Kategorie: Tourismus

  • Verkehrssicherheit und Zeitumstellung: Vorsicht vor Unfällen!

    Verkehrssicherheit und Zeitumstellung: Vorsicht vor Unfällen!

    Mit der Umstellung auf die Winterzeit häufen sich die Unfälle im Straßenverkehr. Die Sécurité routière startet eine große Kampagne in Frankreich, um Autofahrer und Radfahrer zu sensibilisieren.

    Mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, dem 30. Oktober, muss man doppelt so wachsam sein, besonders wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist! Es wird früher dunkel und dadurch sind Radfahrer ab dem späten Nachmittag ab 17:00 Uhr stärker gefährdet. Wie immer gibt es auch hier Möglichkeiten der Vorbeugung. „Ich habe eine gelbe und fluoreszierende Weste, damit man gesehen wird, und eine gute Beleuchtung am Fahrrad, vorne und hinten“, sagt ein Verkehrsteilnehmer gegenüber dem Sender France 3. Andere, wie ein Team von France Télévisions am Donnerstagabend, den 27. Oktober, in Paris feststellte, sind allerdings in der einsetzenden Dunkelheit kaum zu sehen.

    Ähnliche Gefahren für Fußgänger und Rollerfahrer
    Für Fußgänger und Rollerfahrer sieht es ähnlich aus. Jedes Jahr steigen die Unfälle in den tagen und Wochen nach der Zeitumstellung zwischen Ende Oktober und November um durchschnittlich 42% an. Nachts sieht ein Autofahrer einen schwarz gekleideten Radfahrer erst aus 25 Metern Entfernung. Mit einer reflektierenden Weste erhöht sich der Sicherheitsabstand auf 125 Meter.

  • Urlaub: Strände in Frankreich sind voll … zu Allerheiligen!

    Urlaub: Strände in Frankreich sind voll … zu Allerheiligen!

    Unglaublich, aber wahr! Mitten in den Herbstferien mussten aufgrund des milden Wetters die Bademeister und Rettungsschwimmer wieder an die Strände Frankreichs. Viele Franzosen freuen sich auf Badeferien!

    Überfüllte Strände, dieses Ende Oktober fühlt sich in Biscarrosse (Landes) wie Juli an. Am Strand herrschen 26 °C und im Wasser 19 °C. Selbst bei bedecktem Himmel lassen es sich einige nicht nehmen, ins Wasser zu gehen, aber nicht ohne einen Anflug von Besorgnis. „Es ist schon beunruhigend, dass wir jetzt solche Temperaturen haben“, sagt ein Mann auf dem Sender France 2. Eine Frau fügt hinzu: „Das ist nicht normal!“

    Nicht unerhebliche Kosten für die Stadtverwaltung
    Die Urlauber sind gekommen, um zu genießen. Aber auch die Aufsicht ist wichtig. Raphaël Pouey, Rettungsschwimmer, und sein Team patrouillieren daher an den vier Stränden ihrer Stadt. „Jetzt sind wir von den Osterferien bis zu den Allerheiligenferien hier“. Die Überwachung der Strände muss angepasst werden. Da nun die Überwachung durch Rettungsschwimmer bis Allerheiligen ausgedehnt werden musste, rechnet die Stadtverwaltung mit spürbaren Mehrkosten. Angesichts der Besucherzahlen bereut man diese Investition jedoch nicht.

  • Herbstferien: An Allerheiligen sind die Campingplätze Frankreichs voll ausgelastet

    Herbstferien: An Allerheiligen sind die Campingplätze Frankreichs voll ausgelastet

    Der Herbst fühlt sich wie Somme an, mit ungewöhnlich hohen Temperaturen, die das Geschäft der Tourismusbranche beflügeln. In Agay im Departement Var ist der Campingplatz voll.

