surrealismus-Bewegung, stirbt in Paris.

    Der 18. November ist somit ein Datum, das zahlreiche bedeutende Ereignisse und Persönlichkeiten in der Geschichte vereint. Von politischen Umwälzungen über kulturelle Meilensteine bis hin zu wissenschaftlichen Durchbrüchen – dieser Tag spiegelt die Vielfalt und Dynamik der menschlichen Geschichte wider.

  • Heute in der Geschichte: Der 6. Oktober – Ein Blick auf bedeutende Ereignisse weltweit und in Frankreich

    Heute in der Geschichte: Der 6. Oktober – Ein Blick auf bedeutende Ereignisse weltweit und in Frankreich

    Der 6. Oktober – ein Datum, das im Laufe der Geschichte von politischen Umbrüchen, revolutionären Bewegungen und kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt wurde. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf einige der wichtigsten historischen Ereignisse, die an diesem Tag weltweit und in Frankreich stattfanden.

    1. Der Jom-Kippur-Krieg 1973 – Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert

    Am 6. Oktober 1973 begann einer der blutigsten Konflikte des Nahen Ostens: der Jom-Kippur-Krieg. Ägypten und Syrien eröffneten an diesem Tag einen Überraschungsangriff auf Israel. Sie nutzten den jüdischen Feiertag Jom Kippur, an dem viele Soldaten Israels in Synagogen oder bei ihren Familien waren, um ihre Offensive zu starten. Ägyptische Truppen überschritten den Suezkanal, während syrische Einheiten die Golanhöhen angriffen. Dieser Krieg, der 19 Tage dauerte, führte zu großen Verlusten auf beiden Seiten und veränderte die geopolitische Landschaft des Nahen Ostens nachhaltig.

    Der Jom-Kippur-Krieg zeigte der Welt die Verwundbarkeit Israels, aber auch die begrenzten Möglichkeiten der arabischen Staaten, langfristige militärische Erfolge gegen das Land zu erzielen. Das Scheitern einer schnellen arabischen Offensive und der darauffolgende israelische Gegenschlag verdeutlichten die politische und militärische Komplexität der Region – ein Dilemma, das bis heute nachhallt.

    2. Die Französische Revolution – Der Marsch der Frauen nach Versailles (1789)

    In Frankreich markiert der 6. Oktober 1789 einen entscheidenden Wendepunkt in der Französischen Revolution. Es war der Tag, an dem der sogenannte „Marsch der Frauen nach Versailles“ stattfand, ein bedeutender Protest, der die Macht des französischen Volkes demonstrierte. Der Hunger und die schlechte Versorgungslage in Paris trieben Tausende von Frauen, hauptsächlich Marktfrauen, dazu, die königliche Residenz in Versailles zu belagern. Ihr Ziel: Brot und die Rückkehr des Königs nach Paris.

    Dieser Aufstand führte dazu, dass König Ludwig XVI. und seine Familie gezwungen wurden, nach Paris zu ziehen, wo sie fortan unter der Kontrolle der Revolution standen. Der Marsch der Frauen gilt als einer der Schlüsselmomente der Französischen Revolution, da er das Ende der absolutistischen Monarchie in greifbare Nähe rückte. Die königliche Familie verlor durch diesen symbolischen Umzug nach Paris einen Großteil ihrer Macht und ihrer Autorität.

    3. Beginn des Aufstands in Budapest 1956

    In einem anderen Teil Europas – in Ungarn – fand am 6. Oktober 1956 eine wichtige Wendung statt. An diesem Tag wurde der umstrittene und zu Unrecht verurteilte ungarische Führer László Rajk und seine Mitstreiter rehabilitiert. Die Massenkundgebung zu Ehren der Opfer der stalinistischen Schauprozesse löste eine Welle der Unzufriedenheit im Land aus und war der Vorbote für den ungarischen Volksaufstand, der am 23. Oktober desselben Jahres ausbrach.

    Der Volksaufstand von 1956 war ein verzweifelter Versuch des ungarischen Volkes, die sowjetische Besatzung abzuschütteln und demokratische Reformen einzuleiten. Der Mut der Ungarn inspirierte viele Menschen in Osteuropa, auch wenn der Aufstand schließlich brutal niedergeschlagen wurde.

