Kategorie: Paris, Ile de France

  • Massive Streiks bei der Bahn: Am Freitag werden starke Verkehrsstörungen erwartet

    Massive Streiks bei der Bahn: Am Freitag werden starke Verkehrsstörungen erwartet

    In Paris wird davor gewarnt, dass durch einen massiven Streik das öffentliche Verkehrsnetz stark beeinträchtigen sein wird.

    Die Gewerkschaften haben für Freitag, den 18. Februar, zu einer koordinierten Arbeitsniederlegung der Beschäftigten des öffentlichen Verkehrsnetzes der RATP in der Hauptstadt aufgerufen. Mehr als die Hälfte der U-Bahn-Linien werden überhaupt nicht verkehren, auf anderen werden nur während der Hauptverkehrszeit einige Züge unterwegs sein. Die RATP-Linien, die verkehren, werden voraussichtlich extrem ausgelastet sein. Auch Straßenbahnen, Busse und einige RER-Vorortzüge sind betroffen.

    Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari hat jeden, der kann, dazu aufgerufen, am Freitag von zu Hause aus zu arbeiten.

    Die Gewerkschaften wollen durch den streik erreichen, dass die von der RATP vorgeschlagenen 0,4 Prozent Lohnerhöhung vor dem Hintergrund eines Anstieg der Lebenshaltungskosten deutlich verbessert werden.

    Auch im Südwesten Frankreichs wird es zu Störungen kommen: Ein Arbeitskampf der Weichenwärter von SNCF Réseau in der Region Nouvelle-Aquitaine wurde angekündigt. Infolgedessen werden am Freitag, dem 18. Februar, starke Störungen auf dem Schienennetz der Region erwartet. Der Zugverkehr soll am Donnerstag, dem 17. und Samstag, dem 19. Februar „fast normal“ sein.

    Allerdings wird bereits am Donnerstag, dem 17. Februar, ab 20.30 Uhr kein TER-Verkehr von und nach Bordeaux stattfinden. Am darauffolgenden Freitag werden 25% des Zugverkehrs hauptsächlich im Limousin und in der Region Sud-Aquitaine durchgeführt, in der Region Poitou-Charentes findet kein Zugverkehr statt, ebenso sieht es in der Region Bordeaux aus. Ausserdem wird der „Verkehrsplan keine Anschlüsse an Fernverkehrszüge ermöglichen“, meldet die SNCF.

    Die SNCF verspricht, dass sie Kunden von TGV Inoui, Ouigo und Intercités im Laufe des Tages kontaktieren wird, um sie darüber auf dem Laufenden zu halten, ob der gebuchte Zug verkehren wird, oder nicht. Betroffene Fahrgäste können ihre Fahrkarte kostenlos umtauschen oder sich den vollen Fahrpreis erstatten lassen.

  • Opfer eines sexuellen Übergriffs als „fette Hure“ bezeichnet – Polizist suspendiert

    Opfer eines sexuellen Übergriffs als „fette Hure“ bezeichnet – Polizist suspendiert

    Die Polizeipräfektur von Paris reagierte am Dienstag, dem 15. Februar, in einer Pressemitteilung auf Enthüllungen von Mediapart. Das investigative Medium hatte zuvor die Tonaufnahme eines Polizisten verbreitet, der eine Klägerin, die Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war, als „fette Hure“ bezeichnete.

    Am Dienstag, den 15. Februar, gab der Polizeipräfekt Dider Lallement bekannt, dass er in diesem Fall die Generalinspektion der nationalen Polizei (IGPN) eingeschaltet hat. Er forderte außerdem die vorsorgliche Suspendierung eines Polizisten, der verdächtigt wird, am 5. Februar in Paris eine Frau beleidigt zu haben, die Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war und Anzeige erstatten wollte. Médiapart veröffentlichte eine Tonaufnahme einer versehentlich hinterlassenen Telefonnachricht, in der zu hören ist, wie der Polizeibeamte die Klägerin als „große Hure“ beschimpft.

    „Der Polizeipräfekt verurteilt entschieden die inakzeptablen Äußerungen eines Polizeibeamten gegenüber einem Opfer eines sexuellen Übergriffs, von denen er Kenntnis erhalten hat“, führt die Polizeipräfektur in der am Dienstag veröffentlichten Erklärung detailliert aus.

