Schlagwort: 1. Weltkrieg

  • Der 6. Dezember: Wendepunkte, Entdeckungen und Traditionen in der Geschichte

    Der 6. Dezember: Wendepunkte, Entdeckungen und Traditionen in der Geschichte

    Der 6. Dezember ist ein Datum, das in der Geschichte sowohl in Frankreich als auch weltweit bedeutende Ereignisse verzeichnet. Von politischen Umwälzungen über kulturelle Meilensteine bis hin zu wissenschaftlichen Entdeckungen – dieser Tag hat Spuren hinterlassen, die bis heute nachwirken.

    Frankreich: Trennung von Kirche und Staat

    Am 6. Dezember 1905 stimmte der französische Senat einem Gesetz zu, das die Trennung von Kirche und Staat festlegte. Dieses Gesetz markierte einen entscheidenden Schritt in der französischen Geschichte, indem es die Laizität des Staates etablierte und die religiöse Neutralität in öffentlichen Angelegenheiten sicherstellte. Die Trennung von Kirche und Staat ist seither ein Grundpfeiler der französischen Republik.

    Weltweit: Unabhängigkeit Finnlands

    Am 6. Dezember 1917 erklärte das finnische Parlament in Helsinki die Unabhängigkeit Finnlands von Russland. Dieser Schritt erfolgte inmitten der politischen Umwälzungen, die durch die Russische Revolution ausgelöst wurden, und führte zur Gründung eines souveränen finnischen Staates. Der 6. Dezember wird seitdem als finnischer Unabhängigkeitstag gefeiert.

    Erster Weltkrieg: Einnahme von Bukarest

    Ebenfalls am 6. Dezember 1916, während des Ersten Weltkriegs, marschierten die Truppen der Mittelmächte in die rumänische Hauptstadt Bukarest ein. Dieser militärische Erfolg hatte bedeutende strategische Auswirkungen auf den Kriegsverlauf in Osteuropa.

    Kulturelle Ereignisse: Entdeckung der Nofretete-Büste

    Am 6. Dezember 1912 wurde die berühmte Büste der ägyptischen Königin Nofretete von deutschen Archäologen entdeckt. Diese Entdeckung gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts und bietet einen faszinierenden Einblick in die Kunst und Kultur des alten Ägypten.

    Technologische Fortschritte: Erste Herztransplantation in den USA

    Am 6. Dezember 1967 führte Dr. Adrian Kantrowitz die erste Herztransplantation in den Vereinigten Staaten durch. Dieser medizinische Durchbruch markierte einen bedeutenden Fortschritt in der Transplantationsmedizin und eröffnete neue Möglichkeiten in der Behandlung von Herzkrankheiten.

    Tragische Ereignisse: Das Massaker an der École Polytechnique

    Am 6. Dezember 1989 ereignete sich das Massaker an der École Polytechnique in Montreal, Kanada, bei dem 14 junge Frauen von einem antifeministischen Attentäter ermordet wurden. Dieses tragische Ereignis führte zu einer intensiven Debatte über Waffenkontrolle und Gewalt gegen Frauen und wird jährlich am Nationalen Tag des Gedenkens und der Aktion gegen Gewalt an Frauen in Kanada erinnert.

    Nikolaustag: Ein internationaler Brauch

    Der 6. Dezember ist auch als Nikolaustag bekannt, an dem in vielen Ländern der heilige Nikolaus gefeiert wird. Kinder stellen ihre geputzten Schuhe oder Stiefel vor die Tür, in der Hoffnung, dass sie mit Süßigkeiten oder kleinen Geschenken gefüllt werden. Dieser Brauch ist in verschiedenen Kulturen verbreitet und symbolisiert Großzügigkeit und Nächstenliebe.

    Fazit

    Der 6. Dezember ist ein Datum, das eine Vielzahl bedeutender historischer Ereignisse umfasst. Von politischen Entscheidungen in Frankreich über internationale Unabhängigkeitsbewegungen bis hin zu kulturellen und wissenschaftlichen Meilensteinen – dieser Tag spiegelt die Vielfalt der menschlichen Geschichte wider. Er erinnert uns daran, wie vergangene Ereignisse unsere Gegenwart formen und wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen.

  • 18. November: Ein Streifzug durch die Geschichte

    18. November: Ein Streifzug durch die Geschichte

    Der 18. November hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche bedeutende Ereignisse hervorgebracht, die sowohl die Weltgeschichte als auch die Geschichte Frankreichs geprägt haben. Ein Blick auf einige dieser Ereignisse zeigt die Vielfalt und Tragweite dieses Datums.

    Weltweite Ereignisse

    • 1626: Die neue Peterskirche in Rom wird geweiht. Nach über einem Jahrhundert Bauzeit ersetzt sie die alte Basilika und wird zum Zentrum der katholischen Christenheit.
    • 1803: In der Schlacht von Vertières besiegen die haitianischen Truppen unter Jean-Jacques Dessalines die französischen Kolonialmächte. Dieser Sieg führt zur Unabhängigkeit Haitis und macht es zur ersten von ehemaligen Sklaven gegründeten Republik.
    • 1883: In den USA und Kanada führen die Eisenbahngesellschaften fünf standardisierte Zeitzonen ein, um den Fahrplanbetrieb zu vereinfachen. Diese Maßnahme bildet die Grundlage für das heutige Zeitzonensystem.
    • 1916: Die Schlacht an der Somme, eine der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs, endet nach fünf Monaten. Mit über einer Million Toten und Verwundeten markiert sie einen Wendepunkt im Kriegsgeschehen.
    • 1932: In der Ukraine beginnt die Hungersnot, bekannt als Holodomor, die Millionen von Menschenleben fordert. Diese Tragödie wird oft als Folge der sowjetischen Politik unter Josef Stalin betrachtet.

