Kategorie: Wirtschaft

  • Landwirtschaft: Winzer in der Krise stellen nun Olivenöl her

    Landwirtschaft: Winzer in der Krise stellen nun Olivenöl her

    In der Region Bordeaux können die Weinbauern nicht mehr so viel verkaufen, wie sie produzieren. Die Preise brechen ein. Einige haben vielleicht eine Lösung gefunden, indem sie neben Wein auch Olivenöl herstellen.

    In den prestigeträchtigen Weinbergen der Region Bordeaux schlagen jetzt Olivenbäume Wurzeln. Fabien Bouges, Winzer in Gironde-sur-Drops (Gironde), testet auf einer seiner Parzellen 14 Olivenbaumsorten aus dem Mittelmeerraum. Eine Antwort auf den Klimawandel. „Wir haben im Winter immer weniger Wasser. Wir haben ein Klima, das weniger feucht ist, weniger kalte Winter (…) In England pflanzen sie Weinberge und wir pflanzen Olivenbäume, das folgt einer gewissen Logik“, erklärt der Winzer auf dem Sender France 2.

    Diversifizierung gegen Verluste

    In der Gironde zwingt eine Überproduktionskrise die Erzeuger zur Rodung ihrer Weinberge. „Wir verkaufen unsere Bestände nicht mehr oder nur noch sehr schlecht, wir verdienen heute kein Geld mehr“, bedauert Thomas Bouriene, Winzer in Caplong (Gironde), der jetzt auch einen Olivenhain anlegen möchte. Eine Diversifizierung, die von der Landwirtschaftskammer gefördert wird: „Die Einnahmen aus dem Olivenanbau könnten die Betriebe absichern“, so Thomas Solans, Leiter der Abteilung Diversifizierung, auf dem Sender France 2. Im Bordelais sollen in den nächsten fünf Jahren 200 Hektar mit Olivenbäumen bepflanzt werden.

  • Kaufkraft: Angst vor weiteren Preiserhöhungen in französischen Supermärkten im März

    Kaufkraft: Angst vor weiteren Preiserhöhungen in französischen Supermärkten im März

    Experten befürchten, dass die Preise in den französischen Supermärkten im März weiter steigen werden. Derzeit finden die jährlichen Verhandlungen zwischen der Industrie und den großen Einzelhandelsunternehmen statt. Sie sollen in zwei Wochen abgeschlossen sein.

    Werden die Preise für Produkte in den Regalen der französischen Supermärkte im März weiter steigen? Das befürchten jedenfalls die Einkäufer der großen Einzelhandelsketten, die bereits von einem „roten“ März sprechen. Der Grund dafür ist, dass die jährlichen Verhandlungen zwischen der Industrie und den großen Einzelhandelsunternehmen zukünftige Preiserhöhungen zur Folge haben werden. Einige Preiserhöhungen werden im zweistelligen Bereich liegen. Bei vielen Artikeln werden sie sogar bis zu 40 % betragen.

    Über das Jahr gesehen könnte dies für französische Haushalte Mehrausgaben von 790 Euro bedeuten, verglichen mit entsprechenden Einkäufen, die im Jahr 2021 getätigt wurden. Laut der Zeitschrift „60 millions de consommateurs“ sind 45 % der Franzosen derzeit durch den Preisanstieg in ihrer Kaufkraft spürbar geschwächt. Im Vergleich zum Mai 2022 ist diese Zahl um 25 % gestiegen.

  • Mindestrente: Ein Viertel der französischen Rentner wird nach der Reform eine bessere Rente bekommen

    Mindestrente: Ein Viertel der französischen Rentner wird nach der Reform eine bessere Rente bekommen

    Arbeitsminister Olivier Dussopt war am Montag, dem 13. Februar 2023, Gast der Sendung „8h30 Franceinfo“. „200.000 von 800.000 Rentnern pro Jahr werden mit dieser Rentenreform“ eine bessere Rente haben „als ohne die Reform“, erklärt Olivier Dussopt, Minister für Arbeit, Vollbeschäftigung und Eingliederung, am Montag auf Franceinfo. Der Minister war zu Gast in der Sendung „8h30 franceinfo“ und erklärte Ausgleichsmassnahmen des umstrittenen Gesetzestextes für die Verschiebung des gesetzlichen Rentenalters.

