Kategorie: Wirtschaft

  • Sabotage der Nord Stream-Pipelines: Viertes Leck in der Ostsee identifiziert

    Sabotage der Nord Stream-Pipelines: Viertes Leck in der Ostsee identifiziert

    Jetzt wurde noch ein viertes Leck an einer der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee festgestellt, durch die russisches Gas nach Europa transportiert werden sollte.

    In der Ostsee wurde jetzt noch ein viertes Leck bei den Nord Stream-Pipelines identifiziert, wie die schwedische Küstenwache am Donnerstag berichtete.

    „Es gibt zwei Lecks auf schwedischer Seite und zwei Lecks auf dänischer Seite“, sagte ein Beamter der schwedischen Behörde der Nachrichtenagentur AFP und erklärte, dass die beiden Lecks auf schwedischer Seite „in unmittelbarer Nähe zueinander“ lägen. Bisher hatten die Behörden beider Länder von einem Leck auf schwedischer Seite und zwei Lecks auf dänischer Seite berichtet.

    Lesen Sie auch: Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    Russland, das nach der mutmaßlichen Sabotage sofort unter Verdacht stand, schlug am Mittwoch zurück, indem es auf die USA zeigte und eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats forderte, während Washington im Gegenzug von einer neuen „Desinformationskampagne“ sprach.

    In der Zwischenzeit scheint sich in Stockholm die Vermutung einer vorsätzlichen Sabotage zu verfestigen. Die Ermittlungen wurden dem schwedischen Geheimdienst übertragen. Die schwedische Sicherheitsbehörde (Säpo) „hat die vorläufigen Ermittlungen im Zusammenhang mit den Ereignissen bei Nord Stream von der Polizei übernommen. Der Vorwurf lautet derzeit auf schwere Sabotage“, erklärte die Behörde in einer Pressemitteilung. Am Vortag hatte die Ukraine einen „möglichen terroristischen Angriff“ Russlands „auf Europa“ angeprangert.

    Moskau ging am Mittwoch in die Gegenoffensive über. „Russland beabsichtigt, im Zusammenhang mit den Provokationen bezüglich der Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 eine offizielle Sitzung des UN-Sicherheitsrats einzuberufen“, schreibt die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram.

    Die russische Diplomatie beschuldigte implizit die USA und forderte von US-Präsident Joe Biden „Antworten“ über die Beteiligung seines Landes. „Der US-Präsident ist gezwungen, die Frage zu beantworten, ob die USA ihre Drohung wahr gemacht haben“, schrieb Sacharowa auf Telegram und bezog sich damit auf eine Erklärung Joe Bidens von Anfang Februar, in der er ankündigte, Washington würde Nord Stream 2 „beenden“, wenn Moskau militärisch in der Ukraine intervenieren würde.

    „Wenn Russland (in die Ukraine) einmarschiert, dann wird es kein Nord Stream 2 mehr geben“, hatte Joe Biden am 7. Februar, zwei Wochen vor Beginn der russischen Offensive, gedroht. Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums fordert nun, dass „Europa die Wahrheit kennen muss“.

    Achtung: Bisher gibt es keine Beweise dafür, dass ein Land für die angebliche Sabotage der derzeit ungenutzten, aber mit Gas gefüllten Pipelines von Russland nach Deutschland verantwortlich ist.

  • Bei Waldbränden zerstörte Wälder werden zur Herstellung von Parkett recycelt

    Bei Waldbränden zerstörte Wälder werden zur Herstellung von Parkett recycelt

    In Nouvelle-Aquitaine versuchen die Sägewerke nach den Bränden dieses Sommers, das gesamte verbrannte Holz zu verwerten, sofern dies noch möglich ist.

    Jeden Tag liefern in Saint-Martin-d’Ary (Charente-Maritime) etwa 50 Lastwagen Holzstämme aus Seekiefer an. Seit den Bränden in diesem Sommer stammt ein grosser Teil davon direkt aus den verbrannten Wäldern. Verbranntes Holz, das sehr schnell verarbeitet werden muss: ein wahrer Wettlauf gegen die Zeit.

