Kategorie: Umwelt

  • „Schmutziges russisches Geld“: Total-CEO Patrick Pouyanné während der COP27 von Aktivisten beschimpft

    „Schmutziges russisches Geld“: Total-CEO Patrick Pouyanné während der COP27 von Aktivisten beschimpft

    Der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies, Patrick Pouyanné, wurde am Rande der COP27 in Ägypten von Aktivisten beschimpft, die ihm „die zerstörerische Wirkung seines Unternehmens von Osteuropa bis Afrika“ vorwarfen.

    Der Chef von Total wurde am Freitag, den 11. November, am Rande der COP27 in Sharm-el-Sheikh, Ägypten, von Umweltaktivisten aufgehalten. Als Patrick Pouyanné zu einer Konferenz gehen wollte, wurde er von den Aktivisten beschimpft und musste kurzzeitig im Pavillon von Guinea Schutz suchen.

    https://twitter.com/SvitlanaRomanko/status/1591097995181031424

    In einer kurzen Konfrontation warfen sie ihm Projekte in Russland und Ostafrika sowie seine Teilnahme an einer Konferenz über den Klimawandel – dessen Hauptursache die Nutzung fossiler Brennstoffe ist – vor. „Ich habe das Recht, hier zu sein“, sagte er zu einem der Aktivisten und fügte hinzu: „Ich respektiere Sie, also respektieren Sie mich, das ist alles, was ich von Ihnen verlange“. „Wir liefern Gas nach Europa, weil Europa es braucht“, argumentierte der Chef des französischen TotalEnergies-Konzerns.

    Die ukrainische Aktivistin und Anwältin Svitlana Romanko, die sich unter den Aktivisten befand, fragte den Total-Chef, ob er „das schmutzige russische Geld für den Wiederaufbau der Ukraine verwenden“ werde. Antwort von Patrick Pouyanné: „Das werde ich sicher tun!“.

    „Heute wurde Herr Pouyanné wegen der zerstörerischen Auswirkungen seines Unternehmens von Osteuropa bis Afrika zur Rede gestellt“, kommentierte die Bewegung Global Witness. „Er ist nur einer von 600 Lobbyisten der fossilen Industrien, die in die UN-Klimaverhandlungen eingedrungen sind“, fügte die NGO in einer Erklärung hinzu.

  • Brände in der Gironde: Der Wald brennt unter der Erde immer noch

    Brände in der Gironde: Der Wald brennt unter der Erde immer noch

    In der Gironde schwelt das Feuer nach den monatelangen Bränden im Sommer immer noch. In der Gemeinde Hostens sind die Flammen zwar nicht mehr sichtbar, aber der Wald brennt unter der Erde weiter. Die Situation beunruhigt den Bürgermeister.

    Zweieinhalb Monate nach dem ersten Wiederaufflammen des Feuers brennt es mehr denn je in Hostens (Gironde) – diesmal aber unterirdisch. Der Bürgermeister der Gemeinde, Jean-Louis Dartiailh, hat den Zugang zum Wald von Lac du Bousquet verboten. „Es besteht die Gefahr, dass Bäume umstürzen und das Risiko, in einen unterirdischen Holzkohleofen zu fallen, in dem eine Person sofort verbrennen wird“, erklärt er. Zur Zeit kann sich der Boden jederzeit über einer 600 Grad heißen Glutgrube öffnen.

    Die Oberfläche wird brüchig, sobald der untere Waldboden verbrannt ist.
    „Wenn der untere Waldboden erst einmal verbrannt ist, wird der Boden untergraben und anschliessend, wenn alles verbrannt ist, wird die die Oberfläche aufreißen“, befürchtet Bürgermeister Jean-Louis Dartiailh. Es wird noch viel Regen nötig sein, um das unterirdische Feuer in Hostens zu löschen. Der Waldboden kann sogar bei 75% Feuchtigkeit weiterschwelen.

  • Frankreich: Gegen Lebensmittelverschwendung kämpfen und den Planeten schützen

    Frankreich: Gegen Lebensmittelverschwendung kämpfen und den Planeten schützen

    In Frankreich haben 8 Millionen Menschen wenig Geld zum Essen. Aber jedes Jahr werden 10 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.

