Kategorie: Wirtschaft

  • Frankreichs EPR2-Atomreaktoren: Ein Projekt unter Druck

    Frankreichs EPR2-Atomreaktoren: Ein Projekt unter Druck

    Die ambitionierten Pläne Frankreichs, sechs neue Kernreaktoren des Typs EPR2 zu bauen, stehen auf wackeligen Füßen. In einem Bericht der Cour des comptes, der am Dienstag, den 14. Januar, veröffentlicht wurde, wird deutlich, dass das Land „weit davon entfernt ist, bereit zu sein“, dieses Mammutprojekt umzusetzen. Finanzielle Unsicherheiten und technische Herausforderungen stellen die Realisierbarkeit in Frage.

    Verzögerte Entscheidungen und steigende Kosten Die Cour des comptes empfiehlt, die endgültige Investitionsentscheidung für das EPR2-Programm zurückzustellen, bis die Finanzierung gesichert und detailliertere Planungsstudien abgeschlossen sind. Der Betreiber EDF hat auf den Bericht reagiert und bestätigt, dass die Festlegung eines klaren Finanzierungs- und Regulierungsrahmens in Zusammenarbeit mit dem Staat eine Voraussetzung für die Entscheidung ist, die frühestens Anfang 2026 erwartet wird. Ursprünglich wurde das Projekt 2022 von Präsident Emmanuel Macron vorgestellt, ohne jedo…

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  • Straßenschäden in der Aisne: Wenn Schlaglöcher die Werkstattrechnungen hochtreiben

    Straßenschäden in der Aisne: Wenn Schlaglöcher die Werkstattrechnungen hochtreiben

    Wer regelmäßig in der Region Aisne unterwegs ist, kennt das Problem nur zu gut: Die Straßen – insbesondere die D830 zwischen Château-Thierry und Étrépilly – gleichen einem Hindernisparcours aus Schlaglöchern. Für Autofahrer bedeutet das nicht nur ein holpriges Fahrerlebnis, sondern oft auch teure Reparaturen.


    Die D830: Eine Dauerbaustelle ohne Lösung

    Die D830 ist zu einem Symbol für vernachlässigte Infrastruktur geworden. Schlaglöcher, unebene Fahrbahnen und Abnutzung prägen das Bild dieser vielbefahrenen Straße. „Sie ist komplett kaputt, seit Jahren schon“, klagt ein genervter Autofahrer. Auch eine regelmäßige Pendlerin berichtet, dass ihre Reifen und Stoßdämpfer stark in Mitleidenschaft gezogen wurden – eine Reparatur, die schnell ins Geld gehen kann.


    Werkstätten profitieren – aber auf Kosten der Autofahrer

    Für Yannick Olanier, einen Garagisten aus Nogentel, ist der Zustand der Straßen ein zweischneidiges Schwert. Einerseits hat sich sein Geschäft in den letzten Jahren um 30 % gesteigert, andererseits sieht er täglich die Auswirkungen auf die Fahrzeuge seiner Kunden.

    „Die Fahrzeuge nehmen bei solchen Schlaglöchern ernsthaften Schaden“, erklärt Olanier. Wenn ein Rad in ein tiefes Loch fährt, entlädt sich die Kompression der Federung abrupt – ein Schock, der nicht nur die Stoßdämpfer, sondern oft das gesamte Fahrwerk beeinträchtigen kann. Die Folge: Kosten, die leicht in den dreistelligen Bereich gehen, manchmal sogar mehr.


    Ein Kreislauf aus Schäden und Kosten

    Autofahrer stehen vor einem Dilemma: Die Reparaturen sind teuer, aber ohne Instandhaltung der Fahrzeuge drohen noch größere Probleme. Reifen, Achsen, und Federungen sind besonders anfällig für Schäden durch die unebenen Straßen. Ein Problem, das nicht nur für Privatpersonen belastend ist, sondern auch Handwerksbetriebe und Lieferdienste trifft, die auf funktionierende Fahrzeuge angewiesen sind.


    Warum wird nichts getan?

    Die offensichtliche Frage ist: Warum werden die Straßen nicht saniert? Oft sind es fehlende finanzielle Mittel oder lange bürokratische Prozesse, die den Fortschritt blockieren. Doch der Zustand der D830 zeigt, dass das Ignorieren des Problems langfristig ebenfalls teuer wird – für Autofahrer und letztendlich auch für die öffentliche Hand, die für größere Instandsetzungsmaßnahmen aufkommen muss.


