Kategorie: Frankreich

  • Kraftstoff: Preisrekorde bereiten Sorgen

    Kraftstoff: Preisrekorde bereiten Sorgen

    Schon drei Monate nach dem spektakulären Preisanstieg im Herbst, der die Exekutive dazu veranlasste, der Hälfte der Franzosen eine „Inflationszulage“ zu zahlen, steht der erneute deutliche Anstieg der Benzinpreise wieder im Mittelpunkt. Der Verband „40 millions d’automobilistes“ (40 Millionen Autofahrer) fordert angesichts der nie zuvor erreichten Preise stärkere staatliche Maßnahmen.

    Am 21. Oktober vorigen Jahres kündigte Premierminister Jean Castex die Einführung einer „Inflationszulage“ in Höhe von 100 Euro an, um den starken Anstieg der Kraftstoffpreise auszugleichen. Jeder zweite Franzose sollte in den Genuss der staatlichen Unterstützung kommen, d. h. 38 Millionen Bürger, was für den Staat Kosten von rund 3,8 Milliarden Euro bedeutete.

    Die Mehrkosten für Benzin waren laut Experten auf die wirtschaftliche Erholung zurückzuführen, die den Preis für ein Barrel Öl in die Höhe schnellen ließ. Damals hoffte man, dass sich dieser Trend bald wieder beruhigen würde. Fast drei Monate später ist von einer Beruhigung allerdings nichts zu spüren. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

    Nachdem im Herbst der Presi von 1,55 Euro für Dieselkraftstoff erreicht wurde, wurde heute die Marke von 1,60 Euro überschritten, was einen Anstieg von 20 Cent innerhalb von 12 Monaten bedeutet. Diesel und Bleifrei 95 waren in Frankreich noch nie so teuer.

    Des Verband „40 Millionen Autofahrer“, ging daher Anfang der Woche auf die Barrikaden. Er richtete einen offenen Brief an den Elysée-Palast, in dem er an Emmanuel Macron appellierte, die Preise zu senken.

    Im Mittelpunkt der Forderungen steht nicht etwa eine neue Inflationszulage, sondern die Senkung der Steuern, insbesondere der Mehrwertsteuer, um die Kraftstoffpreise akzeptabler zu machen. Wenn ein Franzose heute 100 Euro für Benzin bezahlt, entfallen 60 Euro auf Steuern (TICPE, Mehrwertsteuer…).

    Laut Wirtschaftsminister Bruno Le Maire würde die Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoff um nur einen Cent einen Einnahmeverlust von 500 Millionen Euro für die Staatskasse bedeuten.

    Der Anstieg der Benzinpreise könnte weiter anhalten, da die wirtschaftliche Erholung trotz der Omikron-Variante anhält. Auch die jüngsten Spannungen in Kasachstan, dem größten Ölproduzenten in Zentralasien, könnten dazu beitragen. Selbst in den USA, die dank des Schieferöls zu den weltweit größten Ölproduzenten gehören, sind die Benzinpreise in 2021 um insgesamt fast 50% gestiegen.

  • Strompreisanstieg: Bruno Le Maire verspricht 2022 nicht mehr als 4%

    Strompreisanstieg: Bruno Le Maire verspricht 2022 nicht mehr als 4%

    Nach wochenlangen Verhandlungen wurde schließlich eine Einigung zwischen dem Stromanbieter EDF und dem Staat erzielt, um den nächsten Anstieg der Strompreise, der am 1. Februar 2022 erfolgen soll, auf 4% zu begrenzen. „Der Anstieg der Strompreise wird 2022 nicht mehr als 4% betragen“, versicherte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Donnerstag gegenüber der Zeitung Le Parisien. „Die Regierung wird die EDF auffordern, mehr Strom zu niedrigen Preisen an seine Konkurrenten zu verkaufen, um das Versprechen zu halten“, kündigte der Minister an. „Nach einer Senkung der Stromsteuer und der mit der EDF gefundenen Lösung wird die Stromrechnung der Franzosen im gesamten Jahr 2022 um nicht mehr als 4% steigen. Dies bedeutet eine große Anstrengung des Staates und der EDF. Ohne diese Maßnahme hätte der Anstieg am 1. Februar 2022 mehr als 35% betragen“. „Kein Aufholen im Jahr 2023“ Die Regierung, die bereits die Stromsteuer stark gesenkt hatte, wird „eine zusätzliche Maßnahme umsetzen, indem sie di…

