Kategorie: Wirtschaft

  • Wenn Städte plötzlich keine Versicherung mehr finden – Frankreichs Gemeinden in der Klemme

    Wenn Städte plötzlich keine Versicherung mehr finden – Frankreichs Gemeinden in der Klemme

    Was tun, wenn keine Versicherung mehr mitspielen will? Genau das erleben derzeit rund 1.500 französische Kommunen – eine stille, aber tiefgreifende Krise, die kaum jemand auf dem Schirm hat, obwohl sie Millionen betrifft. Klimakatastrophen, soziale Unruhen und steigende Risiken haben dazu geführt, dass viele Versicherer ihre Verträge mit Gemeinden kündigen oder unbezahlbar machen. Für viele Städte und Dörfer steht nun nicht weniger als ihre Handlungsfähigkeit auf dem Spiel.

    Wenn ein Ort Katastrophen verbietet Klingt absurd? Ist aber Realität. Der Bürgermeister von Breil-sur-Roya, einem kleinen Ort in den Alpen, hat aus purer Verzweiflung einen symbolischen Erlass verhängt – Naturkatastrophen sind dort seit kurzem offiziell verboten. Natürlich ändert das nichts an den klimatischen Realitäten, wohl aber am Umgang mit ihnen: Die Stadt ist schlichtweg nicht mehr versicherbar seit der verheerenden Sturmflut Alex im Jahr 2020. Auch die Küstenstadt Les Sables-d’Olonne geht seit dem 1. Januar…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Brot ja, Mitarbeiter nein? Der 1. Mai bringt Bäckereien in eine Zwickmühle

    Brot ja, Mitarbeiter nein? Der 1. Mai bringt Bäckereien in eine Zwickmühle

    Kaum rückt der 1. Mai näher, brodelt es in den Backstuben Frankreichs. Nicht etwa wegen eines neuen Croissant-Rezepts – sondern wegen eines altbekannten Problems: Dürfen Bäcker an diesem Tag ihre Angestellten beschäftigen?

    Der Tag der Arbeit ist in Frankreich gesetzlich besonders geschützt: Ein bezahlter, arbeitsfreier Feiertag für alle. Doch genau das stellt die Bäckereien jedes Jahr erneut vor eine Herausforderung. Denn die Nachfrage nach Brot kennt keine Pause – auch nicht am 1. Mai.


    Strenge Regeln, hohe Strafen

    Die Rechtslage ist eindeutig: Der 1. Mai ist für alle Beschäftigten arbeitsfrei – ohne Wenn und Aber. Ausnahmen? Ja, aber nur für sogenannte „unumgängliche Dienste“ wie Krankenhäuser, Polizei oder Verkehrsbetriebe. Wer dennoch seine Angestellten arbeiten lässt, riskiert saftige Strafen – bis zu 1.500 Euro pro Arbeitnehmer.

    Und das ist keine leere Drohung: Im vergangenen Jahr traf es mehrere Bäckereien, die trotz Verbot geöffnet hatten. Die Confédération nationale de la boulangerie française (CNBF) riet daraufhin zur Vorsicht – und sogar dazu, am 1. Mai ganz auf Mitarbeitereinsatz zu verzichten. Die Folge: In vielen Gemeinden gab es kein frisches Baguette.


    Ein Grundnahrungsmittel ohne Ausnahme?

    Bäcker argumentieren: Sie bieten eine grundlegende Versorgungsleistung. Brot gehört schließlich zum täglichen Leben der Franzosen wie der Kaffee am Morgen. Einige Betriebe beliefern zusätzlich Krankenhäuser und Pflegeheime – für diese bedeutet eine Schließung der Bäckereien schmerzliche Versorgungsengpässe.

    Müsste man das nicht als „unumgängliche Tätigkeit“ einstufen?

    Die Antwort ist bisher diffus. Es gibt eine alte ministerielle Anordnung von 1986, die in bestimmten Fällen Ausnahmen zulässt – doch ob diese heute noch rechtlich Bestand hat, bleibt offen. Solange das nicht geklärt ist, befinden sich die Bäcker in einer rechtlichen Grauzone.


