Kategorie: Umwelt

  • Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    In den beiden Nordstream-Pipelines, die Russland mit Deutschland verbinden, wurden am Dienstag plötzlich unerklärliche Lecks in der Ostsee entdeckt. Sabotageaktionen sind nicht auszuschließen, warnen Experten.

    Die umstrittenen und wegen des Krieges in der Ukraine außer Betrieb befindlichen Nordstream-Pipelines zwischen Russland und Deutschland waren beide plötzlich von unerklärlichen Lecks in der Ostsee betroffen, wie die dänischen und schwedischen Behörden am Dienstag mitteilten. Es besteht Verdacht auf Sabotage.

    Nur einen Tag nach der Meldung über ein Leck in der Gaspipeline Nord Stream 2 war auch die Gaspipeline Nord Stream 1 von zwei Gaslecks in der Ostsee betroffen, wie die Behörden von Dänemark und Schweden am Dienstag mitteilten. Die beiden Pipelines, die von dem russischen Gasgiganten Gazprom betrieben werden, sind aufgrund der Folgen des Krieges in der Ukraine nicht in Betrieb. Beide sind jedoch noch mit Gas gefüllt. Der Kreml äußerte sich „äußerst besorgt“ und meinte, man dürfe „keine“ Hypothese ausschließen, auch nicht die einer Sabotage. Kopenhagen versetzte seine Energieinfrastruktur sofort in Alarmbereitschaft, hielt es aber für „zu früh“, um sich zu den Ursachen der gleichzeitigen Vorfälle zu äußern.

    Nachdem das Betreiberkonsortium der Pipelines am Montagabend einen plötzlichen Druckabfall bei Nord Stream 1 gemeldet hatte, bestätigten der dänische Minister für Klima und Energie, Dan Jørgensen, und die schwedischen Seebehörden am Dienstagmorgen „zwei weitere Lecks“ in Nord Stream 2. Alle drei Lecks befinden sich vor der Küste der dänischen Insel Bornholm.

    „Gasleitungslecks sind extrem selten und wir sehen daher einen Grund, die Wachsamkeit aufgrund der Vorfälle, die wir in den letzten 24 Stunden beobachtet haben, zu erhöhen“, erklärte der Leiter der dänischen Energieagentur, Kristoffer Böttzauw, und versprach „eine gründliche Überwachung der kritischen Infrastruktur Dänemarks“.

    Die parallel zur Nord Stream 1-Pipeline gebaute Nord Stream 2-Pipeline sollte die Importkapazität für russisches Gas nach Deutschland verdoppeln. Ihre Inbetriebnahme wurde jedoch als Vergeltung für Moskaus Einmarsch in die Ukraine ausgesetzt. Gazprom reduzierte die über Nord Stream 1 gelieferten Gasmengen schrittweise, bis die Pipeline Ende August vollständig geschlossen wurde. Russland erklärt die westlichen Sanktionen dafür verantwortlich, die notwendigen Reparaturen der Pipeline verzögert zu haben. Die deutschen Behörden gaben zunächst keinen Kommentar zu dem Vorfall ab.

    „Alles spricht gegen einen Zufall“
    Laut einer Quelle aus dem Umfeld der deutschen Regierung, die von der Zeitung Taggesspiegel zitiert wurde, spricht jedoch „alles gegen einen Zufall“. „Wir können uns kein Szenario vorstellen, bei dem es sich nicht um einen gezielten Angriff handelt“. In einem Umkreis von fünf Seemeilen (ca. neun Kilometer) um die drei Lecks wurde die Schifffahrt verboten, ebenso ist das Überfliegen der Lecks in einem Radius von einem Kilometer verboten.

    Den Behörden zufolge haben die Vorfälle keine Auswirkungen auf die Sicherheit oder Gesundheit der Bewohner der benachbarten dänischen Inseln Bornholm und Christiansø. Die Auswirkungen auf die Umwelt dürften nach ersten Einschätzungen lokal begrenzt sein.

