Kategorie: Frankreich

  • Velouté de Potimarron à la Noisette

    Velouté de Potimarron à la Noisette

    Ein samtiger Kürbisgenuss mit Haselnussnote – herbstlich, französisch, raffiniert.

    🧄🍂 Einführung: Die Seele des Novembers in einer Schale Die französische Küche ist bekannt für ihre Fähigkeit, einfache Zutaten in sinnliche Erlebnisse zu verwandeln. In der „Velouté de Potimarron à la Noisette“ verei…

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  • Zwischen Nebel und Flammen: Wie die Bretagne Samhain feiert – jenseits von Halloween

    Zwischen Nebel und Flammen: Wie die Bretagne Samhain feiert – jenseits von Halloween

    Wenn die Tage kürzer, die Nächte kühler und die Wälder der Bretagne vom ersten Herbstnebel durchzogen werden, beginnt eine besondere Zeit im Westen Frankreichs. Keine schnöde Halloween-Kopie, kein bloßes Süßes-oder-Saures. Sondern: Samhain oder Samain. Oder wie man hier sagt: Kala Goañv – der Winter…

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  • Joigny – Genuss & Qualität an beiden Ufern der Yonne

    Joigny – Genuss & Qualität an beiden Ufern der Yonne

    Joigny. Schon der Name klingt ein wenig wie ein langgezogenes Seufzen – und genauso fühlt sich ein Besuch dort auch an. Die Stadt liegt direkt an der Yonne, etwa auf halbem Weg zwischen Auxerre und Sens, mitten im grünen Herzen von Burgund. Hier verbinden sich Altstadtromantik, exzellente Gastronomie und die Gelassenheit einer kleinen Flussstadt zu […]

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  • Wenn Bilder lauter sprechen als Worte – Die Macht der Karikatur in der französischen Presse

    Wenn Bilder lauter sprechen als Worte – Die Macht der Karikatur in der französischen Presse

    Ein spitzer Bleistift, ein weißes Blatt – mehr braucht es nicht, um in Frankreich ein politisches Erdbeben auszulösen. In einer Welt, die von Bildern überflutet wird, gelingt es dem Pressezeichner mit wenigen Strichen, mitten ins Herz der Debatte zu treffen. Keine lange Analyse, keine endlose Kolumn…

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  • Mord in Mouans-Sartoux: Als das eigene Zuhause zum Tatort wurde

    Mord in Mouans-Sartoux: Als das eigene Zuhause zum Tatort wurde

    Ein kleiner Ort, eine ruhige Straße, ein unscheinbares Wohnhaus. Nichts deutete darauf hin, dass sich hinter einer Wohnungstür in Mouans-Sartoux – dieser kleinen südfranzösischen Gemeinde in den Alpes-Maritimes – ein Drama abspielen würde, das am Ende mit einem grausamen Mord endet. Doch am Sonntagmittag, dem 2. November 2025, kurz nach 13 Uhr, bricht hier der Alltag jäh auseinander. Ein Mann um die 60 wird im Eingangsbereich des Wohnhauses mit mehreren Messerstichen getötet. Der mutmaßliche Täter? Sein eigener Sohn. Ein Verbrechen mit Zeugen Die Szene ist brutal. Mehrere Nachbarn werden Augenzeugen, als sich die Tat mitten in den gemeinschaftlich genutzten Fluren des Hauses ereignet. Laut Bürgermeister Pierre Aschieri soll der Sohn seinen Vater direkt vor der Familienwohnung attackiert haben – mit solcher Wucht, dass der zuständige Staatsanwalt später von einer „ungewöhnlichen Gewalt“ spricht. Minuten nach dem Angriff zieht sich der Täter in die elterliche Wohnung zurück, wo ihn die G…

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  • Jordan Bardella – Kronprinz im Wartestand

    Jordan Bardella – Kronprinz im Wartestand

    Im Rassemblement National (RN) hat sich eine leise, aber tiefgreifende Machtverschiebung vollzogen. Während Marine Le Pen – jahrelang unangefochtene Galionsfigur der französischen Rechten – durch juristische Turbulenzen geschwächt ist, rückt Jordan Bardella zunehmend ins Zentrum der politischen Bühne. Der 30-jährige Parteipräsident gibt sich loyal, doch seine Positionierung ist unmissverständlich: Sollte Le Pen 2027 nicht kandidieren können, stehe er bereit. Ein Erbe mit Ablaufdatum? Marine Le Pen war über zwei Jahrzehnte hinweg das Gesicht und die Stimme des RN – sie hat den Übergang vom Front National zum modernisierten Rassemblement National maßgeblich geprägt. Drei Mal trat sie bei Präsidentschaftswahlen an, zuletzt 2022 mit knapp 42 % in der Stichwahl gegen Emmanuel Macron. Doch im Frühjahr 2025 folgte ein juristischer Einschnitt: Fünf Jahre Unwählbarkeit wegen Veruntreuung von EU-Geldern im Zusammenhang mit der Beschäftigung parteinaher Mitarbeiter als Parlamentsassistenten. Zwar…

