Kategorie: Frankreich

  • Tourtons: Eine Delikatesse aus den französischen Alpen

    Tourtons: Eine Delikatesse aus den französischen Alpen

    Tourtons sind eine traditionelle Spezialität aus der Region Hautes-Alpes in Südfrankreich. Diese köstlichen, gefüllten Teigtaschen werden meist frittiert und in verschiedenen Varianten serviert – von herzhaft bis süß. Besonders in den kälteren Monaten oder während festlicher Anlässe sind sie ein fes…

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  • 100 % Kostenübernahme für Rollstühle – Ein Durchbruch für Menschen mit Handicap

    100 % Kostenübernahme für Rollstühle – Ein Durchbruch für Menschen mit Handicap

    Diese Nachricht dürfte vielen Betroffenen den Alltag erleichtern: Rollstühle werden künftig vollständig von der Krankenkasse übernommen. Für fast eine Million Menschen in Frankreich bedeutet das eine enorme finanzielle Entlastung.

    Ein teurer, aber unverzichtbarer Begleiter

    Liliane leidet seit ihrem 20. Lebensjahr an Multipler Sklerose und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Ohne ihn geht gar nichts. Doch die Kosten sind enorm. „15.000 Euro kostet mein Rollstuhl, und ich muss etwa 3.000 Euro selbst zahlen“, erklärt sie. Eine Summe, die für sie kaum zu stemmen ist. Ihr einziges Einkommen ist die Behindertenhilfe in Höhe von 1.000 Euro pro Monat.

    Das bedeutet für viele Betroffene eines: den schweren Gang zu Wohltätigkeitsorganisationen, um finanzielle Unterstützung zu erbitten. „Es ist so demütigend und erniedrigend, auf Spenden angewiesen zu sein“, sagt Liliane mit spürbarer Erleichterung über die angekündigte Regelung.

    Der Staat übernimmt – doch was kostet es die Gesellschaft?

    Ein Rollstuhl kann zwischen 500 und 10.000 Euro kosten – in manchen Fällen sogar noch mehr, wenn Spezialanfertigungen nötig sind. Der französische Staat rechnet mit jährlichen Kosten von rund 160 Millionen Euro für diese Maßnahme.

    Doch ist es nicht längst überfällig, dass Menschen mit Handicap nicht mehr um ihre Mobilität kämpfen müssen? Schließlich ist ein Rollstuhl kein Luxusgegenstand, sondern ein essenzielles Hilfsmittel für ein selbstbestimmtes Leben.

    Mit der neuen Regelung fällt eine große finanzielle Hürde weg. Ein Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit – und eine Erleichterung für all jene, die ohnehin schon genug Herausforderungen im Alltag bewältigen müssen.

    Von C. Hatty

  • Neue Volksfront: Eine Allianz am Scheideweg

    Neue Volksfront: Eine Allianz am Scheideweg

    Die französische Linke steht vor einer Zerreißprobe. Am 5. Februar verweigerte die Sozialistische Partei (PS) der von La France Insoumise (LFI) eingebrachten Misstrauensmotion die Unterstützung, was die Spannungen innerhalb des Neuen Volksfrontbündnisses (Nouveau Front Populaire, NFP) weiter verschärfte. Jean-Luc Mélenchon, Führer der LFI, zog daraufhin Parallelen zwischen PS und dem rechtsextremen Rassemblement National (RN): „Wir wollen nicht mit diesen Händlern, mit diesen Lügnern verwechselt werden.“ Cyrielle Chatelain, Vorsitzende der Fraktion der Ökologisten und Sozialen in der Nationalversammlung, warnte: „Wir können nicht zulassen, dass Meinungsverschiedenheiten in Abneigung umschlagen. Das ist der Weg zur Niederlage.“ Historische Wurzeln und aktuelle Spannungen Der NFP wurde im Juni 2024 als breites linkes Wahlbündnis gegründet, um den Aufstieg des RN zu verhindern und eine Alternative zur Politik von Präsident Emmanuel Macron zu bieten. Die Allianz umfasst neben LFI und PS au…

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  • Panamakanal: Trumps geopolitischer Machtpoker

    Panamakanal: Trumps geopolitischer Machtpoker

    Der Panamakanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Er verbindet den Atlantik mit dem Pazifik und ermöglicht eine schnelle und effiziente Handelsroute für internationale Schiffe. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1914 war der Kanal lange Zeit unter US-amerikanischer Verwaltung, bevor er 1999 in die vollständige Kontrolle Panamas überging. Doch nun scheint Donald Trump, seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus, dieses Kapitel der Geschichte neu schreiben zu wollen.

