Kategorie: Wirtschaft

  • Neuer Lieferservice: Carrefour will künftig Einkäufe bis in den Kühlschrank liefern

    Neuer Lieferservice: Carrefour will künftig Einkäufe bis in den Kühlschrank liefern

    Carrefour wird die Lieferung von Einkäufen nach Hause um einen neuen Service erweitern: dem Aufräumen des Kühlschranks. Der Lieferant kommt zum Kunden nach Hause und räumt die Einkäufe gleich ein.

    Wenn Sie es leid sind, jede Woche zu viel Zeit mit dem Einkaufen im Supermarkt zu verschwenden, gehören Sie vielleicht zu den Millionen Franzosen, die mittlerweile auf Drive-Through-Abholungen umgestiegen sind. Viele Einzelhändler bieten auch die Lieferung der Einkäufe nach Hause an.

    Carrefour möchte jetzt noch weiter gehen. Das Unternehmen untersucht derzeit ein System aus den USA, bei dem der Lieferant, der die Einkäufe bringt, diese sofort im Kühlschrank und der Gefriertruhe verstaut.

    Um diesen Service in Anspruch nehmen zu können, muss das der Kunden Haus mit einem speziellen Schloss für die Eingangstür ausgestattet sein. Dieses Schloss wird von der Firma Linus Yale vermarktet – die Preise sind noch nicht bekannt – und lässt sich in einem vom Kunden gewählten Zeitfenster entsperren und blockieren.

    Sobald der Lieferant im Haus ist, räumt er die frischen Lebensmittel in den Kühlschrank, die gefrorenen in die Tiefkühltruhe und stellt die trockenen Produkte in die Küche oder den Vorratsraum. Wenn er fertig ist, muss er dem Kunden ein Foto per SMS schicken. In den USA sind die Lieferdienste mit Kameras ausgestattet, um jeden Verdacht auf Diebstahl in der Wohnung des Kunden zu vermeiden.

  • Frankreich: Ansturm auf die Tankstellen am Wochenende – bevor die Rabatte wieder sinken

    Frankreich: Ansturm auf die Tankstellen am Wochenende – bevor die Rabatte wieder sinken

    Ab nächsten Mittwoch werden die Rabatte der Regierung und des TotalEnergies-Konzerns verringert. Mit langen Warteschlangen und leeren Tankstellen ist am Wochenende zu rechnen.

    Ab Mittwoch, dem 16. November, wird der staatliche Rabatt von 30 auf 10 Cent und der Rabatt von TotalEnergies von 20 auf 10 Cent gesenkt. Benzin und Diesel werden also deutlich teurer. Am Wochenende des 12. und 13. November riskieren die Tankstellen in Frankreich von Autofahrern gestürmt zu werden, die ihren Tank nochmal füllen wollen, bevor die Preise wieder steigen.

    Ende des Rabatts von 18 Cent
    Zur Erinnerung: Der Rabatt der Regierung betrug ursprünglich 18 Cent pro Liter Kraftstoff. Am 1. September wurde er bis zum 1. November auf 30 Cent erhöht. Danach hat der Staat beschlossen, den Rabatt um zwei Wochen zu verlängern und erst ab Dienstag, dem 15. November, wieder nach unten zu korrigieren.

    Der Sender TF1 warnt, dass die Situation vor allem in den Regionen Île-de-France, Auvergne-Rhône-Alpes und Centre-Val de Loire „angespannt“ sein wird.

    Nach dem 31. Dezember wird der Rabatt auf Kraftstoffe sehr wahrscheinlich durch eine gezieltere Unterstützung für diejenigen, die am meisten fahren müssen, ersetzt werden. Bisher ist der Rabatt für Privatpersonen und Gewerbetreibende gleich hoch. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat sich diesbezüglich sehr klar geäußert: „Ab 1. Januar wird es keinen allgemeinen Rabatt auf Kraftstoffe mehr geben“, und fügte hinzu: „Jeder wird verstehen, dass wir nicht endgültig eine Maßnahme beibehalten können, die ein Anreiz zum Verbrauch von Kraftstoff, also fossilen Energieträgern, ist und eine Subvention für fossile Energieträger darstellt“.