    Am Dienstag eröffnet die dänische Premierministerin gemeinsam mit ihren norwegischen und polnischen Amtskollegen die Baltic Pipe, eine Gaspipeline, die Polen mit Norwegen verbindet und durch skandinavisches Gebiet und Gewässer verläuft.

  • Holzpreise: Franzosen wollen ihre Holzvorräte für den Kamin auffüllen

    Holzpreise: Franzosen wollen ihre Holzvorräte für den Kamin auffüllen

    Premierministerin Elisabeth Borne erklärte am Montag, dem 26. September, dass auch Haushalte, die mit Holz heizen, unterstützt werden sollen. Sie stellte aber auch die Frage nach der Preisexplosion bei Scheitholz und Pellets.

    Scheitholz, Pellets… Angesichts des Preisanstiegs hat Premierministerin Elisabeth Borne gestern eine Unterstützung für diejenigen angekündigt, die mit Holz heizen. Sie fragte sich jedoch auch, „ob nicht einige von der Krise profitieren“.

    Dazu muss man wissen, dass der Staat als Eigentümer des Office national des forêts der größte Lieferant von Scheitholz in Frankreich ist. Heute heizen sieben Millionen französische Haushalte mit Scheitholz und eineinhalb Millionen mit Pelletöfen, deren Installation 2021 explosionsartig zugenommen hat. Inzwischen auch diese beiden Märkte direkt den Folgen des Krieges in der Ukraine ausgesetzt.

    Der Staat war es auch, der den Bürgern Angst machte, indem er von der Gefahr einer Energieknappheit sprach. Aus genau diesem Grund haben sich die Franzosen beeilt, sich Vorräte an Scheitholz anzulegen oder sie sogar „vorsichtshalber“ zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen. Angesichts dieser sehr hohen Nachfrage stieg der Preis für einen Ster von durchschnittlich 55 auf 65 €. Aber es gibt deswegen nicht weniger Holz oder weniger Bäume in den französischen Wäldern. Man kann also nicht wirklich von einer Holzknappheit sprechen. Allerdings kam es in den letzten Wochen immer wieder zu Lieferengpässen, da die Leute in kürzester Zeit mehr bestellten, als sie benötigten, was für alle kleineren Anbieter eine völlig neue Situation darstellte, die sie ausgleichen mussten.

    Der Preis für Pellets ist in Frankreich nicht festgelegt, und Russland ist auch für Holzpellets einer der grössten Lieferanten für Europa. Russland hat im Juli die Lieferungen an die EU und insbesondere an die osteuropäischen Länder, die die größten Verbraucher von Holzpellets sind, eingestellt, was zu einer gewissen Inflation geführt hat. Der Preis für Pellets hat sich verdoppelt, ist aber in Frankreich immer noch 30 bis 40% billiger als in Deutschland.

    Im Internet gibt es Anbieter, die „pelletiertes“ Holz zu günstigen Preisen anbieten. Leider gibt es unter ihnen Internetbetrüger, die keine Vorräte haben. Auch das hat dazu beigetragen, Angst unter den Verbrauchern zu erzeugen und den Markt in Wallung zu bringen.

    Die Branche organisiert sich, um so schnell wie möglich auf die schnell und stark gestiegene Nachfrage zu reagieren.

  • Raumschiff kollidiert mit Asteroiden: Unglaubliche Bilder von der Dart-Mission

    Raumschiff kollidiert mit Asteroiden: Unglaubliche Bilder von der Dart-Mission

    Ein Asteroid, der absichtlich von einem Nasa-Raumschiff gerammt wurde, um ihn von seiner Flugbahn abzubringen. Die Dart-Mission, die ihren Höhepunkt in der letzten Nacht hatte, verlief wie geplant. Die Bilder der Kollision sind atemberaubend.

