Kategorie: Vermischtes

  • Elsass: Mehrere Schulen blieben nach „böswilligen Nachrichten“ am Montagmorgen geschlossen

    Elsass: Mehrere Schulen blieben nach „böswilligen Nachrichten“ am Montagmorgen geschlossen

    Seit Mitte letzter Woche haben hunderte Bildungseinrichtungen in den Regionen Hauts-de-France und Île-de-France nach einem Cyberangriff auf ihre digitalen Arbeitsplattformen (ENT) Drohungen erhalten. Im Elsass bleiben nun am Montagmorgen mehrere Mittel- und Oberstufenschulen geschlossen, nachdem „böswillige Nachrichten“ eingegangen sind, berichtet der Sender France Bleu Alsace.

    Beispielsweise wurde das Bartholdi-Gymnasium im Haut-Rhin vorsichtshalber geschlossen, nachdem über die Plattform „Mon bureau numérique“, die für den Austausch zwischen Lehrern, Eltern und Schülern genutzt wird, eine Drohung einging. Die Polizei soll nun entsprechende Überprüfungen durchführen.

    In Straßburg (Bas-Rhin) musste das Collège-Lycée Kléber kurz nach acht Uhr seine Türen schließen. Das bereits anwesende Personal und die Schüler mussten evakuiert werden.

    Diese Schulschließungen erfolgen vor einem angespannten Hintergrund. Mehr als 150 Mittel- und Oberschulen in Hauts-de-France und Île-de-France haben nämlich seit Mitte der vergangenen Woche Drohungen erhalten, nachdem ihre digitalen Arbeitsumgebungen (ENT) Ziel eines Cyberangriffs wurden.

    Diese Welle der Bedrohungen und Schulschließungen stellt eine beunruhigende Entwicklung dar und wirft Fragen zur Sicherheit und zum Schutz von Bildungseinrichtungen in Frankreich auf. Die Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit, die Cybersicherheit in Schulen zu verstärken und gleichzeitig effektive Notfallpläne zu entwickeln, um auf solche Drohungen reagieren zu können. Die Sicherheit von Schülern und Personal hat höchste Priorität, und die Schulgemeinschaft muss sich auf robuste Sicherheitsprotokolle verlassen können, um sich vor derartigen Bedrohungen zu schützen. Gleichzeitig ist die psychologische Betreuung der Betroffenen von großer Bedeutung, um die durch solche Vorfälle verursachte Unruhe zu bewältigen.

  • Über 150 Schulen in den Regionen Hauts-de-France und Île-de-France von Anschlagsdrohungen betroffen

    Über 150 Schulen in den Regionen Hauts-de-France und Île-de-France von Anschlagsdrohungen betroffen

    Mehr als 150 Gymnasien und Mittelschulen haben nach dem Hack ihrer Arbeitsserver (ENT) Anschlagsdrohungen erhalten. In den Hauts-de-France wurden am Freitag mindestens 122 Einrichtungen bedroht, nachdem bereits etwa 50 Einrichtungen in der Île-de-France, hauptsächlich Gymnasien, ab Mittwoch, dem 20. März, einer ähnlichen Welle von Drohungen ausgesetzt waren.

    Insgesamt sind fünf Schulbezirke betroffen (Amiens, Créteil, Lille, Paris und Versailles). Die betroffenen Einrichtungen wurden letzte Woche oder am Wochenende einer Überprüfung unterzogen, wie das Bildungsministerium mitteilt.

    In den Hauts-de-France, wo die Nachrichten einen möglichen Angriff am Montag androhten, wurde keine Schließung angeordnet, aber der Unterricht wird unter „verstärkten Sicherheitsbedingungen“ durchgeführt, so die Präfektur. Ein „Protokoll“ wurde vom Rektorat Amiens in Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften und den Präfekturen Aisne, Oise und Somme ausgearbeitet. Es wurde „bereits am Samstagmorgen den Schulleitern mitgeteilt“, erklärt das Rektorat.

    Die digitalen Arbeitsumgebungen aller betroffenen Einrichtungen der betreffenden Schulbezirke wurden bis auf Weiteres ausgesetzt. Den Rektoren wurde empfohlen, „psychologische Unterstützung für alle Kinder oder Erwachsenen anzubieten, die ungewollt die verstörenden Videos angesehen haben“, die einigen Nachrichten beigefügt waren.