    Im Jahr 2022 hat der Treibstoffrabatt den Staat 7,5 Milliarden Euro gekostet.

  • Private medizinische Labore in Frankreich streiken ab Montag für drei Tage

    Private medizinische Labore in Frankreich streiken ab Montag für drei Tage

    Ab Montag, dem 14. November, und drei Tage lang wird ein massiver Streik zur Schließung zahlreicher Labore für medizinische Biologie führen. Die Biologen protestieren gegen den Entwurf des Gesetzes zur Finanzierung der Sozialversicherung, der sie zu Einsparungen zwingen wird. Ihnen zufolge könnten deswegen allein im Südwesten mehr als 400 Labore verschwinden. Ein Streik der privaten Analyselabors wird sich ab Montag, dem 14. November, auf die Patienten in Frankreich auswirken. Drei Tage lang werden die biologisch-medizinischen Labors ihre Türen schliessen. Bluttests, Tests auf Viren oder Bakterien müssen bis Donnerstagmorgen, den 17. November, warten. In Notfällen werden die Patienten gebeten, sich in die Notaufnahmen der nächstgelegenen Krankenhäuser zu begeben. Dialysen werden weiterhin durchgeführt, ebenso wie Chemotherapieuntersuchungen von Blutproben, die von freiberuflichen Krankenschwestern bei Krebspatienten zu Hause entnommen werden. Der Streik der privaten Labore ist eine Re…

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  • Frankreich: Gegen Lebensmittelverschwendung kämpfen und den Planeten schützen

    Frankreich: Gegen Lebensmittelverschwendung kämpfen und den Planeten schützen

    In Frankreich haben 8 Millionen Menschen wenig Geld zum Essen. Aber jedes Jahr werden 10 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.

    Um die Verschwendung einzudämmen, organisieren sich immer mehr Menschen. Dies ist zum Beispiel der Fall bei La salle à manger, einem Restaurant, dessen Gerichte aus unverkauften Lebensmitteln zubereitet werden. Besonders engagiert sind die „Null-Abfall-Familien“, die versuchen, nichts mehr wegzuwerfen, um auf diese Weise den Klimawandel zu bekämpfen. Ein Bäcker recycelt seine unverkauften Lebensmittel mit einem „Öko-Brot“. Eine Reportage von France 24:

  • Covid-19: Europa genehmigt Auffrischungsimpfstoff des französischen Pharmaunternehmens Sanofi

    Covid-19: Europa genehmigt Auffrischungsimpfstoff des französischen Pharmaunternehmens Sanofi

    Die Zulassung eines Serums der „nächsten Generation“ durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bedeutet einen Schub für Sanofi und GSK, die ursprünglich beim Angebot eines Impfstoffs hinter ihren Rivalen zurückgeblieben sind. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) gab am Donnerstag, dem 10. November, bekannt, dass sie grünes Licht für einen Impfstoff der nächsten Generation gegeben hat, der als Auffrischungsdosis gegen Covid-19 eingesetzt wird und von der französischen Firma Sanofi entwickelt wurde. In klinischen Tests brachte dieser Impfstoff positive Ergebnisse gegen die Omicron-Varianten. Das Serum VidPrevtyn Beta könnte als Auffrischungsdosis bei Erwachsenen verwendet werden, die zuvor mit Injektionen von mRNA-Impfstoffen, wie sie von Pfizer und Moderna hergestellt werden, oder mit Virusvektorimpfstoffen, die von AstraZeneca und Johnson & Johnson hergestellt werden, immunisiert wurden, fügte die europäische Regulierungsbehörde in einer Erklärung hinzu. „Eine Auffrischu…

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  • Energiekrise: Stromversorger EDF im Wettlauf gegen die Zeit zur Sicherung der Stromproduktion im Winter

    Energiekrise: Stromversorger EDF im Wettlauf gegen die Zeit zur Sicherung der Stromproduktion im Winter

