Kategorie: Afrika

  • Erschütternde Festnahme einer Anwältin in Tunesien live im Fernsehen

    Erschütternde Festnahme einer Anwältin in Tunesien live im Fernsehen

    In einem dramatischen Vorfall, der live von France 24 übertragen wurde, stürmten tunesische Sicherheitskräfte am Samstagabend das Anwaltsgebäude in Tunis und verhafteten die Anwältin und Kolumnistin Sonia Dahmani. Die Festnahme erfolgte nachdem sie sich kritisch über die politische Situation in Tunesien geäußert hatte. Dieser Vorfall löste eine Welle der Empörung aus, sowohl lokal als auch international.

    Direkte Übertragung unterbrochen
    Während des Vorfalls befanden sich Journalisten von France 24 vor Ort, um über eine Unterstützungsveranstaltung für die Anwältin zu berichten. Die Situation eskalierte, als maskierte Polizisten das Kamerateam angriffen, die Kamera gewaltsam vom Stativ rissen und die Live-Übertragung abrupt beendeten. Der Kameramann wurde kurzzeitig festgenommen, während die Korrespondentin von France 24 blieb auf freiem Fuß.

    Gewaltsames Vorgehen gegen die Pressefreiheit
    France 24 verurteilte in einem offiziellen Statement das gewaltsame Vorgehen und die Einschüchterung durch die Sicherheitskräfte, die damit die Freiheit der Presse massiv einschränkten. Diese Aktionen stellten einen gravierenden Eingriff in die journalistische Arbeit dar, da die Medienvertreter lediglich eine Aktion für Gerechtigkeit und freie Meinungsäußerung abdecken wollten.

    Umstrittene Anklagen
    Sonia Dahmani sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Sie wird unter anderem beschuldigt, „falsche Informationen mit dem Ziel, die öffentliche Sicherheit zu gefährden“ verbreitet und zu „Hassreden“ angestiftet zu haben. Diese Anklagen basieren auf dem Dekret-Gesetz Nr. 54, das im September 2022 vom tunesischen Präsident Kais Saied erlassen wurde. Das Gesetz sieht Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vor für Personen, die Informationsnetzwerke nutzen, um Nachrichten zu verbreiten, die die Sicherheit oder die Rechte anderer gefährden könnten.

    Breitere Repressionen
    Die Festnahme von Dahmani ist Teil einer größeren Welle der Unterdrückung in Tunesien, bei der in den letzten anderthalb Jahren mehr als 60 Personen, darunter Journalisten, Anwälte und Oppositionelle, auf der Grundlage dieses Gesetzes verfolgt wurden. Diese Entwicklungen werfen ernsthafte Fragen über die Richtung der tunesischen Demokratie und die Sicherheit von Rechtsstaatlichkeit im Land auf.

    Diese Ereignisse stellen einen besorgniserregenden Trend dar, der die internationale Gemeinschaft alarmiert und die Notwendigkeit einer starken und einheitlichen Antwort auf die Unterdrückung von Meinungsfreiheit und rechtsstaatlichen Prinzipien unterstreicht.

  • Cholera-Ausbruch in Mayotte: Ein kritischer Gesundheitsnotstand

    Cholera-Ausbruch in Mayotte: Ein kritischer Gesundheitsnotstand

    Auf der Insel Mayotte, einem französischen Überseegebiet, verschärft sich die Lage durch einen anhaltenden Cholera-Ausbruch. Seit Mitte März wurden insgesamt 26 Fälle bestätigt, was zu erheblichen gesundheitlichen und logistischen Herausforderungen führt. Hier sind die wichtigsten Informationen zur aktuellen Situation und den ergriffenen Maßnahmen.

    Der erste Fall und die rasche Ausbreitung

    Der erste Cholerafall wurde am 19. März bei einer Person festgestellt, die von den Komoren kam, einem Archipel, der bereits seit Anfang des Jahres von einer Epidemie betroffen ist. Cholera, eine akute Durchfallerkrankung, wird durch Bakterien übertragen, typischerweise durch kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel. Die Krankheit kann innerhalb weniger Stunden tödlich sein, wie die vier Todesfälle am 10. April auf der Insel Anjouan auf den Komoren zeigten. Glücklicherweise konnte der erste Fall auf Mayotte rechtzeitig behandelt werden, ohne langfristige Folgen für den Patienten.

