Kategorie: Wirtschaft

  • Frankreich baut Wirtschaftsbeziehungen zu Oman aus – Milliardenaufträge für EDF und Suez

    Frankreich baut Wirtschaftsbeziehungen zu Oman aus – Milliardenaufträge für EDF und Suez

    Der Staatsbesuch des omanischen Sultans Haitham bin Tariq in Frankreich hat zu einer Reihe bedeutender Wirtschaftsabkommen geführt. Im Mittelpunkt stehen milliardenschwere Verträge für die französischen Konzerne EDF und Suez, die künftig zentrale Infrastrukturprojekte im Sultanat realisieren werden. Die Vereinbarungen unterstreichen den wachsenden Stellenwert Omans als Partner Frankreichs im Golfraum und spiegeln zugleich die Modernisierungsstrategie des Sultanats wider. EDF errichtet erstes Pumpspeicherkraftwerk Omans Den größten Auftrag erhielt der französische Energiekonzern EDF. Das Unternehmen wird am Wadi-Daysat-Staudamm, rund 90 Kilometer südlich der Hauptstadt Maskat, das erste Pumpspeicherkraftwerk Omans entwickeln, bauen und betreiben. Das Projekt hat ein Volumen von rund vier Milliarden US-Dollar (etwa 3,4 Milliarden Euro). Die Anlage soll künftig bis zu zwei Gigawatt Strom speichern können. Pumpspeicherkraftwerke gelten weltweit als eine der effizientesten Technologien zur …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Französischer Senat entfacht Pestizidstreit neu: Verbotene Insektizide könnten zurückkehren

    Französischer Senat entfacht Pestizidstreit neu: Verbotene Insektizide könnten zurückkehren

    Der französische Senat hat in der Nacht zum 30. Juni 2026 einen der umstrittensten agrarpolitischen Beschlüsse der vergangenen Jahre gefasst. Mit 183 gegen 129 Stimmen billigte die Parlamentskammer einen Änderungsantrag zum Gesetz über den landwirtschaftlichen Notfallplan, der unter strengen Auflagen die befristete Wiedereinführung zweier in Frankreich verbotener Insektizide ermöglicht: Acetamiprid und Flupyradifuron. Bemerkenswert ist dabei nicht nur das deutliche Abstimmungsergebnis, sondern auch die Tatsache, dass die Regierung die Maßnahme ausdrücklich ablehnte. Die Entscheidung verdeutlicht den tiefen Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen der Landwirtschaft und den Zielen des Umwelt- und Artenschutzes. Gleichzeitig zeigt sie, wie schwierig es für Frankreich geworden ist, nationale Umweltstandards mit den Wettbewerbsbedingungen innerhalb des europäischen Binnenmarktes in Einklang zu bringen. Ein neuer Anlauf nach dem Scheitern der Duplomb-Regelung Die Abstimmung knüpft an e…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wenn Austern Kühlung brauchen: Wie die Hitze die Zucht in Marennes-Oléron verändert

    Wenn Austern Kühlung brauchen: Wie die Hitze die Zucht in Marennes-Oléron verändert

    Die Folgen des Klimawandels zeigen sich längst nicht mehr nur in schmelzenden Gletschern oder ausgetrockneten Flüssen. Auch in den traditionsreichen Austernzuchtgebieten an der französischen Atlantikküste erzwingen steigende Temperaturen völlig neue Arbeitsweisen. In Marennes-Oléron, einem der bekanntesten Austernreviere Europas, gehört inzwischen sogar die Kühlung von Wasser zum betrieblichen Alltag.

    Dabei sorgt eine Formulierung häufig für Missverständnisse. Nicht die großen Austernbecken oder die sogenannten Claires unter freiem Himmel werden klimatisiert. Gekühlt wird ausschließlich das Wasser in den Reinigungs- und Lagerbecken, in denen die Austern vor ihrer Vermarktung mehrere Tage verbringen. Gerade in dieser Phase reagieren die empfindlichen Schalentiere besonders sensibel auf hohe Temperaturen.