    Auf dem 4-Sterne-Campingplatz folgt eine Ankunft auf die andere. Eine Familie kommt, um die Schlüssel für ihren Bungalow abzuholen. „Wir sind gekommen, um am Meer zu laufen, wir lieben es zu wandern“, sagt eine Urlauberin aus Saint-Etienne (Loire) gegenüber France 2. Wie sie entschieden sich Dutzende von Touristen dafür, ein paar Tage im Var zu verbringen. Ein Paar kam mit seinen beiden Kindern aus Avignon (Vaucluse). „In den Allerheiligenferien ans Meer kommen zu können, ist wirklich toll“, schwärmt Emmanuelle.

    Insgesamt sind auf diesem Campingplatz etwa fünfzig Bungalows belegt. In den beiden Schwimmbädern der Anlage profitieren Eltern und Kinder von einem besonders angenehmen Wetter. Die außergewöhnlich milden Temperaturen sorgen für sehr hohe Besucherzahl in den Herbstferien. Ein Hauch von Indian Summer, der bis zum 6. November anhalten soll.

  • Verkehrswarnungen vor Ferienwochenende in Frankreich

    Verkehrswarnungen vor Ferienwochenende in Frankreich

    Der Verkehrswarndienst Bison Futé hat für Freitag eine Verkehrswarnung herausgegeben, da viele französischen Familien den Feiertag von Allerheiligen für ein langes Wochenende oder die Fahrt in die Herbstferien nutzen.

    Die Bison Futé hat für den Großraum Paris Île-de-France am Freitagnachmittag eine Reisewarnung der Stufe Rot – die zweithöchste Warnstufe – herausgegeben, insbesondere für Strecken außerhalb der Hauptstadt, da sie mit einem starken zusätzlichen Verkehrsaufkommen durch Familien rechnet, die den Allerheiligen-Feiertag am Dienstag für die Fahrt in ein langes Wochenende nutzen.

    Der Feiertag am 1. November ist eine der wenigen Gelegenheiten im Jahr 2022, ein viertägiges Wochenende zu schaffen, indem man einen Urlaubstag an einen gesetzlichen Feiertag anhängt. Auch die französischen Schulen haben ihre zweiwöchigen Herbstferien.

    Das für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Wetter wird viele Menschen dazu verleiten, am Wochenende einen Ausflug aufs Land oder ans Meer zu machen.

    „In der Region Ile-de-France wird der Verkehr sehr stark sein, insbesondere auf den Autobahnen A13, A10 und A6 sowie auf dem Boulevard Périphérique und der A86 ab Ende des Vormittags.

    „Der starke Verkehr wird bis zum Abend andauern, wobei zwischen 17 und 19 Uhr mit einer Spitze zu rechnen ist“, so Bison Futé in seiner Verkehrsprognose.

    In allen anderen Regionen Frankreichs wird am Freitag normaler Straßenverkehr erwartet. Für den Norden des Landes – Île-de-France, Bretagne, Normandie, Centre-Val-de-Loire und Hauts-de-France – hat die Straßenverkehrsbehörde für Samstag eine orangefarbene Reisewarnung herausgegeben, die auf ein höheres Verkehrsaufkommen als üblich hinweist, das zu stockendem Verkehr führen könnte.

    „Es wird erwartet, dass sich die Staus über den ganzen Tag verteilen werden, hauptsächlich zwischen 10 und 20 Uhr. Auf den Hauptstraßen der westlichen Zone, einschließlich der A10, A11 und A13, sowie in den großen Städten ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen“, so Bison Futé.

    Am Dienstag, dem 1. November, wurde der Verkehr in der Île-de-France in Richtung Paris als „orange“ eingestuft, da viele Urlauber nach dem langen Wochenende wieder nach Hause fahren.

    „Auf den Autobahnen A10, A6 und A13 ist ab Mitte des Nachmittags mit erheblichen Schwierigkeiten zu rechnen“, so Bison Futé. Die Autofahrer werden aufgefordert, ab 14 Uhr die Hauptverkehrsstraßen in der Region zu meiden.

  • Vor 50 Jahren startete der erste Airbus A300B in Toulouse zum Erfolg

    Vor 50 Jahren startete der erste Airbus A300B in Toulouse zum Erfolg

    Am 28. Oktober 1972 um 10.39 Uhr hob der erste Airbus der Geschichte, der A300 B, ab, um das erste Kapitel einer Erfolgsgeschichte zu schreiben. Fünfzig Jahre später ist der Konzern aus Toulouse vor Boeing die weltweite Nr. 1 in der zivilen Luftfahrt.