    Einschlag bestätigt: Ein Raumschiff der Nasa ist am Montag absichtlich auf einen Asteroiden geprallt, um dessen Flugbahn umzulenken. Auf einer neuartigen Testmission wollte man lernen, wie man dien Erde vor einer möglichen zukünftigen Bedrohung schützen kann. Das Raumschiff, das kleiner als ein Auto war, raste mit einer Geschwindigkeit von über 22.000 km/h auf sein 11 Millionen Kilometer entferntes Ziel zu, das dann auch tatsächlich pünktlich zur vorgesehenen Zeit erreicht wurde. Die Nasa-Mitarbeiter, die sich im Missionskontrollzentrum in Maryland, USA, versammelt hatten, brachen im Moment des Zusammenstoßes in Jubel aus.

    Einige Minuten zuvor war der Asteroid Dimorphos, der etwa 11 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, auf den spektakulären Live-Bildern, die das Raumschiff übertrug, allmählich immer näher gekommen. Die Steine auf seiner grauen Oberfläche waren deutlich zu erkennen, kurz bevor die Bilder im Moment des Aufschlags ungterbrochen wurden. „Wir befinden uns in einer neuen Ära, in der wir potenziell die Fähigkeit haben, uns vor einem gefährlichen Asteroideneinschlag zu schützen“, sagte Lori Glaze, Direktorin für Planetenwissenschaften bei der Nasa.

    Dimorphos hat einen Durchmesser von etwa 160 Metern und stellt keine Gefahr für unseren Planeten dar. Er ist in Wirklichkeit der Satellit eines größeren Asteroiden, Didymos, den er bisher in 11 Stunden und 55 Minuten umrundet hat. Die Nasa versucht, die Umlaufbahn von Dimorphos um 10 Minuten zu verkürzen, d. h. ihn näher an Didymos heranzubringen. Es wird einige Tage bis Wochen dauern, bis die Wissenschaftler bestätigen können, dass die Bahn des Asteroiden tatsächlich verändert wurde. Sie werden dies mithilfe der Teleskope auf der Erde tun, die beobachten werden, wie sich die Helligkeit verändert, wenn der kleine Asteroid vor und hinter dem großen vorbeizieht.

    Lesen Sie auch: Heute Nacht übt die NASA die “planetäre Verteidigung”

    Auch wenn das Ziel im Vergleich zu den Katastrophenszenarien in Science-Fiction-Filmen wie „Armageddon“ bescheiden bleibt, ist diese Mission zur „planetarischen Verteidigung“ mit dem Namen Dart (englisch für Pfeil) die erste, bei der eine solche Technik getestet wird. Sie ermöglicht es der Nasa, für den Fall zu üben, dass eines Tages wirklich ein Asteroid droht, die Erde zu treffen. „Ich denke, dass die Menschen auf der Erde jetzt ruhiger schlafen können, das wird auch bei mir der Fall sein“, sagte Elena Adams, eine Ingenieurin der Mission.

    Das Raumschiff war seit seinem Start in Kalifornien zehn Monate lang unterwegs. Um ein so kleines Ziel wie Dimorphos zu treffen, wurde die letzte Phase des Fluges vollautomatisch gelenkt. Drei Minuten nach dem Einschlag sollte ein schuhkartongroßer Satellit namens LICIACube, den das Raumschiff im Vorfeld freigesetzt hatte, in einer Entfernung von etwa 55 km am Asteroiden vorbeifliegen, um Bilder von dem Einschlagskrater einzufangen. Das Ereignis wutrde auch von den Weltraumteleskopen Hubble und James Webb beobachtet werden, die helfen sollten, die Menge des ausgeworfenen Materials abzuschätzen. All dies soll dazu beitragen, die Zusammensetzung von Dimorphos, der stellvertretend für eine Gruppe recht häufiger Asteroiden steht, besser zu verstehen und somit den genauen Effekt zu messen, den diese Technik – der sogenannte kinetische Impakt – auf diese Asteroiden haben könnte. Die europäische Raumsonde Hera, die 2024 starten soll, wird Dimorphos ab dem Jahr 2026 aus der Nähe beobachten, um die Folgen des Einschlags zu beurteilen und zum ersten Mal die Masse des Asteroiden zu berechnen.