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  • Schulen: Jean-Michel Blanquer verspricht mindestens 8.000 neue Mitarbeiter

    Schulen: Jean-Michel Blanquer verspricht mindestens 8.000 neue Mitarbeiter

    Der Bildungsminister kündigte insbesondere die Einstellung von 1.700 „Mediatoren zur Bekämpfung des Coronavirus“, 1.500 Lehrkräften und 1.500 zusätzlichen Verwaltungskräften an, die Schulleiter und Schulleiterinnen unterstützen sollen. Mindestens 8.000 zusätzliche Arbeitskräfte werden in Kürze in Bildungeinrichtungen eingestellt, um die Gesundheitskrise zu bewältigen. Dies berichtete Franceinfo am Freitag nach den Ankündigungen von Bildungsminister Jean-Michel Blanquer, der sich am Donnerstagabend zu den Lehrerstreiks geäußert hatte. Lesen sie auch: Lehrerstreik: Massenmobilisierung in ganz Frankreich Zu den angekündigten Verstärkungen gehören 1.500 Assistenten für Erziehung, Lehr- und Aufsichtspersonen, die die Teams in den Collèges und Lycées verstärken werden. Das kündigte der Bildungsminister nach einem Treffen mit den Gewerkschaften an. Zweitens werden 1.500 zusätzliche Verwaltungsangestellte die Schulleitungen unterstützen, und für die Umsetzung des Gesundheitsprotokolls in den B…

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  • Gericht setzt Pariser Maskenpflicht im Freien aus

    Gericht setzt Pariser Maskenpflicht im Freien aus

    Ein Gericht hat die seit der Silvesternacht geltende Vorschrift, nach der Pariser Bürger in allen Außenbereichen Masken tragen müssen, ausgesetzt. Die Pariser Kommunalbehörden gehörten zu den vielen, die zusätzlich zu der nationalen Vorschrift, dass in allen öffentlichen Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen sind, zusätzliche Vorschriften zum Tragen von Masken im Freien erlassen haben. Die Pariser Vorschrift, die das Tragen von Masken in allen Außenbereichen, einschließlich der Straße, vorschrieb, wurde nun von einem Gericht ausgesetzt, das sie als „übermäßige, unverhältnismäßige und unangemessene (…) Verletzung der individuellen Freiheit“ bezeichnete. Das Verwaltungsgericht hat den Erlass des Präfekten einen Tag nach der Aussetzung einer ähnlichen Vorschrift für den Großraum Yvelines aufgehoben. Dutzende anderer lokaler Behörden in ganz Frankreich hatten Vorschriften für das Tragen von Masken im Freien erlassen, und obwohl die Pariser Entscheidung keine di…

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  • Vogelgrippe: Über 150 Betriebe in Frankreich betroffen

    Vogelgrippe: Über 150 Betriebe in Frankreich betroffen

    Im Einzelnen sind 94 Betriebe im Departement Landes, 28 in den Pyrénées-Atlantiques, 16 im Gers, 8 im Departement Nord, je 2 in der Vendée undden  Hautes-Pyrénées und einer in Lot-et-Garonne betroffen.

    Es ist die andere Epidemie. In Frankreich sind nun 151 Betriebe von der Vogelgrippe betroffen, zwei Drittel davon im Departement Landes, wie das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag, 13. Januar bekannt gab. Innerhalb von nur 24 Stunden wurde in 21 Zuchtbetrieben die hoch pathogene Vogelgrippe festgestellt. „Das Virus ist aktiv und zirkuliert. Das Departement Landes ist aufgrund der Konzentration der Tierhaltungen besonders betroffen“, erklärte das Landwirtschaftsministerium.

    Neben den Ansteckungen in landwirtschaftlichen Betrieben wurden 21 Fälle bei Wildtieren festgestellt. In Frankreich gibt es rund 20.000 Geflügelfarmen, die Geflügel für Fleisch, Eier oder Stopfleber züchten.