    Die Nachricht soll am frühen Nachmittag des 5. Februar hinterlassen worden sein, einige Stunden nach der Einreichung der Anzeige wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs. Der Beamte wünschte, dass die Beschwerdeführerin zur Polizeiwache zurückkehrt. „Verdammt, sie verweigert auch noch die Konfrontation, die Hure. Wie aus dem Nichts. In Wirklichkeit ging es nur darum, ihr auf die Eier zu gehen“, soll der Polizist gesagt haben. Er soll seine Äußerung mit „Fuck, fette Hure“ beendet haben. Die Klägerin, die eine Klage wegen Beleidigung eingereicht hat, soll laut Mediapart am Dienstag von der Generalinspektion der nationalen Polizei angehört worden sein.

    Seit Anfang des Jahres kommuniziert der Innenminister massiv über die angeblich verbesserte Bearbeitung von Beschwerden von Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, durch die Ordnungskräfte. Ende Januar versicherte Gérald Darmanin im Sender France Inter insbesondere, dass, wenn Frauen Anzeigen erstatteten, diese „systematisch“ verfolgt würden.

  • Loir-et-Cher: Mann nach Entführung einer Taxifahrerin in Polizeigewahrsam

    Loir-et-Cher: Mann nach Entführung einer Taxifahrerin in Polizeigewahrsam

    Eine Person wurde wegen „Entführung, Freiheitsberaubung und schwerer Gewalt“ gegen eine Taxifahrerin in Polizeigewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft von Blois am Montag, dem 14. Februar, bekannt gab.

    Die Vorfälle ereigneten sich am Sonntag, dem 13. Februar, wie der Staatsanwalt von Blois, Frédéric Chevallier, in einer Pressemitteilung mitteilte und damit Informationen der Tageszeitung La Nouvelle République bestätigte. Ein Mann wurde wegen „Entführung, Freiheitsberaubung und schwerer Gewalt“ gegen eine Taxifahrerin in Polizeigewahrsam genommen, teilte die Staatsanwaltschaft von Blois mit.

    Die 57-jährige Taxifahrerin nahm am Sonntag gegen 11 Uhr am SNCF-Bahnhof von Tours einen Mann auf, der nach dem Schloss Chambord fragte. Als er in der Nähe angekommen war, forderte er die Fahrerin auf, anzuhalten. Daraufhin soll der Mann mit einer Pfefferspraydose auf die Frau gezielt und sie ins Gesicht geschlagen haben. Nachdem er sie gefesselt hatte, legte er sie in den Kofferraum des Autos.

    Strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet
    Der Angreifer setzte sich ans Steuer des Taxis und fuhr nach Blois, berichtet die Zeitung weiter. Als ein anderer Taxifahrer gegen 13:30 Uhr den Wagen der Entführten an einer Tankstelle in Blois sah, entdeckte er „Blutspuren auf der Heckklappe und hörte Klopfen im Kofferraum“. Er entdeckte auch „den Berufsausweis, der an der vorderen Windschutzscheibe“ des Fahrzeugs angebracht ist, mit dem Passfoto einer Frau. Der Taxifahrer rief die Polizei, die den Angreifer festnahm und das Opfer befreite. Die verletzte und schockierte Frau wurde in das Krankenhaus von Blois gebracht.

  • Paris: Mann mit Messer bedroht Polizisten im Gare du Nord und wird erschossen

    Paris: Mann mit Messer bedroht Polizisten im Gare du Nord und wird erschossen

    Ein Mann in den Dreißigern, der mit einem langen Messer bewaffnet war, stürzte sich am Montagmorgen auf eine Gruppe von Polizisten, die im Gare du Nord in Paris auf Streife waren. Die Polizisten schossen den Mann nach mehreren Vorwarnungen nieder.

    Ein mit einem Messer bewaffneter Mann, der Polizisten bedrohte, wurde am Montag, dem 14. Februar, von den Ordnungskräften am Gare du Nord getötet, wie France Télévisions unter Berufung auf Polizeikreisen meldet.

    Gegen 6.50 Uhr näherte sich der etwa 30-jährige Mann, der eine 30 cm lange Klinge mit der Aufschrift „ACAB“ („All cops are bastards“, „alle Polizisten sind Bastarde“) in der Hand hielt, einer Gruppe von Polizisten, die in der Nähe der Gleise patrouillierten.