    Um die Verschwendung einzudämmen, organisieren sich immer mehr Menschen. Dies ist zum Beispiel der Fall bei La salle à manger, einem Restaurant, dessen Gerichte aus unverkauften Lebensmitteln zubereitet werden. Besonders engagiert sind die „Null-Abfall-Familien“, die versuchen, nichts mehr wegzuwerfen, um auf diese Weise den Klimawandel zu bekämpfen. Ein Bäcker recycelt seine unverkauften Lebensmittel mit einem „Öko-Brot“. Eine Reportage von France 24:

  • Lithium: Auch in Frankreich gibt es das für elektrische Batterien unerlässliche „weiße Gold“

    Lithium: Auch in Frankreich gibt es das für elektrische Batterien unerlässliche „weiße Gold“

    Im Jahr 2028 soll in Echassières im Département Allier eine Lithiummine in Betrieb genommen werden. Laut einem 2018 veröffentlichten Bericht des Bureau de recherches géologiques et minières fehlt es Frankreich nicht an diesem Metall, das für die Herstellung von Batterien unerlässlich ist – ein Markt, der heute zu 75% von China besetzt ist. Die Förderung wirft jedoch auch Umweltfragen auf. Auf den ersten Blick sieht Lithium unscheinbar aus. Es ist weich, silbergrau, das leichteste aller Metalle und oxidiert schnell an der Luft oder in Kontakt mit Wasser. Es hat jedoch Eigenschaften, die es für die Herstellung von wiederaufladbaren Batterien unentbehrlich machen. Telefone, Laptops, Fotoapparate, Videokameras und sogar Heimwerker- und Gartengeräte. Sein Verbrauch stieg seit vor etwa zwanzig Jahren schnell exponentiell an. Zwischen 1996 und 2005 hat sich allein der Lithium-Verbrauch bei Computern um 3000% erhöht. Seit 2010 hat sich der Verbrauch weltweit innerhalb von zehn Jahren verdoppel…

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  • Klima: Wissenschaftler fordern vor dem Hauptsitz von Dassault Aviation ein Verbot von Privatjets

    Klima: Wissenschaftler fordern vor dem Hauptsitz von Dassault Aviation ein Verbot von Privatjets

    Diese Aktion ist Teil einer internationalen Kampagne mit dem Namen „Make Them Pay“ („Sie müssen zahlen“). Die Forderungen der Protestierenden lauten: „Privatjets verbieten, Krisengewinnler besteuern und extrem reiche Umweltverschmutzer zur Kasse bitten“.

    Die Protestierenden prangern die Umweltfolgen von Privatjets an. Rund 30 Wissenschaftler protestierten am Donnerstag, dem 10. November, im Rahmen einer in zehn Ländern koordinierten Aktion vor dem Hauptsitz von Dassaut Aviation in Paris.

    Dassault ist der drittgrößte Hersteller von Privatjets weltweit und repräsentiert etwa 30 Prozent des Business-Luftfahrtsektors. Um „das Symbol der klimatischen Ungleichheit“, das in ihren Augen die Privatjets darstellen, anzuprangern, warfen die Wissenschaftler Papierflugzeuge über das Gitter des französischen multinationalen Unternehmens.

    Zur Zeit der COP27 ist diese Aktion Teil einer internationalen Kampagne mit dem Namen „Make Them Pay“ („lasst sie zahlen“). Sie hat drei Forderungen: „Privatjets verbieten, Krisengewinnler besteuern und reiche Umweltverschmutzer zur Kasse bitten“, erklärten die „Wissenschaftler in Rebellion“ in einer Pressemitteilung.

    Angesichts der derzeitigen und künftigen klimatischen Notlage beschließen viele Wissenschaftler, sich an Aktionen des zivilen Ungehorsams zu beteiligen, um gegen den Mangel an Maßnahmen zu protestieren.

  • Isère: Spektakuläre Explosion in der Chemiefabrik Arkema in Jarrie

    Isère: Spektakuläre Explosion in der Chemiefabrik Arkema in Jarrie

    Am Donnerstagmorgen, dem 10. November, führte ein Feuer zu einer spektakulären Explosion und Rauchentwicklung auf dem Chemiestandort Arkema. Der Standort ist als Seveso-Standort mit „hohem Risiko“ eingestuft.

    Am Donnerstagmorgen, dem 10. November, ereignete sich auf dem Gelände des Arkema-Chemiewerks in Jarrie im Département Isère eine Explosion. Diese Fabrik zur Herstellung von chemischen Zwischenprodukten, die als Seveso-Fabrik mit „hohem Risiko“ eingestuft ist, produziert unter anderem Wasserstoffperoxid, Bleichmittel, Natriumperchlorat, Chlor und Soda.

