Kategorie: Vermischtes

  • Isère: Bombendrohungen in acht Schulen in Grenoble

    Isère: Bombendrohungen in acht Schulen in Grenoble

    Acht Mittelschulen und Gymnasien mussten am Donnerstagmorgen im Großraum Grenoble nach anonymen Bombendrohungen geschlossen werden.

    Acht Schulen im Großraum Grenoble haben am Donnerstagmorgen, dem 5. Oktober, anonyme Bombendrohungen erhalten, teilt die Präfektur des Departements Isère über X (ehemals Twitter) mit. Als Reaktion ordnete der Präfekt die sofortige Schließung der Schulen an, „bis alle Zweifel ausgeräumt sind“. Die Schulen werden zur Zeit von Sicherheitskräften durchsucht. Die Staatsanwaltschaft von Grenoble hat eine Untersuchung eingeleitet.

    Die Staatsanwaltschaft vermutet Nachahmungstäter. In Grenoble und Vienne mussten bereits nach zwei früheren Bombendrohungen, die Anfang Oktober eingingen, zwei Ermittlungen eingeleitet werden: eine am Dienstag, dem 3. Oktober, im Collège de l’Isle-d’Abeau und eine am Mittwoch, dem 4. Oktober, im privaten Collège La Salle L’Aigle in Grenoble.

    Die Polizei in Grenoble konnte einen Verfasser einer Warnmeldung, die das Collège La Salle L’Aigle am Mittwoch erhalten hatte, inzwischen identifizieren. Es handelt sich um einen 12-jährigen „computerbegeisterten“ Minderjährigen. Er wurde zusammen mit seinen Eltern von der Polizei angehört. Der Text der acht Nachrichten, die die Schulen am Donnerstag, dem 5. Oktober erhielten, unterscheidet sich jedoch „stark von der Nachricht des Vortags“, so die Staatsanwaltschaft.

  • In Rennes steht eine Mutter vor Gericht – hatte sie ihren 14-jährigen Sohn seit seiner Geburt versteckt?

    In Rennes steht eine Mutter vor Gericht – hatte sie ihren 14-jährigen Sohn seit seiner Geburt versteckt?

    Eine 48-jährige Frau muss sich vor dem Strafgericht in Rennes verantworten. Als ihr 14-jähriger Sohn im Juli 2022 ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wog er nur 27 kg. 

    Hat die 48-jährige Stéphanie ihren 14-jährigen Sohn misshandelt? Dies will das Strafgericht von Rennes (Ille-et-Vilaine) ab Donnerstag, dem 5. Oktober, klären. Das Gericht muss über einen Fall entscheiden, der im Frühjahr in die Medien kam, nachdem ein Artikel in der Zeitung Ouest-France erschienen war, in dem behauptet wurde, eine Mutter habe die Existenz ihres 14-jährigen Sohnes seit seiner Geburt verschwiegen. Das Sorgerecht für den Teenager, der in den Medien Pierre-Alexandre (ein Pseudonym) genannt wurde, wurde ihr im Sommer 2022 entzogen: Der junge wurde seitdem in einem Kinderheim untergebracht. Stéphanie bestreitet jegliche Vernachlässigung und hat nicht gezögert, sich offen in Fernsehinterviews zu verteidigen.

    Der Fall begann im Juli 2022, als Stéphanie mit ihrem Sohn, der wahrscheinlich einen Schwächeanfall erlitten hatte, in der Notaufnahme des Krankenhauses von Rennes erschien. In einer TV-Sendung erklärte sie später, dass der Junge einen anaphylaktischen Schock erlitten habe, nachdem er Halspastillen geschluckt hatte.

    Die Ärzte waren von Anfang an alarmiert über die extreme Magerkeit des Jugendlichen, der laut der Staatsanwaltschaft Rennes nur 27 kg wog und 1,47 m groß war, was der Hälfte des Durchschnittsgewichts eines Jugendlichen seines Alters entspricht. Besorgt schalteten die Ärzte den Sozialdienst ein. Laut der Zeitung Ouest-France entdeckten sie auch „einen intellektuellen Entwicklungsrückstand“ und Schwierigkeiten, sich auszudrücken.