    Diese bedrohliche Situation unterstreicht die Notwendigkeit einer erhöhten Wachsamkeit und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen in Bildungseinrichtungen. Die koordinierte Reaktion der Schulbehörden und der lokalen Sicherheitskräfte zeigt, dass die Sicherheit der Schüler und des Personals oberste Priorität hat. Gleichzeitig werfen die Vorfälle Fragen zur digitalen Sicherheit von Schulsystemen auf und betonen die Bedeutung präventiver Maßnahmen gegen Cyberangriffe. Die psychologische Unterstützung für Betroffene unterstreicht zudem die Wichtigkeit der Betreuung von Personen, die durch solche Vorfälle traumatisiert wurden.

  • Terrorwarnungen auf Schülerhandys in Hauts-de-France

    Terrorwarnungen auf Schülerhandys in Hauts-de-France

    Am Samstag, dem 23. März, wurden in der Region Hauts-de-France mehreren Gymnasiasten bedrohliche Nachrichten mit terroristischem Hintergrund zugesandt. Der Verfasser drohte damit, am Montag 122 Bildungseinrichtungen in der Region in die Luft zu sprengen.

    Die bedrohlichen Nachrichten, die auf den Mobiltelefonen einiger Gymnasiasten entdeckt wurden, kamen von jemandem, der sich als Kämpfer der Terrorgruppe Islamischer Staat ausgab und drohte, am Montag Angriffe auf 122 Mittel- und Oberschulen in Hauts-de-France durchzuführen. Unter den Schülern herrscht verständlicherweise große Besorgnis. „Ich habe Angst, wieder zur Schule zu gehen“, oder „Ich denke, ich werde gehen, aber mit einem flauen Gefühl im Magen“, äußern einige gegenüber dem Sender Franceinfo.

    Gesendet über die digitale Arbeitsserver der Schulen

    Versandt wurden diese Drohungen über die ENT, die digitale Arbeitsumgebung der Schulen, eine Plattform, die Lehrern, Schülern und Eltern einen Austausch ermöglicht. Die Täter hätten sich Zugang zu einigen Konten verschafft und die bedrohlichen Nachrichten weit unter den Schülern verbreitet. Bereits in der vorherigen Woche waren rund fünfzig Bildungseinrichtungen im Großraum Paris Ziel eines ähnlichen Angriffs. Lehrergewerkschaften äußern sich besorgt.

    Die Situation in Hauts-de-France wirft ein grelles Licht auf die veränderte Landschaft der Bedrohungen, mit denen Schulen heute konfrontiert sind. Die Nutzung der digitalen Infrastruktur, die eigentlich dem Lernen und der Kommunikation dienen soll, als Kanal für terroristische Bedrohungen, stellt eine neue Ebene der Verwundbarkeit dar. Die Tatsache, dass solche Drohungen jetzt digital verbreitet werden können, verleiht ihnen eine beunruhigende Reichweite und Anonymität.

    Diese Vorfälle betonen die Notwendigkeit für Schulen, ihre digitalen Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und Strategien zu entwickeln, um auf solche Bedrohungen reagieren zu können. Es zeigt auch die Bedeutung von Bildung und Aufklärung der Schüler über die Risiken und die angemessene Nutzung digitaler Plattformen.

    Die Reaktion der Gemeinschaft, der Behörden und der Bildungseinrichtungen auf diese Bedrohungen wird entscheidend sein, um ein Gefühl der Sicherheit und Normalität wiederherzustellen. Es wird nicht nur darum gehen, die unmittelbare Bedrohung abzuwehren, sondern auch darum, ein starkes Signal zu senden, dass Bildungseinrichtungen Orte des Lernens und der Sicherheit bleiben müssen, unbeeinträchtigt von den Schatten, die solche Drohungen werfen.

    Die Vorfälle in Hauts-de-France und im Großraum Paris sind eine düstere Erinnerung daran, dass die Bedrohung durch Terrorismus in allen Formen ernst genommen und mit einer Kombination aus Vorsicht, Entschlossenheit und der Kraft der Gemeinschaft begegnet werden muss.