    Maßnahmen gegen die Ausbreitung

    Als Reaktion auf die steigende Fallzahl hat die regionale Gesundheitsbehörde ARS zusammen mit der Präfektur und dem Krankenhaus von Mayotte eine zweite Cholera-Einheit eingerichtet und die Interventionen vor Ort verstärkt. Ein neues Screening- und Beratungszentrum wurde errichtet, um die Erkennung neuer Fälle zu beschleunigen und eine rasche Behandlung zu gewährleisten. Die schnelle Diagnostik mittels Antigentests und nachfolgender PCR-Tests ist entscheidend, um die Verbreitung der Krankheit zu kontrollieren.

    Impfkampagnen und öffentliche Gesundheitsmaßnahmen

    Um die Epidemie einzudämmen, werden vor Ort Impfkampagnen durchgeführt. Zudem sind Gesundheitsteams unterwegs, um Aufklärungsarbeit zu leisten und die Bevölkerung zu den Impf- und Testmöglichkeiten zu führen. Der Mangel an sauberem Trinkwasser bleibt ein kritisches Problem, da es die Hauptursache für die Ausbreitung der Cholera ist. Der Abgeordnete Mansour Kamardine hat deshalb eine allgemeine Impfstrategie gefordert, die besonders Kinder und vulnerable Gruppen einschließt.

    Personelle Engpässe und medizinische Versorgung

    Die medizinische Versorgung auf Mayotte steht unter erheblichem Druck. Das Krankenhaus von Mayotte musste aufgrund der Überlastung bereits eine zweite Cholera-Station eröffnen und hat gleichzeitig andere medizinische Einrichtungen geschlossen, um die Ressourcen auf die Cholera-Behandlung zu konzentrieren. Ein Mangel an medizinischem Personal verschärft die Lage weiter. Es werden dringend zusätzliche Gesundheitsfachkräfte benötigt, um die Krise zu bewältigen. Eine erste Gruppe von Fachkräften aus dem französischen Mutterland wird erwartet, und es wird von den örtlichen Behörden dringend um weitere Unterstützung gebeten.

    Fazit

    Die Situation in Mayotte erfordert dringende Aufmerksamkeit und umfassende Maßnahmen, um die Cholera-Epidemie zu kontrollieren und die öffentliche Gesundheit zu schützen. Während die Behörden mit verstärkten Maßnahmen und Unterstützung aus dem Mutterland reagieren, bleibt die schnelle und effektive Umsetzung dieser Maßnahmen entscheidend, um weitere Verluste zu verhindern und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

  • Unwetter in Dubai: Ein seltenes Naturereignis bringt Chaos

    Unwetter in Dubai: Ein seltenes Naturereignis bringt Chaos

    Stellen Sie sich vor, Sie leben in einer Region, die bekannt dafür ist, eines der trockensten Gebiete der Welt zu sein, und plötzlich fallen innerhalb von 24 Stunden Regenmengen, die normalerweise über zwei Jahre verteilt niedergehen. Genau das ist kürzlich in Dubai passiert. Die Stadt sah sich mit einer seltenen und gewaltigen Sturmsituation konfrontiert, die für erhebliches Chaos sorgte.

    Die Wucht der Natur machte vor nichts Halt: Der Betrieb am Flughafen kam zum Erliegen, Einkaufszentren wurden überflutet, Straßen standen unter Wasser und selbst eine Metrostation wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Bilder, die durch Nachrichtensender und soziale Netzwerke gingen, zeigten ein Bild des Chaos in Dubai.

    Aber warum traf es gerade diese Region so hart?