    4. Der „Schwarze Samstag“ in Portugal 1910 – Ende der Monarchie

    Ein weiteres Ereignis, das den 6. Oktober in die Geschichtsbücher eingehen ließ, ist der „Schwarze Samstag“ in Portugal im Jahr 1910. An diesem Tag brach in Lissabon die portugiesische Monarchie endgültig zusammen, nachdem republikanische Kräfte König Manuel II. gestürzt hatten. Die revolutionären Spannungen hatten sich bereits seit einiger Zeit aufgebaut, doch der endgültige Auslöser war ein republikanischer Aufstand, der vom Militär unterstützt wurde.

    Der Sturz der Monarchie in Portugal markierte den Beginn der Ersten Portugiesischen Republik, die den Weg für eine neue, moderne Staatsform ebnete. Es war auch ein Vorzeichen der politischen Instabilität, die Portugal im 20. Jahrhundert prägen sollte, mit zahlreichen Regierungswechseln und einem wiederkehrenden Kampf zwischen Monarchisten und Republikanern.

    5. Gedenktag in Ägypten – Der „Tag der Streitkräfte“

    Ägypten feiert am 6. Oktober seit vielen Jahren den „Tag der Streitkräfte“, um an den Beginn des Jom-Kippur-Krieges und den erfolgreichen Angriff auf die Bar-Lev-Linie zu erinnern. In Ägypten gilt der Tag als Symbol des militärischen Mutes und der Befreiung. Präsident Anwar Sadat nutzte den Krieg und die darauf folgenden Verhandlungen, um das historische Friedensabkommen mit Israel im Jahr 1979 zu erzielen. Dies führte schließlich zur Rückgabe der Sinai-Halbinsel an Ägypten – ein bedeutender Erfolg, der bis heute als wichtiges Kapitel in der ägyptischen Geschichte gilt.

    6. Die Republik des Rif – Marokkanischer Aufstand (1925)

    In Nordafrika, genauer gesagt in Marokko, fand am 6. Oktober 1925 eine entscheidende Schlacht im Rahmen des Rifkrieges statt. Die Berber unter der Führung von Abd el-Krim kämpften gegen die französischen Kolonialtruppen um die Unabhängigkeit ihrer Region, der Republik des Rif. Obwohl die Berber einige militärische Erfolge erzielten, gelang es den französischen und spanischen Streitkräften schließlich, die Aufständischen zu besiegen und den Widerstand niederzuschlagen.

    Der Rifkrieg war ein prägendes Ereignis in der marokkanischen Geschichte, da er das Ende eines bedeutenden Widerstands gegen die Kolonialmächte markierte. Die Tapferkeit der Berber und ihr Streben nach Unabhängigkeit hinterließen jedoch bleibende Spuren in der nationalen Identität Marokkos.

    7. Frankreichs Engagement im Zweiten Weltkrieg – Operation Dragoon 1944

    Während des Zweiten Weltkriegs spielte Frankreich eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die nationalsozialistische Besatzung. Zwar liegt der Höhepunkt der Ereignisse in Frankreich im Sommer 1944, aber der 6. Oktober war einer der Schlüsselmomente der sogenannten „Operation Dragoon“. An diesem Tag befreiten die alliierten Streitkräfte die letzten deutschen Widerstandsnester in Südfrankreich, insbesondere in den Alpen. Der erfolgreiche Abschluss dieser Operation eröffnete den Weg für die Befreiung des restlichen Frankreichs und trug entscheidend zur Niederlage Deutschlands bei.

    Ein Datum, das die Welt bewegt

    Der 6. Oktober ist in vielerlei Hinsicht ein Tag, der von Kampf und Wandel geprägt wurde – von revolutionären Bewegungen bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Ob in Frankreich, dem Nahen Osten, Afrika oder Europa – dieser Tag hat Spuren hinterlassen, die das Weltgeschehen nachhaltig beeinflussten. Ganz gleich, ob es sich um den Marsch der Frauen nach Versailles handelt, den Jom-Kippur-Krieg oder den Sturz der portugiesischen Monarchie – dieser Tag ist ein lebendiger Beweis dafür, wie dicht Geschichte aufeinanderfolgen kann und wie sehr einzelne Ereignisse die Zukunft prägen.