  • Bombendrohungen im Westen Frankreichs: 21-Jähriger in Angoulême festgenommen

    Bombendrohungen im Westen Frankreichs: 21-Jähriger in Angoulême festgenommen

    Ein junger Mann im Alter von 21 Jahren wurde in der Charente, Frankreich, wegen des Verdachts, für eine Serie von Bombendrohungen verantwortlich zu sein, festgenommen. Diese Drohungen hatten in verschiedenen Teilen des westlichen Frankreichs, darunter Gymnasien in der Gironde sowie die Rathäuser von Tours und Le Mans, für Aufsehen und großangelegte Einsätze von Feuerwehr und Gendarmerie gesorgt, die letztendlich unbegründet waren. Die Justiz hat eine psychiatrische Begutachtung angeordnet; bis dahin bleibt der Verdächtige in Untersuchungshaft.

    Die Entschleierung des mutmaßlichen Täters

    Die Anklage des mutmaßlichen Täters, der in der Gironde lebt, erfolgte nach seiner Festnahme und der darauf folgenden Vorführung, wie die Staatsanwaltschaft Angoulême am Samstag mitteilte. Am 13. März wurde das Lycée Elie Vinet in Barbezieux-Saint-Hilaire, Charente, nach einer E-Mail mit „terroristischer Formulierung“ evakuiert, berichtete die Staatsanwältin von Angoulême, Stéphanie Aouine. Der Verdächtige habe die Taten gestanden. Untersuchungen während seiner Gewahrsamnahme, insbesondere die Auswertung seiner Computerdaten, hätten seine Beteiligung bekräftigt und ihn mit weiteren ähnlichen Vorfällen in Verbindung gebracht.

    Laut der Zeitung La Charente Libre soll der Verdächtige Bombendrohungen gegen die Rathäuser von Le Mans und Tours versendet haben, in denen er behauptete, im Namen des Islamischen Staates zu handeln. Diese Drohungen soll er mit dem Vornamen eines jungen Mannes unterzeichnet haben, den er seit Jahren belästigt, wie aus einer dem Fall nahestehenden Quelle hervorgeht.

    Ein Leben im Schatten der Gesellschaft

    Der junge Mann muss sich in den kommenden Wochen vor dem Strafgericht Angoulême wegen Verbreitung falscher Informationen zur Vortäuschung einer gefährlichen Straftat, unbefugtem Zugang zu einem automatisierten Datenverarbeitungssystem, Identitätsdiebstahl und der Verherrlichung von Terrorismus verantworten. Er wurde in vorläufige Haft genommen, und es steht eine psychiatrische Untersuchung bevor.

    Seine Anwältin beschreibt ihn als jemanden, „der nie gelernt hat, soziale Beziehungen zu pflegen und in der Gesellschaft zu leben“. Sie weist auf seine psychologische und psychiatrische „Fragilität“ hin. Der Verdächtige habe sich „seit seiner Jugend in seinem Zimmer eingeschlossen, ohne jemals allein sein Zuhause zu verlassen“.

    Diese tragische Geschichte wirft ein Licht auf die komplexe Mischung aus sozialer Isolation, psychischer Gesundheit und der potenziell zerstörerischen Natur des Internets, die zusammen zu einer Spirale der Gewalt und des Missverständnisses führen können, die die gesamte Gemeinschaft betrifft.

  • Tragödie im 9. Arrondissement von Paris: Mann stürzt sich aus dem Fenster – Frau erstochen aufgefunden

    Tragödie im 9. Arrondissement von Paris: Mann stürzt sich aus dem Fenster – Frau erstochen aufgefunden

    In einer dramatischen Wendung der Ereignisse im 9. Arrondissement von Paris wurde der Körper einer erstochenen Frau in einer Wohnung entdeckt, nachdem sich ein Mann aus dem dritten Stock in die Tiefe gestürzt hatte. Die Pariser Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Umstände dieser tragischen Geschehnisse zu klären.

    Ein Sturz führt zu einer schrecklichen Entdeckung

    Am Samstagmorgen wurde die Polizei alarmiert, als ein Mann aus dem dritten Stock eines Gebäudes sprang und in den Innenhof fiel. Trotz der sofortigen Bemühungen der Rettungskräfte konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Die nachfolgende Untersuchung in der Wohnung, aus der der Mann gesprungen war, führte zu einer grausigen Entdeckung: die Polizei fand den Körper einer Frau, die offensichtlich erstochen worden war. Die Frau lag tot im Bett mit „erheblichen Verletzungen“ am Kopf und Stichwunden im Bauchbereich.