    Der Mann bedrohte die Polizisten, die ihn mehrmals aufforderten, seine Waffe fallen zu lassen. Die Polizisten machten daraufhin von ihren Schusswaffen Gebrauch, um ihn unschädlich zu machen.

    Gérald Darmanin steht hinter den Polizisten.
    Ein Journalist von France Télévisions, der zum Zeitpunkt der Ereignisse im Bahnhof anwesend war, stellte ein Video in die sozialen Netzwerke, in dem zwei Schüsse zu hören sind, die von den Polizisten abgefeuert werden.

    Innenminister Gérald Darmanin lobte auf Twitter das Vorgehen der Polizisten, die seiner Meinung nach durch ihr Einschreiten „jede Gefahr für sich selbst und für die Reisenden“ gebannt hätten.

  • „Konvoi der Freiheit“: Video zeigt einen Polizisten, der seine Waffe auf einen Autofahrer richtet

    „Konvoi der Freiheit“: Video zeigt einen Polizisten, der seine Waffe auf einen Autofahrer richtet

    Auf den Bildern, die von dem Sender TF1 ausgestrahlt wurden, ist zu sehen, wie ein Polizist nach einer Verfolgungsjagd am Arc de Triomphe seine Dienstwaffe auf den Fahrer eines Autos richtet.

    Die Pariser Polizeipräfektur kündigt auf Twitter an, dass sie eine administrative Untersuchung veranlasst habe, nachdem ein Video veröffentlicht wurde, das am Samstag während einer verbotenen Demonstration des „Freiheitskonvois“ in Paris aufgenommen wurde.

    Auf diesen Bildern, die in den 20-Uhr-Nachrichten des französischen Fernsehsenders TF1 ausgestrahlt wurden, ist zu sehen, wie ein Polizist nach einer Verfolgungsjagd am Arc de Triomphe seine Dienstwaffe auf den Fahrer eines Autos richtet.

    Das weiße Auto ist mit einer französischen Flagge geschmückt und der Fahrer scheint trotz der Aufforderungen der Polizisten, die in einem Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht neben im fahren, nicht anhalten zu wollen. Die Verbreitung dieses Videos sorgt seither für Kontroversen in den sozialen Netzwerken. Auf Nachfrage von Franceinfo bestätigte die Polizeipräfektur, dass sich die Einleitung der Ermittlungen tatsächlich auf dieses Video bezieht.

    Außerdem erinnert die Pariser Polizeipräfektur daran, dass sie weiterhin Blockaden vor den Toren von Paris verhindern wird und den ganzen Tag über weiterhin verstärkte Kontrollen durchführt.

  • „Konvois der Freiheit“ in Paris: Zwischenfälle, aber keine Blockade der Hauptstadt

    „Konvois der Freiheit“ in Paris: Zwischenfälle, aber keine Blockade der Hauptstadt

    Tausende Fahrzeuge kamen am Samstag in Paris zusammen, um an mehreren Demonstrationen gegen den Gesundheitspass teilzunehmen. Es kam zu Zwischenfällen, doch die befürchtete Blockade der Hauptstadt fand nicht statt.

    Es war besser, am Samstag, dem 12. Februar, nicht mit dem Wohnmobil durch die Straßen von Paris zu fahren. Die 7.200 Polizeikräfte waren angewiesen worden, „hart durchzugreifen“, um die Blockade der Hauptstadt durch die „Freiheitskonvois“ zu verhindern. Diese bunt zusammengewürfelte Bewegung von Gegnern Emmanuel Macrons und des Gesundheitspasses ist inspiriert von der Bewegung der kanadischen Trucker, die derzeit die kanadische Hauptstadt Ottawa lahmlegt.

    Autos, Wohnmobile und Kleintransporter starteten in Nizza, Lille, Straßburg, Vimy (Pas-de-Calais) oder Châteaubourg (Ille-et-Vilaine) und fuhren zwei oder drei Tage lang mit geringer Geschwindigkeit auf Nebenstraßen nach Paris.

    Den ganzen Vormittag des Samstags über filterten Gendarmen und Polizisten daher die Zugänge zur Hauptstadt. An der Porte Maillot hatten mehrere Dutzend Angehörige der Ordnungskräfte die Aufgabe, Wohnwagen systematisch anzuhalten, um Überprüfungen vorzunehmen.

    „Im Großen und Ganzen laufen die Kontrollen sehr gut“, sagt ein Polizist gegenüber France 24. „Einige geben zu, dass sie gekommen sind, um an den Demonstrationen teilzunehmen“.

