Kategorie: Umwelt

  • Pyrénées-Orientales: Hitzerekord in der Gemeinde Ceret mit 27.5 Grad mitten im Winter

    Pyrénées-Orientales: Hitzerekord in der Gemeinde Ceret mit 27.5 Grad mitten im Winter

    Mehr als 27 Grad mitten im Winter – das ist der Rekord, der am gestrigen Sonntag, dem 4. Februar, in der Gemeinde Ceret im Département Pyrénées-Orientales erreicht wurde. Damit war Ceret die wärmste Gemeinde in Europa.

    Die Café-Terrassen auf dem kleinen Platz in Ceret (Pyrénées-Orientales) füllen sich bereits. Am Sonntag, dem 4. Februar, wurde mit 27,5 Grad ein neuer Hitzerekord aufgestellt. Temperaturen, die normalerweise einem Monat Mai entsprechen. „Das ist nicht normal, wir leiden darunter“, beklagt eine Anwohnerin. Ein Kellner im T-Shirt verliert langsam die Übersicht über die Reihenfolge der Jahreszeiten: „Das habe ich noch nie erlebt, es ist der erste Sommer, nein, der erste Winter, wo ich mir denke, dass es vielleicht ein Problem gibt“.

    In der Gemeinde Céret gibt es noch rund 20 Kirschbauern. Bei einigen Sorten kommen dieses Jahr die Knospen bis zu drei Wochen zu früh. Im Februar will ein Kirschbauer zum ersten Mal ein Bewässerungssystem mit Tropfbewässerung einsetzen. Wasser, oder vielmehr das, was davon übrig ist, ist die große Sorge aller Landwirte im Departement Pyrénées-Orientales, insbesondere der Weinbauern.

  • Bretagne: Europas größter Fisch-Trawler im Visier von Umwelt-NGOs und Fischern

    Bretagne: Europas größter Fisch-Trawler im Visier von Umwelt-NGOs und Fischern

    In Saint-Malo (Departement Ille-et-Vilaine) hat die örtliche Fischereigesellschaft kürzlich angekündigt, ein Fabrikschiff zu betreiben, das täglich 400.000 Kilogramm Fisch fangen und verarbeiten kann. „Eine Hölle auf See“, so Umweltverbände und Fischer.

    Der größte Trawler Europas kann alle 24 Stunden 400.000 Kilogramm Fisch fangen und verarbeiten. Die Fischereigesellschaft von Saint-Malo (Departement Ille-et-Vilaine) hat angekündigt, dass sie das Fabrikschiff „Annelies Ilena“ für 15 Millionen Euro kaufen und anschließend betreiben wird. Eine Ankündigung, die Umweltverbände und Fischer, die den Trawler als „Hölle auf See“ bezeichnen, empört.

    100 Tonnen in drei Tagen gegenüber 40 Tonnen in einem Jahr.
    Während die kleinen Trawler unter den Fangquoten ächzen, die ihnen auferlegt werden, um die Meeresfauna zu schützen, hält Quentin Yannet, Reeder in Port-en-Bessin-Huppain (Calvados), diese Ankündigung für inakzeptabel. „Das ist ein Boot, das Makrelen fischt. Und es wird vielleicht 100 Tonnen in drei Tagen fangen, während ich 40 Tonnen im Jahr fange“, erklärt der Fischer auf dem Sender France 2.

  • Dürre in Katalonien: Spanische Behörden rufen den Notstand aus

    Dürre in Katalonien: Spanische Behörden rufen den Notstand aus

    Die katalanischen Behörden sehen sich gezwungen, Maßnahmen zur Bekämpfung der Dürre in der spanischen Provinz zu ergreifen. Sechs Millionen Menschen dürfen ab sofort nicht mehr als 200 Liter Wasser pro Tag und Person verbrauchen.

    In Katalonien steht eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert in einem Stausee normalerweise zu zwei Dritteln unter Wasser. Aufgrund der Dürre steht sie wieder vollständig auf dem Trockenen. Da es seit vielen Monaten nicht mehr geregnet hat, wurde in Katalonien die Alarmschwelle für alle Trinkwasserreserven überschritten. Eines der Reservoirs versorgt die 100.000 Einwohner der Stadt Girona mit Trinkwasser. „Ich selbst habe den Stausee zum ersten Mal so gesehen, so leer, das ist traurig“, sagt ein Einwohner auf dem Sender France 2.

    Um dieser historischen Krise zu begegnen, verhängten die katalanischen Behörden jetzt den Wasser-Notstand: Sechs Millionen Einwohner wurden aufgefordert, nicht mehr als 200 Liter Wasser pro Tag und Person zu verbrauchen, was dem Äquivalent von drei Duschen entspricht. Zum ersten Mal dürfen Hotels und Campingplätze, von denen es an der Costa Brava sehr viele gibt, ihre Schwimmbäder nicht füllen und auch nicht mehr nachfüllen. Auch der Industriesektor muss seinen Verbrauch um 25 % senken, doch am stärksten betroffen sind die Landwirte.

    Ein Schafzüchter tränkt seine Schafe weiterhin wie gewohnt, aber das Gesetz schreibt ihm theoretisch vor, die Wassermenge, die er ihnen täglich gibt, um 50 % zu reduzieren. „Wenn ich ihre Ration um die Hälfte reduziere, ist das Tierquälerei, ich kann das nicht tun, das ist unmöglich“, sagt der ratlose Landwirt. Die Behörden haben Kontrollen und Geldstrafen für Privatpersonen und Gemeinden angekündigt, die sich nicht an diese Einschränkungen halten. Sollte es in den kommenden Wochen weiterhin nicht regnen, könnte es zu noch strikteren Wassersperren kommen.