    Vor 50 Jahren machte Airbus seine Ambitionen öffentlich bekannt. Man wollte ein ziviles Transportflugzeug herstellen und verkaufen, um mit den Amerikanern zu konkurrieren. Es war der 28. Oktober 1972. In Saint-Martin-du-Touch, auf dem Gelände der Aérospatiale (damals hieß es noch nicht Airbus), herrschte Hochbetrieb. An diesem Tag trugen die Ingenieure und Direktoren Anzug und Krawatte…

    Sie waren gekommen, um dem Erstflug eines neuen Zivilflugzeugs beizuwohnen: dem Airbus A300 B, dem ersten einer Reihe von Flugzeugen, die sich als mehr äusserst erfolgreich erweisen sollten. Für die Inszenierung standen auf dem Rollfeld zwei Flugzeuge nebeneinander vor 2.000 Gästen, die aus ganz Europa angereist waren. Die majestätische Concorde, frisch aus der Fabrik, und das neugeborene Flugzeug, der A300 B, dessen Aerodynamik weniger anmutig erschien und die Massen zunächst garnicht begeisterte.

    In Amerika lachte man über das neue Flugzeug.
    Um 10.39 Uhr hob der A300 B mit dem Testpiloten Max Fischl und Bernard Zieggler, dem Leiter der Flugversuche, im Cockpit ab. das Flugzeug, das von dem deutsch-französischen Tandem Roger Béteille (Frankreich) und Felix Kracht (Deutschland) entwickelt wurde, sollte Europa auf dem Markt für zivile Luftfahrt weit voranbringen, der damals von drei Amerikanern beherrscht wurde: Boeing, Mc Donnell Douglas und Lockheed.

    In den USA machte man sich über die Ambition der Europäer lustig. Der kommerzielle Start des A300 B war in der Tat mehr als mühsam. Die Maschine konnte 250 Passagiere befördern, hatte jedoch nur eine geringe Reichweite: Sie konnte anfangs nur 2.200 km zurücklegen, was aber bald auf 5.500 km aufgestockt wurde.

    Mit dem A320 kam der Erfolg
    Um für den A300 zu werben, wurden 1973 und 1974 Verkaufstouren in den USA organisiert, doch der Auftragsbestand erreichte bis 1976 nur 33 Flugzeuge, die von Air France und Lufthansa gekauft wurden. Erst 1978 bestellte die amerikanische Eastern Airlines 23 Exemplare und öffnete damit die Türen zum amerikanischen Kontinent. Buchstäblich im letzten Moment, denn Airbus stand damals kurz vor dem Bankrott.

    Der A300 B ermöglichte es Airbus vor allem, das nötige Know-how zu erwerben, um 1988 den A320 auf den Markt zu bringen. Der brachte die bei der Concorde erprobte elektrische Flugsteuerung und reduzierte die Anzahl der Piloten im Cockpit von drei auf zwei. Er wurde zum Bestseller der Airbus-Familie. Mit seinen Derivaten und der neuen Version NEO, die 15% weniger Kerosin verbraucht, wurde der A320 mit über 17.000 Flugzeugen zum meistverkauften Flugzeug in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Er wird in Toulouse, Hamburg, Mobile in den USA und in Tianjin in China zusammengebaut – ein Symbol für die Internationalisierung von Airbus.

    Der Erfolg des A320 veranlasste Airbus dazu, eine „Familie“ von Flugzeugen zu entwickeln, die sich die gleichen Cockpits und die gleichen Regeln für das Fliegen teilen. Es folgten 1991 der vierstrahlige Langstreckenjet A340 und 1992 der zweistrahlige A330, der noch heute in der NEO-Version existiert. Mit stetig wachsenden Marktanteilen wollte Airbus das letzte Monopol von Boeing brechen: den Markt für sehr große Flugzeuge, der von der 747 dominiert wurde.