    30.000 Asteroiden im Weltraum
    Asteroiden haben bereits in der Vergangenheit Überraschungen für Wissenschaftler bereitgehalten. Im Jahr 2020 war die amerikanische Sonde Osiris-Rex viel tiefer in die Oberfläche des Asteroiden Bennu eingedrungen als erwartet. Die Zusammensetzung von Dimorphos ist bislang nicht bekannt. „Wenn der Asteroid auf den Einschlag von Dart in einer völlig unvorhergesehenen Weise reagiert, könnte dies dazu führen, dass wir noch einmal überdenken, inwieweit der kinetische Einschlag eine verallgemeinerbare Technik ist“, warnte Tom Statler, der wissenschaftliche Leiter der Mission, letzte Woche.

    Vor 66 Millionen Jahren starben die Dinosaurier aus, nachdem ein etwa 10 Kilometer großer Asteroid mit der Erde kollidiert war.

    Fast 30.000 Asteroiden aller Größen wurden in der Umgebung der Erde katalogisiert (sie werden als NEOs bezeichnet, d. h. ihre Umlaufbahn kreuzt die unseres Planeten). Keiner dieser bekannten Asteroiden bedroht aber unseren Planeten in den nächsten 100 Jahren. Allerdings sind noch nicht alle Asteroiden erfasst. Diejenigen, die einen Kilometer oder mehr groß sind, wurden laut den Wissenschaftlern fast alle gesichtet. Aber sie schätzen, dass sie nur 40% der Asteroiden mit einer Größe von 140 Metern und mehr kennen – jene, die eine ganze Region nach einem Einschlag auf unserer Erde verwüsten könnten.

    „Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die fehlenden zu finden“, sagt Lindley Johnson, Agent für planetarische Verteidigung bei der Nasa. Je früher sie entdeckt werden, desto mehr Zeit haben die Experten, um eine Möglichkeit zur Abwehr zu entwickeln. Die Dart-Mission sei ein entscheidender erster Schritt in diese Richtung, so Johnson: „Dies ist eine sehr aufregende Zeit (…) für die Raumfahrtgeschichte, ja sogar für die Geschichte der Menschheit.“

  • Khosta-2: Neues Covid-19-ähnliches Virus in russischen Fledermäusen entdeckt

    Khosta-2: Neues Covid-19-ähnliches Virus in russischen Fledermäusen entdeckt

    Forscher melden, dass sie in Russland einen neuen Typ des Coronavirus, den „Khosta-2“, entdeckt haben. Dieses Virus wurde bei Fledermäusen entdeckt. Es ist wahrscheinlich, dass es auch Menschen infizieren kann und gegen die Impfstoffe, die derzeit zur Bekämpfung von Covid-19 eingesetzt werden, resistent ist.

    Fast drei Jahre sind vergangen, seit in China SARS-CoV-2 entdeckt wurde, das Virus, das für die Covid-19-Pandemie verantwortlich ist. Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und Forscher der Washington State University in den USA haben intensiv mit einem neuen Virus mit dem Namen Khosta-2 befasst. In einer Studie, die am Mittwoch, dem 21. September, in der Zeitschrift „PLoS Pathogens“ veröffentlicht wurde, gehen die Forscher ausführlich auf ihre Entdeckung ein.

    Was ist das „Khosta-2“-Virus?
    Den Wissenschaftlern zufolge handelt es sich dabei um ein „Sarbecovirus“, eine besondere Art von Virus, die mehrere Coronaviren zusammenfasst und das mit einem „schweren akuten Atemwegssyndrom“ in Verbindung gebracht wird. Dieses Virus weist laut der Forscher „beunruhigende Merkmale“ auf, die dem SARS-CoV-2 ähneln, das heute noch aktiv in der Welt zirkuliert.

    Die Sarbecoviren wurden in Russland bei Fledermäusen identifiziert. Die Wissenschaftler sagen, dass das Virus dort bereits im Jahr 2020 zirkulierte.