    Der französische Stromversorger EDF kündigt den Normalbetrieb in 42 Reaktoren im Dezember und 46 Reaktoren im Januar nächsten Jahres an, um so zu versuchen, den Winter ohne Stromausfälle zu überstehen. Die Prognosen bleiben jedoch unsicher.

    der Stromversorger EDF sieht sich einem Wettlauf mit der Zeit ausgesetzt, um eine ausreichende Stromproduktion in diesem Winter zu sichern. Der staatliche Stromversorger kündigte am Dienstag, dem 7. November an, dass er im Dezember über 42 und im Januar über 46 Reaktoren im Normalbetrieb verfügen wolle. Derzeit sind nur 30 der 56 französischen Reaktoren in Betrieb. Das Erreichen dieses Versprechens bleibt jedoch unsicher, da der Konzern die Wiederinbetriebnahme von vier Reaktoren in der vergangenen Woche verschieben musste.

    42 Reaktoren im Dezember und 46 im Januar im Normalbetrieb: Auch das ist immer noch eine niedrige Verfügbarkeit. Auf jeden Fall niedriger als der Wirtschaftsminister Bruno Le Maire gehofft hatte. Er hatte sich auf das optimistischste Szenario von RTE, dem Betreiber des Stromnetzes, gestützt. Inzwischen rechnet RTE mit einem so genannten vorsichtigen Szenario: Das bedeutet, dass es keinen sehr kalten Winter geben darf. Andernfalls müsste RTE das rote Ecowatt-Signal mehrmals in der Wintersaison aktivieren und es würde wahrscheinlich zu Stromabschaltungen kommen. Wenn die nukleare Produktion noch weiter sinkt, könnte das das schlechteste Szenario bedeuten. Das heißt, selbst bei einem warmen Winter bestünde die Gefahr von Stromausfällen.

    Was das Risiko neuer Probleme in den Kraftwerken betrifft, bleibt die EDF vorsichtig. Man will keinen zu grossen Optimismus mehr zeigen, wie es Ende Oktober vor dem Senat der Fall war. „Es ist immer die gleiche Frage, was garantieren Sie heute?“, erklärte Régis Clément, der stellvertretende Direktor des EDF-Kernkraftwerksparks. „Ich kann nur erklären, dass wir auf ein außergewöhnliches Mobilisierungsniveau verpflichtet sind, und mit uns die Unternehmen, die an den Reaktoren arbeiten. Wir sind also ziemlich zuversichtlich“.

    Ob die 42 Reaktoren im Dezember und die 46 Reaktoren im Januar funktionieren, bleibt jedoch nur eine Prognose. In der vergangenen Woche musste EDF erneut vier Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme seines Reaktorparks bekannt geben. Zwei davon wegen neuer Entdeckungen von Problemen mit Spannungsrisskorrosion. Dabei handelt es sich um Mikrorisse in den Rohrleitungen. Sie traten erst ganz am Ende der Tests an den Reaktoren der Kraftwerke Cattenom im Département Moselle und Penly im Département Seine-Maritime auf. Hinzu kam die Weigerung der ASN (Autorité de sûreté nucléaire), dem Wiederanfahren eines Reaktors in Cattenom zuzustimmen. Die für später geplanten Reparaturen müssen nun sofort durchgeführt werden. Ein Vorfall am Mittwoch, den 2. November, im AKW Civaux: Der Ausstoß eines radioaktiven Elements bei einem Test und ein Leck zeigen, wie brüchig diese Prognosen sind.

    Um zu versuchen, weitere Verzögerungen zu vermeiden, hat der Stromversorger zunächst seine Teams verstärkt, indem er zusätzlich zu den 500 bereits beschäftigten Spezialschweißern rund 100 kanadische und amerikanische Schweißer einstellte. Er änderte seinen sehr komplexen Zeitplan für die Wartung von Kernreaktoren, um möglichst viele Reaktoren in der Wintersaison am Netz zu haben.