    Ein strategisches Nadelöhr im globalen Handel

    Täglich passieren Tausende von Schiffen den Panamakanal, beladen mit Waren aus aller Welt. Rund 75 Prozent dieser Fracht hat die Vereinigten Staaten als Herkunfts- oder Zielland, womit die USA der wichtigste Kunde des Kanals sind. China folgt als zweitgrößter Nutzer. Diese Zahlen allein verdeutlichen die strategische Bedeutung des Kanals für die Vereinigten Staaten. Jede Verzögerung, jede Preissteigerung der Transitgebühren oder jede potenzielle geopolitische Einflussnahme durch Drittstaaten wird in Washington mit Argwohn betrachtet.

    Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf zwei Containerhäfen an den Eingängen des Kanals, die von einer hongkonger Firma betrieben werden. Zwar wurde bisher kein direkter Einfluss der chinesischen Regierung auf das Unternehmen nachgewiesen, dennoch sorgt die chinesische Präsenz für Misstrauen in den USA. Diese Häfen spielen eine entscheidende Rolle im Betrieb des Kanals, da sie als Umschlagpunkte für Waren und Rohstoffe dienen.

    Trumps Rückkehr zu alter Kontrolle

    Für Donald Trump, der bereits in seiner ersten Amtszeit eine harte Linie gegenüber China verfolgte, ist die Situation am Panamakanal ein erneuter Beweis dafür, dass Peking seinen globalen Einfluss ausbaut. In mehreren Reden machte er deutlich, dass die USA nie hätten zulassen dürfen, dass Panama die Kontrolle über den Kanal zurückerhält. Dies sieht er als historischen Fehler, den es zu korrigieren gelte. Seiner Auffassung nach sollten die Vereinigten Staaten wieder eine dominierende Rolle in der Verwaltung des Kanals übernehmen.

    Um dieses Ziel zu erreichen, scheint Trump verschiedene Strategien zu prüfen. Eine Möglichkeit wäre wirtschaftlicher Druck, beispielsweise durch eine Neuverhandlung von Handelsabkommen mit Panama oder Sanktionen gegen Unternehmen, die mit chinesischen Firmen in der Kanalzone zusammenarbeiten. Eine andere, weit drastischere Option wäre eine militärische Präsenz zur Sicherung des Kanals, wie sie bis 1999 bestand. Ein solcher Schritt würde jedoch einen diplomatischen Eklat auslösen.

    Reaktionen aus Panama

    Die Regierung Panamas zeigt sich bislang unbeeindruckt von den Forderungen aus Washington. Präsident José Raúl Mulino hat mehrfach betont, dass der Panamakanal unter nationaler Kontrolle bleiben werde und dass es keine Pläne gebe, diese Souveränität aufzugeben. Er wies zudem darauf hin, dass die Panama Canal Authority eine neutrale und wirtschaftlich unabhängige Institution sei, die allein dem Interesse des Landes diene.

    Gleichzeitig sorgt das Thema für Unruhe in der panamaischen Öffentlichkeit. Die Erinnerung an die lange US-amerikanische Kontrolle über den Kanal ist noch immer präsent, und viele Panamäer betrachten die aktuelle Debatte als Eingriff in die nationale Selbstbestimmung. Demonstrationen und politische Debatten über den Einfluss ausländischer Mächte nehmen zu.

    Globale Implikationen

    Die geopolitische Bedeutung des Panamakanals reicht weit über die Region hinaus. Ein erneutes amerikanisches Engagement könnte Spannungen mit China weiter verschärfen, insbesondere vor dem Hintergrund des bereits angespannten Verhältnisses zwischen beiden Staaten. Peking investiert seit Jahren in lateinamerikanische Infrastrukturprojekte und dürfte sich kaum kampflos aus einer derart strategischen Position verdrängen lassen.