    Politischer Druck nimmt zu

    Im April 2025 brachte der Abgeordnete Jérôme Nury das Thema erneut ins Parlament. In einer Anfrage an die Arbeitsministerin forderte er eine eindeutige Regelung, die den besonderen Bedürfnissen der Branche gerecht wird – und den Betrieben die rechtliche Sicherheit gibt, die sie brauchen.

    Denn was derzeit herrscht, ist Unsicherheit pur: Wer am 1. Mai geöffnet hat, darf zwar selbst arbeiten – aber keine Angestellten beschäftigen. Es sei denn, man kann lückenlos belegen, dass man als „systemrelevant“ gilt. Und das bedeutet Papierkram – Verträge, Bestellungen, Belege.

    Wer hat da als kleiner Handwerksbetrieb überhaupt noch den Nerv, mitzumachen?


    Zwei Welten prallen aufeinander

    Auf der einen Seite stehen gesetzliche Feiertagsregelungen, auf der anderen die Realität eines Berufsstands, der tagtäglich vor den ersten Sonnenstrahlen aufsteht, um das Land mit frischem Brot zu versorgen. Dass hier keine einfache Lösung möglich ist, versteht sich fast von selbst. Aber ist es wirklich verhältnismäßig, Bäckereien in diese rechtliche Unsicherheit zu stürzen?

    Zumal sich die Frage stellt: Wenn Züge fahren, Krankenhäuser arbeiten und Zeitungen gedruckt werden dürfen – warum nicht auch Brot gebacken?


    Ein Kompromiss liegt in der Luft

    Klar ist: Die Regierung muss handeln. Eine moderne Arbeitswelt braucht Regeln, die die Realität abbilden – und nicht gegen sie arbeiten. Eine gezielte Ausnahmegenehmigung für Betriebe mit nachweislich essenziellen Lieferverpflichtungen könnte der richtige Weg sein. So würden die Rechte der Beschäftigten gewahrt – und die Bevölkerung müsste am 1. Mai nicht auf ihr Baguette verzichten.

    Bis dahin heißt es für viele Bäcker: Selbst anpacken oder ganz dichtmachen. Und das in einem Beruf, in dem sowieso schon jeder Tag ein Kraftakt ist.

    Catherine H.

  • Luxus auf dem Prüfstand: LVMH zwischen Markenmacht und Marktverunsicherung

    Luxus auf dem Prüfstand: LVMH zwischen Markenmacht und Marktverunsicherung

    Die Aktie von LVMH – einst ein Paradebeispiel für grenzenloses Wachstum im Luxussegment – gerät zunehmend ins Wanken. Das französische Imperium, bekannt für Marken wie Louis Vuitton, Dior oder Moët & Chandon, glänzt noch immer, doch der Lack bekommt erste Kratzer. Die Gründe dafür sind vielfältig und werfen eine spannende Frage auf: Ist der Zenit erreicht?


    Gigant mit goldener Krone – aber schweren Schuhen

    Man kann sagen, Bernard Arnault hat ein Universum geschaffen, das wie ein Uhrwerk tickt – präzise, luxuriös, begehrenswert. Über 75 Marken, von High Fashion bis hin zu Champagner, gehören zur LVMH-Familie. Diese Breite ist Fluch und Segen zugleich: Sie macht den Konzern resistent gegenüber Schwankungen in einzelnen Segmenten, erschwert aber gleichzeitig die schnelle Anpassung an neue Marktbedingungen.

    Stell dir einen Luxusliner vor, der majestätisch durch die Gewässer gleitet – aber wenn er drehen will, braucht er Platz und Zeit. Genau so fühlt sich LVMH aktuell an.


    Die Märkte blinzeln – und LVMH verliert an Glanz

    Über Jahre hinweg war der Kursverlauf ein Freudenfest für Aktionäre. Doch seit Mitte 2023 geht es bergab – rund 15 Prozent hat die Aktie eingebüßt. Nicht dramatisch, aber deutlich genug, um Investoren hellhörig zu machen.