    Die Austernzüchter Simon und David Hervé aus Saint-Just-Luzac nahe Marennes haben deshalb rund 25.000 Euro in zwei leistungsstarke Kühlanlagen investiert. Ihr Ziel ist es, die Wassertemperatur konstant bei etwa 14 Grad Celsius zu halten. Dadurch sinkt der Hitzestress für die Tiere deutlich. Ohne Kühlung verlieren die Brüder zwischen fünf und zehn Prozent ihrer eingelagerten Austern. Mit dem neuen System reduziert sich die Sterblichkeit auf etwa drei Prozent.

    Für einen Betrieb, der wöchentlich zwischen 15 und 20 Tonnen Austern lagert und anschließend an Händler und Gastronomie ausliefert, macht dieser Unterschied wirtschaftlich einen erheblichen Betrag aus. Jeder Prozentpunkt weniger Verlust verbessert nicht nur die Rentabilität, sondern sichert zugleich die Qualität der Ware.

    Neu ist die Technik allerdings nicht. Größere Austernbetriebe im Becken von Marennes-Oléron setzen bereits seit einigen Jahren auf gekühlte Reinigungsbecken. Inzwischen greifen jedoch auch kleinere Familienbetriebe zu dieser Lösung. Der Grund liegt auf der Hand: Früh einsetzende Hitzeperioden und immer häufigere Hitzewellen im Frühjahr und Sommer erhöhen das Risiko von Ausfällen spürbar. Was früher als Ausnahme galt, entwickelt sich zunehmend zur neuen Normalität.

    Den Austernzüchtern ist dennoch bewusst, dass Kühlanlagen allein keine dauerhafte Antwort auf den Klimawandel liefern. Parallel investieren viele Betriebe in schattenspendende Überdachungen, verbessern die Bauweise ihrer Lagerhallen oder erzeugen mit Photovoltaikanlagen einen Teil ihres Stroms selbst. Auch die Vermarktung verändert sich. Kürzere Transportwege und eine stärkere Ausrichtung auf nahegelegene Absatzmärkte sollen sowohl Kosten als auch den CO₂-Ausstoß reduzieren.

    Die Entwicklung in Marennes-Oléron verdeutlicht, wie tiefgreifend sich der Klimawandel inzwischen auf traditionelle Wirtschaftszweige auswirkt. Austernzucht war jahrhundertelang eng mit den natürlichen Bedingungen der Küste verbunden. Heute reicht die Erfahrung allein nicht mehr aus. Moderne Technik, Investitionen und flexible Anpassungsstrategien entscheiden zunehmend darüber, ob Betriebe ihre Produktion aufrechterhalten können.

    Dass Austern heute in gekühltem Wasser auf ihren Verkauf vorbereitet werden, wäre noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen. Inzwischen gilt diese Maßnahme für viele Erzeuger als notwendige Investition, um Qualität, Wirtschaftlichkeit und die Zukunft eines traditionsreichen Handwerks gleichermaßen zu sichern.

    Von C. Hatty

  • Streit um MaPrimeRénov: Handwerk warnt vor „Klimaskandal“ und stellt Frankreichs Sanierungsstrategie infrage

    Streit um MaPrimeRénov: Handwerk warnt vor „Klimaskandal“ und stellt Frankreichs Sanierungsstrategie infrage

    Die Diskussion über die Zukunft des französischen Förderprogramms MaPrimeRénov entwickelt sich zu einem politischen und wirtschaftlichen Konflikt mit weitreichenden Folgen. Auslöser sind Überlegungen der Regierung, die staatliche Unterstützung künftig stärker auf umfassende energetische Komplettsanierungen zu konzentrieren und Einzelmaßnahmen – die sogenannten monogestes – deutlich einzuschränken oder ganz aus der Förderung zu nehmen. Dagegen formiert sich massiver Widerstand aus dem Handwerk. Die Handwerksorganisation CAPEB spricht von einem „Klimaskandal“ und wirft der Regierung vor, den Erfolg der französischen Energiewende aufs Spiel zu setzen. Die Debatte berührt dabei nicht nur Fragen des Klimaschutzes, sondern auch die Zukunft zehntausender Handwerksbetriebe und die grundsätzliche Ausrichtung der französischen Sanierungspolitik. Zwei unterschiedliche Wege zur Klimaneutralität Frankreich verfolgt ehrgeizige Klimaziele. Der Gebäudesektor zählt zu den größten Energieverbrauchern de…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tausende Hühner verenden während Hitzewelle – Extremtemperaturen treffen Geflügelhaltung mit voller Wucht