    Für Europa und andere Handelspartner, die auf eine stabile und neutrale Verwaltung des Kanals angewiesen sind, würde eine Änderung der Machtverhältnisse ebenfalls Folgen haben. Steigende Durchfahrtsgebühren oder gar eine Bevorzugung bestimmter Staaten könnten den globalen Warenfluss erheblich beeinflussen.

    Ein riskantes Spiel

    Donald Trump setzt mit seinem Vorstoß auf ein riskantes geopolitisches Spiel. Während seine Rhetorik vor allem darauf abzielt, China als Bedrohung darzustellen und damit seine innenpolitische Basis zu mobilisieren, könnte der Druck auf Panama langfristig kontraproduktiv wirken. Sollte das Land den Eindruck gewinnen, von den USA bevormundet zu werden, könnte dies seine wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu China weiter vertiefen.

    Ob Trump sein Ziel erreicht, bleibt ungewiss. Klar ist jedoch, dass der Panamakanal erneut ins Zentrum eines geopolitischen Machtkampfes rückt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die US-Regierung ernsthaft Schritte zur Rückgewinnung der Kontrolle unternehmen wird oder ob die Debatte vor allem innenpolitischen Zwecken dient.

    Von Andreas Brucker

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Auf den Spuren des Filmdramas „Könige des Sommers“

    Auf den Spuren des Filmdramas „Könige des Sommers“

    Eine Reise durch das wilde Herz des französischen Juragebirges.

    Manchmal bringt ein Film nicht nur eine Geschichte auf die Leinwand, sondern auch eine ganze Landschaft zum Leben. Könige des Sommers (Originaltitel: Vingt Dieux) ist so ein Film. Er erzählt von jugendlicher Freiheit, familiären Herausforderungen und der rauen, aber faszinierenden Natur des Juragebirges. Wer nach dem Kinobesuch Lust bekommt, die Drehorte selbst zu erkunden, sollte sich auf eine Reise voller ursprünglicher Schönheit, traditioneller Handwerkskunst und kulinarischer Genüsse gefasst machen.

    Orgelet – Der heimliche Hauptdarsteller

    Der kleine Ort Orgelet ist einer der zentralen Drehorte des Films. Hier beginnt die Geschichte von Totone, und hier schlägt auch das Herz des Jura-typischen Landlebens. Die engen Gassen, die historischen Steinhäuser und die umgebenden Weiden versprühen einen Charme, der an vergangene Zeiten erinnert.

    Ein Muss ist die Kirche Saint-Laurent, ein beeindruckendes gotisches Bauwerk, das sich majestätisch über den Ort erhebt. Wer durch Orgelet schlendert, versteht sofort, warum diese Kulisse perfekt für einen Film über Tradition, Familie und das raue, aber echte Leben im Jura ist.

    Val Suran – Natur und Einsamkeit

    Wer dem Fluss Suran folgt, taucht immer tiefer in die unberührte Natur des französischen Jura ein. Die Drehorte rund um Val Suran zeigen die Landschaft von ihrer wilden Seite: verwunschene Wälder, saftig grüne Hügel und plätschernde Bäche.

    Hier kann man wunderbare Wanderungen unternehmen und dabei genau jene Orte entdecken, an denen Totone im Film mit seinen Freunden durch die Gegend streift. Ein besonderes Highlight: die alten Mühlen am Suran, die sich malerisch in die Landschaft schmiegen. Man hört förmlich das Klappern der Wasserräder – oder ist das nur die Fantasie, befeuert durch den Film?

    Camping am Lac de Chalain – Ein See wie aus einem Gemälde

    Totones unbeschwerte Sommernächte spiegeln sich perfekt im Lac de Chalain wider. Dieser türkisfarbene See, umrahmt von steilen Felswänden und dichten Wäldern, ist einer der schönsten im ganzen Jura. Wer den Film gesehen hat, wird sich an die Szenen erinnern, in denen das Wasser die Sonne reflektiert und die Jugendlichen lachend hineinspringen.

    Ob Baden, Kanufahren oder einfach am Ufer entspannen – hier kommt echtes Sommerfeeling auf. Wer sich richtig auf das Filmgefühl einlassen will, kann auf einem der Campingplätze am See übernachten. Nachts, wenn die Sterne funkeln und das Wasser leise gegen das Ufer plätschert, fühlt man sich fast wie eine Figur aus Könige des Sommers.