    Der Junge wurde auf den Philippinen geboren, der Vater gilt als unbekannt. Die Mutter hatte ihn zwar bei der französischen Botschaft angemeldet, zurück in Frankreich ging er aber später nie zur Schule und wurde auch nie geimpft.

    Am 4. Juli 2022 entzog die Staatsanwaltschaft Stéphanie das Sorgerecht für ihren Sohn. Die Mutter des Teenagers wurde damals ein erstes Mal in Polizeigewahrsam genommen und die Staatsanwaltschaft leitete eine Voruntersuchung ein. Zehn Monate später, im Mai 2023, wird sie erneut in Polizeigewahrsam genommen und dann bis zu ihrem Prozess unter gerichtliche Aufsicht gestellt.

    Stéphanie wehrt sich jedoch gegen das Urteil der Ärzte und versichert, dass sie ihren Sohn immer „ausreichend gefüttert“ habe. Gegenüber France Bleu schwört sie, dass das Kind „nie mit leerem Magen eingeschlafen ist“. Der Junge, den die Zeitung Le Figaro treffen konnte, versichert seinerseits: „Zu Hause konnte ich, wenn ich einen kleinen Hunger hatte, nehmen, was ich wollte.“

    Sie versichert ausserdem, dass sie ihren Sohn selbstständig zu Hause unterrichtet habe. „Wir waren sehr oft in der Bibliothek, im Museum, im Theater, im Kino und haben uns Ausstellungen angesehen“, beschrieb sie die Situation auf dem Sender BFMTV. „Er hat Kenntnisse, die manchmal besser sind als bei einem Kind, das zur Schule geht, und es gibt bestimmte Fächer, in denen er weniger Kenntnisse hat, da er keine eigentliche Schulbildung genossen hat“.

    Nach Informationen der Zeitung Ouest-France soll „Pierre-Alexandre“ die meiste Zeit eingesperrt gewesen sein, was der Teenager und seine Mutter aber entschieden bestreiten. „Ich hatte ein sehr reiches Umfeld, ich ging zu Antiquitätenhändlern, zu Buchhändlern, ich machte Aktivitäten, die mir gefielen“, versicherte er gegenüber dem Figaro und fügte hinzu, dass er „zum Beispiel an Pokémon-Kartenturnieren teilnahm. An solchen Orten habe ich Freunde in meinem Alter gefunden“.

    „Ich kümmere mich um mein Kind. Wir leben einfach nur einfach und glücklich, weil wir ein Recht auf unser Leben haben, wie jeder andere auch“, verteidigte sich Stéphanie im Sender France Bleu.

    Stéphanie bereitet sich nun darauf vor, wegen „Entziehung der gesetzlichen Pflichten durch einen Elternteil, die die Gesundheit, Sicherheit, Moral oder Erziehung seines Kindes gefährdet“ und „Vorenthaltung von Pflege oder Unterhalt, die die Gesundheit eines unter 15-jährigen Minderjährigen durch einen Verwandten in aufsteigender Linie oder eine Autoritätsperson gefährdet“ vor Gericht Rede und Antwort zu stehen. Ihr droht eine siebenjährige Haftstrafe und eine Geldstrafe von 100.000 EUR.

  • Seine-Maritime: 17-jähriger Jäger schießt sich versehentlich selbst in den Kopf

    Seine-Maritime: 17-jähriger Jäger schießt sich versehentlich selbst in den Kopf

    Ein 17-jähriger junger Mann schoss sich bei der Jagd im Departement Seine-Maritime versehentlich selbst in den Kopf. Seine Schrotflinte war nicht gesichert.

    Vor einigen Tagen ereignete sich in der Region Seine-Maritime ein schrecklicher Jagdunfall. Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonntag, dem 24. September. In der Gemeinde Trois-Pierres – einem Dorf mit etwas weniger als 800 Einwohnern – tötete sich ein junger Jäger, indem er sich versehentlich mit seinem Gewehr in den Kopf schoss.