    Ermittlungen bringen weitere Details ans Licht

    Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten einen Revolver und mehrere Fotos eines Mannes in Polizeiuniform. Nach Aussagen der Nachbarn wohnte in der Wohnung ein Paar. Die genauen Umstände, die zu diesem dramatischen Vorfall führten, sind noch unklar. Eine Autopsie soll weitere Einblicke in die tragischen Ereignisse geben und helfen, die genaue Todesursache der beiden Personen zu ermitteln.

    Die Suche nach Antworten

    Die Pariser Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, um die Hintergründe dieser Doppeltat aufzuklären. Während die Gemeinschaft um Antworten ringt, wirft dieser Fall ein Schlaglicht auf die potenziell verborgenen Dramen, die sich hinter verschlossenen Türen abspielen können. Inmitten der malerischen Straßen des 9. Arrondissements von Paris sind die Bewohner nun mit der traurigen Realität konfrontiert, dass das Unvorstellbare ganz in ihrer Nähe geschehen kann.

    Dieser Vorfall hinterlässt viele Fragen: Was hat zu dieser Tragödie geführt? Welche Rolle spielen die gefundenen Gegenstände in der Wohnung? Die Ermittlungen der Polizei werden hoffentlich Licht ins Dunkel bringen und zur Aufklärung dieses tragischen Falls beitragen.

  • Neue DNA-Analysen im Fall Grégory Villemin

    Neue DNA-Analysen im Fall Grégory Villemin

    Fast 40 Jahre sind vergangen, doch die Umstände des Todes des kleinen Grégory Villemin im Jahr 1984 geben bis heute Rätsel auf. Auf Antrag eines Gerichtes sollen nun neue DNA-Expertisen an den am Körper des Jungen gefundenen Spuren und den vom sogenannten „Raben“ gesendeten Briefen durchgeführt werden. Am 16. Oktober 1984 wurde der kleine Grégory tot im Fluss Vologne (Vogesen) aufgefunden, ertrunken und mit Schnüren umwickelt. Auf seiner Anorakjacke, seinem Kinn und den Schnüren, die um seinen …

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  • Französisches Know-how: Die Sockenherstellung im Elsass wird gefeiert

    Französisches Know-how: Die Sockenherstellung im Elsass wird gefeiert

    Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens und um der ausländischen Konkurrenz entgegenzuwirken, bietet eine elsässische Sockenmanufaktur kostenlose Werksbesichtigungen an. Am Donnerstag, dem 21. März, besuchte ein France-2-Team die Firma Labonal.

    Die französische Sockenfabrik Labonal in Dambach-la-Ville (Bas-Rhin) hat sich nach einem Jahrhundert des Bestehens eine besondere Herausforderung gestellt: Ihre Türen unter der Woche für die Öffentlichkeit zu öffnen. Dies gibt Besuchern die Möglichkeit, einen Einblick in die Produktionsprozesse eines alltäglichen Gegenstands zu erhalten und die 80 Mitarbeiter zu treffen, die jährlich mehr als eine Million Socken herstellen. „Es ist sehr beeindruckend, und das Endergebnis ist wunderschön“, schwärmt eine Besucherin.

    Besichtigungen als Strategie gegen ausländische Konkurrenz

    Die Mitarbeiter empfinden Stolz. „Es ist schön zu sehen, dass sich die Leute dafür interessieren, was in unserer Fabrik passiert“, teilt Nathalie Perrin, eine Mitarbeiterin der Firma, mit. Diese kostenlosen Werksbesichtigungen zielen auch darauf ab, den Verkauf anzukurbeln, um der ausländischen Konkurrenz entgegenzuwirken. Innerhalb weniger Monate haben 4.000 Besucher die Produktionsstätte besichtigt.

    Dieser innovative Ansatz, die Türen für die Öffentlichkeit zu öffnen, unterstreicht nicht nur das Engagement von Labonal für Transparenz und Qualität, sondern verdeutlicht auch den Wunsch, die Wertschätzung für das Handwerk und das lokale Know-how zu fördern. In einer Zeit, in der die globale Konkurrenz immer intensiver wird, erinnert uns die Initiative von Labonal daran, wie wichtig es ist, lokale Produzenten und traditionelles Handwerk zu unterstützen. Durch den direkten Einblick in den Produktionsprozess und den persönlichen Kontakt zu den Menschen hinter dem Produkt wird eine Brücke zwischen Verbrauchern und Herstellern geschlagen, die in der modernen Wirtschaftswelt allzu oft fehlt.