    Ereignisse in Frankreich

    • 1799: Am 18. Brumaire VIII des französischen Revolutionskalenders (9. November 1799) führt Napoleon Bonaparte einen Staatsstreich durch, der das Direktorium stürzt und ihn zum Ersten Konsul macht. Dieses Ereignis markiert das Ende der Französischen Revolution und den Beginn des Konsulats.
    • 1876: Frankreich und Großbritannien übernehmen die Schuldenverwaltung Ägyptens, nachdem das Land seinen Staatsbankrott erklärt hat. Diese Intervention führt später zur britischen Besetzung Ägyptens.
    • 1901: Der zweite Hay-Pauncefote-Vertrag zwischen Großbritannien und den USA sichert den Vereinigten Staaten die alleinigen Rechte am Bau und Betrieb des Panamakanals. Dieser Vertrag hebt den Clayton-Bulwer-Vertrag von 1850 auf.
    • 1961: Die französische Regierung leitet umfassende Maßnahmen gegen die rechtsgerichtete Organisation OAS (Organisation de l’Armée Secrète) ein, die gegen die Unabhängigkeit Algeriens kämpft. Premierminister Michel Debré weist die Präfekten an, jegliche Sympathiekundgebungen für die OAS zu unterbinden.
    • 1989: In Paris findet ein informeller EG-Sondergipfel statt, bei dem die Entwicklungen in Osteuropa diskutiert werden. Frankreich spielt eine zentrale Rolle in den Gesprächen über die politische Neuordnung Europas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.

    Geburtstage bedeutender Persönlichkeiten

    • 1787: Louis Daguerre, französischer Maler und Physiker, wird geboren. Er gilt als einer der Pioniere der Fotografie und entwickelte das nach ihm benannte Daguerreotypie-Verfahren.
    • 1836: W. S. Gilbert, britischer Dramatiker und Librettist, bekannt für seine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Arthur Sullivan, wird geboren.
    • 1901: George Gallup, US-amerikanischer Meinungsforscher und Gründer des Gallup-Instituts, erblickt das Licht der Welt.

    Todestage bedeutender Persönlichkeiten

    • 1886: Chester A. Arthur, der 21. Präsident der Vereinigten Staaten, stirbt.
    • 1922: Marcel Proust, französischer Schriftsteller und Autor des Werkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, verstirbt.
    • 1976: Man Ray, US-amerikanischer Fotograf und Künstler, bekannt für seine Beiträge zur Dada- und Surrealismus-Bewegung, stirbt in Paris.

    Der 18. November ist somit ein Datum, das zahlreiche bedeutende Ereignisse und Persönlichkeiten in der Geschichte vereint. Von politischen Umwälzungen über kulturelle Meilensteine bis hin zu wissenschaftlichen Durchbrüchen – dieser Tag spiegelt die Vielfalt und Dynamik der menschlichen Geschichte wider.

  • Paris: 11. November-Gedenkfeier im Zeichen Europas

    Paris: 11. November-Gedenkfeier im Zeichen Europas

    Die Gedenkfeiern zum 11. November fanden in diesem Jahr in einem besonderen Kontext statt – mit dem Krieg, der wieder auf europäischem Boden wütet. Präsident Emmanuel Macron und Michel Barnier nutzten die Gelegenheit, um wichtige Botschaften über die Rolle und Notwendigkeit eines geeinten Europas zu vermitteln. Die französisch-britische Freundschaft im Mittelpunkt Emmanuel Macron beging die Zeremonie gemeinsam mit dem britischen Premierminister Keir Starmer am Arc de Triomphe in Paris. Dort legten sie zusammen einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten nieder und entzündeten die ewige Flamme der Erinnerung. Ein symbolischer Akt, der die enge Verbindung zwischen Frankreich und Großbritannien unterstreicht – gerade in einem Jahr, in dem das 120. Jubiläum der Entente cordiale, des historischen Freundschaftsabkommens zwischen den beiden Ländern, gefeiert wird. Das Élysée erklärte, das Thema der Zeremonie sei die „französisch-britische Freundschaft“, ein Zeichen für die fortdauernde Solid…

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  • Gedenken am 11. November in Paris: Macron und Starmer ehren die Gefallenen des 1. Weltkriegs

    Gedenken am 11. November in Paris: Macron und Starmer ehren die Gefallenen des 1. Weltkriegs

    Zum 106. Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 kamen der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer auf den Champs-Élysées in Paris zusammen, um die Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs zu ehren. Gleichzeitig feierten sie den 120. Jahrestag der Entente Cordiale – eines Abkommens zwischen Frankreich und Großbritannien, das am 8. April 1904 zur Beilegung kolonialer Streitigkeiten unterzeichnet wurde und den Grundstein für die heutige enge Partnerschaft legte. Neben der offiziellen Gedenkzeremonie bot das Treffen auch Raum für aktuelle politische Themen. Die beiden Staatschefs sprachen über die Lage in der Ukraine sowie über die Situation im Nahen Osten. In Bezug auf die Ukraine bekräftigten Macron und Starmer laut französischer Präsidentschaft ihre „Entschlossenheit, Kiew bedingungslos und so lange wie nötig zu unterstützen“. Diese Aussage gewinnt an Gewicht angesichts der unsicheren Zukunft der US-Militärhilfe unter einem möglichen e…

