Schlagwort: A69

  • Greta Thunberg will am Wochenende in Südfrankreich gegen Neubau der Autobahn A69 demonstrieren

    Greta Thunberg will am Wochenende in Südfrankreich gegen Neubau der Autobahn A69 demonstrieren

    Die schwedische Klima- und Umweltaktivistin Greta Thunberg wird am Samstag, dem 10. Februar 2024, an einer Demonstration gegen die geplante Autobahn A69 in Saïx (Departement Tarn) teilnehmen. Die Demonstration soll trotz des Verbots der Präfektur stattfinden.

    Die Gerüchte kursierten schon seit einigen Tagen und nun ist die Information bestätigt worden: Die schwedische Aktivistin gegen die globale Erwärmung, Greta Thunberg, wird an diesem Wochenende im Departement Tarn eintreffen und an einer von den Gegnern der A69 in Saïx organisierten Protestaktion teilnehmen. Und das trotz eines Verbots des Präfekten wegen „der Gefahr größerer Störungen der öffentlichen Ordnung“.

    „Dies ermöglicht es, den Kampf gegen die A69 voll und ganz auf eine internationale Ebene zu heben“.
    Die Autobahngegner sind begeistert, denn dieser Besuch der jungen schwedischen Klima-Aktivistin, ist eine gewichtige Unterstützung für die Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Autobahnprojekt zu stoppen. Mitglieder von der Gruppierung „No Macadam“ erklärten, dass „der Kampf gegen die A69 auf internationaler und nationaler Ebene fortgesetzt wird und dass die Politiker die Konsequenzen ihres Starrsinns zu tragen haben“.

    Chrisophe Ramond, Präsident des Departementsrats des Tarn schrieb: „Liebe Greta Thunberg, im Hinblick auf Ihren Besuch im Departement Tarn möchte ich Sie einladen, sich die Zeit zu nehmen, um zu sehen, was wir alles tun, um im Alltag gegen die globale Erwärmung zu kämpfen (z. B. Pflanzung von mehr als 44.000 Bäumen in diesem Jahr, Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern aller unserer Schulen, Einrichtung von mehr als 40 Fahrgemeinschaftsplätzen, Entwicklung der sanften Mobilität usw.). ) Wir sind in unserem Departement in Aktion, um konkrete und nützliche Antworten zu geben!“, erklärte der Präsident des Departementsrats des Tarn und fügte hinzu: „Die Autobahn A69 entspricht einer lebenswichtigen Notwendigkeit für den Tarn und seine Bewohner. Ja, dieses von allen Ebenen unserer Demokratie bestätigte Bauvorhaben ist für uns unverzichtbar und wir brauchen keinen Nachhilfeunterricht in Sachen nachhaltige Entwicklung.“

    Greta Thunberg wird am Samstagmittag am Ort der Demonstration erwartet, wo die Aktivisten bis zum Abend eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant haben: Reden, gemeinsame Mahlzeiten und Konzerte. Diese Veranstaltungen werden auch am Sonntag fortgesetzt, allerdings ohne Greta, die ihre Reise durch den Südwesten Frankreichs nutzen will, um auch in Bordeaux an einer Demonstration gegen neue Ölförderungen teilzunehmen.

  • A69: Frankreich will in Zeiten der Klimakrise unbedingt neue Autobahnen bauen – ist das sinnvoll?

    A69: Frankreich will in Zeiten der Klimakrise unbedingt neue Autobahnen bauen – ist das sinnvoll?