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  • Frankreichs Haushalt 2026: Ein Signal an die Reichen, aber keine Revolution

    Frankreichs Haushalt 2026: Ein Signal an die Reichen, aber keine Revolution

    Frankreichs Regierung will das Haushaltsdefizit senken – und steht dabei unter wachsendem Druck, auch die vermögendsten Bürger stärker in die Pflicht zu nehmen. Im Zentrum des Budgetentwurfs 2026 stehen mehrere steuerpolitische Maßnahmen, die suggerieren: Auch große Vermögen sollen einen höheren Beitrag leisten. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Der finanzielle Effekt dürfte begrenzt bleiben. Die Diskussion um eine gerechtere Vermögensbesteuerung entzündet sich in Frankreich seit Jahren regelmäßig – mit Blick auf die wachsende Vermögenskonzentration im Land und den Abbau des traditionellen Impôt de solidarité sur la fortune (ISF) unter Präsident Macron im Jahr 2018. Die politische Symbolik bleibt hoch, die fiskalische Substanz hingegen ist überschaubar.

    Neue Regeln für „unproduktiven“ Besitz Am auffälligsten ist die geplante Transformation des bisherigen Impôt sur la fortune immobilière (IFI) in ein neues Instrument: Impôt sur la fortune improductive (IFI-i). Diese Steuer soll k…

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  • Herbstgeflüster in den Vogesen

    Herbstgeflüster in den Vogesen

    Wenn der Wald zu flüstern beginnt und die Blätter in Flammen stehen – dann ist die Zeit gekommen, die Vogesen im Herbst zu entdecken. Manchmal reicht ein einziger Spaziergang, um sich in eine ganze Region zu verlieben. Die Vogesen, dieses sanft geschwungene Mittelgebirge im Nordosten Frankreichs, haben im Herbst etwas Magisches – und das nicht […]

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  • Zucman-Steuer gescheitert – und nun? Frankreichs Regierung vor der nächsten Bewährungsprobe

    Zucman-Steuer gescheitert – und nun? Frankreichs Regierung vor der nächsten Bewährungsprobe

    Der symbolträchtige, aber auch finanzpolitisch bedeutsame Vorschlag einer Vermögensteuer nach dem Modell von Gabriel Zucman ist in der französischen Nationalversammlung durchgefallen. Das Nein zum Gesetzestext – wie auch zu einer abgeschwächten Version – hat nicht nur politische Sprengkraft, sondern bringt auch konkrete Auswirkungen für den Haushaltsplan 2026 mit sich. Der Vorstoß zur stärkeren Besteuerung extrem hoher Vermögen wurde damit aufgeschoben – oder vorerst beerdigt. Die Regierung unter Premierminister Sébastien Lecornu steht nun unter Zugzwang: Ihr fehlt ein zentrales Finanzierungselement für den kommenden Haushalt. Gleichzeitig offenbart die Abstimmung ein strukturelles Dilemma: die Schwierigkeit, neue Mehrheiten für ambitionierte Reformen zu bilden – insbesondere im sensiblen Bereich der Steuerpolitik.

    Der Absturz eines finanzpolitischen Symbols Der ursprüngliche Gesetzentwurf, inspiriert vom französischen Ökonomen Gabriel Zucman, sah einen Mindeststeuersatz von 2 Prozent…

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  • Martinique: Die Montagne Pelée bebt – Was unter der Erde brodelt

    Martinique: Die Montagne Pelée bebt – Was unter der Erde brodelt

    Wer in diesen Tagen in den Norden der französischen Karibikinsel Martinique blickt, sieht – nichts Auffälliges. Die Montagne Pelée, jener ikonische Vulkan, der sich über die üppige Landschaft erhebt, liegt scheinbar friedlich da. Doch der Schein trügt. Unter der Oberfläche tut sich etwas. Und zwar nicht wenig.

    In den vergangenen Wochen wurde unter dem Vulkan eine beunruhigend hohe Anzahl an kleinen Erdbeben registriert – mehr als 6.000 in nur einem Monat. Allein zwischen dem 26. September und dem 3. Oktober 2025 verzeichnete das Observatoire Volcanologique et Sismologique de Martinique (OVSM) über 2 500 seismische Ereignisse. Im Vergleich: In den vier Wochen davor lag der Wochendurchschnitt noch bei rund 1.500. An anderen Stellen ist sogar von über 8.000 Beben in vier Wochen die Rede.