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  • Heute in der Geschichte: 11. November – Gedenken, Waffenstillstand und ein Ende mit neuem Anfang

    Heute in der Geschichte: 11. November – Gedenken, Waffenstillstand und ein Ende mit neuem Anfang

    Der 11. November ist ein Datum, das sich tief in das historische Gedächtnis vieler Nationen eingebrannt hat. Besonders in Europa und den Vereinigten Staaten sowie in Frankreich ist dieser Tag als Gedenktag für das Ende des Ersten Weltkriegs von großer Bedeutung. Am 11. November 1918 trat der Waffenstillstand in Kraft, der den blutigen Konflikt beendete und die politische Landschaft Europas nachhaltig veränderte. Darüber hinaus ist der 11. November in Frankreich und anderen Ländern ein Tag der Erinnerung und des Innehaltens, aber auch des Neuanfangs in verschiedenen Bereichen. Ein Blick auf einige der bedeutendsten Ereignisse, die an diesem Tag stattfanden, zeigt die große symbolische Kraft dieses Datums.

    11. November 1918: Der Waffenstillstand von Compiègne

    Am 11. November 1918 unterzeichneten Vertreter des Deutschen Reiches und der Alliierten im nordfranzösischen Compiègne das Waffenstillstandsabkommen, das den Ersten Weltkrieg beendete. Der Vertrag trat um 11 Uhr morgens in Kraft, und der „Große Krieg“, der Millionen Menschenleben gefordert und weite Teile Europas verwüstet hatte, kam offiziell zum Stillstand. Dieser Waffenstillstand war zwar kein Friedensvertrag, doch er legte den Grundstein für die Friedensverhandlungen von Versailles, die sieben Monate später beginnen sollten.

    In Frankreich und anderen Ländern der Alliierten wird der 11. November seither als „Armistice Day“ (Tag des Waffenstillstands) begangen. Der Tag ist ein nationales Symbol für Opferbereitschaft und die Hoffnung auf Frieden. Besonders in Frankreich, das während des Krieges massive Verluste und Zerstörungen erlitten hatte, ist der 11. November ein Tag des Gedenkens, an dem das Land seinen gefallenen Soldaten Respekt zollt. In Paris wird jährlich eine Gedenkzeremonie am Arc de Triomphe abgehalten, an der auch das „ewige Licht“ des unbekannten Soldaten entzündet wird. Bis heute versammeln sich Menschen in ganz Frankreich, um mit Schweigeminuten und Kranzniederlegungen an die Opfer zu erinnern und den Frieden zu würdigen.

    Ein internationales Gedenken an die Opfer des Krieges

    Auch in anderen Teilen der Welt ist der 11. November ein Tag des Erinnerns. In Großbritannien und den Commonwealth-Staaten wird er als „Remembrance Day“ oder „Poppy Day“ begangen. Hier ist das Mohnblumen-Symbol allgegenwärtig – ein Zeichen des Gedenkens an die Soldaten, die ihr Leben auf den Schlachtfeldern Europas ließen. Menschen tragen Mohnblumen als Anstecknadeln, und es gibt Gedenkfeiern an zahlreichen Denkmälern. In den USA wird der Tag als „Veterans Day“ gefeiert, ein nationaler Feiertag, an dem alle Veteranen der amerikanischen Streitkräfte geehrt werden. Auch hier wird die Bedeutung des Friedens und die Erinnerung an die Opfer des Krieges in den Vordergrund gestellt.

    Frankreich und der 11. November: Ein Tag der nationalen Erinnerung

    In Frankreich hat der 11. November eine besondere historische und emotionale Bedeutung. Jedes Jahr nehmen die höchsten Staatsvertreter und die Öffentlichkeit an Gedenkzeremonien teil, um die rund 1,4 Millionen gefallenen Soldaten des Landes zu ehren. Viele Franzosen legen Mohnblumen am Grab des unbekannten Soldaten nieder, der unter dem Arc de Triomphe in Paris ruht. Dieser Tag ist nicht nur eine Gelegenheit, an den Ersten Weltkrieg zu erinnern, sondern auch an die Werte von Freiheit und Demokratie, die Frankreich bis heute hochhält.

    Seit 2012 hat Frankreich den 11. November zudem als Tag des Gedenkens an alle Soldaten erweitert, die in verschiedenen Konflikten für das Land gefallen sind. Diese Entscheidung unterstreicht die Verbundenheit und Solidarität, die das französische Volk mit seinen Verteidigern empfindet, und betont zugleich die Wichtigkeit von Frieden und Stabilität in einer Welt, die von Konflikten geprägt bleibt.

    11. November 1919: Die Gründung des Volkstrauertags in Deutschland

    Ein Jahr nach dem Waffenstillstand wurde in Deutschland erstmals ein „Volkstrauertag“ eingeführt, der an die Opfer des Ersten Weltkriegs und die deutschen Soldaten erinnern sollte. In den frühen 1920er Jahren wurde dieser Gedenktag jedes Jahr im November abgehalten, wobei die genaue Terminierung je nach Region variierte. Der Tag symbolisiert auch die besondere Verantwortung, die Deutschland als Verursacher des Krieges empfand, und ist bis heute ein wichtiger Moment der Erinnerung und Reflexion in Deutschland.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Volkstrauertag auf die Opfer beider Weltkriege und des Nationalsozialismus ausgeweitet und wird heute zwei Wochen vor dem ersten Advent als offizieller Gedenktag begangen.