    Trotz der vorgesehenen Erhöhung werden nicht alle Rentner den von der Regierung angegebenen Betrag von 1.200 Euro Mindestrente erreichen. Um 1.200 Euro zu erhalten, muss man alle erforderlichen Quartale (168, also 42 Jahre heute, 172, also 43 Jahre bis 2027) mit einem Gehalt in der Höhe des Mindestlohnes gearbeitet haben. Die Erhöhung der Mindestrente wird im Mittelpunkt der Debatten in der Nationalversammlung stehen, die am Mont…

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  • Gabriel Attal: 4 von 10 Franzosen werden vor dem 64. Jahr in Rente gehen – auch nach der Reform

    Gabriel Attal: 4 von 10 Franzosen werden vor dem 64. Jahr in Rente gehen – auch nach der Reform

    Gabriel Attal, stellvertretender Minister für öffentliche Finanzen, war am Montag, dem 13. Februar, Gast der Sendung „4 Vérités“ auf dem Sender France 2. Am Montag, dem 13. Februar, war Gabriel Attal, stellvertretender Minister für öffentliche Finanzen, Gast der Sendung „4 Vérités“ auf France 2. Er ging zunächst auf die in der Reform der Regierung vorgesehene Erhöhung der Mindestrente ein. Gabriel Attal machte klar, dass 1,8 Millionen derzeitige Rentner „ihre Rente aufgewertet bekommen werden“, und dass „unter ihnen mehrere Hunderttausend die Mindestrente von 1.200 Euro bekommen werden“, da sie eine volle Berufskarriere bei Mindestlohn absolviert haben. „Bei den neuen Rentnern haben Sie jedes Jahr etwa 200 000, die eine Aufwertung ihrer Rente erhalten werden“, fährt der für die öffentlichen Finanzen zuständige stellvertretende Minister fort. Er kommt dann auf die Ausweitung der Regelung für die Länge der Berufsjahre zu sprechen, was in der Rentenreform vorgesehen ist. „4 von 10 Franzos…

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  • Benzinpreis: Laut Wirtschaftsminister kann die Beihilfe von 100 Euro noch bis Ende März beantragt werden

    Benzinpreis: Laut Wirtschaftsminister kann die Beihilfe von 100 Euro noch bis Ende März beantragt werden

    Die Treibstoffbeihilfe von 100 €, die bereits seit dem 27. Januar ausgezahlt wird, wird bis Ende März verlängert, wie Wirtscjaftsminister Bruno Le Maire am Montag, dem 13. Februar, auf RTL ankündigte. Laut dem Wirtschaftsminister hat die Hälfte der Haushalte, die Anspruch darauf haben, sie noch nicht beantragt. Bruno Le Maire, Minister für Wirtschaft und Finanzen, war am Montag, dem 13. Februar, zu Gast auf dem Sender RTL und kündigte an, dass die Treibstoffpauschale bis Ende März verlängert werde. „Wir haben eine Arbeiter-Treibstoffzulage eingeführt. Bis heute hat fast die Hälfte derjenigen, die Anspruch auf diese Zulage hätten, sie nicht abgeholt.“ Nach Berechnungen der Regierung betrifft diese Beihilfe 10 Millionen der einkommensschwächsten Steuerhaushalte. Die Frist für die Beantragung, die eigentlich Ende Februar auslaufen sollte, wird nun bis Ende März verlängert, kündigte der Minister an, „damit die Millionen unserer Landsleute, die Anspruch darauf haben, sie sich abholen können…

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  • Inflation: Droht jetzt auch der Preis für Orangensaft deutlich höher zu werden?

    Inflation: Droht jetzt auch der Preis für Orangensaft deutlich höher zu werden?