    Experten vermuten den Klimawandel als eine treibende Kraft hinter diesen ungewöhnlich starken Regenfällen. Friederike Otto vom Grantham Institute behauptet, es sei „sehr wahrscheinlich, dass die tödlichen und zerstörerischen Regenfälle in Oman und Dubai durch den vom Menschen verursachten Klimawandel verstärkt wurden“. Die Ereignisse dieser Woche scheinen diese Theorie zu bestätigen, da die Regierungen der Vereinigten Arabischen Emirate und Omans bereits gewarnt hatten, dass der Klimawandel zu häufigeren und intensiveren Überschwemmungen führen könnte.

    Wie geht es weiter?

    Infolge der Unwetter wurden Schulen geschlossen und die Behörden haben die Bevölkerung aufgerufen, größte Vorsicht walten zu lassen und sich von überfluteten Gebieten fernzuhalten. Weitere starke Regenfälle sind prognostiziert, und es bleibt zu hoffen, dass weitere Schäden vermieden werden können.

    Was bedeutet das für die Zukunft?

    Diese Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die Dringlichkeit, Klimaschutzmaßnahmen zu intensivieren und besser auf extreme Wetterereignisse vorbereitet zu sein. Es zeigt auch, dass keine Region – selbst die traditionell trockenen – vor den Auswirkungen des globalen Klimawandels sicher ist.

    In Oman hat die Tragödie bereits ihren Tribut gefordert: Mindestens 18 Menschen starben durch die Fluten. Es ist eine ernüchternde Erinnerung daran, dass die Natur immer noch die Oberhand hat, und es unterstreicht die Notwendigkeit, umgehend zu handeln, um zukünftige Katastrophen zu vermeiden.

    Wie können wir uns besser schützen und anpassen, um solche extremen Ereignisse in der Zukunft zu mildern? Diese Frage bleibt entscheidend für die Sicherheit und das Wohlergehen von Millionen von Menschen weltweit.

  • Auf der Suche nach der Wahrheit: Neue Klage im Fall der ermordeten französischen Soldaten in Ruanda

    Auf der Suche nach der Wahrheit: Neue Klage im Fall der ermordeten französischen Soldaten in Ruanda

    Im Schatten des ruandischen Genozids liegt ein ungelöstes Rätsel – der Tod zweier französischer Soldaten und der Ehefrau eines von ihnen. Jetzt, dreißig Jahre später, soll eine neue Klage Licht ins Dunkel dieser tragischen Ereignisse bringen.

    Im April 1994, in den Wirren nach Beginn des ruandischen Genozids, verloren René Maïer, Alain Didot und dessen Ehefrau Gilda ihr Leben unter mysteriösen Umständen. Eine französische NGO, zusammen mit Familienangehörigen, fordert nun Aufklärung – eine Klage gegen Unbekannt wegen Kriegsverbrechen, vorsätzlichem Mord und Urkundenfälschung wurde eingereicht.

    Warum bleiben diese Tode nach so vielen Jahren ein Rätsel?

    Diese Frage führt uns zurück zum Kern der Tragödie: Zum Genozid an den Tutsi, der Ruanda 1994 ins Chaos stürzte und mehr als 800.000 Menschenleben forderte. Die französischen Soldaten und Gilda Didot könnten Zeugen eines entscheidenden Moments gewesen sein – des Attentats auf das Flugzeug des ruandischen Präsidenten Juvénal Habyarimana am 6. April, welches als Auslöser des Genozids gilt.

    Doch wie konnte es sein, dass nach dem Tod der Drei keine Autopsie durchgeführt und keine Untersuchung eingeleitet wurde? Warum variieren die Todesursachen auf den acht ausgestellten Totenscheinen? Fragen über Fragen, die auf Antworten warten.

    In den frühen 90er Jahren unterstützte Frankreich den Hutu-Präsidenten Habyarimana gegen die Tutsi-geführte Rebellenbewegung, der Rwandan Patriotic Front. Die französischen Soldaten Maïer und Didot waren Teil dieser Mission, Didot sogar mit einer zentralen und sensiblen Rolle – er installierte eine Funkstation in seinem Zuhause in Kigali.