    Am Freitagabend hatten die Ordnungskräfte damit begonnen, Hunderte von Kontrollen durchzuführen, insbesondere an der Porte de Saint-Cloud, wo ein Konvoi von 450 Fahrzeugen abgefangen wurde, was den Verkehr auf der Ringstraße zwar störte, aber nicht blockierte.

    Die Pariser Polizeipräfektur meldete am späten Samstagvormittag 283 Verwarnungen wegen der Teilnahme an einer verbotenen Demonstration auf der öffentlichen Straße. Ein Vergehen, das seit 2019 mit einer Geldstrafe von 135 Euro geahndet wird.

    Lesen Sie auch: Anti-Impfpass-Protest: Polizeipräfekt von Paris verbietet “Freiheitskonvois”

    Das Versammlungsverbot für die Konvois war am Freitagabend vom Pariser Verwaltungsgericht aufrechterhalten worden, das zwei Klagen abgewiesen hatte.

    In den sozialen Netzwerken wurden Aufrufe geteilt, „die Flaggen zu verstecken“ und „einen Alibi-Grund zu finden, um nach Paris zu gelangen“, um die Kontrollen in einem Katz-und-Maus-Spiel zu umgehen, das bis zum frühen Nachmittag dauerte.

    Versuchte Blockade auf den Champs-Élysées
    Trotz der starken Polizeipräsenz setzten sich schließlich mehr als hundert Fahrzeuge über das Verbot hinweg und fuhren auf die Champs-Élysées, wo gepanzerte Fahrzeuge der Gendarmerie am Fuße des Triumphbogens zu sehen waren – das erste Mal wieder seit den „Gelbwesten“-Demonstrationen.

    Es kam zu Spannungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, die versuchten, den Verkehr zu blockieren. Es wurde Tränengas eingesetzt, um die Protestierenden zu zerstreuen, während Fahrzeuge abgeschleppt wurden.

    In einem Video, das auf Twitter verbreitet wurde, war ein Gendarm zu sehen, wie er die Scheibe eines Autofahrers einschlug, der sich weigerte, trotz Aufforderung weiterzufahren.

    https://twitter.com/eglisecovid/status/1492492780534444040

    Zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen forderten die Demonstranten erneut die Rücknahme des Impfpasses und Forderungen für eine Stärkung der Kaufkraft und den Energiekosten vertreten.

    Die Regierung erklärte, dass sie die Abschaffung des Impfpasses für Ende März oder Anfang April in Betracht ziehe und plane, ab dem 28. Februar die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes an Orten, an denen der Impfpass verlangt wird, abzuschaffen.

    Einige der Demonstrationsteilnehmer wollen nun nach Brüssel weiterfahren, wo für Montag, den 14. Februar, eine „europäische Konvergenz“ geplant ist. Die belgischen Behörden haben bereits den Zugang zur Hauptstadt verboten.

    https://twitter.com/JeanSba92465217/status/1492782888223444995
  • Saint-Denis: Schüsse in Wohnviertel – zwei Passanten durch Querschläger verletzt

    Saint-Denis: Schüsse in Wohnviertel – zwei Passanten durch Querschläger verletzt

    Der Bürgermeister von Saint-Denis erklärt, dass einer der beiden Passanten lebensbedrohlich verletzt ist.

    Am Freitag, dem 11. Februar, wurden in Saint-Denis (Seine-Saint-Denis) gegen 18.30 Uhr Schüsse abgefeuert, wie der Bürgermeister der Stadt, Mathieu Hanotin, in einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung mitteilte. Zwei Passanten seien Opfer von verirrten Kugeln geworden, einer der beiden befinde sich in Lebensgefahr.

    „Seit drei Tagen kommt es in diesem Viertel“, dem Quartier de l’Emaillerie, „wiederholt zu Schusswechseln“, sagt Mathieu Hanotin. Die beiden Opfer von Freitagabend befanden sich in der Rue Jean Jaurès. „Es handelt sich um eine schwangere Frau und eine ältere Person“, erklärte der Bürgermeister von Saint-Denis, ohne zu präzisieren, welche der beiden Personen lebensgefährlich verletzt wurde.