    Das Virus war bereits am 26. November in einem Betrieb in der Gemeinde Warhem (Nordfrankreich) festgestellt worden, in dem 160.000 Legehennen in Ställen gehalten wurden. Im Dezember hatte die Vogelgrippe bereits zur Tötung von rund 650.000 Tieren geführt. Wie im letzten Jahr konzentrieren sich die meisten Fälle auf den Südwesten. Im Jahr 2021 konnte die Ansteckungswelle – die dritte seit 2015 – durch die präventive Schlachtung von mehr als 3,5 Millionen Stück Geflügel eingedämmt werden.

  • Französischen Skigebiete freuen sich über die Rückkehr der britischen Touristen

    Französischen Skigebiete freuen sich über die Rückkehr der britischen Touristen

    Die französischen Skigebiete reagieren erfreut auf die Ankündigung der französischen Regierung, die Reisebeschränkungen für Touristen aus dem Vereinigten Königreich zu lockern.

    Ein generelles Verbot nicht unbedingt notwendiger Reisen ab dem 18. Dezember veranlasste britische Urlauber, geplante Winterurlaube in Frankreich abzusagen. Am Donnerstag kündigte Frankreich jedoch eine Aufhebung der Beschränkungen an, die ursprünglich wegen der hohen Verbreitung der Omikron-Variante in Grossbritannien erlassen worden waren.

    „Die weite Verbreitung der Variante in beiden Ländern hat die Regierung dazu veranlasst, die Änderungen vorzunehmen“, heißt es in einer Erklärung des Büros von Premierminister Jean Castex.

    Ab Freitag, dem 15. Januar, müssen alle geimpften Reisenden, die aus dem Vereinigten Königreich nach Frankreich einreisen, nur noch einen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen, der 24 Stunden vor ihrer Abreise durchgeführt wurde. Ungeimpfte Reisende müssen jedoch einen „zwingenden Grund“ für ihre Reise angeben, z. B. einen familiären Notfall, und nach ihrer Ankunft in Frankreich zehn Tage lang an einer bei den Sicherheitskräften registrierten Adresse in Quarantäne bleiben.

    Die Öffnung der Grenze ermöglicht es britischen Wintersportlern jetzt wieder, in die französischen Alpen zu reisen.

    Lesen Sie auch: Covid-19: Neue Einschränkungen in den Skigebieten und Schließungen in der Kulturwelt

    Zu dieser Jahreszeit kommen traditionell tausende britische Touristen zum Skifahren in die französischen Alpen und die Ski-Ressorts erwarten eine Welle von Buchungen für Februar und März.

    Briten machen in normalen Jahren etwa 15 Prozent aller Besucher in französischen Skigebieten aus, in einigen der größten Skistationen sogar noch mehr.

    Auch Eurostar, der Betreiber von Zugverbindungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich, begrüßte die Änderung und erklärte, man werde die Zahl der Verbindungen in den kommenden Wochen erhöhen.

  • Etwa 3.000 Tonnen Müll: Wie Toulouse nach dem Streik der Müllabfuhr gesäubert wird

    Etwa 3.000 Tonnen Müll: Wie Toulouse nach dem Streik der Müllabfuhr gesäubert wird

    In den 52 Tagen des Müllabfuhr-Streiks haben die Straßen von Toulouse ihr Gesicht verändert. Der Müll, der sich während des Streiks angesammelt hat, wird nach Angaben der Metropol-Verwaltung auf fast 3.000 Tonnen geschätzt.

    Vor Wohnhäusern und Restaurants liegen seit Wochen Haufen von Müll herum. Laut Toulouse Métropole werden drei Wochen benötigt, um die fast 3.000 Tonnen Müll zu beseitigen, die sich seit Beginn des Streiks am 16. Dezember angesammelt haben. „Unsere Abteilungen arbeiten daran, objektive Notfälle zu identifizieren. Wir müssen sehen, ob es Orte gibt, die ein schnelleres Eingreifen erfordern. Die Einwohner müssen verstehen, dass ab morgen nicht sofort alle Mülltonnen abgeholt werden können“, erklärt der Präsident von Toulouse Métropole, Jean-Luc Moudenc und fordert die Bewohner auf, „Geduld zu zeigen“.