    Tausende Hühner verenden während Hitzewelle – Extremtemperaturen treffen Geflügelhaltung mit voller Wucht

    Die außergewöhnliche Hitzewelle in Frankreich fordert nicht nur bei Menschen ihren Tribut, sondern verursacht auch erhebliche Schäden in der Landwirtschaft. Besonders dramatisch fiel die Bilanz in einem Geflügelbetrieb in Saint-Hilaire-Cottes im Département Pas-de-Calais aus. Dort starben rund 8.500 Masthühner infolge der extremen Temperaturen. Die Tiere wurden am Mittwoch tot in den Stallungen entdeckt. Nach Angaben der zuständigen Behörden steht das Massensterben in direktem Zusammenhang mit der anhaltenden Hitzewelle.

    Geflügel zählt zu den Tierarten, die auf hohe Temperaturen besonders empfindlich reagieren. Anders als viele Säugetiere besitzen Hühner keine Schweißdrüsen und können überschüssige Körperwärme nur eingeschränkt abgeben. Steigt die Außentemperatur über längere Zeit auf extreme Werte, geraten die Tiere schnell unter erheblichen Hitzestress. Sie beginnen verstärkt zu hecheln, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Reicht dieser Mechanismus nicht mehr aus, drohen Kreislaufversagen und schließlich der Tod.

    Vor allem in der intensiven Geflügelhaltung verschärft sich dieses Risiko zusätzlich. In großen Stallanlagen leben oft Tausende Tiere auf engem Raum. Moderne Belüftungs- und Kühlsysteme sollen für ausreichend Luftaustausch sorgen, doch bei außergewöhnlichen Wetterlagen stoßen selbst leistungsfähige Anlagen an ihre Grenzen. Wenn die Außenluft kaum noch Abkühlung bringt, sinkt ihre Wirksamkeit deutlich.

    Der Vorfall im Pas-de-Calais steht exemplarisch für die zunehmenden Folgen extremer Wetterereignisse in Frankreich. Die derzeitige Hitzewelle zählt zu den intensivsten der vergangenen Jahre. Zahlreiche Départements wurden unter die höchste Hitzewarnstufe gestellt. Gleichzeitig melden Krankenhäuser einen deutlichen Anstieg hitzebedingter Notfälle. Besonders ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke gelten als gefährdet.

    Auch die Landwirtschaft leidet massiv unter den hohen Temperaturen. Neben den Verlusten in der Tierhaltung kämpfen viele Betriebe mit vertrockneten Feldern, sinkenden Erträgen und wachsendem Wassermangel. Die wirtschaftlichen Folgen reichen von Ernteausfällen bis zu steigenden Produktionskosten.

    Landwirtschaftliche Verbände weisen seit Jahren darauf hin, dass sich solche Ereignisse mit dem fortschreitenden Klimawandel häufen dürften. Vor allem in der Geflügelhaltung rückt deshalb die Anpassung der Stalltechnik zunehmend in den Mittelpunkt. Verbesserte Isolierungen, leistungsfähigere Kühlungssysteme sowie angepasste Haltungs- und Belüftungskonzepte gelten als mögliche Maßnahmen, um Tiere künftig besser vor extremer Hitze zu schützen.

    Der Tod von 8.500 Hühnern macht deutlich, wie verletzlich moderne Tierhaltung gegenüber außergewöhnlichen Wetterlagen ist. Mit jeder neuen Hitzewelle wächst der Druck auf Landwirtschaft und Politik, tragfähige Lösungen für eine Zukunft mit immer häufigeren Temperaturrekorden zu finden.

    Autor: Daniel Ivers

  • Mit jedem Funken wächst die Sorge: Frankreichs Landwirte ernten unter der ständigen Angst vor Feldbränden

    Mit jedem Funken wächst die Sorge: Frankreichs Landwirte ernten unter der ständigen Angst vor Feldbränden

    Die Erntezeit zählt für Frankreichs Landwirte traditionell zu den arbeitsreichsten Wochen des Jahres. Doch in diesem Sommer liegt über den goldgelben Getreidefeldern nicht nur die Hoffnung auf eine gute Ernte, sondern auch eine kaum greifbare Anspannung. Die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von deutlich über 35 Grad verwandelt ausgetrocknete Felder in leicht entflammbares Material. Ein einziger Funke genügt – und binnen weniger Augenblicke steht eine gesamte Ernte in Flammen.

