Kategorie: Vermischtes

  • Wenn Wahrheit in Flammen steht – Wie ein altes Video zur Notre-Dame erneut Verschwörungstheorien entfacht

    Wenn Wahrheit in Flammen steht – Wie ein altes Video zur Notre-Dame erneut Verschwörungstheorien entfacht

    Ein paar Sekunden genügen – und das Netz brennt. Eine alte, längst widerlegte Videoaufnahme von der brennenden Kathedrale Notre-Dame in Paris kursiert wieder auf sozialen Plattformen. Und mit ihr kehren absurde Theorien zurück, die eigentlich schon 2019 widerlegt waren. Das Video zeigt lodernde Flammen und dramatische Rauchschwaden über dem historischen Bauwerk. Untermalt wird die Szene von Kommentaren, die auf einen angeblich „verschleierten Terroranschlag“ hinweisen – völlig ohne Belege. Schon damals, im April 2019, hatten französische Ermittler klar festgestellt: Das Feuer war ein tragischer Unfall, ausgelöst durch Renovierungsarbeiten. Keine kriminellen Hintergründe, keine Verschwörung. Doch das Internet vergisst nicht – oder besser gesagt: Es erinnert sich genau dann, wenn es Klicks verspricht.

    https://twitter.com/France24_fr/status/1965417881899786638

    Lügen, die länger leben als Fakten Schon kurz nach dem Brand vor sechs Jahren schossen Verschwörungstheorien wie Pilze aus dem…

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  • Frankreich vor dem Stillstand: „Bloquons tout“ und das Sicherheitsversprechen der Regierung

    Frankreich vor dem Stillstand: „Bloquons tout“ und das Sicherheitsversprechen der Regierung

    Frankreich steht am 10. September 2025 vor einer sozialen Mobilisierung, die schon jetzt als historisch gilt. „Bloquons tout“ – der Name ist Programm. Ein Tag, an dem Bürgerinnen und Bürger das Land lahmlegen wollen, als Ausdruck tief sitzender Unzufriedenheit. Doch bevor die ersten Barrikaden stehen, hat die Regierung die Schlagzeilen besetzt: 80.000 Polizisten und Gendarmen werden landesweit im Einsatz sein. Ein Sicherheitsdispositiv, das so viel verspricht wie es an Fragen aufwirft. „Bloquons tout“ begann als Graswurzelbewegung. Lose organisiert, horizontal, ohne klare Führung. Eine Art digitales Flächenfeuer, das in Chatgruppen, sozialen Netzwerken und über Mundpropaganda immer mehr Unterstützer fand. Doch inzwischen sehen die Behörden darin weniger eine spontane Bürgerbewegung als vielmehr einen Schauplatz für Gruppen der radikalen Linken. Ihre Handschrift – sagen die Nachrichtendienste – sei in den geplanten Aktionen sichtbar: blockierte Bahnhöfe, stillgelegte Raffinerien, lahmge…

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  • Cyberangriff auf französische Kliniken: Wenn Patientendaten ins Visier Krimineller geraten

    Cyberangriff auf französische Kliniken: Wenn Patientendaten ins Visier Krimineller geraten

    Ein Angriff auf die digitale Flanke des Gesundheitssystems – so lässt sich die jüngste Cyberattacke auf öffentliche Krankenhäuser in der Normandie und den Hauts-de-France zusammenfassen. Die Attacke traf nicht die medizinischen Akten, aber doch etwas fast ebenso Sensibles: die Identität der Patientinnen und Patienten. Der Einbruch über gestohlene Identitäten Cyberkriminelle verschafften sich Ende letzter Woche Zugang zu den Servern mehrerer Kliniken, indem sie sich als medizinisches Fachpersonal ausgaben. Mit dieser Täuschung gelang es ihnen, in administrative Systeme einzudringen und dort personenbezogene Daten abzugreifen. Betroffen sind Informationen wie Namen, Vornamen, Alter, E-Mail-Adressen und Telefonnummern.Die regionalen Gesundheitsagenturen (ARS) reagierten schnell: kompromittierte Konten wurden gesperrt, Schutzmaßnahmen verstärkt. Ein klassischer digitaler Wettlauf – zwischen Angreifern, die Lücken suchen, und Verteidigern, die sie schließen müssen. Phishing – die zweite Wel…

