Kategorie: Frankreich

  • Direkte Demokratie auf dem Prüfstand: Die Rolle des Referendums in der Fünften Republik

    Direkte Demokratie auf dem Prüfstand: Die Rolle des Referendums in der Fünften Republik

    Seit der Gründung der Fünften Französischen Republik im Jahr 1958 dient das Referendum als symbolträchtiges Instrument der direkten Demokratie. Es erlaubt dem Souverän – dem Volk – unmittelbare Mitbestimmung in zentralen Fragen der Staatsordnung. Doch so bedeutsam dieses Werkzeug auch erscheint, so selten wurde es eingesetzt – und oft war sein Gebrauch von strategischem wie persönlichem Kalkülen der politischen Führung geprägt. Die folgenden Abschnitte zeichnen die wichtigsten Stationen der französischen Referendumsgeschichte nach, analysieren ihre politische Bedeutung und fragen nach der Zukunft dieser demokratischen Praxis. Geburt der Fünften Republik: Die Stunde Null der neuen Ordnung Der 28. September 1958 markiert nicht nur die erste Volksabstimmung der neuen Ära, sondern auch deren konstitutionellen Urknall. Mit 82,6 % Zustimmung billigte die Bevölkerung die neue Verfassung, die unter der Regie von Charles de Gaulle entstanden war. Ziel war es, die politische Labilität der Vierte…

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  • Frankreich streicht den „Code noir“ – ein längst überfälliger Schritt gegen das koloniale Erbe

    Frankreich streicht den „Code noir“ – ein längst überfälliger Schritt gegen das koloniale Erbe

    Ein Gesetz aus dem Jahr 1685, das einst das Fundament für die gesetzlich geregelte Sklaverei in den französischen Kolonien bildete, soll nun – fast vier Jahrhunderte später – offiziell aufgehoben werden. François Bayrou, Premierminister Frankreichs, kündigte diesen symbolischen, aber gewichtigen Schritt am 13. Mai 2025 in der Nationalversammlung an. Die Nachricht schlug ein wie ein Donnerschlag. Viele waren überrascht – nicht nur von der geplanten Abschaffung, sondern auch von der Tatsache, dass dieser juristische Anachronismus überhaupt noch Bestand hatte. Ein Relikt des Unrechts Der sogenannte Code noir – wörtlich übersetzt: „Schwarzer Kodex“ – wurde 1685 unter Ludwig XIV. erlassen. Er legte fest, wie Sklaven in den französischen Kolonien behandelt werden sollten, welche Rechte ihre Besitzer hatten und welche Pflichten die Versklavten erfüllen mussten. Das Dokument, ein Inbegriff kolonialer Gewalt, fand Anwendung unter anderem in Guadeloupe, Martinique, Saint-Domingue (heute Haiti) u…

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  • Macron schlägt Alarm: „Was Netanjahu in Gaza tut, ist eine Schande“

    Macron schlägt Alarm: „Was Netanjahu in Gaza tut, ist eine Schande“

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich in einer außergewöhnlich offenen und direkten Fernsehansprache zu mehreren aktuellen Krisen geäußert – und dabei besonders mit seiner Kritik an Israels Premierminister Benjamin Netanjahu für Aufsehen gesorgt. In einer zweistündigen Live-Sendung auf dem Sender TF1 sprach Macron Klartext: Das Vorgehen Israels im Gazastreifen sei „inakzeptabel“ und „eine Schande“. Gaza: Deutliche Worte an Netanjahu Macron reagierte auf die dramatische Lage im Gazastreifen, wo Berichte über den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe kursieren. Der Präsident verurteilte diese Taktik scharf und forderte ein Ende der Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Für ihn ist klar: Ein Krieg darf niemals auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden – vor allem nicht mit Mitteln, die Menschen systematisch entrechten und aushungern. Der Ton, den Macron hier anschlägt, ist neu. Und vor allem: ungewohnt deutlich.