    Kann der Mensch infiziert werden?
    In den letzten Jahren gab es immer mehr wissenschaftliche Studien zum Sarbecovirus: Diese zeigten bislang, dass das Virus nicht in der Lage sei, menschliche Zellen zu infizieren. Dies wäre allerdings bei „Khosta-2“ jetzt anders.

    „Wir haben festgestellt, dass das Spike-Protein des Khosta-2-Virus unsere Zellen wie menschliche Krankheitserreger infizieren kann, indem es die gleichen Eintrittsmechanismen nutzt“, erklären die Forscher in der neuen Studie. Ersten Forschungsergebnissen zufolge würde dieses Virus jedoch wahrscheinlich keine schweren Formen von Erkrankungen hervorrufen.

    Sind die bekannten Impfungen gegen dieses Virus wirksam?
    Die Forscher der Washington State University veröffentlichen, dass das „Khosta-2“-Virus resistent sei „gegen die Neutralisierung durch das Serum von Personen, die gegen SARS-CoV-2 geimpft worden waren“: „Unsere Ergebnisse zeigen darüber hinaus, dass Sarbecoviren, die in Wildtieren außerhalb Asiens zirkulieren, auch eine Bedrohung für die globale Gesundheit trotz der laufenden Impfkampagnen gegen SARS-CoV-2 darstellen“, warnen die Forscher daher.

    Ein Virus, das „in der Natur zirkuliert“, sich „an menschliche Rezeptoren binden kann“ und „nicht durch die derzeitigen Impfstoffe neutralisiert werden kann“, ist nach Ansicht der Wissenschaftler besorgniserregend.

    Wie wurde dieses neue Virus entdeckt?
    Die Entdeckung von „Khosta-2“ könnte mit den wiederholten Mutationen des SARS-CoV-2 zusammenhängen. Das Virus könnte sich aus einer Mutante entwickelt haben. „Wenn verwandte Coronaviren in das gleiche Tier und in die gleichen Zellen eindringen, können sie sich dann rekombinieren und ein neues Virus produzieren“, warnt Michael Letko, Professor an der Washington State University, in der Zeitschrift Time.

    Der Forscher befürchtet wie viele seiner Kollegen, dass solche Mutationen und Rekombinationen neue Viren hervorbringen könnten, die „virulenter“ und „resistent gegen die Immunität durch Impfungen“ sein können. Michael Letko fordert daher die Entwicklung universeller Impfstoffe, mit denen der Mensch gegen jede Form des Sarbecovirus und des Coronavirus geschützt werden kann.

  • Pyrenäen: Am Wochenende fielen die ersten Schneeflocken

    Pyrenäen: Am Wochenende fielen die ersten Schneeflocken

    Am Wochenende gab es in den höheren Lagen der Pyrenäen erste leichte Schneefälle. Für die Woche ist noch mehr Schnee angekündigt. Die Temperaturen werden sich im Südwesten spürbar abkühlen.

    Erster Schnee auf den Gipfeln der Pyrenäen. Die ersten Flocken fielen am Samstag, dem 24. September, in höheren Lagen und auf den Gipfeln. Neuer Pulverschnee versuchte, die Gipfel über 2.000 Meter Höhe in den Pyrenäen-Atlantik, den Hautes-Pyrénées, der Haute-Garonne, der Ariège oder den Pyrénées-Orientales weiß zu färben. Dasselbe Bild zeigte sich am Pas-de-la-Case, wie die Bilder der Webcams von Météo Pyrénées zeigen.

    Diese ersten Flocken kündigten einen radikalen Wetterwechsel für die Woche an, die heute beginnt. Vorbei ist es mit dem Hochdruckgebiet, das den Südwesten vor Störungen schützte. Auf dem Programm für die nächsten Tage stehen in ganz Frankreich Regen, Wind und kühle Temperaturen. Die Luftzufuhr vom Norden wird die Temperaturen weiter sinken lassen. Am Mittwoch soll es in den Pyrenäen bereits oberhalb von 1.800 Metern Höhe schneien. Im Allgemeinen wird das Wetter im Südwesten die ganze Woche über feucht bleiben. Die Temperaturen sollen laut La Chaîne Météo denen von einem Ende Oktober entsprechen!