    Wer zahlt die Zeche?

    Die schlechten Straßenverhältnisse sind mehr als nur ein Ärgernis. Sie haben handfeste wirtschaftliche Auswirkungen, besonders für Menschen in ländlichen Gebieten, die auf ihr Auto angewiesen sind. Die Kosten für Reparaturen belasten Haushalte zusätzlich in einer Zeit, in der die Lebenshaltungskosten ohnehin steigen.


    Ein dringender Handlungsbedarf

    Die D830 ist ein warnendes Beispiel dafür, wie vernachlässigte Infrastruktur den Alltag der Menschen erschweren kann. Schlaglöcher sind mehr als nur ein kosmetisches Problem – sie symbolisieren einen Verfall, der viele betrifft. Es ist an der Zeit, dass lokale und regionale Behörden Prioritäten setzen und Investitionen tätigen, um diese Straßen wieder sicher und befahrbar zu machen.

    Denn letztlich stellt sich die Frage: Was kostet mehr – die Sanierung der Straßen oder die Schäden, die durch ihre Vernachlässigung verursacht werden?

  • Departement Landes: Kabeldiebstahl legt Bahnverkehr lahm – Tausende Reisende betroffen

    Departement Landes: Kabeldiebstahl legt Bahnverkehr lahm – Tausende Reisende betroffen

    Ein Kabeldiebstahl hat am Freitagabend auf der Strecke Bordeaux–Dax für Chaos gesorgt. Mehrere Regionalzüge (TER) und Hochgeschwindigkeitszüge (TGV) hatten massive Verspätungen – betroffen waren tausende Passagiere. Die französische Bahngesellschaft SNCF will rechtliche Schritte einleiten.


    Ein isolierter Tatort mit großen Auswirkungen

    Der Diebstahl ereignete sich in einem abgelegenen Bereich bei Solférino in den Landes. Gegen 20 Uhr am Freitagabend bemerkte die SNCF das Problem und unterbrach den Zugverkehr auf den Strecken Bordeaux–Dax und Bordeaux–Mont-de-Marsan. Sicherheit geht vor, weshalb der Betrieb erst nach zwei Stunden vorsichtig wieder aufgenommen wurde – zunächst mit reduzierter Geschwindigkeit.

    Doch trotz der Bemühungen, den Verkehr schnellstmöglich zu normalisieren, verzögerten sich insgesamt fünf TER und vier TGV. Dennoch konnte jeder Reisende seine Zielstation erreichen, auch wenn mit erheblicher Verspätung.


    Die Schattenseite des Kupfers

    Warum stehlen Menschen Kabel? Die Antwort ist einfach: Kupfer. Dieses Material, das in den Kabeln steckt, ist für Diebe äußerst lukrativ. Laut Bernard Aubin, Generalsekretär des Eisenbahn- und Transportgewerkschaftsverbands „First“, hat sich der Kupferpreis in den letzten zwei Jahrzehnten verdreifacht. Die SNCF muss aufgrund solcher Diebstähle jährlich mit Kosten von 20 bis 30 Millionen Euro rechnen.

    „Das ist nicht nur ein finanzielles Problem, sondern auch ein Sicherheitsrisiko für unsere Passagiere“, betonte Aubin in einem Interview mit franceinfo im Oktober. Solche Vorfälle legen nicht nur den Verkehr lahm, sondern bringen auch erhebliche Reparaturarbeiten mit sich. So auch in diesem Fall: In der Nacht wurden die beschädigten Kabel ersetzt, sodass der Verkehr am Samstagmorgen wieder regulär lief.


    Ein zunehmendes Problem mit langer Geschichte

    Kabeldiebstähle sind in Frankreich kein neues Phänomen, doch ihre Häufigkeit und die Auswirkungen auf den Bahnverkehr nehmen stetig zu. Vor allem isolierte Gleisabschnitte wie der in Solférino sind beliebte Ziele für Diebe – die Täter können dort ungestört agieren. Der hohe Kupferpreis auf dem Schwarzmarkt bietet zusätzlichen Anreiz.