    China – einst das pulsierende Herz des Luxusgeschäfts – lahmt. Die Kaufkraft der Mittelschicht stagniert, und politische Unsicherheiten bremsen sowohl Investitionen als auch Konsumlust. Selbst die Treuesten unter den Luxusfans zögern.

    Auch intern läuft nicht alles rund. Neue Marken wie Aesop müssen integriert, Synergien geschaffen werden. Doch das ist leichter gesagt als getan – vor allem bei einem Unternehmen, dessen Organisation an ein feines Spinnennetz erinnert: hochkomplex, schwer steuerbar.


    Jugend auf Abwegen – das Image wankt

    Die Generation Z stellt Fragen, die früher kaum jemand stellte: „Wie wurde das Leder gewonnen?“, „Wird hier fair produziert?“ oder „Wie engagiert sich das Unternehmen gesellschaftlich?“ Und das nicht nur am Stammtisch, sondern lautstark auf Social Media. Das hat Wirkung.

    LVMH versucht zu reagieren – mit Nachhaltigkeitsinitiativen, Transparenzkampagnen, grünem PR-Gewand. Doch das Dilemma bleibt: Wie viel Veränderung verträgt eine Marke, deren Reiz genau auf Exklusivität und Unerreichbarkeit beruht?


    Fundament stark – aber teuer erkauft

    Mit einem Börsenwert von rund 400 Milliarden Euro bleibt LVMH ein Schwergewicht. Die Margen sind beeindruckend, das operative Ergebnis solide. Doch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 25 signalisiert: Der Markt erwartet viel – sehr viel.

    Die Aktie ist kein Schnäppchen. Wer heute einsteigt, bezahlt nicht nur für Qualität, sondern auch für Hoffnungen. Und Hoffnungen lassen sich an der Börse manchmal schwer kalkulieren.


    Investieren oder Abstand halten?

    LVMH ist kein Schnellboot für spekulative Anleger. Die Aktie lebt von Vertrauen, Geduld und einer gehörigen Portion Optimismus. Wer langfristig denkt, bekommt ein Stück eines Markenreichs, das in seiner Dichte und Klasse einzigartig ist. Und Hand aufs Herz: Wer träumt nicht davon, sich mit Dior und Dom Pérignon im Depot schmücken zu können?

    Doch kurzfristige Gewinne? Schwierig. Die Herausforderungen sind real – und das nächste Kursfeuerwerk lässt auf sich warten.


    Zwischen Glanz und Realität

    LVMH bleibt ein Symbol für Luxus, Eleganz und geschicktes Unternehmertum. Aber auch ein Symbol steht nicht ewig unangetastet auf dem Sockel. Der Konzern muss zeigen, dass er nicht nur verwalten, sondern auch erneuern kann – ohne seinen Markenkern zu verraten.

    Die Aktie ist also kein Selbstläufer mehr. Aber wer genau hinschaut, erkennt: Der Glanz ist noch da. Nur muss er künftig härter erarbeitet werden.

    Von Andreas M. Brucker

  • US-Zölle: China dreht den Hahn zu – Wie Pekings Exportstopp für seltene Erden die Weltwirtschaft erschüttert

    US-Zölle: China dreht den Hahn zu – Wie Pekings Exportstopp für seltene Erden die Weltwirtschaft erschüttert

    Chinas Entscheidung, den Export kritischer Mineralien und Magneten zu unterbrechen, gleicht einem Donnerschlag für globale Industrien – von der Auto- bis zur Rüstungsbranche. Der Schritt, verkündet am 4. April 2025, ist mehr als nur wirtschaftliche Maßnahme. Es ist ein geopolitisches Machtspiel mit enormer Sprengkraft.


    Ein gezielter Schlag zur rechten Zeit

    Mit dem Einfrieren des Exports von sieben seltenen Erden, die künftig nur noch über spezielle Lizenzen ausgeführt werden dürfen, sendet China eine klare Botschaft – und trifft einen wunden Punkt. Denn ohne diese Elemente stehen viele Produktionslinien buchstäblich still: Elektroautos, Flugzeugturbinen, Halbleiter, Drohnen oder Raketen – sie alle benötigen Magnete, Legierungen und Komponenten, die ohne chinesische Rohstoffe kaum herzustellen sind.

