Kategorie: Paris, Ile de France

  • Potage à la Reine: Die Geschichte eines königlichen Eintopfs und sein Rezept

    Potage à la Reine: Die Geschichte eines königlichen Eintopfs und sein Rezept

    Potage à la Reine, auf Deutsch „Suppe der Königin“, ist ein geschichtsträchtiges Gericht, das einst am Hof von Versailles sehr geschätzt wurde. Diese cremige Suppe aus Hühnchen und Mandeln war ein Favorit von Königinnen und Königen, die feine, doch nahrhafte Speisen genossen. Schon der Name deutet darauf hin, dass dieses Gericht zu Ehren einer Königin […]

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  • „La Belle et la Bête“ im Grand Hôtel des Rêves in Paris: Ein Märchen, das zum Leben erwacht

    „La Belle et la Bête“ im Grand Hôtel des Rêves in Paris: Ein Märchen, das zum Leben erwacht

    Wer hätte gedacht, dass ein Besuch im Grand Hôtel des Rêves im Herzen von Paris uns mitten in die magische Geschichte von „Die Schöne und das Biest“ entführt? Dieses immersive Theatererlebnis findet im vollständig renovierten Hôtel Le Brun statt, einem Juwel des 17. Jahrhunderts, das einst dem berüh…

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  • Auf den Spuren des Cyrano de Bergerac – Ein außergewöhnliches Leben zwischen Realität und Fiktion

    Auf den Spuren des Cyrano de Bergerac – Ein außergewöhnliches Leben zwischen Realität und Fiktion

    Wer den Namen „Cyrano de Bergerac“ hört, denkt meist unwillkürlich an den berühmten Bühnenhelden mit der übergroßen Nase, der trotz seines scharfen Verstandes und seines großen Herzens im Schatten seiner eigenen Unsicherheiten steht. Diese legendäre Figur wurde 1897 von Edmond Rostand in seinem Stüc…

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  • Gérard Depardieu: Prozess ohne den Schauspieler – Anwalt beantragt Vertagung

    Gérard Depardieu: Prozess ohne den Schauspieler – Anwalt beantragt Vertagung

    Am Montag, den 28. Oktober 2024, sollte der bekannte französische Schauspieler Gérard Depardieu vor Gericht erscheinen – wegen der Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen ihn. Doch sein Anwalt, Jérémie Assous, ließ auf dem Sender franceinfo verlauten, dass Depardieu aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein wird. „Gérard Depardieu ist extrem mitgenommen, und leider verbieten ihm seine Ärzte, vor Gericht zu erscheinen“, erklärte Assous.

    Ursprünglich war geplant, dass Depardieu um 13:30 Uhr in der 10. Kammer des Pariser Strafgerichts vor Gericht erscheint, um sich den Anschuldigungen zu stellen, die zwei Frauen gegen ihn erhoben haben. Diese Vorfälle sollen sich im Rahmen eines Filmdrehs im Jahr 2021 ereignet haben. Doch der Schauspieler hofft nun auf eine Verschiebung des Termins. „Es ist ihm sehr wichtig, selbst anwesend zu sein“, betont sein Anwalt. Seit drei Jahren würden zahlreiche Vorwürfe gegen ihn in der Presse kursieren, die ihm sehr zusetzen.

    Eine überraschende Wende

    Noch am Freitag hatte derselbe Anwalt auf franceinfo erklärt, dass Gérard Depardieu vor Gericht erscheinen möchte. Er habe beabsichtigt, seine Unschuld zu beweisen, indem er Zeugen und Beweise vorlegt, die seine Version der Ereignisse stützen. „Er ist das Ziel falscher Anschuldigungen“, sagte Assous damals. Der Anwalt geht sogar so weit zu behaupten, dass es den Klägerinnen vor allem um Geld gehe. Inzwischen sei klar, dass die Zivilkläger Summen zwischen 6.000 und 30.000 Euro als Entschädigung fordern – für Assous ein Zeichen, dass finanzielle Interessen im Vordergrund stehen.

    Die gegen Depardieu erhobenen Vorwürfe sind schwerwiegend. Zwei Frauen beschuldigen den 75-jährigen Schauspieler, sie während der Dreharbeiten zum Film Les Volets Verts im Jahr 2021 sexuell belästigt zu haben. Eine von ihnen, eine Filmausstatterin, erstattete im Februar 2024 Anzeige und warf ihm sexuelle Belästigung, sexuelle Übergriffe sowie sexistische Beleidigungen vor. Ihre Klage führte zur Eröffnung einer Untersuchung.