    Ein weiterer geschichtlicher Moment: Die Hinrichtung von Jeanne d’Arc im Jahr 1431

    Der 11. November hat nicht nur in der modernen Geschichte Bedeutung. Ein bedeutendes Ereignis in der französischen Geschichte ereignete sich ebenfalls an diesem Datum: Der Prozess gegen Jeanne d’Arc, die französische Nationalheldin, begann am 11. November 1431. Jeanne d’Arc, bekannt als die „Jungfrau von Orléans“, führte die französischen Truppen im Hundertjährigen Krieg gegen die Engländer und spielte eine entscheidende Rolle bei der Befreiung Frankreichs. Sie wurde jedoch schließlich von den Engländern gefangen genommen, wegen Ketzerei verurteilt und 1431 verbrannt.

    Die Figur von Jeanne d’Arc ist bis heute ein Symbol für den französischen Widerstand und die nationale Identität. Ihr Mut und ihre Loyalität gegenüber Frankreich haben sie zu einer verehrten Persönlichkeit gemacht, die das französische Volk über Generationen hinweg inspiriert hat.

    11. November 1975: Die Unabhängigkeit Angolas

    Ein weiteres Ereignis, das den 11. November prägt, ist die Unabhängigkeit Angolas im Jahr 1975. Nach einem langen und blutigen Unabhängigkeitskrieg gegen die portugiesische Kolonialherrschaft erlangte Angola an diesem Tag seine Freiheit. Die Unabhängigkeitserklärung am 11. November wurde von Agostinho Neto, dem ersten Präsidenten Angolas, verkündet. Doch die Freude über die Unabhängigkeit war nur von kurzer Dauer – das Land stürzte in einen Bürgerkrieg, der bis 2002 andauerte und schwere Verwüstungen und humanitäre Krisen hinterließ.

    Der 11. November ist in Angola dennoch ein nationaler Feiertag, der die Befreiung von kolonialer Unterdrückung feiert und an die Stärke und das Durchhaltevermögen des angolanischen Volkes erinnert.

    11. November: Ein Tag voller Bedeutung und Erinnerung

    Der 11. November ist mehr als ein Datum in der Geschichte – er steht für das Ende eines globalen Krieges, für Frieden und Erinnerung und für die nationale Identität vieler Länder. In Frankreich ist der Tag sowohl ein Moment der Trauer als auch der Verbundenheit und symbolisiert die Opferbereitschaft und den Mut der Soldaten, die für ihr Land kämpften. Der 11. November erinnert uns daran, dass die Vergangenheit stets Teil der Gegenwart bleibt und dass Gedenken und Erinnerung essenziell sind, um die Zukunft friedlich zu gestalten.

    Ob als Armistice Day, Remembrance Day oder Veterans Day – der 11. November mahnt dazu, die Schrecken des Krieges niemals zu vergessen und die Errungenschaften des Friedens zu bewahren.

  • Heute in der Geschichte: 7. November – Revolution, Wissenschaft und Kriegsende

    Heute in der Geschichte: 7. November – Revolution, Wissenschaft und Kriegsende

    Der 7. November ist ein Datum, das weltweit mit bedeutsamen Ereignissen verbunden ist. An diesem Tag wurden politische Umwälzungen angestoßen, wissenschaftliche Meilensteine erreicht und entscheidende Wendungen in Kriegen herbeigeführt. Besonders in Frankreich war der 7. November mehrfach ein Schlüsseldatum der Geschichte, doch auch international prägten zahlreiche Ereignisse diesen Tag. Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen in die wichtigsten Ereignisse und ihre Auswirkungen – von der russischen Oktoberrevolution über wissenschaftliche Entdeckungen bis zu historischen Wendepunkten.

    Die Oktoberrevolution 1917 in Russland

    Am 7. November 1917 brach in Russland die Oktoberrevolution aus, die eines der bedeutendsten politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts darstellt. Es mag verwirrend sein – wie kam es, dass eine Oktoberrevolution im November stattfand? Das liegt am damals in Russland gültigen Julianischen Kalender, der 13 Tage hinter dem heute üblichen Gregorianischen Kalender zurücklag. In diesem Kontext fiel der „25. Oktober“ des Julianischen Kalenders auf den 7. November 1917.

    Die Bolschewiki unter der Führung von Wladimir Iljitsch Lenin und Leo Trotzki übernahmen an diesem Tag die Macht. Sie stürmten den Winterpalast in Petrograd (heute St. Petersburg), der als Sitz der provisorischen Regierung fungierte. Diese „Rote Revolution“ führte zum Zusammenbruch der kurzlebigen Regierung und schließlich zur Entstehung der Sowjetunion.

    Die Oktoberrevolution veränderte die Welt nachhaltig. Die neue sozialistische Regierung setzte radikale Reformen um, verstaatlichte Industrien und verteilte Land an die Bauern. Die Auswirkungen reichten weit über die Grenzen Russlands hinaus und inspirierten Arbeiterbewegungen und sozialistische Bewegungen weltweit. Sie legte den Grundstein für den Kommunismus, der später eine der beiden großen politischen und ideologischen Mächte im Kalten Krieg wurde.