    So wurde 2005 der A380 auf den Markt gebracht. Der Riesenflieger wird zwar für seinen technologischen Vorsprung und seinen Komfort berühmt, doch mit nur 251 Bestellungen ist er kein kommerzieller Erfolg geworden. Seine Produktion wird 2021 wieder eingestellt. Airbus setzt nun auf seinen hochmodernen A350, um sich auf dem Markt für Langstreckenflugzeuge durchzusetzen.

    In den letzten 50 Jahren hat Airbus, das in Pariser Büros mit 30 Mitarbeitern begann, weltweit mehr als 55.000 Menschen beschäftigt, davon 25.000 in Toulouse, das zum internationalen Hauptsitz des Unternehmens wurde. Mit all seinen Geschäftsbereichen (Raumfahrt, Hubschrauber, Verteidigung) verzeichnet Airbus einen Umsatz von 52 Milliarden Euro und ist vor dem ewigen Rivalen Boeing zur weltweiten Nummer eins im Bereich der zivilen Luftfahrt aufgestiegen.

  • Emmanuel Macron glaubt an „ökologische Reindustrialisierung“

    Emmanuel Macron glaubt an „ökologische Reindustrialisierung“

    In einem Fernsehinterview am Mittwochabend erklärte Emmanuel Macron, er wolle „das Klima, die Industrie und die Energiesouveränität miteinander in Einklang bringen“. In seinem Interview in der Sendung „L’Evénement“ auf France 2 am Mittwoch, dem 26. Oktober, erklärte Emmanuel Macron gleich zu Beginn, er wolle „eine ökologische Nation vorbereiten“, wobei das Elektroauto im Mittelpunkt stehen werde. Hinsichtlich des Ziels, bis 2035 nur noch Elektroautos zuzulassen, wie es Brüssel vorschreibt, räumte der Staatschef ein, dass Frankreich in Verzug geraten ist. Er möchte erreichen, dass bis 2027, d. h. bis zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit, ein Drittel der französischen Autoflotte elektrifiziert ist. Um dies zu erreichen, gibt es noch wichtige Fragen, die beantwortet werden müssen. Da ist zunächst die Technologie, der kommerzielle Aspekt, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, und die Besteuerung. Dabei denkt man sofort an die Produktion von Elektrobatterien, die den Einsatz seltener Me…

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  • Auto: Betrügereien mit der Crit’air-Vignette

    Auto: Betrügereien mit der Crit’air-Vignette

    Die Crit’air-Vignette, die für Fahrten in bestimmten emissionsarmen Gebieten vorgeschrieben ist, ist inzwischen auch Gegenstand von Betrügereien geworden, um persönliche Daten und Bankdaten von Autobesitzern zu erhalten. Die Polizei ruft zur Wachsamkeit auf.

    Die Crit’air-Vignette, die französische Version der Umweltplakette ist in immer mehr französischen Städten Pflicht. Um sie zu erhalten, fallen manche Franzosen jedoch auf Betrüger herein. So wurde ein Mann um fast 40 Euro betrogen, um die Crit’air-Vignette zu bekommen, bevor er die Vignette vom Staat für 3,70 Euro bekam. Andere, die von einer gut gemachten Website getäuscht wurden, erhielten ihre Vignette nie.

    Betrügerische Websites
    Im Internet wimmelt es von Websites, auf denen die Crit’air-Vignette verkauft wird. Einige geben vor, ein Vermittlungsdienst zu sein, der mehrere Dutzend Euro kostet, andere verlangen ganz frech ein monatliches Abonnement. Seit einigen Tagen erhalten Franzosen auf ihrem Telefon eine SMS, die auf eine gefälschte Regierungsseite verweisen. In der Nachricht heißt es, dass die Vignette „unter Androhung von Bußgeldern innerhalb von 48 Stunden“ bestellt werden müsse. „Hier wird mit der Angst der Menschen gespielt, einen Strafzettel zu bekommen, um sie dazu zu bringen, Informationen herauszugeben und ihre Kreditkartennummer anzugeben“, erklärt Jean-Jacques Latour, Leiter der Abteilung Cybersicherheit bei cybermalveillance.gouv.fr auf dem Sender France 3. 