    Mehrere Anklagen, eine schwierige Verteidigung

    Neben diesen Vorwürfen steht noch eine weitere Anklage gegen den französischen Schauspieler im Raum. Eine zweite Frau, eine Regieassistentin, wirft ihm ebenfalls sexuelle Gewalt während desselben Drehs vor. Und das ist noch nicht alles: Gérard Depardieu ist bereits seit 2020 wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und sexueller Übergriffe auf die Schauspielerin Charlotte Arnould angeklagt.

    Angesichts der Vielzahl an Vorwürfen ist Depardieus Abwesenheit beim Prozess ein deutlicher Rückschlag. Die Öffentlichkeit erwartet Antworten – und auch das Gericht dürfte daran interessiert sein, die Vorfälle umfassend aufzuklären. Warum bleibt der Schauspieler trotz der Schwere der Anschuldigungen fern? Könnte es wirklich nur an seinem gesundheitlichen Zustand liegen?

    Sein Anwalt versichert, dass die Entscheidung medizinisch begründet sei. Depardieu sei „sehr betroffen“, und das Ausmaß der gegen ihn erhobenen Vorwürfe belaste ihn stark. Doch eines steht fest: Die Medienberichte, die ihn seit Jahren verfolgen, sind für den Schauspieler ebenso schwer zu verkraften wie die gerichtlichen Auseinandersetzungen. Und genau deshalb sei es ihm so wichtig, an einem späteren Zeitpunkt persönlich vor Gericht zu erscheinen und sich den Vorwürfen zu stellen.

    Was erwartet Depardieu?

    Sollte der Gerichtstermin vertagt werden, wird Depardieu in einer weiteren, öffentlichen Verhandlung mit den Zeugen und den Beweisen der Kläger konfrontiert werden. Sein Anwalt bleibt optimistisch und ist überzeugt, dass die gesammelten Beweise seine Unschuld belegen werden. Doch wird dies reichen, um das Bild des „monstre sacré“ des französischen Kinos wiederherzustellen, das durch diese Anklagen stark beschädigt wurde?

    Das Leben von Gérard Depardieu war stets von Höhen und Tiefen geprägt – sowohl privat als auch beruflich. Doch diese Anschuldigungen werfen einen dunklen Schatten auf seine jahrzehntelange Karriere. Die Frage, ob er je wieder unbelastet vor die Kamera treten kann, bleibt derzeit offen.

    Mit jeder neuen Anklage wird das Bild komplexer. In der Öffentlichkeit kämpfen nun zwei Narrative gegeneinander: Auf der einen Seite die Behauptungen der Klägerinnen, die klare und erschreckende Details schildern. Auf der anderen Seite die Verteidigung Depardieus, die alles als Lügen und finanzielle Motivation abtut.

    Eines ist sicher: Der Fall Gérard Depardieu wird Frankreich noch eine Weile beschäftigen. Die Öffentlichkeit wird weiterhin gespannt beobachten, wie sich der Fall entwickelt. Und auch wenn der heutige Prozess nicht stattfindet – die Fragen, die dieser aufwirft, bleiben bestehen.

    Vielleicht kommt dann irgendwann die Zeit, in der Gérard Depardieu sich der Justiz stellen muss – ohne Ausflüchte, ohne Vertagungen, sondern mit klarem Blick in die Augen seiner Anklägerinnen.

  • Paris: Ein Anstieg von 10 % der Touristenzahlen zu Allerheiligen – ein „Olympia-Effekt“?

    Paris: Ein Anstieg von 10 % der Touristenzahlen zu Allerheiligen – ein „Olympia-Effekt“?

    Ein Boom an Touristen: Das vermeldet die Stadt Paris kurz nach den Olympischen Spielen. Zu den diesjährigen Toussaint-Ferien erwartet die Hauptstadt rund 10 % mehr Besucher als im Vorjahr. Ein Zeichen für den „Olympia-Effekt“?

    Frédéric Hocquard, der Tourismusbeauftragte der Pariser Stadtverwaltung, gab am 26. Oktober in einem Interview bekannt, dass Paris nach den Olympischen Spielen von einem erfreulichen Zuwachs an Touristen profitieren wird. Mit einem Plus von 9 bis 10 % bei den erwarteten Ankünften deutet alles darauf hin, dass die Stadt einen deutlichen Nachhall der Olympischen Spielen erfährt. Doch wie lange hält dieser Boom an?