    Dass chinesische Exporteure sich nun auf „höhere Gewalt“ berufen, zeigt: Hier wurde ein Hebel betätigt, der weltweit spürbar ist.


    Trump vs. China – ein neues Kapitel

    Der Kontext: US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor 145 Prozent Strafzölle auf chinesische Produkte verhängt. Die chinesische Reaktion folgte prompt – mit 125 Prozent Gegenzöllen und dem faktischen Lieferstopp bei kritischen Rohstoffen. Pekings Kalkül: den wirtschaftlichen Druck nicht durch Gegenprodukte, sondern durch Rohstoffe auszuüben, bei denen der Westen besonders abhängig ist.

    Wer die seltenen Erden kontrolliert, kontrolliert das Tempo der Innovation – so könnte man es zuspitzen.


    Weltwirtschaft in Schieflage

    Für viele Länder kommt die Maßnahme zur Unzeit. Besonders die USA – trotz laufender Investitionen in eigene Produktionskapazitäten, etwa durch MP Materials – sind derzeit stark auf chinesische Lieferungen angewiesen. Auch Deutschland, Frankreich und Japan sind betroffen, da ein großer Teil der Weltproduktion an seltenen Erden in China aufbereitet und veredelt wird.

    Ohne diese Kette wird selbst die Produktion hochwertiger westlicher Technologien zur Geduldsprobe.


    Die internationale Gegenbewegung läuft an

    Doch das globale Erwachen hat begonnen. Australien plant einen strategischen Vorrat an kritischen Mineralien, um sich besser gegen solche Engpässe zu wappnen. Großbritannien prüft die Diversifizierung seiner Bezugsquellen und will verstärkt mit der EU kooperieren. Auch Kanada und Schweden sondieren den Ausbau eigener Minen – nicht zuletzt, um künftig politisch unabhängiger agieren zu können.

    Ein Wettlauf um Ressourcen ist entbrannt – diesmal nicht um Öl, sondern um Neodym, Dysprosium und Co.


    Ein altbekanntes Muster

    Dass China seine Ressourcen als Druckmittel einsetzt, ist nicht neu. Bereits 2010, im Streit mit Japan um die Senkaku-Inseln, wurde der Export seltener Erden nach Japan gedrosselt – offiziell nie bestätigt, aber mit enormer Wirkung. Damals wie heute wurde klar: China weiß um seine strategische Stärke.

    Und nutzt sie, wenn es darauf ankommt.


    Die Lehren aus der Krise

    Kurzfristig werden Unternehmen weltweit improvisieren müssen: Lagerbestände strecken, Recycling intensivieren, Projekte verschieben. Langfristig braucht es massive Investitionen in heimische Förderung, neue Verarbeitungstechnologien – und vor allem internationale Partnerschaften, die auf Verlässlichkeit statt auf Einbahnstraßen setzen.

    Die strategische Achillesferse „kritische Rohstoffe“ ist endgültig offengelegt. Ob daraus auch strategischer Wandel entsteht, liegt nun in den Händen der Regierungen – und der Industrie selbst.


    China hat das Spiel verändert. Jetzt muss der Rest der Welt die Regeln neu schreiben.

    Von C. Hatty

  • Samsung One UI 7: KI-Revolution mit Pannen

    Samsung One UI 7: KI-Revolution mit Pannen

    Mit der Vorstellung des Betriebssystems One UI 7 wollte Samsung ein neues Kapitel aufschlagen: Eine frische Benutzeroberfläche, intelligente KI-Features und clevere Tools sollten Galaxy-Geräte auf ein neues Level heben. Doch der ehrgeizige Rollout wurde jäh gestoppt – weltweit. Auch in Frankreich sind Nutzer davon betroffen, und der Vorfall wirft nicht nur technische, sondern auch wirtschaftliche und kulturelle Fragen auf.