  • Parken in Paris: Verdreifachte Gebühren für SUVs mit fast 55% Zustimmung der Anwohner beschlossen

    Parken in Paris: Verdreifachte Gebühren für SUVs mit fast 55% Zustimmung der Anwohner beschlossen

    Die Pariser stimmten am Sonntag, 4. Februar, mit 54,55% für den Vorschlag ihrer Oberbürgermeisterin Anne Hidalgo, die Parkgebühren für große und schwere Autos zu verdreifachen. Dies geht aus den offiziellen Ergebnissen der Abstimmung hervor, an der allerdings nur 5,68% der registrierten Wähler teilgenommen haben.

    Bald werden in Paris dreimal höhere Preise für SUVs und andere schwere private Fahrzeuge gelten. Dies ist das Ergebnis einer Bürgerabstimmung, die von der Stadtverwaltung am Sonntag, dem 4. Februar, abgehalten wurde. Nach dem Entwurf des pariser Rathauses muss der Nutzer eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor oder Plug-in-Hybridantrieb, das mehr als 1,6 Tonnen bzw. zwei Tonnen bei einem Elektrofahrzeug wiegt, in den zentralen Arrondissements der Hauptstadt bald 18 Euro pro Stunde für das Parken bezahlen, in den äußeren Arrondissements sind es 12 Euro. Anwohner, die in ihrem Viertel parken, und Gewerbetreibende, darunter auch Taxis, sind davon jedoch nicht betroffen.

    Der Beschluss werde im Mai in der Abgeordnetenversammlung von Paris vorgelegt, um ab 1. September Anwendung zu finden, sagte Anne Hidalgo bei der Bekanntgabe der Ergebnisse im Rathaus und begrüßte eine „klare Entscheidung der Pariser“ zugunsten einer Maßnahme, die „gut für unsere Gesundheit und gut für den Planeten“ sei.

    Nur etwas mehr als 78.000 der rund 1,3 Millionen in Paris registrierten Wähler begaben sich in eines der 38 Wahllokale, um sich „für oder gegen die Einführung eines speziellen Tarifs für das Parken von schweren, sperrigen, umweltschädlichen Individualfahrzeugen“ auszusprechen. Im April 2023 hatten sich bei der ersten Abstimmung dieser Art in Paris rund 103.000 Personen oder 7,46 % der registrierten Wähler für die Abschaffung von Selbstbedienungs-Tretrollern in der französischen Hauptstadt ausgesprochen.

    Diesmal sei die Beteiligung „etwas geringer“ als bei den Rollern, aber es sei ein „sehr gutes Ergebnis“, kommentierte Anne Hidalgo, die weitere Abstimmungen ankündigt, um „über Fragen zu entscheiden, die unser tägliches Leben betreffen“.

    Die Ergebnisse nach Arrondissements folgen de facto der politischen Landkarte: In den von der Rechten geführten Arrondissements überwiegt die Ablehnung des Sondertarifs, während in den von der Linken oder Grünen geführten Arrondissements die „Pro“-Mehrheit vorherrscht.

    Die Abstimmung richtete sich vor allem gegen SUVs (Sport Utility Vehicle), deren Eigenschaften „die eines PKWs mit denen eines Nutzfahrzeugs“ kombinieren, und Geländewagen.

    In der Hauptstadt, die bereits die Uferstrassen der Seine zur Fußgängerzone erklärt und 200 Straßen begrünt hat, begründete die Bürgermeisterin die Abstimmung mit dem Kampf gegen die Umweltverschmutzung, einer besseren Aufteilung des öffentlichen Raums und der Verkehrssicherheit.

    Nicht betroffen sind „Pariser Bewohner und sesshafte Gewerbetreibende, die in ihrer Parklizenzzone parken, Taxifahrer an speziellen Taxiständen, Handwerker, Angehörige der Gesundheitsberufe“ und Menschen mit Behinderungen, so die Stadtverwaltung. Die Entscheidung, den erhöhten Tarif nicht auf Anwohner anzuwenden, war Gegenstand zahlreicher Kritiken. „Die Pariser werden denselben Preisen unterliegen“, erklärte der für den Verkehr zuständige Vizebürgermeister David Belliard, da die Ausnahmeregelung nur gilt, wenn sie in ihrem Viertel mit ihrem Anwohner-Parkausweis parken.

    Nach Angaben des Bürgermeisteramts betreffen die Zusatzgebühren etwa 10 % der in Paris parkenden Fahrzeuge und könnten der Stadt etwa 35 Millionen zusätzliche Einnahmen pro Monat in die Kassen spülen.

  • Pestizid-Verbote: Umweltverbände und Grüne kritisieren Aussetzung der Regelungen in der Landwirtschaft

    Pestizid-Verbote: Umweltverbände und Grüne kritisieren Aussetzung der Regelungen in der Landwirtschaft

    Die französische Regierung hat während der Bauernproteste angekündigt, dass der Plan „Ecophyto“, mit dem der Einsatz von Pestiziden um 50% reduziert werden soll, „pausiert“ werde, um ihn zu überarbeiten. Diese Maßnahme wird von Umweltverbänden und der Partei Europe Écologie – Les Verts (EELV) scharf kritisiert. Die Regierung hat sich zwischen Produktion und Ökologie entschieden. Der Ecophyto-Plan, der den Einsatz von Pestiziden um 50% reduzieren soll, wird „pausiert“, um einige Aspekte zu überarbeiten und die Anwendung für die französischen Landwirte zu vereinfachen. Der von der Regierung formulierte Weg soll darin bestehen, von einer „strafenden und einschränkenden Ökologie“ wegzukommen. Ein Vorhaben, das den Umweltverbänden alles andere als gefällt. 250 Millionen für die Suche nach AlternativenAuf Seiten von Europe Écologie – Les Verts (EELV) herrscht Unverständnis. „Was sagt man den Landwirten, die von Pestiziden krank werden und die sogar ihre Prozesse gegen die Pestizidhersteller …

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  • Pariser U-Bahn: Die dreckigste Luft von ganz Paris