    Wie die Zeitung „Courrier Cauchois“ berichtete, waren zwei junge Jäger gerade dabei, sich auf die Taubenjagd vorzubereiten. Das Opfer saß auf einem Stuhl, das Gewehr befand sich zwischen seinen Beinen und war auf seinen Kopf gerichtet. „Die Sicherung des Gewehrs war nicht aktiviert. Und irgendwann muss es zu einer unglücklichen Bewegung gekommen sein“, sagte der zuständige Staatsanwalt. „Einige Erwachsene waren auf einem Feld nebenan, der andere junge Mann rannte schnell hinüber, um den Jagdunfall zu melden“.

    Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um die Umstände des Unfalls zu ermitteln.

  • Paris: Uber zur Zahlung von fast 850.000 Euro wegen unlauteren Wettbewerbs verurteilt

    Paris: Uber zur Zahlung von fast 850.000 Euro wegen unlauteren Wettbewerbs verurteilt

    Diese Verurteilung steht im Zusammenhang mit einem früheren Angebot, Uberpop, bei dem Kunden an Privatpersonen vermittelt wurden, die sie dann mit ihrem Privatwagen fuhren.

    Das Berufungsgericht in Paris verurteilte Uber Frankreich am Mittwoch, dem 4. Oktober, dazu, 149 Taxifahrer mit insgesamt fast 850.000 Euro zu entschädigen. Grund ist „unlauterer Wettbewerb“ im Zusammenhang mit dem früheren Uber-Angebot Uberpop. Die zwischen Februar 2014 und Juli 2015 in Frankreich verfügbare App ermöglichte es, Kunden mit Privatpersonen in Verbindung zu setzen, die sie dann gegen Bezahlung transportierten.

    Diese Privatfahrer konnten auf diese Weise „eine bezahlte Nebentätigkeit“ ausüben, ohne „die damals geltenden Vorschriften für die entgeltliche private Personenbeförderung einhalten zu müssen“, so das Berufungsgericht. Das Gericht stellte fest, dass das Angebot von UberPop über die mobile Uber-Anwendung (…) unlautere Wettbewerbshandlungen gegenüber Taxifahrern darstellte, die selbst die gesetzlichen Vorschriften für dieselbe Tätigkeit einhalten mussten.

    Das Gericht verurteilt Uber France dazu, jedem der Kläger 1.500 Euro Schadensersatz für seinen immateriellen Schaden zu zahlen, gegenüber nur 500 Euro im Urteil der ersten Instanz vom November 2021. Während sie in der ersten Instanz leer ausgegangen waren, werden die 149 Taxis im Einzelfall jetzt auch für ihren nachweislichen wirtschaftlichen Schaden entschädigt, wobei die Beträge zwischen rund 1.400 Euro und über 6.000 Euro variieren. Der Anwalt der Kläger, Jonathan Bellaiche, bezifferte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP die Gesamtsumme der Entschädigungen auf „fast 850.000 Euro“.

  • Indre-et-Loire: Frauenleiche in einem Waldstück in der Nähe von Tours gefunden

    Indre-et-Loire: Frauenleiche in einem Waldstück in der Nähe von Tours gefunden

    Jäger entdeckten am Dienstagmorgen in einem Waldstück in Fondettes in der Nähe von Tours eine Frauenleiche. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird die tote Person derzeit identifiziert.

    Der leblose Körper einer Frau wurde am Dienstag, dem 3. Oktober, in einem Waldgebiet in Fondettes, in der Nähe von Tours, gefunden. Die Staatsanwaltschaft von Tours berichtete dies dem Sender France Bleu Touraine und bestätigte damit eine Meldung der Zeitung „La Nouvelle République“. Jäger hatten den grausigen Fund am Dienstagmorgen, 3. Oktober, gemacht. Die Identifizierung der Leiche sei noch im Gange, so die Staatsanwaltschaft.