    Ein französischer Blick auf One UI 7

    One UI 7, aufbauend auf Android 15, wurde am 22. Januar 2025 zusammen mit der neuen Galaxy S25-Reihe präsentiert. Neben einem schicken Redesign brachte es Funktionen wie die „Now Bar“ und „Now Brief“, die Echtzeitinformationen auf dem Startbildschirm anzeigen, sowie KI-Features zur Textzusammenfassung, Anruf-Transkription und Audiofilterung.

    Doch was bedeutet das alles konkret für Frankreich?

    Frankreich gehört zu den wichtigsten europäischen Märkten für Samsung. Die Smartphone-Durchdringung ist hoch, und die Nachfrage nach Premium-Modellen – etwa aus der S-Serie oder der Fold-Serie – ist stark. Besonders in Städten wie Paris, Lyon oder Marseille gilt Technik als Lifestyle. Nutzer dort erwarten nicht nur funktionale Geräte, sondern eine nahtlose, elegante Erfahrung.


    Wenn Hightech nicht funktioniert

    Am 7. April 2025 begann Samsung mit dem Rollout von One UI 7 – unter anderem auch in Frankreich. Doch dann kam der Dämpfer: Ein gravierender Fehler führte dazu, dass manche Nutzer ihre Geräte nicht mehr entsperren konnten. In Frankreich, wo viele beruflich stark auf ihr Smartphone angewiesen sind, ist das ein echtes Problem. Wer sein Galaxy nicht mehr nutzen kann, ist im Alltag schnell gehandicapt – im Job, in der Kommunikation, beim Reisen mit digitalen Tickets.

    Der Fehler zwang Samsung dazu, das Update weltweit zurückzuziehen und ältere Versionen wieder bereitzustellen. In Frankreich reagieren Technikforen und Social-Media-Kanäle seitdem gereizt – viele Nutzer sind enttäuscht und fordern schnelle Lösungen.


    Frankreichs Rolle im digitalen Wandel

    Frankreich versteht sich als technologisch aufgeschlossenes Land. Die Regierung investiert stark in Digitalisierung und fördert KI-Projekte auf nationaler Ebene. Dass ein globaler Konzern wie Samsung ausgerechnet beim KI-basierten Systemupdate patzt, wird hier besonders kritisch beäugt. Vor allem, weil die Erwartungen an KI hoch sind – auch in Bezug auf Datenschutz, Zuverlässigkeit und Ethik.

    Hinzu kommt: Französische Verbraucher achten zunehmend auf Transparenz und Qualität. Ein technischer Patzer wie dieser wird nicht einfach hingenommen, sondern genau beobachtet. Die Geduld ist begrenzt – der Druck auf Samsung wächst.


    Und jetzt?

    Obwohl der Fehler ärgerlich ist, bleibt das Potenzial von One UI 7 groß – auch für den französischen Markt. Die neuen KI-Funktionen könnten das digitale Leben einfacher und produktiver machen. Besonders für die vielbeschäftigte Pariser Bevölkerung, für Studierende in Toulouse oder Kreative in Nantes bieten Funktionen wie die Audiofilterung oder Echtzeit-Zusammenfassungen enorme Vorteile.

    Doch erst einmal heißt es: abwarten. Samsung muss nun schnell nachbessern, Vertrauen zurückgewinnen und den Rollout in Frankreich transparent und fehlerfrei fortsetzen. Wer weiß – vielleicht profitiert das französische Publikum am Ende von einer besonders stabilen Version, weil sie aus dem globalen Rückschlag gelernt hat?

    Ein bisschen Geduld, und dann könnte sich der Frust doch noch in Freude verwandeln.