    Die Spiele als Katalysator für Tourismus

    „Ja, ich denke, wir sehen bereits die ersten Auswirkungen der Olympischen Spiele“, äußerte sich Hocquard optimistisch. Diese Zunahme sei kein Zufall – viele der großartigen Momente, die die Welt während der Spiele auf den sozialen Medien miterlebt hat, locken jetzt Reisende in die Stadt. Ob es die Eröffnungsfeier war, die grandios inszenierten Sportstätten oder einfach das neu erwachte Interesse an Paris als Ferienziel – all das motiviert viele dazu, die Stadt nach dem Trubel der Olympiade in etwas ruhigeren Zeiten zu erkunden. Und Toussaint, also die Herbstferien rund um Allerheiligen, bietet sich als perfekte Gelegenheit an.

    Ein positiver Trend – mit Schattenseiten?

    Natürlich klingt das nach einem Erfolg auf ganzer Linie, doch Hocquard warnt auch vor den potenziellen Nebenwirkungen dieses Erfolges: „Wir stehen schon jetzt mit 35 Millionen Touristen jährlich an der Grenze des Möglichen.“ Wenn diese Zahlen durch den „Olympia-Effekt“ weiter steigen – möglicherweise auf 40 oder sogar 45 Millionen Besucher jährlich – könnten eher negative Auswirkungen für die Stadt spürbar werden. Das Übermaß an Tourismus könnte dann Paris ähnliche Probleme bescheren, wie es Städte wie Venedig schon länger erleben.

    Warum Paris?

    Man könnte sich fragen, warum Paris weiterhin so viele Menschen anzieht, auch nach einem Event von der Größe der Olympischen Spiele. Paris ist eine Stadt, die immer fasziniert, das steht außer Frage. Die historische Architektur, das kulturelle Erbe, die Kunstszene – all das trägt zur ewigen Anziehungskraft der Stadt bei. Doch was passiert, wenn die Kapazität der Stadt erreicht ist?

    Paris hat bereits versucht, sich gegen den sogenannten Overtourism zu wappnen, also gegen die Überfüllung durch Touristen, die die Lebensqualität für Einwohner und Touristen gleichermaßen senken kann. Doch mit den Olympischen Spielen und der weltweit steigenden Sichtbarkeit der Stadt könnte diese Aufgabe schwieriger werden. Die sozialen Medien tragen ihren Teil dazu bei – Millionen Menschen haben die Highlights der Spiele verfolgt und wollen die Magie nun selbst erleben.

    Ein Hauch von Venedig?

    Wird Paris das nächste Venedig, wo sich Einheimische zunehmend zurückziehen und der Tourismus zur größten Einnahmequelle wird? Vielleicht. Allerdings ist die Situation in Paris noch anders: Die Stadt hat immer noch eine große Bevölkerung, eine dynamische Wirtschaft und ein vielfältiges Angebot, das nicht nur auf Touristen ausgerichtet ist. Doch die Balance muss gewahrt werden.

    Frédéric Hocquard deutete an, dass die Stadt Strategien entwickeln könnte, um eine Überlastung zu vermeiden. Es bleibt abzuwarten, wie diese aussehen – ob es etwa spezielle Maßnahmen zur Besucherlenkung geben wird oder ob man gezielt auf weniger frequentierte Stadtteile setzt, um die Hauptattraktionen zu entlasten.

    Der Reiz der ruhigen Zeiten

    Interessant ist auch die Beobachtung Hocquards, dass viele Touristen sich nach einer ruhigeren Zeit in Paris sehnen. Die Olympischen Spiele haben möglicherweise einen neuen Trend angestoßen: Paris nicht nur in der Hochsaison zu besuchen, sondern gerade in den ruhigeren Monaten. Dieser Gedanke bringt frischen Wind in die Tourismusstrategie der Stadt.

    Könnte es sein, dass sich Paris in Zukunft mehr auf den „ruhigen Tourismus“ fokussiert, bei dem Reisende in der Nebensaison kommen, um den wahren Charme der Stadt zu erleben, ohne in Menschenmassen zu ersticken? Für viele mag das eine willkommene Abwechslung sein.

    Ein Blick in die Zukunft

    Eines ist sicher: Paris wird auch in den kommenden Jahren ein Magnet für Touristen bleiben. Die Olympischen Spiele haben das Interesse an der Stadt noch einmal verstärkt und neue Besuchergruppen angelockt. Doch wie Paris mit dem potenziellen Ansturm umgehen wird, bleibt spannend.