    Marie Curies Nobelpreis 1911

    Ein weiteres bedeutendes Ereignis am 7. November ist die Auszeichnung von Marie Curie, die 1911 ihren zweiten Nobelpreis erhielt – diesmal in Chemie für ihre Entdeckung der Elemente Radium und Polonium. Ihre Forschung markierte einen revolutionären Fortschritt im Bereich der Radioaktivität, einer Wissenschaft, die Curie selbst mitbegründet hatte. Sie war damit die erste Person und bleibt bis heute eine von nur wenigen, die den Nobelpreis in zwei verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen erhielt.

    Marie Curie, die aus Polen stammte und später französische Staatsbürgerin wurde, musste als Frau außergewöhnliche Hürden überwinden, um sich in der akademischen Welt durchzusetzen. Ihre Entdeckungen führten nicht nur zur Entwicklung neuer wissenschaftlicher Disziplinen, sondern hatten auch weitreichende medizinische und technologische Anwendungen – von der Krebstherapie bis zur Atomphysik. Ihr Wirken trug dazu bei, die Rolle der Frauen in den Wissenschaften grundlegend zu verändern.

    Der Erste Weltkrieg und die Schlacht von Vittorio Veneto, 1918

    Am 7. November 1918, nur wenige Tage vor dem Waffenstillstand, der den Ersten Weltkrieg offiziell beendete, erzielten die Alliierten bei der Schlacht von Vittorio Veneto einen entscheidenden Sieg über das österreichisch-ungarische Heer. Diese Schlacht markierte den militärischen Zusammenbruch der Doppelmonarchie, die sich wenige Tage später zur Kapitulation gezwungen sah. Damit löste sich ein Großreich auf, das über Jahrhunderte die politischen und kulturellen Entwicklungen Mitteleuropas geprägt hatte.

    In Italien gilt der Sieg bei Vittorio Veneto als symbolischer Moment, der den Ersten Weltkrieg auf der italienischen Front beendete. Der 7. November 1918 steht daher für den letzten Atemzug des Krieges, der Millionen das Leben gekostet und Europa in seinen Grundfesten erschüttert hatte.

    Frankreich: Der Fall des Generals Georges Boulanger, 1889

    Auch in Frankreich war der 7. November ein symbolträchtiges Datum. An diesem Tag im Jahr 1889 verließ der umstrittene französische General Georges Boulanger Frankreich und floh nach Brüssel. Boulanger, eine charismatische Figur, war eine Zeit lang ein Hoffnungsträger für konservative und nationalistische Kräfte in Frankreich, die mit dem republikanischen System unzufrieden waren und eine starke Führung forderten.

    Boulanger hatte eine breite Anhängerschaft aufgebaut und war durch seinen populistischen Stil und seine rhetorische Brillanz fast zu einer Bedrohung für die Dritte Republik geworden. Der Begriff „Boulangismus“ steht seither für Bewegungen, die populistische und autoritäre Elemente vereinen und bestehende politische Ordnungen herausfordern. Sein plötzlicher Fall am 7. November 1889 markierte das Ende einer politischen Bewegung, die Frankreichs Demokratie in einer Phase der politischen Instabilität fast zum Einsturz gebracht hätte.

    Der 7. November und die Welt der Künste

    Neben Politik und Wissenschaft hat der 7. November auch in der Kunstgeschichte Spuren hinterlassen. Im Jahr 1913 erlebte die Welt die Uraufführung von Jean Cocteaus revolutionärem Ballett „Parade“ in Paris, für das Pablo Picasso die Kostüme und das Bühnenbild entworfen hatte. Mit diesem Werk wollte Cocteau die klassische Kunstwelt aufrütteln – und er schaffte es, das Pariser Publikum zu schockieren. Die Mischung aus kubistischen Elementen und modernen Tänzen galt als Provokation, die das französische Publikum spaltete und die Grenzen der Kunst neu definierte.

    Cocteau und Picasso traten mit „Parade“ der bürgerlichen Gesellschaft der damaligen Zeit entgegen und belebten die künstlerische Avantgarde. Der 7. November 1913 steht daher als ein Symbol für die Befreiung der Kunst von traditionellen Grenzen und für die Entstehung neuer Ausdrucksformen.

    Die Bedeutung des 7. November in der US-amerikanischen Geschichte

    In den Vereinigten Staaten ist der 7. November ebenfalls ein Datum von großer historischer Bedeutung. 1944 wurde an diesem Tag Franklin D. Roosevelt zum vierten Mal zum Präsidenten gewählt, ein historisches Novum in der amerikanischen Geschichte, das es bis heute nicht wieder gegeben hat. Roosevelt führte das Land durch die Große Depression und den Zweiten Weltkrieg. Seine Wiederwahl im Jahr 1944, nur ein Jahr vor seinem Tod, markierte einen Höhepunkt seiner politischen Karriere und die ungebrochene Unterstützung des amerikanischen Volkes.

    Sein Erfolg am 7. November zeigt die enorme Popularität seiner Politik und das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde, um die Welt durch die dramatischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts zu führen.

    Ein Tag voller Umwälzungen und Erinnerungen

    Der 7. November ist ein Tag, der sich tief in die Geschichtsbücher eingebrannt hat. Ob durch revolutionäre politische Umstürze, wissenschaftliche Durchbrüche oder symbolische Siege – dieses Datum zeigt, wie vielfältig und tiefgreifend der Lauf der Geschichte sein kann.

    Eines wird beim Blick auf den 7. November klar: Es sind diese markanten Tage, die uns daran erinnern, wie schnell die Welt sich verändern kann.