    Von C. Hatty

  • Frankreichs Sparplan 2026: Ein riskanter Kraftakt in unsicherem Fahrwasser

    Frankreichs Sparplan 2026: Ein riskanter Kraftakt in unsicherem Fahrwasser

    Frankreich steht erneut am politischen Abgrund. Die Regierung unter Premierminister François Bayrou hat ein Sparprogramm in Höhe von 40 Milliarden Euro für das Haushaltsjahr 2026 angekündigt – ein Vorhaben, das das fragile Gleichgewicht der Nationalversammlung bedroht und die Spannungen zwischen Regierung und Opposition dramatisch verschärft. Ziel des Programms ist es, das Staatsdefizit auf 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken – ein Schritt, den Finanzminister Éric Lombard am Sonntag mit der Notwendigkeit zur Einhaltung europäischer Haushaltsvorgaben begründete. Der Weg zurück zur Haushaltsdisziplin Frankreich hat sich gegenüber der Europäischen Kommission verpflichtet, das Defizit langfristig unter die Maastricht-Grenze von 3 Prozent des BIP zu drücken. Nachdem das Defizit 2023 noch bei über 5 Prozent lag, erscheint der angestrebte Zielwert von 4,6 Prozent für 2026 ambitioniert. Die nun angekündigten Einsparungen in Höhe von 40 Milliarden Euro sollen maßgeblich durch …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Bahnstreik zum 8. Mai: Gewerkschaft CGT-Cheminots ruft zur Lohnschlacht auf

    Bahnstreik zum 8. Mai: Gewerkschaft CGT-Cheminots ruft zur Lohnschlacht auf

    Ein langes Mai-Wochenende steht vor der Tür – doch auf Frankreichs Schienen droht Stillstand. Der Gewerkschaftsverband CGT-Cheminots hat gemeinsam mit Sud-Rail zu Streiks rund um den 8. Mai aufgerufen. Die zentrale Forderung: eine spürbare Aufwertung der Gehälter für Lokführer und Kontrolleure.

    „Der Moment ist gekommen“

    „Was uns eint, ist die Überzeugung, dass jetzt der Moment ist, die Lohnfrage zu stellen“, erklärt Axel Persson, Lokführer und Generalsekretär des CGT-Syndikats der Bahnmitarbeiter in Trappes und Rambouillet. Laut ihm sei die Streikbereitschaft hoch – besonders in den Berufsgruppen Lokführung und Zugbegleitung. Der Startschuss soll am 5. Mai fallen.

    Bereits Sud-Rail hatte zuvor die Kontrolleure zum Arbeitskampf aufgerufen – mit gezielten Streiktagen am 7., 9., 10. und 11. Mai. Nun zieht die CGT nach – mit breiter Rückendeckung aus der Belegschaft.

    Löhne, Arbeitszeiten, Belastung

    Neben der Frage der Lohnerhöhung geht es um tiefere strukturelle Probleme. Die Lokführer klagen über kurzfristige Schichtänderungen, chaotische Einsatzplanung und eine dadurch massiv beeinträchtigte Work-Life-Balance. „Wenn man eigentlich um 14 Uhr Feierabend hätte, aber plötzlich bis 20 Uhr arbeitet – wie soll man da ein normales Leben führen?“, fragt Persson rhetorisch.

    Der Streik sei also mehr als ein Ruf nach mehr Geld – es sei ein Aufschrei gegen ein System, das sich seit Jahren auf dem Rücken der Beschäftigten stabilisiert. Die Kernforderung: Schluss mit einer Betriebsführung, die Dauerstress zum Normalzustand macht.

    „Veraltetes Prämienmodell“

    Ein weiterer Kritikpunkt ist das sogenannte Prämiensystem bei der SNCF. Dieses basiert auf Leistungskennzahlen wie der Anzahl gefahrener Kilometer. „Diese Prämien wurden seit Jahrzehnten nicht angepasst – obwohl unsere Arbeitsbelastung deutlich gestiegen ist“, betont der Gewerkschafter. Die CGT hält das System für „ungerecht und überholt“.

    Zudem habe sich die Produktivität der Lokführer erhöht – aber ohne entsprechende finanzielle Anerkennung. Die Streiks sollen daher auch dieses „systemische Versäumnis“ in den Fokus rücken.