    Auch wenn diese ersten Schneeflocken schon Lust auf Skifahren machen, müssen wir uns noch in Geduld üben. Die ersten Skigebiete öffnen am 26. November in Les Angles, am 3. Dezember in Grand-Tourmalet, Cauterets, Luz-Ardiden, Saint-Lary, Piau-Engaly, Gourette, Luchon, Font-Romeu und Pyrénées 2000.

  • Jupiter war der Erde seit 60 Jahren nie so nah

    Jupiter war der Erde seit 60 Jahren nie so nah

    Am Montag, dem 26. September, wird der größte Planet des Sonnensystems der Erde sehr nahe kommen. Ein Ereignis, das nach Angaben der Nasa so seit 1963 nicht mehr eingetreten ist.

    Astronomiefans und -begeisterte aufgepasst: Der sogenannte „Planet der Winde“ wird am Sonntag, dem 25. September, in einer Entfernung von nur 590 Millionen Kilometern an der Erde vorbeiziehen. Laut einer Mitteilung der Nasa ist dies die erdnächste Laufbahn seit 1963. Am nächsten Tag, in der Nacht zum 26. September, so berichtet Futura Sciences, wird Jupiter ausserdem in einer Linie mit unserem blauen Planeten und der Sonne in Opposition stehen.

    Um den Gasplaneten zu beobachten, sollte man sich am besten an Orten aufhalten, die „keine Lichtverschmutzung aufweisen und sich idealerweise in großer Höhe befinden“, so das Magazin GEO. Wenn Sie ein Teleskop, ein Fernrohr oder ein gutes Fernglas besitzen, können Sie sogar die vier größten Monde des Riesenplaneten sehen: Io, Europa, Ganymed und Kallisto. „Galileo Galilei hat diese Monde mit Optiken aus dem 17. Jahrhundert beobachtet“, erzählt Adam Kobelski, Forschungsastrophysiker der NASA in Alabama, in einem Post der Weltraumbehörde.

    Der Planet Jupiter ist Ende August vom James-Webb-Teleskop fotografiert worden, dessen Bilder auf der Website der Nasa veröffentlicht wurden.

  • Klimakrise: Jugendliche mobilisieren sich in ganz Frankreich und rufen zu einem weltweiten Streik auf

    Klimakrise: Jugendliche mobilisieren sich in ganz Frankreich und rufen zu einem weltweiten Streik auf

    Sechs Monate nach der großen weltweiten Jugendmobilisierung für den Klimaschutz kehrte die von Greta Thunberg ins Leben gerufene Bewegung Fridays for Future am Freitag, dem 23. September, auch in Frankreich wieder zurück. Die Teilnehmer riefen zu einem weltweiten Streik für Klimagerechtigkeit auf.

    In mehreren französischen Städten folgten Jugendliche am Freitag, dem 23. September, dem Aufruf zu einem weltweiten Streik für Klimagerechtigkeit, der von der Bewegung Fridays for Future sechs Monate nach der letzten großen weltweiten Mobilisierung initiiert wurde. Für die jungen Menschen aus Pau (Pyrénées-Atlantiques) kann nur ein radikaler und systemischer Wandel einen Ausweg aus der Klimakrise bieten. „Wir glauben nicht mehr an Magie. Der Kapitalismus ist es ganz sicher nicht. Er ist ein Ungeziefer, das beseitigt werden muss“, erklärte einer von ihnen im französischen Fernsehen.

    „Es ist wichtig, die Jugend zu mobilisieren“
    In Lille (Nordfrankreich) wird neben dem Klimawandel auch die Dringlichkeit von Handlungen unterstrichen: Das Problem muss jetzt angepackt werden, bevor es zu spät ist. „Ich halte es für sehr wichtig, die Jugend zu mobilisieren, denn wir sind die erste und letzte Generation, die den Klimawandel so stark miterlebt“, erklärt eine Frau aus Lille vor der Kamera.