    Pariser U-Bahn: Die dreckigste Luft von ganz Paris

    Die Pariser Metro wurde für die Weltausstellung im Jahr 1900 gebaut und ist eines der Symbole der französischen Hauptstadt. Jeden Tag nutzen über vier Millionen Fahrgäste die Metro. Nur wenige wissen, dass die U-Bahn der Ort ist, an dem man die giftigste Luft in ganz Paris einatmet. Verantwortlich dafür sind winzige, in der Luft schwebende Teilchen, die sogenannten Feinstaubpartikel. Für das bloße Auge unsichtbar, messen sie weniger als 10 Mikrometer – sie sind also noch winziger als ein Sandkorn und dünner als der Durchmesser eines Haares. Ein Teil des Problems besteht darin, dass verschmutzte Luft von der Oberfläche in das unterirdische System eindringt. Hinzu kommen winzige Metallpartikel, die durch den Verschleiß von Eisenbahnmaterial entstehen: Beim Bremsen, aber auch durch die Reibung zwischen Rädern und Schienen. All das findet in einem engen und schlecht belüfteten Raum statt. Nach Angaben der Nationalen Agentur für Gesundheitssicherheit sind die Werte der giftigen Feinstaubpar…

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  • Klimawandel: Große Artikelserie über Hintergründe und Auswirkungen der globalen Erderwärmung

    Klimawandel: Große Artikelserie über Hintergründe und Auswirkungen der globalen Erderwärmung

    Der Klimawandel ist eine große, wenn nicht sogar die größte Herausforderung unserer Zeit.

    Die Erkenntnis, dass sich das Klima derzeit grundlegend wandelt, ist nicht nur wissenschaftlich abgesichert und wird durch Daten und Studien namhafter Wissenschaftler in aller Welt gestützt – sie macht sich nach den Wetterereignissen der letzten Wochen, Monate und Jahre in unser aller Bewusstsein breit.

    Und damit wird das Thema Klimawandel und der Umgang inzwischen auch in der Gesellschaft und der Politik als vordringliche Aufgabe anerkannt.

    Das ist der Grund, warum wir ab sofort unsere große Artikelserie zum Thema Klimawandel anbieten, bestehend aus 16 Artikeln, unterteilt in mehere Themengruppen, basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen des international anerkannten Klimaforschers Michael E. Mann und anderen Wissenschaftlern.

    Am Ende dieser Seite und auch jeweils am Endes jedes weiteren Artikels findet sich der Link auf den nachfolgenden Artikel.

    Heute schon haben wir haben unseren Planeten um über ein Grad Celsius erwärmt durch die Treibhausgase, die wir bereits in die Atmosphäre eingebracht haben. Durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und durch andere menschliche Aktivitäten.

    Und wir sind auf dem besten Weg, bis Mitte des Jahrhunderts eine Erwärmung von 2 Grad Celsius oder mehr zu erreichen, wenn wir weiterhin hemmungslos fossile Brennstoffe verbrennen.

    Inzwischen beginnen wir, die Auswirkungen grausam zu spüren. Schon 1 Grad Celsius Erwärmung erhöht die Wahrscheinlichkeit und verstärkt die Folgen schwerer Wetterereignisse um etwa 7-10%.

    Wir sahen in den drei Jahren 2016, 2019 und 2020 drei fast aufeinanderfolgende Rekordjahre, die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
    Die extremen Hitzewellen, Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen, die sich im Laufe der letzten Jahre auf der gesamten nördlichen Hemisphäre abspielten, waren eine eindringliche Botschaft des Klimas.

    Nicht nur Hitzeperioden – auch extreme Regenfälle und Hochwasser sind Auswirkungen der globalen Erderwärmung und des Klimawandels.

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht mehr nur im Verborgenen spürbar. In den Sommern der vergangenen Jahre sahen wir sie in Echtzeit auf unseren Fernsehbildschirmen, in unseren Zeitungs-Schlagzeilen, in unseren Social Media Feeds. Wir haben sie schlimmstenfalls sogar persönlich erlebt. Wir sehen Klimaflüchtlinge, Orte wie Kiribati, tiefliegende Inselstaaten, wo Küstendörfer zerstört werden.
    Miami Beach und Venedig werden inzwischen regelmäßig überflutet, nicht nur mehr durch Stürme und in bestimmten Jahreszeiten, sondern einfach wegen der Auswirkungen des globalen Meeresspiegelanstiegs. Wir haben ungefähr die Hälfte des Meereises in der Arktis verloren. Wir sind auf dem besten Weg, in ein paar Jahrzehnten eine eisfreie Arktis zu haben, wenn wir den Kurs beibehalten, auf dem wir sind. Selbst wenn wir die Kohlenstoffemissionen, die wir heute in die Atmosphäre abgeben, bis morgen auf Null reduzieren, werden die Auswirkungen noch für die kommenden Generationen zu spüren sein. Wir hinterlassen ein schweres Erbe.

    In dieser Artikelserie werden unsere Autoren die grundlegenden wissenschaftlichen Prinzipien hinter dem Klimawandel und der globalen Erwärmung darlegen.

    Wir alle müssen die Grundlagen verstehen, um die gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Probleme zu lösen, die der Klimawandel mit sich bringt.

    Beginnen werden wir mit den prinzipiellen Gegebenheiten der Atmosphäre. Wir werden schildern, wie Klimadaten gesammelt werden, und die Trends aufzeigen, die sich aus diesen Daten ablesen lassen.

    Wir wollen zeigen, wie man grundlegende Berechnungen durchführt und wie man theoretische Modelle des Klimasystems verwendet, um Fragen über den derzeitigen Klimawandel und die zukünftige Entwicklung zu beantworten.

    Wir werden die Auswirkungen von Treibhausgasemissionen untersuchen, verschiedene mögliche Zukunftsszenarien durchspielen, und schließlich werden wir die Auswirkungen, die der Klimawandel auf das soziale, kulturelle, wirtschaftliche, urbane und andere Facetten des menschlichen Lebens hat, aufzeigen und bewusst machen.
    Wir haben uns die Aufgabe gestellt, dir Erklärungen an die Hand zu geben, die es dir erlauben, nicht nur deine eigenen Fragen zu beantworten, sondern auch die deiner Kinder und Freunde.