    Doch wie kann man solche Vorfälle verhindern? Eine rhetorische Frage, die sich viele stellen, vor allem die SNCF. Sicherungstechniken wie verstärkte Überwachungskameras oder alternative Materialien für Kabel könnten Lösungen sein, die jedoch ebenfalls hohe Kosten mit sich bringen.


    Was bedeutet das für die Passagiere?

    Betroffen waren am Freitagabend nicht nur Pendler, sondern auch Reisende, die auf Fernstrecken unterwegs waren. Die SNCF entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und versprach, betroffenen Kunden gegebenenfalls Entschädigungen anzubieten. Doch viele Pendler – die regelmäßig auf die Bahn angewiesen sind – fragen sich, ob diese Probleme in Zukunft häufiger auftreten.


    Ein Fazit mit Blick in die Zukunft

    Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie anfällig das Bahnnetz für äußere Einflüsse ist. Solange der Kupferpreis hoch bleibt, werden solche Diebstähle wohl weiter ein Problem bleiben. Eine stärkere Sicherung der Infrastruktur ist unausweichlich – doch die Umsetzung ist teuer und zeitaufwendig.

    Die Herausforderung für die SNCF liegt darin, das Vertrauen der Passagiere zu bewahren und gleichzeitig die Infrastruktur besser gegen Diebstahl zu schützen. Schließlich sollte Reisen mit der Bahn nicht zu einem Glücksspiel werden, oder?

  • Defekte Airbags: Ein globaler Skandal erreicht Frankreich

    Defekte Airbags: Ein globaler Skandal erreicht Frankreich

    Der Skandal um die fehlerhaften Airbags des japanischen Herstellers Takata zieht immer weitere Kreise. Laut einer Untersuchung von Radio France sind in Frankreich mindestens 15 Menschen durch explodierende Airbags ums Leben gekommen – darunter 14 Todesfälle in den französischen Überseegebieten. Statt Leben zu retten, haben diese „Killer-Airbags“ – wie sie von den Angehörigen der Opfer genannt werden – ihr Versprechen ins Gegenteil verkehrt.


    Der tragische Fall von Évelyne Saint-Louis

    Ein besonders erschütternder Fall ereignete sich im Mai 2023 in Basse-Terre, Guadeloupe. Évelyne Saint-Louis, eine Mutter von drei Kindern, kam in ihrer gebrauchten Citroën C3 ums Leben. Der Grund: Ihr Airbag explodierte grundlos und schleuderte tödliche Metallsplitter auf sie. Diese tragische Fehlfunktion hinterließ drei Kinder als Waisen.

    Das Entsetzen wurde noch größer, als die Familie einen Monat nach Évelynes Tod ein Schreiben des Autoherstellers erhielt. In dem Brief wurden sie über die Risiken der defekten Airbags informiert – viel zu spät, um das Leben ihrer Mutter zu retten. „Es ist wie ein Hohn“, sagte Ruth, eine der Töchter der Verstorbenen.


    Ein Jahrzehnt des Versagens

    Der Takata-Airbag-Skandal ist kein neues Phänomen. Bereits vor über zehn Jahren wurden die ersten Mängel bekannt, die weltweit Millionen Fahrzeuge betrafen. Der Fehler liegt in einem chemischen Bestandteil, der das Airbag-Gas generiert. Bei bestimmten Bedingungen – wie hoher Luftfeuchtigkeit oder starker Hitze – kann es zu einer übermäßigen Druckentwicklung kommen, die das Airbag-Gehäuse zerreißt und Metallsplitter in den Fahrzeuginnenraum schleudert.

    Trotz Rückrufen in Millionenhöhe und zahlreicher Klagen zieht sich die Aufarbeitung des Skandals hin. Bis heute gibt es Fahrzeuge auf den Straßen, die mit diesen lebensgefährlichen Airbags ausgestattet sind.


    Warum eskaliert der Skandal in Frankreich?

    Frankreich ist von dem Skandal besonders betroffen, vor allem in den Überseegebieten. Dort herrschen klimatische Bedingungen, die die Defekte begünstigen: hohe Temperaturen und extreme Luftfeuchtigkeit. Diese Kombination erhöht das Risiko einer Fehlzündung erheblich.