    Ein Scanner analysiert die Qualität des Holzes.
    Nach der Abladung wird das Holz direkt im Sägewerk verarbeitet, entrindet, gehobelt und zu Brettern geschnitten. Um die Qualität seiner Produktion zu gewährleisten, verwendet der Sägewerksbetreiber einen Scanner, mit dem die Qualität des Holzes analysiert werden kann. Am Ende dieses Prozesses ist es unmöglich, die einzelnen Parkettstäbe voneinander zu unterscheiden, obwohl einige von ihnen aus verbranntem Holz hergestellt werden. In diesem Sommer brannten 35.000 Hektar Wald in der Region Nouvelle-Aquitaine. Das entspricht der Parkett-Produktion von sechs bis sieben Monaten.

  • Die Franzosen haben die Feldflasche entdeckt

    Die Franzosen haben die Feldflasche entdeckt

    Die Feldflasche ist das Trendobjekt der Stunde. Sie wird immer häufiger verkauft. Dadurch wird weniger Plastik verwendet und man kann damit Geld sparen.

    Schluss mit den üblichen Wasserflaschen aus Plastik. Der beliebteste Gegenstand der Franzosen ist derzeit die Feldflasche. Jeder zweite soll schon eine besitzen. Eine Frau erklärt auf dem Sender France 2: „Ich nehme jeden Morgen systematisch meine Feldflasche mit zur Arbeit“. Eine andere sagt, dass „Plastik heutzutage nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit schädlich ist“. In einem Einzelhandelsgeschäft nehmen die wiederverwendbaren Trinkflaschen schon mehrere Etagen in einem Regal ein. Es gibt immer mehr Modelle und die Verkaufszahlen steigen und steigen.

    Der Verkauf von Wasser in Flaschen ist in drei Jahren um mehr als 2% zurückgegangen.
    Die Trinkflasche ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll. Tatsächlich ist Leitungswasser im Durchschnitt 100-mal billiger als Wasser in Flaschen. Bei einem täglichen Verbrauch von 1,5 Litern kostet Leitungswasser durchschnittlich zwei Euro pro Jahr, während Flaschenwasser 110 bis 220 Euro kostet. Und das haben schon einige sparsame Menschen gemerkt: Tatsächlich ist der Verkauf von Wasser in Flaschen in den letzten drei Jahren um mehr als 2% zurückgegangen.

  • Bald eine „globale Rezession“? Die Welthandelsorganisation alarmiert

    Bald eine „globale Rezession“? Die Welthandelsorganisation alarmiert

    Auf dem jährlichen öffentlichen Forum der Organisation in Genf sagte die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, eine „globale Rezession“ voraus. Diese Vorhersage stützt sich auf die hohe Inflation und die Erhöhung der Leitzinsen.

    Die Vorhersagen der Welthandelsorganisation (WTO) und ihrer Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala sind düster. Am Dienstag, dem 27. September, sagte die Nigerianerin bei der Eröffnung des jährlichen öffentlichen Forums der Organisation in Genf eine „globale Rezession“ voraus, da die Welt von „multiplen Krisen“ geplagt sei: Krieg in der Ukraine, Unsicherheit, Klimakrise, steigende Lebensmittelpreise…

    Was würde eine „globale Rezession“ bedeuten? In der Wirtschaftssprache bezeichnet eine Rezession im weiteren Sinne „eine Verlangsamung des Tempos des Wirtschaftswachstums“. Auf der Ebene eines Landes oder einer Wirtschaftseinheit ist damit vor allem ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gemeint. Internationale Organisationen wie die Weltbank oder der Internationale Währungsfonds (IWF) bezeichnen eine globale Rezession als ein Jahr, in dem der durchschnittliche Weltbürger einen Rückgang seines Realeinkommens erleidet.

    Konkret kann sich eine Rezession beispielsweise auf die Beschäftigung auswirken: Unternehmen in Schwierigkeiten reduzieren die Neueinstellungen, können Entlassungen vornehmen oder Arbeitsstunden abbauen. Die Verlangsamung der Finanzmärkte kann sich auch auf Geldanlagen oder sogar die Kaufkraft von Privatpersonen auswirken.

    Ngozi Okonjo-Iweala äußerte sich vor allem besorgt über den weltweiten Zugang zu lebensnotwendigen Gütern wie Lebensmitteln oder Energie.