    Fragen nach dem WARUM und dem WIE – Antworten, die erklären, warum ein Tiefdruckgebiet tagelang auf der Stelle verharrt und in wenigen Stunden hunderte Liter Wasser pro m2 abregnen lässt, warum eine Hitzeglocke über einer Region festhängt und alles unter sich verdorren lässt.

    Denn eigentlich wollen wir ja alle, dass auch noch unsere Kinder und Enkel in dem Land, in dem schon unsere Grosseltern lebten, auch ihr Leben in Ruhe und Gesundheit verbringen können.

    Sintflutartige Regenfälle und regelmässige Temperaturen über 40 Grad Celsius passen nicht in dieses Bild. Es gibt einen Grund, warum unser Fieberthermometer nicht über 42 Grad hinausgeht …

    Wir werden euch, unseren Lesern, eine Vielzahl von Hilfsmitteln an die Hand geben, um den Klimawandel zu verstehen, darunter Videovorträge, Graphiken, Diagramme, Tabellen und andere visuelle Darstellungen, Simulationen, Klimamodell-Simulationen,
    und weitere Datenquellen.

    Am Ende dieser Artikelserie werden wir alle ein tieferes Verständnis und grösseres Wissen darüber haben, wie sich unser Klimasystem verändert. Wir werden in der Lage sein zu verstehen, warum das menschliche Verhalten das Klima verändert, was genau den Klimawandel antreibt.
    Wir werden die Natur dieser Veränderungen verstehen.

    Die Inhalte dieser Artikel sind frei und dürfen zu Zwecken der Information frei benutzt werden. Du darfst sie verwenden, um Präsentationen zu erstellen oder sie in Referate einfügen. Alle Bilder, die wir zur Illustration benutzen, stammen von unsplash.com oder pixabay.com und dürfen frei genutzt werden.

    Das Klimasystem ist ein komplexes System
    Wenn wir einen Teil des Systems verändern, zum Beispiel indem wir der Atmosphäre CO2 hinzufügen, hat das lang anhaltende Auswirkungen nicht nur für die Atmosphäre, sondern auch auf andere Systeme wie die Ozeane, die Kryosphäre, das ist das Eis, die Biosphäre, das ist das Leben auf diesem Planeten, und menschliche Systeme wie die urbane Infrastruktur, die Wirtschaft und
    sogar die nationale Sicherheit.

    Vor allem aber werden wir ein Verständnis und Wissen entwickeln, um die Auswirkungen des Klimawandels auf den Planeten und die Menschen auf ihm zu verstehen.
    Wir werden die Rolle verstehen, die der Mensch spielt. Menschen sind sowohl die treibenden Kräfte hinter dem Klimawandel als auch maßgeblich und in tödlicher Weise vom Klimawandel betroffen.


    Unter diesem Link geht es zum folgenden Artikel in unserer Serie über den Klimawandel: Was bitte hat ein Hockey-Schläger mit dem Klima zu tun?

  • Dürre in den östlichen Pyrenäen: Das hat man in der Geschichte Frankreichs noch nie gesehen

    Dürre in den östlichen Pyrenäen: Das hat man in der Geschichte Frankreichs noch nie gesehen

    Auch wenn man nicht von „Wüstenbildung“ sprechen kann, haben wir „eindeutig ein Dürre-Problem“, erklärt Emma Haziza, Expertin für die Anpassung an den Klimawandel.

    In den östlichen Pyrenäen „erleben wir eine Reihe von historischen Rekorden, die wir in der Geschichte Frankreichs noch nie gesehen haben“ und „die sich noch weiter verschärfen“, stellt Emma Haziza, Hydrologin und Spezialistin für die Anpassung an den Klimawandel sowie Präsidentin und Gründerin des Forschungszentrums Mayane, am Freitag, dem 26. Januar, im Gespräch mit dem Sender Franceinfo fest.

    Im Departement Pyrénées-Orientales wurden auch am vergangenen Donnerstag mehrere Temperaturrekorde über den Tag verteilt gebrochen: 25,6 Grad in Vivès gegenüber 23,9 Grad beim letzten Rekord, 25,1 Grad in Saint-Paul-de-Fenouillet gegenüber 21,1 Grad. „Wenn man sich umschaut, sind die Pyrénées-Orientales ein Gebiet, das sich in einer Kippphase befindet“ mit einem chronischen Regenmangel seit 2017, akzentuiert durch überdurchschnittlich hohe Temperaturen.

    „Man hat den Eindruck, dass dieses Gebiet seit nunmehr acht Jahren von den Regenfällen vergessen wurde“, sagt die Klima-Expertin Emma Haziza, diese außergewöhnliche Situation führt dazu, dass sich die Region in einem Zustand befindet, den man so noch nie gesehen habe. In den östlichen Pyrenäen kann man „noch nicht vollständig“ von Wüstenbildung sprechen, aber es handelt sich „eindeutig um ein semiarides Gebiet“.

    „Es wird energiepolitische Konsequenzen geben“, prognostiziert die Wissenschaftlerin, „da die Wasserfrage in erster Linie eine Frage der Energiegewinnung ist“, und nennt als Beispiel Staudämme in Portugal, die in dieser Zeit zu 90% gefüllt sein sollten jedoch nur zu 6% gefüllt sind. Die Folgen betreffen auch die Landwirtschaft, in einem Gebiet mit viel Obstanbau und man sehe sich in einer „Konfrontation zwischen den Akteuren des Tourismus und den Landwirten“.