    Auch die mangelhafte Kommunikation der Autohersteller verschärft die Problematik. Wie der Fall von Évelyne Saint-Louis zeigt, erhalten viele Fahrzeughalter die Warnungen erst, nachdem es bereits zu Unfällen gekommen ist. Oft sind die Besitzer nicht einmal darüber informiert, dass ihre Fahrzeuge Teil eines Rückrufs sind.


    Verantwortung der Autohersteller

    Obwohl Takata 2017 Insolvenz anmeldete und seine Vermögenswerte verkauft wurden, bleibt die Verantwortung nicht nur beim Zulieferer. Die Automobilhersteller, die diese Airbags in ihren Modellen verwendet haben, stehen ebenso in der Pflicht. Marken wie Honda, Toyota, BMW und Citroën haben in der Vergangenheit Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Doch die Umsetzung der Rückrufe gestaltet sich schwierig, da viele Fahrzeuge bereits weiterverkauft wurden oder die Besitzer nicht mehr erreichbar sind.

    Die Familien der Opfer fordern mehr Transparenz und ein schnelleres Handeln seitens der Hersteller. „Wie kann es sein, dass gefährliche Fahrzeuge immer noch auf unseren Straßen fahren?“, fragt sich ein Angehöriger eines Opfers.


    Was wird getan?

    In Frankreich haben einige Hersteller Rückrufaktionen gestartet, doch diese kommen oft zu spät oder erreichen nicht alle betroffenen Fahrzeughalter. Die französische Regierung hat bisher keine landesweite Kampagne gestartet, um die Bevölkerung gezielt zu warnen. Verbraucherschutzorganisationen drängen nun darauf, eine zentrale Datenbank einzurichten, in der Fahrzeugbesitzer prüfen können, ob ihr Auto betroffen ist.

    Zudem wird auf EU-Ebene über strengere Vorschriften diskutiert, um sicherzustellen, dass Rückrufe schneller und effektiver umgesetzt werden. Experten fordern auch höhere Strafen für Hersteller, die ihre Verantwortung nicht wahrnehmen.


    Ein Weckruf für die Autoindustrie

    Der Takata-Skandal ist eine Mahnung an die gesamte Automobilindustrie. Er zeigt, wie verheerend es sein kann, wenn Sicherheitsmängel nicht rechtzeitig behoben werden. Für die Opfer und ihre Familien sind Entschuldigungen nicht genug – sie fordern Gerechtigkeit und Maßnahmen, die sicherstellen, dass solche Tragödien in Zukunft verhindert werden.

    Die zentrale Frage bleibt: Wie viele Leben müssen noch verloren gehen, bevor diese Gefahr endgültig gebannt ist?

  • Sarthe: Wie eine Kleinstadt ihre Schulden halbierte – Ein Modell für Sparsamkeit

    Sarthe: Wie eine Kleinstadt ihre Schulden halbierte – Ein Modell für Sparsamkeit

    Die Gemeinde La Ferté-Bernard in der Sarthe hat es geschafft, ihre Schuldenlast von 15 Millionen Euro innerhalb von sieben Jahren zu halbieren. Dabei blieb eine Maßnahme unberührt: die Erhöhung der lokalen Steuern. Stattdessen setzte die Kleinstadt auf rigoroses Sparen und kreative Lösungen, die nicht nur den Haushalt entlasteten, sondern auch der lokalen Wirtschaft zugutekamen.

    Der Ausgangspunkt: Eine stark verschuldete Stadt Im Jahr 2017 befand sich La Ferté-Bernard in einer finanziell angespannten Lage. Mit einer Schuldenlast von 15 Millionen Euro war die Handlungsfreiheit der Stadt stark eingeschränkt. Doch anstatt die Steuerlast der Bürger zu erhöhen, entschied sich die Stadtverwaltung für einen unkonventionellen Ansatz: Sparen, Umschichten und strategische Verkäufe.