    Streiken – auch am langen Wochenende

    Der gewählte Zeitpunkt rund um den 8. Mai – in Frankreich ein Feiertag – sorgt für Kritik. Doch Axel Persson kontert: „Es gibt nie einen guten Zeitpunkt für einen Streik – zumindest nicht aus Sicht derjenigen, die sich gegen Arbeitskämpfe aussprechen.“ Der Streik solle wirksam sein, und das sei er nur, wenn er spürbar sei. Die Gewerkschaft setze auf den Druck der Öffentlichkeit – und auf einen Monat Zeit für die SNCF, um eine Einigung zu erzielen.

    Und jetzt?

    Die nächsten Wochen könnten für Bahnreisende in Frankreich ungemütlich werden. Besonders, wenn die Gespräche mit der SNCF keine Fortschritte bringen. Die CGT scheint entschlossen, den Druck aufrechtzuerhalten. Und die Basis – so klingt es – steht bereit.

    Von C. Hatty

  • Frankreichs Sparkurs 2026: 40 Milliarden Euro fehlen – aber trotzdem keine Steuererhöhungen?

    Frankreichs Sparkurs 2026: 40 Milliarden Euro fehlen – aber trotzdem keine Steuererhöhungen?

    Der Gürtel wird enger geschnallt – und zwar spürbar. Frankreich steht vor einer gewaltigen finanziellen Herausforderung: Um das öffentliche Defizit bis 2026 auf 4,6 % des Bruttoinlandsprodukts zu senken, braucht es laut Wirtschaftsminister Eric Lombard satte 40 Milliarden Euro an zusätzlichen Einsparungen. Eine Zahl, die aufhorchen lässt. Und ein Plan, der auf den ersten Blick mutig – auf den zweiten fragwürdig erscheint. Keine Steuererhöhungen für Mittelstand und Unternehmen Was auffällt: Der Sparkurs soll nicht über neue Steuern für die Mittelschicht oder Unternehmen finanziert werden. Bercy, das französische Finanzministerium, hat diesen Weg ausdrücklich ausgeschlossen. Ein politisches Signal an die bürgerliche Mitte – und ein klares Bekenntnis gegenüber dem wirtschaftsfreundlichen Teil der Regierungskoalition, bestehend aus Renaissance, Horizons, MoDem und den konservativen Republikanern. „Wir werden weniger ausgeben – aber besser“, so Lombard. Klingt pragmatisch. Aber was heißt da…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Festival du Livre Paris 2025: Die Renaissance der Romance – Ein Genre entfacht neue Leidenschaft

    Festival du Livre Paris 2025: Die Renaissance der Romance – Ein Genre entfacht neue Leidenschaft

    Zwischen den verspiegelten Glasdächern des Grand Palais, wo das Pariser Literaturfestival 2025 seine Tore öffnet, blitzt nicht nur Frühlingssonne durch – auch das Genre der Romance glänzt mit nie dagewesener Strahlkraft. Was einst belächelt in verstaubten Regalen der Harlequin-Romane schlummerte, ha…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Smartphones und Laptops bleiben verschont – Trumps „raffinierter“ Schachzug im Zollstreit mit China

    Smartphones und Laptops bleiben verschont – Trumps „raffinierter“ Schachzug im Zollstreit mit China

    Mitten in einer der angespanntesten Phasen der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China überrascht die US-Regierung mit einer gezielten Entscheidung: Smartphones, Laptops und andere elektronische Geräte werden von den neuen Strafzöllen ausgenommen. Die Maßnahme, die am 12. April 2025 offiziell verkündet wurde, ist alles andere als ein Zufall – sie offenbart eine taktisch ausgeklügelte Linie im andauernden Wirtschaftskonflikt zwischen den beiden Supermächten.

    Elektronikprodukte als strategischer Joker

    Laut US-Zollbehörde (CBP) betrifft die Ausnahme rund 20 zentrale Komponenten aus dem Bereich der Elektronikfertigung. Darunter: Halbleiter, USB-Sticks, SSDs, SD-Karten und Flachbildschirme – also genau jene Bauteile, die essenziell für die Herstellung moderner Technik sind. Und das Gros dieser Waren kommt aus China. Die zunächst verhängten Zölle von bis zu 145 Prozent hätten hier wie ein wirtschaftlicher Hammer gewirkt.