    Vielleicht wird Paris Vorreiter in einer neuen Art des nachhaltigen Tourismus – einer, der die Bedürfnisse der Stadtbewohner ebenso berücksichtigt wie die der Besucher. Bleibt nur zu hoffen, dass das Gleichgewicht zwischen Tourismus und Lebensqualität bewahrt werden kann, sodass Paris nicht eines Tages nur noch ein schönes Postkartenmotiv ist, das man aus sicherer Entfernung bestaunt.

  • Straßenverkäufer in Paris: Der ewige Kampf gegen die „Vente à la Sauvette“

    Straßenverkäufer in Paris: Der ewige Kampf gegen die „Vente à la Sauvette“

    Die fliegenden Händler in Paris – ein Phänomen, das nicht verschwindet. Trotz regelmäßiger Polizeieinsätze kehren die illegalen Straßenverkäufer immer wieder zurück, und die Behörden stehen vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Besonders rund um den Eiffelturm sind die Verkäufer kaum zu übersehen.

    Rückkehr nach den Olympischen Spielen

    Vor den Olympischen Spielen 2024 gab es in Paris eine Großoffensive, um die Stadt von den zahlreichen illegalen Straßenhändlern zu säubern. Der Eiffelturm, als eine der größten Touristenattraktionen weltweit, war ein Hauptziel. Wer sich während der Spiele dort aufgehalten hat, dem fiel auf, dass kaum jemand versuchte, Souvenirs „unter der Hand“ zu verkaufen. Doch kaum war der Ausnahmezustand der Olympiuade vorbei, kehrten auch die Verkäufer zurück.

    Es ist fast schon eine tägliche Routine: Touristen spazieren rund um den berühmten Eiffelturm, genießen die Aussicht – und werden dabei regelmäßig von fliegenden Händlern angesprochen, die Sonnenbrillen, Eiffelturmschlüsselanhänger oder Hüte anbieten. Ein Verkäufer gibt offen zu: „Das läuft immer gleich ab, aber wir sind das gewohnt.“ Obwohl die Polizei regelmäßig Präsenz zeigt, scheint es den Verkäufern nicht wirklich etwas auszumachen. Manche von ihnen verdienen pro Tag zwischen 50 und 60 Euro – nicht wenig für einen Job, der weder Lizenzen noch Abgaben erfordert.

    Polizei bleibt hartnäckig – doch reicht das?u

    Die Pariser Polizeipräfektur gibt sich jedoch nicht geschlagen. Besonders in den letzten Monaten ist der Kampf gegen die „Vente à la Sauvette“, wie der illegale Straßenhandel in Frankreich genannt wird, wieder intensiver geworden. Im nördlichen Teil der Stadt fanden kürzlich großangelegte Kontrollen statt, bei denen 30 Personen überprüft und 28 angezeigt wurden.

    Doch trotz der stetigen Bemühungen der Polizei bleibt die Frage: Wie nachhaltig sind diese Maßnahmen wirklich? Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache – seit Anfang 2024 wurden fast 5.500 Anzeigen gegen Straßenverkäufer gestellt. Diese können mit bis zu 6 Monaten Gefängnis und 4.000 Euro Geldstrafe bestraft werden. Aber was bedeuten diese Strafen wirklich für jemanden, der ohnehin in einem prekären Umfeld lebt?

    Für viele der Verkäufer scheint das Risiko tragbar. Ein kurzer Aufenthalt in Gewahrsam oder eine hohe Geldstrafe schreckt sie selten dauerhaft ab – dafür sind die Verdienstmöglichkeiten einfach zu verlockend.

    Warum ist das Problem so hartnäckig?

    Es wäre zu einfach, die Schuld allein auf die Verkäufer zu schieben. Diese Menschen agieren oft in einem rechtlichen Graubereich, der ihnen kaum Alternativen bietet. Sie stammen häufig aus prekären Verhältnissen und suchen nach einer Möglichkeit, schnell Geld zu verdienen. Viele von ihnen sind Migranten, die entweder keine Arbeitserlaubnis haben oder die schlicht keine reguläre Beschäftigung finden.

    Außerdem boomt der Markt für die günstigen Souvenirs. Touristen, besonders in einer teuren Stadt wie Paris, freuen sich über die günstigen Alternativen zu den überteuerten Andenkenläden. Für ein paar Euro bekommt man einen Mini-Eiffelturm oder ein Paris-T-Shirt – eine Verlockung, der nur wenige widerstehen können. Die fliegenden Händler wissen genau, dass ihre Kunden auf der Jagd nach Schnäppchen sind.