    „Im letzten Sommer waren wir am Rande des Abgrunds“, erinnert sich Emma Haziza, „wir hatten Bohrungen, in denen noch 10 cm Wasser standen, wir hatten kein Trinkwasser mehr für die Einwohner. Wenn ich also sage, dass es knapp wurde, meine ich, dass wir eine Krisensituation erlebt haben, die zu einer globalen Blockade hätte führen können. Und wenn man kein Trinkwasser mehr hat, wird ein Gebiet unbewohnbar. An dieser Grenze sind wir angelangt“.

  • Was bitte hat ein Hockey-Schläger mit dem Klima zu tun?

    Was bitte hat ein Hockey-Schläger mit dem Klima zu tun?

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

    Wir beginnen unsere große Artikelserie mit zwei Schlüsselfragen:
    W
    as ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima? Und was hat ein Hockey-Schläger mit dem Klima zu tun?

    Nun, wie Mark Twain es formuliert haben soll:

    Klima ist das, was man erwartet, Wetter ist das, was man bekommt.
    Klima ist der statistische Durchschnitt des Wetters über längere Zeiträume, und das
    Klima beinhaltet das Verhalten des gesamten komplexen Systems der Erde, die
    Kopplung von Ozean und Atmosphäre und den Eisschilden und der Biosphäre, dem Leben auf der Erde.

    Ja, das Bild oben ist ein echtes Foto, aufgenommen am 11. März 2021 in Berlin. Diese erstaunlichen Wolken sind Mammatus, „ein Phänomen, das mit dem Zusammentreffen eines kalten Bereichs einer Wolke mit einem anderen, wärmeren Bereich zusammenhängt: ein Teil der Wolke steigt auf und ein anderer fällt ab, wodurch diese originelle Form entsteht“, so Météo France.

    Das Verhalten des Klimasystems variiert im Laufe der Zeit aus natürlichen Gründen, zum Beispiel sind El-Niño-Jahre tendenziell feuchter im Winter in Kalifornien und schneereicher im Südosten der USA.

    Wenn sich das sich das Klima immer ändert, wird dann der Klimawandel per Definition immer stattfinden?

    Irgendwie ja und irgendwie nein. Als Beispiel werfen wir einen Blick auf die Kreidezeit.

    Die Kreidezeit ist ein Zeitabschnitt der Erdgeschichte, der vor rund 145 Millionen Jahren mit dem Ende des Juras begann und vor etwa 66 Millionen Jahren mit dem Beginn des Paläogens endete.

    Vor einhundert Millionen Jahren, als die Dinosaurier auf der Erde lebten, war es wärmer als es heute ist und es gab damals kein Eis an den Polen.

    Und was ist der Grund, dass die Erde zu dieser Zeit wärmer war?

    Einen Hinweis darauf gibt diese Darstellung, wie die Erde während des Zeitalters der Dinosaurier ausgesehen haben könnte. und warum die frühe Kreidezeit so warm war:


    Wenn Sie bei diesem Bild an Vulkanausbrüche gedacht haben, dann hatten Sie recht. Vulkanausbrüche sind ein natürlicher Faktor, der das Klima der Erde beeinflusst und schon immer beeinflusst hat. Über kürzere Zeiträume hinweg können sie das Klima tatsächlich zunächst abkühlen, indem sie Partikel in die Atmosphäre pumpen, die die Sonne für einige Jahre blockieren, aber über längere Zeiträume hinweg spielen sie eine andere Rolle: Vulkanausbrüche pumpen grosse mengen Kohlendioxid (Co2) in die Atmosphäre und verstärken damit den Treibhauseffekt.

    In der erdgeschichtlichen Vergangenheit kam es aufgrund des Einflusses von Naturkräften, wie diesen Vulkanausbrüchen, zu Veränderungen des Klimas, die sich jedoch über einenZeitraum von Dutzenden von Millionen von Jahren hinzogen.


    Wenn aber der Klimawandel doch ein natürlicher Vorgang ist, warum sollten wir uns dann solche Sorgen um den Klimawandel machen, der heute stattfindet?

    Achtung, hier gibt es ein wichtiges Missverständnis: Viele glauben, die Bedrohung durch den Klimawandel habe mit der absoluten Erwärmung der Erde zu tun. Das ist nicht unbedingt der Fall, es ist vielmehr die Geschwindigkeit der Veränderung, die die Wissenschaftler beunruhigt.
    Wie schnell verändert sich das Klima heute? Ändert es sich mit einer Geschwindigkeit, an die wir uns anpassen können, die wir verkraften können? Die es auch anderen Lebewesen ermöglicht, damit zurechtzukommen? Das ist die eigentliche Frage, und sie wird von einer Grafik beantwortet, die der Klimawissenschaftler Michael E. Mann vor etwa zwei Jahrzehnten veröffentlicht hat, dem sogenannten Hockey-Schläger:

    Mit viel Vorstellungskraft, ähnelt diese Kurve einem Sportgerät, dem Hockey-Schläger und die moderne Erwärmung ist die Klinge des Hockeyschlägers. Sie führt uns deutlich außerhalb des Bereichs, den der Griff des Hockeyschlägers für die letzten tausend Jahre darstellt.

    Um zu rekonstruieren, wie sich das Klima in der ferneren Vergangenheit verändert hat, als noch vor den etwa 100 bis 150 Jahren, in denen wir umfassende historische Messungen von Klimavariablen haben, müssen wir uns an sogenannte Klima-Proxy-Daten halten.

    Klima-Proxy-Daten sind Dinge wie Baumringe und Korallen, Eiskerne und Seesedimente. Natürliche Archive in unserer Umwelt also, die uns etwas darüber sagen können, wie sich das Klima in der fernen Vergangenheit verändert hat. Und indem wir die Informationen aus solchen natürlichen Archiven auf der ganzen Welt kombinieren, können wir uns ein Bild davon machen, wie sich im Vergleich dazu das Klima in der jüngeren Vergangenheit verändert hat.

    Aus dem Eis der Gletscher, der Arktis und der Antarktis, erhalten Wissenschaftler wichtige Hinweise auf die Klimaentwicklung über tausende von Jahren auf unserem Planeten.