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  • Verteidigung der Freiheit: Robert De Niro rechnet in Cannes mit Donald Trump ab

    Verteidigung der Freiheit: Robert De Niro rechnet in Cannes mit Donald Trump ab

    Hollywood-Legende Robert De Niro hat bei der Eröffnung des Filmfestivals in Cannes kein Blatt vor den Mund genommen. Mit scharfen Worten prangerte er Donald Trump an und rief Künstler weltweit auf, die Demokratie zu verteidigen – mit Leidenschaft und Entschlossenheit.

    Der 81-jährige Schauspieler, der mit einer Ehrenpalme für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, nutzte die Bühne nicht nur für Dankesworte. Vielmehr verwandelte er seine Rede in einen flammenden Appell für Freiheit, Vielfalt und künstlerische Ausdruckskraft – Werte, die seiner Meinung nach durch autokratische Tendenzen bedroht sind.

    „Kunst ist inklusiv, Kunst sucht nach Freiheit, Kunst lebt von Diversität – und genau deshalb wird sie angegriffen“, sagte De Niro mit fester Stimme, während die Zuschauer im Grand Théâtre Lumière gebannt lauschten. Die symbolträchtige Kulisse des renommierten Filmfestivals schien ihm den perfekten Rahmen für seine Botschaft zu bieten.

    Die politische Spitze war klar adressiert: Donald Trump. Für De Niro ist der US-Präsident der Inbegriff einer Bedrohung für demokratische Grundwerte – „ein ignoranter Mann“, wie er ihn nannte. Seine Kritik reichte dabei über bloße Rhetorik hinaus: Trump habe die Mittel für Geisteswissenschaften gekürzt, Bildungsprogramme vernachlässigt und fordere nun sogar 100 Prozent Zoll auf ausländische Filme. „Das ist inakzeptabel – und es betrifft nicht nur Amerika, es ist ein weltweites Problem.“

    Man spürte: Hier spricht kein Schauspieler in einer Rolle, sondern ein besorgter Bürger, der sein politisches Engagement ernst nimmt. „Wir müssen heute handeln, sofort – friedlich, aber mit Leidenschaft und Überzeugung“, forderte De Niro unter tosendem Applaus. Dabei rief er alle freiheitsliebenden Menschen auf, sich zu organisieren, zu protestieren und – wenn es an der Zeit ist – zu wählen.

    Ist es nicht genau das, was Kunst und Kultur leisten können? Sprachrohr sein für all jene, die keine Bühne haben – und eine Vision vermitteln von einer gerechteren Welt. De Niro zeigte in Cannes, dass Kino mehr ist als Unterhaltung. Es ist auch politisches Statement, Spiegel der Gesellschaft und Kampfansage gegen Unterdrückung.

    Juliette Binoche, die diesjährige Jurypräsidentin, und Moderator Laurent Lafitte begrüßten seine Worte und würdigten das Engagement der Schauspielerinnen und Schauspieler, die ihre Stimme für gesellschaftliche Themen erheben. Gerade jetzt, in einer Zeit globaler Unsicherheit, sei diese Haltung wichtiger denn je.

    Zum Abschluss seiner Rede zitierte De Niro die französischen Grundwerte „Liberté, Égalité, Fraternité“ – ein Gänsehautmoment, bei dem selbst gestandene Branchenprofis ergriffen applaudierten. Es war ein Appell, der weit über die Mauern des Festspielhauses hinaus hallte.

    Denn klar ist: Die Freiheit, die viele für selbstverständlich hielten, steht auf dem Spiel. Und vielleicht braucht es genau solche Momente – wenn Kunst und Politik aufeinanderprallen – um daran zu erinnern, wie wertvoll sie ist.