    Am Montag, dem 16. Oktober, bekräftigte die französische Regierung, den Bau der neuen Autobahn A69 „bis zum Ende“ durchzuführen. Die Autobahn, die Castres mit Toulouse verbinden soll, würde laut Verkehrsminister Clément Beaune von einer „sehr großen Mehrheit“ der örtlichen Bürgermeister unterstützt. Dennoch fand am 21. und 22. Oktober eine weitere Demonstration gegen das Projekt auf der Baustelle statt. Unter verschiedenen Umweltaktivisten und Wissenschaftler wird die neugeplante Autobahn heftig kritisiert. Nach den Zahlen auf der Projektwebsite soll die Autobahnbaustelle zwischen Castres und Toulouse 53 km lang werden. Davon werden 9 km neu gestaltet, 44 km sind wirklich Neubaustrecke. Auf der Strecke werden täglich durchschnittlich 8.000 PKW „und fast 900 Schwerlastfahrzeuge“ erwartet. So gesehen scheint das Projekt nicht im Sinne der Ziele Frankreichs zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen vor dem Hintergrund der Klimakrise zu sein. Ein weiterer umstrittener Punkt ist der eventu…

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  • Neue Autobahn Toulouse-Castres: Tausende Demonstranten und eine Mauer auf der RN 126

    Neue Autobahn Toulouse-Castres: Tausende Demonstranten und eine Mauer auf der RN 126

    Tausende Menschen demonstrierten gestern gegen die geplante Autobahn zwischen Toulouse und Castres. Höhepunkt der Proteste: der Bau einer Mauer mitten auf der RN 216 an der Ausfahrt von Soual.

    Am Ortsausgang von Soual (Tarn) kommt die Menge auf der RN 126 zum Stillstand. Eine kleine Gruppe von etwa zehn Männern, die meisten von ihnen vermummt und schwarz gekleidet, holt aus ihren Umhängetaschen Betonblöcke und Zement. Unter dem Jubel der bis zu  8.500 Demonstranten, die am 22. und 23. April an zweitägigen Protesten gegen den Bau einer Autobahn zwischen Castres und Toulouse teilnehmen, errichteten sie mitten auf der Straße eine etwa einen Meter hohe Mauer. Nachdem sie die Festigkeit der Mauer getestet hatten, sprühten zwei Jugendliche „L’A69 ne passera pas“ (Die A69 wird nicht durchkommen) darauf.

    In der Folge warfen die Aktivisten zu Hunderten Bananenschalen auf den Asphalt, um zu signalisieren, dass sie alles tun würden, um das Straßenprojekt zu Fall zu bringen.

    Geoffrey Tarroux, einer der Anführer der A69-Gegner und Mitglied des Kollektivs „Voie libre“ (Freier Weg), ist der Meinung: „Die Mobilisierung ist außergewöhnlich. Jeder versteht, dass diese Autobahn ein historischer und ökologischer Unsinn ist und den wohlhabenden Klassen vorbehalten ist, da man 17 Euro für Hin- und Rückfahrt zahlen muss, um diesen Abschnitt zu befahren“.

    „Wir sind alle Ökoterroristen“
    Ein paar hundert Mitglieder der sogenannten „schwarzen Blöcke“ skandierten Anti-Polizei-Slogans, die von einem Großteil der Menge aufgegriffen wurden. Ein anderer Slogan war: „Wir sind alle Ökoterroristen“.

    Auf der Demonstration waren auch prominente nationale Politiker anwesend, die sich dem Protest anschlossen. Wie etwa Manuel Bompard von der Partei La France Insoumise oder Sandrine Rousseau, Abgeordnete der EELV (Grüne). „Es war wichtig für mich zu kommen, weil ich gegen dieses Projekt bin. Diese Autobahn ist völlig anachronistisch. Die Entwicklung eines Gebiets über die Straße und das Auto zu denken, in einer Zeit der Vernichtung der Artenvielfalt und der Klimaerwärmung, ist Unsinn! Die Leute, die heute so argumentieren, sind unverantwortlich“, ärgerte sich die Parlamentarierin.

    Auch der Abgeordnete François Piquemal äußerte sich ähnlich: „Diese Verbindung zwischen Toulouse und Castres stammt aus einer anderen Zeit. Dieses Projekt ist ein Ökozid, sozial ungerecht, und das alles nur, um 15 Minuten Fahrzeit zwischen Toulouse und Castres einzusparen.“

    Der Samstagabend wurde mit einer Reihe von Konzerten fortgesetzt, bevor am Sonntag der zweite Aktionstag stattfindet.