    Simandre-sur-Suran – Dorfidylle mit Charme

    Auch Simandre-sur-Suran spielt eine wichtige Rolle im Film. Die typisch französischen Bauernhöfe mit ihren großen Holztoren und den alten Scheunen geben ein authentisches Bild des ländlichen Lebens.

    Besonders sehenswert ist die kleine romanische Kirche, die auf einer Anhöhe thront und von der aus man einen herrlichen Blick über die sanften Hügel der Region hat. Genau hier könnte man sich vorstellen, wie Totone nachdenkt, Pläne schmiedet und sich fragt, wohin sein Leben ihn führen wird.

    Fort des Rousses – Zwischen Geschichte und Käsekunst

    Ein ganz besonderer Drehort ist das Fort des Rousses. Einst eine riesige Militärfestung, dient es heute als Reifekeller für einen der berühmtesten Käsesorten Frankreichs: den Comté. Dieser würzige Hartkäse ist nicht nur im Film von zentraler Bedeutung, sondern auch im echten Leben des Jura unverzichtbar.

    Eine Führung durch das unterirdische Labyrinth der Festung ist ein echtes Erlebnis. Hier reifen Tausende von Käselaiben in perfektem Klima – ein Paradies für Käseliebhaber! Und wer nach dem Rundgang probiert, versteht sofort, warum Totone unbedingt am Wettbewerb teilnehmen wollte.

    Das Juragebirge – Ein Paradies für Naturfreunde

    Neben den Drehorten bietet das Jura noch so viel mehr: tiefe Wälder, spektakuläre Wasserfälle, geheimnisvolle Höhlen. Eine Wanderung zum Cascades du Hérisson, einer beeindruckenden Kaskade aus mehreren Wasserfällen, ist ein absolutes Highlight. Oder wie wäre es mit einer Kajaktour auf dem Fluss Ain, der sich durch wilde Schluchten schlängelt?

    Auch kulturell hat die Region einiges zu bieten. In Städten wie Lons-le-Saunier, der Heimat des berühmten Mineralwassers, oder Saint-Claude, dem Zentrum der Pfeifenherstellung, taucht man tief in die Traditionen des Jura ein.

    Kulinarische Entdeckungen – Ein Hoch auf Käse und Wurst

    Was wäre eine Reise ins Jura ohne seine Spezialitäten? Neben dem bereits erwähnten Comté sollte man unbedingt Morbier probieren, einen cremigen Käse mit einer markanten Ascheschicht in der Mitte.

    Dazu passt perfekt eine Portion Saucisse de Morteau, eine geräucherte Wurst, die über Tannenholz veredelt wird. Und als Dessert? Tarte aux Myrtilles, eine köstliche Heidelbeertarte, die nach Sommer und Freiheit schmeckt – fast so wie der Film selbst.

    Eine Reise wie ein Film – voller Abenteuer und Emotionen

    Wer Könige des Sommers mochte, wird diese Reise lieben. Denn das Jura ist mehr als nur eine Kulisse – es ist ein Gefühl. Eine Mischung aus rauer Schönheit, tief verwurzelter Tradition und ungebändigter Natur.

    Warum also nicht selbst auf Totones Spuren wandeln, ein Stück Comté probieren und sich von der Magie dieser einzigartigen Region verzaubern lassen?

    Ein Reisebericht von V.O.Yager


    Mehr über den Film

    https://de.wikipedia.org/wiki/Könige_des_Sommers

  • Serre-Ponçon – Das versunkene Tal der Hautes-Alpes

    Serre-Ponçon – Das versunkene Tal der Hautes-Alpes

    Ein See, der eine ganze Landschaft verschluckt hat – klingt nach einer Legende, oder? Doch genau das geschah in den 1950er Jahren in den französischen Hautes-Alpes. Wo einst die Durance ungehindert floss, breitet sich heute der imposante Stausee Lac de Serre-Ponçon aus. Ein Paradies für Urlauber, aber auch ein Ort voller Erinnerungen und bewegter Geschichte. […]

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  • Straßensicherheit in Savoie: Höchste Wachsamkeit nach Felsstürzen

    Straßensicherheit in Savoie: Höchste Wachsamkeit nach Felsstürzen

    Die Straßen in der französischen Region Savoie stehen unter strenger Beobachtung – und das aus gutem Grund. Anderthalb Jahre nach einem gewaltigen Felssturz in der Maurienne-Talregion laufen die Arbeiten zur Sicherung der betroffenen Felswand auf Hochtouren. Der Schaden war immens: Am 27. August 2023 brachen 15.000 Kubikmeter Gestein von der Bergwand ab und krachten in die Tiefe. Glück im Unglück – niemand wurde verletzt. Doch eine Autobahn, eine Departementsstraße und eine Bahnstrecke wurden schwer getroffen.