    Immobilienverkäufe: Einnahmen schaffen durch kluge Entscheidungen Ein erster Schritt bestand im Verkauf von städtischen Immobilien, die keinen strategischen Nutzen mehr hatten. So wurde beispielsweise der kommunale …

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  • „Wir brauchen Stabilität“ – Die wachsende Wut der Landwirte in Frankreich

    „Wir brauchen Stabilität“ – Die wachsende Wut der Landwirte in Frankreich

    Die Landwirte in Frankreich stehen wieder auf den Barrikaden. Straßenblockaden und Proteste bestimmen das Bild, angeführt von der Coordination Rurale. Grund für den Aufruhr ist nicht nur die wirtschaftliche Notlage vieler Bauern, sondern auch das Gefühl, von der Politik im Stich gelassen zu werden. Die Forderungen? Dieselben wie im vergangenen Jahr. Die Geduld? Längst aufgebraucht. Ein Treffen mit Hoffnung – oder doch nur Symbolik? Arnaud Rousseau, Präsident des einflussreichen französischen Bauernverbandes FNSEA, machte seinem Ärger Luft. In einem Interview auf France 2 unterstrich er, dass das kommende Treffen mit Premierminister François Bayrou mehr sein müsse als ein höfliches Kennenlernen: „Wir brauchen Ergebnisse, keine weiteren leeren Versprechungen.“ Mit diesen Worten brachte Rousseau die Frustration vieler Landwirte auf den Punkt. Doch was genau erwartet die Bauernschaft von der Regierung? Die Liste ist lang und umfasst Themen, die schon seit Jahren auf dem Tisch liegen. Steig…

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  • Donald Trumps Äußerungen zu Kanada, Grönland und der NATO: Ein gefährlicher Kurswechsel in der US-Außenpolitik

    Donald Trumps Äußerungen zu Kanada, Grönland und der NATO: Ein gefährlicher Kurswechsel in der US-Außenpolitik

    Donald Trump, der designierte Präsident der Vereinigten Staaten, hat in jüngster Zeit durch provokante Aussagen gegenüber Kanada, Grönland und der NATO für internationale Spannungen gesorgt. Seine Äußerungen deuten auf eine aggressive Neuausrichtung der US-Außenpolitik hin, die sowohl diplomatische Beziehungen belastet als auch geopolitische Stabilität gefährdet.

    Drohungen gegen Kanada

    In einer Pressekonferenz drohte Trump mit der Einführung von 25%igen Zöllen auf kanadische Importe, um angebliche Probleme wie Fentanyl-Schmuggel und illegale Einwanderung zu bekämpfen. Er bezeichnete die Grenze zwischen den USA und Kanada als „künstlich gezogen“ und schlug vor, Kanada solle der 51. Bundesstaat der USA werden. Diese Aussagen wurden von kanadischen Offiziellen, einschließlich Premierminister Justin Trudeau, scharf zurückgewiesen.

    The Sun

    Ansprüche auf Grönland

    Trump erneuerte zudem sein Interesse am Erwerb Grönlands und schloss den Einsatz militärischer oder wirtschaftlicher Mittel zur Kontrolle der Insel nicht aus. Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen wies diese Forderungen entschieden zurück und betonte die Notwendigkeit respektvoller Zusammenarbeit in der Arktis.

    Associated Press

    Forderungen an die NATO

    Darüber hinaus forderte Trump eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben der NATO-Mitgliedsstaaten auf 5% des Bruttoinlandsprodukts. Diese Forderung übersteigt die bisherigen Vereinbarungen und könnte Spannungen innerhalb des Bündnisses verstärken.

    Welt

    Analyse der Auswirkungen

    Trumps Äußerungen markieren einen deutlichen Bruch mit traditionellen diplomatischen Normen und könnten weitreichende Konsequenzen haben:

    • Diplomatische Beziehungen: Die Drohungen und Forderungen könnten das Vertrauen zwischen den USA und ihren Verbündeten erheblich beeinträchtigen.
    • Geopolitische Stabilität: Aggressive Territorialansprüche und militärische Drohungen könnten bestehende Spannungen verschärfen und zu Instabilität führen.
    • Wirtschaftliche Folgen: Die Einführung hoher Zölle könnte Handelsbeziehungen belasten und negative Auswirkungen auf die Wirtschaft beider Länder haben.

    Fazit

    Die jüngsten Äußerungen von Donald Trump gegenüber Kanada, Grönland und der NATO deuten auf eine aggressive und unberechenbare Außenpolitik hin, die sowohl diplomatische Beziehungen als auch die globale Stabilität gefährdet. Es bleibt abzuwarten, wie die internationale Gemeinschaft auf diese Provokationen reagieren wird und welche langfristigen Auswirkungen sie auf die geopolitische Landschaft haben werden.

