Im Département Gard, bekannt für seine handwerklichen Bäckereien, herrscht eine unerwartete Krise – der Mangel an qualifiziertem Personal. Dies beeinträchtigt nicht nur den Service, sondern bringt einige Betriebe in ernsthafte Schwierigkeiten. Von den insgesamt 280 Bäckereien in der Region haben rund 50 große Probleme, neue Mitarbeiter zu finden.
Geschlossene Türen trotz Nachfrage
Ein besonders gravierendes Beispiel bietet die Bäckerei Garcia de Castanet in Nîmes. Trotz starker Kundennachfrage musste die Filiale ihre Öffnungszeiten reduzieren. Seit Juni ist sie gezwungen, einen zusätzlichen Tag pro Woche zu schließen, da es schlichtweg an Personal mangelt. In den drei Filialen des Unternehmens fehlen insgesamt zehn Mitarbeiter – Bewerbungen? Fehlanzeige.
Alle Hände voll zu tun
Auch Frédéric Alle, der einige Kilometer entfernt die Bäckerei „Alle Nîmes“ betreibt, kämpft mit denselben Problemen. Zwar hat er zwei Auszubildende, doch die Suche nach einem zusätzlichen Festangestellten bleibt erfolglos. Die Konsequenz: Er muss alles selbst machen – von der Buchhaltung bis zur Backstube. „Es ist unmöglich, alle Bestellungen zu erfüllen“, gesteht Alle. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Sein Umsatz ist bereits um 15 Prozent gesunken.
Ein regionales Problem?
Das Problem beschränkt sich nicht nur auf Einzelfälle. Insgesamt melden etwa 50 der 280 handwerklichen Bäckereien im Gard Schwierigkeiten bei der Rekrutierung neuer Arbeitskräfte. Fachkräftemangel im Bäckereihandwerk – das klingt zunächst überraschend, ist aber in ganz Frankreich spürbar. Besonders junge Menschen ziehen Berufe mit besseren Arbeitszeiten und Bedingungen oft vor.
Die Frage bleibt: Wie können handwerkliche Bäckereien in dieser schwierigen Lage überleben?
Lärmbelästigung – ein Thema, das viele Menschen unterschätzen, bis sie es hautnah erleben. Gerade in einer dicht besiedelten Region wie der Île-de-France ist es für viele zum Alltag geworden. Doch nun macht die Region ernst: Ein umfassender „Anti-Lärm-Plan“ in Höhe von 100 Millionen Euro soll bis 2030 das Leben vieler Anwohner verbessern. Mit einer Reihe von Maßnahmen sollen vor allem der Straßenverkehr und die dadurch verursachte Lärmbelastung in den Griff bekommen werden. Besonders betroffen sind Ballungsgebiete wie der Pariser Périphérique – eine der am stärksten befahrenen Straßen Europas.
Doch worum geht es im Detail?
Lärmbelästigung: Eine unterschätzte Gefahr
Fast jeder von uns hat es schon erlebt: Der Verkehr, der an einem vorbeirauscht, das Dröhnen eines Flugzeugs oder das Klappern von Zügen. Laut einer Umfrage unter 3.000 Bewohnern der Île-de-France, die bei der Vorstellung des Plans zitiert wurde, stammen rund 48 % der störenden Geräusche aus dem Transportsektor – der Löwenanteil davon (32 %) vom Straßenverkehr.
Lärm kann krank machen. Er stört nicht nur den Schlaf, sondern kann auch langfristig Stress, Bluthochdruck und andere gesundheitliche Probleme verursachen. Rund 500.000 Menschen in der Île-de-France gelten als besonders stark betroffen. Sie stehen im Fokus des neuen Plans, der von Valérie Pécresse, der Präsidentin des Regionalrats, vorgestellt wurde.
20 Maßnahmen für ein ruhigeres Leben
Das Ziel ist ehrgeizig: Die Lärmbelastung soll bis 2030 um 30 % gesenkt werden. Doch wie will man das schaffen?
Der Plan setzt auf rund 20 konkrete Maßnahmen, die unter anderem an den „100 größten Lärmschwerpunkten“ ansetzen – also genau dort, wo der Verkehrslärm unerträglich geworden ist. Besonders stark betroffen sind die Departements Hauts-de-Seine und Seine-Saint-Denis. Diese Gebiete sollen besonders von neuen Lärmschutzwänden und lärmreduzierenden Straßenbelägen profitieren.