    So wird der 6. Oktober – ein scheinbar gewöhnliches Datum – zu einem Schlüsselstein in den komplexen Mosaiken der Weltgeschichte. Wer hätte gedacht, dass er so viel zu erzählen hat?

  • Ausstellung: Ramses II. und die Pracht der Pharaonen in La Villette

    Ausstellung: Ramses II. und die Pracht der Pharaonen in La Villette

    Ab Freitag, dem 7. April, begann in der Grande Halle de la Villette (Paris) eine Ausstellung über Ramses II.. Eine großartige Gelegenheit, in das Herz des Königreichs eines der größten Baumeister des alten Ägyptens einzutauchen. Mit unendlicher Vorsicht wird das Herzstück der Ausstellung enthüllt: d…

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  • „Schmutziges russisches Geld“: Total-CEO Patrick Pouyanné während der COP27 von Aktivisten beschimpft

    „Schmutziges russisches Geld“: Total-CEO Patrick Pouyanné während der COP27 von Aktivisten beschimpft

    Der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies, Patrick Pouyanné, wurde am Rande der COP27 in Ägypten von Aktivisten beschimpft, die ihm „die zerstörerische Wirkung seines Unternehmens von Osteuropa bis Afrika“ vorwarfen.

    Der Chef von Total wurde am Freitag, den 11. November, am Rande der COP27 in Sharm-el-Sheikh, Ägypten, von Umweltaktivisten aufgehalten. Als Patrick Pouyanné zu einer Konferenz gehen wollte, wurde er von den Aktivisten beschimpft und musste kurzzeitig im Pavillon von Guinea Schutz suchen.

    https://twitter.com/SvitlanaRomanko/status/1591097995181031424

    In einer kurzen Konfrontation warfen sie ihm Projekte in Russland und Ostafrika sowie seine Teilnahme an einer Konferenz über den Klimawandel – dessen Hauptursache die Nutzung fossiler Brennstoffe ist – vor. „Ich habe das Recht, hier zu sein“, sagte er zu einem der Aktivisten und fügte hinzu: „Ich respektiere Sie, also respektieren Sie mich, das ist alles, was ich von Ihnen verlange“. „Wir liefern Gas nach Europa, weil Europa es braucht“, argumentierte der Chef des französischen TotalEnergies-Konzerns.

    Die ukrainische Aktivistin und Anwältin Svitlana Romanko, die sich unter den Aktivisten befand, fragte den Total-Chef, ob er „das schmutzige russische Geld für den Wiederaufbau der Ukraine verwenden“ werde. Antwort von Patrick Pouyanné: „Das werde ich sicher tun!“.

    „Heute wurde Herr Pouyanné wegen der zerstörerischen Auswirkungen seines Unternehmens von Osteuropa bis Afrika zur Rede gestellt“, kommentierte die Bewegung Global Witness. „Er ist nur einer von 600 Lobbyisten der fossilen Industrien, die in die UN-Klimaverhandlungen eingedrungen sind“, fügte die NGO in einer Erklärung hinzu.

  • Die COP27 in Ägypten soll den Kampf für das Klima neu zu beleben

    Die COP27 in Ägypten soll den Kampf für das Klima neu zu beleben

    Die COP27 wird am Sonntag in Ägypten eröffnet und bringt etwa 200 Länder zusammen, um sie gegen die globale Erwärmung und ihre Auswirkungen zu mobilisieren. Die Treibhausgasemissionen müssen stark sinken, damit die Erwärmung auf 1,5°C begrenzt werden kann. Steuert die Welt auf eine Katastrophe zu?

    Die COP27 wird an diesem Sonntag in Ägypten eröffnet und bringt etwa 200 Länder zusammen, um sie gegen die globale Erwärmung und deren Auswirkungen zu mobilisieren. Die Treibhausgasemissionen müssen überall stark sinken, um die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen.