    Von C. Hatty

  • Erdbeben erschüttert das Departement Vaucluse – viele wachen mit einem Schrecken auf

    Erdbeben erschüttert das Departement Vaucluse – viele wachen mit einem Schrecken auf

    Ein ganz normaler Dienstagmorgen im Mai – bis um 5:35 Uhr plötzlich der Boden bebte. Ein Erdbeben der Stärke 3,0 rüttelte am frühen 13. Mai 2025 die Menschen in der Vaucluse auf. Das Epizentrum lag nur rund acht Kilometer östlich von Avignon, in der Nähe von Morières-lès-Avignon.

    Klingt erstmal harmlos. Und doch – in Avignon, Vedène, Le Pontet oder Entraigues-sur-la-Sorgue war der Schreck spürbar.


    Ein lauter Knall – und dann vibrierten die Wände

    Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Auf den sozialen Netzwerken tauschten sich viele Anwohner direkt aus. Es war die Rede von einem „riesigen Knall“, gefolgt von Zittern in den Wänden und sich bewegenden Möbeln. Wer da noch geschlafen hatte, war spätestens jetzt hellwach. Manche dachten sogar an eine Explosion – kein Wunder, wenn man sich plötzlich wie in einem Actionfilm fühlt, während man noch im Pyjama dasteht.

    Glücklicherweise blieben Schäden und Verletzungen aus. Die Feuerwehr meldete keine Einsätze, und auch sonst gab es keine nennenswerten Folgen. Das Erdbeben ging also vergleichsweise glimpflich vorbei.


    Vaucluse – kein Neuling in Sachen Erdbeben

    Wer in dieser Region wohnt, weiß: Der Boden ist hier nie ganz ruhig. Die Vaucluse gehört zu einer Zone mittlerer Erdbebengefahr. Genauer gesagt sind 121 Gemeinden in Zone 3, weitere 30 sogar in Zone 4 eingestuft. Klingt technisch – heißt aber: Hier rumpelt es immer mal wieder.

    Erdbeben wie dieses kommen also öfter vor. Zwar sind sie meist nicht stark, doch sie erinnern daran, dass Naturgewalten auch in diesen Regionen Frankreichs ihre Spuren hinterlassen können. Und sie zeigen, wie wichtig es ist, Gebäude erdbebensicher zu bauen – das ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit.


    Keine Schäden – aber Schrecken

    Es braucht nicht immer einen Einsturz, damit ein Beben Wirkung zeigt. Dieses Ereignis hat das Bewusstsein vieler Menschen für die Gefahren der Erde geweckt.

    Gerade weil keine größeren Schäden entstanden sind, spricht man von Glück im Unglück. Aber kann man sich darauf verlassen? Die Behörden jedenfalls bleiben wachsam. Die seismologischen Institute beobachten die Region genau – rund um die Uhr.


    Naturphänomen oder Vorbote?

    Die Frage steht im Raum: War das ein Einzelfall oder ein Signal für mehr? Niemand kann das mit Sicherheit sagen. Aber die Geschichte zeigt – Erdbeben kündigen sich oft nicht an. Manchmal kommt der große Knall eben ohne Vorwarnung.

    Doch gerade das macht es so wichtig, vorbereitet zu sein. Von der Schulung der Einsatzkräfte über den richtigen Notfallplan bis hin zur Kommunikation – die Region muss auf alles gefasst sein. Das klingt dramatisch, ist aber der einzige Weg, Risiken zu minimieren.


    Ein Erdbeben, das wachrüttelt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn

    Am Vormittag wurde vielerorts über das Erlebte gesprochen. In Cafés, beim Bäcker, auf dem Weg zur Arbeit – das Beben war Gesprächsthema Nummer eins. Kein Wunder, schließlich erlebt man so etwas nicht alle Tage. Und wer’s erlebt hat, vergisst es auch so schnell nicht.

    Und das zeigt: Auch kleine Naturereignisse haben ihre Wirkung. Sie stellen Fragen, rufen Erinnerungen wach, machen Menschen wachsam. Vielleicht ist das der größte Wert dieses Erdbebens – nicht die Stärke auf der Richterskala, sondern die Stärke des Eindrucks, den es hinterlässt.

    Von Andreas M. B.