    Die Touristen und der Souvenir-Wahn

    Wer hat nicht schon mal am Straßenrand in einer großen Stadt etwas mitgenommen, das einen an die Reise erinnern soll? Touristen lieben kleine Mitbringsel, die sie ihren Liebsten zeigen oder schenken können – und seien wir ehrlich: Es muss nicht immer das Original sein. Ein winziger Eiffelturm aus Plastik mag nicht das eleganteste Andenken sein, aber als Geschenk sorgt er immer noch für ein Lächeln.

    Doch wo Schnäppchen locken, gibt es immer auch eine dunklere Seite. Viele der Waren, die auf der Straße angeboten werden, stammen aus fragwürdigen Produktionsketten. Sie werden in Massen produziert, oft ohne Rücksicht auf Arbeitsbedingungen oder Qualität. Auch das ist ein Grund, warum die Stadt Paris das Phänomen der Straßenverkäufer stärker ins Visier nimmt. Es geht nicht nur um Ordnung und Sicherheit, sondern auch um den Schutz der Konsumenten vor schlechten Produkten.

    Ein ewiger Kreislauf?

    Während die Behörden weiterhin versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen, bleibt die Frage, ob es überhaupt eine dauerhafte Lösung geben kann. Solange es Nachfrage gibt, wird es auch Anbieter geben. Solange Touristen nach günstigen Souvenirs suchen und die Händler eine Einkommensquelle benötigen, bleibt die „Vente à la Sauvette“ wohl ein fester Bestandteil des Pariser Stadtbildes.

    Aber wäre es nicht besser, diesen Handel zu regulieren, statt ihn zu verbieten? Eine Idee, die zwar immer wieder mal diskutiert wird, aber bisher keinen echten politischen Rückhalt findet. Es könnte eine Lösung sein, diesen Verkäufern legale Möglichkeiten zu bieten, ihre Waren anzubieten – vielleicht in dafür vorgesehenen Zonen oder Märkten. Damit würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Stadt behielte die Kontrolle, und die Verkäufer hätten eine faire Chance, ohne sich ständig vor Strafen zu fürchten.

    Doch bis solche Ideen Realität werden, bleibt alles beim Alten: Die Verkäufer verschwinden, wenn die Polizei naht, um dann im nächsten Moment wieder aufzutauchen. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das wohl noch lange andauern wird.

    Der Blick auf die Realität zeigt: Solange der Eiffelturm steht, wird es dort wohl auch weiterhin Verkäufer geben, die versuchen, aus den Touristen ein kleines Geschäft zu machen – mit oder ohne Genehmigung. Wer könnte es ihnen verübeln?

  • Notre-Dame als Einnahmequelle? Kultusministerin fordert Eintrittsgebühren für Erhalt gefährdeter Kirchen

    Notre-Dame als Einnahmequelle? Kultusministerin fordert Eintrittsgebühren für Erhalt gefährdeter Kirchen

    Rachida Dati, die französische Ministerin für Kultur, hat einen kontroversen Vorschlag gemacht: Sie will den Zugang zur Kathedrale Notre-Dame in Paris für Touristen kostenpflichtig machen, um damit gefährdete Kirchen und religiöse Gebäude in ganz Frankreich zu retten. Die Idee, die sich an europäischen Nachbarländern orientiert, stößt jedoch auf rechtliche und religiöse Hürden. Ein Symbolischer Beitrag für den Erhalt des religiösen Erbes In einem Interview am 23. Oktober erklärte Dati, dass die Erhebung einer Eintrittsgebühr von fünf Euro pro Tourist für Notre-Dame notwendig sei, um einen „großen Plan zur Rettung des religiösen Erbes“ zu finanzieren. Mit rund 14 bis 15 Millionen erwarteten Besuchern nach der Wiedereröffnung der Kathedrale, die durch den Brand 2019 schwer beschädigt wurde, würde dies nach Datis Schätzung jährlich etwa 75 Millionen Euro einbringen. Sie betonte, dass in vielen europäischen Ländern wie Spanien oder Italien der Zugang zu bedeutenden religiösen Bauwerken ber…

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  • Frauenmord in Seine-et-Marne: Frau erstochen, Ehemann nach Suizidversuch im Krankenhaus

    Frauenmord in Seine-et-Marne: Frau erstochen, Ehemann nach Suizidversuch im Krankenhaus

    In Emerainville (Seine-et-Marne) ereignete sich am Donnerstag, dem 24. Oktober, ein tragischer Fall von häuslicher Gewalt, der zum Tod einer Frau führte. Die 1983 geborene Frau, brasilianischer Herkunft, wurde in ihrem Zuhause von ihrem Ehemann mit mehreren Messerstichen getötet. Der mutmaßliche Täter, ihr 1980 geborener Ehemann, wurde später von der Polizei erhängt im Keller des Hauses aufgefunden. Er überlebte den Suizidversuch und befindet sich in einem kritischen Zustand im Krankenhaus.