    Millioneninvestition für die Sicherheit

    Die Instandsetzung und Sicherung der gefährdeten Zone erfordern eine gigantische Baustelle. Arbeiter rücken den instabilen Felsen mit Sprengstoff, Baggern und teilweise sogar mit bloßen Händen zu Leibe. Eine gewaltige Herausforderung, denn es geht nicht nur darum, bestehende Schäden zu beseitigen – es muss auch verhindert werden, dass so etwas erneut passiert.

    Rund 14 Millionen Euro kostet das Großprojekt. Besonders bemerkenswert: Sechs Millionen davon trägt das Departement Savoie selbst. Das entspricht mehr als 60 Prozent des gesamten Budgets, das für Naturkatastrophen eingeplant ist. Eine enorme finanzielle Belastung. Olivier Thevenet, Vizepräsident des Departementsrats von Savoie und verantwortlich für Infrastruktur, bringt es auf den Punkt: „Wenn wir jedes Jahr ein solches Ereignis hätten, wüssten wir nicht, wie wir das finanziell stemmen könnten.“

    Schutzmaßnahmen in schwindelerregender Höhe

    Um die Straße dauerhaft zu sichern, wurden bereits mehrere Dutzend Meter Schutzgitter an der Felswand angebracht. Doch das ist nur ein Teil der Sicherheitsmaßnahmen. Experten überwachen die geologische Stabilität der Region genau, um frühzeitig Gefahren zu erkennen.

    Die Arbeiten in der Maurienne-Region zeigen eindrücklich, mit welchen Herausforderungen bergige Gebiete zu kämpfen haben. Wer hätte gedacht, dass ein einziger Felssturz so massive Konsequenzen nach sich zieht?

    Und die nächste Frage drängt sich auf: Wie viele solcher Ereignisse kann sich Savoie überhaupt noch leisten?

    Von C. Hatty

  • Emmanuel Macron und die Zukunft der Künstlichen Intelligenz

    Emmanuel Macron und die Zukunft der Künstlichen Intelligenz

    Am kommenden Sonntag wird Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einem exklusiven Interview auf France 2 die zentralen Herausforderungen und Chancen der Künstlichen Intelligenz (KI) für Frankreich und die Welt erörtern. Anlass ist der internationale Gipfel zur KI, der in Paris stattfindet und Staats- sowie Regierungschefs, Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler zusammenbringt. Das Ziel: ein gemeinsames Verständnis und verbindliche Leitlinien für die Entwicklung dieser revolutionären Technologie. Die Bedeutung dieser Konferenz kann kaum überschätzt werden. Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Forschungsfeld, sondern eine treibende Kraft wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderung. Ihre Anwendungen reichen von der Automatisierung industrieller Prozesse bis zur Diagnose von Krankheiten, von der Spracherkennung bis zur militärischen Nutzung. Der rasante Fortschritt bringt jedoch nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen mit sich. Wer kontrolliert die KI-…

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  • Hochwasser in der Bretagne: Aufräumen nach der Katastrophe

    Hochwasser in der Bretagne: Aufräumen nach der Katastrophe

    Nach dem historischen Hochwasser in der Bretagne beginnt in den betroffenen Gemeinden die mühsame Aufräumarbeit. In Saint-Nicolas-de-Redon und Redon (Ille-et-Vilaine) zeigen sich nach dem Rückgang der Wassermassen nun die verheerenden Schäden. Bewohner stehen vor der schwierigen Aufgabe, ihre zerstörten Häuser wieder bewohnbar zu machen – ein Prozess, der Wochen dauern könnte.