Klingt einfach, oder? Aber die Umsetzung wird knifflig. Eines der umstrittensten Themen im Plan ist die mögliche Senkung der Höchstgeschwindigkeit auf dem Périphérique. Während einige darin eine einfache und schnelle Lösung sehen, lehnen andere – insbesondere Pendler – diese Maßnahme ab. Was ist hier also wichtiger: Schneller zur Arbeit oder gesünderes Wohnen?
Finanzielle Mittel und langfristige Investitionen
Lärmschutz kostet Geld – viel Geld. Das macht der Betrag von 100 Millionen Euro deutlich, der für die Umsetzung des Anti-Lärm-Plans bereitgestellt wird. Dabei sollen 28 Millionen Euro aus dem neuen Vertrag zwischen dem Staat und der Region stammen, was eine Erhöhung der bisherigen Investitionen um 55 % bedeutet.
Doch wo genau wird investiert? Ein Großteil des Geldes fließt in bauliche Maßnahmen wie die Installation von Lärmschutzwänden und die Verwendung von phonenabsorbierenden Straßenbelägen auf besonders betroffenen Strecken – vor allem auf den 150 km, die als die lautesten in der Region gelten.
Warum dieser Plan gerade jetzt?
Man könnte sich fragen, warum die Île-de-France jetzt mit solch drastischen Maßnahmen gegen Lärm vorgeht. Die Antwort ist einfach: Die Lebensqualität der Anwohner hat Priorität. In einer Region, die sich stetig weiterentwickelt und wächst, steigen auch die Herausforderungen. Mehr Menschen bedeuten mehr Verkehr, und mehr Verkehr führt zu mehr Lärm.
Doch der Druck kommt nicht nur von den Bürgern. Internationale Gesundheitsorganisationen wie die WHO warnen schon lange vor den Gefahren durch Lärmbelästigung. Studien zeigen, dass ständiger Lärm das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und sogar die Lebenserwartung verkürzen kann. Und wer möchte schon in einer Welt leben, in der der ständige Lärm uns wortwörtlich krank macht?
Was bedeutet das für die Zukunft?
Der Anti-Lärm-Plan ist nicht nur eine Investition in die Infrastruktur, sondern auch in das Wohlbefinden der Menschen. Weniger Lärm bedeutet nicht nur bessere Gesundheit, sondern auch mehr Lebensqualität – sei es beim Entspannen im eigenen Garten oder beim Spaziergang durch die Stadt.
Natürlich wird es Herausforderungen geben. Es bleibt abzuwarten, wie die Bevölkerung auf Maßnahmen wie die Senkung der Höchstgeschwindigkeit reagieren wird und ob die baulichen Maßnahmen die erhoffte Wirkung zeigen. Doch eines ist klar: Die Île-de-France zeigt mit diesem Plan, dass sie das Problem Lärmbelästigung ernst nimmt.
Die Frage bleibt jedoch: Werden diese Maßnahmen ausreichen, um den Lärm langfristig zu reduzieren, oder wird es noch weitere, radikalere Schritte brauchen?
Ein tragisches Schicksal, das Paris erschüttert: Die 19-jährige Studentin Philippine, deren Leiche am Samstag teilweise vergraben im Bois de Boulogne gefunden wurde, gibt den Ermittlern weiterhin Rätsel auf. Am Dienstag, den 24. September, nahm die Polizei in Genf einen 22-jährigen Verdächtigen fest, der im Zusammenhang mit dem Mord an der jungen Frau steht. Diese Festnahme könnte der Schlüssel zur Aufklärung des grausamen Verbrechens sein, das Familie, Freunde und die Öffentlichkeit tief erschüttert hat.
Der schockierende Fund und die Suche nach der Wahrheit
Der Fall begann mit der beunruhigenden Meldung, dass Philippine am Freitag spurlos verschwunden war. Die 19-Jährige, zuletzt an der Universität Paris-Dauphine gesehen, hatte geplant, ihre Eltern in Saint-Quentin-en-Yvelines zu besuchen. Doch sie kam nie dort an. Schnell schlossen sich Freunde und Familie zusammen, um eine Suche zu organisieren, die schließlich in einem düsteren Fund endete: Philipines Leiche wurde am Samstag, teilweise vergraben, im Bois de Boulogne entdeckt – ein schrecklicher Moment für alle Beteiligten.