    Die Manufaktur Labonal beweist, dass Tradition und moderne Unternehmensführung Hand in Hand gehen können, um nicht nur qualitativ hochwertige Produkte zu schaffen, sondern auch eine starke Verbindung zur Gemeinschaft und ihren Kunden aufzubauen. In Zeiten der Globalisierung und des wirtschaftlichen Drucks ist es ein ermutigendes Zeichen, dass Unternehmen wie Labonal einen Weg finden, ihre Wurzeln zu ehren, während sie sich den Herausforderungen der Zukunft stellen.

  • Hinter den Kulissen des Musée Grévin: Die Kunst der Wachsfigurenherstellung

    Hinter den Kulissen des Musée Grévin: Die Kunst der Wachsfigurenherstellung

    Seit 1882 begeistert das Musée Grévin in Paris seine Besucher. Bekannt als eines der berühmtesten Museen Frankreichs, beherbergt es Wachsfiguren von Persönlichkeiten wie Elton John, Madonna, Henri Salvador und Johnny Hallyday. Am Donnerstag, dem 21. März, gewährte das 13-Uhr-Team einen exklusiven Ei…

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  • Anstieg von Morden und Mordversuchen unter Kriminellen in Frankreich um 38% im Jahr 2023

    Anstieg von Morden und Mordversuchen unter Kriminellen in Frankreich um 38% im Jahr 2023

    Laut Informationen des Senders Franceinfo ist die Zahl der Morde, Mordversuche zwischen Kriminellen und wegen Abrechnungen im Drogenmilieu in Frankreich im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 38% gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden 418 Personen Opfer solcher Gewaltakte, gegenüber 303 im Jahr 2022. „Es gibt keine Achtung des menschlichen Lebens mehr“, so die Gewerkschaft der Führungskräfte der inneren Sicherheit.

    Die Polizei macht in ihrer Erfassung einen klaren Unterschied zwischen Morden, Mordversuchen unter Kriminellen und den sogenannten Abrechnungen: Letztere bezeichnen Morde zwischen gut identifizierten kriminellen Gruppen mit professionellem Vorgehen, mit dem Ziel, den Gegner zu schwächen. Im Jahr 2023 gab es 85 solcher Fälle, verglichen mit 67 im Jahr 2022, was einem Anstieg von 20% entspricht.

    Ausweitung des Phänomens auf mittelgroße Städte

    Ein besonderer Fokus liegt auf Marseille, das zwar nicht die einzige von Morden unter Kriminellen betroffene Stadt ist, aber dennoch eine besondere Eigenheit aufweist: Die Schwierigkeit, das Phänomen zu quantifizieren, weil es so ausgeprägt ist. Die Justiz spricht nun lieber von „Narkomord“, der sowohl die Abrechnungen unter führenden Mitgliedern der Drogenbanden als auch die Morde an untergeordneten Beteiligten umfasst. Allein im Jahr 2023 zählte der Staatsanwalt von Marseille 49 solcher Fälle.

    „Marseille ist jedoch nicht mehr die einzige Stadt, die unter dem Krieg um Drogenhandel und die Kontrolle über Territorien leidet“, betont Didier Rendu, erster stellvertretender Generalsekretär der Gewerkschaft der Führungskräfte der inneren Sicherheit (SCSI), auf dem Sender Franceinfo. Andere französische Städte wie Nantes, Grenoble, Amiens, Dijon, Valence, Besançon und Lyon sind ebenfalls von Morden unter Kriminellen betroffen. „Wir beobachten eine Ausweitung dieses Phänomens auf mittelgroße Städte“, stellt Didier Rendu fest.

    Zum Beispiel wurden im April und Mai des letzten Jahres vier Personen bei Konflikten zwischen kriminellen Gruppen in Valence in der Drôme getötet. Auch Dijon ist betroffen, mit zwei Morden innerhalb von vier Tagen in dieser Woche. „Diese mittelgroßen Städte erleben das Eintreffen von Teams aus Marseille, die einen Markt etablieren und diesen Markt so profitabel wie möglich gestalten wollen“, erklärt der stellvertretende Generalsekretär des SCSI. Er betont zudem, dass „wir es mit einer zunehmend gewalttätigeren Kriminalität zu tun haben“.