  • Okzitanien wird zur wichtigsten Bio-Region in Europa

    Okzitanien wird zur wichtigsten Bio-Region in Europa

    Die Europäische Kommission hat am Freitag Okzitanien (Südwestfrankreich) den europäischen Preis für biologische Landwirtschaft in der Kategorie „Beste Region“ verliehen. Die Region ist im Bereich Bio am weitesten fortgeschritten und verzeichnet einen ständigen Anstieg der Anbauflächen.

    Eine besondere Medaille für Okzitanien! Die Europäische Kommission hat der Region in Südfrankreich den Europäischen Preis für ökologische Landwirtschaft in der Kategorie „Beste Region“ verliehen. Die Trophäe wurde von Janusz Wojciechowski, dem EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, überreicht. Mit der Auszeichnung soll eine Region in der Europäischen Union für ihre Maßnahmen zur Entwicklung des ökologischen Landbaus gewürdigt werden. Die Zahlen für Biolandwirtschaft in Okzitanien haben in den letzten Jahren einen regelrechten Aufschwung erlebt. In der Region gibt es 13.265 Biobauern, eine Zahl, die um 12,7% gestiegen ist, bei einer Gesamtanbaufläche von 608.285 Hektar (+9%), einschließlich der in Umstellung befindlichen Flächen. Aquitanien, die zweitgrößte Region Frankreichs, hat nur 8.800 Biobauern und 360.000 Hektar Bio-Anbaufläche. Die Europäische Kommission wollte die beeindruckende Entwicklung des Biolandbaus in Okzitanien belohnen. Innerhalb von zehn Jahren (2011-2021) hat sich die Bio-Anbaufläche von 200.000 ha auf 600.000 ha verdreifacht.

    Carole Delga: „Ein Stolz für die ganze Region!“
    „Okzitanien als beste Region Europas für den ökologischen Landbau anerkannt, was für ein Stolz! Dieser Preis würdigt die Arbeit, die wir geleistet haben, um ein nachhaltigeres Landwirtschaftsmodell umzusetzen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1 von 4 französischen Bio-Landwirtschaftsbetrieben befindet sich in Okzitanien. Seit 2016 haben wir insgesamt 42 Mio. € investiert“, reagierte Carole Delga, die Präsidentin der Region.

    In Okzitanien sind der Futtermittelanbau, aber auch Getreide und Öl- und Eiweißpflanzen die Bereiche, in denen Bio am weitesten verbreitet ist. Auch der Weinbau stellt sich um: Mit 57.000 Hektar, die als biologisch zertifiziert sind oder sich in Umstellung befinden, ist Okzitanien die größte Region Frankreichs in diesem Sektor.

  • Im Sommer 48 mutmaßliche Brandstifter in Frankreich festgenommen

    Im Sommer 48 mutmaßliche Brandstifter in Frankreich festgenommen

    Nach einer vorläufigen Bilanz der Gendarmerie wurden bereits zwölf Personen zu Haftstrafen von bis zu zwei Jahren verurteilt.

    Insgesamt 48 Personen, die im Verdacht stehen, mehrere Brände verursacht zu haben, wurden im Sommer 2022 festgenommen, wie die nationale Gendarmerie am Freitag, dem 23. September, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt gab. Die Saison war von großen Waldbränden geprägt, vor allem im Südwesten, mit einem Rekord an verbrannter Fläche.

    Laut der vorläufigen Bilanz der Gendarmerie wurden bereits zwölf Personen zu Haftstrafen von bis zu zwei Jahren verurteilt. Die schwerste Strafe wurde gegen einen jungen Mann verhängt, der im August aufgegriffen und für eine Reihe von Bränden in der Gironde für schuldig befunden worden war. Mehr als ein Dutzend Personen wurden nach Angaben der Gendarmerie für die Dauer der Ermittlungen in Untersuchungshaft genommen. Unter ihnen befanden sich ein 44-jähriger Mann, gegen den Anklage erhoben wurde, nachdem er gestanden hatte, mehrere Brände verursacht zu haben, die 1.200 Hektar Land in der Ardèche verwüsteten, und ein 33-jähriger ehemaliger freiwilliger Feuerwehrmann, der in Béziers wegen zweier Brände im Hérault vor Gericht gestellt werden soll.