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  • Burger King trollt Bayrou – und ganz Frankreich lacht

    Burger King trollt Bayrou – und ganz Frankreich lacht

    Er ist gerade aus dem Amt gejagt worden – und Burger King schickt ihm schon eine Einladung zur Bewerbung. Die Szene: ein Video, aufgenommen bei einem Stadtrat in Pau, zeigt François Bayrou, Premierminister und Bürgermeister, wie er lächelnd in ein Mikro murmelt: „Mmmh… Burger King.“ Spontan, leicht ironisch, sympathisch. Monate später, nach der krachenden Niederlage beim Vertrauensvotum in der Nationalversammlung, greift Burger King Frankreich dieses Video auf. Der Kommentar: „Wir warten auf seine baldige Bewerbung!“

    Ein Satz. Ein Troll. Und ein PR-Coup, wie er im Buche steht. Denn Bayrou ist gefallen. Nicht im übertragenen, sondern im ganz realen, institutionellen Sinn: Nach dem historischen Vertrauensverlust seines Kabinetts am 8. September ist das Experiment Bayrou als Chef der französischen Regierung vorbei. Der erste Premier der Fünften Republik, der auf diesem Weg das Feld räumen muss. Und was macht Burger King? Die …

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  • Ein Lehrer, viele Jahre, viel Schweigen: Die Missbrauchsaffäre von Gap

    Ein Lehrer, viele Jahre, viel Schweigen: Die Missbrauchsaffäre von Gap

    Ein Lehrer unter Verdacht. Ein Zeitraum von über zehn Jahren. Und eine Schule, die jetzt im Zentrum einer Affäre steht, die weit über ihre Mauern hinausreicht. Am katholischen Privatgymnasium Saint-Joseph im südfranzösischen Gap erschüttert ein schwerwiegender Verdacht die gesamte Bildungslandschaft. Mehrere ehemalige und aktuelle Schüler haben schwere Vorwürfe gegen einen Geschichts- und Geografielehrer erhoben – es geht um mutmaßliche sexuelle Übergriffe, die sich über einen Zeitraum von 2011 bis 2025 erstrecken. Der Lehrer stellte sich selbst der Polizei. Er wurde mehrere Stunden vernommen, sitzt in Untersuchungshaft. Zwei mutmaßliche sexuelle Übergriffe mit Autoritätsmissbrauch, drei Fälle von Korruption Minderjähriger und ein Fall sexueller Belästigung stehen im Raum. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe – entschieden, aber bislang ohne öffentliche Erklärung. Die Schule? In Aufruhr. Eltern sind fassungslos, Kolleginnen und Kollegen geschockt. Wie konnte so etwas so lange unbem…

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  • Ein französischer Abenteurer landet in Russland hinter Gittern

    Ein französischer Abenteurer landet in Russland hinter Gittern

    Er wollte Geschichte schreiben, stattdessen endet seine Reise in einer Zelle: Der französische Extremradler Sofiane Sehili ist bei dem Versuch, den Weltrekord für die schnellste Durchquerung Eurasiens mit dem Fahrrad aufzustellen, in Russland festgenommen worden. Von Lissabon bis fast nach Vladivostok Der 44-Jährige startete am 1. Juli in Lissabon – mit einem klaren Ziel: so schnell wie möglich bis nach Vladivostok zu radeln. Mehr als 13.000 Kilometer quer durch Europa und Asien, eine der härtesten physischen und mentalen Herausforderungen, die sich ein Ausdauersportler stellen kann. Für Sehili war es nicht das erste Abenteuer dieser Größenordnung. Schon 2017 hatte er Paris und Taiwan mit dem Rad verbunden – 16.000 Kilometer in nur drei Monaten. Seine Community konnte die aktuelle Tour live verfolgen: Über eine Tracking-Plattform dokumentierte er jede Etappe, jede Pause, jeden Meter Richtung Osten. Der Traum von einem neuen Weltrekord schien zum Greifen nah.