    Eine Frau, die in der Nachbargemeinde La Membrolle-sur-Choisille wohnt, wird seit fast einem Monat vermisst. Am 7. September hatte sie ihr Haus zu Fuß verlassen, ohne persönliche Gegenstände und ohne ihr Handy mitzunehmen. Es wurde eine Untersuchung zu den Ursachen des Verschwindens der Frau eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine definitive Verbindung zwischen den beiden Fällen.

  • Universität Aix-Marseille schließt Fakultät wegen Drogenhandels in der Umgebung

    Universität Aix-Marseille schließt Fakultät wegen Drogenhandels in der Umgebung

    Aufgrund von Sicherheitsbedenken hat die Universität Aix-Marseille jetzt beschlossen, einen ihrer Standorte im Zentrum von Marseille, den Standort Colbert in der Nähe des Alten Hafens, zu schließen. Der Unterricht wird als Fernstudium fortgesetzt. An dieser Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung s…

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  • Mutter stürzt sich mit ihren Kindern aus dem 7. Stock – 12-jährige Tochter stirbt

    Mutter stürzt sich mit ihren Kindern aus dem 7. Stock – 12-jährige Tochter stirbt

    Eine Frau stürzte sich am Dienstag, dem 3. Oktober, gegen 4 Uhr morgens in Malakoff (Hauts-de-Seine) aus dem Fenster ihrer Wohnung. Die Mutter riss ihre beiden Kinder mit in die Tiefe, die 12-jährige Tochter starb, die jüngere Tochter schwebt in Lebensgefahr.

    Was ist in der Nacht von Montag auf Dienstag geschehen, dass eine Mutter mit ihren Kindern aus dem Fenster sprang? Beim Sturz aus dem siebten Stock eines Gebäudes in Malakoff (Hauts-de-Seine) riss die Frau ihre beiden Töchter mit in die Tiefe, wie die Zeitung Le Parisien berichtet.

    Die 12-jährige Tochter wurde sofort getötet, während ihre 4-jährige Schwester lebend, aber in Lebensgefahrn in das Necker-Krankenhaus in Paris gebracht werden konnte. Auch die Mutter überlebte und wurde in das Georges-Pompidou-Krankenhaus in Paris transportiert.

    Die Kriminalpolizei des Départements Hauts-de-Seine hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Die Polizei schließt derzeit einen möglichen Kontext häuslicher Gewalt aus. Nach ersten Erkenntnissen befanden sich zum Zeitpunkt der Tat keine weiteren Personen in der Wohnung und es wurde ein Hocker gefunden, der neben dem offenen Fenster stand.

  • Polizeibrutalität in Marseille: Bilder einer Videoüberwachung werden öffentlich

    Polizeibrutalität in Marseille: Bilder einer Videoüberwachung werden öffentlich

    Die Online-Nachrichtenseite Mediapart enthüllte Bilder von Videoüberwachungskameras aus der Nacht vom 1. Juli in Marseille, in der der junge Hedi durch ein Gummigeschoss schwer am Kopf verletzt und von Polizisten brutal zusammengeschlagen wurde.

    Was geschah wirklich in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli in Marseille? Am Rande der Unruhen nach dem Tod des jungen Nahel wurde der 21-jährige Hedi von Polizisten schwer am Kopf verletzt, nachdem er unter anderem von einem Gummigeschoss getroffen worden war.

    Bilder von extremer Gewalt
    Vier Beamte der Kriminalitätsbekämpfungsbrigade wurden am 20. Juli wegen „schwerer vorsätzlicher Gewalt“ angeklagt. Nachdem einer der Polizisten bereits zugab, den umstrittenen Schuss mit der Selbstverteidigungswaffe abgegeben zu haben, gab ein anderer zu, an den brutalen Schlägen auf den jungen Mann beteiligt gewesen zu sein. Die beiden anderen Polizisten stritten gegliche Beteiligung ab. Einer der Beamten wurde zunächst in Gewahrsam genommen, später aber wieder freigelassen.