Was als normale Suche nach einer vermissten Person begann, nahm innerhalb weniger Stunden eine dramatische Wendung. Der Wald von Boulogne, ein normalerweise ruhiger Ort, wurde zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens.
Ein Verdächtiger mit dunkler Vergangenheit
Der in der Schweiz festgenommene Verdächtige ist kein Unbekannter für die französische Justiz. Der 22-Jährige marokkanischer Herkunft war bereits in einen schweren Fall von Gewalt verwickelt. Im Jahr 2019, als er noch minderjährig war, wurde er wegen Vergewaltigung verurteilt – ein Verbrechen, das in einem Wald in Taverny (Val-d’Oise) stattfand. Trotz dieser schweren Vorstrafe und seiner Eintragung im Register für Sexual- und Gewaltverbrechen wurde der Mann im Juni 2023 nach Verbüßung seiner Strafe entlassen.
Hinzu kommt, dass der Verdächtige unter einer Verpflichtung stand, Frankreich zu verlassen – eine sogenannte OQTF (Obligation de quitter le territoire français). Dennoch gelang es ihm offenbar, weiterhin in Europa zu bleiben, was nun viele Fragen nach den Lücken im System aufwirft.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die französischen Behörden arbeiten eng mit den Schweizer Kollegen zusammen, um den Verdächtigen so schnell wie möglich nach Frankreich auszuliefern. Eine offizielle Auslieferungsanfrage wurde bereits gestellt, und die Ermittler hoffen, durch die Befragung des Mannes mehr über die genauen Umstände von Philipines Tod zu erfahren.
Die Reaktionen der Öffentlichkeit
Die Reaktionen auf das Verschwinden und den gewaltsamen Tod der jungen Studentin waren sofort überwältigend. Angehörige und Freunde der Familie starteten eine groß angelegte Suchaktion, die auch in den sozialen Medien viel Aufmerksamkeit erregte. Die App „The Sorority“, eine Plattform für gegenseitige Hilfe, unterstützte die Suche nach Philippine, indem sie Suchmeldungen verbreitete. Diese Solidarität zeigt, wie sehr das Verschwinden der jungen Frau die Menschen berührt hat.
Ein schmerzlicher Verlust
Philippine war eine junge Frau, die wie viele andere in ihrem Alter noch voller Träume und Pläne steckte. Ihr gewaltsamer Tod hinterlässt nicht nur ihre Familie in tiefer Trauer, sondern auch ihre Freunde und Kommilitonen, die weiterhin fassungslos über das Geschehene sind.
Der Mord an Philippine verdeutlicht erneut die dringende Notwendigkeit, sich mit Fragen der Sicherheit, insbesondere in städtischen Gebieten wie Paris, auseinanderzusetzen. Die Tatsache, dass ein bereits verurteilter Sexualstraftäter trotz seiner Verurteilung und der Aufforderung, das Land zu verlassen, offenbar weiterhin gefährlich agieren konnte, lässt viele Menschen verunsichert zurück.
Offene Fragen
Der Fall wirft viele Fragen auf: Wie konnte es passieren, dass ein verurteilter Straftäter nach seiner Entlassung unbehelligt blieb? Welche Maßnahmen hätten ergriffen werden müssen, um dieses schreckliche Verbrechen zu verhindern? Und wie kann das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden gestärkt werden, damit sich solch eine Tragödie nicht wiederholt?
Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen Antworten auf diese Fragen liefern – und dass Philipines Familie zumindest Gerechtigkeit erfährt. Ein grausames Verbrechen wie dieses hinterlässt Spuren, die lange nachwirken – doch es bleibt der feste Glaube daran, dass die Wahrheit ans Licht kommen wird.
Bis dahin bleiben der Schmerz und die Trauer über den Verlust eines jungen Lebens, das viel zu früh und auf so schreckliche Weise endete.