    Noch wichtiger: Auch Smartphones und Computer – Produkte, die mittlerweile zum Alltag gehören wie Brot und Butter – wurden explizit von den Zöllen ausgenommen. Der Gedanke dahinter ist klar: Ein drastischer Preisanstieg würde nicht nur die US-Verbraucher verärgern, sondern auch die eigene Tech-Industrie gefährden. Firmen wie Apple, die fast alle ihre iPhones in China fertigen lassen, wären massiv unter Druck geraten.

    Wer will schon ein iPhone für 2.000 Dollar?

    Ein globales Kräftemessen mit Nebenwirkungen

    Diese Entscheidung kommt mitten in einer Phase massiver Gegenschläge. Nachdem Washington den wirtschaftlichen Schraubstock angezogen hatte, reagierte Peking mit eigenen Maßnahmen – 125 Prozent Einfuhrzoll auf bestimmte US-Waren. Der Ton ist rau, der Wirtschaftskrieg längst global.

    Die Börsen reagierten prompt. Der französische Leitindex CAC 40 rutschte ab, auch an der Wall Street ging es turbulent zu. Investoren blicken nervös auf jede neue Schlagzeile. Kein Wunder, denn die Unwägbarkeiten im Welthandel bringen nicht nur Tech-Giganten ins Schwitzen, sondern auch kleinere Unternehmen, die auf stabile Lieferketten angewiesen sind.

    Druck ausüben, ohne sich selbst zu schaden

    Donald Trumps Kurs ist nicht neu – aber diesmal ungewöhnlich durchdacht. Mit der gezielten Ausnahme von Elektronikprodukten versucht er, die Schraube bei China anzuziehen, ohne gleichzeitig den eigenen Markt zu beschädigen. Es ist wie ein Schachzug mit doppeltem Boden: Während China wirtschaftlich geschwächt werden soll, bleibt der Konsument in den USA außen vor – zumindest vorerst.

    Gleichzeitig signalisiert diese Geste auch Verhandlungsbereitschaft. Trump, bekannt für seine lautstarke Rhetorik, zeigte sich jüngst optimistisch, was ein mögliches Abkommen mit Peking betrifft. Zwischen den Zeilen liest man: Druck ist da – aber auch die Tür zur Diplomatie bleibt einen Spalt offen.

    Europa schaut aufmerksam zu

    Was zwischen den USA und China passiert, betrifft längst nicht nur diese beiden Länder. Auch Europa steht unter Beobachtung. Der französische Wirtschaftsminister Eric Lombard betonte kürzlich, wie wichtig es sei, dass Europa seine Position behauptet – und gleichzeitig offen für Gespräche bleibt. Denn auch für die EU geht es um nicht weniger als wirtschaftliche Stabilität.

    Wie würde sich eine Eskalation auf europäische Hersteller auswirken? Welche indirekten Folgen könnte ein Handelskrieg auf deutsche Maschinenbauer oder französische Luxusgüter haben? Fragen, die derzeit in vielen Hauptstädten Europas intensiv diskutiert werden.

    Kein Ende in Sicht – aber ein Moment der Klarheit

    Die Zoll-Ausnahme für Smartphones und Computer ist keine Lösung – aber ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass sich inmitten eines aufgeheizten Konflikts noch Raum für Strategie, Vernunft und vielleicht sogar Kompromissbereitschaft findet.

    Doch wie lange hält dieser Spagat? Die wirtschaftlichen Interessen sind komplex verwoben, die politischen Spannungen tief. Die Frage ist nicht mehr, ob es Verlierer geben wird – sondern nur noch, wie viele.

    Und doch: Solche Manöver zeigen, dass selbst im erbitterten Streit noch Spielräume bestehen. Vielleicht ist genau das der Moment, in dem aus einem Handelskrieg langsam wieder ein Verhandlungsprozess entstehen kann. Oder ist das Wunschdenken?

    Von C. Hatty