    Der Preis für Orangensaft könnte in den nächsten Monaten explodieren. Naturkatastrophen, Insektenplage und sinkende Produktion sind Gründe für den drohenden Anstieg. Viele Menschen können zum Frühstück nicht darauf verzichten. Die Rede ist nicht von Kaffee, sondern von Orangensaft. Aber, auch wenn die Regale in den Supermärkten noch immer gut gefüllt sind, steigen die Preise immer weiter an. Mehr als 77% Preissteigerung zwischen Mitte Juli 2022 und Februar 2023: Seit dem 30. Januar ist der Anstieg besonders stark und hat in Frankreich den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht. Im Jahr 2022 lag der Durchschnittspreis für einen Liter Orangensaft aus Konzentrat bei 1,13 Euro. Das waren bereits 4,4 % mehr als im Jahr 2021. Es gibt mehrere Gründe für den Preisanstieg bei Orangensaft. Die meisten Orangen für Saft kommen aus Brasilien und Florida (USA). Die letzten Hurrikane des vergangenen Jahres haben jedoch viele Ernten zerstört, insbesondere im November 2022. Experten warnen, die internationalen Lagerbestände seien auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Und dann ist da noch die „Krankheit des gelben Drachen“. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die von einer kleinen Baumwanze übertragen wird, die sich von Baumsäften ernährt. Diese Baumkrankheit ist für Zitrusfrüchte tödlich und dezimiert bereits seit 2005 die Ernten. Während damals in Florida 9 Millionen Tonnen produziert wurden, waren es in den Jahren 2021 und 2022 schon nur noch 1,6 Millionen Tonnen. Damit der Preisanstieg vorübergehend ist, müssen Lösungen gefunden werden, um die Orangensaftvorräte aufzufüllen. Ob und in welchem Rahmen das bald gelingen kann, ist jedoch noch vollständig unklar.
  • Rentenreform: Wie geht es mit den Streiks und Protesten weiter?

    Rentenreform: Wie geht es mit den Streiks und Protesten weiter?

    Am Samstag fand der vierte Tag der Proteste und Demonstrationen gegen die Rentenreform statt. Nach Angaben des Innenministeriums nahmen fast 963.000 Franzosen daran teil- etwa 200.000 mehr als am 7. Februar.  Nachdem laut Innenministerium am Samstag wieder fast eine Million Menschen gegen die von der Regierung angestrebte Rentenreform demonstrierten, bestätigten die Gewerkschaften, dass weitere Aktionstage geplant sind. Nächster Termin: Donnerstag, 16. Februar.Der fünfte grosse Protesttag ist für Donnerstag, den 16. Februar, geplant. Eine Ankündigung, die Dominique Corona, stellvertretender Generalsekretär der Gewerkschaft Unsa im Namen der acht größten französischen Gewerkschaften, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigte: „Die Gewerkschaften haben beschlossen, am 16. Februar einen nationalen, berufsübergreifenden Aktionstag durchzuführen“. Presseinformationen zufolge haben die Generalsekretäre der acht Gewerkschaften, die den Kampf gegen die Rentenreform anführen, darunter Phi…

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  • Rentenreform: Olivier Véran lobt „ruhigen und gewaltfreien“ Verlauf der Demonstrationen

    Rentenreform: Olivier Véran lobt „ruhigen und gewaltfreien“ Verlauf der Demonstrationen

    „Frankreich knüpft an eine uralte Tradition an, die darin besteht, in der Lage zu sein, friedlich zu demonstrieren“, meinte der Regierungssprecher und lobte die Gewerkschaften und den neuen Pariser Polizeipräfekten Laurent Nuñez. „Frankreich knüpft an eine uralte Tradition an, die darin besteht, in der Lage zu sein, in Ruhe, ohne Ausschreitungen und ohne Gewalt zu demonstrieren“, lobte Regierungssprecher Olivier Véran am Sonntag, dem 12. Februar, in der Sendung Questions politiques auf France Inter, am Tag nach dem vierten Tag der Mobilisierung gegen die Rentenreform. Am Samstag nahmen an den Demonstrationen in Frankreich laut Innenministerium 963.000 Menschen teil, laut der Gewerkschaft CGT waren es mehr als 2,5 Millionen. Der Regierungssprecher räumte ein, dass es „viele Leute“ auf der Straße gegeben habe, „Familien, junge und weniger junge Menschen“. Olivier Véran „zieht den Hut vor den Gewerkschaften“ und dem Pariser Polizeipräsidenten „Laurent Nuñez, die dafür gesorgt haben, dass …

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  • Rentenreform: Gemischte Bilanz des Protest-Samstags

    Rentenreform: Gemischte Bilanz des Protest-Samstags

    Am Samstag, dem 11. Februar, fand ein weiterer Tag der Demonstrationen und Proteste gegen die Rentenreform statt. Die Gewerkschaft CGT zählte 2,5 Millionen Demonstranten in ganz Frankreich, das Innenministerium meldete hingegen nur 963.000. Sie wollen angesichts der der ungeliebten und scharf kritisierten Reform nicht schweigen. Viele Franzosen gingen an diesem Samstag zum ersten Mal auf die Straße, um gegen die Verschiebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters zu protestieren. „An einem Samstag verliert man keinen Arbeitstag, und man kann endlich sagen, was man zu sagen hat“, sagt eine Frau gegenüber France Télévisions. In Paris war der Zulauf am insgesamt vierten Tag der Mobilisierung tatsächlich rekordverdächtig. Es kamen Demonstranten aller Altersgruppen  – und einige kamen mit ihren Familien. In Marseille (Bouches-du-Rhône) gab es am ersten Tag der Schulferien wie auch in vielen anderen Regionen hingegen weniger Demonstranten, dafür aber mehr Familien. Ein Vater nahm seinen 13-j…