Es gibt Orte, die kaum jemand kennt. Die Loire ist einer von ihnen – zumindest, wenn es um ihre versteckten Winkel geht. Reiter entdecken hier auf eine ganz besondere Weise das Fliegenfischen in abgelegenen Ecken dieses letzten großen Wildflusses Europas. Ein Abenteuer, das einen schlichtweg den Atem stocken lässt. Nur wenige Kilometer von der Quelle […]
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Manchmal zeigt uns die Natur mit aller Macht, wer das Sagen hat – und dieses Mal war es ein Blitzschlag, der den Flugverkehr im Südosten Frankreichs empfindlich gestört hat. Am Dienstag, den 24. September, wurde eine wichtige Radioantenne getroffen, was zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen führte. Besonders betroffen waren die Flughäfen von Marseille, Nizza und verschiedene Flughäfen auf der Insel Korsika. Was war passiert und wie reagierten die Verantwortlichen? Ein Blick auf die Ereignisse und die Folgen.
Der Schlag aus dem Himmel
Eine Antenne, die für die Kommunikation des Flugverkehrs im südöstlichen Luftraum entscheidend ist, wurde von einem Blitz getroffen. Die Folge: Ein Ausfall, der die Koordination von Flügen erschwerte und den Betrieb auf mehreren Flughäfen zum Erliegen brachte. Die Fluglotsen konnten zwar weiterhin Flugzeuge landen lassen, aber beim Starten und der generellen Verkehrssteuerung, insbesondere über Nizza und Korsika, wurde es heikel.
Ab 12:30 Uhr ging nichts mehr wie geplant. „Flüge mussten teils umgeleitet werden, etwa in den italienischen Luftraum, oder auf niedrigeren Flughöhen fliegen“, erklärte die französische Luftfahrtbehörde DGAC. Für die betroffenen Passagiere eine frustrierende Erfahrung – wer möchte schon während der Urlaubs- oder Geschäftsreise stundenlang auf dem Flughafen festsitzen?
Die Zahlen sprechen für sich
Die Auswirkungen des Vorfalls waren massiv: Am Flughafen von Marseille mussten insgesamt 12 Flüge gestrichen werden, die meisten davon von Ryanair. Sieben weitere Abflüge verzögerten sich erheblich. Auch am Flughafen Nizza war die Lage angespannt: Hier wurden 13 Flüge gestrichen, sowohl Abflüge als auch Ankünfte, und 81 Flüge verspäteten sich – eine Ausfallquote von 57% der Verbindungen in der kritischen Zeitspanne zwischen 12:30 und 16 Uhr. Auf Korsika wurden in Ajaccio fünf Flüge abgesagt, in Bastia zwei und in Figari vier. Trotz dieser chaotischen Lage konnten die Reparaturarbeiten an der Antenne zügig abgeschlossen werden. Gegen 16 Uhr war die Technik wieder einsatzbereit und der Flugverkehr kehrte nach und nach zur Normalität zurück.
„Zurück zur Normalität“, aber wann genau?
Zwar konnte die DGAC am Nachmittag Entwarnung geben – die Antenne funktionierte wieder und der Flugverkehr durfte langsam wieder anrollen –, dennoch war der Betrieb noch weit von einem normalen Rhythmus entfernt. Selbst nach der Reparatur mussten die Reisenden mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Einige Flüge aus Nizza und Marseille hatten Verspätungen von bis zu zwei Stunden, was bei den Passagieren sicherlich nicht gerade für Begeisterungsstürme sorgte. Die Airlines waren gefordert, auf die Situation zu reagieren und ihre Fluggäste bestmöglich zu informieren – allerdings funktionierte das nicht immer reibungslos.
Man stelle sich vor: Man sitzt in der Abflughalle, hat die Hand bereits halb im Koffer, bereit für das Boarding – und plötzlich heißt es, der Flug wird verschoben oder fällt gar aus. Kein Wunder, dass da so manche Nerven blank lagen. Die DGAC riet allen Reisenden dringend, sich bei ihren Fluggesellschaften zu melden, um die genauen Details zu erfahren. Eine goldene Regel für den Alltag in der Luftfahrt: Immer den aktuellen Status checken, bevor man sich zu sehr auf die Reise freut.