  • Benzinknappheit: In einigen Gebieten fehlt immer noch Treibstoff

    Benzinknappheit: In einigen Gebieten fehlt immer noch Treibstoff

    Die Lage an den Tankstellen hat sich am Dienstag, dem 25. Oktober, landesweit insgesamt verbessert. In einigen Departements herrscht aber weiterhin Treibstoffmangel – insbesondere in den Departements Nièvre und Puy-de-Dôme.

    Die Tankstelle in Imphy (Nièvre) wurde am Dienstag, dem 25. Oktober, endlich beliefert. „Wir haben zehn Tage lang darauf gewartet“, sagt die Betreiberin Stéphanie Maziarski gegenüber France 3 und ist erleichtert, dass ihre Kunden wieder tanken können. Allerdings sollte man besser mit einem Diesel unterwegs sein, Bleifrei 95 lässt immer noch auf sich warten. „Ich werde jeden Morgen angerufen oder Kunden kommen vorbei, um zu fragen, ob wir feste Liefertermine haben, aber leider haben wir keine“, bedauert Stephanie Maziarski.

    Ein Drittel der Tankstellen im Departement Nièvre geschlossen
    20 Kilometer weiter herrscht auch in Nevers (Nièvre) Erleichterung. „Ich habe im Internet geschaut und gesehen, dass es hier Benzin gibt“, sagt ein Autofahrer, der auf diese Tankfüllung angewiesen ist, um einkaufen fahren zu können. Im Departement Nièvre bleibt immer noch eine von drei Tankstellen geschlossen und bei der Hälfte fehlt mindestens ein Kraftstoff. das Departement Puy-de-Dôme ist ebenfalls betroffen und die Warteschlangen an den Tankstellen, an denen man Treibstoff bekommen kann, sind immer noch lang.

  • Elektroautos: In Frankreich soll in fünf Jahren eine der größten Lithiumminen Europas enstehen

    Elektroautos: In Frankreich soll in fünf Jahren eine der größten Lithiumminen Europas enstehen

    Der Konzern Imerys kündigte am Montag an, dass er bis 2027 eine Lithiumabbaustätte im Departement Allier in Betrieb nehmen werde. Diese Anlage, die die Elektroautoindustrie versorgen soll, soll „eine der größten“ in Europa werden.

    Eine wichtige Ankündigung für die Umstellung hin zum Elektroauto. Imerys enthüllte am Montag sein Projekt „Emili“, das bis 2027 die Eröffnung einer riesigen Lithiummine im Departement Allier ermöglichen soll. Die Investition in Höhe von einer Milliarde Euro zielt darauf ab, ein Lithiumvorkommen im Untergrund einer Kaolingrube in Beauvoir zu erschließen. Die „Konzentrationen und Mengen“ seien nach 18 Monaten Bohrungen und Studien als „sehr attraktiv“ eingestuft worden, erklärte die Firma in einer Pressemitteilung.

    Der Komplex, der einer der größten auf dem alten Kontinent sein wird, „dürfte eine nachhaltige und wettbewerbsfähige inländische Versorgungsquelle für die französischen und europäischen Automobilhersteller darstellen und einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen des Energiewandels leisten„, betonte der Generaldirektor von Imerys, Alessandro Dazza. Im Detail: „Nach ersten Schätzungen wird das Projekt eine Produktion von 34.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr über einen Zeitraum von mindestens 25 Jahren ermöglichen“, so die französische Firma. Und: „Es wäre dann eines der größten Projekte zur Lithiumgewinnung in der Europäischen Union und könnte, sobald es voll funktionsfähig ist, etwa 700.000 Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien ausstatten“.