  • Klima: Wissenschaftler fordern vor dem Hauptsitz von Dassault Aviation ein Verbot von Privatjets

    Klima: Wissenschaftler fordern vor dem Hauptsitz von Dassault Aviation ein Verbot von Privatjets

    Diese Aktion ist Teil einer internationalen Kampagne mit dem Namen „Make Them Pay“ („Sie müssen zahlen“). Die Forderungen der Protestierenden lauten: „Privatjets verbieten, Krisengewinnler besteuern und extrem reiche Umweltverschmutzer zur Kasse bitten“.

    Die Protestierenden prangern die Umweltfolgen von Privatjets an. Rund 30 Wissenschaftler protestierten am Donnerstag, dem 10. November, im Rahmen einer in zehn Ländern koordinierten Aktion vor dem Hauptsitz von Dassaut Aviation in Paris.

    Dassault ist der drittgrößte Hersteller von Privatjets weltweit und repräsentiert etwa 30 Prozent des Business-Luftfahrtsektors. Um „das Symbol der klimatischen Ungleichheit“, das in ihren Augen die Privatjets darstellen, anzuprangern, warfen die Wissenschaftler Papierflugzeuge über das Gitter des französischen multinationalen Unternehmens.

    Zur Zeit der COP27 ist diese Aktion Teil einer internationalen Kampagne mit dem Namen „Make Them Pay“ („lasst sie zahlen“). Sie hat drei Forderungen: „Privatjets verbieten, Krisengewinnler besteuern und reiche Umweltverschmutzer zur Kasse bitten“, erklärten die „Wissenschaftler in Rebellion“ in einer Pressemitteilung.

    Angesichts der derzeitigen und künftigen klimatischen Notlage beschließen viele Wissenschaftler, sich an Aktionen des zivilen Ungehorsams zu beteiligen, um gegen den Mangel an Maßnahmen zu protestieren.

  • Inflation in Frankreich: Welche Produkte und Dienstleistungen sind am stärksten betroffen?

    Inflation in Frankreich: Welche Produkte und Dienstleistungen sind am stärksten betroffen?

    Der Anstieg der Verbraucherpreise in Frankreich beschleunigte sich im Oktober auf +6,2% im Jahresvergleich. Doch welche Preise stiegen am stärksten?

    Trotz der niedrigsten Inflationsrate in der gesamten Eurozone bleibt auch Frankreich nicht von einem regelmäßigen Anstieg zahlreicher Preise verschont. Der Anstieg der Verbraucherpreise beschleunigte sich im Oktober nach zwei Monaten der Verlangsamung wieder auf +6,2% im Jahresvergleich, so die vorläufigen Daten, die vom nationalen Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien (Insee) veröffentlicht wurden.

    Nur im Juni 1985, als ein Preisanstieg von 6,4% innerhalb eines Jahres verzeichnet wurde, lag die Inflation in Frankreich über 6,2%. Der Anstieg der Inflation sei auf die Beschleunigung des Preisanstiegs bei Energiepreisen, Lebensmitteln und Fertigwaren zurückzuführen, so das Insee in einer Pressemitteilung. In folgenden Kategorien und Produkten sind die Preissteigerungen am stärksten:

    Fleisch, Öl, Nudeln… Lebensmittel sind stark betroffen
    Es ist der größte Ausgabenposten für französische Haushalte. Lebensmittel machen 11% des Budgets der Franzosen aus. Und laut NielsenIQ sind die Produkte, deren Preise am stärksten steigen, tiefgefrorenes Fleisch und Geflügel (+28,57% im Vergleich zu Oktober 2021), Küchenrollen (+23,48%), Nudeln (+20,36%), Öl (+19,35%) und Toilettenpapier (+17,92%).

    Der Preisanstieg bei Lebensmitteln, für die die einkommensschwächsten Haushalte einen großen Teil ihres Einkommens ausgeben müssen, war im Oktober mit 11,8% im Jahresvergleich besonders hoch, bei Frischwaren waren es sogar 16,9%. Ein Anstieg, den das Insee bereits im September für frisches Gemüse (+17,7%), frischen Fisch (+16,5%), Milch, Käse und Eier (+12,6%), Fleisch (+11,0%) sowie Brot und Getreide (+9,9%) festgestellt hatte.