    Vor etwa zwei Jahrzehnten veröffentlichten der Klimaforscher Michael E. Mann und seine Koautoren Raymond S. Bradley und Malcolm K. Hughes eine Studie in der Zeitschrift Nature, und ein Jahr später eine Folgestudie in der Zeitschrift Geophysical Research Letters, in der sie solche indirekten Klima-Proxy-Daten verwendeten, um globale Temperaturmuster über die letzten tausend Jahre zu rekonstruieren. Und am Ende erlaubten die Daten, eine Kurve zu definieren, die die Durchschnittstemperatur unseres Planeten darstellt, speziell der gesamten nördlichen Hemisphäre. Die Kurve zeigt relativ warme Bedingungen vor etwa 1.000 Jahren während der so genannten mittelalterlichen Warmzeit, und eine langsame Abkühlung als wir in die „Kleine Eiszeit“ des 17., 18. und 19. Jahrhunderts gerieten. Und dann kommt die sogenannte Industrielle Revolution in den letzten zwei Jahrhunderten und die Temperaturen steigen plötzlich sprunghaft an. Dieser Anstieg ist über die Länge der vergangenen 1.000 Jahre gesehen beispiellos.

    Man muss nicht die komplexe Funktionsweise des Klimasystems der Erde verstehen, um zu begreifen, was uns das sagt: Nämlich dass sich etwa seit den 50iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts etwas Tiefgreifendes in unserem Klima abspielt und dass dies wahrscheinlich mit uns zu tun hat, mit dem Effekt, den wir Menschen auf den Planeten haben indem wir fossile Brennstoffe verbrennen und die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre erhöhen.

    So wurde der Hockeystick zu einem Symbol in der Debatte um den Klimawandel, weil er eine einfache Geschichte erzählt, die eigentlich jeder Mensch verstehen können sollte, eine Geschichte über die tiefgreifenden Auswirkungen, die unsere Handlungen auf unseren Planeten haben.

    Seither gibt es nicht nur einen einfachen Hockeystick. Inzwischen gibt es eine wahre Hockey-Liga, das heißt, es gibt viele Rekonstruktionen dieser Art von den Temperatur-Daten vergangener Zeiten, die von verschiedenen Teams von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt mit unterschiedlichen Daten und Methoden durchgeführt wurden.

    Aber tatsächlich kommen sie alle zu dem gleichen Ergebnis, nämlich, dass die jüngste Erwärmung in tausenden von Jahren kein Beispiel findet.

    Klimaforscher Michael E. Mann gilt als der Erfinder des sogenannten „Hockeysticks“. Michael E. Mann (55) ist Distinguished Professor für Meteorologie und Direktor am Zentrum für Geowissenschaften der Pennsylvania State University.

    Unter diesem Link geht es zum folgenden Artikel in unserer Serie über den Klimawandel: Das Pariser Abkommen, das Klimasystem und die Atmosphäre – wie hängt das eigentlich zusammen?

  • Das Pariser Abkommen, das Klimasystem und die Atmosphäre – wie hängt das eigentlich zusammen?

    Das Pariser Abkommen, das Klimasystem und die Atmosphäre – wie hängt das eigentlich zusammen?

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

    Es besteht Einigkeit darüber, dass alle Lebewesen, einschließlich der Menschen, sich im Prinzip auch an starke Veränderungen des Klimas anpassen können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Veränderungen langsam über Tausende oder Hunderttausende von Jahren stattfinden.

    Die Anpassung an Veränderungen die in Zeiträumen von nur einigen Jahrzehnten stattfinden, ist weitaus schwieriger. Meist sogar unmöglich.

    Nun ist es aber so, dass die Daten und Messungen der Klimaforscher zeigen, dass der Klimawandel innerhalb von weniger als 100 Jahren eingetreten ist. Die gleichen Daten zeigen auch ganz klar, dass er nur durch menschliche Aktivitäten verursacht sein kann. In den vergangenen etwa 100 Jahren gab es keine grossen und über Jahre andauernden Vulkanausbrüche oder andere Naturereignisse, die eine so hohe Zunahme der Konzentration an Treibhausgasen in unserer Atmosphäre erklären könnten.

    Wir sehen uns vor ernsthafte Herausforderungen und Probleme gestellt, allein bei der Suche nach der Antwort auf die Frage: Was können wir tun, um den Klimawandel zu stoppen und seine Auswirkungen abzufedern?

    Die gerade gestellten Fragen führen zu immer weiteren Fragen: Was können wir tun, um die anhaltende Emission von Kohlenstoffen und anderen Treibhausgasen in die Atmosphäre zu stoppen, die die Erwärmung des Planeten und den damit verbundenen Klimawandel verursacht?

    Erinnern wir uns, es gibt bereits das historische Pariser Klima Klimaabkommen, das vor einigen Jahren unterzeichnet wurde und in dem sich alle Länder der der Welt verpflichtet haben, ihre Kohlenstoffemissionen drastisch zu reduzieren.

    Wenn man die Menge des Co2s aus allen diesen Verpflichtungen zusammenzählt, dann kommt man zu dem Schluss, dass wir auf eine Erwärmung unseres Planeten um etwa fünf Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts zusteuern würden, würden wir nichts unternehmen.

    Das Pariser Abkommen bedeutet allerdings auch nur den halben Weg zu den Werten, die die meisten Klimawissenschaftler als notwendig erachten, um einem wirklich gefährlichen und potenziell irreversiblen Klimawandel bei einer Erwärmung von etwa zwei Grad Celsius, abwenden zu können.

    Das Pariser Abkommen bringt uns also nur halb soweit voran, als es eigentlich notwendig wäre, um gefährliche Naturkatastrophen zumindest teilweise abwenden zu können.

