Schlagwort: 3D-Drucker

  • Illegale Waffen aus dem 3D-Drucker: Polizei zerschlägt geheime Werkstatt in Pau

    Illegale Waffen aus dem 3D-Drucker: Polizei zerschlägt geheime Werkstatt in Pau

    Was vor wenigen Jahren noch wie ein Szenario aus einem Science-Fiction-Film klang, entwickelt sich zunehmend zu einer realen Herausforderung für die Sicherheitsbehörden. In der südfranzösischen Stadt Pau haben Ermittler eine illegale Werkstatt zur Herstellung von Schusswaffen mit 3D-Druckern ausgehoben. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technik auch für kriminelle Zwecke genutzt wird. Vier junge Männer im Alter zwischen 17 und 21 Jahren gerieten ins Visier der Ermittler. Nach monatelangen Untersuchungen wurden sie festgenommen und wegen verschiedener Verstöße gegen das Waffenrecht angeklagt. Zwei der Beschuldigten sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen führten die Kriminalpolizei von Toulouse gemeinsam mit Beamten aus Pau. Dabei stießen die Fahnder auf eine Werkstatt, in der mithilfe von 3D-Druckern funktionsfähige Schusswaffen hergestellt wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Waffen nicht für den Eigengebrauch bestimmt. Vielmehr sollten sie verkauft…

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  • 3D-Drucker, Waffenfantasien und Angst vor dem Kollaps: Der rätselhafte Fall von Grenoble

    3D-Drucker, Waffenfantasien und Angst vor dem Kollaps: Der rätselhafte Fall von Grenoble

    In Grenoble beschäftigt ein ungewöhnlicher Fall derzeit Ermittler, Juristen und Sicherheitsexperten gleichermaßen. Sechs Männer zwischen 33 und 69 Jahren gerieten ins Visier der französischen Polizei, nachdem sie versucht haben sollen, mit Hilfe eines 3D-Druckers selbstgebaute Schusswaffen herzustellen. Was zunächst wie ein schräges Technikexperiment klingt, offenbart bei genauerem Hinsehen ein Milieu aus Krisenangst, Survivalismus und wachsendem Misstrauen gegenüber Staat und Gesellschaft. Die Ermittlungen liefen über mehrere Monate hinweg unter Leitung der Spezialabteilung für organisierte Kriminalität im Département Isère. Dabei stießen die Beamten auf 3D-Drucker, Baupläne für Waffen und teilweise montierte Prototypen. Voll funktionsfähige Schusswaffen fanden die Ermittler nach bisherigen Erkenntnissen allerdings nicht. Genau dort lag offenbar die technische Grenze des Projekts: Metallläufe und andere entscheidende Bauteile ließen sich mit der vorhandenen Ausrüstung schlicht nicht h…

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  • 3D-gedruckte Waffen: Nicht zurückzuverfolgen und billig in der Herstellung

    3D-gedruckte Waffen: Nicht zurückzuverfolgen und billig in der Herstellung

    Ende Januar wurde in Frankreich und Belgien ein Netzwerk ausgehoben, das mit Waffen, die mit dem 3D-Drucker hergestellt wurden, handelte. Das in den USA entstandene Phänomen beginnt, sich auch in Frankreich zu verbreiten, was bei den Behörden große Besorgnis hervorruft.

    Es ist eine Premiere in Frankreich: Die Behörden haben einen Ring zerschlagen, der mit Waffen handelte, die mit 3D-Druckern hergestellt wurden. 14 Personen wurden vergangene Woche in Frankreich und Belgien festgenommen. Vorausgegangen waren fast einjährige Ermittlungen, die von Marseille aus gesteuert und Gendarmerie-Beamten anvertraut wurden, die auf die Bekämpfung der digitalen Kriminalität spezialisiert sind. Die selbstgebauten und nicht angemeldeten Plastikwaffen wurden über das Internet weiterverkauft.

    Das Phänomen, das vor etwa zehn Jahren in den USA entstand und dort von der Pro-Waffen-Lobby gefördert wurde, beginnt sich auch in Frankreich zu etablieren: eine Veränderung des Waffenhandels, die den Behörden große Sorgen bereitet. Und das aus gutem Grund: Auch wenn sie fast wie Plastikspielzeug mit einem Lauf und Metallschrauben aussehen, sind die sieben Waffen, die letzte Woche von französischen „Cyber“-Gendarmen beschlagnahmt wurden, durchaus in der Lage zu töten. „Die Qualität der Waffen ist gut bis sehr gut, zu 95% sehr nahe an den Originalwaffen“, meint Oberst Hervé Pétry, Leiter der nationalen „Cyber“-Einheit. Eine der beschlagnahmten Waffen wurde in einer Garage hergestellt: Man muss nur ein paar hundert Euro in einen 3D-Drucker investieren und das online verfügbare Herstellungsrezept benutzen.

    „Was an dieser Untersuchung auffällt, ist, dass man mit einer Investition, die nicht hoch ist, Waffen herstellen kann.“ (Pascal Peresse, von der nationalen Einheit „Cyber“ gegenüber dem Sender Franceinfo).

    Eine der Schwierigkeiten bei den Ermittlungen besteht laut Pascal Peresse darin, dass diese Waffen, die über die verschlüsselte Messenger-Software Telegram für rund tausend Euro verkauft wurden, also billiger als eine Kalaschnikow, anschließend als Bausatz in mehreren Paketen verschickt wurden. Vor dem Zusammenbau ist das nicht unbedingt illegal. „Wenn nur ein Teil einer Waffe in Paketen verschickt wird, gibt es nicht unbedingt eine gesetzliche Regelung, die Anwendung findet.“ Noch beunruhigender ist, dass diese Waffen keine Seriennummer haben, sie sind nicht zurückverfolgbar. Sie werden daher auch als „Geisterwaffen“ bezeichnet.

  • Sicherheit: Handfeuerwaffen mit 3D-Druckern hergestellt

    Sicherheit: Handfeuerwaffen mit 3D-Druckern hergestellt

    Der französischer TV-Sender France 2 befasst sich mit Waffen, die mithilfe von 3D-Druckern hergestellt werden. Baupläne für verschiedene Modelle sind im Internet verfügbar.

    In nur wenigen Arbeitsstunden und mit einer einfachen Plastikspule kann ein 3D-Drucker eine Handfeuerwaffe herstellen, die leicht ist und keine Seriennummer hat. Am Montag, dem 11. Dezember, verhandelte das Gericht in Créteil (Val-de-Marne) gegen einen 24-jährigen Mann wegen des Verdachts, eine halbautomatische Pistole aus dem 3D-Drucker zu besitzen. Der Mann behauptete, sie für 900 Euro gekauft zu haben, um sich selbst zu verteidigen. „Das ist ein Phänomen, das zunehmen könnte, wenn nichts unternommen wird“, sagt Eric Henry, nationaler Delegierter von Alliance Police nationale gegenüber dem Sender France 2.

    In einem Labor der Polizei erfassen, sezieren und testen Ballistikexperten handgefertigte, aber sehr effiziente Modelle. Die Fertigungspläne verschiedener Modelle sind im Internet zugänglich. Aber auch diese Waffen müssen um zu funktionieren Metallteile enthalten, die in Sicherheitsschleusen klingeln. In Frankreich werden die Herstellung und der Besitz solcher Waffen mit bis zu fünf Jahren Haft und 75.000 EUR Geldstrafe bestraft.