    „Mitglieder der Stadtpolizei und der Nationalpolizei, die vor Ort waren, haben den Opfern erste Hilfe geleistet, bevor sie von den Rettungsdiensten versorgt werden konnten“, berichtet Mathieu Hanotin weiter. Die Urheber der Schüsse werden noch gesucht.

    Der Bürgermeister von Saint-Denis „ruft zur Ruhe und zur sofortigen Beendigung dieser inakzeptablen Gewalttätigkeiten auf“.

  • Die „Konvois der Freiheit“ vor den Toren von Paris

    Die „Konvois der Freiheit“ vor den Toren von Paris

    Aufgrund eines von der Präfektur erlassenen Einfahrtverbots für Paris kampierten Tausende Impfpass-Gegner in der Nacht von Freitag auf Samstag vor den Toren der Hauptstadt. 

    Tausende von Impfpassgegnern, die in Konvois aus ganz Frankreich angereist waren, kampierten am Samstag, 12. Februar, bei Tagesanbruch vor den Toren von Paris, wo sie trotz eines Verbots durch die Polizeipräfektur, die entschlossen ist, eine Blockade der Hauptstadt zu verhindern, einfahren wollten, um zu protestieren.

    Nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur wurden 50 Fahrzeuge aus zwei „Freiheitskonvois“ an der Porte de Champerret und der Porte Maillot von den Sicherheitskräften festgesetzt, als sie versuchten, nach Paris einzufahren.

    Rund 7.200 Polizisten und Gendarmen „werden in den nächsten drei Tagen eingesetzt, um die Verbote von Fahrzeugkonvois durchzusetzen“, so die Polizei-Präfektur.

    Der Polizeipräfekt Didier Lallement hat „eine Reihe von provisorischen Fahrzeuglagerplätzen eingerichtet, die (…) es gemeinsam mit mehreren Dutzend Abschleppfahrzeugen ermöglichen werden, jede Blockade zu beenden“, sagte er. Auch Panzer der Gendarmerie werden in der Hauptstadt eingesetzt, erstmals seit den Protesten der „Gelbwesten“ Ende 2018.

    Premierminister Jean Castex versprach, der Bewegung gegenüber unnachgiebig zu sein. „Wenn sie den Verkehr blockieren oder versuchen, die Hauptstadt zu blockieren, muss man sehr entschlossen sein“, betonte er in den Fernsehnachrichten des Senders France 2.

    Lesen sie dazu auch: Jean Castex: “Freiheit ist nicht die Freiheit, andere zu infizieren”

    Die Bewegung ist eine bunte Mischung aus Gegnern von Präsident Emmanuel Macron und „Gelbwesten“ und hat sich nach dem Vorbild der Proteste gebildet, die die kanadische Hauptstadt Ottawa lahmlegen.

    Hunderte von Autos, Wohnmobilen und Kleintransportern, die von Lille, Straßburg, Vimy (Pas-de-Calais) oder Châteaubourg (Ille-et-Vilaine) aus gestartet waren, stoppten am Freitagabend vor den Toren von Paris. Eine Polizeiquelle meldete, dass kein Konvoi in die Hauptstadt eingedrungen sei.

    „Ich rufe zur äußersten Ruhe auf“
    „Wir sind alle kollektiv müde von dem, was wir seit zwei Jahren erleben. Diese Müdigkeit drückt sich auf verschiedene Weise aus: durch Verwirrung bei den einen, Depressionen bei den anderen. Wir sehen ein sehr starkes psychisches Leiden, bei unseren jungen und auch weniger jungen Menschen. Und manchmal drückt sich dieses Leiden auch in Wut aus. Ich höre es und respektiere es“, betonte Präsident Macron und mahnte: „ich rufe zur größten Ruhe auf“.

    Die Polizei hatte am Freitagnachmittag die Zahl der an den Konvois beteiligten Fahrzeuge auf 3.300 geschätzt, darunter 1.000 auf der RN20 aus Orléans und 500 auf der Autobahn A10-A11 aus Le Mans. Es handele sich um eine Aktion „von phänomenalem Ausmaß“, wie ein Koordinator der Bewegung gegenüber de Agentur AFP sagte.

    Andere Verkehrsteilnehmer dürfen nicht gestört werden
    „Das Recht zu demonstrieren und eine Meinung zu haben sind ein verfassungsmäßig garantiertes Recht in unserer Republik und in unserer Demokratie. Das Recht, andere zu blockieren oder das Kommen und Gehen zu verhindern, ist es nicht“, kritisierte Premierminister Jean Castex die Protestbewegung.