  • Vézelay – wo Himmel und Erde sich die Hand geben

    Vézelay – wo Himmel und Erde sich die Hand geben

    Wer diesen kleinen Ort in Burgund besucht, der ahnt schnell: Hier ist nicht nur Geschichte greifbar, sondern auch ein ganz eigener Zauber. Vézelay liegt hoch auf einem Hügel, thront über dem Umland wie eine Königin – ruhig, stolz und voller Würde. Der Blick in die Ferne, die frische Luft, das Glitzern der Sonne auf den […]

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  • Rote-Bete-Tatar mit Ziegenkäse-Eis

    Rote-Bete-Tatar mit Ziegenkäse-Eis

    Eine vegetarische Vorspeise mit Wow-Faktor – aromatisch, farbenfroh und texturreif.

    🥄 Einleitung: Klassik trifft Coolness Das klassische Tatar wird meist mit Fleisch oder Fisch assoziiert, doch in der modernen Gemüseküche hat die Rote Bete längst ihren Platz als elegante Hauptzutat erobert. In dies…

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  • Bouillabaisse-Essenz mit Jakobsmuschel und Fenchel-Schaum

    Bouillabaisse-Essenz mit Jakobsmuschel und Fenchel-Schaum

    Ein Gang, der nach Meer schmeckt, nach Sonne der Provence duftet – und gleichzeitig leicht, elegant und höchst aromatisch auftritt. Ideal als Vorspeise in einem Sternemenü oder als feiner Zwischengang bei deinem persönlichen Dîner de Luxe.

    🧑‍🍳 Warum dieses Gericht? Die klassische Bouillabaisse aus …

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  • Depardieu verurteilt: Wenn ein Denkmal fällt

    Depardieu verurteilt: Wenn ein Denkmal fällt

    Der 13. Mai 2025 hat ein Kapitel geschrieben, das sich tief in die Geschichte des französischen Films eingraben wird. Gérard Depardieu, einst gefeiert als Ausnahmetalent und Symbol französischer Filmkunst, ist vom Pariser Strafgericht für zwei sexuelle Übergriffe verurteilt worden. Die Taten ereigneten sich im Jahr 2021 während der Dreharbeiten zum Film Les Volets Verts. Das Strafmaß: 18 Monate Haft auf Bewährung, ein zweijähriges Politikverbot und die Eintragung ins Strafregister für Sexualdelikte.

    Ein Urteil, das kam wie ein Donnerschlag – und doch von vielen erwartet wurde.


    Urteil im Rampenlicht

    Der Zeitpunkt war fast symbolisch. Während in Cannes der rote Festival-Teppich ausgerollt wurde, fiel in Paris ein Urteil, das Frankreichs Filmszene erschütterte. Die Öffentlichkeit verfolgte das Verfahren mit wachem Auge, denn Depardieu ist nicht irgendwer. Er ist der Depardieu – eine schillernde Figur, ein wandelndes Denkmal, das nun gewaltig ins Wanken geraten ist.

    Die beiden Klägerinnen, eine Dekorateurin (54) und eine Regieassistentin (34), hatten Depardieu obszöner Äußerungen und grenzüberschreitender Berührungen bezichtigt. Das Gericht folgte ihrer Darstellung, gestützt durch Beweise und Aussagen von Zeugen.


    Kampf um Glaubwürdigkeit

    Während die Klägerinnen durch ihre Anwältinnen sprachen, schwieg Depardieu – auch am Tag des Urteils. Er war, so hieß es, zu Dreharbeiten auf den Azoren. Sein Anwalt aber schoss scharf: Von „automatischer Verurteilung“ war die Rede, von einer Justiz, die den Angeklagten zum Feindbild mache. Man werde in Berufung gehen.

    Doch der Richterspruch steht. Und mit ihm auch ein Signal: Niemand ist unangreifbar.