    „Es ist eine tägliche Angst“, berichten viele Landwirte. Während sich früher der Blick vor allem auf Wetterprognosen und Erträge richtete, schweifen die Augen heute ständig über die Felder. Jede Rauchentwicklung sorgt für Alarmbereitschaft. Die Sorge endet erst, wenn der letzte Hänger sicher auf dem Hof angekommen ist.

    Besonders während der Getreideernte steigt das Brandrisiko erheblich. Mähdrescher arbeiten stundenlang unter hoher Belastung. Ein überhitztes Lager, ein technischer Defekt oder Funken aus der Auspuffanlage reichen aus, um trockenes Stroh oder Getreide in Sekundenschnelle zu entzünden. Kommen heiße Winde hinzu, breitet sich ein Feuer oft mit erschreckender Geschwindigkeit aus. Dann zählt jede Minute.

    Viele Betriebe haben ihre Sicherheitsvorkehrungen deshalb deutlich ausgeweitet. Wasserfässer und Feuerlöscher gehören inzwischen zur Standardausrüstung auf dem Feld. Manche Landwirte halten zusätzlich Traktoren mit Grubbern bereit, um im Ernstfall Schneisen zu ziehen und den Flammen die Nahrung zu entziehen. Die Ernte gleicht längst einem Einsatz, bei dem Vorsicht ebenso wichtig ist wie Effizienz.

    Auch die Feuerwehren appellieren an die Betriebe, Maschinen regelmäßig von Staub und Pflanzenresten zu reinigen und technische Kontrollen gewissenhaft durchzuführen. Besonders während der heißesten Stunden des Tages empfehlen sie, Erntearbeiten möglichst einzuschränken. In einigen Départements gelten bereits zusätzliche Sicherheitsvorschriften, vereinzelt kam es sogar zu zeitweisen Einschränkungen der Erntearbeiten, wenn die Waldbrandgefahr als extrem eingestuft wurde.

    Die Folgen eines Feldbrandes treffen landwirtschaftliche Betriebe besonders hart. Innerhalb weniger Minuten vernichten die Flammen mehrere Hektar reifes Getreide – oft unmittelbar vor der Ernte. Hinzu kommen beschädigte Maschinen, zerstörte Wirtschaftsgebäude und nicht selten Feuer, die auf benachbarte Wälder oder Wohnhäuser übergreifen. Für die betroffenen Familien bedeutet das weit mehr als einen finanziellen Schaden. Häufig verbrennen Monate intensiver Arbeit buchstäblich vor ihren Augen.

    Der Klimawandel verschärft diese Entwicklung zusätzlich. Längere Trockenphasen und immer häufigere Hitzewellen verlängern die Zeiträume mit hoher Brandgefahr. Dadurch steigt nicht nur die Wahrscheinlichkeit von Bränden, sondern auch deren Ausbreitungsgeschwindigkeit. Was früher als Ausnahme galt, entwickelt sich vielerorts zur neuen Realität.

    Viele Landwirte reagieren darauf mit einer veränderten Arbeitsorganisation. Die Mähdrescher starten bereits in den frühen Morgenstunden, wenn Böden und Pflanzen noch etwas Feuchtigkeit gespeichert haben. Am Nachmittag ruhen die Arbeiten auf manchen Betrieben, bis die größte Hitze nachlässt. Andere investieren in moderne Brandschutztechnik oder schulen ihre Mitarbeiter gezielt für den Umgang mit Entstehungsbränden. Solche Maßnahmen kosten Geld, schenken im Ernstfall jedoch wertvolle Minuten.

    Die diesjährige Ernte verlangt Frankreichs Landwirtschaft erneut alles ab. Einerseits drängt die Zeit, denn Wetterumschwünge können Qualität und Ertrag rasch mindern. Andererseits zwingt die extreme Hitze zu höchster Vorsicht. So fährt in diesen Tagen kaum ein Mähdrescher über die Felder, ohne dass sein Fahrer zugleich den Horizont beobachtet. Die Ernte bringt Brot auf den Tisch – doch in diesem Sommer begleitet viele Bauern bei jeder Fahrt dieselbe bange Frage: Bleibt es heute bei einem Funken oder entfacht daraus ein Feuer, das die Arbeit eines ganzen Jahres zunichtemacht?