    Die jetzt eingereichte Klagschrift deutet darauf hin, dass die Synchronizität ihres Todes mit dem Flugzeugattentat und eine Notiz des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE darauf hindeuten könnten, dass sie beseitigt wurden, weil sie Zeugen dieses Attentats waren.

    Es ist ein Puzzle, das nach Jahrzehnten endlich zusammengesetzt werden soll. Die Anwälte der Kläger, Hector Bernardini und Jean Simon, hoffen, dass diese neue Untersuchung nicht nur die Umstände um den Tod der drei Franzosen klären, sondern auch Licht auf Frankreichs mögliche Verwicklung in das Attentat werfen wird.

    In einem wahren Ozean von Fragen, in dem die Wahrheit seit drei Jahrzehnten unter der Oberfläche verborgen liegt, könnte diese Klage die Welle sein, die nötig ist, um die Antworten an Land zu bringen. Wird die französische Justiz endlich die Dunkelheit lichten, die über diesem Fall liegt? Nur die Zeit wird es zeigen.

  • Drogenschmuggel: Französische Marine beschlagnaht 10 Tonnen Kokain im Golf von Guinea

    Drogenschmuggel: Französische Marine beschlagnaht 10 Tonnen Kokain im Golf von Guinea

    Rekordfund im Golf von Guinea: Französische Marine beschlagnahmt zehn Tonnen Kokain

    Die französische Marine hat in einer beispiellosen Operation zehn Tonnen Kokain beschlagnahmt, die auf einem Fischerboot aus Brasilien im Golf von Guinea transportiert wurden. Dies stellt einen Rekord für Frankreich dar und unterstreicht die entscheidende Rolle des Landes im globalen Kampf gegen den Drogenhandel.

    Die Operation wurde auf Grundlage von Informationen durchgeführt, die von der Nationalen Direktion für Nachrichtendienste und Zolluntersuchungen (DNRED), dem Büro gegen Drogendelikte (OFAST) der Justizpolizei und amerikanischen Diensten bereitgestellt wurden. Eine Fregatte der französischen Marine untersuchte das Boot und fand an Bord Kokain im Wert von schätzungsweise 695 Millionen Euro. Die Drogen wurden beschlagnahmt und sollen vernichtet werden.

    Diese Maßnahme spiegelt die ausgezeichnete internationale Zusammenarbeit wider, die von der Präfektur des Atlantiks und dem Staatsanwalt der Republik Brest geleitet wurde. Es demonstriert die Effektivität des französischen Staates auf See im Rahmen des Schutzes der Außengrenzen und der Bekämpfung der organisierten Kriminalität.

    Dieser Fund folgt auf eine ähnliche Aktion vom 6. Dezember 2023, bei der mehr als fünf Tonnen Kokain mit einem geschätzten Wert von etwa 330 Millionen Euro beschlagnahmt wurden. Solche Erfolge sind von entscheidender Bedeutung, um den internationalen Drogenhandel einzudämmen und die damit verbundenen kriminellen Aktivitäten zu bekämpfen.

    Die Operationen der französischen Marine im Golf von Guinea sind ein wichtiges Signal an Drogenschmuggler weltweit und bekräftigen Frankreichs Engagement, die internationale Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten.

  • Französische Staatsdienste von beispiellos intensiven Cyberangriffen betroffen

    Französische Staatsdienste von beispiellos intensiven Cyberangriffen betroffen

    Innerhalb der letzten 48 Stunden wurden mehrere Dienste des französischen Staates von heftigen Cyberangriffen heimgesucht, die nach Angaben von Matignon (dem Amtssitz des französischen Premierministers) eine bisher unerreichte Intensität aufweisen. Trotz dieser beispiellosen Angriffswelle konnte deren Auswirkung jedoch minimiert werden; der Zugang zu allen staatlichen Websites wurde wiederhergestellt. Unter den Hackergruppen, die diese Angriffe für sich beanspruchen, befindet sich Anonymous Sudan, eine Gruppe, die Russland unterstützt und islamistischen Ideen zugetan ist.