    Worte, die Wunden öffnen

    Für die beiden Frauen ging es nicht nur um Gerechtigkeit, sondern auch um das Ende eines seelischen Spießrutenlaufs. Die Justiz sprach von „sekundärer Viktimisierung“ – ein nüchterner Begriff für das, was Betroffene oft erleben: neue Schmerzen durch das Verfahren selbst.

    Und so saßen da nicht nur zwei Klägerinnen im Gericht, sondern auch zwei Frauen, die der Öffentlichkeit ihre Wunden zeigten. Der Mut wurde anerkannt – juristisch wie gesellschaftlich.


    Schatten auf einem leuchtenden Namen

    Wer Gérard Depardieu sagt, denkt an Cyrano de Bergerac, an Jean de Florette, an Porthos, Obélix – an schier überlebensgroße Filmgestalten. Nun aber geht sein Name durch eine andere Presse: nicht in Feuilletons, sondern unter der Rubrik „Vermischtes – Justiz“.

    Während Weggefährtinnen wie Catherine Deneuve oder Fanny Ardant öffentlich zu ihm hielten, blieben andere stumm oder distanziert. Die Gleichstellungsministerin Aurore Bergé machte es deutlich: Sie werde sich Depardieus nächsten Film nicht ansehen – aus Respekt vor den Betroffenen.

    Ein Denkmal wackelt. Vielleicht stürzt es sogar.


    Wird das Schule machen?

    Die Auswirkungen dieses Urteils könnten weitreichend sein. Der Fall Depardieu steht sinnbildlich für ein neues Kapitel im französischen #MeToo-Diskurs. Lange war Frankreichs Kulturszene in dieser Hinsicht zögerlich. Doch jetzt? Jetzt könnte sich etwas verschieben.

    In der Schwebe ist aktuell noch ein weiteres Verfahren gegen Depardieu – das wegen mutmaßlicher Vergewaltigung von Charlotte Arnould. Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Überweisung an ein Schwurgericht beantragt. Ein Termin dafür steht aber noch nicht fest.


    Ein neues Selbstverständnis?

    Klar ist: Das Urteil gegen Gérard Depardieu hat nicht nur eine juristische, sondern auch eine kulturelle Bedeutung. Es zeigt, dass Macht und Ruhm keine Freikarte für Grenzüberschreitungen mehr sind. Es markiert vielleicht den Anfang eines wichtigen Wandels – oder wenigstens den Versuch, alte Muster zu durchbrechen.

    Natürlich: Ein Urteil allein verändert nicht die Welt. Aber es kann ihr einen Schubs geben.

    Und manchmal reicht genau das, damit wichtige Dinge ins Rollen zu kommen.

    Von Andreas M. B.

  • Volksentscheid für Steuergerechtigkeit? Die CFDT macht Druck auf Macron

    Volksentscheid für Steuergerechtigkeit? Die CFDT macht Druck auf Macron

    Inmitten wachsender gesellschaftlicher Spannungen und einer zunehmenden Entfremdung zwischen Bürgern und Staat wirft die Gewerkschaft CFDT ein heißes Eisen in den Ring: Marylise Léon, die Generalsekretärin des reformorientierten Gewerkschaftsbundes, fordert einen nationalen Volksentscheid – über nichts Geringeres als die Frage der Steuergerechtigkeit. Der Zeitpunkt? Kein Zufall. Präsident Emmanuel Macron hat für den heutigen Abend eine vielbeachtete Fernsehansprache angekündigt und dabei Referenden zu verschiedenen Themen in Aussicht gestellt. Doch der Vorschlag der CFDT zielt in eine Richtung, die der Präsident bislang elegant umschifft hat. Das letzte große Tabu: Steuergerechtigkeit Léon bringt es auf den Punkt: Die Steuerpolitik sei in Frankreich nach wie vor ein Tabuthema. „Dogmatisch“ sei der Umgang der Regierung mit dem Thema, kritisiert sie. Ein Referendum könne den nötigen Druck erzeugen, um Bewegung in ein festgefahrenes System zu bringen. Denn auch wenn viele Menschen bereit …

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