    Ein bekanntes Gewaltmuster

    Dieser Fall von häuslicher Gewalt ist umso schockierender, da der Ehemann bereits im Juli 2024 wegen häuslicher Gewalt festgenommen worden war. Damals wurde er auf frischer Tat ertappt, als er seine Frau angegriffen hatte. Trotz duieser Vorfälle wies sein Strafregister keine früheren Verurteilungen auf. Aufgrund der Art der Tat im Juli und der fehlenden Vorstrafen entschied sich die Staatsanwaltschaft von Meaux für ein sogenanntes compositional Verfahren – eine alternative Maßnahme, bei der der Täter die Vorwürfe anerkennt und eine Sanktion oder Wiedergutmachung leistet, um einen langwierigen Prozess zu vermeiden.

    Leider stellte sich heraus, dass diese Maßnahme den Täter nicht davon abhielt, drei Monate später erneut Gewalt gegen seine Frau auszuüben – diesmal mit tödlichen Folgen.

    Der grausame Morgen

    Am Donnerstagmorgen, um 5:35 Uhr, wurde die Polizei von Torcy zum Tatort gerufen, nachdem eines der Kinder des Paares, der 17-jährige Sohn, die Behörden alarmiert hatte. Er berichtete, dass sein Vater seine Mutter mit einem Messer angegriffen haube. Der Junge selbst wurde verletzt, als er versuchte, seine Mutter zu schützen. Ein weiteres Kind des Paares, ein 14-jähriger Junge, war ebenfalls im Haus, blieb jedoch unverletzt. Beide Kinder wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

    Die Autopsie der getöteten Frau soll Klarheit über den genauen Tathergang und die Todesursache bringen. Zum Zeitpunkt der Auffindung war jedoch bereits klar, dass sie durch mehrere Messerstiche ums Leben gekommen war.

    Die Folgen für die Kinder

    Die beiden minderjährigen Kinder des Paares wurden nach dem Vorfall in ein Krankenhaus gebracht, wo sie medizinisch und psychologisch betreut werden. Aufgrund der familiären Umstände hat die Staatsanwaltschaft von Meaux angekündigt, eine vorläufige Unterbringungsanordnung zu erlassen, und die Kinder in die Obhut der Kinder- und Jugendhilfe zu übergeben.

    Ein weiteres trauriges Kapitel in einer Serie von Femiziden

    Dieser Fall ist leider kein Einzelfall. Er reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Femiziden in Frankreich. Kurz vor diesem Vorfall ereigneten sich am 20. Oktober zwei weitere Femizide – einer in Rouen (Seine-Maritime) und einer auf La Réunion. Diese Fälle verdeutlichen die anhaltende Bedrohung durch häusliche Gewalt und die tödlichen Konsequenzen, die sie haben kann, wenn keine wirksamen Schutzmaßnahmen getroffen werden.

    Ein dringender Appell zum Handeln

    Die wiederholte Gewalt des Täters gegen seine Frau wirft ernste Fragen über die Wirksamkeit der angewandten rechtlichen Maßnahmen auf. Obwohl er im Juli bereits für Gewalt gegen seine Frau verhaftet wurde, konnte er dennoch schließlich den tödlichen Angriff verüben. Es zeigt sich erneut, wie wichtig es ist, Opfer häuslicher Gewalt besser zu schützen und die Strafverfolgung in solchen Fällen zu verschärfen. Alternativen zu Gerichtsverfahren wie die composition pénale mögen in manchen Fällen sinnvoll sein, doch bei häuslicher Gewalt müssen stärkere und präventivere Maßnahmen ergriffen werden.

    Die Auswirkungen solcher Verbrechen sind weitreichend – nicht nur für die getöteten Frauen, sondern auch für die hinterlassenen Familien, insbesondere die Kinder, die solch traumatische Erlebnisse verarbeiten müssen. In Frankreich bleibt der Kampf gegen häusliche Gewalt eine der dringlichsten gesellschaftlichen Herausforderungen.

  • Hauts-de-Seine: Schießerei – zwei Männer schwer verletzt

    Hauts-de-Seine: Schießerei – zwei Männer schwer verletzt

    In Plessis-Robinson, einer Gemeinde im Département Hauts-de-Seine, kam es am Mittwochabend zu einer dramatischen Auseinandersetzung, bei der ein Mann schwer durch Schüsse verletzt wurde. Ein weiterer Mann, der verdächtigt wird, auf die Gruppe geschossen zu haben, erlitt ebenfalls schwere Verletzungen, nachdem er von den Freunden des ersten Opfers brutal zusammengeschlagen wurde. Sieben Personen befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam.