    Ist die Angst vor einer Rezession wirklich gerechtfertigt?
    Eine Reihe von Faktoren kann eine Rezession auslösen: ein Anstieg der Zinssätze, eine Finanzkrise oder ein Börsencrash. Und so etwas ist heute tatsächlich der Fall: Die Börsen weltweit verzeichnen derzeit einen besonders starken Rückgang. Am Freitag, dem 23. September, „fielen die Aktienkurse auf den niedrigsten Stand seit 2020 und setzten damit einen seit August anhaltenden Abwärtstrend fort, während die Anleger in den USA und im Rest der Welt mit einem wirtschaftlichen Sturm konfrontiert sind, der sich voraussichtlich weiter verschärfen wird“, beschrieb die Washington Post letzte Woche.

    Vor diesem Hintergrund vergeben Banken in Zukunft weniger und teurere Kredite vergeben. Die Ursache dafür? Die Leitzinsen. Das sind die Zinssätze, die eine Zentralbank für die Kredite festlegt, die sie an Geschäftsbanken vergibt. Mithilfe dieser Leitzinsen versuchen die Zentralbanken – wie zum Beispiel die Europäische Zentralbank -, der Inflation entgegenzuwirken und gleichzeitig das Wachstum nicht zu zerstören. Das Ziel ist es, die Leitzinsen zu erhöhen, ohne dass diese auf einem zu hohen Niveau gedeckelt werden. Und der Trend geht momentan tatsächlich nach oben: Laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird die Europäische Zentralbank die Zinsen bei ihren „nächsten Sitzungen“ weiter anheben.

    Diese Entscheidung wird laut Ngozi Okonjo-Iweala „ziemlich ernste“ Auswirkungen auf die Entwicklungsländer haben, die Kredite aufnehmen müssen und deren Schulden daher weiter steigen werden.

  • Energiekrise: Französische Regierung gibt Gas bei der Atomkraft

    Energiekrise: Französische Regierung gibt Gas bei der Atomkraft

    Frankreich ist von der Energiekrise betroffen und die Regierung hat beschlossen, im Bereich der Kernenergie Gas zu geben. Ab 2035 sollen Reaktoren der neuen Generation ans Netz gehen. Bei der Kernenergie Gas geben und so schnell wie möglich neue Reaktoren bauen. Mitten in der Energiekrise macht die Regierung ihre Absichten bekannt. Sie will ab 2035 Reaktoren der neuen Generation, die als EPR 2 bezeichnet werden, am Netz haben. Um eine Wiederholung des Misserfolgs von Flamanville am Ärmelkanal zu vermeiden, wo sich der Bau eines Atomkraftwerks um 11 Jahre verzögert hat, will die Regierung einige Regeln vereinfachen. Drei ProjekteIm Kraftwerk Penly (Seine-Maritime) könnten mehrere Gebäude bereits vor dem Ende der öffentlichen Anhörung aus dem Boden gestampft werden. Solche administrativen Abkürzungen sind in einem neuen Gesetzesentwurf vorgesehen, den Journalisten von France Télévisons einsehen konnten. Er enthält viele Ausnahmeregelungen. In Artikel 5 werden neue Reaktoren zum Beispiel…