  • Mayotte: Gesetzesentwurf zur Nothilfe und Wiederaufbau präsentiert

    Mayotte: Gesetzesentwurf zur Nothilfe und Wiederaufbau präsentiert

    Am 8. Januar 2025 hat die französische Regierung im Ministerrat einen Gesetzesentwurf zur Nothilfe für Mayotte vorgestellt. Ziel des Projekts ist es, die Lebensbedingungen auf dem vom Zyklon Chido schwer getroffenen Archipel zu verbessern und die Grundlagen für den Wiederaufbau zu schaffen. Doch der Entwurf wird bereits jetzt kritisiert – vor allem wegen seines Schweigens zu den prekären Wohnverhältnissen in den zahlreichen Slums.

    Dringender Wiederaufbau, pragmatische Maßnahmen Der Zyklon Chido, der am 14. Dezember 2024 über Mayotte zog, verursachte verheerende Schäden: Mindestens 39 Todesopfer, über 5.600 Verletzte und zerstörte Infrastruktur. Der vorgestellte Gesetzesentwurf sieht vor, dass für zwei Jahre Ausnahmeregelungen im Bereich des Bau- und Planungsrechts gelten, um den Wiederaufbau zu beschleunigen. Konkret sollen:

    Notunterkünfte, die seit Dezember 2024 errichtet wurden, von den üblichen urbanistischen Formalitäten befreit sein. Staatliche Stellen oder öffentliche Einrichtu…

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  • Staatshaushalt 2025 : Wer zahlt die Zeche?

    Staatshaushalt 2025 : Wer zahlt die Zeche?

    Das französische Budget 2025 steht unter dem Zeichen einer gerechteren Steuerpolitik – zumindest nach den Worten des neuen Wirtschaftsministers Éric Lombard. Mit einer ausgestreckten Hand Richtung linker Opposition lud er Vertreter zu Gesprächen in Bercy ein, um den Kurs in Steuerfragen abzustimmen. Seine Vision: Eine gerechte Umverteilung, ohne die Mittelschicht zusätzlich zu belasten. Doch wer wird wirklich zur Kasse gebeten? Ein Blick auf die geplanten Änderungen.

    Keine Mehrbelastung für die Mittelschicht Für die Mittelschicht gibt es gute Nachrichten: Weder eine Erhöhung der Einkommenssteuer noch eine Anhebung der Mehrwertsteuer sind geplant. Stattdessen wird der Einkommenssteuertarif an die Inflation angepasst, um sogenannte „kalte Progression“ zu vermeiden – also die unfreiwillige Steuererhöhung durch steigende Einkommen. Das rettet etwa 600.000 Franzosen davor, plötzlich steuerpflichtig zu werden. Doch dieser Schritt hat seinen Preis: Mehrere Milliarden Euro an potenziellen Ein…

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  • Wütende Landwirte: Premierminister François Bayrou trifft Gewerkschaften am 13. Januar

    Wütende Landwirte: Premierminister François Bayrou trifft Gewerkschaften am 13. Januar

    Am Montag, dem 13. Januar, wird Premierminister François Bayrou Vertreter verschiedener landwirtschaftlicher Gewerkschaften empfangen – darunter die Confédération paysanne, die Coordination rurale, die FNSEA und die Jeunes Agriculteurs. Dieses Treffen erfolgt inmitten wachsender Spannungen in der Landwirtschaft und geplanter Proteste, bei denen Landwirte mit Traktoren Richtung Île-de-France ziehen wollen. Die Forderungen der Landwirte Die Gewerkschaften verlangen die Umsetzung von Zusagen, die im vergangenen Winter nach massiven Protesten gemacht wurden. Insbesondere geht es um:

    Einkommenssicherheit: Viele Landwirte beklagen, dass ihre Einnahmen durch steigende Produktionskosten und niedrige Marktpreise gefährdet sind. Sie erwarten klare Maßnahmen, um ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern. Bürokratische Vereinfachungen: Die bisherigen Vorschläge zur Entbürokratisierung gelten als unzureichend, was vor allem kleinere Betriebe belastet.

    Die Unsicherheit verschärfte sich, nachdem die…

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