    Schießerei und Vergeltung

    Nach ersten Ermittlungen der Polizei trafen die Beamten kurz vor Mitternacht auf einen Mann, der mit einer Eisenstange schwer im Gesicht verletzt worden war. Der Mann, der das Bewusstsein verloren hatte, wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Parallel dazu meldete das Krankenhaus Antoine Béclère in Clamart der Polizei die Aufnahme eines weiteren Mannes, der eine Schusswunde an der Wange erlitten hatte. Der Verletzte war in Begleitung von sieben Personen eingeliefert worden, die alle vor Ort von der Polizei festgenommen wurden.

    Der Zustand des Mannes, der durch den Schuss schwer verletzt wurde, verschlechterte sich in der Nacht, nachdem er einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte.

    Ein dramatischer Vorfall mitten auf der Straße

    Ein Zeuge hat die gewalttätige Auseinandersetzung mit seinem Handy gefilmt. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann einem achtköpfigen Personengruppe gegenüberstand und das Feuer eröffnete. Dabei verletzte er einen der Männer. Doch noch bevor er fliehen konnte, schlugen die anderen sieben auf ihn ein – sie nutzten dabei unter anderem eine Eisenstange. Anschließend brachten sie ihren angeschossenen Freund ins Krankenhaus, wo die Gruppe schließlich von der Polizei festgenommen wurde.

    Auch der Schütze, der durch die Schläge schwer verletzt wurde, musste ins Krankenhaus Antoine Béclère eingeliefert werden. Am Tatort fanden die Beamten neben der Eisenstange auch eine Sturmhaube und ein Messer.

    Unklare Hintergründe und offene Fragen

    Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen auf Hochtouren. Noch ist unklar, warum es zu dieser Auseinandersetzung kam und was der genaue Auslöser für die Schüsse war. Die sieben Männer, die den Schützen brutal zusammengeschlagen haben, wurden in das Polizeikommissariat von Bagneux gebracht, wo sie verhört wurden.

    Währenddessen kämpft der Mann, der durch die Schüsse verletzt wurde, um sein Leben. Ob der Vorfall auf eine persönliche Fehde oder einen anderen Hintergrund zurückzuführen ist, bleibt noch offen. Klar ist jedoch, dass es sich um eine äußerst gewalttätige Eskalation mitten auf einer Straße handelte, die zwei schwer verletzte Männer und zahlreiche offene Fragen hinterlässt.

  • Notre-Dame de Paris: Soll der Zugang wirklich kostenpflichtig werden?

    Notre-Dame de Paris: Soll der Zugang wirklich kostenpflichtig werden?

    Die Debatte um die Eintrittsgebühr für die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame de Paris schlägt hohe Wellen. Während die französische Kulturministerin Rachida Dati einen Vorschlag unterbreitet hat, Touristen für den Eintritt in die Kathedrale zahlen zu lassen, stößt diese Idee auf Widerstand – insbesondere bei Historikern wie Alexandre Gady. Für ihn ist das nicht nur eine pragmatische Frage der Finanzierung, sondern eine „philosophische Zäsur“.

    Ein radikaler Paradigmenwechsel

    Für viele ist Notre-Dame nicht nur ein historisches Monument, sondern auch ein Symbol für offene Kultur und spirituelle Bedeutung. Die Idee, eine Eintrittsgebühr zu verlangen, wie sie von Dati vorgeschlagen wird – fünf Euro pro Tourist – würde laut Gady die Essenz dessen, was Notre-Dame ausmacht, verändern. „Eine bezahlte Kirche wird zum Museum“, argumentiert der Historiker scharf. Er stellt dabei klar: Eine solche Maßnahme gehe weit über bloße Zahlen hinaus, sie greife tief in die kulturelle und religiöse Bedeutung von Notre-Dame ein.

    Gadys Vergleich ist eindeutig: „Wir versuchen, einige Museen kostenlos zu machen – und nun sollen Kirchen, die traditionell frei zugänglich sind, kostenpflichtig werden?“ Hier prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite das Anliegen der Regierung, den Erhalt von Kirchen finanziell abzusichern, auf der anderen Seite der Wunsch, die Zugänglichkeit kultureller und religiöser Stätten nicht von finanziellen Mitteln abhängig zu machen.