    Obwohl die Auswirkungen der Cyberangriffe begrenzt blieben, stellt die Intensität der seit Sonntag gegen mehrere Staatsdienste gerichteten Angriffe ein Novum dar. Die Wiederherstellung des Zugangs zu den betroffenen staatlichen Websites markiert einen ersten Erfolg in der Bekämpfung dieser digitalen Bedrohungen. „Seit gestern Abend (Sonntag) sind mehrere Staatsdienste Ziel von Cyberangriffen geworden, deren technische Methoden klassisch, deren Intensität jedoch beispiellos ist“, erklärte das Büro des französischen Premierministers. Besonders betroffen ist unter anderem das Arbeitsministerium, wie eine interne Quelle berichtet.

    Verschiedene Hackergruppen haben sich auf der Plattform Telegram zu diesen Angriffen bekannt. Unter ihnen befindet sich Anonymous Sudan, eine Gruppe, die sowohl Russland als auch verschiedene islamistische Gruppen unterstützt. Die Hacker sprechen von einer „massiven Cyberattacke“, die insbesondere die Ministerien für Wirtschaft, Kultur, ökologischen Übergang, den Dienst des Premierministers sowie die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) ins Visier genommen hat.

    Die Verantwortung von Anonymous Sudan wird als „glaubwürdig“ eingestuft. Als Reaktion auf die Angriffe wurde bereits am Sonntagabend eine Krisenzelle aktiviert, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen und die Kontinuität der staatlichen französischen IT-Dienste zu gewährleisten. „Bislang konnten die Auswirkungen dieser Angriffe für die meisten Dienste minimiert und der Zugang zu den Staatswebsites komplett wiederhergestellt werden“, heißt es aus Matignon.

    Die für die digitale Verwaltung zuständigen Teams der DINUM (interministerielle Direktion für Digitalisierung) und der ANSSI (nationale Agentur für die Sicherheit von Informationssystemen) setzen ihre Filter- und Sicherheitsmaßnahmen fort, bis die Angriffe vollständig abgewehrt sind.

    Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Paris diesen Sommer und der Europawahlen am 9. Juni warnte der Generalsekretär für Verteidigung und nationale Sicherheit (SGDSN), Stéphane Bouillon, bereits am 6. März vor erheblichen Risiken und ausländischen Manipulationen. Eine Sensibilisierungssitzung für alle französischen politischen Parteien, die an den Europawahlen teilnehmen, ist für den 29. März geplant. Ziel ist es, das Bewusstsein für sogenannte Hybridbedrohungen zu schärfen und die Risiken von Cyberangriffen, Informationsmanipulation und ausländischen Einmischungen zu diskutieren.

    Auch der französische Verteidigungsminister Sébastien Lecornu hatte am 20. Februar zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen, um den russischen Bedrohungen durch Sabotage und Cyberangriffe, die insbesondere sein Ministerium betreffen, entgegenzuwirken, wie aus einem internen Bericht hervorgeht, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

  • Französischer Drogenboss in Marokko festgenommen

    Französischer Drogenboss in Marokko festgenommen

    In einer bemerkenswerten Operation wurde Félix Bingui, der mutmaßliche Anführer des mächtigen Yoda-Clans, der für einen Großteil des Drogenhandels in Marseille verantwortlich ist, in Casablanca, Marokko, festgenommen. Bingui, auch bekannt als „der Kater“, 33 Jahre alt, war Ziel eines Interpol-Haftbefehls auf Antrag Frankreichs. Die marokkanischen Behörden haben in enger Zusammenarbeit mit der französischen Nationalen Fahndungsbrigade gearbeitet, um Bingui zu lokalisieren und festzunehmen. Seine baldige Auslieferung nach Frankreich wird erwartet.

    Die Festnahme Binguis stellt einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen den Drogenhandel in Marseille dar. Sie ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit zwischen marokkanischen und französischen Behörden, einschließlich des französischen Anti-Drogen-Büros, der zentralen Kriminalpolizei und der Kriminalpolizei von Marseille. Der französische Innenminister Gérald Darmanin und der Bürgermeister von Marseille, Benoît Payan, haben die Bedeutung dieser Operation hervorgehoben und betont, dass die Bekämpfung der Drogenkriminalität an der Spitze ihrer Prioritäten steht.