  • Der 3. November: Schlüsselereignisse in Frankreich und der Welt

    Der 3. November: Schlüsselereignisse in Frankreich und der Welt

    Manchmal reihen sich die großen Ereignisse der Geschichte wie Perlen an einem einzigen Tag auf. Am 3. November, so zeigt ein Blick zurück, spielten sich über die Jahrhunderte hinweg einige entscheidende Wendepunkte ab – in Frankreich und weit darüber hinaus. Von der Reformation bis zur modernen Zeitgeschichte: Hier ein Überblick über einige markante Geschehnisse, die den 3. November im Lauf der Jahrhunderte geprägt haben.

    Der 3. November 1534: Beginn der französischen Religionskriege

    Der 3. November des Jahres 1534 markiert einen kritischen Punkt in der Geschichte Frankreichs und seiner religiösen Konflikte. Damals war das Land tief gespalten: Die religiöse Spannung zwischen Katholiken und Protestanten, die auch Hugenotten genannt wurden, hatte gefährliche Ausmaße angenommen. Es war die Zeit, in der Martin Luthers Schriften in Europa hohe Wellen schlugen. Die Hugenotten, beeinflusst von Luthers Reformation, forderten eine Reform der katholischen Kirche und wurden von der katholischen Mehrheit in Frankreich als Bedrohung angesehen.

    An diesem 3. November ergriff der französische König Franz I. drastische Maßnahmen. Nach einer Reihe von sogenannten „Plakatanschlägen“ – Protestschriften, die in ganz Frankreich verteilt und aufgehängt worden waren – ließ der König eine Reihe von Verhaftungen und Hinrichtungen anordnen. Die Gewalt und Repression gegen die Hugenotten verschärfte sich dadurch massiv, was schließlich in den blutigen Hugenottenkriegen mündete, die Frankreich fast ein Jahrhundert lang heimsuchten. Ein Funke, der einen Flächenbrand auslöste: Die Ereignisse dieses Tages gelten als Beginn einer der schlimmsten religiösen Konfliktphasen, die Frankreich jemals durchlebte.

    Der 3. November 1793: Die Hinrichtung der Olympe de Gouges

    Ein weiterer 3. November, der für die französische Geschichte Bedeutung hat, fand 1793 während der Französischen Revolution statt. Die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Olympe de Gouges, die Autorin der „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“, wurde an diesem Tag auf der Guillotine hingerichtet. Ihre Schriften und Forderungen nach Gleichberechtigung waren provokativ – zu provokativ für die radikalen Revolutionäre ihrer Zeit, die weibliche politische Partizipation und Gleichstellung ablehnten.

    Olympe de Gouges, eine Pionierin des Feminismus, kritisierte in ihren Schriften die Führung der Revolution und forderte, dass Frauen die gleichen politischen Rechte erhalten sollten wie Männer. Ihr Einsatz für die Rechte von Frauen und Minderheiten brachte ihr die Feindschaft der radikalen Jakobiner ein, die sie schließlich unter dem Vorwurf des Hochverrats verhafteten und hinrichteten. Mit ihrer Hinrichtung verlor Frankreich eine der mutigsten Stimmen für soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung – und doch blieb ihr Gedankengut unsterblich und wirkt bis heute nach.

    Der 3. November 1918: Österreich-Ungarns Kapitulation im Ersten Weltkrieg

    Nicht nur Frankreich, sondern die gesamte Welt war am 3. November 1918 im Umbruch, als das Ende des Ersten Weltkriegs in greifbare Nähe rückte. Nach über vier Jahren eines verheerenden Krieges unterschrieb Österreich-Ungarn an diesem Tag das Waffenstillstandsabkommen von Villa Giusti mit Italien. Das Habsburgerreich, das einst zu den größten Mächten Europas gezählt hatte, lag zerrüttet am Boden und war faktisch zusammengebrochen.

    Mit diesem Abkommen, das am 3. November in Kraft trat, kapitulierte Österreich-Ungarn und akzeptierte weitreichende Gebietsverluste und den Abzug seiner Truppen. Das Abkommen bedeutete das offizielle Ende der Kampfhandlungen an der Italienfront und läutete die endgültige Auflösung des österreichisch-ungarischen Reichs ein. Ein Reich, das seit Jahrhunderten Europa geprägt hatte, zerbrach in Folge des Krieges und durchlief einen radikalen Wandel – mit weitreichenden Folgen für die politische Landschaft Europas.

    Der 3. November 1957: Laika, die erste Hündin im All

    Am 3. November 1957 machte die Sowjetunion einen weiteren Schritt im Rennen um die Eroberung des Weltraums und schrieb dabei Geschichte – allerdings auch eine sehr umstrittene. Der Sputnik 2 startete mit einem besonderen Passagier an Bord: Laika, eine Hündin, die zum ersten Lebewesen wurde, das die Erde umrundete. Doch dieser Meilenstein der Raumfahrt war ein bittersüßer Erfolg.

    Laika, ein Straßenhund aus Moskau, wurde ausgewählt, um die Strapazen einer Weltraummission zu testen. Die Bedingungen der Mission waren jedoch alles andere als sicher: Es war von Anfang an klar, dass Laika den Flug nicht überleben würde, da es keine Rückkehrkapsel gab. Obwohl die Mission technische Erkenntnisse über die Lebensbedingungen im Weltraum lieferte, wurde sie gleichzeitig heftig kritisiert. Laikas Tod erregte international Proteste und entfachte eine Debatte über den Einsatz von Tieren in der Wissenschaft. Dennoch markierte der 3. November 1957 einen wichtigen Moment in der Geschichte der Raumfahrt und bereitete den Weg für spätere bemannte Missionen.