    Das Wasser ist weg – die Zerstörung bleibt

    „Hier stand das Wasser 90 Zentimeter hoch“, erzählt eine Bewohnerin von Saint-Nicolas-de-Redon, während sie fassungslos in ihrem verwüsteten Zuhause steht. Die Flut hat ihr gesamtes Hab und Gut zerstört. „Als alles unter Wasser stand, war es schlimm – aber jetzt zu sehen, was davon übrig ist, macht es noch schwerer.“ Schränke, Möbel, Elektrogeräte – alles unbrauchbar, überzogen von einer Schicht aus Schlamm und Feuchtigkeit.

    Doch nicht nur in den Häusern sind die Schäden immens. Straßen sind beschädigt, Gärten verwüstet, und auch kleine Geschäfte und Betriebe kämpfen mit den Folgen der Katastrophe.

    Freiwillige helfen den Betroffenen

    Während viele Bewohner kaum wissen, wo sie mit dem Aufräumen beginnen sollen, bekommen sie Unterstützung von zahlreichen Helfern. Freiwillige der Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen sind vor Ort, um Schutt zu beseitigen, beschädigte Möbel aus den Häusern zu tragen und den Menschen Hoffnung zu geben. Eine unbezahlbare Hilfe für diejenigen, die erschöpft und emotional angeschlagen sind.

    Viele Menschen hatten nicht mit einer solchen Flut gerechnet – jetzt müssen sie sich mit Versicherungen auseinandersetzen, Schäden dokumentieren und auf finanzielle Unterstützung hoffen.

    Ein Funken Normalität kehrt zurück

    Während in vielen Straßenzügen noch das Chaos herrscht, gibt es in Redon einen kleinen Lichtblick: Der Wochenmarkt unter den historischen Hallen hat wieder geöffnet. Nach Tagen voller Unsicherheit und Verluste bedeutet das für viele Bewohner ein Stück Normalität. „Endlich können wir wieder frische Produkte kaufen und uns mit den Nachbarn austauschen“, sagt eine Marktfrau erleichtert.

    Doch bis die am schwersten betroffenen Menschen in ihr gewohntes Leben zurückkehren können, wird es noch lange dauern. Experten schätzen, dass die Wiederherstellung der Infrastruktur, die Trocknung der Häuser und die Reparaturen mehrere Wochen, wenn nicht Monate in Anspruch nehmen werden.

    Wie geht es weiter?

    Die Flut von Januar wird als eine der schlimmsten in der Region in Erinnerung bleiben. Viele fragen sich, wie sie sich in Zukunft besser vor solchen Katastrophen schützen können. Müssen Deiche verstärkt werden? Braucht es neue städtische Baupläne, um Überschwemmungen zu verhindern? Oder ist es einfach eine Folge des Klimawandels, mit der man lernen muss zu leben?

    Eines ist sicher: Die Menschen in der Bretagne haben einmal mehr ihren Zusammenhalt und ihre Widerstandskraft bewiesen. Doch die nächsten Wochen werden für viele zur echten Bewährungsprobe.

    Autor: C.H.

  • Steigende Strom- und Gaspreise: Wie die neue Mehrwertsteuer die französischen Haushalte belastet

    Steigende Strom- und Gaspreise: Wie die neue Mehrwertsteuer die französischen Haushalte belastet

    Ab dem 1. August steigt die Mehrwertsteuer auf Strom und Gas in Frankreich drastisch an. Statt des bisherigen reduzierten Satzes von 5,5 % wird dann der volle Satz von 20 % fällig – eine Maßnahme, die durch EU-Vorgaben erzwungen wird. Doch was bedeutet das konkret für die Haushalte? Ein Beispiel aus dem Alltag: Familie unter Druck Eine vierköpfige Familie aus Colombes, einer Stadt in der Nähe von Paris, spürt die Auswirkungen der Energiekrise bereits deutlich. Ihr Haus mit 200 Quadratmetern wird mit Gas beheizt, das warme Wasser kommt aus einem elektrischen Boiler. Schon in den letzten zwölf Monaten sind die monatlichen Abschlagszahlungen für Gas von 172 auf 252 Euro gestiegen – eine Erhöhung um satte 46 %, obwohl ihr Verbrauch kaum gestiegen ist. Mit der bevorstehenden Erhöhung der Mehrwertsteuer dürften die Kosten weiter in die Höhe schnellen. Doch ist diese Steuererhöhung wirklich alternativlos? Warum steigt die Mehrwertsteuer? Bisher galt in Frankreich für Strom- und Gasabonnements…

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