    Die Rivalität zwischen dem Yoda-Clan und der DZ Mafia ist für einen erheblichen Teil der Gewalt in Marseille verantwortlich. Im Jahr 2023 waren etwa 70% der organisierten Bandenhomicide und Mordversuche in der Stadt auf diesen Konflikt zurückzuführen, wobei im August ein besonders starker Anstieg zu verzeichnen war. Diese Feindseligkeiten haben bereits zu zahlreichen Opfern geführt, darunter auch nahe Verwandte Binguis.

    Insgesamt unterstreicht die Festnahme von Félix Bingui die grenzüberschreitende Natur des Drogenhandels und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit, um führende Köpfe solcher kriminellen Netzwerke zur Verantwortung zu ziehen.

  • Französische Marine beschlagnahmt im Golf von Guinea mehr als fünf Tonnen Kokain

    Französische Marine beschlagnahmt im Golf von Guinea mehr als fünf Tonnen Kokain

    Bei der in der vergangenen Woche durchgeführten Operation wurden mehrere Personen festgenommen. Die von der Marine beschlagnahmten Drogen wurden vor der afrikanischen Küste auf das französische Marineschiff umgeladen.

    Eine spektakuläre Operation mit einer beeindruckenden Bilanz. Mehr als fünf Tonnen Kokain wurden am 6. Dezember von der französischen Marine an Bord eines Bootes vor der afrikanischen Küste im Golf von Guinea beschlagnahmt, wie die Meerespräfektur des Atlantiks am Dienstag, dem 12. Dezember, in einer Pressemitteilung bekannt gab.

    Die Beschlagnahmung von 5.132 Kilogramm Kokain im Wert von rund 330 Millionen Euro erfolgte an Bord eines „15 Meter langen Festrumpfschlauchbootes vom Typ ‚go fast’“. Im Anschluss an diese im Rahmen der Mission „Corymbe“ durchgeführte Operation wurden die Betäubungsmittel auf das Hochseepatrouillenboot der französischen Marine „zur Vernichtung“ umgeladen. Die Nationalität der festgenommenen Personen wurde von der Seepräfektur nicht angegeben. Diese Mission führte zur Festnahme der „vier mutmaßlichen Drogenhändler durch die Behörden der Kapverden“.

    Diese ungewöhnliche Aktion wurde vom französischen Amt für Betäubungsmittel (Office français anti-stupéfiants, Ofast) und der Nationalen Direktion für Zollermittlungen (Direction nationale du renseignement des enquêtes douanières, DNRED) veranlasst. Die Aktion erfolgte auf der Basis von Informationen, die vom Centre opérationnel d’analyse du renseignement maritime, einer internationalen Agentur mit Sitz in Lissabon (Portugal), die für die Bekämpfung des illegalen Drogenhandels zuständig ist, und von der Drug Enforcement Administration (DEA), der US-Bundesbehörde zur Bekämpfung des Drogenhandels, übermittelt wurden.

  • Französische Fregatte schießt im Roten Meer zwei Drohnen aus dem Jemen ab

    Französische Fregatte schießt im Roten Meer zwei Drohnen aus dem Jemen ab

    Zwei aus dem Jemen kommende Drohnen wurden von einer französischen Fregatte abgeschossen, die im Roten Meer patrouilliert. Es handelte sich möglicherweise um einen Angriff im Rahmen des bewaffneten Konflikts zwischen Israel und der Hamas. Eine französische Fregatte, die im Roten Meer patrouilliert, schoss in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwei Drohnen ab, die aus dem Norden des Jemen kamen. Der Norden des Jemen ist ein Gebiet unter der Kontrolle der Houthi-Rebellen, die damit drohen, den Verkehr auf diesem strategischen Seeweg im Rahmen des Konflikts zwischen Israel und der Hamas zu stören. Der Generalstab der Streitkräfte gab in einer Erklärung an, dass die im Roten Meer operierende Marinefregatte Languedoc die Drohnen, die direkt auf sie zuflogen, abgeschossen habe. „Das Abfangen und die Zerstörung dieser beiden charakterisierten Bedrohungen“ erfolgte in der Nacht von Samstag auf Sonntag etwa 110 Kilometer vor der jemenitischen Küste auf der Höhe von Hodeida, einer Hafenstadt im N…