    Das Arkema-Werk in Jarrie ist die größte Produktionsstätte des Konzerns für Wasserstoffperoxid. Die Produkte werden laut der Website von Arkema hauptsächlich zum Bleichen und Desinfizieren verwendet.

    In den sozialen Netzwerken veröffentlichten mehrere Anwohner Videos, die den aufsteigenden Rauch nach der Explosion zeigten.

    Um 10.40 Uhr gab der Bürgermeister von Jarrie, Raphaël Guerrero, bekannt, dass der zunächst ausgerufene von der Präfektur Notfallplan wieder aufgehoben wurde, dass die Straßen in der Nähe wieder für den Verkehr freigegeben wurden und schließlich, dass die beiden Schulen in der Nähe der Fabrik wieder geöffnet wurden.

  • In Saint-Raphaël werden nach dem Dürre-Sommer Pflanzen an die Bewohner verteilt

    In Saint-Raphaël werden nach dem Dürre-Sommer Pflanzen an die Bewohner verteilt

    In Saint-Raphaël konnten diesen Sommer 38.000 Pflanzen nicht gepflanzt werden. Grund dafür war das Bewässerungsverbot, das nach der extremen Trockenheit verhängt wurde. Um die Pflanzen nicht verkümmern zu lassen, verschenkte die Stadt die Pflanzen nun an ihre Einwohner. 38.000 Pflanzen lagern seit dem Sommer in den Gewächshäusern in Saint-Raphaël im Departement Var. Stiefmütterchen, Ringelblumen oder Gänseblümchen – all diese Blumensorten waren zur Verschönerung der Stadt bestimmt. Aber wegen dem Bewässerungsverbot, das nach einer Rekordtrockenheit erlassen wurde, musste die Stadtverwaltung auf die Anpflanzung verzichten. „Die Pflanzen sollten in alle Beete von Saint-Raphaël gehen, sowohl auf Kreisverkehren als auch entlang der Hauptverkehrsstraßen“, erklärt der Leiter der Grünflächen von Saint-Raphaël gegenüber France Télévisions. Um den Verlust der Pflanzen zu vermeiden, beschloss die Stadtverwaltung, sie jetzt an ihre Einwohner zu verschenken. Das hat sich schnell herumgesprochen un…

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  • Klimawandel: Warum sich Europa doppelt so schnell erwärmt wie der Rest der Welt

    Klimawandel: Warum sich Europa doppelt so schnell erwärmt wie der Rest der Welt

    Die UNO berichtete, dass die globale Erwärmung Europa viel intensiver betrifft als andere Kontinente: Der Anstieg betrug seit Beginn des Jahrhunderts bereits über 1 Grad. Die Temperaturen in Europa sind in den letzten 30 Jahren um 1,5 Grad gestiegen, so ein Bericht, der am 2. November von den Vereinten Nationen veröffentlicht wurde. Diese Erwärmung ist doppelt so hoch wie im Rest der Welt und wird sich für den Rest des Jahrhunderts fortsetzen. „Beträchtlicher Anstieg“ der Temperaturen Laut dem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) der Vereinten Nationen und des Europäischen Dienstes für Klimawandel Copernicus stiegen die Temperaturen auf dem europäischen Kontinent zwischen 1991 und 2021 um etwa 0,5 Grad pro Jahrzehnt. „Dies ist die schnellste Erwärmung der sechs von der WMO definierten Regionen“, so der Bericht, der jedoch die Arktis ausklammert. Die Erklärungen könnten mit dem „doppelten Jetstream“ zusammenhängen, so eine Studie, die im Juli in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde: Sie stellt einen Zusammenhang zwischen den Hitzewellen und Dürren in Europa und Frankreich her.

    Und die Folgen dieser Erwärmung sind bereits spürbar. Laut dem Bericht der Vereinten Nationen haben „im Jahr 2021 Wetter- und Klimaereignisse mit starken Auswirkungen Hunderte von Todesfällen verursacht, mehr als eine halbe Million Menschen direkt betroffen und wirtschaftliche Schäden von mehr als 50 Milliarden Dollar angerichtet […] in etwa 84% der Fälle handelte es sich um Überschwemmungen oder Stürme“. Ebenso haben „die Alpengletscher zwischen 1997 und 2021 etwa 30 Meter an Dicke verloren“. Die Eisschilde des Kontinents schmelzen, was zu einem Anstieg des Meeresspiegels führt.