    „Eine buchhalterische Denkweise“

    Für Gady spiegelt der Vorschlag einer Eintrittsgebühr ein größeres Problem wider – er spricht von einer „buchhalterischen Denkweise“, die in Frankreich um sich greife. Seiner Meinung nach suche man „an der falschen Stelle“ nach Geld. Mit anderen Worten: Es gehe nicht nur um Zahlen und Bilanzen, sondern um die grundsätzliche Frage, wie man den Zugang zu Kultur und Geschichte definiert.

    Sein Argument gegen die Eintrittsgebühr hat auch eine praktische Komponente: „Eintrittsgebühren bedeuten Kassen, Personal, Kontrolle“, sagt er. Es klingt fast so, als ob er sich die Warteschlangen vorstellt, die Touristen durch Sicherheitsschleusen schleusen und Tickets kontrollieren. Das wäre zweifellos eine ganz andere Erfahrung, als die offene, fast magische Aura, die man bei einem spontanen Besuch von Notre-Dame erleben kann.

    Die Kirche als „lebendiger Raum“

    Ein weiterer Aspekt, den Gady hervorhebt, ist die Rolle der Kirche als lebendiger Raum. Notre-Dame ist mehr als ein touristisches Ziel – sie ist eine aktive Kathedrale, ein Ort des Glaubens. Eine Eintrittsgebühr würde diese Dualität in Gefahr bringen. Kirchen sind, so Gady, keine Museen. Sie sollten Orte sein, die allen offenstehen, unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund. Schließlich, so könnte man argumentieren, ist Notre-Dame nicht nur ein Symbol der französischen Kultur, sondern auch ein Ort spirituellen Trostes und Gemeinschaft für Gläubige aus aller Welt.

    Alternative Finanzierungsmodelle

    Doch wie lässt sich das Problem der Finanzierung lösen, wenn eine Eintrittsgebühr keine Option ist? Hier zeigt Gady, dass es durchaus Alternativen gibt. Eine seiner bevorzugten Lösungen ist die Erhöhung der sogenannten „taxe de séjour“ – einer Übernachtungssteuer, die Touristen in Frankreich zahlen. Ein paar Cent mehr pro Übernachtung könnten beträchtliche Summen generieren, ohne die Besucher direkt zu belasten oder den Zugang zu Kirchen einzuschränken. Ein pragmatischer Ansatz, der seit Jahren von Experten empfohlen wird.

    Gadys Vorschlag, die „taxe de séjour“ leicht anzuheben, klingt auf den ersten Blick unspektakulär, aber in der Summe könnten solche Maßnahmen Millionen generieren. Man könnte fast sagen: „Kleinvieh macht auch Mist.“ Und das, ohne die Besucher von Kirchen wie Notre-Dame zu vertreiben oder das Wesen dieser Stätten zu verändern.

    Berechtigte Kritik?

    Natürlich gibt es auch Gegenargumente. Befürworter einer Eintrittsgebühr könnten argumentieren, dass fünf Euro für viele Touristen kein Hindernis darstellen. Angesichts der immensen Unterhaltskosten – Notre-Dame muss schließlich nach dem verheerenden Brand von 2019 restauriert werden – erscheint eine Gebühr von fünf Euro moderat. Aber hier kommt wieder Gadys Punkt ins Spiel: Es geht nicht nur um Geld, sondern um die symbolische und praktische Bedeutung einer kostenfreien Kirche.

    Die Idee, Eintrittsgelder als Lösung für finanzielle Engpässe zu sehen, mag kurzfristig verlockend erscheinen, aber – so Gadys Überzeugung – wäre das ein Schritt in die falsche Richtung. Kirchen wie Notre-Dame sind nicht nur Gebäude, sie sind lebendige Symbole einer langen und reichen Geschichte. Und diese Geschichte sollte nicht durch Drehkreuze und Tickets entwertet werden.

    Die Zukunft von Notre-Dame

    Was bleibt also von dieser Debatte? Eines ist klar: Die Frage, wie man Notre-Dame und andere Kirchen finanziert, wird auch in Zukunft eine Rolle spielen. Aber vielleicht zeigt uns gerade diese Diskussion, dass wir uns nicht allein auf ökonomische Lösungen verlassen sollten. Es geht auch darum, welche Werte wir mit diesen Orten verbinden – und wie wir diese Werte für zukünftige Generationen bewahren.

    Denn am Ende des Tages ist Notre-Dame nicht nur ein touristisches Highlight oder ein Bauwerk, das es zu erhalten gilt – sie ist ein Teil von uns allen, ein Stück kulturelles Erbe, das offen und zugänglich bleiben sollte.