    Die Müllmänner werden in den nächsten Wochen viel zu tun haben….

    Private Unternehmen als Verstärkung
    Vincent Terrail-Novès, der für Abfall zuständige Vizepräsident von Toulouse Métropole, schließt nicht aus, „dass die Privatwirtschaft hilft, den Rückstand aufzuholen“. „Die Hilfe der Privatunternehmen wird begrenzt sein. Die punktuellen und gezielten Maßnahmen sind mit hohen Kosten verbunden“. Nach und nach sollen die Straßen von Toulouse endlichen ihren gewohnten Charme zurückgewinnen, der nun schon fast einen Monat lang von den Müllbergen verdeckt wurde.

  • „Das ist skandalös!“ – Warum das Baguette für 29 Cent bei Leclerc die Bäcker und Landwirte empört

    „Das ist skandalös!“ – Warum das Baguette für 29 Cent bei Leclerc die Bäcker und Landwirte empört

    Die Leclerc-Supermärkte haben den Preis für das klassische Baguette auf 29 Cent festgesetzt. Dieser Preis wurde mit großem Werbeaufwand angekündigt und löst den Zorn der Bäcker und Getreidebauern aus. Das Baguette ist ein Symbol für französische Lebensart – und wie jedes Symbol ist es heilig. Die Su…

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  • Covid-19 bei Kindern : Wie alarmierend sind die Zahlen wirklich?

    Covid-19 bei Kindern : Wie alarmierend sind die Zahlen wirklich?

    Die Omikron-Variante übernimmt das Pandemie-Geschehen und die Ansteckungszahlen bei Kindern sind so hoch wie nie zuvor. Die Fälle explodieren insbesondere bei den Jüngsten. Die Omikron-Variante lässt die Zahl der Covid-19-Infektionen bei Kindern auch in Frankreich in die Höhe schnellen. Laut dem Sender RTL werden täglich mindestens 160.000 Kinder zwischen 6 und 10 Jahren positiv getestet. Das bedeutet, dass sich in der Altersgruppe von 6-10 Jahren jede Woche insgesamt 4% der Kinder infizieren. Bei einer Inzidenzrate, die sich 4.000 nähert, ist das bis zu 50-mal mehr als im letzten Jahr um diese Zeit. Die Verbreitung von Omikron wird besonders dadurch gefördert, dass viele der Jüngsten keine Symptome entwickeln. Kinder erkranken nach wie vor nur sehr selten an schweren Formen von Covid-19, aber die beispiellose Omikron-Ansteckungswelle beunruhigt die Eltern. 405 Kinder zwischen 0 und 9 Jahren mit Covid-19 im Krankenhaus. Nach den neuesten Zahlen von Santé Publique France wurden 405 Kind…

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  • Covid-19: Gesundheitsminister Olivier Véran positiv getestet

    Covid-19: Gesundheitsminister Olivier Véran positiv getestet

    Seinem Umfeld zufolge leidet der Minister an „leichten Symptomen“. Er wird seine Arbeit fortsetzen während er sich in Isolation befindet. Auch der Gesundheitsmnister entgeht der Ansteckungswelle, die Frankreich derzeit überrollt, nicht. Gesundheitsminister Olivier Véran gab am Donnerstag, 13. Januar, bekannt, dass er positiv auf Covid-19 getestet worden war. „Infolgedessen befinde ich mich in Isolation und führe meine Aufgaben aus der Quarantäne weiter aus“, erklärte der Véran auf Twitter.

    Das Gesundheitsministerium meldete ergänzend: „Wie es das Protokoll vorsieht, wird der Minister, da er mit drei Dosen geimpft wurde, eine Zeit der Isolation einhalten und weiterhin von den Privatquartieren seines Ministeriums aus arbeiten, wo er auch wohnt.“ Seinem Umfeld zufolge war Olivier Véran, der am Mittwochmorgen noch beim Ministerrat anwesend war, am Nachmittag über die Anwendung TousAntiCovid darüber informiert worden, dass er Konta…

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