    Rund 200 Länder treffen sich ab diesem Sonntag in Sharm el-Sheikh in Ägypten, um zu versuchen, dem Kampf gegen die globale Erwärmung und ihre Auswirkungen, die in einer gespaltenen und von anderen Krisen heimgesuchten Welt besonders zu spüren sind, neuen Schwung zu verleihen. Historische Überschwemmungen in Pakistan, wiederholte Hitzewellen in Europa, Wirbelstürme, Brände, Dürren… Der Kampf für das Klima ist eine „Frage von Leben und Tod, für unsere Sicherheit heute und für unser Überleben morgen“, betonte UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

    Die 27. UN-Klimakonferenz (COP27), die am Sonntag für zwei Wochen beginnt, soll „den Grundstein für schnelleres und mutigeres Klimaschutzhandeln legen, jetzt und in diesem Jahrzehnt, was darüber entscheiden wird, ob der Kampf um das Klima gewonnen oder verloren ist“, mahnt Guterres. Die Treibhausgasemissionen müssen bis 2030 um 45% sinken, um überhaupt eine Chance zu haben, die Erderwärmung auf 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das ist das ehrgeizige Ziel des Pariser Abkommens.

    Doch die derzeitigen Verpflichtungen der Unterzeichnerstaaten würden, auch wenn sie endlich eingehalten würden, zu einem Anstieg von 5-10% führen und die Welt bis zum Ende des Jahrhunderts bestenfalls auf einen Pfad von 2,4°C bringen. Weit entfernt von der Einhaltung des Hauptziels des Pariser Abkommens von weniger als 2°C im Vergleich zu einer Zeit, in der die Menschen anfingen, fossile Energieträger (Kohle, Öl oder Gas), in großem Stil zu verbrennen.

    Mit der gegenwärtig verfolgten Politik drohen katastrophale +2,8°C. „Erbärmlich“, geißelt Antonio Guterres, der beklagt, dass das Klima durch die Covid-Epidemie, den Krieg in der Ukraine, die Wirtschafts-, Energie- und Nahrungsmittelkrisen in den Hintergrund gedrängt worden sei.

    Trotz der auf der COP26 eingegangenen Verpflichtungen haben nur etwa 20 Länder ihre Klimaziele erhöht und die UN sieht „keinen glaubwürdigen Weg“ mehr, um das 1,5°C-Ziel einzuhalten. Nach der formellen Eröffnung der COP27 am Sonntag werden am Montag und Dienstag mehr als 120 Staats- und Regierungschefs zu einem Gipfeltreffen erwartet, das den zweiwöchigen Verhandlungen einen Impuls verleihen soll. Ohne den chinesischen Präsidenten Xi Jinping allerdings und den US-Präsidenten Joe Biden, der erst am 11. November kurz auf der COP vorbeischauen wird.

    Die Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Treibhausgasemittenten der Welt, China und USA, ist trotz ihrer angespannten Beziehungen von entscheidender Bedeutung. Daher werden sich Biden und Xi in der darauffolgenden Woche am Rande des G20-Gipfels in Bali zu einem Gespräch treffen. Die G20 sind für 80% der weltweiten Emissionen verantwortlich. Und ausgerechnet diese reichsten Länder werden beschuldigt, ihrer Verantwortung für ehrgeizige Ziele und die Unterstützung von Entwicklungsländern nicht gerecht zu werden. Der Unmut der ärmsten Länder, die nicht für die Erderwärmung verantwortlich sind, aber an vorderster Front von deren Auswirkungen betroffen sind, wird im Mittelpunkt der COP27 stehen.

    Das Versprechen der Länder des globalen Nordens, die Unterstützung für die Länder des globalen Südens bei der Reduzierung ihrer Emissionen ab 2020 auf 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu erhöhen, wurde bisher noch nicht eingehalten. Und der Süden fordert nun eine zusätzliche Finanzierung, die die bereits erlittenen „Verluste und Schäden“ ausgleichen soll. Die Industrieländer zeigen sich jedoch sehr zögerlich und haben im letzten Jahr nur dem Beginn eines „Dialogs“ zu diesem Thema zugestimmt, der bis 2024 laufen soll. Sie mussten jedoch zustimmen, dass das Thema in Sharm el-Sheikh offiziell auf der Tagesordnung steht.

    „Alle sind sich einig, dass wir einen Weg brauchen, um das Problem zu lösen. Die Schwierigkeit liegt im Detail“, betonte Wael Aboulmagd, Sonderbeauftragter des ägyptischen Vorsitzes der COP27. „Der Erfolg oder Misserfolg der COP27 wird an einer Einigung über diese Finanzierungen für Verluste und Schäden gemessen werden“, warnte Munir Akram, pakistanischer Botschafter bei den Vereinten Nationen und Vorsitzender der G77+China, die mehr als 130 Schwellenländer und arme Länder vertritt.