    Das heisst im Klartext: Wir müssen die Kurve der Co2-Emissionen noch schneller nach unten bringen, wenn wir einen für uns katastrophalen Klimawandel vermeiden wollen.
    Und das bedeutet auch, dass das Pariser Abkommen nur ein Ausgangspunkt ist. Auf den kommenden internationalen Konferenzen müssen sich die Länder der Welt auf eine noch stärkere Reduzierung ihrer Kohlenstoffemissionen einigen, denn wir müssen uns dieser Herausforderung stellen, damit unsere Gesellschaft überleben kann und nicht in immer stärkeren Umweltkatastrophen irgendwann komplett untergeht.

    Wir machen zwar deutliche Fortschritte, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns.


    Der erste Schritt, um tatsächlich etwas gegen den Klimawandel zu tun, ist das Verstehen des Klimas, und deshalb wollen wir jetzt mit euch über die Details die Funktionsweise des Klimasystems sprechen.

    Lasst uns zunächst betrachten, wie es aufgebaut ist.

    Das Klimasystem ist ein interagierendes System, das mehrere wichtige Bereiche miteinander vereint:

    • die Ozeane oder die Hydrosphäre, alles Wasser auf der Erde,
    • die Atmosphäre,
    • die Kryosphäre, das ist das ganze Eis auf der Erde, und
    • die Biosphäre, das Leben auf der Erde.

    Das alles nimmt am Klimasystem teil und bestimmt die Entwicklung unseres Klimas.

    Natürlich wird dieses System auch von außen durch andere Faktoren beeinflusst, wie etwa die Leistung der Sonne, die die
    Ozeane und die Atmosphäre aufheizt.

    In diesem Zusammenhang werden später die sogenannten Treibhausgase interessant werden, die eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung der Erdtemperatur spielen.

    Aber betrachten wir zunächst die Grundlagen der globalen Wärmeentwicklung.

    Da gibt es zuerst die Ozeane mit ihren Wassermassen und es gibt Wasser in Flüssen und Seen, und ein Teil dieses Wassers verdunstet in die Atmosphäre in Form von Wasserdampf, der auch ein Gas ist. Und Wasserdampf ist sogar auch ein Treibhausgas, denn auch Wasserdampf hindert Wärmeenergie daran, von der Oberfläche der Erde in den Weltraum zu entweichen. Und zwar in Form von Wolken, die sich in der Atmosphäre bilden und die Wärme auf die Erde reflektieren.

    Dann gibt es da die Vegetation und die Landoberfläche und die Eigenschaften der Erdoberfläche. Alles das beeinflusst, was mit dem einfallenden Sonnenlicht passiert. Die Fähigkeit der Böden, Kohlendioxid in die Atmosphäre abzugeben, die Fähigkeit der Böden und der Vegetation, Feuchtigkeit an die Atmosphäre abzugeben: All diese Systeme interagieren miteinander in physikalischer Weise in Bezug auf die Thermodynamik und den Gasaustausch.

    Alle diese Prozesse sind wichtig für das Verständnis für die Dynamik des Klimasystems auf der Erde.
    Lasst uns nun näher auf das zweite Teilsystem, die Atmosphäre, eingehen.

    Die Atmosphäre ist in verschiedene Schichten unterteilt, die unterste Schicht nennen wir Troposphäre. Tropos kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Wendung“oder „Art und Weise“. In der Troposphäre findet das Wetter statt, das wir erleben.
    Die Troposphäre ist gleichzeitig auch der dynamischste Teil der Atmosphäre und erstreckt sich bis zu einer Höhe von etwa 10 bis 14 Kilometern über der Erdoberfläche.
    Sie ist also die Atmosphärenschicht, in der wir leben und in der das Wetter, das wir erleben, stattfindet. Ein wichtiges Merkmal der Troposphäre ist, dass die Temperaturen mit zunehmender Höhe abnehmen, was zu einem instabilem Verhalten dieser Atmosphärenschicht beiträgt. Das ist auch der Grund dafür, warum das sichtbare und spürbare Wetter ausgerechnet in diesem Teil der Atmosphäre stattfindet.

    Oben, über der Troposphäre trifft man dann auf die nächsthöhere Schicht, die Stratosphäre, und in der Stratosphäre fangen die Temperaturen an, sich wieder zu erwärmen. Ob man es glauben mag oder nicht, es wird tatsächlich wärmer, je höher man in die Stratosphäre vorstösst. Daher ist die Stratosphäre viel stabiler und dient im Wesentlichen als ein Deckel für die Wettersysteme.

    Wir konzentrieren uns in unserem täglichen Leben auf die Troposphäre, die ersten 10 bis 14 Kilometer, weil dort das Wetter stattfindet. Dort leben wir, die meisten Dinge, die uns interessieren, passieren in der Troposphäre. Die meisten der Klimaveränderungen und der tägliche Wetterbericht finden in der Troposphäre statt.

    Aber auch die Stratosphäre spielt eine wichtige Rolle, denn dort befindet sich die Ozonschicht. In der Stratosphäre wird der Sauerstoff durch einfallendes Sonnenlicht, durch ultraviolette Strahlung zerlegt, und daraus bildet sich die Ozonschicht.

    Die Ozonschicht ist wichtig, sie absorbiert einen Teil der einfallenden hochfrequenten Strahlung von der Sonne, die wir als ultraviolette Strahlung bezeichnen, die ansonsten für das Leben auf der Erde schädlich wäre. Die Ozonschicht schirmt uns vor dieser schädlichen Strahlung ab.

    Auch die Ozonschicht spielt eine wichtige Rolle beim Klimawandel und bei den Auswirkungen durch eine steigende Treibhausgaskonzentration.

    Wie wir später sehen werden, erwärmt sich die Troposphäre, wenn man die Treibhausgaskonzentrationen erhöht, aber die Stratosphäre kühlt ab, und das bedeutet, wenn wir das Signal des menschlichen Einflusses auf das Klima erkennen wollen,
    wenn wir nach einem Fingerabdruck suchen wollen, der uns beweist, dass die Erwärmung tatsächlich vom Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen herrührt, wäre dieser Fingerabdruck eine sich erwärmende Troposphäre einerseits und eine sich abkühlende Stratosphäre andererseits.