    Eine europäische Energiewende ist notwendig.
    Europa „bietet das lebendige Bild eines sich erwärmenden Planeten und erinnert uns daran, dass selbst gut vorbereitete Gesellschaften nicht vor den Folgen extremer Wetterereignisse sicher sind“, fasst Petteri Taalas, der Generalsekretär der WMO, zusammen.

    Der Bericht hebt jedoch das europäische Engagement für den Energiewandel hervor: Die Treibhausgasemissionen der Europäischen Union sind zwischen 1991 und 2020 um 31% gesunken, das Ziel ist allerdings „eine Nettoreduktion von 55% bis 2030“. Eine notwendige CO2-Reduzierung für den UN-Generalsekretär Antonio Guterres, der vor einem „kollektiven Selbstmord“ im Klimabereich warnte.

  • Energiesparen: Ab jetzt dürfen Beamte auf der Autobahn nicht schneller als 110 km/h fahren

    Energiesparen: Ab jetzt dürfen Beamte auf der Autobahn nicht schneller als 110 km/h fahren

    Beamte im öffentlichen Dienst müssen in Frankreich ab sofort ihre Geschwindigkeit auf 110 km/h auf Autobahnen und 100 km/h auf Schnellstraßen beschränken. Das ist eine der Maßnahmen des Plans zur Energieeinsparung, den die Regierung letzten Monat vorgestellt hat.

    Die Regierung will den Gesamtenergieverbrauch des Landes bis 2024 im Vergleich zu 2019 um 10% senken. Ihr am 6. Oktober vorgestellter Sparplan sieht unter anderem eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h auf Autobahnen und 100 km/h auf Schnellstraßen vor … eine Maßnahme, die auf „öffentliche Bedienstete, die ihr Dienstfahrzeug bei nicht dringenden beruflichen Fahrten nutzen“ beschränkt ist. Dies betrifft fast zweieinhalb Millionen Beamte.

    Wer seine Geschwindigkeit auf Autobahnen um 20 km/h reduziert, kann seinen Kraftstoffverbrauch um 20% und seine CO2-Emissionen um 25% senken. „Es handelt sich nur um ein paar zusätzliche Minuten pro Fahrt. Die zusätzliche Zeit für die Durchführung der Fahrten, ist in der Arbeitszeit enthalten“, erklärt das Ministerium für den Energiewandel.

    Die Beamten sind allerdings nicht verpflichtet, den Fuß vom Gas zu nehmen. „Diese Maßnahmen sollen Anreize schaffen. Es geht nicht darum, einen Polizisten hinter jeden unserer Beamten zu stellen, sondern darum, ein Beispiel zu geben“, hatte das Ministerium für den öffentlichen Dienst bereits am Mittwoch, dem 5. Oktober, ausführlich dargelegt.

    Parallel dazu wird die Einführung von Schulungen zum umweltbewussten Fahren beschleunigt, „für alle freiwilligen öffentlichen Bediensteten, um ihnen zu helfen, eine sparsamere Fahrweise für ihre beruflichen und privaten Fahrten anzunehmen“.

    Laut einer Umfrage der Zeitung Le Parisien, die anlässlich der Cop 27 veröffentlicht wurde, sind fast 7 von 10 Franzosen bereit, angesichts des Klimawandels mit 110 km/h auf der Autobahn zu fahren.

  • Mindestens 15.000 Todesfälle in Europa laut WHO wegen der Sommerhitze 2022

    Mindestens 15.000 Todesfälle in Europa laut WHO wegen der Sommerhitze 2022

    Allein dieses Jahr würde laut WHO mehr als 10% der gesamten Todesfälle ausmachen, die in den letzten 50 Jahren in Europa durch extreme Temperaturen verursacht wurden. Der Sommer 2022 war der wärmste Sommer, der in Europa je gemessen wurde. Ein Rekord, der nicht ohne Folgen blieb. Mindestens 15.000 Todesfälle stehen in direktem Zusammenhang mit den schweren Hitzewellen in diesem Zeitraum. Dies geht aus einer noch unvollständigen Schätzung hervor, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag, dem 7. November, anlässlich der COP27-Klimakonferenz veröffentlichte. Diese Bilanz, die 4.500 Todesfälle in Deutschland, fast 4.000 in Spanien, über 3.200 im Vereinigten Königreich und 1.000 in Portugal auflistet, „wird voraussichtlich noch steigen, da noch andere Länder von hitzebedingten Übersterblichkeiten berichtet haben“, so der Direktor des europäischen Zweigs der WHO, Hans Kluge, in einer Pressemitteilung. Nach Angaben der WHO sind extreme Temperaturen in den letzten 50 Jahren für 148…

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