    Autor: Andreas M. B.

  • Ventilatoren im Sturm der Hitze: Wenn die Regale nach wenigen Stunden leer sind

    Ventilatoren im Sturm der Hitze: Wenn die Regale nach wenigen Stunden leer sind

    Kaum kündigen die Wetterdienste eine Hitzewelle an, beginnt in vielen französischen Städten ein inzwischen vertrautes Schauspiel. Kunden strömen in Elektromärkte und Supermärkte, auf der Suche nach einem Gerät, das in diesen Tagen zum begehrten Gut avanciert: dem Ventilator. Was noch am Morgen in den Regalen steht, ist oft schon wenige Stunden später vergriffen. „Wir haben morgens eine neue Lieferung erhalten, am Nachmittag war alles verkauft“, berichtet ein Filialleiter aus dem Großraum Paris. Solche Szenen spielen sich inzwischen bei nahezu jeder größeren Hitzewarnung ab und zeigen, wie stark Wetterprognosen das Kaufverhalten beeinflussen. Sobald die Temperaturen mehrere Tage hintereinander die Marke von 35 Grad überschreiten, steigt die Nachfrage nach Kühlgeräten sprunghaft an. Besonders gefragt sind klassische Standventilatoren, Turmventilatoren, Luftkühler und mobile Klimaanlagen. Viele Verbraucher reagieren dabei erst, wenn die Hitze bereits spürbar ist. Dann entsteht ein regelre…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Hitzewellen als Baustopp-Grund: Frankreich verschärft den Schutz von Arbeitnehmern

    Hitzewellen als Baustopp-Grund: Frankreich verschärft den Schutz von Arbeitnehmern

    Die zunehmende Zahl extremer Hitzeperioden stellt Frankreich vor neue Herausforderungen. Während Temperaturen von über 40 Grad Celsius früher als Ausnahme galten, gehören sie inzwischen in vielen Regionen des Landes zum Sommeralltag. Damit wächst auch der Druck auf Politik und Unternehmen, Arbeitnehmer besser vor gesundheitlichen Risiken zu schützen. Besonders betroffen ist das Baugewerbe, dessen Beschäftigte oft stundenlang unter freiem Himmel arbeiten. Seit einem neuen Dekret vom Mai 2025 verfügt Frankreich über einen deutlich verschärften Rechtsrahmen, der Arbeitgeber zu konkreten Schutzmaßnahmen verpflichtet und unter bestimmten Umständen sogar Baustellenstillstände ermöglicht. Kein automatischer Baustopp bei Hitze Entgegen mancher Darstellung kann die französische Regierung nicht pauschal alle Baustellen schließen, sobald eine Hitzewelle einsetzt. Die Entscheidung über Arbeitsunterbrechungen erfolgt nicht automatisch, sondern orientiert sich an den tatsächlichen Gefahren für die B…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wenn die Lehre länger dauert: Zwei Drittel der Auszubildenden leisten Überstunden

    Wenn die Lehre länger dauert: Zwei Drittel der Auszubildenden leisten Überstunden

    Eine aktuelle Untersuchung des französischen Arbeitsministeriums wirft ein Schlaglicht auf die Arbeitsrealität vieler Auszubildender im Land. Das Ergebnis überrascht in seiner Deutlichkeit: Rund 67 Prozent der Lehrlinge leisten regelmäßig Überstunden. Für viele junge Menschen gehört das Arbeiten über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus längst zum Alltag. Auf den ersten Blick mag dies wie ein Zeichen von Engagement erscheinen. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart die Studie eine weniger erfreuliche Entwicklung. Denn nicht jede zusätzlich geleistete Stunde wird auch korrekt vergütet. Obwohl das französische Arbeitsrecht klare Regelungen vorsieht, erhalten zahlreiche Auszubildende weder die gesetzlich vorgesehenen Zuschläge noch einen angemessenen finanziellen Ausgleich. Die Vorschriften sind eigentlich eindeutig. Für die ersten acht Überstunden gilt ein Zuschlag von 25 Prozent auf den regulären Stundenlohn. Jede weitere Überstunde muss sogar mit einem Aufschlag von 50 Prozent vergütet we…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Winterpause für die Fischerei: Frankreich verlängert Schutzmaßnahme für Delfine im Golf von Biskaya