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  • Krise in Niger: Französische Armee beginnt ihren Rückzug innerhalb einer Woche

    Krise in Niger: Französische Armee beginnt ihren Rückzug innerhalb einer Woche

    Die in Niger stationierten französischen Truppen werden „innerhalb einer Woche“ ihren Abzug aus dem Land beginnen, wie der Generalstab der französischen Streitkräfte am Donnerstag, dem 5. Oktober, mitteilte. „Wir werden die Abzugsoperation innerhalb einer Woche in guter Ordnung, in Sicherheit und in Abstimmung mit den Nigrern beginnen“, erklärte heute der Generalstab der französischen Armee. Die in Niger stationierten französischen Truppen werden somit ihren Abzug aus dem Land einleiten. Die Beziehungen zu dem aus dem Staatsstreich vom 26. Juli hervorgegangenen Militärregime sind nach wie vor angespannt, wie der Generalstab der Streitkräfte am Donnerstag betonte. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am 24. September das Ende der militärischen Zusammenarbeit mit Niger und den schrittweisen Abzug der 1.400 französischen Soldaten aus dem Sahelland „bis Ende des Jahres“ angekündigt und damit dem Willen der neuen nigrischen Machthaber entsprochen, die den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum gestürzt und alle Verteidigungsabkommen zwischen Niamey und Paris aufgekündigt hatten. „Wir werden tun, was geplant ist, es wird entsprechend der Planung ablaufen“. Etwa 1.000 französische Soldaten und Kampfflugzeuge sind auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt in Niamey und etwa 400 in Ouallam und Ayorou, im Nordwesten des Landes im sogenannten „Dreiländereck“ zwischen Niger, Burkina Faso und Mali eingesetzt. Die Gegend gilt als ein Zufluchtsort der Gruppe Islamischer Staat (IS). Die auf den vorgeschobenen Stützpunkten eingesetzten Soldaten sollen die ersten sein, die sich aus dem Einsatz zurückziehen. „Wir treffen Vorkehrungen, um die Sicherheit aller an dem Rückzug beteiligten Personen zu gewährleisten“, erklärte der französische Generalstab, insbesondere auf der Straße, die die vorgeschobenen Stützpunkte mit der Hauptstadt verbindet, was vor dem Hintergrund der Verschlechterung der Sicherheitslage im Land nach mehreren Angriffen mit Dutzenden von Todesopfern Luftunterstützung erfordern könnte. Für die Soldaten bedeutet dieser von der Junta verlangte Abzug das Ende einer seit zwei Monaten unsicheren Situation mit unregelmäßiger Versorgung und regelmäßigen antifranzösischen Demonstrationen vor ihren Kasernen in Niamey. Dort beherbergt das französische Gelände innerhalb einer nigrischen Liegenschaft Hunderte von Büros in Fertigbauweise, modulare Hangars und Unterkünfte für Flugzeuge, Zelte, Pilotenkabinen für Drohnen, Bulldozer der Pioniertruppe, und so weiter. Auf Ersuchen der früheren nigrischen Regierung hatte Frankreich seine Präsenz in der Hauptstadt mit Panzern und Hubschraubern ausgebaut, dazu kamen fünf Reaper-Drohnen und mindestens drei Kampfflugzeuge. Die Soldaten haben für den Rückzug keine andere Wahl, als den Landweg zu benutzen, entweder über Benin — eine Option, die das nigrische Militärregime allerdings ablehnt — oder in den Tschad, was dann bedeuten würde, dass die nach Frankreich zurückkehrenden Container über den Hafen von Douala in Kamerun transportiert werden müssten. Die Option einer Luftbrücke scheint derzeit nicht zu bestehen, da die nigrischen Militärmachthaber bis auf weiteres den Überflug französischer Flugzeuge über ihr Territorium verbieten.