    Gas und Strom weiterhin auf Höchststand
    Die Energiepreise stiegen im Oktober um 19,2% gegenüber 17,9% im September, und das trotz der Verlängerung der Tankstellenrabatte durch die Regierung. Im September waren die Preise für Diesel von +29,4% auf +19,1% gefallen und auch die Benzinpreise waren rückläufig (-2,3% nach +13,4%). Die Gaspreise stiegen im September um 30% im Jahresvergleich und die Strompreise erhöhten sich um 10,7%, nachdem sie im August bei +7,7 % gelegen hatten. Nach den ersten Schätzungen für Oktober ist jedoch klar, dass die Energiepreise trotz der staatlichen Hilfen weiter steigen dürften.

    Haushaltsgeräte und Gesundheit…
    Das Insee hat einen geringeren Rückgang der Preise für Gesundheitsprodukte (-0,9% nach -1,3%) festgestellt. Die Preise für nicht langlebige Haushaltswaren (+9,8%), Garten-, Pflanzen- und Blumenprodukte (+3,0%) und große Haushaltsgeräte (+5,8%) stiegen deutlich.

    Preisanstieg bei Transportdienstleistungen verlangsamt
    Auf Jahressicht stiegen die Preise für Dienstleistungen im September laut Insee um 3,2%. Der Preisanstieg für Transportdienstleistungen verlangsamte sich (+8,6% nach +15,3% im Vormonat), insbesondere für den Lufttransport (+23,1% nach +39,8%) und den Straßentransport (+5,5% nach +11,6%). Die Preise für Mieten, Wasser und Müllabfuhr stiegen um 2,0%.

  • Schwarzer Donnerstag im Pariser Nahverkehr – Metro steht aufgrund eines Streiks fast still

    Schwarzer Donnerstag im Pariser Nahverkehr – Metro steht aufgrund eines Streiks fast still

    Der Verkehr in Paris wird an diesem Donnerstag aufgrund eines eintägigen Streiks bei der RATP und eines Aufrufs der CGT zu einer branchenübergreifenden Streikmobilisierung stark beeinträchtigt sein. Bei den U-Bahnen werden nur die vollautomatisierten Linien normal funktionieren, wobei mit überfüllten Zügen gerechnet werden musss.

    Aufgrund eines Streiks, zu dem alle Gewerkschaften der RATP aufgerufen haben, wird am Donnerstag, dem 10. November, in Paris kaum eine U-Bahn fahren. Es wird erwartet, dass der Streik sehr gut befolgt sein wird, während in anderen Bereichen, die nur von der CGT zur Arbeitsniederlegung aufgefordert wurden, eine schwächere Streikwelle zu erwarten ist.

    Nur die vollautomatisierten Linien 1 und 14 der RATP werden normal fahren, allerdings mit einem „Überfüllungsrisiko“. Fünf Linien werden vollständig geschlossen (2, 8, 10, 11 und 12), die anderen fahren nur zu Spitzenzeiten, mit einem stark eingeschränkten Service.

    Die RATP fordert alle, für die es möglich ist, auf, zu Hause zu bleiben und aus dem Homeoffice zu arbeiten. Auf der RER Linie A wird die Situation nicht besser sein, da im Durchschnitt nur einer von drei Zügen fahren wird. Auf der RER B wird die Frequenz bei einem von zwei Zügen liegen.

    Bei der SNCF hingegen wird der Streik, zu dem die Gewerkschaft CGT-Cheminots aufgerufen hat, weit weniger beachtet werden. Der Verkehr auf den TGV-Zügen wird normal und auf den Intercités nur leicht beeinträchtigt sein. Zur grossen Erleichterung der Reisenden, steht doch wieder ein verlängertes Wochenende bevor.

    Auf den TER-Linien werden im Durchschnitt neun von zehn Zügen fahren. In der Île-de-France allerdings ist auf einigen Transilien-Linien mit Störungen zu rechnen.