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  • Kugelhagel im Herzen von Dijon – wenn das Nachtleben zur Zielscheibe wird

    Kugelhagel im Herzen von Dijon – wenn das Nachtleben zur Zielscheibe wird

    Ein lauer Spätsommerabend, die Place de la République voller Leben – bis plötzlich Schüsse die Nacht zerreißen. In Dijon hat sich am Wochenende eine Szene abgespielt, die mehr an einen Film erinnert als an die Wirklichkeit. Zwei junge Männer, unterwegs in einem offenen Buggy, werden von einem vorbeifahrenden Scooter unter Beschuss genommen. Sekunden später ist einer tot, der andere ringt im Krankenhaus um sein Leben. Die Wucht dieses Vorfalls liegt nicht nur in der Brutalität des Angriffs, sondern auch in seiner Symbolkraft. Mitten im Herzen einer französischen Großstadt, dort, wo normalerweise Studenten, Familien und Nachtschwärmer flanieren, wird das Pflaster zur Bühne eines mutmaßlichen Drogenkriegs.

    Ein Tatort mit Signalwirkung Der 23-jährige Fahrer stirbt noch am Tatort, sein 26-jähriger Begleiter wird schwer verletzt abtransportiert. Beide Männer waren keine Unbekannten – zumindest nicht für die Polizei. Der Überlebende war bereits in Drogengeschäfte verwickelt, auch das Fahrzeu…

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  • Rick Davies – Die unverwechselbare Stimme von Supertramp ist verstummt

    Rick Davies – Die unverwechselbare Stimme von Supertramp ist verstummt

    Rick Davies ist tot. Der britische Musiker, Mitgründer und Stimme der legendären Rockband Supertramp, starb im Alter von 81 Jahren. Mehr als ein Jahrzehnt hatte er gegen ein multiples Myelom, eine seltene Form von Knochenmarkkrebs, gekämpft – am vergangenen Samstag hat er den Kampf verloren. Die Band bestätigte die Nachricht in einem offiziellen Statement und würdigte Davies als „Herzschlag“ und „unverwechselbare Stimme“ der Gruppe.

    Ein Mann, ein Piano, eine Ära.
    So lässt sich das musikalische Wirken von Rick Davies in einem Bild zusammenfassen. Sein warmer, soulgetränkter Gesang und das markante Spiel auf dem Wurlitzer-Piano prägten die DNA von Supertramp. Songs wie Goodbye Stranger oder Bloody Well Right tragen unverkennbar seine Handschrift – kraftvoll, geerdet und zugleich voller melancholischer Leichtigkeit.

    Während Roger Hodgson mit seiner hohen, fast zerbrechlich klingenden Stimme die träumerische Seite der Band verkörperte, stand Davies für das Bodenständige, das Rockige. Zusammen bildeten sie ein Gespann, das die Musikgeschichte der 70er- und 80er-Jahre entscheidend mitgestaltete.

    Supertramp – das war nicht nur Musik, das war ein Lebensgefühl.
    Wer in den 70ern das Album Crime of the Century hörte, wurde unweigerlich in eine andere Welt gezogen – sphärische Klänge, raffinierte Harmonien, Texte voller Sehnsucht und Gesellschaftskritik. Rick Davies war dabei mehr als nur Musiker. Er war Architekt dieses Sounds, Baumeister eines musikalischen Raums, in dem Millionen Fans weltweit ein Zuhause fanden.

    Und doch war er kein Lautsprecher, keiner, der sich ins Rampenlicht drängte. Während andere Rockstars Skandale lieferten, zog sich Davies lieber ins Studio zurück, ließ die Musik sprechen. Vielleicht genau deswegen hat seine Stimme so viele berührt – sie klang authentisch, echt, frei von Pose.

    Der Rückzug von den großen Bühnen kam nicht freiwillig.
    Bereits vor Jahren machten ihm die Folgen seiner Krankheit zu schaffen, Tourneen waren irgendwann nicht mehr möglich. Doch die Liebe zur Musik ließ ihn nie los. Mit Freunden aus seiner Heimatstadt trat er weiterhin auf, ganz bodenständig, unter dem Namen „Ricky and the Rockets“. Ein Superstar, der wieder zum Nachbarsjungen wurde, der einfach nur spielen wollte – diese Vorstellung ist so sympathisch wie rührend.