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  • Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    In den beiden Nordstream-Pipelines, die Russland mit Deutschland verbinden, wurden am Dienstag plötzlich unerklärliche Lecks in der Ostsee entdeckt. Sabotageaktionen sind nicht auszuschließen, warnen Experten. Die umstrittenen und wegen des Krieges in der Ukraine außer Betrieb befindlichen Nordstream-Pipelines zwischen Russland und Deutschland waren beide plötzlich von unerklärlichen Lecks in der Ostsee betroffen, wie die dänischen und schwedischen Behörden am Dienstag mitteilten. Es besteht Verdacht auf Sabotage. Nur einen Tag nach der Meldung über ein Leck in der Gaspipeline Nord Stream 2 war auch die Gaspipeline Nord Stream 1 von zwei Gaslecks in der Ostsee betroffen, wie die Behörden von Dänemark und Schweden am Dienstag mitteilten. Die beiden Pipelines, die von dem russischen Gasgiganten Gazprom betrieben werden, sind aufgrund der Folgen des Krieges in der Ukraine nicht in Betrieb. Beide sind jedoch noch mit Gas gefüllt. Der Kreml äußerte sich „äußerst besorgt“ und meinte, man dürfe „keine“ Hypothese ausschließen, auch nicht die einer Sabotage. Kopenhagen versetzte seine Energieinfrastruktur sofort in Alarmbereitschaft, hielt es aber für „zu früh“, um sich zu den Ursachen der gleichzeitigen Vorfälle zu äußern. Nachdem das Betreiberkonsortium der Pipelines am Montagabend einen plötzlichen Druckabfall bei Nord Stream 1 gemeldet hatte, bestätigten der dänische Minister für Klima und Energie, Dan Jørgensen, und die schwedischen Seebehörden am Dienstagmorgen „zwei weitere Lecks“ in Nord Stream 2. Alle drei Lecks befinden sich vor der Küste der dänischen Insel Bornholm. „Gasleitungslecks sind extrem selten und wir sehen daher einen Grund, die Wachsamkeit aufgrund der Vorfälle, die wir in den letzten 24 Stunden beobachtet haben, zu erhöhen“, erklärte der Leiter der dänischen Energieagentur, Kristoffer Böttzauw, und versprach „eine gründliche Überwachung der kritischen Infrastruktur Dänemarks“. Die parallel zur Nord Stream 1-Pipeline gebaute Nord Stream 2-Pipeline sollte die Importkapazität für russisches Gas nach Deutschland verdoppeln. Ihre Inbetriebnahme wurde jedoch als Vergeltung für Moskaus Einmarsch in die Ukraine ausgesetzt. Gazprom reduzierte die über Nord Stream 1 gelieferten Gasmengen schrittweise, bis die Pipeline Ende August vollständig geschlossen wurde. Russland erklärt die westlichen Sanktionen dafür verantwortlich, die notwendigen Reparaturen der Pipeline verzögert zu haben. Die deutschen Behörden gaben zunächst keinen Kommentar zu dem Vorfall ab. „Alles spricht gegen einen Zufall“ Laut einer Quelle aus dem Umfeld der deutschen Regierung, die von der Zeitung Taggesspiegel zitiert wurde, spricht jedoch „alles gegen einen Zufall“. „Wir können uns kein Szenario vorstellen, bei dem es sich nicht um einen gezielten Angriff handelt“. In einem Umkreis von fünf Seemeilen (ca. neun Kilometer) um die drei Lecks wurde die Schifffahrt verboten, ebenso ist das Überfliegen der Lecks in einem Radius von einem Kilometer verboten. Den Behörden zufolge haben die Vorfälle keine Auswirkungen auf die Sicherheit oder Gesundheit der Bewohner der benachbarten dänischen Inseln Bornholm und Christiansø. Die Auswirkungen auf die Umwelt dürften nach ersten Einschätzungen lokal begrenzt sein. Am Dienstag eröffnet die dänische Premierministerin gemeinsam mit ihren norwegischen und polnischen Amtskollegen die Baltic Pipe, eine Gaspipeline, die Polen mit Norwegen verbindet und durch skandinavisches Gebiet und Gewässer verläuft.
  • Frankreich: Die Steuertabelle wurde neu berechnet

    Frankreich: Die Steuertabelle wurde neu berechnet

    Eine gute Nachricht für französische Haushalte. Die Steuertabelle wurde überarbeitet, um sArbeitnehmer nicht zu benachteiligen, die von einer Gehaltserhöhung profitiert haben, um der Inflation zu begegnen. Die Journalistin Sophie Lanson zieht auf dem Sender France 3 Bilanz. Die Steuertabelle wurde von der Regierung überarbeitet. „Es gibt mehrere Einkommensstufen, die einer Tabelle folgend unterschiedlich besteuert werden. Zum Beispiel stehen auf der ersten Stufe 0%, keine Steuern. Auf der zweiten Stufe sind es 11%, auf der dritten Stufe 30%. Nur: Um die Inflation und den Preisanstieg von 5,4 Prozent auszugleichen, sind die Löhne im Durchschnitt etwa um 3,4 Prozent gestiegen“, erklärt die Journalistin Sophie Lanson, die am Montag, dem 26. September, in der Sendung 12/13 auf dem Sender France 3 zu Gast war. Wenn die Steuertabelle nicht an die Inflation angepasst wird, kann dies dazu führen, dass einige Franzosen automatisch in eine höhere Steuergruppe fallen. Ein Arbeitnehmer mit Mindes…

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  • TotalEnergies-Beschäftigte im Streik: Steht Treibstoffknappheit an Tankstellen bevor?

    TotalEnergies-Beschäftigte im Streik: Steht Treibstoffknappheit an Tankstellen bevor?