    Der 3. November 1992: Bill Clinton wird zum US-Präsidenten gewählt

    Ein weiterer 3. November, diesmal aus der jüngeren Vergangenheit, brachte 1992 eine politische Wende in den Vereinigten Staaten. An diesem Tag wurde der Demokrat Bill Clinton zum Präsidenten der USA gewählt und löste damit den Republikaner George H. W. Bush ab. Mit Clintons Wahl endete eine zwölfjährige Ära republikanischer Führung im Weißen Haus.

    Clinton versprach damals, die Wirtschaft anzukurbeln und das amerikanische Sozial- und Gesundheitswesen zu reformieren. Seine Wahl markierte auch einen Wechsel zu einer moderneren, medienbewussteren Politik: Clinton verstand es, durch seine lockere und nahbare Art viele junge Wähler zu mobilisieren. Trotz zahlreicher politischer Erfolge, darunter eine signifikante Reduktion des Haushaltsdefizits, wurde seine Amtszeit auch von Skandalen überschattet, die seine Präsidentschaft herausforderten. Dennoch bleibt der 3. November 1992 als Beginn einer Ära politischer Erneuerung in der amerikanischen Geschichte verankert.

    Der 3. November 2020: Die polarisierende US-Wahl zwischen Trump und Biden

    Und schließlich, ein weiteres jüngeres Datum, das weltweit für Spannungen und eine neue Spaltung in der US-Gesellschaft sorgte: die Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 zwischen dem amtierenden Präsidenten Donald Trump und dem Herausforderer Joe Biden. Diese Wahl war nicht nur eine politische Entscheidung, sondern ein Spiegel der tiefen gesellschaftlichen Spaltungen in den USA.

    Die Pandemie und wirtschaftliche Krisen hatten das Land gespalten, und beide Kandidaten standen für völlig gegensätzliche Wege. Joe Biden, der ehemalige Vizepräsident unter Barack Obama, versprach, das Land nach Jahren der Polarisierung zu einen. Trump hingegen kämpfte um eine zweite Amtszeit, doch letztlich gewann Biden die Wahl. Die Ereignisse am 3. November 2020 leiteten ein turbulentes politisches Jahr in den USA ein, das mit den kontroversen Ereignissen rund um den Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 noch lange nicht abgeschlossen war.

    Ein Tag, der Geschichte schrieb

    Ein Tag, viele Wendepunkte. Der 3. November hat in der Weltgeschichte immer wieder Momente des Umbruchs, der Innovation, aber auch der Gewalt hervorgebracht. Ob die dramatische Hinrichtung einer mutigen Vorkämpferin, der Aufstieg und Fall von politischen Mächten, ein todesmutiger Hund im All oder der Beginn einer der polarisierendsten Epochen in der US-Politik – der 3. November zeigt, wie eng Freude und Tragik, Wandel und Beständigkeit miteinander verflochten sind.

  • Heute in der Geschichte: 4. Oktober – Ereignisse in Frankreich und weltweit

    Heute in der Geschichte: 4. Oktober – Ereignisse in Frankreich und weltweit

    Der 4. Oktober war im Laufe der Geschichte oft ein Schlüsseldatum, an dem entscheidende Entwicklungen stattfanden. Politische Umwälzungen, wissenschaftliche Durchbrüche und kulturelle Höhepunkte prägten diesen Tag weltweit – auch in Frankreich. Wir werfen einen Blick auf einige der markantesten Ereignisse, die sich an diesem Datum zugetragen haben.

    Der 4. Oktober in Frankreich: Vom Königreich zur Republik

    Frankreich, mit seiner turbulenten Geschichte, bietet für den 4. Oktober eine Reihe von faszinierenden Wendepunkten, die das politische und gesellschaftliche Gefüge des Landes stark beeinflussten.

    1958: Die Geburtsstunde der Fünften Republik

    Am 4. Oktober 1958 wurde die Verfassung der Fünften Republik in Frankreich offiziell in Kraft gesetzt. Diese neue politische Ordnung sollte die Macht des Präsidenten gegenüber dem Parlament stärken und Stabilität in die französische Politik bringen, die in den Jahren zuvor durch ständige Regierungswechsel und Krisen der Vierten Republik geschwächt war. Der Architekt dieser Verfassung war kein Geringerer als Charles de Gaulle, der auf die instabilen politischen Verhältnisse reagierte und damit Frankreich auf eine neue Bahn lenkte.

    Der 4. Oktober markierte also nicht nur einen formalen Schritt, sondern einen tiefgreifenden Wandel im politischen System Frankreichs. Der Einfluss dieser Verfassung ist bis heute spürbar, da sie Frankreichs politische Landschaft über Jahrzehnte prägte und noch immer in Kraft ist. De Gaulles starker Fokus auf den Präsidenten als „Arbiter“ und Garant der nationalen Stabilität, war eine direkte Reaktion auf die Schwächen der vorherigen Republik.