    Bereits seit den 1960er Jahren hat das Bureau de Recherches Géologiques et Minières (BRGM) das Vorkommen von Lithium in dieser Region in Zentralfrankreich identifiziert. Imerys hat den möglichen Ertrag dieses Standorts und seine potenzielle wirtschaftliche Rentabilität jetzt bestätigt. Mit der Fertigstellung des Mammutprojekts verspricht Imerys auch die Schaffung von „1000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen in der Region Auvergne-Rhône-Alpes“, die sich auf zwei Standorte verteilen werden. Der erste wird die Mine für den unterirdischen Abbau des Lithiums sein und der zweite ist eine Anlage zur Reinigung der Mineralien und zur Verarbeitung zu Lithiumhydroxid, die weniger als 100 Kilometer von der Mine entfernt liegen und mit ihr per Bahn verbunden sein wird.

    Die Eröffnung der Mine soll es Frankreich ermöglichen, sowohl auf wirtschaftliche als auch auf ökologische Herausforderungen zu reagieren. Denn das „weiße Gold“ ist einer der wichtigsten Bestandteile der Batterien von Elektroautos. Seine Wichtigkeit wurde von der Europäischen Kommission für das Jahr 2020 als „kritisch“ eingestuft. Elektrofahrzeuge sollen mittelfristig Autos mit Verbrennungsmotor ersetzen. Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 auf Autos mit Verbrennungsmotor zu verzichten, um die Treibhausgasemissionen nachhaltig zu senken.

    In den europäischen Ländern herrscht jedoch ein akuter Mangel an kritischen Rohstoffen wie Lithium, das hauptsächlich im Ausland in Tagebauminen gewonnen wird. „Für die Batterie eines Elektroautos wären wir in der Lage, bis zu 700 Kilogramm CO2-Emissionen einzusparen, wenn wir europäisches Lithium anstelle des importierten hätten“, erklärte Jean-Philippe Bahuaut, Vizepräsident für Strategie und Umwelt bei Renault, im vergangenen Juni auf Anfrage des französischen Fernsehsenders TF1. Folglich werden wir mit der Ausbeutung dieses Lithiumvorkommens „Europa bei der Dekarbonisierung helfen“, fasst Alessandro Dazza von Imerys zusammen.

    Die Regierung begrüßte am Montag die Ankündigung. „Dieses Projekt, das in Bezug auf Umwelt und Klima beispielhaft ist, wird unseren Bedarf an Lithiumimporten drastisch reduzieren“, freute sich Wirtschaftsminister Bruno Le Maire.

  • Benzinpreise: Nach zweiwöchigem Anstieg sinken die Preise an den Zapfsäulen wieder

    Benzinpreise: Nach zweiwöchigem Anstieg sinken die Preise an den Zapfsäulen wieder

    Nach den letzten Zahlen des Ministeriums für den ökologischen Übergang sind die Preise für Kraftstoffe im Straßenverkehr in der vergangenen Woche im Durchschnitt wieder gesunken.

    Nach einem starken Anstieg in der Vorwoche sind die Preise für Kraftstoffe in der vergangenen Woche im Durchschnitt wieder gesunken, wie aus Zahlen des Ministeriums für den ökologischen Übergang hervorgeht. So wurde der Liter SP95 im Durchschnitt mit 1,632 Euro verkauft, gegenüber 1,6665 Euro sieben Tage zuvor. Der Liter Dieselkraftstoff blieb allerdings auf einem hohen Niveau: 1,905 Euro pro Liter im Durchschnitt, gegenüber 1,921 in der Vorwoche.

    Landesweit fehlte an rund 20,9% der Tankstellen noch immer mindestens eine Kraftstoffart. Diese Berechnungen wurden auf der Grundlage von Daten durchgeführt, die um 9.45 Uhr am Montag, dem 24. Oktober, auf der Website prix-carburants.gouv.fr verfügbar waren und rund 9.300 Verkaufsstellen umfassten.

    Die Durchschnittswerte verdecken jedoch die unterschiedlichen Realitäten vor Ort: In 58,3% der Tankstellen im Departement Puy-de-Dôme und in 55,1% der Tankstellen im Departement Ain fehlte mindestens ein Kraftstoff. Im Departement Indre-et-Loire lag der Anteil bei 51%, in Seine-Saint-Denis bei 49,4 % und im Departement Nièvre bei 48,3%.