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  • Rentenreform: Bahngewerkschaft CGT-Cheminots erwägt unbefristeten Streik nach den Ferien

    Rentenreform: Bahngewerkschaft CGT-Cheminots erwägt unbefristeten Streik nach den Ferien

    In einem am Freitag, dem 10. Februar, veröffentlichten Kommuniqué ruft die Gewerkschaft CGT-Cheminots dazu auf, „die Demonstrationen“ gegen die Rentenreform „zu verstärken“, und erwägt einen unbefristeten Streik ab dem 7. März. Die Gewerkschaft CGT-Cheminots hat am Freitag, dem 10. Februar, dazu aufgerufen, die Demonstrationen gegen die Rentenreform „zu verstärken“, aber auch „andere Hebel zu aktivieren, die den Arbeitnehmern zur Verfügung stehen“, und hat einen verlängerbaren Streik ab dem 7. März in Aussicht gestellt. „Die Demonstrationen sind massiv, die Einheit der Gewerkschaften ist sehr breit. Alle Zutaten für einen Sieg sind also vorhanden“, ment die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. Die führende Gewerkschaft der französischen Eisenbahner befürchtet jedoch trotz allem einen Durchmarsch der Regierung und ruft dazu auf, die Bewegung zu verschärfen, um die Exekutive zur Rücknahme ihrer Pläne zu zwingen. „Wenn wir streiken, haben wir eine echte Macht über die Wirtschaft. Wenn wir den Streik verlängern, erhöhen wir den Druck maximal“, schreibt CGT-Cheminots und begrüßt die bereits durchgeführten gemeinsamen Aktionen „mit der Energiewirtschaft, den Häfen und der Petrochemie“. Auf die Befürchtung vieler Eisenbahner, man würde sich allein in eine harte Bewegung stürzen, antwortet die CGT, dass „die gleichen Debatten in allen Zweigen der CGT geführt werden“. Auf dem Weg zu einem „intensiveren Mobilisierungsniveau“? „Die Eisenbahner sind der Meinung, dass man, wenn man gewinnen will, zu den günstigsten Zeitpunkten streiken muss, also im Frühjahr, um den 7. März herum“, sagt Laurent Brun, der Generalsekretär des Verbandes, in einem Interview mit den Regionalzeitungen der Ebra-Gruppe, das am Samstag erschienen ist. Er erklärte, er wolle „die Debatte über einen unbefristeten Streik ab dem 7. März eröffnen, um so auf ein intensiveres Mobilisierungsniveau zu gelangen“. Der Streik würde unmittelbar nach den Schulferien der Zone C, die die Regionen Ile-de-France undSüdfrankreich umfasst, beginnen. Der Verband der CGT der Eisenbahner ruft auch zu Streiks und Demonstrationen am kommenden Donnerstag auf, dem Tag, den die Gewerkschaftsbünde für eine fünfte branchenübergreifende Mobilisierung ausgewählt haben. Die Frage, ob man die Bewegung auch nach der Verabschiedung des Gesetzes durch das Parlament verlängern wolle, bejahte Laurent Brun. „Unsere Forderungen bleiben bestehen“, betonte er. „Die Arbeitnehmer werden entscheiden, aber nur weil das Gesetz verabschiedet wird, heißt das nicht, dass wir aufhören. Alle repräsentativen Gewerkschaften der SNCF (CGT-Cheminots, Unsa-Ferroviaire, SUD-Rail und CFDT-Cheminots) hatten für Samstag zu Demonstrationen, aber nicht zu Streiks aufgerufen. Nach zwei ersten gut besuchten Mobilisierungstagen im Staatskonzern war die Streikbewegung am dritten Dienstag mit einer Streikquote von 25 % am Mittag (gegenüber 36 % am 31. Januar und 46 % am 19. Januar) ins Stocken zu geraten.