    1789: Die Frauenmärsche nach Versailles

    Der 4. Oktober 1789 ist eng verknüpft mit den Vorbereitungen zu einem der eindringlichsten Ereignisse der Französischen Revolution – den Frauenmärschen nach Versailles am 5. Oktober. Dies war die Zeit, als der Hunger im Land eskalierte und vor allem die Frauen der Pariser Markthallen die drastisch steigenden Brotpreise nicht mehr hinnehmen wollten. Die Ereignisse des 4. Oktober standen daher im Zeichen der wachsenden Unzufriedenheit, die schon am nächsten Tag in einem Marsch auf den König gipfelte. Diese Aktion brachte die Revolution in eine entscheidende Phase und führte schließlich dazu, dass König Ludwig XVI. gezwungen war, nach Paris zurückzukehren und dort der Volksmacht näher zu sein. Es war ein Wendepunkt, der Frankreich unaufhaltsam in Richtung des Endes der Monarchie führte.

    1914: Der Erste Weltkrieg und die Schlacht von Arras

    Während des Ersten Weltkriegs, am 4. Oktober 1914, befand sich Frankreich mitten in der erbitterten Schlacht von Arras. In dieser Phase des Krieges versuchte die deutsche Armee, die Westfront zu durchbrechen, stieß jedoch auf den hartnäckigen Widerstand der französischen Truppen. Obwohl es sich um eine der vielen Schlachten in diesem globalen Konflikt handelte, zeigte der Widerstand Frankreichs an der Frontlinie, dass die schnelle Beendigung des Krieges, wie sie von vielen zu Beginn erwartet wurde, ein unerreichbarer Traum bleiben würde. Diese Tage erinnerten daran, dass der Krieg in die brutale Realität der Grabenkämpfe abdriftete.

    Der 4. Oktober weltweit: Von Raumfahrt bis Bürgerrechte

    Auch auf internationaler Ebene gibt es bedeutende Ereignisse, die am 4. Oktober die Welt veränderten – einige auf eine Art, die die moderne Gesellschaft nachhaltig geprägt hat.

    1957: Der Start von Sputnik

    Vielleicht eines der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts ereignete sich am 4. Oktober 1957: Der Start des sowjetischen Satelliten Sputnik 1 markierte den Beginn des Wettlaufs ins All. Dieser erste künstliche Satellit, der die Erde umkreiste, war nicht nur ein Triumph für die sowjetische Raumfahrt, sondern auch ein Weckruf für die Welt – vor allem für die USA. Plötzlich war die technologische Überlegenheit der Sowjetunion ein globales Thema und leitete das sogenannte „Space Race“ ein, das die beiden Supermächte über Jahre hinweg prägte. Dass die Menschheit begann, den Weltraum zu erobern, machte diesen 4. Oktober zu einem Tag, der uns alle in gewisser Weise beeinflusste. Denn: Wer weiß, wie die Welt ohne den Satelliten am Himmelszelt heute aussähe?

    1965: Papst Paul VI. spricht vor den Vereinten Nationen

    Am 4. Oktober 1965 trat Papst Paul VI. als erster Papst überhaupt vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Seine Rede war ein leidenschaftlicher Appell für den Frieden und die internationale Zusammenarbeit, inmitten des Kalten Krieges und der nuklearen Bedrohung. Mit den Worten „Nie wieder Krieg!“ rief er die Weltführer auf, den Weg des Dialogs und der Diplomatie zu wählen. Dieser symbolträchtige Moment zeigte die wachsende Rolle der Religion in der globalen Politik, insbesondere in Fragen der Menschenrechte und der Friedenssicherung.

    1993: Russland und der Verfassungskonflikt

    Am 4. Oktober 1993 kam es in Moskau zu einer der dramatischsten Auseinandersetzungen der postsowjetischen Ära. Der Verfassungskonflikt zwischen Präsident Boris Jelzin und dem russischen Parlament, das sich seiner Reformagenda widersetzte, eskalierte zu einem gewaltsamen Machtkampf. Jelzin befahl der Armee, das „Weiße Haus“, das Parlamentsgebäude, zu stürmen, was zu blutigen Kämpfen führte. An diesem Tag entschied sich das Schicksal der neuen russischen Demokratie – Jelzin gewann, doch das Vertrauen in die politische Stabilität Russlands war schwer erschüttert.

    Ein Tag, der die Welt bewegte

    Der 4. Oktober ist also ein Datum, das eine Vielzahl an Wendepunkten in der Weltgeschichte markiert. Vom Marsch der Frauen in Versailles über den Beginn der Fünften Republik bis hin zum ersten Schritt ins All mit Sputnik – dieser Tag hat gezeigt, dass Geschichte oft in unerwarteten Momenten geschmiedet wird. Wer hätte gedacht, dass diese Ereignisse uns heute noch so viel zu sagen haben?

    Es bleibt spannend, welche neuen Wendungen der 4. Oktober in Zukunft bereithält.

  • Kriegsspiele im Museum: Videospiele erobern die Erste Weltkriegsgeschichte

    Kriegsspiele im Museum: Videospiele erobern die Erste Weltkriegsgeschichte

    In den Ardennen bringt das Museum Guerre et Paix eine einzigartige Ausstellung: „Jeux de guerre, jouer avec l’histoire“. Hier verschmelzen Geschichte und digitale Welten, um die Besucher auf eine beeindruckende Zeitreise mitzunehmen. Videospiele im Museum? Ja, wirklich! Videospiele in einem Museum –…

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  • Der 11. November, Feiertag in Frankreich

    Der 11. November, Feiertag in Frankreich

    Am gestrigen Freitag habe ich in nachrichten.fr darüber geschrieben, warum der 11. November in Frankreich ein Feiertag ist. Ich möchte also darauf nicht mehr eingehen, sondern hier ein paar weitergehende Bemerkungen und Überlegungen mit dir teilen. In ganz Frankreich werden an diesem Tag Gedenkfeier…

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