    Das Vermächtnis von Rick Davies bleibt unantastbar.
    Denn Lieder wie Dreamer, School oder Take the Long Way Home sind längst Teil des kollektiven Gedächtnisses. Sie laufen noch immer im Radio, werden auf Partys gesungen, von Jugendlichen entdeckt, die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung noch nicht einmal geboren waren. „Große Songs sterben nie, sie leben weiter“ – dieser Satz aus dem Band-Statement wirkt wie ein stilles Versprechen.

    Wer heute Supertramp hört, hört nicht nur Musik.
    Man hört ein Stück Biografie. Man hört von verpassten Chancen, von jugendlicher Rebellion, von langen Autofahrten mit heruntergekurbeltem Fenster. Man hört von Zeiten, in denen Plattencover noch Kunstwerke waren und ein ganzes Wochenende um eine neue LP kreiste. Rick Davies war Teil all dessen – und wird es bleiben.

    Der Pianist, der nie Rockstar sein wollte, ist nun gegangen.
    Doch in jeder Note, die er je gespielt hat, schwingt er weiter. Und vielleicht ist genau das der größte Trost: dass wir ihn nicht verlieren können, solange seine Musik klingt.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • 1.000 Euro extra: Frankreich belohnt Elektroautos mit europäischen Batterien

    1.000 Euro extra: Frankreich belohnt Elektroautos mit europäischen Batterien

    Frankreich legt noch einen drauf. Ab dem 1. Oktober erhalten Käuferinnen und Käufer von Elektroautos, die mit einer in Europa produzierten Batterie ausgestattet sind, einen zusätzlichen Bonus von 1.000 Euro. Damit will die Regierung nicht nur den Absatz von E-Autos ankurbeln, sondern auch ein klares Signal an die Industrie senden: Wertschöpfung soll wieder stärker auf dem eigenen Kontinent stattfinden. Die Ankündigung kam am 8. September aus den Ministerien für ökologische Transition und Industrie. Schon die Wortwahl ist eindeutig: „Prime complémentaire exceptionnelle“ – also eine außergewöhnliche Zusatzprämie. Das klingt fast wie eine Sonderaktion im Supermarkt, hat aber handfeste industriepolitische Hintergründe. Ein Bonus auf den Bonus Seit dem 1. Juli gibt es in Frankreich wieder höhere Zuschüsse für den Kauf von Elektroautos: Je nach Einkommen liegt der Bonus zwischen 200 und 1.200 Euro zusätzlich und kann für die ärmeren Haushalte insgesamt bis zu 4.200 Euro erreichen. Mit den nu…

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  • Der vergiftete Ruf – Wie der Fall Péchier das Vertrauen in die Medizin erschüttert

    Der vergiftete Ruf – Wie der Fall Péchier das Vertrauen in die Medizin erschüttert

    Ein Gerichtssaal in Besançon, eine Liste mit 30 mutmaßlichen Opfern, 12 davon tot – und ein Mann im Zentrum des Sturms: Frédéric Péchier, ehemals angesehener Anästhesist, heute Hauptangeklagter in einem der größten Justizverfahren der französischen Gegenwart. Seit dem 8. September 2025 wird dem Mediziner vorgeworfen, zwischen 2008 und 2017 Patienten gezielt vergiftet zu haben. Es geht um manipulierte Infusionen, Herzstillstände, dramatische Reanimationen – und ein Justizsystem, das nun den Schleier über einem erschreckenden Kapitel zu lüften versucht.

    Ein Arzt, der Leben rettet – und vorher in Gefahr bringt? Das Bild, das die Ermittler zeichnen, ist so verstörend wie schwer zu fassen: Ein Arzt, der als Retter auftritt – aber zuvor selbst die Notfälle geschaffen haben soll. In zahlreichen Fällen traten medizinische Komplikationen auf, kurz nachdem Péchier alleinigen Zugriff auf das Infusionsmaterial hatte. Kalium, Lokalanäst…

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