    Die Gewerkschaften CGT, FO, Unsa, Solidaires haben bei der RATP zu den Streiks aufgerufen, um Lohnerhöhungen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu fordern.

    Die RATP leidet wie andere Unternehmen des Verkehrssektors aufgrund von Einstellungsschwierigkeiten unter einer chronischen Unterbesetzung und unter einem explosionsartigen Anstieg des Krankenstandes, insbesondere wegen an Covid erkrankten Busfahrern.

    Einstellungen neuer Mitarbeiter werden nach seinem Amtsantritt „das erste Thema auf dem Tisch“ sein, betonte Ex-Premierminister Jean Castex bei seiner Anhörung am Dienstag vor dem Senat. Er versprach neue Gehaltsverhandlungen ab Dezember.

    Die Beschäftigten der RATP erhielten nach Angaben der Geschäftsleitung in diesem Jahr eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 5,2%.

    Ein weiterer Grund für den Streik ist die bevorstehende Rentenreform, die eine mögliche Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters und das Ende von Sonderregelungen vorsieht.

    Zum frühen Nachmittag hat die CGT zu Demonstrationen in Paris und andernorts aufgerufen.

  • Michel-Edouard Leclerc: Frankreich steuert auf einen Inflations-Tsunami zu

    Michel-Edouard Leclerc: Frankreich steuert auf einen Inflations-Tsunami zu

    Der Vorsitzende des Strategieausschusses der Leclerc-Einkaufszentren, Michel-Edouard Leclerc, befürchtet für 2023 eine „zweistellige“ Inflation und befürchtet darüber hinaus ein „echtes Risiko“ einer Rezession zu Beginn des nächsten Jahres.

    Mit über 500 Hypermärkten in Frankreich ist er einer der geeignetsten Beobachter, um den Preisanstieg der letzten Monate zu beurteilen. Wenn es um die kommenden Monate geht, ist Michel-Edouard Leclerc sehr besorgt.

    Denn seine Prognosen sind pessimistisch. „Die Inflation ist nicht nur vorübergehend. Die Inflation, die sich mit den neuen Preis-Verhandlungen (zwischen Herstellern und Einzelhandel) rund um Weihnachten anbahnt, ist zweistellig“, versicherte der Vorsitzende des Strategieausschusses der Leclerc-Zentren am Dienstagmorgen auf BFMTV. Und fügt besorgt hinzu: „Wir steuern auf einen Inflations-Tsunami zu“.

    Bis zu 41 % Preisanstieg!
    Die Beispiele, die Leclerc anführt, sprechen eine deutliche Sprache. Die von den Herstellern im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Preis-Verhandlungen mit dem Handel geforderten Preiserhöhungen betragen 17,74% für Gemüsekonserven, 15,08% für Öle und Gewürze, 41% für Tierfutter, 10,83% für stärkehaltige Lebensmittel, 13% für Geflügel oder 11% für Papier.

    Auf dem Weg zu einer Rezession?
    Mit einem seiner Meinung nach sehr realen Risiko: einer wirtschaftlichen Rezession. „Das große Risiko ist ein Rückgang des Volumens oder sogar eine Rezession. Bis Weihnachten ist der Markt gut. Aber danach, mit der Angst vor einer massiven Inflation, habe ich große Angst vor einer Rezession im Januar/Februar“.

    Marken werden aus den Regalen genommen
    Wie er bereits in der Vergangenheit beklagt hat, wirft Michel-Edouard Leclerc einigen multinationalen Konzernen, die seine Hypermärkte beliefern, vor, „Erhöhungen aus Vorfreude und Spekulation“ zu verlangen. Er fordert das Recht für den Einzelhandel, die Lieferanten „in Wettbewerb zu setzen“.

    Im September beschuldigte die Handelskette Intermarché den Hersteller Danone, „die Krise ausnutzen“ zu wollen, indem er Preiserhöhungen von 22% verlangte. Intermarché hatte daraufhin die von Danone stammenden Produkte Evian, Volvic oder Badoit aus ihren Regalen entfernt.