    Kurz noch ein paar Worte über die atmosphärische Zusammensetzung. Die Atmosphäre besteht hauptsächlich aus
    Stickstoff und Sauerstoff, etwa 99% der Atmosphäre bestehen aus Stickstoff und Sauerstoff, und nur 1% besteht aus allen anderen Spurengasen, einschließlich aller Treibhausgase. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die Wirkung dieser Treibhausgase sehr stark sein kann, selbst in so geringen Konzentrationen können sie einen tiefgreifenden Einfluss auf die Eigenschaften unserer Atmosphäre haben.

    Hier nun einige Schlüsseleigenschaften der atmosphärischen Zusammensetzung.

    Sie ist im Allgemeinen gut durchmischt, die verschiedenen Bestandteile der Atmosphäre sind rund um den Globus ziemlich gleichmäßig verteilt, und das liegt an der Durchmischung der Atmosphäre durch Wettersysteme und Turbulenzen. Außerdem können wir voraussetzen, dass sich die Atmosphäre im Großen und Ganzen wie ein ideales Gas verhält, eine wichtige
    Eigenschaft, die uns hilft, die physikalischen Eigenschaften der Atmosphäre zu beschreiben.
    Nun gibt es einige Ausnahmen von dieser Regel, einige Gase wie Methan, ein wichtiges Treibhausgas, kennen starke Unterschiede, was bedeutet, dass in manchen Regionen die Konzentrationen dieser Gase höher oder niedriger als in anderen Regionen sein können.

    Auch kann atmosphärischer Wasserdampf eine Herausforderung darstellen, weil er das Unidealste tut, was ein Gas tun kann: Wasserdampf kann zu Wasser kondensieren, und dieses Wasser kann gefrieren und zu Eis werden.
    Wasserdampf kommt in der Atmosphäre in allen drei Phasen vor: gasförmig, flüssig und fest. Und dabei müssen wir berücksichtigen, dass Wasserdampf, die gasförmige Form von Wasser, ein sehr wichtiges Treibhausgas ist denn er trägt zum Treibhauseffekt bei, er ist ein verstärkender Faktor, wenn es um den Klimawandel geht.

    Hier noch einmal das Wichtigste zusammengefasst: Die Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Sauerstoff und Stickstoff, aber etwa 1% der Atmosphäre besteht aus all diesen anderen Spurengasen: Ozon, Methan, Kohlendioxid, Wasserdampf.

    Und jetzt hören wir schon die Zweifler, die sagen: Das so sehr verteufelte Kohlendioxid kommt doch nur in Konzentrationen von einem Bruchteil eines Prozents in der Atmosphäre vor, warum also hat es einen so großen Einfluss?

    Deshalb müssen wir an dieser Stelle ein paar Momente über das Konzept des Treibhauseffekts sprechen, ein absolut kritischer Teil der Geschichte über den Klimawandel.

    Es stimmt: Treibhausgase machen zwar weniger als 1% der Atmosphäre aus, aber sie haben aufgrund ihrer starken Eigenschaften einen großen Einfluss auf die Atmosphäre. Die wichtigsten vom Menschen emittierten Treibhausgase sind Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid.

    Wir nennen diese Gase Treibhausgase wegen der Art und Weise, wie diese Gase mit der Wärmeenergie interagieren, der
    Strahlung, die von der Sonne kommt und die die Erde reflektiert und versucht, zur Abkühlung wieder ins All zu schicken.
    Und hier ist der ausschlaggebende Punkt: Diese Treibhausgase fangen einen Teil der Wärmeenergie auf und halten sie in der Atmosphäre fest und schicken sie wieder zur Erde hinunter, statt sie in den Weltraum entweichen zu lassen.

    Das ist zwar nicht ganz die Art und Weise, wie ein echtes Treibhaus funktioniert. Ein echtes Gewächs- oder Treibhhaus blockiert einfach Wind- und Luftströme, die die Wärme, die durch das Sonnenlicht, das durch das Glas des Gewächshauses kommt, erzeugt wird, wegtragen würden.

    In der Atmosphäre jedoch passiert etwas viel unangenehmeres: Die Sonne erwärmt den Planeten, der Planet versucht, sich abzukühlen, indem er Wärmeenergie in den Weltraum abgibt, aber die Treibhausgase fangen diese Wärmeenergie teilweise ein, und lassen nur einen Teil der Wärme ins All entweichen.
    Den abgefangenen Teil der Wärme schicken sie wieder zurück auf die Oberfläche der Erde. Das bedeutet, dass die Erde noch mehr von dieser Wärmeenergie abgeben muss, um genug abzukühlen und die Erwärmung durch die Sonne auszugleichen. Und
    da ihr das bedingt durch die Aktionen der Treibhausgase nicht gelingen kann, steigt die Temperatur der Erdoberfläche stetig weiter an.

    Durch Industrie, Massentierhaltung und Transport setzen wir Menschen immer mehr Co2, Methan und andere Treibhausgase frei und dadurch baut sich über uns ein Deckel aus Treibhausgasen auf, der die Wärmeenergie, die die Sonne zu uns schickt auf der Erde festhält. Vergleichbar mit einem Glasdach, dass sich immer weiter schliesst …

    Das ist der von uns Menschen gemachte Treibhauseffekt.

    Und, wie wir in den kommenden Artikeln sehen werden, ist das Erkennen des Treibhauseffekts und seiner Wirkungsweise grundlegend für ein Verständnis des menschlichen Einflusses auf unser Klima.

    Denn, wie sagt man so schön: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung …

    Unter diesem Link geht es zum folgenden Artikel in unserer Serie über den Klimawandel: https://nachrichten.fr/klimawandel-wie-genau-funktioniert-eigentlich-diese-erderwaermung/