Ein Lichtblick am Ende des Tunnels
Zum Glück konnte die Situation im Laufe des Nachmittags unter Kontrolle gebracht werden. Es dauerte zwar bis zum Abend, aber der Flugverkehr nahm wieder Fahrt auf – ein Segen für all diejenigen, die geduldig warteten. Wer am Dienstag an einem der betroffenen Flughäfen unterwegs war, dürfte sich gefragt haben, wie oft so etwas eigentlich passiert. Tatsächlich sind Blitzeinschläge, die solche großflächigen Ausfälle verursachen, selten. Die Systeme sind normalerweise gut geschützt, doch manchmal schlägt der Zufall mit voller Wucht zu.
Fazit: Eine nervenaufreibende Reise
Insgesamt hat der Vorfall gezeigt, wie schnell sich die Lage im Luftverkehr ändern kann, wenn unvorhergesehene technische Probleme auftreten. Während die meisten Flüge in Europa nach strikten Zeitplänen ablaufen, können Wetterextreme oder technische Defekte wie ein Blitzschlag die schönste Reise durcheinanderbringen. Für die betroffenen Reisenden bedeutete dies einen langen Tag voller Wartezeiten, ungewisser Abflugzeiten und jeder Menge Geduld – wer hätte damit gerechnet, dass ausgerechnet eine Radioantenne die Urlaubspläne durchkreuzt?
Die gute Nachricht ist: Solche Vorfälle sind die Ausnahme. Die Technik wurde schnell repariert, und das Leben an den Flughäfen von Nizza, Marseille und Korsika kehrt allmählich wieder zur Normalität zurück. Aber es bleibt die Erinnerung daran, dass Mutter Natur immer noch das letzte Wort hat – und das mit einem lauten Knall.
In der Dordogne ist die Rückkehr des Cèpes ein großes Ereignis – besonders in Villefranche-du-Périgord, wo der offizielle Markt für den begehrten Pilz nach Jahren des Mangels wieder seine Tore öffnete. Die Szene könnte nicht lebhafter sein: Während die Verkäufer ihre Pilzkisten füllen, strömen Pilzliebhaber von nah und fern, um das lang ersehnte Waldgold zu ergattern.
Vier Jahre Wartezeit – der Cèpe ist wieder da
In den letzten vier Jahren gab es kaum Cèpes im Périgord. Die klimatischen Bedingungen hatten es den Pilzen schwer gemacht, in ausreichender Menge zu wachsen. Doch in diesem Herbst ist alles anders. „Er wird gesucht wie verrückt“, erzählt Alain Marthegoute, stellvertretender Bürgermeister von Villefranche-du-Périgord. Der Markt ist traditionell ein fester Bestandteil des Dorflebens und zieht viele Besucher an. An diesem Eröffnungstag sind es jedoch weit mehr Käufer als Verkäufer. Rund zehn private Anbieter stehen einem hungrigen Publikum von über hundert Menschen gegenüber.
Ein Fest für Pilzliebhaber
Für viele bedeutet der Cèpe mehr als nur eine Delikatesse – er ist ein Symbol der kulinarischen Tradition und Naturverbundenheit. So wie für Christian, einen pensionierten Bordeauxer, der zusammen mit seiner Frau fast drei Stunden gefahren ist, um den Pilz zu kaufen. „Wir haben seit 7 oder 8 Jahren keinen Cèpe mehr gegessen“, erzählt er, während er in der Menge steht und sehnsüchtig auf den Moment wartet, in dem die Kisten geöffnet werden.
Und dann ist es soweit: Pünktlich zum Marktbeginn erklingt ein Pfiff – und die Pilzkisten leeren sich innerhalb weniger Minuten. Wer zu spät kommt, hat Pech gehabt. Der Preis? Mit durchschnittlich 20 bis 25 Euro pro Kilo schlagen die Cèpes in diesem Jahr ordentlich zu Buche. Ein hoher Preis, doch für echte Feinschmecker ist das nebensächlich – für den Geschmack des Waldes zahlt man gerne etwas mehr.
Der Cèpe-Markt: Ein Ort der Begegnung
Die Atmosphäre auf dem Markt ist elektrisierend. Die Menschen kommen zusammen, teilen Geschichten über ihre letzten Pilzfunde und diskutieren, wie man die Cèpes am besten zubereitet. Gebraten mit etwas Knoblauch und Petersilie? Oder doch lieber in einer herzhaften Sauce? Jeder hat sein eigenes Geheimrezept, aber eines ist sicher: Der Cèpe hat einen festen Platz auf den Tischen der Menschen im Périgord.