    Am Dienstagabend veröffentlichte die Onlinezeitung Mediapart die Aufnahmen einer Videoüberwachungskameras zum Zeitpunkt des Vorfalls. In einem über drei Minuten langen Video schildert die Onlinezeitung den Ablauf der Ereignisse. Mediapart spricht von einer „extremen Gewalt der unnötigen Schläge“ gegen den jungen Mann.

    Mediapart berichtet außerdem: „Im Gegensatz zu den Aussagen des Polizisten, der erklärt, er habe aus einer Entfernung von 10-15 Metern, vielleicht 15-20 Metern geschossen, erfolgte der Schuss nach unseren Berechnungen (basierend auf dem Moment, in dem der Polizist in Schussposition ist und dem Moment, in dem Hedi zusammenbricht) aus einer Entfernung zwischen 5 und 8,15 Metern“.

    Die weiteren Ermittlungen müssen nun klären, ob der Schuss aus der Selbstverteidigungswaffe legitim war oder nicht. Der junge Hedi mußte sich am 25. September einer weiteren Operation am Kopf unterziehen.

  • Elsass: Mutter ertrinkt als sie ihre Kinder retten will

    Elsass: Mutter ertrinkt als sie ihre Kinder retten will

    Bei dem Versuch, ihre sechs und zwölf Jahre alten Kinder zu retten, ertrank eine Mutter am Montag, dem 2. Oktober, in einem Gewässer in Reiningue im Département Haut-Rhin.

    Eine 38-jährige Mutter ertrank, nachdem sie versucht hatte, ihre Kinder zu retten, die in einem Gewässer in Reiningue (Haut-Rhin) in Schwierigkeiten geraten waren, wie die örtliche Gendarmerie am Montag berichtete.

    Die beiden Kinder im Alter von 6 und 12 Jahren konnten nicht schwimmen. Sie befanden sich in Schwierigkeiten, weswegen ihre Mutter ihnen zu Hilfe eilte. Doch auch die Mutter konnte nicht schwimmen, und in diesem an sich flachen Gewässer in einer Gemeinde in der Nähe von Mühlhausen befinden sich an manchen Stellen tiefe Löcher.

    40 Minuten unter Wasser
    Die Mutter verlor den Halt und ertrank. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte befand sich die Frau 40 Minuten lang unter Wasser. Den Sanitätern gelang es daher nicht, sie wiederzubeleben.

    Das Gewässer wird nur während der Sommermonate bis zum 3. September dieses Jahres von Bademeistern überwacht. Die Kinder der Frau konnten schlußendlich selbständig ans Ufer zurückkehren.

  • Klima: Klage gegen TotalEnergies wegen fahrlässiger Tötung

    Klima: Klage gegen TotalEnergies wegen fahrlässiger Tötung

    Eine Klage gegen den französischen Total-Konzern wurde von mehreren Umweltorganisationen eingereicht, die den Ölkonzern der fahrlässigen Tötung beschuldigen.

    Eine Klimabombe – so bezeichnen die Gegner eines Projekts von TotalEnergies in Uganda das Vorhaben des französischen Ölmultis. Dort soll inmitten eines Wildreservats Öl gefördert werden, ebenso wie auch bei anderen Projekten des Ölkonzerns. Vier Verbände beschlossen nun, eine Klage gegen den Konzern einzureichen. „Total gehört zur Spitzengruppe derer, die hartnäckig auf der Zerstörung der Atmosphäre beharren“, erklärt William Bourdon, Anwalt der Verbände.

    Es ist das erste Mal, dass gegen Total eine Klage wegen fahrlässiger Tötung eingereicht wurde. Hintergrund sind die verheerenden Brände, das Schmelzen der Gletscher, aber auch die jüngsten Hitzewellen. Auf Anfrage erklärt TotalEnergies, dass es noch „keine Kenntnis von dieser Klage hat und nicht weiß, worauf sie abzielt“. Jedes neue fossile Projekt ist eine Bedrohung für das Klima, so die Klimaforscherin Yamina Saheb gegenüber Franceinfo.