    Das ist kein Rauschen im Hintergrund. Das ist ein Alarmton – wenn auch ein leiser.

    Was genau passiert da?

    Die meisten dieser Erdbeben sind so schwach, dass sie von der Bevölkerung nicht gespürt werden. Und dennoch sagen sie viel über den Zustand des Vulkans aus. Sie konzentrieren sich auf einen Bereich nur wenige Kilometer unterhalb des Gipfels, in Tiefen zwischen 0,9 und 4,3 Kilometern. Besonders auffällig: Es handelt sich nicht nur um klassische Mikrobeben, sondern um sogenannte hybride oder Long-Period-Ereignisse. Diese deuten auf Bewegungen von Gas oder Flüssigkeit im Inneren des Vulkans hin – Anzeichen für ein „Erwachen“.

    Oder besser gesagt: eine „Reaktivierung“. Denn ganz wach war die Montagne Pelée schon lange nicht mehr.

    Ein Vulkan mit Geschichte – und Trauma

    Die Montagne Pelée ist nicht irgendein Vulkan. Am 8. Mai 1902 ging sie mit verheerender Wucht in die Geschichte ein: Eine pyroklastische Wolke zerstörte damals die Stadt Saint-Pierre, tötete fast 30.000 Menschen binnen Minuten und verwandelte den Ort in ein apokalyptisches Trümmerfeld.

    Seitdem gehört der Vulkan zu den am intensivsten überwachten des französischen Überseegebiets. Und seine Geschichte wirkt wie ein stiller Mahner: Nimm die Zeichen ernst – aber verliere nicht den Kopf.

    Was sagen die Expert:innen?

    Die gute Nachricht: Aktuell gibt es keine Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Eruption. Es wurde keine signifikante Deformation des Vulkangebäudes festgestellt, auch die Gasemissionen zeigen keine ungewöhnlichen Ausschläge. Dennoch: Der Lärm im Innern ist nicht zu überhören – zumindest nicht für die empfindlichen Instrumente des OVSM.

    Die Behörde spricht von einem seismischen Energiepegel, der „so hoch ist wie noch nie seit Beginn der Reaktivierung im Jahr 2019“. Man beobachtet. Man misst. Man wertet aus. Und man warnt, ohne Panik zu verbreiten.

    Denn die Erfahrung zeigt: Solche Phasen können entweder in eine Eruption münden – oder sich schlicht verlaufen, ohne dass etwas Dramatisches passiert.

    Was heißt das für die Menschen auf der Insel?

    Für die Bewohner:innen Martiniques – ebenso wie für Tourist:innen – bedeutet das vor allem: informiert bleiben. Die Behörden raten dazu, sich regelmäßig über die offiziellen Kanäle des OVSM auf dem Laufenden zu halten. In Risikozonen, insbesondere im Norden der Insel, sollte man sich mit den offiziellen Evakuierungsplänen bekannt machen. Bei spürbaren Erschütterungen gilt: Ruhe bewahren, Schutz suchen, Abstand von instabilen Hängen halten.

    Es geht nicht um Alarmismus, sondern um Aufmerksamkeit. Denn zwischen Überreaktion und Verharmlosung liegt ein schmaler Grat. Genau auf diesem Grat bewegt sich Martinique derzeit.

    Ein Balanceakt zwischen Alltag und Alarmbereitschaft

    Man darf nicht vergessen: Martinique ist nicht nur eine Vulkaninsel, sondern auch ein Sehnsuchtsort für Tourist:innen, ein Lebensraum für Zehntausende. Wirtschaft, Alltag, Normalität – all das steht in einem Spannungsfeld mit der latenten Bedrohung aus der Tiefe.

    Ein plötzlicher Einbruch der Tourismuszahlen, Panikkäufe oder übereilte Evakuierungen wären überzogen. Doch die jetzige Situation ist auch eine Chance: Sie zwingt zur Verbesserung der Informationsketten, zur Übung des Ernstfalls, zur Schärfung der Wahrnehmung. Denn wenn sich eines gezeigt hat in der Geschichte aktiver Vulkane: Am Ende zählt, wer vorbereitet ist.

    Und jetzt?

    Die Montagne Pelée brodelt – und sie schläft nicht. Die Wissenschaft hört ihr genau zu. Und sie tut gut daran. Denn selbst wenn es keine unmittelbare Gefahr gibt, ist dieses seismische „Flüstern“ ein wertvoller Hinweis darauf, dass unter dem Gipfel Bewegung herrscht.

    Vielleicht bleibt alles ruhig. Vielleicht auch nicht. Doch wer sich vorbereitet, hat im Ernstfall mehr als nur einen Schritt Vorsprung.

    Autor: Andreas M. Brucker