Die Region hat eine lange Tradition, wenn es um Pilze geht. Besonders der Cèpe, der zu den edelsten Wildpilzen zählt, ist hier hochgeschätzt. Nicht umsonst wird er oft als der „König der Pilze“ bezeichnet. Doch auch die Einheimischen wissen: Nicht jedes Jahr ist ein gutes Pilzjahr. Die Ernte hängt stark vom Wetter ab – und so ist es nicht verwunderlich, dass nach Jahren des Mangels die Rückkehr des Cèpes fast wie ein kleines Wunder gefeiert wird.
Ein teurer Genuss?
Die Preise auf dem Markt mögen hoch erscheinen, aber sie spiegeln die Knappheit und den Wert wider, den der Pilz in dieser Region hat. Für die Einheimischen und viele Feinschmecker ist der Cèpe mehr als nur ein Nahrungsmittel – er ist ein Stück Heimat und Natur. „Es ist nicht nur der Geschmack, es ist das ganze Erlebnis“, erklärt eine Marktbesucherin. „Man geht in den Wald, sammelt, und dann genießt man.“
Für diejenigen, die es nicht geschafft haben, früh genug auf dem Markt zu sein, bleibt die Hoffnung auf die nächsten Wochen. Die Saison ist noch jung, und wer weiß – vielleicht gibt es ja bald wieder einen kleinen Cèpe-Schatz im Wald zu entdecken.
Villefranche-du-Périgord mag klein sein, aber in diesen Tagen steht es im Rampenlicht der Region. Der Cèpe, dieser geheimnisvolle Pilz, hat die Menschen wieder zusammengebracht – und zeigt, wie stark die Verbindung zwischen Natur, Tradition und Gemeinschaft hier noch ist.
Die französische Küche ist bekannt für ihre Raffinesse, und eines der prächtigsten Gerichte, das diese Qualität verkörpert, ist Entenbrust mit Périgord-Cèpes-Sauce. Dieses Gericht verbindet das Beste aus zwei Welten: saftig gebratene Entenbrust, die außen knusprig und innen zart ist, und die aromatischen, erdigen Noten der Périgord-Cèpes, einer der angesehensten Pilzsorten der Welt. Herkunft und Geschichte […]
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Cèpes à la Bordelaise ist ein Klassiker der südwestfranzösischen Küche, der die Aromen des Périgord und der umliegenden Regionen vereint. Steinpilze, in Frankreich als „Cèpes“ bekannt, sind in diesem Gericht der Star, und ihre natürliche, erdige Intensität wird durch eine einfache, aber köstliche Kombination aus Butter, Knoblauch und Kräutern hervorgehoben. Doch hinter diesem scheinbar schlichten […]
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Stell dir vor, du stehst am Vieux-Port von Marseille, der Wind trägt den salzigen Duft des Mittelmeers heran, und in der Ferne erhebt sich eine Insel mit einer schneeweißen Festung – das Château d’If. Diese markante Silhouette auf einer felsigen Insel ist mehr als nur ein beeindruckender Anblick. Es ist ein Symbol von Macht, Mystik […]
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Zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Frankreich eine Person wegen „Genozid“ vor Gericht gestellt. Im Mittelpunkt des Prozesses steht Sonia M., eine 35-jährige Französin, die im Jahr 2015 eine Jesidin in Syrien in die Sklaverei gezwungen haben soll. Dieser Fall markiert ein wichtiges Kapitel in der juristischen Aufarbeitung der Gräueltaten, die während der Herrschaft des sogenannten Islamischen Staates (IS) verübt wurden.
Wer ist Sonia M.?
Sonia M., geboren im Süden Frankreichs, war mit Abdelnasser Benyoucef verheiratet – einem der führenden Köpfe des Islamischen Staates und mutmaßlich Mitverantwortlichen für den Anschlag auf den jüdischen Supermarkt Hyper Cacher in Paris. Benyoucef war maßgeblich an der Planung von Anschlägen beteiligt, darunter der vereitelte Anschlag in Villejuif. Im Jahr 2015 lebten die beiden in Raqqa, Syrien, der damaligen Hochburg des IS. Dort kaufte Benyoucef eine 16-jährige Jesidin, die als Sklavin im Haushalt von Sonia M. arbeiten musste.
Di…
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