    Ob man sich nun auf einen speziellen Mechanismus zur Finanzierung von „Verlusten und Schäden“ oder auf ein neues Ziel zur Zahlung der jährlich 100 Milliarden ab 2025 einigt oder nicht, der Finanzierungsbedarf geht in die „Milliarden von Milliarden“, so Michai Robertson, Verhandlungsführer der Allianz der kleinen Inselstaaten (Aosis), der meint, dass dies ohne den Privatsektor nicht möglich sein wird. Die Verantwortung des Privatsektors wird auch mit der Veröffentlichung des Berichts der UN-Expertengruppe, die Standards für die Bewertung der CO2-neutralen Ziele von Unternehmen, Städten, Regionen oder Investoren entwickeln soll, im Rampenlicht stehen. Denn „unsere Welt kann sich Greenwashing, Schein und Nachzügler nicht mehr leisten“, betont Antonio Guterres.

  • Ägypten: Österreicherin wird von Hai angegriffen und tödlich verletzt

    Ägypten: Österreicherin wird von Hai angegriffen und tödlich verletzt

    Eine Österreicherin wurde im Roten Meer von einem Hai angegriffen. Helfer versuchten, das Tier zu vertreiben. Das Opfer starb kurz nach dem Angriff auf dem Weg ins Krankenhaus.

    Touristen wurden am Freitag, dem 1. Juli, im ägyptischen Badeort Sahl Hasheesh in der Nähe von Hurghada Zeuge einer Horrorszene. Eine 68-jährige österreichische Frau badete im Roten Meer, als sie von einem Hai angegriffen wurde. Sie wurde in ein Bein und einen Arm gebissen.

    Auf einem in sozialen Netzwerken verbreiteten Video ist zu sehen, wie die Schwimmerin inmitten des blutrot gefärbten Wassers um sich schlägt und versucht, den Strand zu erreichen. Touristen, die das Geschehen von einem Steg aus beobachteten, versuchten, den Hai zu vertreiben. Man sieht, wie ein Mann ein Seil ins Wasser wirft, um dem Opfer zu helfen.

    Achtung: Das Video enthält grausame Szenen und wirkt auf empfindliche Personen schockierend.

    https://twitter.com/LoveWorld_Peopl/status/1543261619253395456

    Die Österreicherin starb auf dem Weg ins Krankenhaus im Krankenwagen an einem Herzstillstand, wie lokale Medien berichteten. Sie war mit einem Ägypter verheiratet und lebte vor Ort.

    Urlauber kritisierten laut der Tageszeitung The Time of Israel in sozialen Medien den Mangel an Rettungsschwimmern am Strand.

    Haiangriffe sind in Ägypten relativ selten, der letzte Todesfall im Roten Meer ereignete sich im Jahr 2018.

  • Der ägyptische Präsident Sissi wird heute von Emmanuel Macron empfangen – Menschenrechtler sind empört

    Der ägyptische Präsident Sissi wird heute von Emmanuel Macron empfangen – Menschenrechtler sind empört

    Präsident Emmanuel Macron empfängt am Montag seinen ägyptischen Amtskollegen, Präsident Al-Sissi, zu Gesprächen über Libyen und den israelisch-palästinensischen Konflikt. In Ägypten sind derzeit etwa 60.000 politische Gefangene in den Gefängnissen. Der französische Präsident Emmanuel Macron wird am Montag, dem 7. Dezember, seinen ägyptischen Amtskollegen Abdel Fattah al-Sissi empfangen, um eine Bilanz mehrerer regionaler Krisen, darunter Libyen, zu ziehen. Die beiden Staatschefs sollten aber auch die Menschenrechtssituation in Ägypten ansprechen. Der ägyptische Präsident traf am Sonntag in Paris zu einem festlichen Staatsbesuch ein – eine Pferdeeskorte wird ihn zum Elysée-Palast begleiten -, bei dem er mit den wichtigsten politischen Führern Frankreichs zusammentreffen wird. Höhepunkt dieses Besuchs wird sein Treffen mit Emmanuel Macron am Montag um 10.30 Uhr sein, gefolgt von einer Pressekonferenz und einem zweiten Treffen am Abend bei einem kleinen Abendessen. Der Kampf gegen den Ter…

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