    Die Teilnehmer bestreiten ihrerseits jegliche Absicht, die Hauptstadt zu blockieren, wollen aber am Samstag die wöchentlich stattfindenden Demonstrationen gegen den Impfpass unterstützen.

    Zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen fordern die Demonstranten die Rücknahme des Impfpasses und fordern von der Regierung Maßnahmen zur Stützung der Kaufkraft und zur Begrenzung der Energiekosten.

    Die Regierung kündigte an, dass sie die Aufhebung des Impfpasses für Ende März oder Anfang April in Betracht zieht.

    Aber, man hört auch radikalere Töne unter den Organisatoren der Konvois: „Ich rufe dazu auf, in alle großen Städten zu fahren, um sie zu blockeren“, rief einer der Initiatoren der Bewegung, Rémi Monde, in einem Video auf.

  • Konvoi der Freiheit: Unterstützungskundgebung in Paris – Autobahn A6 verstopft

    Konvoi der Freiheit: Unterstützungskundgebung in Paris – Autobahn A6 verstopft

    Auf Twitter teilte die Polizeipräfektur von Paris am Freitag mit, dass das Verwaltungsgericht das Verbot der Konvois in die Hauptstadt bestätigt hat.

    Tausende von Impfpass-Gegnern, die in Konvois aus ganz Frankreich aufgebrochen waren, näherten sich am Freitag der Hauptstadt Paris. Die meisten von kamen in ihren eigenen Fahrzeugen und wurden über Apps geleitet – eine logistische und koordinative Herausforderung für die Organisatoren dieser improvisierte Mobilisierung.

    Die Autobahn A6 in Richtung Paris blockiert.
    Laut ActuParis war die Autobahn A6 in Richtung Paris weitgehend blockiert. Angeblich wurde von Sicherheitskräften eine Filtersperre errichtet, um die in die Hauptstadt einfahrenden Fahrzeuge zu kontrollieren. Autofahrer mussten am Freitagabned für eine Fahrt, die normalerweise eine Viertelstunde dauert, mehr als eineinhalb Stunden einplanen, um vom Norden des Departements Essonne über die Porte d’Orléans in die Hauptstadt zu gelangen.

    Demonstration zur Unterstützung des Konvois auf der Place Denfert-Rochereau in Paris

    „Ich rufe dazu auf, in alle großen Städten zu fahren und sie zu besetzen“, rief einer der Initiatoren der Bewegung unter dem Pseudonym Rémi Monde in einem Video auf, das er in sozialen Netzwerken veröffentlichte.
    Die Demonstranten wollen am Sonntag nach Brüssel weiter reisen, wo am 14. Februar eine „europäische Konvergenz“ stattfinden soll.
    Die belgischen Behörden haben den Zugang zur Hauptstadt verboten.

    Laut einem Reporter von Loopsider werden auf den Champs-Élysées von der Polizei Barrieren errichtet.

  • Konvois der Freiheit: Gabriel Attal prangert politische „Instrumentalisierung“ an

    Konvois der Freiheit: Gabriel Attal prangert politische „Instrumentalisierung“ an

    Gabriel Attal war am Freitag, 11. Februar, zu Gast bei Europe 1 und prangerte eine politische „Instrumentalisierung“ der Konvois der Freiheiten durch einige Politiker an. Gabriel Attal äußerte sich zu den Freiheitskonvois, die von mehreren Städten in Frankreich aus organisiert wurden, um gegen die bestehenden Gesundheitsmaßnahmen zu protestieren. Er verurteilte insbesondere den „Versuch einer Instrumentalisierung“ der „Müdigkeit der Franzosen“ durch die Politik. Die Konvois xder Freiheit, die in ganz Frankreich gestartet sind, wollen an diesem Wochenende Paris im Rahmen eines zivilen Widerstands gegen den Impfpass blockieren. Lesen Sie auch: Impfpass-Gegner: “Konvois der Freiheit” werden am Samstag in Paris erwartet „Es gibt eine sehr starke Müdigkeit bei vielen Franzosen angesichts der schwierigen Maßnahmen, die wir seit Beginn der epidemischen Krise ergreifen mussten“, räumte Gabriel Attal ein, bevor er die „Instrumentalisierung einer Müdigkeit, eines Überdrusses, bei diesen Franzose…

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