    Der immer unverblümtere Gebrauch von Kriegswaffen

    Neu ist, dass diese Morde nicht mehr ausschließlich das Privileg hochrangiger Krimineller sind. Auch andere Bandenmitglieder zögern nicht mehr, zu schießen, um zu töten oder das gegnerische Lager zu terrorisieren. Der Gebrauch von Waffen, immer öfter auch Kriegswaffen, wird immer enthemmter, „manchmal mit immer jüngeren Akteuren“, beobachtet Didier Rendu. Letztes Jahr wurden unter den 8.000 in ganz Frankreich von der Polizei beschlagnahmten Waffen fast 300 als Kriegswaffen eingestuft. „Es wird aus nichtigem Anlass geschossen, mit Kriegswaffen“, beklagt der Gewerkschaftler, der auch bedauert, dass „Menschen das Verständnis für den Wert des menschlichen Lebens verloren haben“.

    Am Mittwoch kündigte der französische Innenminister an, dass „mehr als 120 Festnahmen“ in drei Tagen im Département Bouches-du-Rhône im Rahmen der Operation „Saubere Stadt“ durchgeführt wurden, die von den Sicherheitskräften in Marseille und im Département durchgeführt wurde. Am Dienstag besuchte Emmanuel Macron überraschend Marseille, um die Verdienste der Operation „Saubere Stadt XXL“ zu loben, die am Montag in den Bouches-du-Rhône gegen die Drogenbanden begonnen hatte. Diese Großoperation soll mehrere Wochen dauern, mit Hunderten von Polizisten, Gendarmen und Zollbeamten, die in Marseille im Einsatz sind.

  • „Baby-Killer“ in Marseille: Minderjährige töten für 15.000 Euro

    „Baby-Killer“ in Marseille: Minderjährige töten für 15.000 Euro

    In Marseille, einer Stadt, die im Jahr 2023 49 Morde im Drogenmilieu verzeichnete, wirft die investigative Dokumentarsendung „Complément d’enquête“ ein Licht auf ein erschreckendes Phänomen: Minderjährige, die als Auftragskiller rekrutiert werden. Fast 60% der Täter sind zwischen 14 und 21 Jahren alt.

    Eine Jugend im Schatten des Verbrechens

    Die jugendlichen Täter, die im Volksmund als „Baby-Killer“ bezeichnet werden, stellen eine besonders beeinflussbare und formbare Gruppe dar. Viele sind bereits an Gewalt gewöhnt und nehmen sogar mehrere Aufträge an. Ein Beispiel ist der 18-jährige Mattéo, der im April 2023 des fünffachen Mordes verdächtigt wurde.

    Der Preis eines Lebens

    In der Unterwelt Marseilles, dominiert von zwei kriminellen Organisationen – dem Clan Yoda und der DZ Mafia –, werden junge Rekruten oft über soziale Netzwerke angeworben und für Beträge zwischen 10.000 und 30.000 Euro zum Töten verpflichtet. Vor ihrer Tat durchlaufen sie eine Art „Gehirnwäsche“: Sie verbringen eine Woche isoliert in einer Luxusvilla, fernab von der Realität ihres bevorstehenden Handelns.

    Ein nicht enden wollender Zyklus der Gewalt

    Für die kriminellen Clans sind diese jungen Auftragsmörder lediglich ein austauschbares Werkzeug in ihrem Arsenal. Sollten sie gefasst werden, stehen bereits Ersatzrekruten bereit. Trotz verstärkter Bemühungen von Regierung, Polizei, Justiz und Sozialarbeitern, die Welle der Gewalt einzudämmen, bleibt das Problem der „Baby-Killer“ ungelöst.

    Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die dunklen Seiten des Drogenhandels in Marseille und zeigt, wie tief die Wurzeln der organisierten Kriminalität in der Gesellschaft verankert sind. Sie legt die dringende Notwendigkeit offen, auf breiter gesellschaftlicher Ebene zu intervenieren, um junge Menschen vor dem Abgleiten in diese Spirale der Gewalt zu bewahren. Der Kampf gegen die organisierte Kriminalität in Marseille und darüber hinaus erfordert ein konzertiertes Vorgehen, das über polizeiliche Maßnahmen hinausgeht und präventive sowie soziale Strategien miteinbezieht.