    Mit den meisten Ermittlungen ist die Gendarmerie befasst
    „Wir haben sehr unterschiedliche Profile, Jugendliche, Minderjährige, Rentner, alle sozialen Schichten sind vertreten, mit einer Mehrheit von Männern“, erklärte Marie-Laure Pezant, Sprecherin der nationalen Gendarmerie, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Einige hätten „auch psychische Störungen“. Die im Laufe der Ermittlungen angeforderten medizinischen Gutachten sollen es ermöglichen, zwischen Pyromanen, die aus einem Impuls heraus Feuer legen, und Brandstiftern, deren Tat einem bestimmten Motiv folgt, zu unterscheiden.

    Laut der nationalen Forstbehörde sind 90% aller Brände von Menschen verursacht und 30% absichtlich gelegt worden. Jeder dieser Fälle ist Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung. Aufgrund ihrer Lage in ländlichen Gebieten wurde die Gendarmerie mit der überwältigenden Mehrheit der Fälle im Zusammenhang mit den Waldbränden des Sommers 2022 befasst, mit der Ausnahme des Grossbrandes in La Teste-de-Buch (Gironde), der der Polizei übertragen wurde.

    Laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (Effis) haben die Brände im Jahr 2022 bisher mehr als 65.000 Hektar Wald in Frankreich vernichtet, was zu diesem Zeitpunkt des Jahres einen Rekord seit Beginn der Erfassung von Satellitendaten im Jahr 2006 darstellt.

    Besonders betroffen war die Region Gironde, wo 30.000 Hektar in Rauch und Flammen aufgingen, davon allein mehr als 21.000 Hektar in der Gegend von Landiras.

  • Schauer, Regen, Schneegestöber – Temperatursturz in der nächsten Woche

    Schauer, Regen, Schneegestöber – Temperatursturz in der nächsten Woche

    Die Wettervorhersagen sagen voraus, dass es in den nächsten Tagen in Frankreich deutlich kälter werden wird. Regenschauer, Schneegestöber und sogar Schnee werden für die nächste Woche erwartet.

    Kommt nun das endgültige Ende eines heißen Sommers? Nachdem sich die Temperaturen in der zweiten Septemberhälfte abkühlen, ist nach den neuesten Wettervorhersagen nun auch mit einer dauerhaften Abkühlung zu rechnen.

    Laut Météo France werden die Temperaturen in der Woche vom 26. September bis zum 2. Oktober „unter den saisonalen Normalwerten“ liegen. Die gleiche Vorhersage kommt auch von La Chaîne Météo, die „Wind, Regenschauer, Regen und die Ankunft von Schnee in den Bergen“ ab der nächsten Woche ankündigt.

    Während die aktuelle frische Luft recht typisch für die Jahreszeit ist, erwartet Météo Francefür die kommende Woche „ungewöhnliches Wetter“, das von „regnerischen Abschnitten“ und „Schauern“ geprägt sein wird. In den Bergen wird sogar Schnee erwartet, während mancherorts bereits der erste weiße Frost zu sehen ist.

    „Mediterrane Episode“
    Die Gewitterbeobachtungsstelle Keraunos kündigte auf ihrem Twitter-Account an, dass es am Wochenende zu einer sogenannten mediterranen Episode kommen könnte. Ein starkes Gewitter könnte wahrscheinlich die Cevennen treffen, andere Vorhersage deutet darauf hin, dass die ergiebigen Regenfälle den gesamten Mittelmeerraum bewässern könnten. Das ganze Wochenende über könnten zwischen 80 und 150 mm Niederschlag fallen.