    Die Beschäftigten des TotalEnergies-Konzerns haben am Dienstag, den 27. September, mit einem Streik begonnen. Sie fordern bessere Löhne und drohen damit, die Treibstoffversorgung der Tankstellen zu blockieren. Die Beschäftigten von TotalEnergies sind ab Dienstag, dem 27. September, zu einem Streik aufgerufen. Insgesamt sind mehr als 35.000 Arbeitnehmer von dem Streikaufruf betroffen. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen steht insbesondere eine Lohnerhöhung. Parallel dazu drohen die Streikenden damit, die Versorgung der Tankstellen mit Kraftstoff zu blockieren. Derzeit bieten die Tankstellen von Total wegen eines von TotalEnergies gewährten Rabatts von 20 Eurocent pro Liter den preiswertesten Treibstoff in ganz Frankreich. „Wir rufen dazu auf, kein einziges Produkt mehr aus den Raffinerien und der Petrochemie herauszulassen“, warnt Benjamin Tange, CGT-Zentralgewerkschaftsdelegierter der Raffinerie Petrochemie von TotalEnergies in Frankreich. Zu den wichtigsten betroffenen Standorten gehören die Bioraffinerie La Mède (Bouches-du-Rhône), die Raffinerien Normandie in Le Havre, Donges (Loire-Atlantique), Carling (Moselle), Feyzin (Rhône) und Oudalle (Seine-Maritime) sowie die Tanklager Grandpuits (Seine-et-Marne) und Flandres (Nord). Neben Störungen bei der Versorgung der Total-Tankstellen könnte die Produktion der Raffinerien im Falle einer starken Streikmobilisierung um 20 bis 30% zurückgehen. TotalEnergies beschäftigt einschließlich der Tochtergesellschaften in Frankreich 35.000 Arbeitnehmer. Ein Teil der Beschäftigten erhält „extrem niedrige Löhne und es besteht die Notwendigkeit, sie auf das Niveau der Gewinne des Konzerns anzuheben“, betont Benjamin Tange, zentraler Gewerkschaftsvertreter der CGT für den Bereich Raffination Petrochemie bei TotalEnergies in Frankreich. Neben einer „sofortigen Lohnerhöhung in Höhe von 10% für das Jahr 2022″ fordert die CGT Neueinstellungen in Frankreich und „einen massiven Investitionsplan“. Diese Forderungen sind bereits am 24. Juni und am 28. Juli Anlass für Streiks bei Total gewesen. Für den heutigen Dienstag sind Verhandlungen geplant, weshalb die Streikbewegung an diesem Tag beginnen soll, hauptsächlich an den Ölstandorten. An den folgenden Tagen sollen sich die anderen Standorte des Konzerns anschließen. Im Blickpunkt steht auch der Aktionstag in allen Wirtschaftssektoren am Donnerstag, dem 29. September, zu dem die Gewerkschaften CGT und Solidaires aufgerufen haben.
  • Wie die Schweizer ihre französischen Nachbarn sehen – und andersherum

    Wie die Schweizer ihre französischen Nachbarn sehen – und andersherum

    Die Schweiz und Frankreich sind Nachbarn und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind (meist) freundschaftlich. Aber wie sehen sich die Menschen auf beiden Seiten der Grenze?

    In der Schweiz – vor allem in den französischsprachigen Kantonen – hört man die Menschen manchmal über die Nachbarn jenseits der Grenze schimpfen. Aber auch die Franzosen scheinen nicht gerade begeistert von den Schweizern zu sein.

    Dies wurde deutlich, als der französische Fernsehsender M6 seine Sendung „Enquête exclusive“ am 16. September der Schweiz widmete.

    Unter dem Titel „Unsere erstaunlichen Schweizer Nachbarn“ stellten die Macher der Sendung fest, dass die Schweizer „nur wenige Kilometer von uns entfernt leben, oft dieselbe Sprache sprechen und doch so anders sind“. Das Wort „erstaunlich“, war in diesem Zusammenhang nicht unbedingt als Kompliment gemeint – zumindest nicht nur. In diesem speziellen Kontext bedeutete es eher „verwirrend“ oder „verblüffend“.