    Winterpause für die Fischerei: Frankreich verlängert Schutzmaßnahme für Delfine im Golf von Biskaya

    Frankreich setzt seinen Kurs zum Schutz der Meeresfauna fort. Die Regierung in Paris hat beschlossen, die saisonale Schließung des Golfs von Biskaya für einen Teil der Fischerei auch im kommenden Winter beizubehalten. Vom 22. Januar bis zum 20. Februar 2027 dürfen zahlreiche Fischereifahrzeuge in dem betroffenen Seegebiet ihre Netze nicht ausbringen. Ziel der Maßnahme bleibt der Schutz von Delfinen, die jedes Jahr in großer Zahl als unbeabsichtigter Beifang in Fischernetzen verenden.

    Der Golf von Biskaya zählt zu den wichtigsten Fischereigebieten Westeuropas. Gleichzeitig dient er zahlreichen Meeressäugern als Lebensraum. Genau dort prallen wirtschaftliche Interessen und Naturschutz seit Jahren aufeinander. Besonders Delfine geraten regelmäßig in Schlepp- und Stellnetze, aus denen sie sich oft nicht mehr befreien können.

    Die bisherigen Erfahrungen sprechen aus Sicht der Behörden eine deutliche Sprache.

    Nach Angaben der zuständigen wissenschaftlichen Beobachtungsstellen sank die Zahl der verendeten Delfine seit Einführung der temporären Schließungen erheblich. Während zwischen 2017 und 2023 durchschnittlich rund 4.700 Tiere pro Jahr betroffen waren, wurden im Winter 2024–2025 noch etwa 1.900 tote Delfine an den Küsten des westlichen Ärmelkanals und des Atlantiks registriert. Für Naturschützer gilt dies als ein bemerkenswerter Erfolg.

    Betroffen von der neuen Regelung sind alle Fischereifahrzeuge mit einer Länge von mehr als acht Metern. Kleinere Boote bleiben von den Einschränkungen ausgenommen. Genau dieser Punkt sorgt weiterhin für Diskussionen. Umweltverbände argumentieren, dass ein vollständiger Schutz nur dann erreicht werde, wenn sämtliche Fischereifahrzeuge einbezogen würden. Vertreter der Branche halten dagegen und verweisen auf die wirtschaftlichen Belastungen, die bereits jetzt beträchtlich seien.

    Um die Folgen für die Fischer abzufedern, stellt der Staat rund 21 Millionen Euro bereit. Das Geld soll Unternehmen entschädigen, die während der vierwöchigen Schließung keine Einnahmen erzielen können. Für viele Betriebe ist diese Unterstützung entscheidend. Gerade kleinere Familienunternehmen kämpfen ohnehin mit steigenden Betriebskosten, schwankenden Fangmengen und zunehmenden Umweltauflagen.

    Die Regierung betont jedoch, dass langfristig auch die Fischerei selbst von gesunden Meeresökosystemen profitiert. Ein Meer, dessen Artenvielfalt erhalten bleibt, sichert schließlich die Grundlagen für kommende Generationen von Fischern. Anders ausgedrückt: Wer heute schützt, sorgt dafür, dass morgen überhaupt noch etwas zu fangen ist.

    Entstanden ist die Regelung in enger Abstimmung zwischen Wissenschaftlern, Behörden und Vertretern der Fischerei. Die Entwicklung der Delfinbestände soll weiterhin genau beobachtet werden. Neue Daten und Forschungsergebnisse könnten künftig zu Anpassungen der Schutzmaßnahmen führen.

    Der Beschluss zeigt, dass Frankreich beim Schutz seiner Meeresgebiete zunehmend auf einen Ausgleich zwischen Ökologie und Wirtschaft setzt. Die Winterpause für die Fischerei mag nicht alle Konflikte lösen. Sie gilt jedoch als eines der wirksamsten Instrumente, um die Zahl der Delfine zu reduzieren, die durch menschliche Aktivitäten ihr Leben verlieren. Im kommenden Winter erhält dieser Ansatz nun eine weitere Bewährungsprobe.

    Von C. Hatty