    Die Sendung konzentrierte sich nicht auf die typischen Stereotypen, Käse, Schokolade und Jodeln, mit denen die Schweiz oft beschrieben wird. Stattdessen wurden andere Aspekte der heutigen Schweiz hervorgehoben: etwa die Liebe der Menschen zu Schusswaffen. In der Sendung wurde eine „typische“ Schweizer Familie vorgestellt, in der alle – auch die Kinder – schießen und deren Schränke voller Sturmgewehre sind.

    Aber – und das muss ehrlicherweise betont werden , sind Gewalttaten mit Schusswaffen in der Schweiz trotz eines scheinbaren Überflusses an Feuerwaffen sehr selten.

    Insgesamt scheinen die Franzosen die Schweiz als ein Land mit vielen Bunkern zu sehen, mit Milizsoldaten, die in den Bergen lauern und jederzeit bereit sind, Feinde abzuwehren, eifrige Zollbeamte, die die Kunst beherrschen, im Ausland gekauftes Fleisch zu entdecken, Gemeindebedienstete, die auf der Lauer liegen, um denjenigen abzustrafen, der seinen Müll in die falsche Tonne geworfen hat…

    So zumindest schildert es der Sender M6 – aber, Schweizer seid mal ehrlich, es steckt doch ein mehr oder minder grosses Quäntchen Wahrheit darin, oder?

    Auch die Schweizer Medien haben eine Umfrage durchgeführt, die sich mit der Wahrnehmung der Franzosen durch die Schweizer Bevölkerung befasst.

    Eine Mehrheit der befragten Schweizer sieht Frankreich durchaus nicht als ein grossartiges Land, sondern sie sehen mehr negative als positive Aspekte. Ein Fünftel der Schweizer fühlt sich den Franzosen ganz einfach überlegen.
    Und 36 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die Franzosen sogar „auf die Nerven gehen“. Manche finden sie „nervig“ und „unerträglich“. Fast die Hälfte der Schweizer sind der Meinung, dass die Franzosen eine „große Klappe“ haben und sich für wichtiger halten, als sie sind.

    Einige Schweizer Arbeitgeber – und das ist das wirklich erschütternde – bezeichneten bei der Umfrage ihre französischen Arbeitnehmer als „faul“ und „arrogant“, die sich „ständig beschweren“ und sich „montags und freitags gerne krank melden“. Aber zum Trost sei gesagt: Die überwiegende Mehrheit der Schweizer Unternehmen, die französische Grenzgänger beschäftigen, weiß deren Einsatz durchaus zu schätzen: „Ohne die französischen Grenzgänger würden unsere Spitäler nicht funktionieren“, wurde Bertrand Vuilleumier, Chef des Waadtländer Spitalverbands, in der Zeit der Covid-19-Pandemie zitiert.

    Das alles soll aber nicht schmälern, dass insgesamt das Verhältnis zwischen den Bewohnern der beiden so unterschiedlichen Länder meist herzlich ist – abgesehen von lautem Unmut und ein paar kleineren Auseinandersetzungen, wenn Frankreichs Fußballnationalmannschaft gegen die Schweiz spielt…

  • Elisabethe Borne: Eine Zigarettenpackung wird 2023 mindestens 11 Euro kosten

    Elisabethe Borne: Eine Zigarettenpackung wird 2023 mindestens 11 Euro kosten

    Als Gast in der Sendung Face à Face der Sender RMC und BFM TV wurde die Premierministerin über die Erhöhung des Zigarettenpreises befragt. Sie bestätigte, dass der Preis für Zigaretten an die Inflation gekoppelt sein wird. Die Nachricht, dass eine Schachtel Zigaretten im Jahr 2023 mindestens 11 Euro kosten wird, sorgte am vergangenen Wochenende für Aufsehen. Laut der Zeitung Les Echos könnte dies das Ergebnis der Bestrebungen der Regierung sein, die Tabaksteuer zu erhöhen, um den Preis nicht mehr an die Inflation von vor zwei Jahren, sondern an die des Vorjahres anzupassen und gleichzeitig die Obergrenze von 1,8% für eine Preiserhöhung abzuschaffen. Die Regierungschefin äußerte sich am Montagmorgen in der Sendung Face à Face von RMC und BFM TV zu diesem Thema: „Ich kann Ihnen bestätigen, dass der Preis pro Packung wie die Inflation steigen wird. Es wäre ziemlich paradox, wenn der Anstieg der Zigarettenpreise geringer als die Inflation wäre, das heißt, dass der Preis relativ sinken würd…

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